Newsarchiv
2007 bis 2010


Leitfaden liegt als Entwurf aus

1. September 2010 – Der ZVO legt den Entwurfs-Leitfaden „Sicherheitsanforderungen an Transporteinrichtungen von Galvanik-Anlagen“ zur Kommentierung vor. Stellungnahmen werden erbeten bis Ende des Jahres.

In Ermangelung einer nationalen und harmonisierten Europäischen Norm für die Sicherheit von Transportsystemen für vertikale Galvanikanlagen soll der Entwurfs-Leitfaden des Zentralverbandes Oberflächentechnik e.V. (ZVO) als Hilfsmittel für die Beurteilung der Konformität mit den „grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen bei Konzipierung und Bau von Maschinen und Sicherheitsbauteilen“ der EG – Maschinenrichtlinie 2006/42/EG, anzuwenden ab dem 29.12.2009, dienen. Er zeigt, ohne verbindlich zu sein, Maßnahmen zur Erreichung der Konformität auf.

Der Leitfaden bezieht sich auf zweckdienliche europäische und internationale Normen. Diese sind als normative Verweisungen aufgeführt. Weiterhin sind nationale Normen und Richtlinien angegeben, die zur Erfüllung der EG – Maschinenrichtlinie nützlich sind. Diese sind in Anhang A (informativ) aufgelistet.

Transportsysteme im Sinne des Leitfadens sind Hebe- und Fördereinrichtungen einer vertikalen Galvanikanlage, die ausschließlich dem Transport der Ware und eventuell vorhandenen Anodenträgern von einer Position zur anderen dienen. Das Dokument beschreibt alle signifikanten Gefährdungen, Gefährdungssituationen und Gefährdungsereignisse, die auf diese Transportsysteme zutreffen, wenn sie bestimmungsgemäß und entsprechend den vorhersehbaren Bedingungen des Herstellers verwendet werden.

Der Entwurfs-Leitfaden wird der Öffentlichkeit zur Prüfung und Stellungnahme vorgelegt. Stellungnahmen werden erbeten bis 31.12.2010, vorzugsweise als Datei per E-Mail an: mail@zvo.org oder schriftlich an den Zentralverband Oberflächentechnik e.V., Postfach 101063. 40710 Hilden. Der Entwurfs-Leitfaden ist ausschließlich im Internet unter www.fvo.org / Technischer Ausschuss abrufbar.

Weitere Informationen unter www.fvo.org


Pilotanlage zur Rotorblattbeschichtung

23. August 2010 – Allein für neu installierte Windenergieanlagen besteht eine zusätzliche Fertigungskapazität von jährlich 13.500 Rotorblättern. Deren Oberfläche trägt maßgeblich zur Wirtschaftlichkeit der Anlage bei. ABB Robotics hat hierzu eine Beschichtungstechnologie entwickelt, die Einsparungen je nach Parameter zwischen 10 und 40 Prozent ermöglicht.

Rotorblätter messen in der Länge bis zu 70 Meter bei einer Oberfläche von 80 bis 300 Quadratmeter. Ihre Oberfläche ist ein Erfolgskriterium für die Effizienz des gesamten Systems: Eine gleichmäßige Beschichtung schützt vor Witterungseinflüssen und insbesondere vor Verschleiß. Damit wird der Servicebedarf verringert und die Lebensdauer gesteigert.

Zur Beschichtung hat ABB das Konzept Lackierportal entwickelt. Ein Portal fährt über den Flügel, und zwei oder mehrere seitlich hängend angeordnete Roboter bewegen sich auf einer vertikalen Verfahrachse. Die Robotersteuerung koordiniert die Bewegungen und dosiert den Materialauftrag mit den integrierten Zerstäubern. Aktuell baut ABB mit einem Windenergieanlagen-Hersteller eine Pilotanlage. Nach Studien der auf automatisiertes Lackieren spezialisierten Experten sinken die Materialkosten für mittlere Anlagengrößen um 10 Prozent, die Investitionskosten, der Energieverbrauch und die Vorbereitungszeit um je 20 Prozent sowie die benötigte Hallenfläche um 40 Prozent.

Die Portaltechnik Lackierportal zum Beschichten der Oberflächen von Windrotorblättern oder anderer großer Komponenten stellt ABB auf der Husum Wind Energy 2010 vom 21. bis 25. September vor.

Weitere Informationen unter www.abb.de/robotics.


Marktpräsenz in Indien

16. August 2010 – Mit der Übernhame der Haden India Pvt. Ltd. erweitert Eisenmann
seine Marktpräsenz in Indien. Dadurch wird das Unternehmen über
insgesamt vier Stanorte in Indien verfügen.

Künftig firmiert Haden India mit seinen drei Standorten unter dem Namen Eisenmann Surface Finishing Systems India Pvt. Ltd. Die neue deutsche Muttergesellschaft ist bereits seit Juni 2010 mit der Eisenmann India Pvt. Ltd. in Chennai auf dem indischen Markt präsent. Die insgesamt vier Standorte sind in den iindischen Wirtschaftszentren Chennai, Mumbai (Thane), Pune und Delhi angesiedelt.

Das Portfolio von Haden India passt nahezu perfekt zu dem seines neuen deutschen Mutterunternehmens. Vor allem die Business Units General Finishing (Metall- und Kunststoff-Lackieranlagen) sowie Automotive Systems (Anlagentechnik für die Automobilindustrie) sind durch das bisherige Engagement und die Kundenbasis der neuen Dependance vertreten. Deshalb soll sie ihren eigenständigen Charakter behalten und passende Eisenmann-Technologien schrittweise in ihr Portfolio integrieren. Darüber hinaus wird sich Eisenmann India künftig um die Erschließung neuer Absatzmärkte im Land kümmern, dazu zählen vor allem die Umwelttechnik- und Karbonfaserindustrie, für die das Familienunternehmen hochtechnologische Lösungen im Portfolio hat.

Weitere Informationen unter www.eisenmann.com.


Sulzer übernimmt Bekaert-Sparte

12. August 2010 – Sulzer Metco ergänzt sein Produktportfolio in der Dünnschichttechnik um die Sparte Diamond-like Carbon (DLC) Coatings (diamantähnliche Kohlenstoffbeschichtungen). Das von Bekaert übernommene DLC-Geschäft ist auf die Entwicklung und Vermarktung von Dünnschichtverfahren spezialisiert.

Der Transaktionswert beträgt 11,0 Millionen Euro (14,5 Millionen Schweizer Franken). Dieses Geschäft erzielte 2009 mit seiner DLC-Technologie einen Umsatz von 12,5 Millionen Euro (16,5 Millionen Schweizer Franken). Die Akquisition stärkt die geographische Präsenz und ergänzt das Technologieangebot von Sulzer Metco in der Dünnschichttechnik. Die Bekaert-Produktnamen wie Cavidur und Dylyn bleiben bestehen, nur der Markenname wird von Bekaert auf Sulzer geändert.

Durch die Akquisition stärkt Sulzer Metco das Servicenetz in Europa und in den USA. Die Transaktion umfasst alle sechs Produktionsstandorte in Belgien, Frankreich, Deutschland und den USA mit insgesamt rund 150 Mitarbeitern. Die DLC-Aktivitäten werden in das bestehende Dünnschichtgeschäft von Sulzer Metco integriert, das sich damit auf Anwendungen in der Zerspanung, der Umformung, der allgemeinen Automobilindustrie, dem Motorsport, der Halbleitertechnik und der Kunststoffverarbeitung konzentriert.

Weitere Informationen unter www.sulzer.com.


Qualicoat plus Seaside

9. August 2010 – Das Problem der Filiformkorrosion bei pulverbeschichteten Aluminiumteilen beschäftigt Architekturplaner und die Anbieter von Fassaden- und Gebäudebauteilen. Voranodisation samt anschließender Pulverbeschichtung führt die König Metallveredelung GmbH durch. Sie ist auf der Messe Aluminium 2010 vertreten.

Umfangreiche Untersuchungen und Laborprüfungen haben gezeigt, dass die bisher angewandten Vorbehandlungsverfahren (Chromatierung, chromfreie Vorbehandlung) keinen ausreichenden Schutz gegen das Phänomen Filiformkorrosion bieten. Nach heutigem Erkenntnisstand ist allein die Voranodisation geeignet, Filiformkorrosion zu unterbinden, sofern dieses Verfahren unter exakt definierten und kontrollierten Bedingungen durchgeführt wird.

Bereits seit einigen Jahren hat die König Metallveredelung GmbH die Voraussetzungen dafür geschaffen, was mit dem Prüfzeugnis des ifo Instituts für Oberflächentechnik in Schwäbisch Gmünd bestätigt wird. Damit ist König berechtigt, die Voranodisation und die anschließende Pulverbeschichtung als Komplettleistung im eigenen Hause auszuführen.

Zwischenzeitlich wurde die Lizenz zur Führung des international anerkannten Qualicoat-Qualitätslabels mit dem zusätlichen Vermerk Seaside speziell für Anwendungen in besonders aggressiven Küstenregionen erworben.

Aluminium 2010 in Essen

Wie bereits in den Vorjahren wird König auch 2010 auf der wichtigsten Messe der Aluminiumbranche in Essen vom 14.-16. September 2010 vertreten sein – wieder als Mitaussteller in Halle 7, Stand 7B16 auf dem Messestand des Aluminiumforum Hochrhein, zu dessen Gründungsmitgliedern das Unternehmen zählt.

Das nächste „Großereignis“ steht dann im Jahr 2011 an. Zurzeit plant man bei der König Metallveredelung für das dann anstehende 50-jährige Jubiläum.

Weitere Informationen unter www.koenigmetall.de


Gemeinsam forschen und entwickeln

14. Juli 2010 – BASF Coatings GmbH und Henkel AG & Co KGaA haben die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens vereinbart, um innovative Korrosionsschutz-Lösungen für die Automobilindustrie zu entwickeln.

Beide Partner werden sich zu je 50 Prozent an dem Joint Venture beteiligen, das voraussichtlich Anfang 2011 seine Arbeit aufnehmen wird. Die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens mit Sitz in Düsseldorf bedarf noch der kartellrechtlichen Zustimmung.

Das Joint Venture ist zunächst auf Forschung und Entwicklung ausgerichtet. Es soll die spezifischen Kompetenzen beider Unternehmen in den Bereichen Metallvorbehandlung und Tauchlackierung zusammenführen. Dabei ist es das Ziel, Produkte und Verfahren zu entwickeln, die hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Leistungsfähigkeit und Umweltverträglichkeit deutliche Vorteile bieten gegenüber den heutigen Standardprozessen zum Korrosionsschutz in der Automobilindustrie. Insbesondere eine Verringerung der Prozessschritte für Metallvorbehandlung und Korrosionsschutz würde für die erste Phase der Automobillackierung Vorteile bieten. Ihr bisheriges Produktportfolio werden beide Partner weiterhin getrennt vermarkten.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de und unter www.henkel.de.


TÜV-zertifiziert

14. Mai 2010 – Media Soft erhielt unlängst für ihr Qualitätsmanagementsystem das TÜV Cert Siegel des TÜV Saar. Relevante Prüfkriterien waren dabei primär die Entwicklung von Software, die Stabilität und Zukunftssicherheit der Programme, das Projektmanagement bei der Einführung und die Einhaltung von Datenschutzbestimmungen. Auch die Reaktionszeiten an der Hotline und die Bewertung der Kundenzufriedenheit wurden berücksichtigt.

Mit dem OTEC Leitstand bietet Media Soft ein schnelles Werkzeug zur Feinplanung, Auftragssteuerung, Durchsetzung und Überwachung der Fertigung beziehungsweise von Fertigungsterminen. Durch einfache Bedienung lassen sich Aufträge anlagenübergreifend einplanen und ändern. Die Einplanung erfolgt wahlweise auf Basis von Artikel- oder Verfahrensarbeitsplänen, wobei die einzelnen Arbeitsgänge auch noch im eingeplanten Zustand änderbar sind. Die „Gantt“ Darstellung erlaubt eine umfassende Übersicht in beliebigen Zeiträumen über eine beliebige Zahl von Anlagen.

Kurzfristige Aufträge und eilige Lieferungen werden durch den OTEC Leitstand schnell, effizient und problemlos planbar. Dabei verschaffen graphische Darstellungen und auswählbare Zeiträume Planungssicherheit und erleichtern die Handhabung. Zusätzlich können die durch den Leitstand vorhandenen Informationen für Auswertungen herangezogen werden.

Ergänzend für das in die Systemsoftware OTEC integrierte Dokumentenmanagementsystem OTEC DMS wurde ein automatisiertes Scanmodul entwickelt, das mit Hilfe einer Barcodeorganisation den Scanvorgang externer Dokumente vereinfacht. Damit können nun auch Dokumente wie Vereinbarungen, Kundenbestellungen, Kundenlieferscheine und andere relevante Dokumente mit geringem Aufwand innerhalb der bereits vorhandenen Dokumentenstruktur vorgangs- und/oder schlagwortbezogen abgelegt werden. Dies vereinfacht Auftragsrecherchen und die Auffindung von kompletten Vorgängen.

Weitere Informationen unter www.media-soft.com und im Online-Messeführer.


Perspektiven der Industriellen Lackiertechnik

15. April 2010 – Die Industrielle Lackiertechnik bietet nach wie vor enorme Einsparpotenziale beim Energie- und Materialverbrauch, ist sich der Abteilungsleiter der Lackiertechnik des Fraunhofer IPA Dieter Ondratschek sicher. Um Wirtschaftlichkeit und Ökologie miteinander zu vereinbaren, müssen einige wichtige Ziele umgesetzt werden, betonte er auf der Pressekonferenz zur Paintexpo.

Angestrebt wird eine Verkürzung der Prozesskette und der Prozesszeiten. Einsparpotentiale lassen sich zum einen durch den Einsatz von Überwachungssystemen bei Lackierprozessen realisieren, und zum anderen durch eine Minimierung von Einschaltzeiten. Eine Anlagensteuerung bezüglich aktuell geforderter Leistung und Standby-Schaltungen bei Umrüstungen sind sinnvoll.

Die Entwicklung gleichwertiger Alternativen zu den beim Lackieren am meisten verwendeten Spritzverfahren wird von hoher Bedeutung für zahlreiche lackierverarbeitende Unternehmen sein. Ziel ist hier die Verminderung der Lackoverspray-Entstehung auf ein Maß, das einen weitgehenden Verzicht erstens der großen Zu- und Abluftmengen und zweitens die Maßnahmen zu Beseitigung des Lackoverspays auf einen minimalen Aufwand reduziert. Masterial und Kosten könnten eingespart werden. Wenn sich der Lack-Overspray ließe, würde auch der hohe Energiebedarf zur Konditionierung der Spritzkabinenluft auf einen Bruchteil schrumpfen. Dieser Ansatz kann zum Beispiel beim selektiven Beschichten bereits ohne Maskierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Hier kommen neu entwickelte Beschichtungsmodule zum Einsatz.

Lackierunternehmen sollten um laufende Informationen zu Neuenticklungen von Beschichtungsmaterialien und -technologien bemüht sein. Die Eignung neuer Technologien für den Lackierbetrieb ist von einer ganzheitlichen Bewertung abhängig.

Weitere Informationen unter www.ipa.fraunhofer.de


Wissenschaftlich fundierte Schaumanalyse

25. März 2010 – Schäumbarkeit - Stabilität - Drainage: Mit dem Dynamic Foam Analyzer DFA100 schnürt Krüss ein Rundumpaket für die Schaumanalyse.Schaum- und Flüssigkeitsvolumen werden permanent und berührungslos bestimmt.Dank hoher Aufnahmerate nimmt das Gerät es auch mit sehr instabilen Schäumen auf.

In der Säule werden Volumina ab 20 Milliliter mit hoher Reproduzierbarkeit aufgeschäumt - per Gasstrom oder Rührer. Die Software liefert routinemäßig Kenngrößen wie Zerfallshalbwertszeit oder Werte analog zu Ross-Miles. Zugleich bestimmt sie mit neuen, patentierten Parametern den Übergang von der reinen Drainage zum Zerfall und den Endpunkt der Drainage. Die Messung kann sehr flexibel parametrisiert werden.

Raumsparendes Design, zügiger Säulenwechsel bei einfacher Reinigung sowie automatische, statistisch ausgewertete Wiederholungsmessungen bedeuten hohen Messkomfort. Erheblichen Zeitgewinn bringt die Option zur parallelen und unabhängigen Messung an mehreren Säulen ein. Wer Schaumerzeugung oder -vermeidung analysieren will, findet im DFA100 einen kompetenten Helfer. Das Gerät wird auf der Analytica 2010 zum ersten Mal präsentiert.

Weitere Informationen unter www.kruss.de


Gemeinsame Implantatherstellung

11. März 2010 – Formschleifen, Fräsen, Konturbearbeiten und High-End-Finish: die Haas Schleifmaschinen GmbH und die Rösler Oberflächentechnik GmbH, bündeln seit kurzem ihr Know-how auf dem Gebiet der Implantatherstellung.

Hochpräzises Schleifen und Fräsen hat sich in der formgebenden Geometrieherstellung für orthopädische Implantate (Knie, Hüfte) als der Kernprozess weltweit durchgesetzt. Dies beruht maßgeblich auf der Maschinen- und Fertigungstechnik des Schleifspezialisten Haas. Parallel forschte und entwickelte Rösler eine Prozess- und Anlagentechnik auf Basis des Schleppschleifens für die anschließende Finalbearbeitung. Addieren sich beide Technologien, kann so aus Rohguss- oder Schmiedewerkstücken ein High-End-Produkt entstehen. Beide Partner haben deshalb ein gemeinsames Ziel: Die komplette Prozesstechnologie für die Oberflächenbearbeitung von Implantaten anzubieten - vom Formschleifen, Fräsen, Konturbearbeiten bis zum Oberflächenfinish. Haas und Rösler präsentieren sich gemeinsam an unterschiedlichen Fachmessen 2010 – erstmals an der Grindtec in Augsburg.

Weitere Informationen unter www.rosler.de


Welt der Oberfläche

5. März 2010 – Auf der Welt der Oberfläche, dem Gemeinschaftsstand des Zentralverbandes Oberflächentechnik e.V. (ZVO), präsentieren die Mitaussteller zur O&S vom 8. bis 10. Juni zahlreiche Neuheiten – von dekorativen und funktionellen Oberflächen über Kunststoffmetallisierung sowie Anlagen- und Automatenbau bis zur Industriellen Teilereinigung.

Unter anderem bietet die AGO Argentum GmbH mechanische Bearbeitung von Schleifen über Polieren bis zu Strahlen an. An dekorativen Beschichtungen werden Kupfer/Nickel, Kupfer/Nickel/Chrom, Kupfer/Zinn- und Ruthenium angeboten, außerdem Versilbern und Vergolden. Atotech hat mit der Einführung von Zylite ST 40 in den europäischen Markt ein ammoniumfreies saures Zinkverfahren entwickelt, das ohne Borsäure arbeitet. Denn im Rahmen des GHS (Global Harmonisierte System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien) soll Borsäure spätestens zum 1. Dezember 2010 als giftig deklariert werden. Bandelin stellt auf der O&S die Oszillation MO 40 mit dem Ultraschaffreinigungsgerät Sonorex Technik RM 40 UH aus. Die oszillierende Bewegung des Reinigungsgutes im Bad verstärkt die Reinigungswirkung des Ultraschalls und spült angelöste Verschmutzungen besser ab. Diese automatische Kobbrwegung wird in Kombination mit einem Ultraschall-Reinigungsrät der Sonorex Technik RM-Reihe eingesetzt.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


Gut Beraten

3. März 2010 – Der Technologiepark RhyTech Materials World im Schweizer Neuhausen am Rheinfall ist um eine weitere Firmenansiedlung reicher: FME GmbH - Fuchs Materials & Engineering ist per 1. Januar 2010 operativ tätig. Die FME bietet Beratung und Entwicklung in ausgewählten Bereichen der Material- und Beschichtungstechnik im Korrosionsschutz sowie der Licht- und Solartechnik an.

Der Firmengründer Dr. Roman Fuchs war seinerzeit auf exakt diesem Gelände bei der damaligen Alusuisse (heute: Alcan) Abteilungsleiter Oberflächen, später Leiter Entwicklung und Innovation in einem Aluminiumwerk und schließlich Technischer Leiter in einem im Korrosionsschutz sowie der Lackproduktion tätigen KMU gewesen. Diese Kompetenzen bündelt er nun in seinem eigenen Unternehmen im RhyTech. Dort hat er zwei Räume angemietet, samt eigenem Versuchs- und Prüfraum. In zwei bis drei Jahren, so lautet seine Planung, soll aus seinem Einmannbetrieb eine Firma mit mehreren Angestellten werden.

RhyTech Materials World ist im Jahre 2008 gegründet worden. Der Technologiepark ist ein Gemeinschaftsprojekt der Alcan Technology & Management AG, Neuhausen, dem ITS Industrie- und Technozentrum Schaffhausen und dem Kanton Schaffhausen.

Weitere Informationen unter www.fme-gmbh.ch


Automatik/Hand im Doppelpack

26. Februar 2010 – Um den Ansprüchen der Kunden auch durch Automatikbeschichtung im Serienbereich auf Jumbo-Coat-Anlagen gerecht zu werden, entwickelte die Meeh GmbH in Wimsheim eine Kombikabine.

Diese ermöglicht dem Kunden wahlweise die Applikation bei sperrigen Werkstücken von Hand in der Großraumkabine oder die Beschichtung von Standardprodukten in einem direkt daran angeschlossenen Automatikbereich der optional auf Rückgewinnung gefahren werden kann. Hierbei kann sowohl von Hand vor- oder nachbeschichtet werden. Die erste Anlage mit Kombikabine wird bereits bei einem Kunden mit Erfolg eingesetzt.

Weitere Informationen unter www.jumbo-coat.de


Solid slide

22. Februar 2010 – Einen gleitmodifizierten POM-Werkstoff (Polyoximethylen) für die elektrostatische Beschichtung hat die Solid Composites GmbH in Zusammenarbeit mit weiteren Firmen entwickelt. Das thermoplastische Beschichtungspulver zeichnet sich durch gutes Gleit- und Reibverhalten insbesondere gegen Stahl und Polyamid aus.

Die tribologischen Eigenschaften thermoplastischer Kunststoffe werden entscheidend durch den Aufbau ihrer Makromoleküle geprägt. Die daraus resultierenden Kennwerte wie E-Modul, Druckfestigkeit und Kristallinität sind für die Abriebbeständigkeit verantwortlich. Hohe Festigkeiten führen zu einer Abnahme der wahren Kontaktfläche und des Deformationsvolumens. Für den Spritzguss sind je nach tribologischer Anforderung zahlreiche Polymere wie beispielsweise PA (Polyamide) oder PBT (Polybutylenterephthalat) oder verfügbar, die durch Zugabe von Gleitadditiven oder mittels Faserverstärkung zusätzlich modifiziert werden.

Als Beschichtungswerkstoffe sind diese jedoch nicht einsetzbar. Der Markt bietet heute drei thermoplastische Beschichtungspulver in Elektrostatikqualität an: PA12, PA11 und PP/PE. Im Hochtemperaturbereich sind Fluorpolymere und PEEK-Werkstoffe verfügbar. Die Solid Composites GmbH – ein Spin-off des Fraunhofer-Instituts für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT – hat in Zusammenarbeit mit weiteren Firmen erstmals einen gleitmodifizierten POM-Werkstoff für die elektrostatische Beschichtung entwickelt. Das Material lässt sich wie ein konventioneller Pulverlack bei Objekttemperaturen von 200 °C in jeder ES-Beschichtungsanlage zu gleichmäßigen funktionalen Schichten verarbeiten. Die Haftung auf metallischen Substraten wird durch den Einsatz eines angepassten Primersystems erreicht. Der niedrige Gleitkoeffizient von 0,07 und die hohe Abriebfestigkeit des POM ermöglichen ausgezeichnetes Gleit- und Reibverhalten insbesondere gegen Stahl und Polyamid. Bei Temperatur bis 100 °C in der Anwendung ist das System damit vielen teureren Hochleistungspolymerschichten überlegen. Das Pulver wird unter dem Handelsnamen »Solid slide« vertrieben.

Weitere Informationen unter www.neuematerialien.de


Vorläufige Zahlen 2009

18. Februar 2010 – Nach dem schwierigem Geschäftsjahr 2009 blickt Dürr optimistischer in die Zukunft. Das operative Ergebnis ist mit 25 Millionen Euro deutlich positiv und der Auftragsbestand um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Zudem konnte die Nettofinanzverschuldung durch einen starken Cashflow komplett abgebaut werden.

Der deutsche Maschinen- und Anlagenbau verzeichnete im Jahr 2009 infolge der Wirtschaftskrise einen ungemein starken Einbruch. Auch Dürr litt unter dieser Entwicklung. Nach voäufigen Zahlen ging der Auftragseingang des Konzerns um 19 Prozent auf 1.185 Millionen Euro zurück.

Damit entwickelte sich Dürr allerdings deutlich besser als der Durchschnitt des deutschen Maschinen- und Anlagenbaus, der einen Bestellrückgang von 38 Prozent verzeichnete. Der Auftragseingang von Dürr verbesserte sich im Jahresverlauf 2009 kontinuierlich und lag im vierten Quartal 81 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Der Umsatz fiel im Geschäftsjahr 2009 um 33 Prozent auf 1.078 Millionen Euro. Dafür war neben dem schwachen Auftragseingang zwischen Ende 2008 und Mitte 2009 auch der überraschend starke Rückgang im Service-Geschäft verantwortlich. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende mit 1,0 Milliarden Euro um acht Prozent über dem Vorjahreswert und stellt somit eine gute Ausgangsposition für 2010 da.

Das operative Ergebnis, also das Ergebnis vor Zinsen, Beteiligungsergebnis und Steuern (EBIT) betrachtet vor dem Einmalaufwand, war mit 25 Millionen Euro wie erwartet klar positiv (Vorjahr 73 Millionen Euro). Auch nach Restrukturierungskosten und anderen Einmalaufwendungen war das EBIT mit 6 Millionen Euro positiv. Vor allem aufgrund von steuerlichen Sondereffekten betrug das Ergebnis nach Steuern -26 Millionen Euro. Der operative Cashflow verbesserte sich 2009 von Quartal zu Quartal und verdreifachte sich gegenüber dem Vorjahr auf 95 Millionen Euro. Die Nettofinanzverschuldung konnte Dürr nach eigenen Angaben zum Jahresende komplett abbauen. Erstmals seit zehn Jahren wurde damit ein positiver Finanzstatus erzielt. Die Eigenkapitalquote lag mit 31 Prozent über der Zielgröße von 30 Prozent. Die Mitarbeiterzahl verringerte sich zum Jahresende 2009 um 7 Prozent auf 5.712 Personen.

Der Anlagenhersteller erwartet für das Jahr 2010 eine Umsatzausweitung von mindestens sieben Prozent. Eingerechnet sind eine Umwandlung der Auftragsbestände zum Jahresende 2009 im Jahr 2010 zu rund 80 Prozent in Umsatz, außerdem anstehenden Neuprojekte in den Emerging Markets und die erwartete Erholung im Service-Geschäft. Das EBIT wird sich aus heutiger Sicht aufgrund der umgesetzten Optimierungs- und Kostensenkungsmaßnahmen deutlich verbessern und das Ergebnis nach Steuern mindestens die Nulllinie erreichen. <

Der komplette Jahresabschluss 2009 wird nach Prüfung und Billigung durch den Aufsichtsrat auf der Bilanzpressekonferenz am 17. März 2010 in Stuttgart vorgestellt. Die Ergebnisse in dieser Meldung sind vorläufig und wurden weder durch den Aufsichtsrat genehmigt noch von dem externen Wirtschaftsprüfer geprüft.

Weitere Informationen unter www.durr.de


Partner für Benelux-Markt

16. Februar 2010 – Eine exklusive Vertriebsvereinbarung für den Benelux-Markt haben Reiter, Winnenden, Hersteller von automatischen Nasslackieranlagen für die Holzverarbeitung, und Range + Heine, Winnenden, Hersteller von Flut- und Spritzanlagen sowie Lackrückgewinnungssystemen, geschlossen.

Sämtliche Geräte und Anlagen von Range + Heine für die Holzindustrie werden von Reiter, Büro Benelux, vertreten. Die Geräte und Systeme von Range + Heine in Verbindung mit Reiter Lackieranlagen bilden ein Gesamtkonzept, wenn es sich um vollautomatische Lackieranlagen für die Holzindustrie handelt. Beide Unternehmen sind durch ihre langjährige Erfahrung und Aktivitäten in der Holzimprägnierung, Fluten, Lackieren, Abwasserentsorgung sowie Rückgewinnung von Overspray in der Lage, ihre Kunden kompetent zu beraten.

Die Kombination des Know-hows von Reiter und Range + Heine ermöglicht das Projektieren und Realisieren kompletter Lackieranlagen für die Holzindustrie. Reiter ist ein Anbieter automatischer elektrostatischer Lackier- und Applikationstechnik in Europa mit Tochterfirmen in Großbritannien, Österreich, Benelux und Indien.

Weitere Informationen unter www.reiter-oft.de, www.range-heine.de


Professionelles Gleitschleifen

8. Februar 2010 – Im Januar dieses Jahres wurde die Avatec GmbH gegründet. Das Stuttgarter Unternehmen ist der neue Ansprechpartner für Gleitschleiftechnik.

Der Geschäftsführer Andreas Haller ist kein Unbekannter in der Branche und kann bei Bearbeitungs- und Prozessfragen seine langjährige Erfahrung einbringen. Avatec stellt vom 17.-20. März in Augsburg auf der GrindTec in Halle3, Stand 328 zusammen mit den Firmen Niederberger PFS AG (Bürst- und Entgratmaschinen) und Stähli Läpp Technik AG (Läppmaschinen) aus.

Weitere Informationen unter www.avatec.de


Service Center eröffnet

4. Februar 2010 – Die CPS Color GmbH hat ihren deutschen Standort aus dem Rheinland-Pfälzischen Bornich nach Hückelhoven in Nordrhein-Westfalen verlegt. Der neue Standort vereint auf einer Fläche von 460 Quadratmetern mehrere Büros, ein Warenlager für Maschinen und Ersatzteile sowie einen Showroom, in dem die breite Produktpalette an Maschinen, Anlagen und Software präsentiert wird.

Die neuen Büros liegen in einem Gewerbepark, der nur 25 Kilometer vom niederländischen Sittard entfernt ist. Hier befindet sich eine der Produktionsstätten für Pigmentpasten von CPS Color. So können die Servicemitarbeiter viel enger mit ihren niederländischen Kollegen aus Forschung, Entwicklung und Produktion zusammenarbeiten.

Geplant ist, im Showroom die gesamte Produktpalette einschließlich sequentieller und simultaner Dosieranlagen, Mischer, Rüttler und verschiedener Softwareprodukte auszustellen. Durch die kurze Entfernung zwischen Sittard und Hückelhoven können Kunden, die an unserer Komplettlösung interessiert sind, sowohl die Pigmentpastenfertigung in Sittard als auch die Dosieranlagen, Softwareprodukte und den Service-Bereich in Hückelhoven an einem Tag besichtigen.

In ihren neuen Bürogebäuden kann CPS Color Anlagen vorinstallieren, ein Lager aufbauen und gebrauchte Geräte reinigen und überholen, um somit deren Lebensdauer zu verlängern. Durch die Einrichtung einer Telefon-Hotline mit technischem Support für Kunden und eines Ersatzteilversands können die Dienstleistungen des neuen Kompetenzzentrums weiter ausgebaut werden.

Das Service Competence Center bietet in naher Zukunft auch spezifische Schulungsmöglichkeiten für interne und externe Servicetechniker. Einige der elf Mitarbeiter arbeiten am neuen Standort; die Mehrheit von ihnen arbeitet jedoch in größtmöglicher Kundennähe im Außendienst und bildet so das Servicenetzwerk in Deutschland.

Weitere Informationen unter www.cps-color.de


Kalibrieren

2. Februar 2010 – Mahr in Göttingen betreibt ein DKD-Labor für Oberflächen, Form- und Konturnormale. Ab sofort ist dieses Labor auch für vertikale Längenprüfgeräte akkreditiert. Das Audit zur Erweiterung der Akkreditierung erfolgte 2009 durch die Begutachter der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt. Die DIN EN ISO 17025 konnte voll erfüllt werden und die beantragte Erweiterung zur Kalibrierung von Messuhren- und Feinzeiger-Prüfgeräten wurde bestätigt.

Bisher wurden Handmessmittel wie Messuhren und Feinzeiger zur rückführbaren (Re-)Kalibrierung zum Hersteller eingeschickt. Jetzt ist es dem Kunden möglich, diese Messmittel mit seinem eigenen Messuhren-Prüfgerät selbst bei kleinsten Unsicherheiten zu kalibrieren. Ab sofort kann das Messgerät selbst, das heißt unabhängig vom Hersteller, mit DKD-Kalibrierschein versehen werden. Die dadurch angebbare kleinste Unsicherheit ist 0,15 Mikrometer.

Alle Unternehmen, die ihre Messgeräte im DKD-Labor von Mahr überprüfen und kalibrieren lassen, erhalten objektive Messergebnisse und Dokumentation. Sie sichern und dokumentieren damit ihre Qualität, können ihre Messmittel wie Messuhren und Feinzeiger selbst kalibrieren und schaffen die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zertifizierung ihres eigenen Qualitätsmanagement-Systems z.B. nach ISO 9001. Sie sichern damit den Anschluss an das nationale und internationale Längeneinheitensystem.

Weitere Informationen unter www.mahr.de


Klebetechnik-Zuwachs

28. Januar 2010 – Der Dürr-Konzern hat zum 25. Januar 2010 den Geschäftsbetrieb der Firma Kleinmichel, Bernried, übernommen. Das Unternehmen ist auf Klebetechnik für den Automobilbau und die allgemeine Industrie spezialisiert. Durch die Akquisition ergänzt Dürr sein vorhandenes Produkt- und Leistungsportfolio in der Klebetechnik und beschleunigt den Ausbau dieses zukunftsträchtigen Geschäftsfelds.

Durch die Übernahme von Kleinmichel ist Dürr in der Lage, Lösungen für alle Klebeprozesse in der Fahrzeugproduktion anzubieten. Auf dieser Basis will sich Dürr in diesem Bereich zu einem der führenden Anbieter entwickeln. Dabei setzt der Konzern auf sein dichtes internationales Vertriebs- und Service-Netzwerk und strebt eine deutliche Expansion des Geschäfts an. Die Aktivitäten in der Klebetechnik sind Teil des Geschäftsbereichs Application Technology, in dem das Lackier- und Sealing-Robotergeschäft angesiedelt ist.

Weitere Informationen unter www.durr.com


Umweltforum

26. Januar 2010 – Die Errichtung und der Betrieb oberflächentechnischer Anlagen stellt den Unternehmer und seine Verantwortlichen Jahr für Jahr vor neue Herausforderungen. Der ZVO unter Federführung des Ressorts Umwelt und Chemie informiert am 3. März die Branchenunternehmen über die wichtigsten Änderungen in den Verordnungen und Richtlinien der Umweltgesetzgebung.

Beschichter, denen nicht ganz klar ist, wie sie die europäische Chemikalienverordnung REACH und die Verordnung über die Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien (CLP/GHS) konkret umzusetzen haben, können hier die Informationen einholen: Was wird zukünftig im Sicherheitsdatenblatt stehen und wie ist damit umzugehen? Wer wird wirklich vom Zulassungsverfahren betroffen sein? Welche wirtschaftlichen Auswirkungen kommen tatsächlich auf ein Unternehmen zu?

In einem Vortrag wird das Impulsprogramm Materialeffizienz des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie BMWi vorgestellt. Das Programm unterstützt kleine und mittlere Unternehmen bei der Lokalisierung und Erschließung von Material-Einsparpotenzialen mit Fördermitteln für Beratungsprojekte und Netzwerke.

Die Referenten sind Praktiker mit langjähriger Erfahrung in der Galvano- und Oberflächentechnik; einige Referenten haben direkt an den Entwicklungsprozessen zur REACH-Umsetzung mitgearbeitet und haben Erfahrung in konkreter Beratungsarbeit gesammelt.

Zum Nachweis gegenüber Behörden und dem Arbeitgeber erhalten die Teilnehmer am Ende jeder Veranstaltung je in Zertifikat. Die Veranstaltung findet gut erreichbar im Mövenpick Hotel Stuttgart Airport statt.


www.zvo-umweltforum.de


Patentstreit beigelegt

21. Januar 2010 – 3M und Sata GmbH & Co. KG, Hersteller des Sata RPS Rapid Preparation Systems, sind zu einer gütlichen Einigung hinsichtlich eines Patentverletzungsrechtsstreits gelangt, der im August 2006 begann und sich auf 3M Gebrauchsmuster bezog, die ihre Paint Preparation System-Produkte abdecken. 3M produziert und verkauft ein Einwegbecher-Farbmischsystem unter dem Markennamen PPS.

Gemäß den Bestimmungen der Vereinbarung erkennt Sata die Rechtsbeständigkeit und Durchsetzbarkeit der 3M Gebrauchsmuster und der entsprechenden Patentrechte weltweit an. In der Vereinbarung, deren Details vertraulich sind, stimmte unter anderem jede der beiden Parteien zu, eine Lizenz unter Patenten der anderen Partei zu nehmen.

www.sata.com


Weniger Gift

18. Januar 2010 – Der ZVO hat eine Stellungnahme zur Verwendung von Perfluoroktansuflonat (PFOS) in der Oberflächentechnik herausgegeben. PFOS wird unter anderem als Netzmittel in Chromelektrolyten eingesetzt, ist persistent, bioakkumulativ und steht im Verdacht, toxisch zu sein. Substitute werden auf Serientauglichkeit getestet.

Die Substanz PFOS kann durch Spülen mit direktem Überlauf in Sammelbehälter und durch Wartungsarbeiten oder das Ablassen von Spülen ins Abwasser gelangen. Doch auch durch weniger offensichtliche Wege, etwa durch Kleckern beim Dosieren oder über Absaugschächte und Wäschervorlagen, kann das Abwasser belastet werden.

Die aktive Unterstützung durch das Ressort Umwelt und Chemie des ZVO hat un ter anderem dazu beigetragen, dass Substitute zu PFOS in den unterschiedlichsten Anwendungen auf ihre Serientauglichkeit getestet werden. Gangbare Alternativen sind polyfluorierte Substanzen, vergleichbar mit PFOS und in nahezu allen Verfahren wie Chromschwefelsäurebeize, Glanzchrom- und Hartchromelektrolyten einsetzbar, sowie fluorfreie Substanzen, die bereits teilweise in Glanzchromelektrolyten eingesetzt werden;

Die Mitgliedsbetriebe im ZVO (Betreiber Oberflächen behandelnder Anlagen) haben sich zum Ziel gesetzt, Verfahren und Techniken so aufeinander abzustimmen, dass durch deren Anwendungen Flora und Fauna durch den Eintrag von PFOS nicht geschädigt werden. Durch die gezielte Unterstützung der Mitglieder des ZVO konnte in einem kurzen Zeitraum von weniger als 18 Monaten der Anteil von auffälligen kommunalen Kläranlagen in NRW um mehr als 90 Prozent reduziert werden.

Noch bis 30. Juni 2010 läuft das Projekt Galvarec – Materialeffizenz durch Teilstrombehandlung chromathaltiger Spülwässer. Das vorrangige Ziel dieses Forschungsvorhabens, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, ist die Entwicklung eines Teilstrom-Reinigungsverfahrens für die Spülwässer galvanischer Prozesse, insbesondere bei der Verchromung. Neben der Bergischen Universität (Analytische Chemie und Sicherheitstechnik/Umweltchemie) beteiligen sich die Firmen Herbert Schmidt GmbH & Co. KG, Galvano Röhrig GmbH, Detlef Bingen GmbH und Chemisches Laboratorium Dr. R. Fülling.

Durch Anionen- und Kationenaustauscher sowie durch eine Membranfiltration soll das Spülwasser soweit gereinigt werden, dass eine längere Standzeit resultiert und nachfolgende Behandlungsbäder geringer belastet werden. Die über die Ionentauscher zurückgewonnenen Metallionen und anderen Prozesschemikalien sollen in den Prozess zurückgeführt werden. Durch die Rückgewinnung werden nicht nur Materialeinsparungen von erheblichem Wert erzielt und die betriebliche Abwasserreinigung entlastet. Darüber hinaus wird das bisher durch die betriebliche Abwasserreinigung nicht zurückgehaltene Netzmittel Perfluoroctansulfonsäure (PFOS) dem Abwasser ferngehalten und umweltschonend wieder verwendet. Ein weiteres Ziel besteht in der Untersuchung der Eignung von Netzmitteln, die frei von perfluorierten organischen Verbindungen (PFT) sind. Beständigkeit und Wirksamkeit, Neben- und Reaktionsprodukte, die während der galvanischen Prozesse entstehen, Auswirkungen auf die Chromschichtbildung und andere Effekte sollen in Langzeitversuchen untersucht werden.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


Neues Ausstellungsformat

13. Januar 2010 – Auf Wunsch von Herstellern und Unternehmen der industriellen Lackiertechnik wird es auf der O&S 2010 ein neues Ausstellungsformat geben – die "OundS@Lounge". Unter dem Leitthema „Energie- und Ressourceneffizienz in der Lackiertechnik“ ermöglicht die Lounge als zentraler Treffpunkt der Lackiertechnikbranche den Teilnehmern ein Umfeld, ihren individuellen Messeauftritt mit Services wie Kontaktanbahnung, Präsentation und Besucherführung effektiv zu verbinden.

„Das neue Lounge-Konzept auf der O&S 2010 beinhaltet alles, was für eine erfolgreiche Messebeteiligung unseres Unternehmens erforderlich ist. Es kombiniert ein effizientes und zugleich kostengünstiges Umfeld mit einem individuellen Unternehmensauftritt und einem umfassenden Service für unsere Gäste“, findet zum Beispiel Thomas Rippert, Geschäftsführer der Firma Rippert Anlagentechnik. Besprechungsräume mit moderner Tagungstechnik, Sitzgruppen für Gespräche sowie der offene Bar- und Restaurantbereich in der Lounge-Area bieten Platz für entspanntes Networking und Wissenstransfer. Eine zentrale Podestfläche bietet den Teilnehmern zudem Auslagemöglichkeiten für Broschüren und Exponate „zum Anfassen“.

Mit dem neuen Lounge-Konzept der O&S sind alle Services für teilnehmende Unternehmen und ihre Kunden inklusive. So können Aussteller ihren Firmenauftritt in der Lounge ohne Zusatzkosten kalkulieren. Weitere Informationen über das Konzept sowie über das Komplettpaket liefert die Website.

Weitere Informationen unter www.ounds-messe.de


Finnische Kooperation

11. Januar 2010 – Die TIG Group aus Hamburg kooperiert ab sofort mit dem finnischen Unternehmen Ehovoc Oy. Ehovoc produziert und liefert seit zehn Jahren katalytische Abluftreinigungssysteme für VOC-Gase, die unter anderem in der Lackier-, Druck- und Chemikalienindustrie anfallen.

Die TIG Group mit Hauptsitz in Hamburg ist ein Zusammenschluss von fünf Einzelunternehmenaus aus den Bereichen Automation, Umwelttechnik, Wasser- und Reinstwasseraufbereitung sowie Apparatebau und Serviceleistungen. Die Ehovoc AG mit Sitz in Oulu, Finnland, entwickelt und vertreibt Anlagen zur katalytischen Nachverbrennung.

Weitere Informationen unter www.tig-group.com


2009


Neue Richtlinie für Feuerverzinken

17. Dezember 2009 – Mit der DASt-Richtlinie 022 „Feuerverzinken von tragenden Stahlbauteilen“ gibt es ein neues Regelwerk zum Feuerverzinken von tragenden Stahlbauteilen im Bauwesen, das voraussichtlich ab Januar 2010 in die Bauregelliste A aufgenommen wird und ab diesem Zeitpunkt verbindlich anzuwenden ist. Dies bedeutet, das Ausschreiber, Planer, Konstrukteure und Fertigungsbetriebe die Richtlinie für Bauteile im Bauwesen zukünftig berücksichtigen müssen.

Die neue Richtlinie ergänzt die bislang geltenden Normen DIN EN ISO 1461 „Durch Feuerverzinken auf Stahl aufgebrachte Zinküberzüge (Stückverzinken)“ und DIN EN ISO 14713 „Leitfäden und Empfehlungen zum Schutz von Eisen- und Stahlkonstruktionen vor Korrosion - Zinküberzüge“, die auch weiterhin Gültigkeit haben werden. In der Richtlinie werden übergreifend Aspekte der Planung, der Konstruktion, der Fertigung und der Feuerverzinkung von tragenden Stahlkonstruktionen beschrieben, um die erforderlichen Sicherheitsanforderungen an Bauprodukte verstärkt in den Regelwerken zu integrieren.

Die DASt-Richtlinie 022 gilt für das Feuerverzinken von tragenden, vorgefertigten Stahlbauteilen, die entsprechend der Normenreihe DIN 18800 oder DIN EN 1993 und DIN EN 1090-2 bemessen und gefertigt sind. Hierzu gehören alle Konstruktionen für die ein Standsicherheitsnachweis erforderlich ist, das heißt schwere Stahlkonstruktionen, aber auch leichte Konstruktionen wie beispielsweise Treppen, Balkone, Geländer, Unterstände oder Carports.

Neben den Anforderungen für die Planung, Konstruktion und Fertigung der zum Feuerverzinken vorgesehenen Bauteile definiert die DASt-Richtlinie 022 auch Anforderungen an den Feuerverzinkungsprozess und die Überprüfung der fertig verzinkten Bauteile. Zusätzlich zur internen Produktionskontrolle erfolgt eine externe Überwachung im Rahmen des Übereinstimmungsverfahren „ÜZ“, das zertifizierte Verzinkereien zur Vergabe des sogenannten Ü-Zeichens berechtigt.

Mit dem Inkrafttreten der neuen DASt-Richtlinie 022 wird ein übergreifendes Regelwerk mit dem Ziel der Qualitätssicherung von tragenden, feuerverzinkten Bauprodukten eingeführt. Die DASt-Richtlinie ist für den einfachen, praktischen Einsatz konzipiert und gibt anhand von Tabellen und Schaubildern schnell ablesbare Anforderungen und Lösungen vor. Weitere Informationen zur DASt-Richtlinie 022 und eine kostenlose Bestellmöglichkeit der Richtlinie gibt es auch beim Institut Feuerverzinken GmbH.

Weitere Informationen unter www.dast022.de


Nachholbedarf bei Energieeffizienz

14. Dezember 2009 – Aufgrund der Wirtschaftskrise investieren in Deutschland nur noch 30 Prozent der produzierenden Unternehmen in Energieeffizienz. Vor der Krise waren es fast doppelt so viele. Gleichzeitig ist jedoch der Stellenwert von Energieeffizienz für fast jedes dritte Unternehmen gestiegen. Dies ergab eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz bei Entscheidungsträgern aus Industrie und Gewerbe. Nach der Krise wollen demnach über 60 Prozent in Energieeffizienz investieren. Nachholbedarf besteht vor allem bei kleinen Unternehmen.

‚Die Unternehmen rechnen mit steigenden Strompreisen und suchen nach Lösungen, um Kosten zu sparen. Dabei wollen sie verstärkt auf Energieeffizienz setzen, auch wenn sie zur Zeit noch nicht die Mittel dafür aufbringen können", sagt Steffen Joest, Bereichsleiter bei der dena. Drei Viertel der Unternehmen mussten zuletzt zum Teil starke Umsatzeinbußen hinnehmen. ‚‚Nach eigenen Angaben sparen die Unternehmen mit Energieeffizienzmaßnahmen durchschnittlich 15 Prozent ihrer Energiekosten. Die Investitionen belaufen sich im Schnitt auf 30.000 Euro. Nach unseren Erfahrungen amortisieren sich die Maßnahmen in der Regel nach zwei bis drei Jahren."

Die Umfrage zeigt, dass auch kleine Unternehmen mit weniger als 50 Mitarbeitern stark von einer Steigerung der Energieeffizienz profitieren: Diejenigen, die bereits etwas getan haben, erreichten mit Einsparungen von 17 Prozent mehr als der Durchschnitt. In den vergangenen zwölf Monaten investierten jedoch nur 22 Prozent der kleinen Unternehmen in Energieeffizienzmaßnahmen. Bei großen Unternehmen und Betrieben mit hohen Energiekosten waren es hingegen 60 Prozent. In der Zeit nach der Wirtschaftskrise planen sogar 88 Prozent von ihnen in Energieeffizienz zu investieren. Insgesamt erzielte der Maschinenbau im Vergleich zu anderen Branchen besonders hohe Energieeinsparungen.

Mit einem umfangreichen Informationsangebot unterstützt die Initiative EnergieEffizienz insbesondere mittelständische Unternehmen bei der Senkung der Energiekosten; zum Beispiel mit einem Leitfaden zum Energiemanagement, mit Broschüren zu Querschnittstechnologien wie Druckluft und Pumpen, mit Online-Tools zum Abschätzen von Einsparpotenzialen oder mit der Dokumentation von Referenzprojekten.

Weitere Informationen unter www.industrie-energieeffizienz.de


Strahltechnik aus Indien

7. Dezember 2009 – Der indische Strahlanlagenproduzent MecShot ist jetzt auch in Europa mit seinem kompletten Lieferprogramm durch die Firma Wiwox GmbH Surface Systems vertreten.

MecShot ist Hersteller und Exporteur von Strahlräumen, Filtern, Schleuderradstrahlanlagen und automatisierten Strahlprozessen. Insbesondere auf den asiatischen Märkten ist MecShot für den Bau von hochwertigen Shot-Peening-Strahlanlagen im Bereich Luftfahrt und Nukleartechnik bekannt. Die 1990 gegründete Firma ist zertifiziert entsprechend CE, ISO und OHSAS.

Weitere Informationen unter www.wiwox.de


Neuer Eigentümer

30. November 2009 – Die Firma Kaltenbach aus Lörrach hat mit Wirkung zum 20. November 2009 Teile der Gietart Machinefabriek B.V., Hengelo in den Niederlanden, erworben. Mit dieser Investition in den neuen Geschäftsbereich Strahl- und Konservierungsanlagen baut Kaltenbach seine Stellung als Systemanbieter für die Profilstahl- und Blechbearbeitung aus.

Die neu gegründete 100%ige Tochtergesellschaft Kaltenbach Shotblast & Painting Systems B.V. hat den Geschäftsbereich Strahlen und Konservieren von Gietart übernommen, insgesamt 65 Mitarbeitern werden dort beschäftigt. Somit kann Kaltenbach weiterhin Ersatz- und Verschleißteile, Service und neuen Maschinen der Marke Gietart liefern.

Bedingt durch die anhaltende Finanz- und Wirtschaftskrise musste der Hersteller von Strahl- und Konservierungsanlagen Gietart für die stahlverarbeitende Industrie aufgrund von Zahlungsschwierigkeiten Konkurs anmelden. Die beiden Unternehmen Kaltenbach und Gietart haben seit vielen Jahren zusammengearbeitet. Die Integration des erworbenen Geschäftsbereiches in die Kaltenbach-Firmengruppe soll so rasch wie möglich erfolgen, wobei die Schwerpunke des Unternehmens wie Entwicklung, Produktion, Vertrieb und Service unverändert am Standort Hengelo verbleiben werden.

Weitere Informationen unter www.kaltenbach.de


Hightech-Lackierkonzept

24. November 2009 – Rehau eröffnete in diesen Tagen im südafrikanischen Port Elizabeth eine weitere Produktionsstätte für seinen Geschäftszweig Automotive. Die modulare Lackieranlage ist nach neuesten ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten gebaut.

In Port Elizabeth wird Rehau künftig den Gesamtumfang an vorderen und hinteren Stoßf ängern für die Rechtslenkermodelle für den VW Polo fertigen und lackieren. Just in Sequence gehen die komplett konfektionierten Stoßfängersysteme direkt an das Montageband des nahegelegenen VW-Werkes in Uitenhage. Rund 130 neue Arbeitsplätze werden durch die Vor-Ort-Präsenz neu entstehen. Die Investitionssumme für das neue Werk im Nelson-Mandela-Bay-Logistic-Park beläuft sich summa sumarum auf rund 20 Millionen Euro. Ein Großteil davon kommt allein der Fertigung selbst zu Gute.

In Port Elizabeth kommen bei der modularen Lackieranlage eine CO2-Reinigung, ein völlig neues Lackierkabinenkonzept sowie eine Infrarottrocknung zum Einsatz. "Bisher stellt jede neue Lackieranlage ein Unikat dar, das vor Ort aus tausenden von Einzelteilen zusammen gebaut werden muss", erklärt Helmut Ansorge, Executive Director Operations & Technology Automotive bei Rehau. Viele Versuche in dem Lackiertechnikum in Feuchtwangen, Deutschland, sicherten die Idee einer vollständig modulare Lackieranlage mit teilweise völlig geänderten Prozessabläufen ab. Die Ergebnisse besprachen wurden mit dem Anlagenbauer Dürr umgesetzt. Die sehr kompakte Ausführung lässt es zu, dass alle Baugruppen in vorgefertigten Modulen hergestellt werden können, die dann im jeweiligen Produktionswerk zusammen gebaut werden.

Die Reinigung der Bauteile vor der Lackierung erfolgt mit flüssigem CO2. Roboter sind hierzu mit speziellen Düsen ausgerüstet, die ähnlich dem Beflammprozess die Teileoberfl äche abfahren, wobei in diesem Düsenarray aus dem fl üssigen CO2-Eiskristalle werden. Ergebnis ist eine saubere und trockene Oberfläche. Damit lässt sich der Raumbedarf für die Lackiererei um nahezu ein Viertel reduzieren und die Durchlaufzeit erheblich verkürzen. Auch die Lackierkabinen sind in ihrer technischen Auslegung stark ver ändert worden, wodurch das Umlaufwasser aus den Lackierkabinen entfernt werden konnte, das bisher für die Aufnahme des Oversprays, also des Lacknebels, der nicht auf das zu beschichtende Bauteil gelangt, notwendig war.

Zusammen mit dem Entfall der wässrigen Reinigung der Bauteile ist es gelungen, auf Wasser im Lackierprozess völlig zu verzichten. Damit entfallen auch die Prozesse zur Aufbereitung und zur Reinigung des Wassers, welche bisher mit dem Einsatz zahlreicher Chemikalien verbunden waren. Der dem Lackieren nachgeschaltete Trocknungsprozess mit seinen riesigen Trocknern, in denen die frisch lackierten Teile mit heißer Luft umströmt werden, ist durch eine Technologie ersetzt worden, die mittels spezieller Strahler und konditionierter Luft in einem Bruchteil der bisher ben ötigten Zeit erfolgt. Das verkleinert den Raumbedarf der Lackieranlage deutlich und reduziert den Energiebedarf erheblich.

Weitere Informationen unter www.rehau.de


Energieeffiziente Projekte

17. November 2009 – Bis zum 7. Februar 2010 können sich Unternehmen aus Industrie und Gewerbe, die vorbildlich die betriebliche Energieeffizienz gesteigert haben, um den Energy Efficiency Award 2010 bewerben.

Den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preis schreibt die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) in Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz aus. Der internastionale Wettbewerb ist für Industrie- und Gewerbebetriebe jedweder Größe und Branche offen, die erfolgreich Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt haben. Die Preisträger werden am 20. April 2010 auf dem World Energy Dialogue der Hannover Messe 2010 ausgezeichnet.

Die Jury bewertet die eingegangenen Projekte anhand der folgenden Beurteilungskriterien: Energieeinsparung, Wirtschaftlichkeit, Innovationsgrad, Übertragbarkeit auf andere Unternehmen, Umwelteffekte und Klimaschutzrelevanz.

Weitere Informationen unter www.industrie-energieeffizienz.de


REACH für die Galvanotechnik

4. November 2009 – Das ZVO-Ressort Umwelttechnik und Chemie hat Unterlagen zur Beschreibung von Verwendungen und Expositionen im Sinne von REACH für die Galvanotechnik erarbeitet.

Entsprechend der REACH-Verordnung, Artikel 10, muss ein Registrant eines Stoffes in seinem technischen Dossier Informationen zur Verwendung des Stoffes angegeben. Eine Verwendung gilt als "identifiziert", sobald ein nachgeschalteter Anwender die Verwendung in schriftlicher Form an den direkten Liefernten mitteilt (REACH Artikel 37 (2)).

Das ZVO-Ressort Umwelt und Chemie hat im Auftrag von nachgeschalteten Anwendern, Formulierern und Betreibern von Oberflächen bearbeitenden Anlagen, von Stoffherstellern und Importeuren in einer Arbeitsgruppe mit Vertretern der chemischen Industrie Unterlagen zur Beschreibung von Verwendungen und Expositionen im Sinne von REACH für die Galvanotechik erarbeitet.

Die Formulare beschreiben mehr als 90 Prozent der bei der Oberflächenbearbeitung anfallenden Verwendungen und Expositionen.

Zur Kommunikation innerhalb der Lieferkette wird die Weitergabe dieser Formulare empfohlen, nachdem diese auf den jeweiligen Betrieb und seine Verwendung hin kontrolliert und gegebenenfalls abgeglichen, ergänzt oder erweitert wurden.

Die Expositionsszenarien können auf www.zvo.org, Rubrik REACH (dort rechts Unterrubrik Expositionsszenarien anklicken) abgerufen werden.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


 

Guter Messeverlauf

28. Oktober 2009 – Die Parts2clean, Leitmesse für Reinigung in Produktion und Instandhaltung, zieht Bilanz: 4.350 Besucher aus 26 Ländern informierten sich vom 20. bis 22. Oktober 2009 über das Angebot der 231 Aussteller der parts2clean und Corosave in Stuttgart. Damit konnte die internationale Leitmesse für Reinigung in Produktion und Instandhaltung das hohe Niveau des Vorjahres sowohl bei der Zahl der Aussteller als auch der Fachbesucher halten.

Die Zahl der Aussteller aus 14 Ländern hat das Niveau des Boomjahres 2008 erreicht. Der Anteil ausländischer Aussteller lag bei 14,3 Prozent. Trotz der in sehr vielen Unternehmen nach wie vor existierenden Reisebeschränkungen für Messebesuche entsprach die Besucherzahl fast dem Vorjahr (4.482 in 2008) Die hohe Fach- und Entscheidungskompetenz der Besucher – über 89 Prozent sind in Investitionsentscheidungen involviert – sorgte bei nahezu allen Ausstellern für einen positiven Messeverlauf.

„In den Gesprächen ging es einerseits um kurzfristig zu realisierende Anlagenkonzepte, andererseits um Projekte, die in den Jahren 2011 und 2012 abgeschlossen sein sollen. Der erstaunlich gute Messeverlauf zeigt, dass die parts2clean für Anbieter und Anwender industrieller Reinigungstechnik die wichtigste Messe ist“, so das Resümee von Karlheinz Schechinger, Sales Director bei der Dürr Ecoclean GmbH. Ähnlich fiel das Fazit von Dr. Rolf Schreinert, Produkt Manager Industrial Cleaning, EnviroFalk GmbH, aus: „Wir konnten sehr gute Kontakte zu Unternehmen aus der Medizintechnik, Metallverarbeitung, Optik sowie vielen weiteren Branchen knüpfen und haben ein ähnlich positives Ergebnis wie bei der parts2clean 2008 erzielt“.

Es wurde über konkrete Projekte gesprochen, von denen einige schon in die Umsetzungsphase kommen. "In manchen Unternehmen arbeitet man jetzt schon an Dingen, um sich besser zu rüsten. Für uns ist die Messe daher deutlich besser verlaufen, als wir erwartet haben“, erklärt Roland Jung, Bereichsleiter Oberflächentechnik bei der Hermann Bantleon GmbH. Auch hinsichtlich der geknüpften Neukontakte und der Pflege der bestehenden Geschäftsverbindungen zogen viele Aussteller ein positives Fazit.

An Attraktivität gewinnt die parts2clean zunehmend auch für Anbieter nachgelagerter Prozesse. „Ziel unserer ersten Teilnahme an der parts2clean war, Synergien zu nutzen. Denn es kommen auch Unternehmensvertreter zur Messe, die Teile lackieren und mit diesen wollten wir über Projekte sprechen. Das ist auch gelungen, so dass wir mit dem Messeverlauf zufrieden sind“, erklärt Werner Naujok, Vertrieb und Niederlassungsleiter Oberflächentechnik, Rippert Anlagentechnik GmbH & Co. KG.

Die Bereiche temporärer Korrosionsschutz, Konservierung und Verpackung gereinigter Bauteile deckte wie bereits 2008 die integrierte Corosave ab. Für rund 20 Prozent der Besucher war dieses Angebot ausschlaggebend für die Reise zum Stuttgarter Messegelände. Dies zeigt, dass neben der effizienten Reinigung von Bauteilen und Oberflächen auch das Thema Erhaltung der Sauberkeit während Lagerung und Transport immer mehr in den Fokus von Fertigungs- und Instandhaltungsunternehmen rückt.

Gefragt war auch das deutschsprachige parts2clean Fachforum. Der Veranstalter zählte 1.197 Besucher, die den Vorträgen zu Teilereinigung, Verfahrenstechnik, Restschmutzbestimmung, Badpflege und Korrosionsschutz lauschten.

Die nächste parts2clean und Corosave findet vom 12. bis 14. Oktober 2010 auf dem Stuttgarter Messegelände statt.

Weitere Informationen unter www.fairxperts.de


Technologie-Einkauf

RocTool kündigt den Kauf von Indumold an, der Technologie für die induktive Erwärmung von Spritzgießwerkzeugen Damit bietet RocTool der Industrie ein Portfolio an Technologien für das Erwärmen mittels Induktion an. Die Leitungen für die Erwärmung mittels Induktion können entweder in die Form integriert werden, wie es bei der Indumold-Technologie der Fall ist, oder um die Form herum verlegt werden, wie beim Cage System.

Das Indumold-Verfahren wendet sich ausschließlich an die Kunststoffindustrie. Es ist sowohl in Deutschland, als auch international gut aufgenommen worden. Die Technologie wird bereits in großen Produktionsanlagen in Deutschland eingesetzt. Darüber hinaus gehören dem Kunststoff Institut Lüdenscheid etwa hundert Industriepartner an, die für das Indumold-Verfahren sehr aufgeschlossen sind. Seit seiner Gründung im Jahre 2000 entwickelt RocTool innovative Prozesse für das schnelle Formen von Werkstoffen. Sitz und Forschungszentrum des Unternehmens befinden sich in Savoie Technolac in Le Bourget du Lac (Frankreich).

Weitere Informationen unter www.kunststoff-institut.de


Neuer Arbeitskreis Strahltechnik

Am 7. Oktober 2009 wurde in der konstituierenden Sitzung der Arbeitskreis Strahltechnik des VDMA, Fachabteilung Oberflächentechnik, gegründet. Der Arbeitskreis ist die industrielle Plattform der Strahltechnikanbieter. Zu seinen Mitgliedern zählen Hersteller von Anlagen, Maschinen und Komponenten der Strahltechnik.

Ziel ist es, dem interessierten Anwender eine bessere Orientierung innerhalb des breitgefächerten Anwendungsspektrums der Strahltechnik zu geben. Als Sprecher des Arbeitskreises wurde Ulf Kapitza, Leiter Marketing bei Agtos Gesellschaft für technische Oberflächensysteme GmbH gewählt. Themenabhängig werden Anbieter von Strahlmitteln, Betreiber von Strahlanlagen sowie Forschungseinrichtungen und Behörden in die Aktivitäten eingebunden. Anwenderbranchen werden zur Strahltechnik über unternehmensneutrale Informationen zu Begriffen und Verfahren der Strahltechnik, wie auch über Anwendungsbeispiele aus den Unternehmen informiert. Zu den vielseitigen Fragestellungen in der Technischen Regelsetzung erarbeiten die Mitglieder des Arbeitskreises gemeinschaftliche Positionen und Informationen. In diesem Zusammenhang geht es inbesondere um die Abstimmung einer Nomenklatur für Maschinen, Anlagen und Komponenten aus Herstellersicht sowie um eine einheitliche Interpretation von Fragestellungen zur Maschinensicherheit und dem Explosionsschutz.

Weitere Informationen unter www.vdma.org/strahltechnik


Hartstoffschicht

9. Oktober 2009 – Hartstoffschichten, beispielsweise aus Wolframkarbid-Kobalt, machen hochbeanspruchte Maschinenbauteile verschleißbeständig und nahezu wartungsfrei. Isotec hat eine Hartstoff-Schicht entwickelt, die mit ihrer Micro-Grip-Eigenschaft dort neue Lösungen bietet, wo mehr Griffigkeit, höheres Reibmoment und längere Standzeiten von Bauteilen gefordert werden.

Sogar die Mikroverzahnung zweier Bauteile zur Erhöhung des Mitnahmeeffektes ist durch Micro-Grip möglich. Mittels des VMI-Microplas-Verfahrens, einem kalten Beschichtungsprozess mit einer Prozesstemperatur von zirka 50 Grad Celsius, kann selbst auf sehr dünnwandigen Bauteilen mit komplizierten Geometrien die harte Schicht präzise und verzugsfrei aufgebracht werden. Die Schicht zeichnet sich durch gute Haftung und Verbindung mit dem Untergrund aus. Sie ist beständig gegen abrasiven Verschleiß und es sind zäh-harte Schichten möglich. Die Schichtdicke liegt je nach Anwendungsgebiet bei 10 bis 20 Mikrometer. Am Einsatzbeispiel Hydrodehnspannfutter lassen sich die Vorteile der Schicht gut erkennen. Hydrodehnspannfutter gehören derzeit in der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung und bei der Herstellung hochpräziser Teile zu den am meisten eingesetzten Werkzeugaufnahmen. Die Spannflächen der Werkzeughalter sind im Allgemeinen glattgeschliffen. Dadurch kann das Werkzeug unter Bearbeitungslast durchdrehen oder herausgezogen werden. Kaltverschweißen ist ein weiteres Systemproblem bei der Hochgeschwindigkeitsbearbeitung. Durch die maßgenaue Beschichtung der Kontaktfläche zum Werkzeug entsteht eine sehr gute Griffigkeit der Oberfläche, ein höheres Reibmoment und dadurch eine längere Standzeit des Maschinenteils. Dehnt sich die beschichtete Fläche zum Aufnehmen oder Lösen des Werkzeuges, so platzt die Schicht nicht ab. Das Bauteil funktioniert zuverlässig mit einer langen Lebensdauer und nebenbei kann auch die Ersatzteilbevorratung minimiert werden.

Weitere Informationen unter www.iso-tec.de


Neues EU-Projekt InForm

7. August 2009 – Um den Austausch von Ideen und Know-how über chemische Formulierung mit neuen Materialien zwischen herausragenden Wissenschaftlern aus der ganzen Welt fördern, wurde das dreijährige EU-Projekt InForm gestartet. Eingebunden sind 17 weltweit führende Forschungseinrichtungen, darunter die Dechema e.V.

Die Entwicklung formulierter Produkte mit neuen Materialien - einschließlich Nanomaterialien - erfordert eine sorgfältige Untersuchung von Umwelteinflüssen und toxikologischen Effekten. Die Formulierung ist dabei ein Schlüsselschritt für die Entwicklung von leistungsfähigen, preiswerten und nachhaltigen Produkten. Bisher basiert sie jedoch auf einem Kreislauf aus wiederholten Messungen und Tests, und die Optimierung hängt hauptsächlich von der Erfahrung des Formulierers ab.

Ziel des dreijährigen Projektes ist es deshalb, dass Wissenschaftler aus Europa, den USA und dem asiatisch-pazifischen Raum die vorhandenen Forschungsergebnisse auf diesem Gebiet zusammenführen und so das wissenschaftliche Verständnis des Themas vertiefen. InForm gliedert seine Aktivitäten in sechs wesentliche Themenstränge. Die Angebote umfassen wissenschaftliche und technische Foren, Networking-Veranstaltungen, Bestandsaufnahmen und technische Workshops. Die Europäische Commission fördert das Projekt durch das 7. Europäische Rahmenprogramm. Es wird von der EU mit 1,7 Millionen Euro finanziert.

Die Themenstränge umfassen: Formulierung von Nano-Bio-Materialien, Handhabung und Verarbeitung von Nanopulvern, Prozessintensivierung und Formulierungen mit nanoskaliger weicher Materie, Physikalische Chemie auf der Nanoebene, Formulierung "intelligenter" und funktioneller Beschichtungen, Filme und Folien auf der Nanoebene sowie Toxikologie und gesundheitliche Auswirkungen von Nanomaterialien.

Weitere Informationen unter www.dechema.de


Marktstudie zur Hartverchromung

3. August 2009 – Beschichter, Nutzer von Hartchromschichten und Lieferanten (Anlagen, Chemie, Beratung etc.) haben die Gelegenheit, an der Marktstudie des Fraunhofer IPA teilzunehmen. Sie tragen so zu einer aussagekräftigen Darstellung der Situation der Hartverchromungsbranche bei, die bei dem eigenen Marktauftritt als Argumentationshilfe dienen kann. Die Beantwortung der Fragen unter www.hartchromtagung.de dauert nur wenige Minuten.

Die Oberflächentechnikbranche als Ganzes ist groß und thematisch sehr breit aufgestellt. Die Galvanotechnik wird als eigene Branche mit spezifischer Technologie in Marktstudien beispielsweise von Banken oder Beratungsunternehmen meist nicht wahrgenommen. Innerhalb der Galvanotechnik sind die verschiedenen Unternehmen wie Lohnbeschichter, Chemie- und Anlagenlieferanten zum Teil noch weiter spezialisiert und werden noch weniger als relevante industrielle Gruppe erkannt.

Genau so gilt dies auch für die Firmen, die im Bereich der Hartverchromung aktiv sind.
In den letzten Jahren wurden nur zwei Studien zur spezifischen Situation in der Galvanotechnik durchgeführt: Im Jahr 2001 vom VDI die Studie "Marktsituation in der Oberflächentechnik" und im Jahr 2005 vom Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA die "Marktanalyse Galvanotechnik". Beide Studien waren breit angelegt und zum Teil stark technologisch ausgerichtet.

Aktuell ist es deshalb nicht möglich, eine Aussage zur wirtschaftlichen und technologischen Situation von Unternehmen abzugeben, die sich mit der Hartverchromung beschäftigen.

Das Ziel des Fraunhofer IPA's ist es:

• Der Hartverchromungsbranche ein Gesicht innerhalb der Oberflächentechnik-Industrie zu geben und ihre Bedeutung mit belastbaren Zahlen zu untermauern.

• Die Situation und die Entwicklung des Marktes innerhalb des deutschsprachigen Raums zu erfassen und aus den Daten erkennbare Trends den Unternehmen als Information zur Verfügung zu stellen.

• Gegenüber der öffentlichen Hand und Verbänden ist mit einer fundierten Datenbasis ein sehr viel selbstbewussterer Auftritt möglich.


Das Fraunhofer IPA möchte die Leser der mo Metalloberfläche aus diesem Grund bitten, sich an der Marktstudie zu beteiligen. Sie erreichen diese online unter:
www.hartchromtagung.de

Die Ergebnisse dieser Umfrage werden ab Dezember 2009 vorliegen. Allgemein zusammengefasste Auswertungen werden Ende 2009 auf www.hartchromtagung.de präsentiert.

Weitere Informationen unter www.hartchromtagung.de


In fünfter Generation

24. Juli 2009 – Deutschlands ältester Betrieb für Kunststoffbeschichtungen Hüni + Co feiert in diesen Tagen 150. Geburtstag. In der fünften Generation führt heute Peter Hüni das Unternehmen, das im Jahr 1859 gegründet wurde. Ab 1959 befasste man sich zusätzlich zur Lederfabrikation mit Kunststoffbeschichtigungen und seit 1964 ausschließlich mit diesem Metier. Doch wie wird aus einer traditionsreichen Lederfabrik Deutschlands ältestes Unternehmen für hochbeständige Kunststoffbeschichtungen?

Als die Firma 1859 von Hans Heinrich Hüni von Horgen als Lederfabrik Hüni & Cie in Friedrichshafen gegründet wird, ist allenfalls der "Kunststoff" Gummi bekannt, es folgen Schellack und Zelluloid. Erst 1907 wird der erste vollsynthetische Kunststoff erfunden: Bakelit. Da ist Hüni + Co schon fast 50 Jahre am Markt. Mit einem Produkt, für das die Hünis seit vielen Generationen als Experten gelten: Leder.

Durch die Fortschritte der chemischen Industrie kommen neue Gerbverfahren zum Einsatz - chemische Gerbstoffe lösen die traditionellen vegetabilen ab. Kunstleder schickt sich an, Leder auf breiter Front als Werkstoff abzulösen. Die gesamte Lederindustrie steht vor einem Umbruch.

Knapp 100 Jahre nach der Firmengründung stößt Hüni + Co in einen komplett anderen Wirtschaftszweig vor: die Kunststoffbeschichtung. Neben der Lederfabrik ist die Apparate- und Behälterfabrik Balluff & Springer ansässig. Dort werden Aluminiumtanks für die Getränkeindustrie hergestellt. Mitte der 50er Jahre haben die Nachbarn Probleme. Der mit Schwefel haltbar gemachte Wein kann nicht mehr in Aluminiumtanks gelagert werden, da das Aluminium durch den Schwefel Geschmack abgibt. Bei Hüni + Co wird daraufhin im Zentrallabor experimentiert. Die in Zusammenarbeit mit der schweizerischen Lackfabrik Dr. Mäder AG entwickelte Beschichtung aus hochresistenten Kunstharzen verhindert, dass die eingelagerten Getränke wie Süßmost, Wein oder Bier einen unerwünschten Geschmack annehmen.

1959 stellt Otto P.W. Hüni den neuen Geschäftszweig Protec vor, für den eine neue Fertigungshalle mit zwei großen 50 000 Liter-Einbrennöfen für innenbeschichtete Tanksgebaut wurde. Anfangs werden überwiegend lokale Kunden beliefert, aber bald auch Winzer und Obstproduzenten aus dem weiteren Umkreis.

1965 ist es soweit: Otto P.W. Hüni zieht einen Schlussstrich: Nach 106 Jahren wird die Lederfabrik aufgegeben. Für den erfolgreichen Start des neuen Geschäftsfeldes sorgt auch ein Boom auf dem Behältermarkt. Traditionelle Holzfässer werden durch moderne Lagertanks aus Metall ersetzt, die wiederum beschichtet werden müssen.

Beschichtungen von Hüni + Co werden bis nach Malaysia geliefert. Immer vom Bodensee aus. Aus der Eckener Straße, in Friedrichshafen. Hier ist die Firma seit 150 Jahren ansässig. Diese Verbundenheit zur Region Oberschwaben ist ein Merkmal von Hüni + Co. Der Exportanteil beträgt bis zu 40 Prozent, trotz oder wegen dieser regionalen Betrachtungsweise der Dinge. Der Anteil an der Eposint AG in Pfyn in der Schweiz wurde im Frühjahr 2009 wieder abgestoßen – auch weil Pfyn "so weit weg ist", so Peter Hüni.

Weitere Informationen unter www.hueni.de


Hoffnung für Ruwel-Werk Pfullingen

24. Juli 2009 – Für den schwäbischen Standort Pfullingen der Ruwel GmbH mit Hauptsitz in Geldern zeichnet sich eine Zukunftslösung ab. Insolvenzverwalter Horst Piepenburg hatte angekündigt, dass das Werk Pfullingen aus eigener Kraft nicht über den 31. August hinaus fortgeführt werden kann. Nunmehr liegt ein Angebot des früheren Ruwel-Eigentümers Bernd Zevens vor, den Standort Pfullingen zum 1. September 2009 zu übernehmen.

Der Klever Unternehmer Bernd Zevens hatte Ruwel 1993 erworben und durch die Übernahme von fünf weiteren Werken zum größten Leiterplattenhersteller in Europa ausgebaut. Die Ruwel-Gruppe führte er bis 2001 selbst aktiv, bevor er den Aufsichtsratsvorsitz übernahm und diese Funktion nach der Veräußerung des Unternehmens 2006 abgab. Der vielfältig tätige Unternehmer konzentriert sich auf nationale, meist regionale Engagements. Das Werk Pfullingen fertigt unter anderem Muster, kleine und mittlere Serien von zweiseitigen Schaltungen und Multilayer bis 20 Lagen. Hauptabsatzbranchen sind die Industrieelektronik und die Medizintechnik. Darüber hinaus bietet das Werk Pfullingen die Eilfertigung von Leiterplatten für die Entwicklungsabteilungen namhafter Elektronikhersteller an.

Bernd Zevens, der dem Standort Pfullingen bis heute noch vertraglich verbunden ist, will mit dem beschriebenen Produktportfolio das Werk in die Lage versetzen, selbständig auf Dauer am Standort Deutschland zu agieren. Wegen der vertraglichen Verbindungen und aus strategischen Erwägungen mache es für Zevens daher Sinn, Werk Pfullingen wieder in seine Unternehmensgruppe aufzunehmen, Über Einzelheiten des Angebotes selbst haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Den Ruwel-Hauptsitz im niederrheinischen Geldern wird Insolvenzverwalter Horst Piepenburg aufgrund der stabilisierten Auftragslage auf jeden Fall bis zum Jahresende weiterführen können. Mit rund 220 Mitarbeitern hat das Werk Geldern heute eine auch auf Dauer wirtschaftliche Betriebsgröße erreicht.

Weitere Informationen unter www.ruwel.com


Energieeffizienz bei der Teilereinigung

21. Juli 2009 – Durchschnittlich betragen die Energiekosten eines Unternehmens 10 bis 20 Prozent der Gesamtkosten. Davon sind 70 Prozent Verschwendung. Die Firma MTM GmbH schlägt bei der energieintensiven Produktion insbesondere im metallverarbeitenden Bereich die Integration eines Blockheizkraftwerkes zur Energieversorgung vor. Ein enegiebewußtes Unternehmen kann eine Waschanlage mit einem Blockheizkraftwerk betreiben, ohne Netzenergie zu verschwenden. Dabei gewinnt es elektrische Energie für die bewegten Teile. Mithilfe der Abwärme beheizt es die Prozessmedien.

Der Frage, was geschieht, wenn die Energiekosten drastisch steigen, gingen Ingenieure der Firma MTM nach. Bereits im letzten Jahrzehnt erhielt das Unternehmen Preise, wie den Linne-Umweltpreis Schweden, den Innovationspreis Berlin Brandenburg und den Eta-Regionalpreis Mitteldeutschland für umweltschonende und innovative Technologien.

Blockheizkraftwerke können Reinigungsanlagen mit Strom für mechanische Komponenten versorgen und Wärme zum Beheizen von Prozessbädern und Trocknern liefern. Gerade für Aufgabenstellungen der Teilreinigung ist dies ein Energie- und Betriebskosten senkender Vorteil, da deutlich mehr Primärenergie für den Betrieb der Waschanlage umgewandelt wird. Praktisch temperiert die Wärmeenergie des Blockheizkraftwerks Prozessbäder und Trockner über Wärmetauscher-Systeme. In der Aufheizphase erwärmen Elektroheizkörper über Standard und die Abwärme die Prozessbäder. Damit werden bis zu 100 Prozent der eingesetzten Primärenergie ausgenutzt.

Weitere Informationen unter www.mtm-gmbh.com


Kapazitäten erweitert

16. Juli 2009 – Zestron ist ein weltweit kontinuierlich wachsendes Unternehmen im Präzisionsreinigungsbereich für die Elektronik- und Metallindustrie. Dies belegt auch die neue Firmenzentrale in Ingolstadt, in die Zestron eingezogen ist.

Im 3.400 Quadratmeter großen Neubau stechen vor allem das neue Technische Zentrum sowie das Analytikum heraus. Diese sind mit 1000 Quadratmeter Fläche doppelt so groß wie bisher. Im Technischen Zentrum stehen den Kunden neueste Reinigungsmaschinen führender Hersteller (Ultraschallanlagen, Spritzreinigungsanlagen, Injektionsflutanlagen) für kostenlose Reinigungsversuche zur Verfügung. Im Analytikum können anschließend Oberflächentests mit allen gängigen Verfahren durchgeführt werden. Durch das erweiterte Maschinenangebot werden Kunden zukünftig noch bessere Testmöglichkeiten zur Ermittlung ihrer optimalen Reiniger-/Anlage-Kombination für die Präzisionsteile-Reinigung geboten.

Weitere Informationen unter www.zestron.com


Neue Bandschleifmaschine für Industrie und Serienproduktion

30. Juni 2009 – Der Elektrowerkzeughersteller C. & E. Fein GmbH hat eine neue Bandschleifmaschine entwickelt. Die stationäre Schleifmaschine Grit GIS 150 ist für das Extremschleifen von Stahl und Edelstahl in der metallverarbeitenden Industrie entwickelt. Mit einer Bandbreite von 150 Millimetern erweitert sie das Grit GIS Industrieprogramm für professionelle Standardanwendungen im Metall- und Stahlbau. Die Grit GIS 75 und GIS 150 Bandschleifmaschinen sind besonders leistungs- und abtragsstark sowie einfach zu installieren.

Die Bandschleifmaschinen eignen sich für das Abtragsschleifen und Entgraten von Stahl und Edelstahl. Ein robuster Drehstrommotor mit vier Kilowatt Leistung sorgt für einen optimalen Arbeitsfortschritt. Die Kontaktscheibe mit Wendelnut wirkt beim Schleifen wie eine Verzahnung und erhöht so die Abtragsleistung. Die Kraft wird durch eine mit Polyurethan beschichtete Antriebsscheibe annähernd schlupffrei auf das Schleifband übertragen. Polyurethan-Beschichtungen verbessern den Reibungswiderstand. Außerdem wird die Standzeit gegenüber Antriebsscheiben aus Aluminium wesentlich erhöht. Die Laufruhe und geringere Vibrationen entlasten zudem den Handwerker bei der Arbeit.

Das Bandspannsystem regelt mit einer Gasfeder automatisch die Spannung und gleicht Längentoleranzen aus. Bänder können so einfach aufgespannt werden. Der Flächenschleiftisch ermöglicht ein lineares Schleifen von Flachmaterialien und Profilen. Bei Nichtgebrauch kann er abgesenkt werden und schont somit den Grafitbelag zwischen Schleiftisch und Schleifband. Für besonderen Bedienkomfort sorgen die verstellbare Arbeitshöhe, der abnehmbare Spänefang und ein werkzeuglos verstellbarer Augenschutz. Ein Anschluss für externe Absauganlagen ist integriert. Alle Grit GIS Bandschleifmaschinen für die Industrie werden künftig mit einem Phasenwenderstecker ausgeliefert, der die Erst-Inbetriebnahme auch ohne Elektrofachkraft möglich macht.

Weitere Informationen unter www.fein.de


RNV bei Abluft mit siliziumorganischen Verbindungen

24. Juni 2009 – Bei der regenerativen Nachverbrennung (RNV) von siliziumorganischen Verbindungen, wie sie bei Lack- und Beschichtungs-Materialien eingesetzt werden, entsteht ein feiner kristalliner Sand, der mit der Zeit das Zusetzen regenerativer Wärmetauschermassen bewirkt. Dieses Problem umgeht Eisenmann mit einer Spezialform regenerativer Nachverbrennung.

Siliziumorganische Verbindungen finden sich neuerdings in den verschiedensten Lack- und Beschichtungs-Materialien, weil sie deren Eigenschaften entscheidend verbessern. Dies gilt beispielsweise für bestimmte Haftvermittler und Klarlacke, wie die immer häufiger verwendeten Nanolacke. Auch in verschiedenen Kunststoffen sind siliziumorganische Verbindungen im Einsatz. Bei der Bearbeitung werden diese teilweise freigesetzt.

Schwierigkeiten ergeben sich allerdings bei Abluftreinigung, die nach den Verarbeitungsprozessen häufig notwendig wird, zum Beispiel mittels einer RNV. Bei der Verbrennung der organischen Anteile dieser „Metallorganischen Verbindungen“ entsteht kristallines Siliziumdioxid – ein sehr feiner kristalliner Sand, der meist über kurz oder lang das Zusetzen regenerativer Wärmetauschermassen bewirkt.

Als Problemlösung bietet Eisenmann eine Spezialform regenerativer Nachverbrennung an. Die Wärmetauscher-Schüttung dieser RNV ist als Wanderbett konzipiert. Dabei wird die aus Keramik-Kugeln bestehende Schüttung außerhalb des Reaktors im Gegenstrom zum Abluftstrom geführt. Die Relativbewegungen der Wärmeträgerkörper wirken selbstreinigend und schließen Funktionsstörungen durch Zusetzen weitgehend aus. Darüber hinaus wird bei besonders heiklen Inhaltsstoffen wie den hier angesprochenen siliziumorganischen Verbindungen vor Wiedereintritt in den Reaktor eine zusätzliche Staubabscheidung vorgesehen.

Weitere Informationen unter www.eisenmann.de


Kompendium zur NRW Nano-Konferenz

22. Juni 2009 – Klein, sparsam, effizient – Unternehmen aus der Mikro- und Nanotechnologie helfen mit, dass neue Produkte mit weniger Energie mehr Leistung bringen und Produktionsprozesse effizienter laufen. Zur NRW Nano-Konferenz vom 22. bis 23. Juni in Dortmund bringt IVAM Research das Kompendium " Energie und Effizienz" heraus, in dem Unternehmen und Institute ihre Leistungen im Bereich "Green Technologies" vorstellen.

So bringen mikrofluidische Displays bis zu 90 Prozent Leistungsvorteile im Vergleich zu den bereits sehr sparsamen LED-Anzeigen. Moderne Laserbearbeitung spart im Vergleich zu herkömmlichen Prozessen bis zu 50 Prozent Energie. Diese und weitere Anwendungen stellt das Kompendium "Effizienz und Energie" samt der Kontaktdaten der Anbieter vor. Das Kompendium steht ab heute zum Download zur Verfügung.

Weitere Informationen unter www.ivam-research.com


Kurzzeitkorrsionsprüfung entwickelt

8. Juni 2009 – Nach 13 Ringversuchen und 650 Kilogramm geprüften Teilen hat es der Zentralverband Obeflächentechnik e.V. (ZVO) geschafft, eine Methode zur Kurzzeitkorrosionsprüfung zu entwickeln, mit dem in 90 Sekunden die Prozesssicherheit feststeht.

Mit diesem Test reagiert der ZVO auf eine Forderung der Automobilindustrie, nach der schon unmittelbar nach der eigentlichen Beschichtung und nicht erst nach mehreren Prüftagen in der Salzsprükammer der prozesssichere Korrosionsschutz feststellbar sein sollte. Zu keiner Zeit war es Absicht, mit dieser neuen Prüfmethode den Salzsprühtest nach DIN 50021 zu ersetzen. Bei der Kurzzeitkorrosionsprüfng geht es um den Vergleich, eine Korrelation zum Salzsprühtest gibt es nicht. Die muss sich jeder Anwender selbst erarbeiten. Mit wachsender Erfahrung im Umgang mit der neuen Prüfmethode ist das aber kein Problem.

Dank der neuen Prüfmethode können Prozesse noch sicherer gestaltet werden, und es dauert in der Regel nur 90 Sekunden, bis die Farbe während der Korrosionssprüfung von Gelb nach Rot umschlägt.Das ist genau die Zeit, die ab jetzt benötigt wird, um festzustellen, ob ein kathodischer Korrosionsschutzprozess nach wie vor prozesssicher arbeitet. Durch diese neue Kurzzeitkorrosionsprüfung können neue Verfahren und Produkte noch schneller zur Marktreife gebracht werden. Sie eignet sich daher auch hervorragend für Entwickler von Korrosionsschutzsystemen. In wenigen Minuten lässt sich erkennen, ob das neu entwickelte Verfahren oder das neue Produkt besser ist als das alte.

Die Vorschrift für die Korrosionsschutzprüfung ist über die ZVO Service GmbH zum Preis von 150 Euro erhältlich und ist für ZVO-Firmenmitglieder kostenfrei.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


 

Neue Fraunhofer-Gesellschaft offiziell eröffnet

15. Juni 2009 – Fraunhofer hat eine neue Tochter: Fraunhofer Austria Research GmbH. Unter dem Dach der neuen Gesellschaft arbeiten zwei Forschungsgruppen in Graz und Wien. Gemeinsam mit den dort ansässigen Technischen Universitäten entwickeln sie praktische Lösungen für Auftraggeber aus der Industrie.

Die Fraunhofer Research GmbH ist eine hundertprozentige Tochter der Fraunhofer-Gesellschaft mit dem Auftrag, die Aktivitäten der Fraunhofer-Einrichtungen in Österreich zu bündeln. Damit hat die Fraunhofer-Gesellschaft eine Rechtspersönlichkeit in Österreich und ist als „echte“ österreichische Forschungsgesellschaft antragsberechtigt bei österreichischen Forschungsprogrammen. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft sind Wilfried Sihn (Technische Universität Wien) und Dieter Fellner (Technische Universität Graz), die auch bisher die jeweilige Forschungsgruppe an ihrer Universität leiteten.  Dieter Fellner leitet außerdem das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD in Darmstadt.

Die Projektgruppe für Produktions- und Logistikmanagement PPL an der TU Wien wurde Ende 2004 eingerichtet. Die Fraunhofer-Gruppe in Wien ist darauf spezialisiert, Produktions- und Logistik-Netzwerke von Produkten oder Unternehmen sowohl unter ökologischen als auch ökonomischen Gesichtspunkten zu optimieren. Seit November 2007 gibt es zudem eine Forschergruppe für Grafische Datenverarbeitung an der TU Graz. Ein neues Programm, das die Grazer Forscher entwickelt haben, ermöglicht beispielsweise die hochauflösende computergrafische Visualisierung von Oberflächen. Mittlerweile wird die Technik von Partnern aus der Automobilindustrie beim Design von Kotflügeln und Felgen eingesetzt.

In 2008 erwirtschafteten die Fraunhofer-Gesellschaften mit Auftragsforschung 52 Millionen Euro im europäischen Wirtschaftsraum, allein in Österreich waren es knapp 7 Millionen. Österreich ist damit der wichtigste Partner der Fraunhofer-Gesellschaft in Europa.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.at


 

Beschichtungen für dynamisch beanspruchte Komponenten

9. Juni 2009 – Neben technischen Spezifikationen sind Ressourcenschonung und Materialeffizienz zentrale Ansprüche an funktionstragende Bauteile, wie sie in dynamisch beanspruchten Komponenten der Automobil- und Elektroindustrie sowie des Maschinenbaus eingesetzt werden. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnen neuartige Beschichtungen an Bedeutung.

Anforderungen wie dünne Schichtdicken bis in den Sub-Mikrometerbereich, hohe Form- und Kantentreue sowie extreme Maßhaltigkeiten lassen sich mit optimierten Coatings, die auf multifunktionalen Schichtsystemen und neuartigen Multilagensystemen basieren, erfüllen. In diesem Feld hat die Rudolf Hillebrand GmbH & Co. KG prozesssichere Verfahren zur Marktreife entwickelt. Diese beschichten reproduzierbar vom Stückgut über Massenware bis hin zu Stückzahlen im Millionenbereich.

Die multifunktionalen Schichten überzeugen durch ihre hohe Lebensdauer, bedingt durch Verschleiß-, Korrosions- und Temperaturbeständigkeit in korrosiven und tribologisch anspruchsvollen Umgebungen. Um diese Eigenschaften zu erzielen, werden neu entwickelte Additive und nanoskalige Füllstoffe verwendet. Aktuelle Entwicklungen von Hillebrand überstehen beispielsweise 720 Stunden im Salzsprühtest und Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius ohne erkennbaren Materialangriff.

Die Kombinationsschichten verfügen beispielsweise über einen Korrosionsschutz bei gleichzeitig gleitaktivem Verhalten. Eine solche Beschichtung wurde kürzlich genutzt, um ein neuartiges Schließsystem für Fahrzeuge der Oberklasse zu realisieren, das den aktiven und passiven Passantenschutz erheblich verbessert und alle Vorgaben der zugehörigen EU-Richtlinie erfüllt.

Weitere Informationen unter www.hillebrand-coating.com


 

Beschichtungen für dynamisch beanspruchte Komponenten

9. Juni 2009 – Neben technischen Spezifikationen sind Ressourcenschonung und Materialeffizienz zentrale Ansprüche an funktionstragende Bauteile, wie sie in dynamisch beanspruchten Komponenten der Automobil- und Elektroindustrie sowie des Maschinenbaus eingesetzt werden. Unter diesem Gesichtspunkt gewinnen neuartige Beschichtungen an Bedeutung.

Anforderungen wie dünne Schichtdicken bis in den Sub-Mikrometerbereich, hohe Form- und Kantentreue sowie extreme Maßhaltigkeiten lassen sich mit optimierten Coatings, die auf multifunktionalen Schichtsystemen und neuartigen Multilagensystemen basieren, erfüllen. In diesem Feld hat die Rudolf Hillebrand GmbH & Co. KG prozesssichere Verfahren zur Marktreife entwickelt. Diese beschichten reproduzierbar vom Stückgut über Massenware bis hin zu Stückzahlen im Millionenbereich.

Die multifunktionalen Schichten überzeugen durch ihre hohe Lebensdauer, bedingt durch Verschleiß-, Korrosions- und Temperaturbeständigkeit in korrosiven und tribologisch anspruchsvollen Umgebungen. Um diese Eigenschaften zu erzielen, werden neu entwickelte Additive und nanoskalige Füllstoffe verwendet. Aktuelle Entwicklungen von Hillebrand überstehen beispielsweise 720 Stunden im Salzsprühtest und Temperaturen von bis zu 1.000 Grad Celsius ohne erkennbaren Materialangriff.

Die Kombinationsschichten verfügen beispielsweise über einen Korrosionsschutz bei gleichzeitig gleitaktivem Verhalten. Eine solche Beschichtung wurde kürzlich genutzt, um ein neuartiges Schließsystem für Fahrzeuge der Oberklasse zu realisieren, das den aktiven und passiven Passantenschutz erheblich verbessert und alle Vorgaben der zugehörigen EU-Richtlinie erfüllt.

Weitere Informationen unter www.hillebrand-coating.com


Opel ersetzt seine bisherige Metallvorbehandlung

4. Juni 2009 – Die Adam Opel GmbH in Kaiserslautern produziert für den Opel Insignia unter anderem die Vorder- und Hinterachsen. Zur Verbesserung des Korrosionsschutzes und zur Optimierung der Lackhaftung erfolgt eine Vorbehandlung, die vor kurzem von der Zinkphosphatierung auf die neue Oxsilan-Technologie der Firma Chemetall GmbH umgestellt wurde. Signifikante Kostenreduzierungen im sechsstelligen Bereich sind das Resultat.

In einer zweijährigen partnerschaftlichen Entwicklungsarbeit führten Chemetall und Opel Kaiserslautern unter Einbeziehung des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim umfangreiche Verfahrensoptimierungen und Qualitätstests durch. Das neue Oxsilan-Verfahren bei Opel in Kaiserslautern ist seit Februar 2009 ist im Serien-Einsatz.

Durch die Einführung des Oxsilan-Verfahrens konnte, neben anderen Modifikationen im Produktionsablauf, die Bandgeschwindigkeit von 2,4 auf 3,1 Meter pro Minute erhöht und damit die Produktivität der Anlage signifikant verbessert werden. Dauerte die bisherige Behandlungszeit in der Phosphatierzone 90 Sekunden, sind beim Oxsilan-Prozess 60 Sekunden ausreichend. Zusätzlich konnte ein Spülbad nach der Oxsilan-Behandlung außer Betrieb genommen werden. Im Gegensatz zur konventionellen Phosphatierung benötigt der neue Prozess deutlich weniger Spülwasser.

Die Oxsilan-Technologie ist zusätzlich schlammarm. Durch den deutlich geringeren Beizangriff auf dem Stahl im Konversionsbad bilden sich nur kleine Mengen an Eisenhydroxid. Damit ist die Abwasserbehandlung wesentlich vereinfacht. Mit einer intelligenten Mehrfachnutzung von Spülwässern ist die dezentrale Abwasserbehandlung bei Opel nun nicht mehr notwendig. Auch entfällt die kostenintensive Beheizung, da das Oxsilan-Bad bei Raumtemperatur (25 Grad Celsius) arbeitet.

Opel stellt eine Produktivitätssteigerung von 30 Prozent und eine Kostenreduzierung im mittleren sechsstelligen Bereich seit der Verfahrensumstellung fest.

Weitere Informationen unter www.chemetall.com


Neue Großanlagen-Aufträge für KBA-CleanAir

18. Mai 2009 – In Zeiten der Finanzkrise ist es der KBA-CleanAir im ersten Quartal des Jahres 2009 gelungen, Aufträge für u. a. drei Thermisch-Regenerative Abluftreinigungsanlagen (TRA) mit einem Auftragsvolumen von insgesamt rund 2,5 Millionen Euro zu erhalten. Neben einem der größten Hersteller flexibler Verpackung weltweit für ein Werk in Spanien (TRA 90.000) waren auch ein Hersteller von Elektroisolierstoffen in Polen (TRA 100.000) sowie eine Druckerei im Nahen Osten (TRA 140.000) von der Kompetenz und Technik der KBA-CleanAir überzeugt. Dank des integrierten Energiemanagement-Systems dienen diese Anlagen nicht nur dem Umweltschutz, sondern liefern auch Überschuss-Energie zur Erzeugung von Thermoöl oder Heißwasser. So ist die Anlage für Spanien bereits mit einem 1.400-kW-Abhitzekessel für Thermoöl ausgestattet und die beiden anderen Anlagen für eine spätere Nachrüstung einer Wärmerückgewinnung vorbereitet.

Weitere Informationen unter www.kba-cleanair.de


Fusion von Wheelabrator und Disa

13. Mai 2009 – Disa Group, ein Unternehmen in der Formen- und Gießereitechnologie, hat sich mit der Wheelabrator Group, tätig in der Oberflächenbearbeitungstechnik, zusammengeschlossen, um ein weltweites Unternehmen für die Aufbereitung von Metallteilen zu schaffen. Zum Stichtag am 1. Mai haben die zwei Unternehmen, beide im Besitz von Mid European Partners, vom deutschen Bundeskartellamt die offizielle Genehmigung für den Abschluss der am 4. September 2008 begonnen Fusion erhalten. Als eine Organisation beschäftigen Disa und die Wheelabrator Group 2.500 Mitarbeiter auf fünf Kontinenten und beliefern zusammen unterschiedlichste Industrien wie die Luftfahrt-, Automobil-, Energie-, Gießerei-, Medizin-, Eisenbahnund die Schiffsbauindustrie.

Weitere Informationen unter www.wheelabrator.com


Dürr und EADS/Airbus schließen Rahmenabkommen

29. April 2009 – Anfang April hat Dürr mit dem Flugzeughersteller EADS/Airbus einen Rahmenvertrag über die Lieferung von insgesamt 57 Lackierkabinen geschlossen. Der Großauftrag soll in zwei Phasen bis Ende 2013 abgewickelt werden; mehr als die Hälfte des Projekts entfällt auf die Jahre 2009 und 2010. Insgesamt werden zunächst sieben Airbus-Werke in Deutschland, Frankreich und Spanien beliefert.


Farbe für den Nano

17. April 2009 – Basf liefert wichtige Produkte und technische Lösungen, die der indische Autobauer Tata Motors zur Reduzierung von Kraftstoffverbrauch und Emissionen sowie zur Verschönerung des äußeren Erscheinungsbildes seines neuen Nano-Modells braucht. Saugrohre versorgen den Automotor mit der Luft, die für den Verbrennungsprozess benötigt wird. Früher wurden sie aus Aluminium gefertigt. Durch die Verwendung von glasfaserverstärktem Ultramid, einem technischen Kunststoff der Basf, lassen sich 40 Prozent Gewicht einsparen. Dies wiederum führt zu einem geringeren Kraftstoffverbrauch und weniger Emissionen. Der sichtbarste Beitrag zum Nano sind Farbe und Glanz der Außenlackierung des Fahrzeugs. Basf beliefert Tata Motors seit 1998 mit Fahrzeuglacken für die Modelle Indica, Sumo, Safari und Indigo sowie andere von dem Autobauer vertriebene Modelle.

Weitere Informationen unter www.basf.com


Produktionsrekordjahr in der Allgemeinen Lufttechnik

14. April 2009 – Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung des Fachverbands Allgemeine Lufttechnik im VDMA in Aachen sahen die Mitgliedsunternehmen nach dem Rekordjahr 2008 für das laufende Jahr mittelfristig weiterhin gute Chancen. Das Jahr 2009 wird allerdings schwierig, auch wenn der Auftragseinbruch der Branche aktuell geringer ausfällt als für den Maschinenbau insgesamt. Die Branche blickt auf das sechste Wachstumsjahr in Folge mit einen Produktionsrekord von voraussichtlich 12,1 Milliarden Euro (+5 Prozent) zurück. Am kräftigsten legten die Segmente Montagen und Instandhaltungen (+15 Prozent) sowie Oberflächentechnik (+11 Prozent) zu. Überproportional wuchsen die Exporte nach Ost- und Südostasien und Lateinamerika. Für 2009 ist von stark rückläufigen Exporten auszugehen.

Weitere Informationen unter www.vdma.org


7. parts2clean angekündigt

8. April 2009 – Lösungen für eine kosten- und ökoeffiziente sowie reproduzierbare Teilereinigung in nahezu allen Branchen präsentiert die 7. parts2clean. Die internationale Leitmesse für Reinigung in Produktion und Instandhaltung findet vom 20. bis 22. Oktober 2009 in Stuttgart statt. Ergänzend zu den Ausstellerinformationen bietet das dreitägige, deutschsprachige parts2clean Fachforum umfangreiches Know-how rund um die Reinigung in Produktion und Instandhaltung. Am 19. und 20. Oktober wird außerdem erstmals ein internationaler, zweisprachiger (Deutsch/Englisch) Kongress unter dem Titel "Anforderungen, Technologien, Märkte – weltweit" durchgeführt. Die mit der Fraunhofer Allianz Reinigungstechnik als fachlichem Kooperationspartner organisierte Veranstaltung hat zum Ziel, sowohl Anwendern als auch Herstellern industrieller Reinigungstechnik eine Grundlage zu bieten, um neue Märkte erfolgreich zu erschließen. Zeitgleich zur parts2clean wird in diesem Jahr auch die internationale Fachmesse für Korrosionsschutz, Konservierung und Verpackung, Corosave, durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.parts2clean.de


Kurzarbeit bei Single

6. April 2009 – Looser Holding bleibt im Geschäftsbereich Temperierung von der weltweiten Konjunkturkrise nicht verschont. Daher führt Single zum 1. April 2009 Kurzarbeit ein. Verwaltungsrat und Konzernleitung gehen davon aus, dass sich die Auftragssituation bei Single Temperiertechnik in Hochdorf in den nächsten Monaten nicht verbessern wird. Von dieser Maßnahme sind rund 70 Mitarbeiter in der Produktion und der Verwaltung betroffen. Mit dem Entscheid sollen die Kapazitäten den aktuellen Marktbedingungen angepasst werden. Die Konzernleitung geht davon aus, dass sich die Lage in der zweiten Jahreshälfte wieder entspannen wird.

Weitere Informationen unter www.looserholding.com


Entlastung bei hohen Stromkosten

2. April 2009 – Unternehmen, die aus produktionstechnischen Gründen viel Strom verbrauchen, werden dieses Jahr bei ihren Stromkosten entlastet. Als Grundvoraussetzungen gelten ein Jahresstromverbrauch von mehr als zehn Gigawattstunden, ein Verhältnis von Stromkosten zur Bruttowertschöpfung von mehr als 15 Prozent sowie ein zertifiziertes Energiemanagement. LRQA ist zugelassen, das Energiemanagement zu bestätigen und die erforderliche Zertifizierungsbescheinigung auszuhändigen. Dies kann im Anschluss an eine Zertifizierung nach der Umweltnorm ISO 14001:2004 oder in einem separaten Audit geschehen.

Bis zum 30. Juni 2009 müssen die Unternehmen dann einen ausgefüllten Antrag, zusammen mit der LRQA Bescheinigung, beim Bundesamt für Wirtschaft und Außenkontrolle einreichen, um eine Begrenzung der Stromkosten bewilligt zu bekommen.

Weitere Informationen unter www.lrqa.de


Karl Roll kooperiert mit Shanghai Nuosun

Die Karl Roll GmbH & Co. KG, Hersteller von Anlagen und Systemen für die industrielle Teilereinigung, hat mit der Shanghai Nuoson Enterprise Development Co. Ltd. eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Entsprechend übernimmt Nuosun die Vertriebs- und Serviceaktivitäten für das komplette Programm der Roll Reinigungssysteme, das sowohl mit Lösemittel (Kohlenwasserstoffe, modifizierten Alkohole, Chlorkohlenwasserstoffen) als auch mit wässrigen Medien betriebene Anlagen umfasst, auf dem chinesischen Markt. Roll hat sich für die Kooperation mit Nuosun entschieden, da das Unternehmen im Bereich der spanenden Bearbeitung in China etabliert ist und so Synergieeffekte genutzt werden können. Nuoson mit Sitz in Shanghai und Niederlassung Chongqing repräsentiert als Verkaufs- und Service-Partner verschiedene europäische Hersteller von CNC-Bearbeitungssystemen.

Weitere Informationen unter www.karl-roll.de


Dekra erweitert Prüfspektrum für Teilereinigung

27. März 2009 – Die Dekra Umwelt GmbH hat ihr Labor für Umwelt und Produktanalytik in Stuttgart im Bereich technische Sauberkeit erweitert. Für die Automobilindustrie und Zulieferindustrie bietet Dekra Testverfahren an, um Partikel-Verunreinigungen auf Bauteilen zu bestimmen. Zum Einsatz kommen akkreditierte Prüfverfahren nach VDA 19 / ISO 16232 sowie herstellerspezifische Anforderungen. In dem neuen Spülkabinett werden Restpartikel mit hochreinem Lösemittel unter Reinraumatmosphäre von den Bauteilen gespült. Die Anlage sammelt die Partikel auf einem Filter, der dann mit einem vollautomatisiertem Lichtmikroskop ausgewertet wird.

Das Spektrum der zu prüfenden Teile reicht von Kleinteilen über Komponenten hydraulischer Systeme bis hin zu Zylinderkurbelgehäusen, Ölwannen und Getrieben. Grund für die Erweiterung des Labors ist laut Unternehmensangaben die zunehmende Bedeutung der Teilereinigung, vor allem in der Automobilindustrie. Dadurch steige auch die Bedeutung der analytischen Messtechnik, um Verunreinigungen auf Bauteilen zu bestimmen und die Einhaltung von Grenzwerten für Restschmutz zu überwachen.

Weitere Informationen unter www.dekra.com


Dürr optimistisch für 2009

25. März 2009 – Für 2008 hat Dürr seine unternehmerischen Ziele weitgehend erreicht. Das geht aus dem kürzlich veröffentlichten Geschäftsbericht hervor. Das Konzernergebnis konnte mit rund 45 Millionen Euro verdoppelt werden. Eigenkapitalquote und Nettofinanzverschuldung erreichten mit 31 Prozent die besten Werte seit zehn Jahren. Der Konzern tritt daher dem weltweiten Konjunkturabschwung offensiv entgegen.

Dürr rechnet sich für 2009 gute Chancen bei der Auftragsvergabe der Automobil- und Flugzeugindustrie aus. Ein detailliertes Maßnahmenpaket sieht zudem eine Produkt- und Marktoffensive vor, um zusätzliche Nachfrage zu generieren. Intern setzt Dürr auf strikte Ausgabenkontrolle, ein enges Vorrats- und Forderungsmanagement sowie auf flexible Arbeitszeitinstrumente. Außerdem hat das Unternehmen das bisher defizitäre Endmontage-Fördertechnikgeschäft auf profitable Kernprodukte redimensioniert. In Frankreich und den USA werden die Kapazitäten an die Nachfrage angepasst, wodurch bis Ende des ersten Quartals 2009 250 Stellen entfalllen. Insgesamt erwartet Dürr für 2009 einen moderaten Rückgang von Geschäftsvolumen und Ergebnis.

Weitere Informationen unter www.durr.com


Neue Fördertechnik für VW Südafrika

23. März 2009 – Mit einer Förderanlage im südafrikanischen VW-Werk Uitenhage wird im Frühjahr 2009 die elfte Fastplant-Installation in Betrieb genommen. Dürr liefert das System für die gesamte Endmontagelinie, dessen Herzstück Fastplant bildet. Auf die mit Schubplattformen ausgestatteten Trim-Linien I und II folgt die aus Fastplant-Modulen bestehende Chassis-Linie. VW verzichtet in der Chassis-Linie auf den Einsatz von Hubgehängen und nutzt stattdessen eine steigfähige Elektrohängebahn. Daran schließt sich im Final-Bereich eine weitere Schubplattform an. Im Finish-Bereich bildet ein Kunststoffgliederband den Schluss der Linie.

Die Modultechnik Fastplant befindet sich bereits auf dem Weg nach Südafrika. Im Frühjahr 2009 soll die Anlage bereits eine erste Vorserie der neuen Modellgeneration produzieren. Das System, das auf fünf vormontierten, frei platzierbaren Modultypen basiert, lässt sich schnell zusammenbauen und spart so Zeit und Kosten. Diesen Vorteil nutzen bereits General Motors, Toyota, Ford, Audi und BMW für die Großserien-, SKD- und CKD- Fertigung.

Weitere Informationen unter www.durr.com


Nanolacke gesundheitlich unbedenklich

19. März 2009 – Nanoteilchen, die in einer ausgehärteten Lackschicht fest eingebunden sind, können durch die normalen, alltäglich vorkommenden Beanspruchungen einer lackierten Oberfläche nicht freigesetzt werden. Dieses Ergebnis fanden Wissenschaftler des Instituts für Verfahrenstechnik und Umwelttechnik an der Technischen Universität Dresden heraus. Es wurde eine Beanspruchung von beschichteten Oberflächen simuliert, wie sie zum Beispiel durch das Gehen auf Fußböden ausgelöst wird. Die bei den Messungen gefundenen Konzentrationen an Nanopartikeln lagen unter drei Partikel pro Kubikzentimeter. Zum Vergleich: In einem normalen Wohnraum befinden sich etwa 5000 Nanopartikel in jedem Kubikzentimeter Luft.

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie zog aus den Ergebnissen der Studie den Schluss, dass von lackierten Oberflächen, die Nanopartikel enthalten, im alltäglichen Gebrauch kein Risiko für die menschliche Gesundheit oder die Umwelt ausgehen.

Weitere Informationen unter www.lackindustrie.de


Whitford kauft Akzo Nobel Non Stick Coatings

17. März 2008 – Whitford Worldwide und Akzo Nobel haben bekannt gegeben, dass Whitford Akzo Nobel Non Stick Coatings LLC (ANNS) gekauft hat. Mit dem Integrationsprozess, der einigen Monate in Anspruch nehmen dürfte, wurde bereits begonnen. Beide Unternehmen sind auf Antihaft-Beschichtungen spezialisiert, jedoch mit unterschiedlichem geografischem Fokus. Als Begründung für die Übernahme führte der Vorstand von Akzo Nobel an, dass er keine Möglichkeit sah, Marktführer auf globaler Ebene zu werden. Unter der neuen Führung sehe er allerdings gute Wachstumschancen.

Beide Firmen erklärten, dass es keine Veränderungen im Produkt-Mix geben wird. Alle ANNS- und Whitford-Produkte werden weiterhin hergestellt. ANNS-Produkte werden noch einige Zeit in den bisherigen Fabriken gefertigt, bevor sie allmählich in die Whitford Produktion eingegliedert werden. Auch die Produktcodes bleiben unverändert, um Verwirrung zu vermeiden. Whitford, ein privat geführtes Unternehmen, besitzt Produktionsstätten in acht Ländern und ist Produzent der weltweit größten Palette an Fluorpolymer-Beschichtungen.

Weitere Informationen unter www.whitfordww.com


Neue Abscheidetechnik für Lackierkabinen

27. Februar 2009 – In Holzgerlingen stellte Eisenmann mit E-Scrub ein neues elektrostatisches Abscheidesystem für Lack-Overspray vor. Eine Kabine mit der neuen Technik ist nur wenig teurer, aber effizienter sowie energiesparend und umweltfreundlich. Auch die Umrüstung von Altanlagen soll problemlos möglich sein.

Der beim Lackierprozess anfallende, überschüssige Lacknebel (Overspray) gelangt bei E-Scrub durch gezielte Luftführung in der Lackierkabine über trichterförmige Ablaufflächen in das neue Elektroabscheidesystem. Dabei wird bereits auf den mit einem Trennmittel benetzten Ablaufflächen ein Teil des Oversprays gebunden. Das Trennmittel transportiert die Lackpartikel in die darunter liegende Trennmittelvorlage.

Der überwiegende Anteil des Oversprays wird am unteren Ende der Ablaufflächen in so genannte Abscheidemodule umgelenkt. Diese Hochspannungsmodule besitzen positiv geladene Abscheideplatten, die durch ein Kreislaufsystem ebenfalls mit Trennmittel umspült werden. Darüber hinaus verlaufen innerhalb des Moduls horizontal zwischen den Abscheideplatten Hochspannungsdrähte. Passieren die sich noch im Umluftstrom befindlichen Lackpartikel die Hochspannungsdrähte, laden sie sich negativ auf und werden von den positiv geladenen Abscheideplatten angezogen. Auch dort bindet das Trennmittel die Lackpartikel und sie fließen nach unten in die Trennmittelvorlage ab.

Außerdem ermöglicht E-Scrub einen 95-prozentigen Umluftbetrieb. Dadurch lassen sich gegenüber der herkömmlichen Nassauswaschung eine Energieeinsparung von bis zu 78 Prozent und eine entsprechende Reduzierung des CO2-Ausstoßes erzielen. Darüber hinaus benötigt das System 87 Prozent weniger Wasser und deutlich weniger Chemikalien. Die Elektrostatik des Systems schaltet sich automatisch produktionsabhängig zu und ab, wodurch sich weitere Energieeinsparungen ergeben. Darüber hinaus ermöglicht E-Scrub durch den Verzicht auf aufwändige mechanische Filtertechnik konstante Strömungsverhältnisse ohne Druckschwankungen. Dies ist eine wichtige Voraussetzung für optimale Produktionsbedingungen und hohe Lackierqualität.

Einen ausführlichen Bericht finden Sie in der März-Ausgabe der mo Metalloberfläche.

Weitere Informationen unter www.eisenmann.de


Seminarprogramm 2009

26. Februar 2009 – Auf über 70 Seiten bietet das Seminarprogramm 2009 des Z.O.G. (Zentrum für Oberflächentechnik Schwäbisch Gmünd e.V.) ein vielseitiges Angebot zur Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Galvano- und Oberflächentechnik, Gold- und Silberschmiede, Gestaltungslehre sowie Arbeitspädagogik. Kompetente Referenten aus Schulen, Industrie und Forschung vermitteln Wissen in Theorie und Praxis, mit dem die berufliche Qualifikation stetig und nachhaltig verbessert werden soll. Die begrenzte Anzahl der Kursteilnehmer begünstigt dabei einen hohen Lernerfolg. In Diskussionen kann auf die fachspezifischen Probleme Einzelner besonders gut eingegangen werden. Ferner dienen die Z.O.G-Seminare als wertvolle Plattform für Fachgespräche und zum Aufbau von Netzwerken in den verschiedenen Fachkreisen. Das Veranstaltungsprogramm und weitere Informationen zu dem Seminarangebot sind auf der Homepage des Z.O.G. erhältlich.

Weitere Informationen unter www.zog.de


Sturm-Gruppe zahlt Mitarbeitern Zuschuss für Autokauf

19. Februar 2009 – Die Sturm-Gruppe aus Niederbayern versucht mit einer Sonderaktion den Absatz seiner Hauptkunden im Automotivbereich anzukurbeln. Jeder Mitarbeiter der Sturm-Gruppe, der einen Neuwagen von BMW, Daimler oder VW kauft, erhält 3.000 Euro Firmenzuschuss. Damit möchte die Firma Kaufinteressenten, die die Abwrackprämie beantragen können zu einem Autokauf bewegen, aber auch Mitarbeiter, die nicht mit der Umweltprämie rechnen können, zu einem Neuwagenkauf motivieren.

Knapp 500 Mitarbeiter zählt die Sturm-Gruppe, die im Maschinenbau mit den Schwerpunkten Beschichtungsanlagen, Fördertechnik, Sondermaschinen und Blechverarbeitung tätig ist. Laut Wilhelm Sturm, Geschäftsführer der Sturm-Gruppe, profitieren von der Bezuschussung eines Neuwagens von Firmenkunden nicht nur das eigene Unternehmen und die eigenen Mitarbeiter, sondern auch die Automobilhersteller und deren Mitarbeiter. Da nicht jeder Mitarbeiter bereit sein wird, sich aufgrund des Zuschusses ein eigenes Auto zu kaufen, hat das Unternehmen verschiedene Phasen der Bezuschussung vorgesehen. So kommen erst die Mitarbeiter zum Zug. Sollte dann das bereitgestellte Budget von 150.000 Euro noch nicht ausgeschöpft sein, gelten Kauf- oder Leasingverträge auch für Verwandte der Mitarbeiter. Der Firmenchef erwartet, dass das Budget voll zur Auszahlung kommt.

Weitere Informationen unter www.sturm-gruppe.com


Umsatzrückgang beim Lackgeschäft erwartet

17. Februar 2009 – Die Absätze von Lacken und Farben im Inlandsmarkt werden im Jahr 2009 voraussichtlich um vier Prozent geringer ausfallen als im Vorjahr. Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie in Frankfurt (VdL) schätzt, dass im laufenden Jahr nur noch 1,5 Millionen Tonnen Lacke und Farben in Deutschland verkauft werden. Die Umsätze werden auf 3,9 Milliarden Euro und damit erstmals seit vielen Jahren unter die Vier-Milliarden-Euro-Grenze zurückgehen. Gegenüber 2008 werden die Umsätze damit um 3,6 Prozent zurückgehen.

Im Jahr 2008 sanken die Absatzmengen um 3,4 Prozent auf rund 1,5 Millionen Tonnen, die Umsätze lagen um 1,4 Prozent unter den Umsätzen von 2007 und beliefen sich auf rund 4 Milliarden Euro. Der wichtige Marktsektor der Bautenanstrichmittel schrumpfte im Vorjahr um fast 5 Prozent und wird in 2009 nochmals 4,5 Prozent rückläufig sein. Für den Absatz von Autolacken werden Produktionsrückgänge von etwa 7,5 Prozent erwartet. Auch alle anderen Industriebereiche rechnen mit rückläufigen Lackabsatzmengen. Lediglich der Bereich Korrosionsschutz und die Verwendung von Schiffsfarben werden das Jahr 2009 ohne Rückgänge überstehen. Aufträge bei Schiffsneubauten und die Erneuerung der Infrastruktur sind langfristig angelegte Projekte.
Die Lackhersteller hoffen auf das zweite Halbjahr 2009, wenn erste positive Impulse von den Konjunkturprogrammen der Bundesregierung ausgehen könnten. Vor allem Programme zur energetischen Sanierung des Gebäudebestandes könnten für Wärmedämmverbundsysteme, Putze und Fassadenfarben positive Nachfrageeffekte auslösen.

Weitere Informationen unter www.lackindustrie.de und www.druckfarben-vdl.de


Neuer Vertriebsleiter für Autoreparaturlacke

13. Februar 2009 – Dirk Steen wurde zum 1. Januar 2009 neuer Leiter der Einheit Vertrieb Deutschland des Bereichs Autoreparaturlacke der BASF Coatings AG. Zum selben Zeitpunkt übernimmt er in Personalunion die Leitung der Funktion Vertrieb Glasurit, Lackmarke der BASF Coatings. Bisher war Steen Senior Manager Asia Pacific, BASF Polyurethane Specialties (China) Co. Ltd., Shanghai. In seiner neuen Funktion folgt er auf Joachim Straßner, der bei der BASF SE in Ludwigshafen die Leitung Regionales Marketing für Pigmente für Kunststoffe und Spezialitäten übernommen hat.

Weitere Informationen unter www.basf.de


Polymerisationsanlage in China errichtet

9. Februar 2009 – Im chinesischen Shanghai Chemical Industrie Park errichtet Evonik Industries derzeit eine neue Produktionsanlage - das Gebäude steht bereits, jetzt wird die Anlagentechnik eingebaut. Sie wird Teil eines der weltweit größten integrierten Produktionsstandorte für Methacrylate sein.

Dank des Einsatzes einer innovativen Polymerisationstechnik ist es möglich, Festbindemittel herzustellen, die für eine verbesserte Leistungsfähigkeit der fertigen Lacke und Farben sorgen sollen. Die in der neuen Anlage hergestellten Produkte werden insbesondere für Beschichtungen in der Industrie verwendet, so zum Beispiel in Lacken für Schiffe, Container und Kunststoffe, aber auch als Bindemittel in Druckfarben und keramischen Transferlacken. Die Anlage soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres in Betrieb gehen.

Weitere Informationen unter www.evonik.de


Mehr Qualität im Verdichtungsprozess

5. Februar 2009 – Der Verband für die Oberflächenveredlung von Aluminium (VOA) hat ein neues Merkblatt erarbeitet, das sich den verschiedenen Methoden der Verdichtung von anodischen Oberflächenschichten widmet. Den Fachbetrieben an die Hand gegeben, kann das Merkblatt nach Angaben des Branchenverbandes wertvolle Hilfestellung leisten, um die Qualität des Verdichtungsprozesses zu optimieren.

Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat dem VOA deutlich gemacht, dass in den Anodisationsbetrieben oft Unsicherheit darüber herrscht, welche Anforderungen an das Verdichtungswasser zu stellen sind, damit schließlich eine einwandfreie Verdichtungsqualität erzielt werden kann. Diese Problematik greift das neue Merkblatt auf. Präzise werden dort die verschiedenen Möglichkeiten der Verdichtung von anodischen Oberflächenschichten mit den jeweils notwendigen Voraussetzungen und Wasserqualitäten beschrieben.

Beim Verdichtungsprozess häufig auftretende Probleme werden ausführlich thematisiert, beispielsweise die Einflüsse von störenden Ionen. Die vorhandenen Prüfmöglichkeiten sind dabei umfassend darstellt. Der Branchenverband hofft mit dem neu erarbeiteten Merkblatt einen wichtigen Beitrag dazu zu leisten, die Qualitätskriterien beim Verdichtungsprozess zu verbessern. Das neue Merkblatt 06 ist gegen eine geringe Schutzgebühr in der Geschäftsstelle des VOA in Nürnberg zu erhalten.

Weitere Informationen unter www.voa.de


Entwicklungsabkommen über Bildhologramme

2. Februar 2009 – Die Bayer MaterialScience AG, Bayer MaterialScience LLC und das kanadische Unternehmen Ultimate Holographic Reproductions Inc. (UHR) haben die Unterzeichnung eines Joint Development Agreements bekannt gegeben. Ziel des Entwicklungsabkommens ist, die breite Vermarktung qualitativ hochwertiger und farbechter holographischer Bilder voranzutreiben. Dazu liefert Bayer MaterialScience vollfarbig belichtbare, einfach zu prozessierende Photopolymere, die sich für die Massenreplikation von farbechten Masterhologrammen von Ultimate Holographic Reproductions eignen. Farbige Hologramme haben ein breites Einsatzpotenzial – so etwa in der Werbung, in der Verpackungs- und Unterhaltungsindustrie, bei der Herstellung verschiedenster hochwertiger Druckerzeugnisse und im Produktdesign.

Im Rahmen des Entwicklungsabkommens plant UHR, seine Replikationstechnologie an die Photopolymere von Bayer MaterialScience anzupassen. Bayer MaterialScience strebt an, Photopolymere in vielfältige holographische Anwendungen zu bringen. Hologrammherstellern soll eine attraktive Alternative zu bisher erhältlichen, schwierig zu prozessierenden Materialklassen angeboten werden. Beide Unternehmen gehen davon aus, dass die Zusammenarbeit die Nachfrage nach hochwertigen, farbechten Bildhologrammen steigern wird.

Weitere Informationen unter www.bayermaterialscience.de


Neuer Geschäftsführer VDI Technologiezentrum

30. Januar 2009 – Sascha Hermann (42) übernimmt mit sofortiger Wirkung die Geschäftsführung der VDI Technologiezentrum GmbH in Düsseldorf. Hermann wird Nachfolger von Dr. Ralph Jürgen Peters, der sich neuen Aufgaben zuwenden will. Hermann arbeitete nach dem Bauingenieur-Studium in Essen im RWE-Konzern. Dort wirkte er unter anderem als Assistent des Vorstandsvorsitzenden der RWE Umwelt AG und zuletzt als Geschäftsführer bei der RWE Umwelt Rohstoff GmbH. Die vergangenen drei Jahre war er beim VDI e.V. Bereichsleiter "Beruf und Gesellschaft". Diese Funktion wird er kommissarisch beibehalten.

Die VDI Technologiezentrum GmbH ist seit 1973 im Auftrag und mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), anderer öffentlicher Auftraggeber und der Wirtschaft tätig.


Glasurit erhält weltweite Freigabe von Volvo

26. Januar 2009 – Der Automobilhersteller Volvo hat seinen Vertragshändlern und Werkstätten weltweit die Freigabe für Glasurit-Lacke der Reihe 90 erteilt. Glasurit ist eine Lackmarke der BASF Coatings. Entscheidend für die Empfehlung von Glasurit-Lacken durch die Ingenieure von Volvo waren neben der Qualität auch das dichte Trainingsnetzwerk und die weltweite Präsenz.

Mit der Freigabe ist die Reihe 90 nun im neuen Bodyshop-Managementsystem von Volvo aufgeführt. Dieses System mit dem Namen VIDA (Volvo Information and Diagnostics for After Sales) erleichtert Vertragshändlern und Werkstätten die Auftragsabwicklung: Wenn ein Betrieb einen Auftrag eingibt, werden Lackprodukte und -hersteller angezeigt, die für die Reparatur freigegeben sind. Unter diesen bevorzugten Partnern befindet sich jetzt auch die Premium-Marke Glasurit.

Weitere Informationen unter www.glasurit.de


Neue Geschäftsführerin im Branchenverband VOA

12. Februar 2009 – Dr. Alexa A. Becker ist neue Geschäftsführerin des Verbandes für die Oberflächenveredelung von Aluminium e.V. (VOA) mit Sitz in Nürnberg. Die Juristin aus München hat ihre neue Aufgabe im Branchenverband seit dem 1. Januar 2009 übernommen. Damit tritt die 49-Jährige aus München die Nachfolge des im Mai dieses Jahres verstorbenen und langjährigen Geschäftsführers Michael Middendorf an.

Die neue Geschäftsführerin des VOA wird sich vor allem der Unterstützung der Mitgliedsunternehmen im technisch-wissenschaftlichen sowie betriebswirtschaftlichen Bereich widmen, die politische Lobbyarbeit auf regionaler und internationaler Ebene stärken sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit koordinieren. Nicht zuletzt bleibt die Akquisition von Neumitgliedern ein wichtiges Schwerpunktthema. Dr. Alexa A. Becker blickt auf langjährige berufliche Erfahrungen in der Wirtschaft sowie in der Verbandsarbeit zurück. Unter anderem war die Rechtsanwältin als Hauptgeschäftsführerin einer Zahnärztekammer tätig. Vor allem die Geschäftsführung von Verbänden ist für Dr. Becker kein unbekanntes Terrain. In München und Brüssel leitete sie die Geschicke eines europäischen Dachverbandes im Bereich der Sozialwirtschaft.

Weitere Informationen unter www.voa.de


Landesbester Oberflächenbeschichter ausgezeichnet

Die Enthone GmbH, Tochterunternehmen von Cookson Electronics, hat verkündet, dass Michael Bendig seine Ausbildung zum Oberflächenbeschichter als Landesbester in Nordrhein-Westfalen abgeschlossen hat. Die nordrhein-westfälische Industrie- und Handelskammer ehrte im Aachener Eurogress 137 ehemalige Auszubildende mit den besten Prüfungsergebnissen NRWs unter dem Motto "Der Westen ehrt die Besten". Vor 600 Besuchern überreichte IHK-Präsident Bert Wirtz die Ehrenurkunden sowie die eigens angefertigten Glastrophäen für diesen herausragenden Erfolg.

Weitere Informationen unter www.enthone.de


2008


Fokus Lasertechnik auf der MicroTechnology/HANNOVER MESSE 2009

16. Dezember 2008 – Vom 20. bis 24. April 2009 findet der Produktmarkt "Mikro, Nano, Materialien" auf der MicroTechnology/HANNOVER MESSE statt. Unter dem Dach des vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik organisierten Gemeinschaftsstandes stellen Mikro- und Nanotechnikanbieter Anwendern aus verschiedenen Bereichen ihr Know-how zur Verfügung.

Nach der erfolgreichen Premiere der Sonderschau "Laser für Mikromaterialbearbeitung und Mikroproduktion" auf der HANNOVER MESSE 2008 ist die Lasertechnik auch 2009 wieder ein wichtiger Schwerpunkt.Vorteile des Mikroschweißens mit Faserlasern präsentiert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT. So sorgt die hohe Strahlqualität, kombiniert mit hohen Vorschubgeschwindigkeiten, für eine optimierte Energieeinbringung in das Werkstück. Sowohl die Größe des Schweißpunkts als auch die Einschweißtiefe lassen sich dabei genau einstellen.

Neben dem Fraunhofer ILT stehen zahlreiche weitere Lasertechnik-Experten als Ansprechpartner zur Verfügung. Firmen und Institute, die an der Laser-Sonderschau auf der HANNOVER MESSE 2009 teilnehmen möchten, können sich an Jana Gliesche (Tel.: 0231 9742 7081; E-Mail: jg@ivam.de) wenden.

Weitere Informationen unter www.ivam.de


Metallreinigungsanlage nach China geliefert

12. Dezember 2008 – Die Wehrle & Weber GmbH, Anbieter für industrielle Teilereinigung, konnte ihr internationales Geschäft in Form der Lieferung einer weiteren Sonderanlage zur Metallreinigung nach Shanghai (China) erweitern.

Bereits im Jahre 2004 hatte Wehrle & Weber für Sulzer Chemtech, eine der vier Kerndivisionen des Sulzer-Konzerns, eine erste spezielle Metallreinigungsanlage entwickelt und an den Standort Shanghai geliefert. Die Sonderanlage IL 9000 dient der Reinigung von strukturierten Metallpackungen und wurde in enger Zusammenarbeit mit Sulzer Chemtech entwickelt.

Die Anlage arbeitet mit dem Lösungsmittel Perchlorethylen, das in einem geschlossenen Kreislauf durch Destillations- und Filterverfahren immer wieder aufbereitet wird. Für die anspruchsvolle Reinigung der strukturierten Metallpackungen wurde individuell für diese Anlage ein Flüssigkeitsverteiler konstruiert, der das Lösungsmittel mit einer Leistung von 80.000 Litern pro Stunde fördert.

Weitere Informationen unter www.wehrleundweber.de


Ehemaliger Leiter des Instituts für Kunststoffverarbeitung ausgezeichnet

10. Dezember 2008 – Professor em. Georg Menges, der ehemalige Leiter des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV), wurde kürzlich in Peking für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ihm wurde der "Life Achievement Award" der Society of Advanced Molding Technology (SAMT) verliehen.

Die Vereinigung SAMT wurde 2005 in Hongkong gegründet. Sie hat es sich nach eigenen Aussagen zum Ziel gesetzt, unter der Prämisse der Nachhaltigkeit, Fortschritt und Innovation in den Materialwissenschaften zu fördern und die Wirtschaftlichkeit der verarbeitenden Technologien zu erhöhen.

Stellvertretend für Professor Menges nahm Professor Ullrich Masberg, IKV, die Auszeichnung von Shia Chung Chen, dem Vorstandsvorsitzenden der SAMT, während des diesjährigen Symposiums "Advanced Molding Technology and Materials Processing" an der Beijing University of Chemical Technology entgegen.


Letzte Vorbereitungen zur Tekno Tube Arabia 2009

9. Dezember 2008 – Die Vorbereitungen für die Tekno Tube Arabia 2009, 9th International Trade Fair for Industrial Machines, Metalworking, Machine Tools, Tubes & Pipes, laufen auf Hochtouren. Vom 10. bis 13. Januar 2009 steht im Dubai World Trade Centre alles im Zeichen der Industrie- und Werkzeugmaschinen sowie der Metallbearbeitung und Rohrfertigung.

Seit ihrem Beginn 1996 wartet die Fachmesse mit ständig steigenden Ausstellerzahlen auf: Mit voraussichtlich 350 Ausstellern aus 19 Nationen wird die Messe auch diesmal stark und international frequentiert: Unternehmen aus den USA, Asien (China, Malaysia, Taiwan, Südkorea, Indien), Europa sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sich angemeldet. 28 Anbieter aus Deutschland sind auf den insgesamt 669 Quadratmetern Ausstellungsfläche dabei. In den Länderpavillons aus Deutschland, Italien und China werden Innovationen gezeigt und Dienstleistungen vorgestellt. Zudem präsentieren sich branchenrelevante Verbände und Institutionen wie der weltweit größte Verband der Rohrindustrie ITA (International Tube Association), der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie der deutsche Fachverband des Maschinen- und Werkzeuggroßhandels FDM.

Dubai ist das größte und wichtigste Handelszentrum einer Region mit rund 544 Millionen Menschen, einem pro-Kopf-BIP von etwa 1000 US-Dollar und einem überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstum. Anbieter dürfen hier nicht nur neue Geschäftskontakte, sondern auch ein gutes Nachmessegeschäft erwarten.

Weitere Informationen unter www.teknotubearabia.com


Dörken eröffnet Technologiezentrum

8. Dezember 2008 – Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG hat die Eröffnung ihres neuen Technologiezentrums in Herdecke gefeiert. Rund 1,5 Millionen Euro wurden investiert, um den technischen Support für die Kunden in der Automobil- und der Windkraftanlagenindustrie sowie in anderen Industriezweigen auszubauen und zugleich optimale Rahmenbedingungen für zukünftige Projekte zu schaffen.

Das neue Technikum gliedert sich in die Arbeitsbereiche Beschichtungsprozesse und Oberflächenanalytik. Dabei kann der gesamte Beschichtungsvorgang von der Vorbehandlung über die verschiedenen Applikationstechniken wie das Tauch-Schleudern, das Tauch-Ziehen oder das Spritzen bis hin zum versandfertigen Bauteil 1:1 nachgestellt werden. Im zweiten Schritt folgen die Prüfungen am beschichteten Teil. Dazu gehören zum Beispiel der Salzsprüh- und der VDA-Test und viele andere automobilspezifische Korrosionsschutzprüfungen. Hinzu kommen die Arbeitsbereiche Oberflächenanalyse, diverse mechanische Prüfungen und die nasschemische Analyse. Dabei kann der gesamte Prüfablauf fotografisch dokumentiert werden. Neben Prüfungen an Teilen aus etablierten Prozessen werden im Technikum interne Entwicklungstests sowie Musterbeschichtungen für zukünftige Spezifikationen in der Automobilindustrie durchgeführt. Dabei können herstellerspezifische Tests präzise nachgestellt werden.

Die Eröffnung des neuen Technologiezentrums ist ein Schritt im Rahmen eines weltweiten Investitionspaketes. So nimmt zum Beispiel auch der Ausbau der Fertigung am Standort Herdecke immer mehr Gestalt an. Im April 2009 soll hier bereits die Produktion anlaufen.

Weitere Informationen unter www.doerken-mks.de


Deutsche Nanotechnologie in Moskau

5. Dezember 2008 – Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) präsentierte die VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) im Rahmen der Themenkampagne "Welcome to Nanotech Germany" die deutsche Nanotechnologie in Moskau. Dort fand erstmalig das Nanotechnology International Forum RusNanoTech 2008 statt.

Zur Eröffnung der RusNanoTech am 3. Dezember 2008 besuchten der stellvertretende Ministerpräsident Sergej Ivanov und der Generaldirektor der russischen Staatskooperation RosNanoTech, Anatoly Chubais, den deutschen Stand. Dort stellten im Rahmen der Kampagne "Welcome to Nanotech Germany" 15 deutsche Unternehmen nanotechnologische Produkte und Forschungsergebnisse aus. Auf dem Themengemeinschaftsstands, der fachlich durch das VDI TZ vorbereitet und betreut wurde, konnten zudem Besucher deutsche Nanotechnologie mit Bezug zur Automobiltechnik anhand eines gläsernen Autos erleben.

Die Messe RusNanoTech hat 2008 zum ersten Mal stattgefunden. Sie ist ein Strategiepfeiler der Staatskooperation RosNanoTech zur Stärkung der heimischen Nanotechnologie durch internationale wissenschaftliche und technische Kooperationen. Deutschland stellt hier einen der wichtigsten Partner für Russland dar. Die Staatskooperation wurde 2007 durch eine Initiative des damaligen Staatssekretärs und jetzigen Ministerpräsidenten Vladimir Putin gegründet.

Weitere Themenstände zur deutschen Nanotechnologie folgen 2009 zur NanoTech in Japan, im Rahmen der "World of Nanotechnology" in Halle 2 der Hannover Messe und zur NSTI in Houston.

Weitere Informationen unter www.nanoingermany.com


Neues Tauchverfahren zum Beschichten von Backofenglas

4. Dezember 2008 – Technische Gläser wie beispielsweise die in Ofentüren müssen die Wärmestrahlung im Innern möglichst gut reflektieren, damit außerhalb Verbrennungen vermieden werden. Möglich machen dies Infrarot-reflektierende Spezialbeschichtungen. Doch die werden bisher unter ökonomisch und ökologisch ungünstigen Bedingungen aufgesprüht.

Die Firma Glas-Plus (Mainz) will nun mit weiteren Kooperationspartnern ein Tauchverfahren etablieren, das weniger Energie benötigt, die bisher üblichen Sprühverluste vermeidet und nur soviel Material verbraucht, wie zur Schichtbildung auf der Glasoberfläche tatsächlich benötigt wird. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Modellprojekt mit rund 480.000 Euro.

Bei der Übergabe des Bewilligungsschreibens an Glas-Plus-Geschäftsführer Paul Hinz betonte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde in Mainz, das Tauchverfahren solle zu einer technologischen Plattform für das Herstellen reflektierender, elektrisch leitfähiger, transparenter Schichten auf technischen Gläsern werden. Am Beispiel der bei einem Großhersteller in Backöfen eingesetzten Gläser solle die industrielle Reife des Verfahrens entwickelt und nachgewiesen werden. Herauskommen solle eine umweltfreundliche Alternative, die für die großtechnische Herstellung solcher Gläser geeignet ist. Bei den heute üblichen Sprühverfahren komme es nämlich zu hoher Rohstoffverschwendung durch die weit gestreuten Sprühnebel. Außerdem sei die Abluft mit Zinn und Salzsäure belastet und müsse behandelt werden. Mit dem neuen Verfahren werde der Glasrohling nicht mehr besprüht, sondern in ein Gel getaucht und gleichzeitig von beiden Seiten beschichtet. Brickwedde: "Zwei Schritte in einem, die sonst nacheinander durchgeführt wurden: Das spart Zeit, Energie und Abfälle. Und für die Mitarbeiter stellt das ebenfalls eine deutliche Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen dar."


Chromfreier Korrosionsschutz

3. Dezember 2008 – Eine Alternative zu Chrom(VI)-haltigen Beschichtungen auf Basis von Nanokompositen entwickeln Forscher an den Fraunhofer-Instituten für Silicatforschung ISC in Würzburg und für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz sowie am Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH.

"Die neuen Nanomaterialien, die im Sol-Gel-Verfahren hergestellt werden, haften gut auf den meisten der untersuchten Verzinkungsvarianten", sagt Dr. Johanna Kron, Projektleiterin am ISC. Dazu tauchen die Forscher verzinkte Stahlbleche in ein Beschichtungssol und tragen eine Pulverbeschichtung auf.

Beschichtete Bleche unterzogen sie einem Salzsprühtest (360 Stunden, 35 Grad Celsius) und legten sie für 240 Stunden in eine Klimakammer mit 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. "Die meisten verzinkten Materialien werden durch diese Schichten ähnlich gut geschützt wie durch eine kommerzielle Gelbchromatierung. Im Vergleich zu einem am Markt befindlichen chromfreien System sowie einer Chrom(III)-Passivierung sind die neuen Schichten oft sogar leistungsfähiger", sagt Kron. Auch bei der Weiterverarbeitung sieht sie keine Probleme: "Da die Schichten dünner als ein tausendstel Millimeter sind, kann man die chromfrei beschichteten Bleche genauso umformen wie gelbchromatierte Bleche." Im Labormaßstab können die Forscher den Korrosionsschutz bereits herstellen. In etwa fünf Jahren, so schätzt die Expertin, könnte das System auf den Markt kommen.


Alle Spritzverfahren in einem Labor

2. Dezember 2008 – Die Professur für Verbundwerkstoffe der TU Chemnitz hat ihr Beschichtungszentrum um ein neuartiges thermisches Spritzverfahren, das Kaltgasspritzen, erweitert.

"Mit dieser Ergänzung sind wir führend in Europa, da nun alle industrierelevanten Spritztechnologien in einem Labor verfügbar sind und für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden können", schätzt Prof. Dr. Bernhard Wielage, Inhaber der Professur, ein und ergänzt: "Es gibt deutschlandweit nur zwei weitere Institute, die über die Technologie des Kaltgasspritzens verfügen."

Das Kaltgasspritzen ist ein hochkinetisches Beschichtungsverfahren, bei dem mit Hilfe von inerten, also reaktionsträgen, Gasen und Drücken von etwa 35 bar Metallpartikel auf bis zu 1.200 Meter pro Sekunde beschleunigt werden. Beim Auftreffen auf die Bauteiloberflächen bilden diese sehr dichte, fest anhaftende Schichten mit einem geringen Oxidgehalt. Typischer Einsatzbereich des Kaltgasspitzens ist die Elektrotechnik, wo es zum Beispiel zur Lotaufbringung oder für Wärmeleitschichten auf Kühlkörpern verwendet wird. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens der Professur Verbundwerkstoffe soll das Verfahren zur Herstellung von Leiterbahnen für die Leistungselektronik verwendet werden.


Ausschreibung Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2009

1. Dezember 2008 – Ab Dezember können sich Wissenschaftler und Entwickler wieder für den Kaiser-Friedrich-Forschungspreis bewerben. Der Preis für innovative, richtungsweisende Entwicklungen in den Optischen Technologien ist mit 15.000 Euro dotiert. Nach 2003 steht erneut die "Optische Sensorik" im Fokus der Ausschreibung.

Optische Sensoren sind beispielsweise in der Prozesskontrolle, der Qualitätsüberwachung und Arbeitssicherheit inzwischen unverzichtbar. Ebenso spielen die extrem sensiblen Messverfahren bei der Sicherung kritischer Infrastrukturen wie Flughäfen eine bedeutende Rolle. Und auch für die Medizin stellen sie wesentliche Instrumente in Chirurgie, Diagnostik und Therapie dar.

Im Vergleich zu konventionellen Analyse- und Diagnostikverfahren arbeiten optische Sensoren berührungslos und schnell, benötigen keine Probenaufbereitung und beeinflussen den zu untersuchenden Prozess nicht. Sie eignen sich daher hervorragend für eine in-situ Diagnostik unter Echtzeitbedingungen. Insbesondere neuartige Faser- und Nanotechnologien bieten bisher nicht gekannte Möglichkeiten der Miniaturisierung sowie eine Steigerung von Nachweisgenauigkeit und Selektivität.

Entsprechend zukunftsweisende Sensorkonzepte sind Ziel der aktuellen Ausschreibung. Eingereichte Arbeiten sollen neben wissenschaftlicher Exzellenz deutliche Ansätze zur industriellen Umsetzung erkennen lassen. Insbesondere Möglichkeiten zur Miniaturisierung und praxisbezogene Anwendungen optischer Sensoren in den Bereichen Präzisionsmesstechnik, Umwelt, Medizin, Biotechnologie, Sicherheitstechnik und Energieforschung sollen ausgezeichnet werden.

Weitere Informationen unter www.kaiser-friedrich-forschungspreis.de


Hochglänzende Freiformflächen auf Stahlwerkzeugen

26. November 2008 – Werkzeuge und Formen mit frei geformten Oberflächen müssen je nach späterem Anwendungsgebiet visuellen Ansprüchen genügen oder tribologische und optische Funktionen gewährleisten. Doch gerade besonders glatte oder sogar hochglänzende Oberflächen lassen sich auf Freiformflächen zurzeit nur von erfahrenen Mitarbeitern durch zeitintensives manuelles Schleifen und Polieren erzeugen. Das Ergebnis hängt dabei stark von der Erfahrung des Mitarbeiters ab und ist häufig nur schwer reproduzierbar.

Um unabhängig von den persönlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter reproduzierbare Polierergebnisse zu erhalten, arbeitet das Fraunhofer IPT zusammen mit neun weiteren Partnern im Projekt "MoldFinish" an einer automatisierten Polierzelle, die möglichst viele verschiedene Geometrien schleifen und polieren kann. Auf der diesjährigen EuroMold zeigt das Fraunhofer IPT vom 3. bis 6. Dezember am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 8, Stand M122/L113 erste Ergebnisse des Verbundprojekts.

Die Basis für den automatisierten Polierprozess bildet ein Knickarmroboter, in den eine axial zustellbare Polierspindel integriert ist. Neue Polierwerkzeuge, deren Oberflächen durch eine Gummimembran eine konstante Druckverteilung auf das Werkstück ausüben, gewährleisten besonders konstante Bearbeitungsbedingungen. Dies schafft die Voraussetzungen für eine flexible und reproduzierbare Fertigung von Geometrien aller Art, beispielsweise Kanten oder Verrundungen. Um einen konstanten Materialabtrag zu gewährleisten und gleichbleibende Polierergebnisse zu erzielen, erarbeitet das Fraunhofer IPT zuverlässige Strategien für die Prozessführung. Der Polierprozess wird über ein CAD/CAM-Modul gesteuert. Dies bietet den Vorteil, dass die Bahnen und Parameter analog zum Fräsen auf freigeformten Flächen programmiert und eingestellt werden können.

Ziel im Projekt ist es, die einzelnen Prozessschritte, die für plane Geometrien bereits bekannt sind, auf frei geformte Oberflächen zu übertragen. Um schließlich eine defektfreie Hochglanzoberfläche zu erzeugen, arbeitet die Robotersteuerung mit einer Bahnführung, die der Polierbewegung des manuellen Bearbeiters ähnelt. Vorab erodierte oder gefräste Stahloberflächen erhalten auf diese Weise nach mehrfachem Wechsel von Werkzeugen und Pasten schrittweise eine einheitliche und defektfreie Qualität. Auf dem Messestand zeigt das Fraunhofer IPT als Beispiel eine bereits erprobte Prozessstrategie: Das gefräste Bauteil wird mit dem robotergestützten Fertigungssystem bis zum Finish mit Filz und 3-µm-Diamant endbearbeitet, so dass am Ende eine hochglänzende frei geformte Oberfläche entsteht.

Weitere Informationen unter www.ipt.fraunhofer.de


Studie: Dienen und mehr verdienen im Maschinenbau?!

25. November 2008 – Dienstleistungen spielen eine immer wichtigere Rolle in den Wertschöpfungsprozessen produzierender Unternehmen. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO untersucht die wirtschaftliche Bedeutung und das Potenzial von Dienstleistungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Die Branche gilt neben der Automobilindustrie als Speerspitze der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Nachdem die Branche ihre gute wirtschaftliche Position lange Zeit vor allem über einen gesteigerten Export sichern und ausbauen konnte, drohen nun im Zuge einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik empfindliche Einbußen.

Eine Möglichkeit, dieser Krise zu begegnen und den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist eine stärkere Dienstleistungsorientierung. Die Vorteile einer Verzahnung von Produktion und Dienstleistung liegen auf der Hand: Dienstleistungen sind oftmals profitabler als das Produktgeschäft, sie ermöglichen eine bessere Preis- und Produktdifferenzierung und dienen darüber hinaus der Kundenbindung. Der enge Kontakt zum Kunden führt letztlich auch dazu, Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und in Produktinnovationen umzusetzen.

Die aktuelle Studie "Dienen und mehr verdienen?! - Hybride Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau" widmet sich diesem Thema und untersucht das Potenzial dienstleistungsbezogener Wertschöpfungsformen. Dabei zeigt sich, dass die größten Potenziale bei Leistungen zur Steigerung der Kundenproduktivität und zur Sicherstellung der Verfügbarkeit gesehen werden. Darüber hinaus wird geprüft, ob Dienstleistungen tatsächlich zu einem gesteigerten wirtschaftlichen Erfolg beitragen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem solche Unternehmen erfolgreicher sind als der Wettbewerb, die ihre organisatorischen Rahmenbedingungen auf die Integration von Produktion und Dienstleistung abstimmen.

Die Studie entstand im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts "Serv.biz" (Business Transformation für hybride Wertschöpfungsnetzwerke) und kann ab sofort im IAO-Shop unter http://shop.iao.fraunhofer.de für 19,00 € bestellt werden.


Einweihung Nanopartikel-Technikum

24. November 2008 – Am 26. November wird am Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) an der Universität Duisburg-Essen ein neues Technikum zur Herstellung von Nanopartikeln eingeweiht. Die neue Einrichtung, die mit 2,7 Mio. Euro von der EU, dem Land NRW und der Evonik AG gefördert wird, eröffnet Dr. Michael Stückradt, Staatssekretärs im NRW-Innovationsministerium, vor rund 80 geladenen Gästen aus Politik, Forschung und Wirtschaft.

Mit dem Technikum wird eine entscheidende Anwendungslücke geschlossen. Bislang haben Nanotechnologien in vielen Anwendungsbereichen keinen Eingang in die großtechnische Nutzung gefunden. Das Problem für die Unternehmen: Ihnen fehlen ausreichende Mengen spezifischer Nanomaterialien, um die nachfolgenden Verfahrensschritte für die Weiterverarbeitung zu entwickeln. Diese Lücke soll das neue Technikum am IUTA schließen – zunächst in den Bereichen Thermoelektrik, Photovoltaik, Katalyse, Adsorption und funktionale Filtermaterialien.

"Das neue Technikum ist in seiner Art europaweit einzigartig. Es ist eng verzahnt mit dem neuen NanoEnergieTechnikZentrum NETZ der Universität und dem neuen Zentrum für Filtrationsforschung und funktionale Oberflächen ZF3 am IUTA", sagt Dr. Hartmut Wiggers als einer der Projektleiter. Herzstück der ca. 100 m² großen Anlage sind drei Reaktoren: ein Flammen-, ein Plasma- und ein Heißwandreaktor. Wiggers dazu: "Eine Besonderheit ist, dass jede Prozessstufe durch ausgefeilte optische Messtechniken optimal und online vor Ort untersucht und überwacht werden kann."


Dörken eröffnet neues Technikum

19. November 2008 – Vor einer Woche eröffnete die Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG ihr neues Technologiezentrum im nordrhein-westfälischen Herdecke. Rund 1,5 Millionen Euro investierte das Unternehmen in die neue Einrichtung, in der es Beschichtungsabläufe komplett abbilden und umfangreiche Prüfroutinen durchführen wird. Unter den 160 Gästen aus dem In- und Ausland waren Vertreter der Automobil- und Zulieferindustrie, Anlagenbauer, Partner aus Beschichtungsunternehmen und Repräsentanten von Universitäten und Fachhochschulen.

Das neue Technikum soll in Zukunft für den gesamten europäischen Raum inklusive Osteuropa zuständig sein. Über ein CRM-System ist es zudem mit allen MKS-Mitarbeitern weltweit vernetzt. So können auch Prüfaufträge aus Japan oder Brasilien per Datenleitung nach Herdecke geschickt und dort bearbeitet werden. Nach dem neuen Technikum soll Anfang kommenden Jahres ein weiteres in den USA eröffnet werden - ein drittes Zentrum in Fernost wird derzeit geplant.


Öffentliche Forschungsförderung für Solarzellen zeigt Wirkung

18. November 2008 – Das Statusseminar Photovoltaik 2008 des Bundesumweltministeriums am 11. und 12. November in Berlin zeigte die wachsende Innovationskraft der deutschen Forschungsinstitute. Durch die öffentliche Förderung gelingt es, relevante Forschungsprozesse zu rationalisieren, die Herstellungskosten in der Industrie zu senken und damit die Spitzenstellung Deutschlands zu sichern.

Für die Kooperation von Forschung und Wirtschaft wurden viele erfolgreiche Beispiele vorgestellt: Die Umsetzung innovativer Herstellungsverfahren für kristalline Silizium-Solarzellen, die am Fraunhofer ISE und am Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal entwickelt wurden. Der Aufbau Europas erster Produktionslinie für amorphe und mikrokristalline Silizium-Tandem-Dünnschicht-Solarzellen und die hochautomatisierten Fertigungslinien bei Q Cells, SCHOTT Solar und SolarWorld. Die weltweit einzigartigen Fertigungslinien für effiziente Kupfer-Indium-Diselenid-Module bei Würth Solar und Sulfurcell entstanden in Kooperation mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung und dem Helmholtz-Zentrum Berlin. Die Module bei Sontor GmbH werden mit Anlagen von Applied Materials hergestellt. Sie setzen Prozesse ein, die am Forschungszentrum Jülich entwickelt wurden.

Mit diesen Erfolgen werde laut ForschungsVerbund Sonnenenergie der Solarstrom alle 7-10 Jahre um den Faktor 2 kostengünstiger und damit schrittweise wettbewerbsfähig - zunächst mit privatem Strompreis, dann aber auch künftig mit Stromgestehungskosten herkömmlicher fossiler oder nuklearer Großkraftwerke. Darüber hinaus baut Deutschland damit seinen in vielen Bereichen vorhandenen technologischen Vorsprung und seine international wettbewerbsfähige Industrie weiter aus.

An rund der Hälfte der Projektpräsentationen des Statusseminars waren Institute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie beteiligt. In Zusammenarbeit mit Universitäten und Industrieunternehmen werden Themen der Grundlagenforschung wie photovoltaische Materialen und der Verbesserung des Wirkungsgrads von Silizium- und Dünnschichtsolarzellen bearbeitet und die Entwicklung neuer Produktionstechnologien und einer netzkompatiblen Systemtechnik für den Anwender vorangetrieben.

Weitere Informationen unter www.FV-Sonnenenergie.de


Mikrostrukturierung von Glas durch Elektronenstrahlverdampfung

17. November 2008 – Am 13. November wurden die sieben besten von über 140 viel versprechenden Erfindungen des diesjährigen Innovationspreises Berlin Brandenburg präsentiert, der am 5. Dezember verliehen wird. Ein Projekt hat es unter die Nominierten geschafft, das durch die strukturierte Abscheidung von Dünnglas im Mikro- bis Nanometerbereich die Produktion unzähliger Anwendungen in der Opto- und Mikroelektronik revolutionieren könnte.

Forscher der MSG Lithoglas AG haben zusammen mit Kollegen vom Fraunhofer IZM die "Additive Mikrostrukturierung" von Glas entwickelt, mit der die Produktion von Image- und Photosensoren, etwa für hochauflösende Kamerachips oder für Photodioden von BluRay-Laufwerken, extrem vereinfacht und kostengünstiger gestaltet werden kann. Darüberhinaus gilt die Entwicklung aufgrund ihrer Bioverträglichkeit als interessantes Verfahren für die Medizintechnik.

Um Glas mit mikrometerfeinen Strukturen zu versehen, verwendet man bislang Ätz- oder Sandstrahltechniken, mit denen winzige Schichten vom Glassubstrat abgetragen, also gewissermaßen substrahiert, werden. Verfahren, bei denen auf das vorhandene Glas feinste Strukturen aufgebaut werden, existieren zwar ebenso. Jedoch kommt es bei solchen additiven Methoden wie dem Siebdruck durch meist hohe Prozesstemperaturen zu Veränderungen der optischen Eigenschaften, und die Auswahl der Substratmaterialien ist sehr begrenzt. Organische Träger sind hier nicht möglich. Außerdem sind sie mit sehr hohen Kosten verbunden.

Die von den Berliner Forschern entwickelte Methode umgeht derlei Beschränkungen und erzielt überdies 50-mal genauere Strukturbreiten. Dabei setzen die Forscher auf ein Prinzip, das seit über 30 Jahren bekannt ist: Die Elektronenstrahlverdampfung. Bei diesem Vakuumprozess wird ein Feststoff (Borosilikatglas) verdampft und kondensiert anschließend in feinsten Formationen auf einer Glasoberfläche. Durch die Weiterentwicklung dieser "additive Mikrostrukturierung" genannten Technologie können so Glasmikrostrukturen mit einer Breite von weniger als 2 µm erzielt werden, was etwa dem Vierzigstel einer Haaresbreite entspricht. Weil sich die Temperaturen während der Strukturierungsprozesse auf maximal 120 Grad Celsius beschränken und etablierte Verfahren wie die Lithografie für mehrere Wafer parallel verwenden lassen, bleiben die hervorragenden optischen Glaseigenschaften bei gleichzeitig geringen Prozesskosten erhalten. Den Anwendungen für diese Technologie sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Als Beispiel dort, wo optische Informationen in der Mikroelektronik verarbeitet werden, kann sie kostengünstig und in großen Stückzahlen zum Einsatz kommen: für Mikrospiegel in Scannern und Displays, in Beschleunigungs- und Drucksensoren, als Lichtquellen wie Halbleiterlasern oder LEDs.

Weitere Informationen unter www.innovationspreis-bb.de


Seminar zum Langzeit- und Alterungsverhalten von Kunststoffen

14. November 2008 – Wegen zahlreicher Vorteile ersetzen Kunststoffe in vielen Anwendungen Metalle und Keramiken, denn deren Verarbeitungstechniken gestatten es, geometrisch sehr komplexe Teile technisch perfekt und in wenigen Fertigungsschritten herzustellen. Dem gegenüber stehen die Nachteile der Kunststoffe: geringe Steifigkeit und Festigkeit, stark temperaturabhängiges Verhalten und teilweise geringe chemische und biologische Beständigkeit.

Im Regelfall treten solche Belastungen jedoch über lange Zeiträume und dann in so unterschiedlichem Ausmaß auf, dass eine langfristige Prognose ihres Verhaltens oftmals problematisch ist.

Wie kann also das Langzeitverhalten von Kunststoffen im Vorfeld der Anwendung charakterisiert und bewertet werden kann? Wie ist der Stand der Technik, um das Alterungsverhaltens von Kunststoffen zu bestimmen, wenn Strahlung, Wärme, Chemikalien und anderer Faktoren auf sie einwirken? Auf bewährte Methoden, dies vorherzusagen, wird im Seminar "Langzeit- und Alterungsverhalten von Kunststoffe" eingegangen, das am 15. und 16. Dezember 2008 an der Technischen Akademie Wuppertal stattfindet. Leiter ist Prof. Dr. Erich Kramer von der FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz.

Anmeldung unter:

Weitere Informationen unter www.taw.de


Algoscan GmbH übernimmt die Jenoptik Surface Inspection

13. November 2008 – Mit Wirkung zum 01. Oktober 2008 hat die Jenoptik Surface Inspection GmbH der Algoscan GmbH ihre gesamte bisherige Geschäftstätigkeit übertragen. Sitz beider Unternehmen ist München. Das neugegründete Unternehmen Algoscan führt das Surface Inspection Business fort und wird es weiter ausbauen.

Dabei werden neue Systeme zum Optical Inline Measurement für verschiedene Industrien entwickelt, mit Fokus auf Photovoltaik. Besonders im Bereich der Dünnschichtsolarzellen wird eine Inline-Qualitätsmessung nachgefragt. Wie das Unternehmen verlauten ließ, finden erste Gespräche mit namhaften Herstellern derzeit statt. Aber auch für die Stahlbranche dürfte Algoscan interessant sein, denn neue Systeme, die die Rauheit von Oberflächen messen, verschaffen den Stahlproduzenten durch eine besser gesicherte Qualität Wettbewerbsvorteile.

Die Anteilseigner der Algoscan GmbH zeichnen sich durch langjährige Erfahrung in der optischen Industrie aus. Überzeugt vom Erfolg des neuen Unternehmens hat sich der ehemalige Geschäftsführer der Jenoptik Surface Inspection, Dr. Wolfgang Ullrich, mit einer Beteiligung engagiert. Den Claim "Ensuring Quality" sieht er als persönliche Verpflichtung und ehrliches Versprechen an die bisherigen und künftigen Geschäftspartner.


Qualitative Absicherung industrieller Energiewandler

12. November 2008 – Der derzeitige Boom von Energy Harvesting-Systemen, also solchen, die ihre Energie aus ihrer unmittelbaren Umgebung beziehen, geht auch an der Industrie nicht spurenlos vorbei. Viele Hersteller drängen mit Energiewandler und Generatoren auf den Markt. Die Herausforderung liegt jedoch hier in der zuverlässigen Ausgestaltung dieser Systeme.

Sie müssen nicht nur schwankende Energien ausgleichen können, sondern zuverlässig funktionieren, auch wenn sich Umgebungsbedingungen vorübergehend ändern. Dazu entwickelt die "Chemnitzer Professur für Mess- und Sensortechnik" derzeit eine Testplattform, die als kleines Zertifizierungslabor agieren kann, um verschiedene Systemkomponenten eines Energiemanagementsystems unter verschiedenen Umweltbedingungen zu testen.

"Wir untersuchen und charakterisieren hier bereits bestehende, von der Industrie angekaufte, unterschiedliche Wandler. So testen wir unter anderem, wie viel Energie bei welcher Aktion erzeugt und gleichzeitig verbraucht wird", erklärt Prof. Dr. Olfa Kanoun und fügt hinzu: "Wir haben uns ja im Bereich des Energy Harvesting selbst den Auftrag gegeben, die Verfügbarkeit von verschiedenen Energieformen in diversen Anwendungen nachzuweisen und zu bemessen. So stehen wir vor allem für die Industrie und die Systemhersteller gern als kompetenter Ansprechpartner bereit."

Weitere Informationen rund um das Thema Energy Harvesting gibt Kanoun bei der 2. Fachveranstaltung "Energy Harvesting - Grundlagen und Praxis energieautarker Systeme" am 17. und 18. November 2008 im Haus der Technik in Essen. Eingeladen sind interessierte Zuhörer aus Industrie und Forschung. Nähere Informationen zu der Veranstaltung:

Weitere Informationen unter www.energieautarke-sensorik.de


Ausstellung über Edelstahl im Deutschen Museum eröffnet

11. November 2008 – Das Deutsche Museum eröffnete gestern in der Dauerausstellung Metalle den neu gestalteten, multimedial und interaktiv aufbereiteten Bereich Edelstahl rostfrei. Die Ausstellung bietet dem Besucher auf einer Fläche von 100 m² Einblicke in die Herstellung, Verarbeitung und Einsatzbereiche von Edelstahl.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit und unter Förderung der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER) entstanden. ISER ist eine Gemeinschaftsorganisation der Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen der Edelstahlherstellung und -weiterverarbeitung sowie dem Handel mit rostfreien Edelstahlprodukten.

Der nichtrostende Stahl wird in diesem neuen Ausstellungsbereich in seiner Funktion als eines der vielseitigsten Industriemetalle beschrieben. Im Rahmen der Dauerausstellung Metalle wird die alltägliche Anwendung dieses jungen Stoffes in der Industrie, im Haushalt oder auch in medizinischen Geräten erklärt und spielerisch verdeutlicht. Insgesamt sind heute über 120 Edelstahlsorten in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens zu finden.

Der neue Ausstellungsabschnitt über Edelstahl bildet den Abschluss des Neuaufbaus und der Aktualisierung der Ausstellung über Metalle und modernes Gießen im Deutschen Museum. Bereits seit März 2007 ist der Abschnitt über Gießen mit der Vorführgießerei für Besucher offen. In täglichen Vorführungen können die Museumsbesucher hautnah den Gießprozess verschiedener Metalle erleben und sehen, wie Gießereitechnik heute traditionsreiches Handwerk mit moderner Hightech verbindet.


Antireflexionsschicht verbessert Solarzellen

10. November 2008 – Forscher am Rensselaer Polytechnic Institute (RPI) in Troy (US-Bundesstaat New York) haben eine nanostrukturierte Antireflexionsbeschichtung für Solarzellen entwickelt, die einen deutlichen Forschritt in der Solarenergiegewinnung verspricht. Denn mit beschichteten Solarpanels könnte ein größerer Teil des einfallenden Sonnenlichts genutzt werden – und das unabhängig vom Einfallswinkel. "Diese Entwicklung ist durchaus sinnvoll und interessant", kommentiert Thomas Mayer vom Fachgebiet Oberflächenforschung an der Technischen Universität Darmstadt.

"Um die beste Effizienz bei der Solarstromgewinnung zu erreichen, soll eine Solarzelle praktisch jedes einfallende Photon absorbieren und das unabhängig vom Stand der Sonne", erklärt RPI-Physikprofessor Shawn-Yu Lin den Hintergrund der Entwicklung. Eine unbehandelte Siliziumsolarzelle absorbiert nur rund 67 Prozent des einfallenden Sonnenlichts, während der Rest schon an der Oberfläche durch Spiegelung verloren geht. Mit der nanotechnologischen Beschichtung werden hingegen 96 Prozent des einfallenden Lichts absorbiert. So gewaltig, wie es zunächst klingt, ist der Gewinn zwar nicht. "Auch aktuelle kommerzielle Systeme nutzen bereits Beschichtungen", betont Mayer. Allerdings seien die Angaben der RPI-Forscher über ihre Entwicklung immer noch beeindruckend.

Ein Grund dafür ist, dass die Beschichtung eine hohe Absorption in einem breiten Wellenlängenbereich bietet. Besonders wichtig ist aber die Tatsache, dass die Entwicklung von Lins Team die hohe Lichtausbeute unabhängig vom Einfallswinkel verspricht. "Bisher nutzen wirklich effiziente Solarenergieanlagen Nachführsysteme", erklärt Mayer. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Licht möglichst exakt senkrecht auf die Solarzellen fällt, da dann die Reflexionsverluste am geringsten sind, so der Wissenschaftler. Eben solche Nachführsysteme könnten durch ihre Entwicklung überflüssig gemacht werden, glauben die Forscher am RPI. Damit würden auch entsprechende Kosten für Anschaffung, Betrieb und Wartung wegfallen.

Die neuartige Antireflexionsbeschichtung ist aus insgesamt sieben Lagen aufgebaut, die je 50 bis 100 Nanometer dick sind. Sie bestehen aus Nanoröhren aus Silizium- und Titandioxid, die schiefwinkelig angeordnet sind. Lin zufolge ist die Beschichtung für fast alle photovoltaischen Materialien geeignet, die in Solarzellen zum Einsatz kommen. Ein Beitrag über die Forschungsarbeit wurde in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Optics Letters veröffentlicht.

Weitere Informationen unter www.opticsinfobase.org/ol/abstract.cfm?URI=ol-33-21-2527


40. Fachtagung "Karosserieleichtbau leicht & sicher", 18. bis 20. November in Fellbach

7. November 2008 – In diesem Jahr blickt der Internationale Rohbau-Expertenkreis auf zwanzig Jahre Erfahrung im Bereich der Fachtagungsreihe "Prozesskette Karosserie" zurück. Die Durchführung dieser Veranstaltungen wurde laut Expertenkreis seit ihrem Bestehen von über 4.000 Karosseriebauexperten aus aller Welt als gelungen beurteilt. Weitere Themen der Tagung: Serienfertigung 2008 – Fertigungsprozess 2009, Fertigungstechniken, Prozesssteuerung, Produktionsanlagen.

Die Beiträge zu den Fachthemen werden von Führungskräften namhafter Hersteller vorgetragen und nach den Referaten an Infoständen im Ausstellungsraum erläutert. Präsentationen der Themeninhalte durch Fachreferenten und Experten an Karossen und Exponaten neuster Bauart. Am 3. Tagungstag (20. November): "Produktion Live" mit Workshop. Exkursion und Besichtigung der Produktion bei der Daimler AG Werk Rastatt, Bereich neue Generation der A- und B-Klasse.

Weitere Informationen unter www.rohbau-expertenkreis.de/deutsch/index.htm


NanoSolutions 2008 – Europäische Leitmesse für das Nano Business

6. November 2008 – Vom 11. bis 13. November findet wieder in Frankfurt die europäische Leitmesse "NanoSolutions" für das Nano Business statt. Im Mittelpunkt steht der umfassende Informationenaustausch über die neuesten Innovationen der Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts.
Auch die Beratergruppe "Zukünftige Technologien Consulting" der VDI Technologiezentrum GmbH, die fast 20 Jahre Erfahrung in der Früherkennung neuer Technologie und Strategieentwicklung aufweist, ist zum dritten Mal in Folge auf der NanoSolutions vertreten und präsentiert sein Produktportfolio.
Auch in diesem Jahr findet Europas größtes Nano-Event unter dem Dach der "nanotech+material week frankfurt" statt. Unter dem Motto "technologies - integration - products" treffen in der Messe Frankfurt Entscheider auf Entscheider. Erwartet werden bei der NanoSolutions 2008 rund 150 nationale und internationale Aussteller und 5.000 Besucher.

Weitere Informationen unter www.zukuenftigetechnologien.de


Weltweit erster industrieller Einsatz eines HTS-Induktionsheizers

5. November 2008 – Um Heizungsrohre aus Kupfer oder Fensterrahmen aus Aluminium in Form zu bringen, müssen die Metalle bei Temperaturen von bis zu 1.000 Grad weich gemacht werden. "Dieser Schritt in der Metallverarbeitung verbraucht enorm viel Energie", weiß Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Dass sich davon in Zukunft mehr als die Hälfte einsparen lasse, zeige ein Induktionsheizer mit Hochtemperatursupraleitern (HTS). Von den mittelständischen Firmen Zenergy (Rheinbach) und Bültmann (Neuenrade) wurde die Anlage in den letzten drei Jahren entwickelt - unterstützt von der DBU mit knapp 600.000 Euro. Auf der Hannover Messe im April wurden beide Firmen dafür mit dem Hermes Award ausgezeichnet, dem weltweit größten Technologiepreis (100.000 Euro). Seit Juli ist der HTS-Induktionsheizer beim Mittelständler weseralu (Minden), einem Profilpresswerk für Metalle, im Einsatz, wo er "alle Erwartungen übertrifft", so Brickwedde, der das Werk heute besuchte.

Weitere Informationen unter www.idw-online.de/pages/de/news287004


Nahezu reibungslos drehen und gleiten

4. November 2008 – Schmierstoffe sorgen in Lagern und Getrieben dafür, dass nicht allzu viel Energie durch Reibung verloren geht. Dennoch braucht man einige Prozent der Energie, um Reibungsverluste auszugleichen. Schmiermittel aus Flüssigkristallen könnten die Reibung in wenigen Jahren auf nahezu null senken.

Doch was unterscheidet ein solches Schmiermittel von den Ölen, die bisher die Lager gefettet haben? "Bei diesem Schmierstoff handelt es sich um Flüssigkristalle, die man auch vom Flachbildschirm kennt", erklärt Dr. Andreas Kailer, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg. "Im Gegensatz zu üblichen Flüssigkeiten sind die Moleküle in Flüssigkristallen ausgerichtet - man kann sie mit Streichhölzern vergleichen, deren Köpfe alle in die gleiche Richtung zeigen." Die Forscher am IWM untersuchen gemeinsam mit ihren Kollegen vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam und der Mainzer Firma Nematel, welche Flüssigkristalle sich unter welchen Bedingungen am besten als Schmiermittel eignen. Dazu spannen sie einen Metallzylinder in eine Prüfmaschine, die diesen mit einer bestimmten Kraft auf die Unterlage drückt und hin und her bewegt. Bei welchem Schmiermittel braucht die Maschine am wenigsten Energie, um den Metallzylinder zu bewegen?

Während sich die Reibung bei herkömmlichem Öl kaum verändert, sinkt sie bei den Flüssigkristallen nach einiger Zeit auf nahezu null ab. Wie lange dies dauert, hängt vor allem vom Druck ab, mit dem der Zylinder bei seiner Bewegung auf die Unterlage gepresst wird. Vergleicht man dies mit einem Schlitten, entspräche dies dem Gewicht des Kindes, das auf ihm sitzt. "Für Kugellager eignen sich die Flüssigkristalle bisher nicht als Schmierstoff, hier ist der Kontaktdruck zu hoch - die Reibung sinkt hier nicht genügend ab. "Für Gleitlager hingegen sind die Flüssigkristalle optimal", sagt Kailer. Da Flüssigkristalle bislang vor allem für Bildschirme hergestellt werden, müssen sie hochrein sein - was sie sehr teuer macht. Die Forscher wollen die Herstellung nun vereinfachen, denn als Schmiermittel eignen sich auch weniger reine Stoffe. "Wir hoffen, in drei bis fünf Jahren einen Schmierstoff aus Flüssigkristallen auf den Markt bringen zu können", sagt Kailer.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Zulassung für Schutzplanken aus bandverzinktem Stahl erteilt

3. November 2008 – Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat nach erfolgreichen Labor- und Feldversuchen den Einsatz von Stahlschutzplankenholmen aus bandverzinktem Stahl genehmigt. Damit können Schutzplanken noch umweltfreundlicher und wirtschaftlicher hergestellt werden.

Bislang werden Schutzplankenholme im Herstellungsablauf zunächst profiliert und erst in einem zweiten Schritt stückverzinkt. Beim Einsatz von bandverzinktem Material entfällt der zweite Prozessschritt, da der Stahl bereits verzinkt vom Werkstoffproduzenten angeliefert wird. Dies hat logistische Vorteile und sorgt zudem für einen sparsameren Umgang mit dem Beschichtungsstoff Zink.

Genehmigt wurden drei Systeme aus kontinuierlich schmelztauchveredeltem Stahlband mit Zinküberzug und mit Zink-Aluminium-Überzug (Z600, ZA600 und ZA300). Trotz des dünneren Überzugs bieten diese Systeme den gleichen Korrosionsschutz wie die bisher eingesetzten und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Ressourceneffizienz. Für die Verwendung von bandverzinktem Stahl setzen sich auch die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) und das Stahl-Informations-Zentrum (S-I-Z) ein. Die Zulassung für die bandverzinkten Systeme ist abrufbar auf:

Weitere Informationen unter www.stahl-online.de/stahlforschung/bandverzinkung.pdf


Zentrum für Organische Materialien und Elektronische Bauelemente in Dresden eröffnet

31. Oktober – Die Fraunhofer-Gesellschaft eröffnete am 30. Oktober in Dresden ein Zentrum für Organische Materialien und Elektronische Bauelemente. Im "Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden" (COMEDD) arbeiten Fraunhofer-Forscher an der Entwicklung und Pilotfertigung organischer Leuchtdioden, die auf kleinen Molekülen basieren.

Insgesamt 25 Mio Euro investierten die Bundesregierung, der Freistaat Sachsen und die Europäische Union in das Zentrum. Aufgabe des Zentrums ist die Entwicklung kostengünstiger und produktionstauglicher Prozesse für organische Halbleiterbauelemente und organische Solarzellen. "Mit COMEDD etablieren wir ein europaweit führendes Zentrum für organische Halbleiter, das produktnahe Forschung und Entwicklung sowie die Umsetzung der Forschung in die Pilotfertigung ermöglicht", betont Prof. Karl Leo, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS.

Kernstück des Zentrums sind mehrere Vakuumbeschichtungsanlagen. Für die Fertigung von organischen Leuchtdioden (OLEDs) auf Glassubstraten wird eine neuartige Beschichtungslinie für Glas und Folien von Sunic System aus Südkorea in Kooperation mit der Aixtron AG Deutschland installiert. Diese Linie ermöglicht es, neue Prozesskonzepte zu evaluieren. Für die Entwicklung und Herstellung von OLED-Beleuchtungsmodulen auf flexiblen Substraten bietet COMEDD eine Rolle-zu-Rolle-Beschichtungsanlage der Dresdner Firma Von Ardenne Anlagentechnik GmbH. Die Anlage wird in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP aufgebaut. Mit den neuen Anlagen lassen sich nicht nur organische Beleuchtungssysteme herstellen, sondern auch organischen Solarzellen – wie zum Beispiel Kunststoffsolarzellen im Rolle-zu-Rolle-Verfahren.

Weitere Informationen unter www.ipms.fraunhofer.de


Freiberger Patent verkürzt Messverfahren

30. Oktober 2008 – Der Freiberger Professor für mathematische Geologie und Geoinformatik, Helmut Schaeben, hat sich zusammen mit seinen Kollegen ein neuartiges Steuerungsverfahren von Messgeräten patentieren lassen. Sie suchten nach einer Methode, wie sich sehr ungleich verteilte Messwerte sinnvoll mit einer mathematischen Funktion beschreiben lassen.

Die Messungen mit Röntgentexturgoniometern zur Qualitätskontrolle waren bisher sehr zeitraubend, sie konnten bis zu mehrere Tage in Anspruch nehmen. Mithilfe seiner Forschungen gelang es Prof. Schaeben, die Daten während der Messungen so auszuwerten, dass das Raster der Messpunkte in mehreren Schritten lokal da verfeinert wird, wo der größte Informationsgewinn zu erwarten ist. Die vorläufige Auswertung wird also zur unmittelbaren Steuerung des weiteren Verlaufs der Messungen angewendet. Stellt sich bei den Auswertungen heraus, dass bestimmte Areale der Lagenkugel für die weitere Untersuchung nicht von Interesse sind, werden sie nicht weiter beprobt. In wichtigen Gebieten hingegen wird das Messraster weiter verfeinert und zusätzliche Messdaten erhoben. Durch die gegenseitige Beeinflussung von Messung und Berechnung lassen sich die Messzeiten erheblich verringern und effizienter Nutzen der Messzeit erzielen.

Für das Verfahren erhielten die Forscher im Jahr 2007 ein Patent zugesprochen. Nun hoffen die Wissenschaftler, dass sich Messgerätehersteller an die Neuerung heranwagen. Erstes Interesse hat die Industrie bereits bekundet.

Weitere Informationen unter www.tu-freiberg.de


BASF kauft Polyurethan-Spezialitätengeschäft

28. Oktober 2008 – BASF übernimmt heute das weltweite Geschäft mit Polyurethan(PU)-Systemen für den Scheibenumguss von Recticel. Dazu haben beide Unternehmen eine Vereinbarung unterzeichnet. Teil der Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden steht, sind patentierte aliphatische Verbindungen, die unter dem Namen Colofast bekannt sind. Dabei handelt es sich um besonders lichtbeständige Polyurethane.

Die PU-Spezialtechnologie kommt vor allem beim Umguss von Autoscheiben zum Einsatz, der sich zu einem attraktiven Nischenmarkt entwickelt hat. Der Scheibenumguss sorgt für eine sichere und dichte Verbindung von Scheiben mit der Karosserie. Diese Technik kommt im Automobilbau weltweit bei sieben Prozent aller Scheiben zum Einsatz. Bei modernen Solaranlagen vereinfacht und beschleunigt der Scheibenumguss den Produktionsprozess der Solarkacheln.

"Mit der Akquisition bringt sich BASF in diesem attraktiven Spezialmarkt in eine hervorragende Position", sagt Jacques Delmoitiez, Leiter des Unternehmensbereichs Polyurethanes bei der BASF. "Darüber hinaus ergänzen wir unser bereits sehr umfassendes Portfolio an PU-Systemlösungen um eine weitere innovative Technologie. Damit eröffnen sich für uns auch große Chancen im wachsenden Markt für Solaranwendungen."

Weitere Informationen unter www.basf.com


Auf dem Weg zu neuen Speichermedien?

27. Oktober 2008 – Die Steigerung der Speicherkapazitäten ist eine ständige zentrale Herausforderung für Wissenschaft und Technik in unserem Informationszeitalter. Ein deutsch-italienisches Forscherteam verfolgt dabei das Konzept der "nanostrukturierten Speicherdomänen".

Wie die Wissenschaftler um Massimiliano Cavallini vom National Research Council (CNR) in Bologna (Italien) und Mario Ruben vom Forschungszentrum Karlsruhe in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten (2008, 120, 8724–8728), gelang es ihnen, verlässliche Nanomuster einer sogenannten Spinübergangsverbindung auf Siliciumoxid-Chips herzustellen. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer neuen Generation molekularer Speichermedien, bei denen binäre Daten durch das "Umschalten" von Elektronenspins gespeichert werden.

Derzeitige Computerfestplatten speichern Daten, indem die Oberfläche einer rotierenden Scheibe magnetisiert wird. Jede "Speicherzelle" hat eine "Adresse", so dass direkt auf die gespeicherten Daten zugegriffen werden kann. Um die Speicherkapazität zu erhöhen, werden die einzelnen magnetisierbaren Bereiche immer kleiner gemacht. Allerdings ist das Limit bald erreicht. Durch thermische Anregung kippen gelegentlich einige der magnetischen Partikel in die andere Richtung. Bei sehr kleinen Domänen kann die ganze Zelle rasch ihre Magnetisierung verlieren.

Mit speziellen unkonventioneller mikro- und nanolithographischen Methoden gelang es dem Team, einen neutralen Eisen(II)-Komplex in Form feinster Linien auf eine Siliziumwafer zu "drucken". In einem Selbstorganisationsprozess richten sich die Nanokristalle dabei in einer bevorzugten Orientierung entlang der Linie aus. Außerdem gelang es ihnen, das Muster einer bespielten CD in einen Film der Eisenverbindung zu übertragen. Das beweist zum ersten Mal, dass es möglich ist, mit einer Spinübergangsverbindung lesbare logische Muster zu erzeugen. Um die Streifenstrukturen technologisch nutzbar zu machen, muss der Umschaltvorgang an Raumtemperaturbedingungen angepasst werden; die Arbeiten dazu sind bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Weitere Informationen unter www3.interscience.wiley.com


Messe der Automobilzuliefererer vom 29. bis 31. Oktober in Wolfsburg

24. Oktober 2008 – Zum fünften Mal veranstaltet die Wolfsburg AG die Internationale Zuliefererbörse (IZB). Auf rund 33 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Wolfsburger Allerpark präsentieren sich Zulieferunternehmen aus dem In- und Ausland. Einer der Schwerpunkte der IZB 2008 ist das diesjährige Partnerland Indien mit über 40 Ausstellern.

Nach der positiven Bilanz der IZB 2006 – über 600 Aussteller aus 21 Nationen zogen rund 40 000 Fachbesucher aus aller Welt an – sieht sich die Messe weiter auf Wachstumskurs. „Entgegen dem allgemeinen Trend im Messegeschäft, das von rückläufigen Ausstellerzahlen geprägt ist, stehen die Zeichen bei der IZB 2008 auf Wachstum. Sowohl bei den Ausstellern als auch flächenmäßig verzeichnen wir Zuwächse“, sagt Prof. Dr.-Ing. Bernd Wilhelm, Vorstandssprecher der Wolfsburg AG.

Weitere Informationen unter www.izb-online.com


Industrie stellt Smart-Label-Systeme vor

23. Oktober 2008 – Ist das Obst im Container durchgängig gekühlt worden? Liegen noch genügend rote Röcke im Lager? Mit Hilfe von RFID - auch Smart-Label-Systeme genannt - können Unternehmen ihre Produkte schon bald auf ihrem Weg von der Verpackung bis zum Einzelhändler lückenlos verfolgen und ihre Qualität kontrollieren, sicherstellen, dass die Waren pünktlich und vollständig am Zielort ankommen und die Nachlieferung neuer Waren zeitnah auf den Absatz abstimmen.

Am 5. und 6. November präsentieren in Berlin neun Industriekonsortien ihre neuesten Entwicklungen in diesem Zukunftsfeld. In Deutschland hat sich bereits eine erhebliche Anzahl von RFID-Technologieanbietern etabliert und viele Unternehmen setzen Smart Label bereits ein. Trotzdem werden nach wie vor technische Lösungen gesucht, mit denen auf spezielle Probleme der Logistikbranche reagiert werden kann, und Kosten senkende Herstellungsmöglichkeiten erforscht.

Um die technologischen Voraussetzungen für die breite Nutzung von Smart Labels zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in diesem Segment zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmenprogramm Mikrosysteme mit 15,5 Mio. Euro neun industrielle Verbundprojekte zum Thema "Smart Label in der Logistik". In den Projekten erproben Firmen praxisnah neuer Konzepte. Adressiert werden Fragestellungen wie Polymertechnik, Sensorik und Branchenspeziallösungen sowie die Kostensenkung bei der Transponder-Entwicklung. Am 5. und 6. November stellen die Projekte in der Tagungsstätte Harnack-Haus, Ihnestraße 16-20, 14195 Berlin ihre Ergebnisse vor.

Weitere Informationen unter www.mstonline.de


EuroBLECH 2008 eröffnet mit Ausstellerrekord

21. Oktober 2008 – Gestern hat in Hannover die 20. EuroBLECH, Weltleitmesse der blechbearbeitenden Industrie, ihre Tore geöffnet. Mit 1.520 Ausstellern aus 38 Ländern, die auf einer Nettofläche von 87.700 Quadratmetern ihre Maschinen, Werkzeuge und Dienstleistungen präsentieren, ist die Fachmesse im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung 2006 nochmals kräftig gewachsen. Sie kann ein Plus von acht Prozent an Ausstellern und ein Flächenwachstum von 15 Prozent verzeichnen.

Hauptausstellerländer sind neben Deutschland, das 44,5% der Ausstellerfirmen stellt, Italien, die Schweiz und die Niederlande. Aber auch die USA, die Türkei sowie China und Taiwan sind unter den Top Ten der Ausstellerländer. Den Besucher erwartet auf der Technologiemesse eine Vielzahl an Neuheiten. Die gezeigten Innovationen drehen sich um die Themen Flexibilität in der Fertigung, Verbesserung der Qualität, Energie- und Kosteneinsparung sowie Umweltverträglichkeit. Praktische Vorführungen von Maschinen und Systemen stehen dabei im Mittelpunkt der EuroBLECH. Neben den Werkzeug- und Maschinenherstellern, den Serviceanbietern und Forschungseinrichtungen sind auch die Stahlunternehmen auf der Fachmesse vertreten.

Die EuroBLECH ist noch bis Samstag, den 25. Oktober 2008 geöffnet, täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr, am Samstag 9:00 bis 16:00.

Weitere Informationen unter www.euroblech.de


Exzellenzcluster SimTech gründet Verein mit der Industrie

21. Oktober 2008 – Vor wenigen Tagen wurde an der Universität Stuttgart der gemeinnützige Verein "Industrial Consortium SimTech e. V. " gegründet. Die Mehrzahl der Gründungsmitglieder sind Wissenschaftler der Universität Stuttgart sowie Firmen, die damit neue und bessere Wege von der Forschung bis zur praktischen Anwendung bahnen wollen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Vereinslebens werden sogenannte "Working Committees" sein, die konkrete Gebiete innerhalb des weiten Feldes der Simulationstechnologie definieren, neue Themen aufgreifen und Ergebnisse aus der Grundlagenforschung einer praktischen Anwendung zuführen. Damit soll der Weg von der Denkfabrik bis zur Realisierung innovativer Produkte erheblich verkürzt werden. Ein erstes Working Committee "Fertigungstechnik" hat im Vorfeld bereits seine Arbeit aufgenommen und wurde als Pilotprojekt vorgestellt. In seinem Fokus steht die simulationsgestützte Optimierung von Fertigungsprozessen. Eine große Herausforderung ist dabei die Echtzeitsimulation und ihre Ankopplung an die reale Prozessregelung. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate wollen die Vereinsmitglieder weitere Arbeitsgruppen ins Leben rufen, etwa zu den Themen Biomodellierung, Simulationsmethodik und Materialwissenschaft.

Das Besondere an dem neuen Verein ist die direkte Vernetzung von Akteuren der Grundlagenforschung und der Unternehmenspraxis. Die Mitglieder investieren Engagement und kreatives Querschnittsdenken in alle Bereiche der Zukunft, die von innovativen Simulationstechnologien profitieren können, vom Design neuer Materialien und Werkstoffe über Prozessoptimierungen (etwa in Produktionsbetrieben) bis zu Medizin und Umwelttechnik. Der Verein soll auch eine Keimzelle sein für bi- und multilaterale Verbundprojekte mit der Industrie, in dessen Rahmen dann vereinsunabhängig fortschrittliche Technologien umgesetzt werden können. Darüber hinaus bietet der Verein den beteiligten Firmen zahlreiche Vorzüge: Sie erhalten Zugang zu exzellenten Nachwuchskräften, die über den Verein zum Beispiel zu Firmenpraktika vermittelt werden. Außerdem werden die Mitgliedsfirmen zu wissenschaftlichen Veranstaltungen eingeladen, über die sie engen Kontakt mit der Forschungsbasis halten können. Alle Mitglieder haben die Möglichkeit, sich mit Seminarbeiträgen in der akademischen Welt zu präsentieren und gemeinsam mit den Wissenschaftlern Mehrwert aus gemeinsamen Diskussionen zu schöpfen.

Die Mitgliedschaft steht grundsätzlich allen Interessierten aus Unternehmen, Institutionen und Verbänden offen. Weitere Informationen über die Modalitäten, Mitgliedsbeiträge, Strukturen und Mitglieder bei SimTech-Geschäftsführer Dr. Dietmar Wechsler, Tel. 0711/685-60110, e-mail: wechsler@simtech.uni-stuttgart.de

Fördermittel für bayerischen Forschungsverbund FORLAYER

20. Oktober – Optimale Lösungen für den Verschleißschutz von Werkzeugen und Bauteilen, die außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt sind, suchen Forschergruppen an bayerischen Universitäten und Forschungsinstituten gemeinsam mit Partnern aus der Industrie im neuen Bayerischen Forschungsverbund FORLAYER. Die Bayerische Forschungsstiftung hat zur Förderung dieser Forschungsarbeiten knapp zwei Millionen Euro bewilligt, mehr als 800.000 davon für drei Teilprojekte, mit denen die Universität Erlangen-Nürnberg im Verbund vertreten ist.
Verschleiß an Werkzeugen und Bauteilen begrenzt deren Lebensdauer und stört die Prozesse in Produktionsabläufen, verkürzt die Serviceintervalle, mindert die Qualität der Produkte und verursacht in letzter Konsequenz hohe laufende Kosten für das produzierende Gewerbe. Der derzeit bestmögliche Verschleißschutz wird durch Beschichtungen aus superharten Diamanten, Keramiken oder hartstoffhaltigen Verbundwerkstoffen erzielt. Das reicht jedoch nicht aus, wenn Mechanismen wie hohe Temperaturen, aggressive Umgebungsbedingungen oder örtlich ansetzende bzw. in kurzen Zeitabständen stark wechselnde mechanische Belastungen und Reibungskräfte einwirken. Mit der Einführung und Weiterentwicklung von neuen, immer schwieriger zu verarbeitenden Werkstoffen sowie zunehmend leistungsfähigen Verfahren zu deren Verarbeitung steigen auch die Anforderungen an die Werkzeuge.
Im Verbund FORLAYER, der sechs Gruppen aus Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen mit 21 Industriepartnern vernetzt, geht es vorwiegend darum, verschleißfeste Mehrlagen- und Mehrkomponentenschichten für hochbeanspruchte Werkzeuge zu entwickeln. Innerhalb von drei Jahren sollen anwendungsreife Technologien für eine Verschleißminderung vorliegen. Dies wird dazu beitragen, den Leistungs- und Kostendruck zu senken, dem Großindustrie und mittelständische Unternehmen in Bayern unterliegen.

Weitere Informationen unter www.bayfor.org/media/uploads/ktml/files/forlayer.pdf


Muster, Logos und Schriftzüge aus Licht

17. Oktober 2008 – Logos und Schriftzüge aus Licht lassen sich mit Freiformlinsen erzeugen. Doch wie muss die Oberfläche einer solchen Linse aussehen, um das Licht in Form eines speziellen Musters zu bündeln? Die Berechnung wurde von Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM beschleunigt.
Am Haupteingang eines Industrieunternehmens strahlt eine Lampe das Firmenlogo mit Schriftzug auf den Eingangsbereich. Erzeugt wird das Bild durch eine Freiformlinse: Ihre Oberfläche ist komplex geformt und bündelt das Licht gezielt zu dem gewünschten Bild. Weitere Anwendungsmöglichkeiten solcher Freiformlinsen: Ein Haus lässt sich mit ihnen so beleuchten, dass die Fenster ausgespart und die Bewohner nicht geblendet werden. Medizinische Bestrahlungen könnten exakt auf die benötigten Stellen ausgerichtet werden. Das Besondere: Die Linse selbst erzeugt bereits das Bild, eine Schablone oder ein Dia ist überflüssig – das spart Energie. Außerdem sind die Ränder der Abbildung schärfer.
Bislang müssen die Entwickler sich mühsam an die jeweilige Form herantasten: Sie stellen im Rechner eine bestimmte Linsenform ein, schauen sich das erzeugte Bild an und verändern die Linse so lange, bis sie das Licht zum gewünschten Bild bündelt. Dies kann mehrere Stunden dauern, geht jedoch künftig in einigen Sekunden. Die Forscher am ITWM haben eine Software entwickelt, die aus dem gewünschten Bild die benötigte Linsengeometrie errechnet – die erste Software dieser Art, die für Kunden auf dem Markt erhältlich ist. Fertigungsparameter wie Besonderheiten der Fräsmaschine oder das Material, das für die Linse verwendet werden soll, lassen sich einstellen. Da die Software die Oberflächengeometrie der Linse in nur wenigen Sekunden errechnet, lässt sich diese gut optimieren: Ist beispielsweise die Krümmung der Linse, die man für ein bestimmtes Bild bräuchte, zu hoch, kann ihre Herstellung aus technischen Gründen schwierig werden. Die Krümmung lässt sich in der Software begrenzen, die Linse mit ein paar Klicks schnell neu berechnen.
Eine Demoversion der Software gibt es bereits. Auf der Messe Vision vom 4. bis 6. November in Stuttgart stellen die Forscher sie live vor (Halle Halle 6, Stand 6D56).

Weitere Informationen unter www.itwm.fraunhofer.de


Lasergestütztes Verbinden von Kunststoff und Metall

16. Oktober 2008 – Durch den zunehmenden Einsatz von Kunststoff als Konstruktionswerkstoff stellt sich die Problematik der Verbindung artungleicher Werkstoffe. Das am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT entwickelte lasergestützte Fügeverfahren LIFTEC bietet eine effiziente Lösung für die Herstellung von Kunststoff-Metall-Hybridbauteilen.
Bei dem neu entwickelten und zum Patent angemeldeten Fügeverfahren LIFTEC wird ein Bauteil oder eine Teilkomponente durch den zu fügenden Kunststoffpartner hindurch mit Laserstrahlung erwärmt. Das Bauteil wird unter mechanischem Druck auf das Kunststoffteil gedrückt, erwärmt und durch weiteren mechanischen Druck in den Kunststoff gepresst. Bei Auswahl einer geeigneten Bauteilgeometrie wird nach der Abkühlung eine feste, formschlüssige Verbindung erzielt. Wesentliches Element des Verfahrens ist ein Bauteil mit einer im Vergleich zum Kunststoff-Fügepartner größeren Schmelztemperatur. Für das temperaturfestere Material können neben Metallen und Keramiken auch temperaturfeste Kunststoffe eingesetzt werden.
Anschließend werden die strukturierten Proben mit den transparenten Kunststoffproben im Kontur- oder Quasisimultanfügeprozess durch Diodenlaserstrahlung verbunden. Die Ergebnisse zeigen vielversprechende Resultate mit guten Festigkeitswerten.

Weitere Informationen unter www.www.ilt.fraunhofer.de


Werkstofftechnik im Fokus auf der Materialica

15. Oktober 2008 – Materialtechnologien in der Anwendung sind das Gesprächsthema auf der Materialica. Mit wechselnden Schwerpunkten präsentiert die Materialica alljährlich Unternehmen und Fachleute quer durch die Werkstofftechnik. Diesmal gibt es sieben begleitende Konferenzen.
Wechsel und Beständigkeit zugleich scheinen Kennzeichen der Werkstoffmesse Materialica sein, die vom 14. bis 16. Oktober in München stattfindet. Wie bisher rechnet Robert Metzger von der MunichExpo GmbH mit 300 bis 330 Ausstellern (inklusive Mitausstellern). Allerdings erneut mit leicht verschobenem Profil: Die Teilmesse "Composites" rückt von der Ausstellerzahl her von Platz 1 auf 2. Dafür legen die Materialica-Teilmessen "Surface", "Metal Light" und "Ceramics" zu. Die Ceramics als bisher kleinster Bereich hat sich klar verdoppelt.
Neue Aussteller sind Firmen wie H.C. Starck, Brökelmann, Linn High Term, Gero, Plansee, Sandvik, Miba und das Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen mit einem Gießereien-Gemeinschaftsstand. Ebenfalls zum ersten Mal präsent ist das 2007 gegründete Kompetenznetzwerk Carbon Composites e.V., das sich derzeit als süddeutsches Pendant zum CFK-Valley Stade etabliert. Rund 70 Prozent der Angemeldeten sind jedoch Kern-Aussteller.
Dazu passt der Zuschnitt der sieben Fachtagungen, auf denen die Vortragenden über industriereife neue Technologien referieren. In diesem Jahr zählt wieder eine Keramiktagung dazu, organisiert mit der Deutschen Keramischen Gesellschaft. Technologietransfer ist erneut Thema einer ESA-Tagung, diesmal allerdings mit Schwerpunkt "Security".
Rund 40 Teilnehmer haben sich um den neu ausgelobten "Materialica CO2 Efficiency Award" beworben. Wer ihn gewinnt, ist allerdings schon bekannt: die Etec GmbH in Lohmar, die auch als Aussteller vertreten ist. Sie entwickelte einen Kompaktkrümmer mit verschleißfester, keramischer Innenauskleidung, die dem Rohrquerschnitt auch in engen Radien folgt und somit Druckabfälle in Pneumatiksystemen vermeidet – und den Energiebedarf senkt.

Weitere Informationen unter www.materialica.de


Tagesshow präsentiert neuen Renault Mégane

14. Oktober 2008 – Mit der "Renault Mégane Tagesshow" verkürzt der französische Automobilhersteller die Wartezeit bis zum Marktstart der fünftürigen Schräghecklimousine am 28. November 2008.
Im Look moderner Nachrichtensendungen, aber deutlich amüsanter und frecher, werden Interessenten auf der Minisite www.megane.de ab sofort über die besonderen Eigenschaften des neuen Kompaktwagens informiert. Von Montag bis Freitag geht dazu täglich ein neuer Beitrag online. Registrierte Benutzer erhalten die jeweils aktuellste Ausgabe unkompliziert per Newsmail.
In insgesamt 37 Episoden schlüpft der Sprecher jeden Werktag in eine neue Rolle und präsentiert dabei sehr unterhaltsam den Mégane und unterschiedlichste Themen rund um das neue Modell. Dabei wechseln dynamisch und bildstark stets auch die Settings sowie die visuelle Anmutung der Geschichten. Im Look einer Nachrichtensendung werden im Hintergrund Filmsequenzen, Bilder und Grafiken eingespielt. Sämtliche bereits veröffentlichten Filme bleiben auf der Website verfügbar und können dort auch nachträglich angeschaut werden.

Weitere Informationen unter www.megane.de


TU Ilmenau mit Innovation auf Materialica

13. Oktober 2008 – Die Technische Universität Ilmenau wird bei der Fachmesse Materialica vom 14. bis 16. Oktober 2008 in München aus dem Fachgebiet "Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe" ein mikrofeines magnetisches Pulver vorstellen, das in der Lage ist, Mikrowellen zu absorbieren.
Das in Kooperation mit der JSJ Jodeit GmbH Jena-Maua in einem speziellen Syntheseverfahren entwickelte Material ist bereits als Patent angemeldet. Es ermöglicht breite Anwendungsmöglichkeiten in Industrie und Medizin. So können mit dem Pulver beschichtete bzw. versetzte Werkstoffe die Strahlung von Mikrowellen auf Menschen deutlich reduzieren oder die Störpegel von elektronischen Geräten verringern. Bei der Suche nach Materialfehlern ermöglicht die Entwicklung ganz neue, einfachere Verfahren. Das Material wird dabei über ein mit dem Pulver beschichtetes Spezialpapier gelegt und mit Mikrowellen bestrahlt. Die Stellen, an denen die Strahlung stärker durchdringen konnte, sind im Anschluss auf dem Papier erkennbar; sie lokalisieren die Fehlerstellen im untersuchten Material.
Zur Weiterverfolgung der Forschungsaktivitäten suchen die Wissenschaftler weitere Anwender. Dazu soll der Messeauftritt beitragen. Zu finden ist das Exponat am Gemeinschaftsstand "Forschungfür die Zukunft" der Hochschulen aus den neuen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in Halle C4 am Stand 610.

Weitere Informationen unter www.tu-ilmenau.de


Keramikverstärkte Werkzeuge schneiden besser ab

10. Oktober 2008 – Die Eigenschaften von Scherschneidwerkzeugen können deutlich verbessert werden, wenn harte Keramikpartikeln in den Grundwerkstoff eingebracht werden. Dieses ist mit Lasertechnik möglich. Besonders in der Automobilindustrie gewinnt Leichtbau immer mehr an Bedeutung.
Vor dem Hintergrund teurer Ressourcen, steigender Umweltbelastung und der daraus resultierenden Energieeinsparung kommt es zum verstärkten Einsatz von Blechen aus Leichtbaumaterialien wie Aluminiumlegierungen und hochfesten Stahlwerkstoffen. Allerdings ist das Schneiden dieser Werkstoffe mit konventionellen Werkzeugen mit erhöhtem Werkzeugverschleiß und dadurch mit verminderter Standmenge bzw. -zeit verbunden. Neben den somit steigenden Kosten für Werkzeuge erhöht sich die Anzahl von Werkzeugwechseln mit den entsprechend verbundenen Produktionsausfallzeiten. Daher hatte ein Forschungsprojekt am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) das Ziel, die Eigenschaften von Scherschneidwerkzeugen zu verbessern. Der Ansatz dieses Projektes war, harte Keramikpartikeln (ZrO2) durch das Laserstrahldispergieren in den Werkzeuggrundwerkstoff einzubringen. Beim Dispergieren mit einem Nd:YAG-Laser konnte die Hartstoffauflösung vermieden und eine homogene Verteilung der Keramikpartikel erreicht werden.
Die laserstrahldispergierten Schneidwerkzeuge übertreffen nach derzeitigem Entwicklungsstand die Verschleißeigenschaften und Standzeiten von konventionell hergestellten Werkzeugen. Weiterhin zeigen Ergebnisse der Verschleißuntersuchungen, dass durch die Erhöhung der Härte im Grundwerkstoff die Standfestigkeit der Schneidwerkzeuge weiter erhöht werden kann.

Weitere Informationen unter www.lzh.de


Innovationen in der Klebtechnik

9. Oktober 2008 – Das Fügeverfahren Kleben gewinnt weiterhin in vielen Zweigen der Wirtschaft an Bedeutung. In der Kombination mit anderen Fügeverfahren wie Nieten, Schweißen oder Clinchen ergeben sich für die Klebtechnik heute neue Anwendungsmöglichkeiten. Um feste und besonders dauerhafte Klebverbindungen erzielen zu können, sind für die meisten Materialien eine optimale Vorbehandlung der zu klebenden Fügeteile und eine geeignete Klebstoffauswahl entscheidend.
Am Institut für Oberflächen- und Fertigungstechnik der TU Dresden befassen sich die Mitarbeiter von Prof. Dr. Eckhard Beyer unter anderem mit schwer klebbaren Kunststoffen (z.B. Teflon , Polycarbonat und Polypropylen). Diese zählen zu den niederenergetischen Kunststoffen und müssen daher material-spezifisch vorbehandelt werden. Um das Fügen solcher Kunststoffe dauerhaft zu ermöglichen, sind die Experten der Arbeitsgruppe Kleben auf der Suche nach neuen Ansätzen. Bei der Oberflächenbehandlung setzen sie neben bewährten chemischen und mechanischen Verfahren auf den Einsatz von Plasma- und Lasertechniken. Vorteile dieser Methoden sind die berührungslose und partielle Behandlung der Fügeteile, die gute Integrierbarkeit in Produktionsprozesse sowie die ökologische Unbedenklichkeit. Neuartige Materialkombinationen für tragende Bauteile in der Architektur, so etwa aus Polycarbonat und Glas, haben das besondere Interesse der TU-Forscher geweckt. Mit weiteren Projektpartnern arbeiten sie in einem von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto v. Guericke" geförderten Projekt daran, ein geklebtes Glas-Kunststoff-Hybridelement in Form eines Doppel-T-Trägers zu entwickeln.
In aktuellen Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Nanotechnologie befassen sich die TU-Experten mit der Integration von ein- und mehrwandigen Kohlenstoffnanoröhren (Carbon Nanotubes) in Klebstoffe, um deren Leitfähigkeit und innere Festigkeit zu erhöhen. Die 11. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering wollen die Fügetechniker der TU Dresden nutzen, ihre innovativen Entwicklungen mit dem fachkundigen Publikum zu diskutieren und Interessenten für künftige gemeinsame Projekte zu finden.

Weitere Informationen unter www.iof.mw.tu-dresden.de


Latentwärmespeicher in industriellen Anwendungen

8. Oktober 2008 – Leistungsstarke Wärmespeicher sind eine Schlüsselkomponente, um bislang noch nicht genutzte industrielle Abwärme weiterverwenden zu können. Das spart Energie und trägt dazu bei, Bedarfsschwankungen auszugleichen und damit Komponenten zu entlasten.
Ein Latentwärmespeicher mit Sandwichkonzept und auslegbar innerhalb eines Temperaturbereichs zwischen 120 und 250 Grad Celsius zeichnet sich durch eine dreifach höhere Speicherdichte gegenüber den bisher verwendeten Druckwasserspeichern aus. Dabei werden für bestimmte Temperaturbereiche maßgeschneiderte Salzmischungen als Speichermedien eingesetzt. Das neue BINE-Projektinfo "Latentwärmespeicher liefert Prozessdampf" (09/08) stellt den Speicher und einige der aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte vor.
Die Herstellung von Porenbeton ist sehr energieintensiv, da die Steine in sogenannten Autoklaven gehärtet werden und dafür über mehrere Stunden Sattdampf mit Drücken von 12 bis 15 bar benötigen. Bislang wurden Druckwasserspeicher eingesetzt, bei denen jeder Entladevorgang zum Absinken von Druck und Temperatur führt. Der für diesen Prozess angepasste Latentwärmespeicher mit Sandwich-Elementen aus Graphitplatten zeigt hier Vorteile. Er kann Industrieprozesse exakt mit Dampf im erforderlichen Temperaturniveau versorgen und durch die hohe Wärmeleitfähigkeit des Graphits werden schnelle Lade- und Entladezyklen ermöglicht. Der Speicher vermag, trotz diskontinuierlicher Beladung mit Abwärme, einen konstanten Wärmestrom bereitzustellen. Das Konzept hat sich als Prototyp im Labormaßstab bewährt. Die aktuellen Entwicklungsarbeiten zielen u. a. auf die Entwicklung weiterer Salzmischungen für unterschiedliche Temperaturbereiche und die Reihenschaltung mehrerer Speicher.
Derartige Latentwärmespeicher lassen sich in industriellen Wärmeprozessen und Kältemaschinen sowie zur Stromerzeugung und in solarthermischen Kraftwerken einsetzen. Das BINE-Projektinfo "Latentwärmespeicher liefert Prozessdampf" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - telefonisch unter 0228 - 92379-0 oder im Internet unter

www.bine.info


Präventionskampagne Haut

7. Oktober 2008 – Handschuhe schützen die Haut am besten vor Chemikalien. Optimaler Schutz ist dann gewährleistet, wenn der Handschuh auf die Tätigkeit und die Chemikalien am Arbeitsplatz speziell abgestimmt ist. Schutzhandschuhe sollten zudem häufiger gewechselt werden, als nach Herstellerangaben notwendig empfiehlt die Präventionskampagne Haut.
Im vergangenen Jahr erkrankten 10.305 Menschen an einer beruflich bedingten Hauterkrankung. Mit einem Anteil von 42 Prozent sind diese die häufigste bestätigte Berufskrankheit. Nicht selten werden Hauterkrankungen von Chemikalien ausgelöst, zum Beispiel von Konservierungs- und Desinfektionsmitteln, Kühlschmierstoffen, Reinigungs- oder Lösemitteln. "Schutz vor Chemikalien ist nicht nur ein Thema für das Chemielabor", sagt Dr. Peter Paszkiewicz, Experte am Institut für Arbeitsschutz (BGIA) in Sankt Augustin. "Chemikalien finden sich heute in nahezu allen Berufen wieder - vom Bausektor über das Metall- oder Druckgewerbe bis hin zum Gesundheitswesen. " Viele chemische Substanzen seien aggressiv und schädigten bei Hautkontakt die natürliche Schutzbarriere des Menschen. Krankheitserreger könnten so eindringen und schmerzhafte Entzündungen oder sogar Krebs verursachen.
Entscheidend ist, mit welchen Stoffen der Arbeitnehmer in Berührung kommt. Jede Chemikalie reagiert anders. Material und Beschaffenheit des Handschuhs müssen darauf abgestimmt sein. Bei der Wahl des richtigen Schutzhandschuhs helfe bereits ein Blick auf das Sicherheitsdatenblatt der Chemikalie oder Online-Datenbanken wie Wingis, Gisbau oder Gestis. Aber auch die Präventions-Experten der Berufsgenossenschaft oder der Unfallkasse stehen Arbeitgebern und Beschäftigten beratend zur Seite. Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von 100 gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen unter dem Motto "Deine Haut. Die wichtigsten 2m2 Deines Lebens. Das Ziel der Kampagne lautet: "Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!"

Weitere Informationen unter www.2m2-haut.de


Strukturieren von Glasoberflächen mit Laserstrahlung

6. Oktober 2008 – Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) nutzt Laserstrahlung, um Oberflächen von Glasscheiben zu strukturieren. Dabei können Teilbereiche mattiert beziehungsweise aufwändige Dekors direkt auf die Scheibe gebracht werden. Die Laserbearbeitung bietet im Vergleich zu chemischen Ätzverfahren oder Sandstrahlen Vorteile.
Großflächige Mattierungen auf Flachglas, wie unter anderem in der Architektur verlangt, werden derzeit entweder mit Flusssäure oder durch Bestrahlen mit geeigneten Granulaten hergestellt. Handling, Aufbereitung und Entsorgung der zum Teil umwelt- und gesundheitsschädigenden Stoffe binden erhebliche Ressourcen in der Produktion. Für das Mattieren lokal begrenzter Teilbereiche oder Dekors werden Einwegabdeckfolien eingesetzt, die für den jeweiligen Anwendungsfall speziell hergestellt werden müssen.
Das LZH setzt stattdessen Laserstrahlung ein. Der Laserstrahl wird über einen Scannerspiegel auf die Glasscheibe umgelenkt, wobei die Glasoberfläche lokal begrenzt verdampft. So entstehen Mikrostrukturen auf dem Glas. Je nach Strukturdichte erscheint die Glasoberfläche für das menschliche Auge von teiltransparent bis vollkommen opak. Mithilfe dieses Systems kann mit sehr hohen Geschwindigkeiten jedes beliebige Muster auf der Bauteiloberfläche abgebildet werden, ohne Chemikalien, ohne Granulate und ohne Abdeckfolien. Prinzipiell sind alle Glassorten, also auch ESG, für diesen Prozess geeignet. Gewünschte Dekorelemente können in Form von Bildern oder als Konstruktionszeichnungen von der Scannersoftware verarbeitet und ohne aufwendige Folien direkt auf der Glasoberfläche erzeugt werden.

Weitere Informationen unter www.lzh.de


Grundfüller "Perfectfiller grey" vereinfacht Lackierungen

2. Oktober 2008 – Wie groß oder klein ein Lackierauftrag ist, spielt keine große Rolle – wichtig für eine perfekte Lackierung ist die perfekte Vorbereitung. Und die Produktlinie Perfectfiller von R-M ist eine schnelle, effiziente und VOC-konforme Lösung für den Lackierbetrieb.
Lackierbetriebe entwickeln häufig eine Vorliebe für bestimmte Produkte, besonders für universell einsetzbare Grundfüller, die durch ihre vielseitige Verwendbarkeit zu Lieblingen der Lackierer werden können. Das Team für Forschung und Entwicklung bei R-M hat dies bei der Entwicklung von Perfectfiller bedacht und dafür Sorge getragen, dass dieser Grundfüller nicht nur zuverlässig, sondern auch leicht anzuwenden ist. Mit den neuesten Füllerhärtern von R-M, D70 (kurz) und D 80 (normal), wird er im Standard-Mischungsverhältnis ausgemischt.
Perfectfiller wurde in Mittelgrau formuliert, um für die beliebtesten Farbtöne der Decklacke eine optimale Deckkraft zu ermöglichen. Dank seiner hervorragenden Spritzfähigkeit brauchen nur zwei anstatt der bei normalen Schleiffüllern üblichen drei Spritzgänge, appliziert zu werden. Dadurch lässt sich sowohl Zeit als auch Material einsparen. Wenn zur Abdeckung größerer Schadstellen höhere Schichtdicken benötigt werden, kann das Produkt auch in drei Spritzgängen aufgetragen werden.
Eine weitere Zeiteinsparung wurde dadurch erzielt, dass es bei Durchschliffstellen bis zum blanken Blech nicht mehr nötig ist, vorher einen Wash Primer aufzutragen. Der neue Grundfüller kann direkt auf diese Stellen appliziert werden. Bereiche, die größer sind als diese Durchschliffstellen erfordern natürlich den Auftrag eines Wash Primers, wie etwa das R-M-Produkt Eurofill.
Der neue Füller wurde als Schleiffüller konzipiert und hat nach Angaben des Unternehmens ein sehr gutes Trockenschleifverhalten. Er ermöglicht schnelles und leichtes Schleifen und minimiert das Risiko von Schleifriefen. Dabei sorgt er für eine hervorragende Qualität der schnellen und effizienten Lackierung und verhilft so einem Lackierbetrieb höheren Durchsatz und der Wirtschaftlichkeit.
Unter der Marke R-M vertreibt die BASF ein umfassendes Sortiment an Lacksystemen für die Reparaturlackierung von Fahrzeugen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf ökoeffizienten Wasserbasis- und festkörperreichen High-Solid-Lacken. Mit diesen Systemen lassen sich weltweit alle gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf Lösemittelreduktion erfüllen, ohne auf die Qualitäten konventioneller Materialien, z.B. Erscheinungsbild und Beständigkeit, zu verzichten.

Weitere Informationen unter www.rmpaint.com


Bekaert feiert 15 Jahre diamantartige Beschichtungen

1. Oktober 2008 – Bekaert arbeitet seit 15 Jahren mit Sorevi S.A. zusammen und ermöglichte somit die Entwicklung von diamantartigen Beschichtungen für den Rennmarkt. Durch die Übernahme von Sorevi im Jahr 2001 und das vereinte Technologie-Know-how beider Unternehmen konnte Bekaert sein Produktangebot im Bereich der diamantartigen Beschichtungen erweitern. Jetzt, im Jahr 2008, ist Bekaert als Anbieter von DLC-Beschichtungen für die Renn- und Automobilindustrie aus einer Hand bekannt.
DLC-Beschichtungen wurden speziell für die hohen Anforderungen der Rennindustrie entwickelt. Durch den niedrigeren Reibungskoeffizienten und eine höhere Härte verlängern die Beschichtungen die Lebensdauer von Motorkomponenten. Die Beschichtungen werden mithilfe der plasmaunterstützten chemischen Gasphasenabscheidung (PACVD-Prozess) und der physikalischen Gasphasenabscheidung (PVD-Prozess) aufgetragen. Der vereinte Prozess (PVD/PACVD) wird in einem einzigen Zyklus durchgeführt, der eine hervorragende Haftung der aufgetragenen Folien gewährleistet.
Mithilfe dieser Technologie entwickelte Claude Lory (Sorevi S.A.) im Jahr 1993 die Bekaert Cavidur-Beschichtungen als die ersten diamantartigen Beschichtungen mit einer komplexen Mehrschichtarchitektur. Diese verhindert Risse und ein Ablösen der Beschichtung in Anwendungen, in denen die Oberfläche hohen Belastungen ausgesetzt ist. Diese Eigenschaften ermöglichten die Einführung von Bekaert Cavidur in die Welt der Rennfahrt, in der die Bekaert Cavidur N-Beschichtung die bevorzugte DLC-Beschichtung ist, die auch nach vielen Jahren von vielen Rennserien in aller Welt eingesetzt wird.

Weitere Informationen unter www.bekaert.com


TEM überzeugt mit Regelungssystemen für Laser

30. September 2008 – Die TEM Messtechnik GmbH entwickelte sich unter der Leitung von Thomas Müller-Wirts von einer kleinen 1-Mann-Garagenfirma zu einem florierenden Unternehmen für Messtechnik und Regelungssystemen. Der Laser und seine Anwendungen stehen dabei im Fokus.
Darüber hinaus gehören optoelektronische Mess- und Regelungssysteme sowie Messdatenerfassung und Automatisierung zu den Kernkompetenzen. Viele Kunden, insbesondere aus der Materialbearbeitung, überzeugte bereits das TEM-Prinzip der Laserstabilisierung. So verwendet die Manz Automation AG das System BeamLock bei der Laser-Strukturierung von Dünnschichtsolarzellen, Zeiss vermisst auf diese Weise Oberflächentopologien an Linsen mit Genauigkeiten von unter 0,1 nm und Industriepartner im Bereich der Mikromaterialbearbeitung nutzen das aktive Strahllage-Stabilisieren, um Ultrakurzpuls-Laser zwischen mehreren Strukturierungsanlagen mit höchster Präzision umschalten zu können. Neben dem Laserstrahllage-Stabilisieren gehören unter anderem durchstimmbare Single-Mode-Laser, automatische Glasfaser-Einkoppler und intelligente Scanner zur Synchronisation verschiedener Laserelemente zum Produktportfolio der TEM Messtechnik.
Seit Juli 2008 ist das Unternehmen Partner im PhotonicNet, dem niedersächsischen Kompetenznetz für Optische Technologien. Hier möchte man die vielfältigen Möglichkeiten – Foren, Arbeitskreise und Partnertreffen – nutzen, neue Kontakte zu knüpfen und vom Marketing des Netzwerks profitieren.

Weitere Informationen unter www.tem-messtechnik.de


Neue Serviceleistungen für die Mikroskopie

29. September 2008 – Olympus bietet Anwendern auch nach dem Kauf und der Erstinstallation eines Mikroskops ein umfangreiches Service-Paket. Das Unternehmen sieht sich verpflichtet, die Einsatzbereitschaft der Mikroskope auch langfristig zu gewährleisten.
Im gesamten Bundesgebiet sind daher erfahrene Techniker im Einsatz, die bei den Kunden vor Ort einen kompetenten Service gewährleisten. Das Spektrum reicht dabei von einem einmaligen Serviceeinsatz bis hin zum Full-Service-Wartungsvertrag. Der Anwender eines Mikroskops kann sich das individuell für seine Bedürfnisse zugeschnittene Servicepaket anfordern. Informationen zum gesamten Leistungsspektrum sind über die Olympus Deutschland GmbH, Mikroskopie, in Hamburg erhältlich.

Weitere Informationen unter www.olympus.de


Glasurit feiert Jubiläum

26. September 2008 – Die Marke Glasurit der BASF Coatings feiert Geburtstag: Vor genau 110 Jahren, im Jahre 1898, wurde der Markenname Glasurit eingetragen. Der Name steht für "glasurartig harter Überzug" und kommuniziert damit ein entscheidendes Qualitätsmerkmal der ursprünglich von Max Winkelmann produzierten Lacke.
Begonnen hat die Geschichte der Marke Glasurit eigentlich bereits vor 120 Jahren in Hamburg. Hier gründete der Kaufmann Max Winkelmann 1888 das „Handelsgeschäft mit Lacken und Farben Max Winkelmann“. Schnell begann er mit der Eigenfabrikation der damals völlig neuen Lackfarbe Kristallweiß sowie des Rostschutzmittels Eisenglasurit. Die großen Schnelldampfer und die kaiserliche Yacht wurden damit lackiert. Bereits zehn Jahre später waren die Produkte aus dem Hause Winkelmann so erfolgreich und so zahlreich, dass der Gründer entschied, sie unter einem Markennamen zusammenzuführen: die Geburtsstunde von Glasurit.
Ab 1930 war Glasurit mit 1.000 Beschäftigten die größte Lackfabrik des Kontinents. 1932 folgte der nächste Meilenstein: die Produktion von Kunstharzlacken und Lackemaillen. Die Produkte wurden unter „Glassomax“ vermarktet und die neu entstehenden Fabriken danach benannt. 1938 machte die über 4.000 Quadratmeter große Fabrik Glassomax I den Anfang. 1965 wurde die Max Winkelmann GmbH Tochtergesellschaft der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen. Den Namen BASF Coatings AG erhielt das Unternehmen im Jahre 1997.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Deutsch-polnisches Forschungszentrum gegründet

25. September 2008 – Gemeinsam die Zukunft zu gestalten ist das erklärte Ziel der deutschen und polnischen Ingenieure und Wissenschaftler, die künftig im Fraunhofer Project Center for Laser Integrated Manufacturing zusammen arbeiten. Am 24. September 2008 wurde das Forschungszentrum in Wroclaw (Breslau) eröffnet.
Prof. Eckhard Beyer, der Leiter des IWS, erklärt: "Die Fraunhofer-Ingenieure haben viel Erfahrung in der Laserentwicklung, die Wissenschaftler von der TU Wroclaw sind Spezialisten für Verfahrenstechnik und Produktion. Gemeinsam können sie in neue Technologiebereiche vordringen: Für die Entwicklung innovativer Prototyping-Techniken beispielsweise sind beide Kompetenzen notwendig."
Das Prinzip des Rapid-Prototyping ist einfach: Ein am Rechner erstellter Entwurf wird in eine dreidimensionale Form umgesetzt. Punkt für Punkt und Schicht für Schicht baut ein Laserstrahl diese Form auf. Seine Energie lässt Metallkörnchen verschmelzen, Kunststoffe aushärten oder Keramiken sintern. Am Ende kommt der fertige Prototyp aus Metall, Kunststoff oder Keramik aus der Maschine heraus. Die große Herausforderung beim Rapid Prototyping besteht darin, die gewünschten Formen noch schneller und in genau der Qualität und mit den physikalischen Eigenschaften herzustellen, die der Kunde wünscht", weiß Beyer.
In dem neuen Fraunhofer Project Center wollen die deutschen und die polnischen Forscher ihr Know-how bündeln, um Rapid-Prototyping-Technologien weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Eine ganze Reihe gemeinsamer Projekte sind bereits geplant. So soll beispielsweise Rapid Prototyping zum Rapid Manufacturing erweitert werden. Das Ziel ist die individuelle Einzelproduktion durch generierende Verfahren.

Weitere Informationen unter www.iws.fraunhofer.de


Dürr und EDAG gründen Vertriebs-Joint-Venture

24. September 2008 – Die Dürr Systems GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Dürr AG, und die EDAG GmbH & Co. KGaA haben den Gründungsvertrag für das Gemeinschaftsunternehmen Dürr EDAG Aircraft Systems GmbH unterzeichnet. Das Joint Venture, an dem Dürr und EDAG mit jeweils 50 Prozent beteiligt sind, soll die Vermarktung des gemeinsamen Produkt- und Leistungsangebots für die Flugzeugindustrie forcieren. Die kartellrechtliche Genehmigung wird beantragt.
Mit dem Gemeinschaftsunternehmen orientieren sich Dürr und EDAG an den Bedürfnissen ihrer Kunden aus der Flugzeugindustrie. Vor allem die großen Anbieter in der Branche suchen verstärkt die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Systempartnern, die in der Lage sind, auch größere Auftragspakete verlässlich abzuwickeln. Außerdem übernimmt die Flugzeugindustrie zunehmend Fertigungsmethoden aus der Automobilindustrie, dem Kerngeschäft von Dürr und EDAG.
Mit Blick auf diese strukturellen Veränderungen und das Marktwachstum in der Flugzeugproduktion wollen Dürr und EDAG ihr Aircraft-Geschäft weiter ausbauen. Im Zuge der Einführung neuer Flugzeugmodelle planen verschiedene Anbieter zurzeit umfangreiche Investitionen in Produktionstechnik. Zum Beispiel bereitet Airbus den Produktionsstart für das Großraumflugzeug A350 vor. Dabei erhielten Dürr und EDAG Anfang August von Airbus einen Auftrag für die Detailplanung der Rumpfmontagelinie.

Weitere Informationen unter www.durr.de


Spezialbeschichtungen für Schiffbau und Offshore-Anlagen

23. September – Mit vier Themenbereichen präsentiert sich Relius Coatings vom 23. bis 26. September auf der Shipbuilding, Machinery and Marine Technology (SMM) in den Messehallen Hamburg.
Für Schutz und Gestaltung von Oberflächen im Innenbereich bietet Relius ein Vollsortiment von umweltfreundlichen, wasserbasierten Produkten. Die zweikomponentige, schnell trocknende Spezialgrundierung 2K-EP-Hydrogrund auf Epoxidharzbasis verfügt über hervorragende Korrosionsschutzeigenschaften. Der abgestimmte Decklack 2K-PUR-Hydro-Decklack überzeugt mit seiner hoch glänzenden Oberfläche und einer exzellenten UV- und Wetterbeständigkeit.
Beide Produkte sind schwer entflammbar gemäß IMO-Resolution FTPC Teil 5 und von der U.S. Coastguard geprüft und zugelassen. Für den Außenbereich gibt es je nach Anwendung dünn- oder dickschichtige 2K-Spachtel sowie eigens entwickelte, extrem widerstandsfähige Spezialbeschichtungen für Helikopter-Landeplätze.

Weitere Informationen unter www.relius.de


Europäisches Email-Qualitätshandbuch

22. September 2008 – In dritter Auflage ist jetzt das Handbuch "Qualitätsanforderungen" mit vielen Änderungen und Ergänzungen erschienen. Darin werden auf über 130 Seiten sowohl Qualitätsanforderungen als auch Prüfvorschriften für emaillierte Gegenstände festgelegt und erläutert.
Es sind aktuell 27 Produktgruppen von Emailerzeugnissen erfasst. Die Palette reicht von den klassischen Emailanwendungen in Bad und Küche über Kreide- und Weißtafeln bis zu technischen Emaillierungen. Die insgesamt 49 definierten Prüfvorschriften beginnen bei der Herstellung von Proben und enden mit der Bestimmung der Beständigkeit gegen klimatische Angriffe wie Witterung und UV-Beständigkeit. Sofern in einem Bereich EN-, ISO- oder DIN-Vorschriften existieren, werden diese als Basis genommen. Anderenfalls oder zur Erläuterung einzelner Normen sind in einem abschließenden Kapitel Branchen-Spezifikationen aufgeführt.
Das Handbuch "Qualitätsanforderungen" ist eine Gemeinschaftsinitiative der Emailverbände aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Österreich, die sich 2001 im EEA-European Enamel Authority e.V. zusammen gefunden haben, um den Qualitätsgedanken in der europäischen Emailindustrie zu unterstützen. Der Vertrieb des Handbuches "Qualitätsanforderungen" erfolgt exklusiv über das IBE-Informations- und Bildungszentrum Email e.V. Der Preis beträgt 120 € zzgl. MwSt. und Versandkosten). Ab sofort ist die neue Ausgabe in englischer Sprache verfügbar. Die deutsche Sprachversion erscheint zum Jahresanfang 2009. Sowohl die englische als auch die deutsche Fassung sind in einer gedruckten Form oder als CD-ROM erhältlich.

Informations- und Bildungszentrum Email e. V.
An dem Heerwege 10, 58093 Hagen
Telefon: 02331/788651, Fax: 02331/22662
E-Mail: ibe@emailverband.de
www.emailverband.de


Neue Materialien für Turbinenwerkstoffe der Zukunft

19. September 2008 – Turbinen für Kraftwerke und Flugtriebwerke werden für immer höhere Wirkungsgrade ausgelegt. Die Werkstoffe müssen auch unter extremen Hitzebeanspruchungen absolut sicher und zuverlässig sein. Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung forscht daran.
Die BAM untersucht Turbinenschaufelwerkstoffe aus Titanaluminid. Bisher wurden Turbinenschaufeln aus Nickellegierungen mit einem relativ hohen spezifischen Gewicht hergestellt. Triebwerke für Flugzeuge sollen leicht sein und bei hohen Temperaturen eine ausreichende Festigkeit behalten. Werkstoffe aus Titan und Aluminium (Titanaluminid) erfüllen diese Anforderung.
In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsvorhaben prüft die BAM die Werkstoffeigenschaften von Turbinenschaufeln aus Titanaluminid. Die Werkstoffe werden einer Kombination von thermischer Beanspruchung mit mechanischen Dehnungen ausgesetzt. Das Werkstoffverhalten muss unter komplexen Belastungen charakterisiert werden, damit der Konstrukteur Bauteile rechnerisch auslegen kann. Ziel des Vorhabens ist es, Turbinenschaufeln aus Titanaluminid in der Praxis sicher und zuverlässig einsetzen zu können.
Gasturbinenkraftwerke werden mit hohen Gastemperaturen betrieben. Stark belasteteTurbinenschaufeln werden von innen gekühlt und sind von außen mit einem Wärmedämmschichtsystem versehen. Die BAM entwickelt und untersucht Aluminiumoxidschichten zum Schutz von Nickelbasislegierungen gegen Oxidation und Korrosion bei hohen Temperaturen. Die DFG fördert die Untersuchungen mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Ziel ist es, gute Beschichtungsprozesse zu realisieren und künftig die vorhandenen Systeme zu ergänzen und neue Anwendungen zu erschließen.

Weitere Informationen unter www.bam.de


Löhnberger Abwassertage 2008

18. September 2008 – Am 5. und 6. November 2008 finden im Hotel Lahnschleife in 35781 Weilburg an der Lahn die Löhnberger Abwassertage 2008, ein Fachsymposium mit Plakatausstellung für Wasser-, Abwasser-, Entsorgungs- und Umwelttechnik statt. Hochkarätige Referenten stellen in Vorträgen aktuelle technische Trends, moderne Verfahren und praxisnahe Lösungen im Bereich der Wasser- und Abwassertechnik vor.
Außerdem bieten die Aussteller für Fachbesucher Präsentationen im Rahmen eines Ausstellerforums an. Auf einer Fachbuch- und Fachzeitschriftenausstellung haben die Fachbesucher die Möglichkeit sich über Literatur und Software zu den Themen Wasser, Abwasser, Entsorgung und Umweltschutz zu informieren. Diese Schulungs- und Weiterbildungsveranstaltung für Abwasserbeauftragte, Mitarbeiter, Planer und Betreiber von Wasser- und Abwasseranlagen richtet sich sowohl an Industrie, Gewerbe und Handwerk als auch an kleinere und größere Betriebe sowie das interessierte Fachpublikum aus dem In- und Ausland.
Besucher und Unternehmen, die sich für die Plakatausstellung oder die Schulungs- und Weiterbildungsveranstaltung interessieren und weitere Informationen wünschen werden gebeten, sich mit der Arbeitsgemeinschaft Abwasserzentrum Löhnberg, Postfach 1101, 35790 Löhnberg, Tel./Fax +49 6477 911278 oder unter wernerhummloe@aol.com in Verbindung zu setzen.

Weitere Informationen unter www.loehnberger-abwassertage.de


Neues Verfahren für leichtere Karosserien

17. September 2008 – Seit der Klimawandel und steigende Spritpreise für heftige Diskussionen sorgen, setzt die Automobilindustrie stärker auf leichtere Autos. Die schonen zwar Geldbeutel und Klima gleichermaßen, sind aber leichter angekündigt als verwirklicht. Schließlich will der Käufer auf gewichtige Kleinigkeiten wie elektrische Fensterheber und Airbag kaum verzichten, und an schweren Teilen wie dem Motor lässt sich nur unwesentlich Gewicht sparen.
Bleibt die Karosserie, die bei einem durchschnittlichen Auto immerhin 30 Prozent des Gesamtgewichts ausmacht. Rund die Hälfte davon wiederum stammt von den tragenden Teilen, die mit den Magnesium-Bauteilen deutlich leichter konstruiert werden können. Walter Reimers vom Institut für Werkstoffwissenschaften und -technologien der TU Berlin forscht dazu.
Magnesium hat für Leichtbauweisen nahezu das Idealgewicht: Wiegt ein Stahlwürfel mit jeweils zehn Zentimeter Länge, Breite und Höhe noch 8,6 Kilogramm, bringt ein Aluminium-Würfel der gleichen Dimension 2,7 Kilogramm auf die Waage, während ein genauso großer Magnesiumblock nur noch 1,8 Kilogramm wiegt. Da jedes reduzierte Kilogramm Fahrzeuggewicht Sprit spart, sollten Auto-Hersteller eigentlich möglichst viel Stahl durch Aluminium oder noch besser durch Magnesium ersetzen.
Tatsächlich gibt es bereits seit 1993 Autos mit Aluminium-Karosserien. Von tragenden Teilen aus Magnesium im Auto ist jedoch bisher aus einem naheliegenden Grund kaum etwas bekannt: Korrosion setzt üblichen Legierungen aus 96 Prozent Magnesium, drei Prozent Aluminium und einem Prozent Zink sehr rasch zu. Obendrein gibt es für solche Legierungen keine in der Praxis erprobten Verfahren, mit denen einzelne Teile zu einer Karosserie zusammengeschweißt werden können.
Beide Probleme will Walter Reimers mit einer Art Schutzhülle für das Magnesium lösen. Um einen Block aus der Magnesium-Legierung legt er einfach eine Aluminium-Folie, die ein bis zwölf Millimeter dick ist. Dieses Material bringen die Wissenschaftler dann mit einer Strangpresse genannten Maschine in die Formen, die Automobilbauer für die tragenden Teile der Karosserie brauchen. An einem Ende der Maschine wird der zum Beispiel zehn Zentimeter dicke Magnesium-Block mit seiner Aluminiumhülle eingeführt und bei einer Temperatur von rund 330 Grad Celsius mit einigem Druck durch eine Matrize gepresst, die dem Material seine endgültige Form gibt. Am anderen Ende der Matrize kommt dann zum Beispiel ein ein Zentimeter oder auch nur zwei Millimeter dicker Strang im benötigten T-, runden oder eckigen Profil heraus.

Weitere Informationen unter www.tu-berlin.de


Oberflächenmessung in der Mikro-Medizintechnik

16. September 2008 – Stents und medizinische Katheterballons werden eingesetzt, um Herzkranzgefäße zu weiten und zu stabilisieren. Diese Instrumente bestehen aus kleinsten Bauteilen, über deren Qualität und korrekte Funktionsweise kein Zweifel existieren darf. Die Lösung für die besonderen Anforderungen der Medizintechnik bieten die 2D- und 3D-Oberflächenmessungen von Fries Research & Technology (FRT). Mit deren Multisensor-Geräten lassen sich präzise Aussagen über Rauheit, Kontur, Topographie und Schichtdicke der einzelnen Bauteile gewinnen. <
An die Implantate aus Metall oder Kunststoff werden unterschiedliche Messanforderungen gestellt – sowohl während der Entwicklung als auch der Produktion. Das Problem löst FRT mit metrologischen Multisensor-Oberflächenmessgeräten, die je nach Kundenanforderung unterschiedliche Messverfahren in einem Gerät vereinen. Zum Einsatz kommen unter anderem chromatische Weißlichtsensoren, interferometrische Verfahren mit Mikrometerauflösungen bis hin zur Rasterkraftmikroskopie mit Auflösungen im Nanometerbereich. Bedient wird die Technik über eine universelle Mess- und Auswertesoftware.
Für die speziellen Anforderungen der Medizintechnik hat FRT individuelle Lösungen, wie zum Beispiel einen besonderen Probenhalter für die Untersuchung von Stents entwickelt. Dabei werden die Stents ganz präzise und ohne die Gefahr eines Verrutschens um die eigene Längsachse gedreht und inspiziert. Messpositionen können so sehr einfach angefahren und wieder gefunden werden. Auch bei mit Medikamenten beschichteten Stents oder sich selbstauflösenden (bioresorbierbaren) Stents geben die MicroProf-Geräte Aufschluss über die Beschichtungsqualität oder mechanische Eigenschaften der Gitterstrukturen.
Die Messtechnik eignet sich je nach Ausstattung für die Messung von Stufenhöhen von Beschichtungen auf Blutzucker-Teststreifen oder Konturmessungen von Blutpumpen. Zu den Einsatzgebieten zählen unter anderem auch die Geometriemessung von Intraokularlinsen oder Rauheit von künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Um ein bestmögliches Einwachsen der natürlichen Knochenzellen mit den Hüft- und Knieendoprothesen zu gewährleisten, müssen deren Keramikoberflächen mit Mikrostrukturen versehen werden, deren Breiten und Tiefen zwischen zehn und 300 Mikrometer liegen.

Weitere Informationen unter www.frt-gmbh.com


Farbtrend-Update der BASF Coatings: Vive l’évolution

15. September 2008 – Pünktlich zur Eröffnung ihres Color Design Studio Europe erneuern die BASF Coatings-Designer Eva Höfli, Mark Gutjahr und Katja Pauli ihre Farbtrendprognose für die europäische Automobilwelt. Noch immer erkennen sie das gestiegene Umweltbewusstsein in der Bevölkerung als den gesellschaftlichen Meta-Trend mit Einfluss auf die Farbtrends der Autos an. Gleichzeitig stellen sie jedoch klar: "In Europa wird sich der Wandel eher sanft vollziehen. Evolution statt Revolution ist das Gebot der Stunde."
Denn neben dem Streben nach ökologisch verantwortungsbewusstem Handeln sehen sie einen weiteren Trend: Während es für einen Teil der Bevölkerung gar nicht hochwertig und nachhaltig genug sein kann, bestimmen für einen anderen Teil allein materielle Zwänge das Leben. "Geiz ist nicht mehr das Gebot der Stunde, aber Wirtschaftlichkeit und Konsequenz im Handeln sind teilweise überlebenswichtig", bringt es Mark Gutjahr auf den Punkt.
Auch die Automobilindustrie greift beide Trends auf: Neben emissionsfreien, aber noch sehr kostspieligen Elektroautos drängen vor allem in Osteuropa und Asien preiswerte Autos für eine neue Käuferschicht mit Macht auf den Markt. Gemeinsamer Ansatz beider Entwicklungen ist, dass sie den Wandel im Bestehenden suchen. So verhält es sich auch mit der Farbgebung zukünftiger Automobillacke. "Die Zeiten, in denen nur das als modern und gut galt, was gänzlich neu entwickelt wurde, sind vorbei", beschreibt Eva Höfli das Ergebnis der Trendrecherche. Noch immer seien Silber und Schwarz die absoluten Spitzenreiter unter den Farbtönen bei PKW-Neuzulassungen in Europa – und daran werde sich auch in naher Zukunft nichts verändern. Blau, Rot und Weiß folgen mit einigem Abstand. Die Trendexperten erkennen bereits heute, dass sich beide Entwicklungen – Öko-Boom und Sparzwang – auf ihre spezielle Weise in der automobilen Farbwelt widerspiegeln werden.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Ausbildungsrekord im Hause Sturm

12. September 2008 – In sechs Ausbildungsberufen sind insgesamt zum 1. September 43 neue Ausbildungsstellen vergeben worden – das ist Rekord. Zehn Auszubildende sind im kaufmännischen Bereich als Bürokaufleute und Industriekaufleute neu eingestellt worden. 33 Jugendliche beginnen ihre Ausbildung in den Berufen Feinwerkmechaniker, Mechatroniker, Elektroniker und Technischer Zeichner.
Hierunter sind auch fünf Mädchen, die technische Berufe ergreifen. Von den vier neu eingestellten Azubis zum Technischen Zeichner sind auch zwei weibliche Auszubildende dabei. Seit dem 1. September 2008 steigt damit die Zahl der Auszubildenden auf 102 bei der Sturm-Gruppe. 77 junge Leute erlernen eine technischen Beruf und 25 einen kaufmännischen Beruf. Ausbildung und Qualifikation nimmt in der Sturm-Gruppe einen wichtigen Platz ein. Ziel ist auch jedem Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss einen Arbeitsplatz zu bieten.

Weitere Informationen unter www.sturm-gmbh.de


BASF Coatings-Standort in Russland zertifiziert

11. September 2008 - Der neue, wichtige Knotenpunkt im weltweiten Produktions-Netzwerk der BASF Coatings, der Standort in Pavlovskij Posad in Russland, hat seinen Qualitätsanspruch jetzt auch Schwarz auf Weiß bestätigt. Das Werk erfüllt in jeder Hinsicht die hohen Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie an ihre Zulieferer bezüglich Produkte und Prozesse. Das stellten die neutralen Auditoren jetzt bei einer mehrtägigen intensiven Prüfung fest. Das Werk Pavlovskij Posad bestand damit das DQS Audit zur Konformitätsprüfung der Automobil-Norm TS 1694949. In diesem Verfahren wurde zudem die Zertifizierung nach ISO 9001:2000 erfolgreich abgeschlossen.
Die BASF Coatings ist das einzige international agierende Lackunternehmen mit eigener Produktion in Russland. Das Werk in Pavlovskij Posad kann die in Russland aktiven Automobilhersteller orts- und damit zeitnah mit bester Qualität, wie jetzt von den Auditoren bestätigt, optimal zu versorgen. "Dies ist ohne Frage ein weiterer wichtiger Schritt für die Qualifikation des Werks", sagt Dr. Andreas Kunze, Leiter des Qualitätsmanagements der BASF Coatings und ihres Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa.
Nach der Eröffnung des neuen Werks und der Lieferung der ersten Chargen Basislack an den Automobilhersteller AvtoVAZ, ist die Zertifizierung für die BASF Coatings ein weiterer Meilenstein bei der systematischen Bearbeitung des Wachstumsmarktes Russland.
Am neuen Standort in Pavlovskij Posad produziert die BASF Coatings jährlich rund 6.000 Tonnen Basis- und Klarlack. Im Zuge wachsender Nachfrage ist die Anlage zudem auf eine Produktionsmenge von über 20.000 Tonnen erweiterbar. Zugleich bietet er den Kunden ortsnah Unterstützung auch bei Anwendungstechnik und Laborleistungen. Die BASF Coatings ist nun der erste international tätige Lackhersteller, der mit einer eigenen Produktionsanlage in Russland die Kunden ortsnah beliefern kann. Bis zu 50 Mitarbeiter werden in Pavlovskij Posad in der Produktion, dem Qualitäts-Prüflabor, dem Lager, der Werkstatt und der Verwaltung arbeiten.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


rap.ID startet neue Microsite www.Particle-Explorer.de

10. September 2008 – rap.ID stellt die neue Microsite zu seinem modular aufgebauten System Particle Explorer ins World Wide Web. Die Seite des weltweit führenden Spezialisten in der zuverlässigen Isolierung und Identifizierung von Mikrometerpartikeln aus industriellen Prozessumgebungen und Produkten informiert multimedial über die einzelnen Schritte der Partikelanalyse.
Die Möglichkeiten der etablierten Technologie werden detailliert am praktischen Beispiel erläutert. Unter der Adresse www.particle-explorer.de werden Anwendern und Interessenten des Particle Explorer für unterschiedliche Anwendungen maßgeschneiderte Lösungen vorgestellt. Videos veranschaulichen die Handhabung des Geräts. Darüber hinaus werden Online-Seminare und Schulungen angeboten.
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Particle Explorer für die Analyse von Partikeln in verschiedenen Industriezweigen. Die Particle Explorer-Systeme erkennen zuverlässig Größe, Anzahl und Form sowie die chemische Zusammensetzung von Partikeln ab 500 nm. In mehreren Ausbaustufen und mittels vielfältiger Optionen lässt sich die voll automatisierte Identifikationsplattform individuell anpassen. So erhält der Nutzer auf die persönlichen Bedingungen abgestimmte Lösungen, etwa für die Kontaminationskontrolle bei der Bauteilsauberkeit, bei der Herstellung von Arzneimitteln (insbes. Parenteralia oder Respiratoria) oder bei Implantaten.

Weitere Informationen unter www.rap-ID.com


Rofin eröffnet neue Vertriebs- und Serviceniederlassung in der Schweiz

9. September – Die auf industrielle Lasertechnologie spezialisierte Rofin-Gruppe hat in der Schweiz eine neue Niederlassung eröffnet. Seit Juli dieses Jahres übernimmt die Rofin-Baasel Swiss AG am Standort Biel den Vertrieb und Service für Laserprodukte in der Schweiz sowie dem Fürstentum Liechtenstein.
Der Standort Biel, einem der Zentren der Präzisionsindustrie, Mikromechanik und Uhrenindustrie, ermöglicht eine hohe Kundennähe und eine schnelle Reaktion auf lokale Marktanforderungen. Mit René Pamer und Joachim Vogt stehen kompetente Ansprechpartner mit langjähriger Erfahrung im Bereich der industriellen Lasertechnologie den Kunden zur Verfügung.
Die Rofin-Gruppe entwickelt und produziert seit mehr als 30 Jahren Laser für die industrielle Materialbearbeitung und zählt in diesem Bereich zu den Technologie- und Marktführern. Mit einer Vielzahl an Laserstrahlquellen und –systemen aus den Unternehmensbereichen Macro, Micro und Marking stehen Lösungen für nahezu jede Anwendung zur Verfügung.
Im Bereich Laser Micro entwickelt ROFIN Systeme für die Bearbeitung von Klein- und Kleinstteilen bis in den Mikrometer-Bereich. Ob Schneiden, Schweißen, Bohren oder Abtragen - die Bearbeitung der Werkstücke erfolgt mit höchster Präzision und minimaler Wärmeeinwirkung auch bei härtesten Werkstoffen. In Einsatzbereichen, wo eine dauerhafte, fälschungssichere Information schnell und mit wechselndem Inhalt auf ein Bauteil oder einen Gegenstand übertragen werden muss, stehen den Kunden Laserbeschriftungslösungen aus dem Bereich Laser Marking zur Verfügung. Hochleistungslaser zum Schweißen, Schneiden oder für die Oberflächenbearbeitung von ROFIN Laser Macro komplettieren die Produktpalette.

Weitere Informationen unter www.rofin-baasel.ch


Enthone übernimmt Ormecon GmbH

8. September 2008 – Enthone Inc., ein Tochterunternehmen von Cookson Electronics, hat heute die Übernahme der Ormecon GmbH mit Sitz in Ammersbek, Deutschland, bekannt gegeben. Mit der Übernahme stärkt Enthone sein marktführendes Produktportfolio von Endschichten für Leiterplatten (PWB) und unterstützt den Plan des Unternehmens, neue Technologien zur Beschichtung von Oberflächen für die unterschiedlichsten elektronischen, funktionellen und dekorativen Metallanwendungen anzubieten.
Ormecon GmbH ist ein wachsendes Technologie-Unternehmen, das sich besonders auf Endschichten für Leiterplatten spezialisiert hat. Dank seinem Tauchverzinnungsbad ORMECON CSN, hat das Unternehmen seine Präsenz auf dem Markt zunehmend ausgeweitet. Durch die intensive Entwicklung von leitfähigen Polymeren und Nanodispersionen ist Ormecon in der Lage, Produkte für Photovoltaik/Solarzellen, OLEDs und Elektrolumineszenz- (EL) Anwendungen sowie leitfähige Polymere für die Automobilindustrie, EMI-Abschirmungen und Indiumzinnoxid- (ITO) Ersatzstoffe anzubieten. Darüber hinaus hat Ormecon wesentliche Fortschritte bei der Entwicklung neuer Stoffe für die Anwendung im Bereich Korrosionsschutz, Polymerelektronik, organische lichtemittierende Dioden sowie antistatische Beschichtungen erzielt.
Huub van Dun, Präsident von Enthone sagte: "Sowohl Enthone als auch Ormecon sind weltweit führende Anbieter im Bereich Endschichten für Leiterplatten. Die Übernahme ist deshalb ein strategisch ausgezeichneter Schritt. Die Verbindung von Ormecon und Enthone ermöglicht es Enthone, seine führende Marktposition als wichtigster Anbieter von PWB-Endschichten zu stärken und auszuweiten; gleichzeitig kann Enthone dadurch neue Technologien für bestehende, aber auch für neue Märkte entwickeln."

Weitere Informationen unter www.cooksonelectronics.com


Kunststoffe mit Bio-Feeling

5. September 2008 – Die Angaben schwanken; aber zwischen fünf und zehn Prozent des Produktionsvolumens der chemischen Industrie basieren bereits auf nachwachsenden Rohstoffen, und das Interesse ist groß, den Anteil signifikant zu erhöhen – wegen der endlichen Ölvorkommen und aus Gründen des Klimaschutzes. Welche Möglichkeiten sich hier für die Kunststoffproduktion bieten, will die Tagung "Bio&Polymers", die vom 28. bis 30. September 2008 in Aachen stattfindet, aufzeigen. Die von der Fachgruppe Makromolekulare Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisierte Tagung geht darüber hinaus auf von der Natur inspirierte oder biofunktionale Polymere ein und behandelt Polymere für die Biomedizin.
Weltweit werden jährlich etwa 240 Millionen Tonnen Kunststoffe aus Erdöl hergestellt. Was passiert, wenn die bislang bekannten Erdölvorkommen in 35 bis 40 Jahren erschöpft sind? Wie Dr. Stefan Marcinowski, Vorstandsmitglied der BASF SE, im ersten Plenarvortrag der Aachener Tagung erläutert, hält man in Ludwigshafen für bestimmte aus Biomasse gewonnene Polymere ein großes Wachstumspotenzial für wahrscheinlich. Ökobilanzen, die von der Pflanzung über die Düngung, Ernte und Umwandlung des biobasierten Rohstoffs in ein marktfähiges Produkt bis zu dessen Entsorgung alle Auswirkungen berücksichtigen, sollen bei der Entscheidung für gangbare Produktionswege helfen. Die Möglichkeiten reichen von einstufigen Synthesen von Polyestern in Bakterien (beispielsweise Polyhydroxy-Alkanoate) über die enzymatische Produktion von Monomeren (beispielsweise Milchsäure oder Bernsteinsäure) bis zur Umwandlung von pflanzlichen Ölen in Monomere (beispielsweise Sebacinsäure). Die daraus resultierenden Polymere (beispielsweise Polyester, Polyamide oder Polyurethane) stehen in Konkurrenz zu den bewährten Produkten. Von Fall zu Fall muss also sorgfältig erwogen werden, ob der biobasierte Kunststoff ökonomisch und ökologisch Sinn macht.

Weitere Informationen unter www.gdch.de


BASF Coatings eröffnet Design Studio

4. September – Die BASF Coatings eröffnet in unmittelbarer Nähe des Hauptquartiers und Standortes in Münster das erste Color Design Studio der Lackindustrie in Europa. Auf insgesamt rund 300 Quadratmetern der umgebauten ehemaligen "Villa Kaven", darunter 180 Quadratmeter Präsentationsfläche, finden die Designer der BASF Coatings ideale Arbeitsbedingungen vor. Kunden und Interessenten aus der weltweiten Automobilindustrie erhalten in repräsentativen Räumlichkeiten Informationen zu den aktuellen Farbtrends der Automobilindustrie und bekommen Lösungen für die Lackierung ihrer jeweiligen Fahrzeugmodelle.
Für Juan Ximénez Carrillo-Gerber, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa, steht fest: "Das neue Zentrum wird unsere gute Position im globalen Wettbewerb nachhaltig fördern. Wir bauen mit diesem Kompetenzzentrum unsere führende Position im Design weiter aus."
Bislang arbeitete das Design-Team der BASF Coatings, das jedes Jahr rund 20 neue Farben für die Automobilindustrie entwickelt und dessen jährliche Trendprognosen viel beachtet werden, in einem Design-Studio mitten im Werk. Das waren gute Arbeitsbedingungen, bei den viele Farben entstanden, die heute weltweit zu sehen sind — aber die Anforderungen von Designern und Kunden stiegen kontinuierlich. "Mit dem neuen Kompetenzzentrum, mitten im Grünen gelegen und doch nah am Puls des Werks Münster tragen wir dem Bedürfnis unserer Kunden nach professionellem Design Rechnung und können Ihnen zukünftig noch besser helfen", sagt Ximénez Carrillo-Gerber.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Neue Leitung der BAM-Abteilung Materialschutz und Oberflächentechnik

3. September – Mit Wirkung vom 1. April 2008 wurde Herrn Prof. Dr.–Ing. Guido Grundmeier die kommissarische Leitung der Abteilung VI Materialschutz und Oberflächentechnik übertragen. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung der Universität Paderborn und der BAM mit dem Ziel einer fachlichen Kooperation.
Prof. Dr.–Ing. Grundmeier studierte Chemie an der Universität Dortmund und ging dann zum Max–Planck–Institut für Eisenforschung in Düsseldorf. 1997 promovierte er an der Universität Erlangen. Nach einem Forschungsaufenthalt in den Bell Laboratories in Murray Hill (USA) baute er bei Thyssen Krupp Stahl AG eine Abteilung für Grenzflächen– und Elektrochemie auf. Am Max–Planck–Institut für Eisenforschung etablierte er in der Abteilung für Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik eine Arbeitsgruppe für Adhäsion und dünne Schichten. Im Juli 2006 habilitierte Dr. Grundmeier auf dem Gebiet der Materialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Im Dezember 2006 erhielt er die Professur für Technische und Makromolekulare Chemie an der Universität Paderborn.
In der Abteilung VI Materialschutz und Oberflächentechnik wird an der Funktionssicherheit technischer Produkte und Anlagen gearbeitet. Eine Zielstellung ist z. B. die Sicherheit von Bauteilen und Anlagen durch Untersuchungen zur Schadensprävention und Schadensaufklärung.

Weitere Informationen unter www.bam.de


Innovative Nano-Ideen gesucht

2. September 2008 - Nanotechnologie ist eines der zukunftsweisenden Technologie- und Forschungsfelder des 21. Jahrhunderts. Die internationale Konferenz "Nanofair 2009" bringt am 26. und 27. Mai in Dresden zum 7. Mal Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zum interdisziplinären Austausch zusammen.
Vortragsvorschläge für die Konferenz, die unter dem Motto "New Ideas for Industry" steht, können bis zum 31. Oktober unter www.nanofair.com eingereicht werden. Thematisch sollen die Vorträge Innovationen in einem der fünf Kongress-Schwerpunkte vorstellen: Elektronik, Material und Oberflächen, Life Sciences, Energie oder Optik. Vorträge aus den Branchen Automobilbau, Chemie, Pharma, Elektronik, Textilien und Energie werden besonders gewünscht. Begeleitet wird die vom VDI Wissensforum veranstaltete Konferenz von einer Fachausstellung. Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die Konferenzsprache Englisch.
Partner der "Nanofair" sind das VDI-Kompetenzfeld Nanotechnik, das Amt für Wirtschaftsförderung Dresden, das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum "Ultradünne funktionale Schichten", Nanomat Karlsruhe, Fraunhofer IWS Dresden sowie das Forschungszentrum Karlsruhe. Anmeldung, Call for Papers und Programm unter www.nanofair.com


Innovative Nano-Ideen gesucht

2. September 2008 - Nanotechnologie ist eines der zukunftsweisenden Technologie- und Forschungsfelder des 21. Jahrhunderts. Die internationale Konferenz "Nanofair 2009" bringt am 26. und 27. Mai in Dresden zum 7. Mal Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zum interdisziplinären Austausch zusammen.
Vortragsvorschläge für die Konferenz, die unter dem Motto "New Ideas for Industry" steht, können bis zum 31. Oktober unter www.nanofair.com eingereicht werden. Thematisch sollen die Vorträge Innovationen in einem der fünf Kongress-Schwerpunkte vorstellen: Elektronik, Material und Oberflächen, Life Sciences, Energie oder Optik. Vorträge aus den Branchen Automobilbau, Chemie, Pharma, Elektronik, Textilien und Energie werden besonders gewünscht. Begeleitet wird die vom VDI Wissensforum veranstaltete Konferenz von einer Fachausstellung. Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die Konferenzsprache Englisch.
Partner der "Nanofair" sind das VDI-Kompetenzfeld Nanotechnik, das Amt für Wirtschaftsförderung Dresden, das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum "Ultradünne funktionale Schichten", Nanomat Karlsruhe, Fraunhofer IWS Dresden sowie das Forschungszentrum Karlsruhe. Anmeldung, Call for Papers und Programm unter www.nanofair.com


Rennstrecke für schnelle Elektronen in Halbleiterstrukturen

1. September 2008 - Um die elektrischen Einheiten, wie Spannung, Widerstand und Stromstärke, mit höchster Präzision zu „machen“, werden heutzutage Quanteneffekte in speziellen Nano-Schaltungen eingesetzt. Ein wichtiges Ausgangsmaterial dafür sind extrem reine Halbleiterschichten, in denen sich sehr mobile Elektronen nahezu unbehindert bewegen können, ohne mit Fremdatomen zusammenzustoßen. Um für zukünftige Entwicklungen im Bereich der elektrischen Quantenmetrologie gerüstet zu sein, hat die PTB eine neue Molekularstrahlepitaxie-Anlage in Betrieb genommen, die für die Herstellung von Halbleiterschichten optimiert ist, die noch reiner sind als die bisherigen.
Schon in den ersten Testschichten wurden extrem schnelle Elektronen beobachtet, mit einer Beweglichkeit, die mehr als fünfmal so hoch ist wie bisher. Die PTB baut damit ihre führende Stellung in der elektrischen Quantenmetrologie mit Halbleiterstrukturen aus.

Halbleiter sind der Rohstoff für Computer und Unterhaltungselektronik und finden sich heutzutage in jedem Haushalt. In der elektrischen Quantenmetrologie werden Halbleiterbauelemente in zwei Gebieten eingesetzt. Zum einen werden mit Hilfe des Quanten-Hall-Effekts elektrische Widerstandswerte reproduziert, die um weniger als ein Milliardstel schwanken. Zum anderen kann man gerade aus hochbeweglichen Elektronenschichten sog. Einzelelektronenpumpen herstellen, in denen - getaktet durch eine Wechselspannung - ein Elektron nach dem anderen in kontrollierter Weise durch die Schaltung transportiert wird. Einzelelektronenpumpen sind zur Zeit ein Top-Thema der metrologischen Forschung, da mit ihnen die elektrische Stromstärke als Produkt von Frequenz und Elementarladung definiert werden soll. Eine solche Definition würde die Einheit der Stromstärke, das Ampere, an eine räumlich und zeitlich unveränderliche Fundamentalkonstante der Physik, nämlich die Elementarladung, binden.

Für beide Anwendungen werden Schichtstrukturen aus den Halbleitern GaAs und AlGaAs eingesetzt. In diesen Kristallstrukturen bildet sich an der Grenzfläche zwischen den beiden Materialien eine nur wenige Nanometer dicke Elektronenschicht aus. Sie wird als zweidimensionales Elektronengas bezeichnet, weil die Elektronen sich nur in dieser Ebene bewegen können. Eine wichtige Kenngröße zweidimensionaler Elektronengase ist die Beweglichkeit der Elektronen, die beschreibt auf welche Geschwindigkeit sich die Elektronen durch eine elektrische Spannung beschleunigen lassen. Je seltener die Elektronen durch die „Kollision“ mit Fremdatomen gebremst werden, desto höher ist ihre Beweglichkeit. Die Elektronenbeweglichkeit ist daher ein direktes Maß für die Reinheit der Halbleiterschichten.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Oberflächentechnologien und Funktionsmaterialien

29. August 2008 - Oberflächentechnologien und Funktionsmaterialien stehen im Fokus des ersten Werkstoffdialogs NRW am 17. November 2008 in Dortmund, organisiert von der Wirtschaftsförderung Dortmund mit den Partnern MST.factory dortmund und IVAM Fachverband für Mikrotechnik.
Experten aus Industrie und Wissenschaft stehen Rede und Antwort zu aktuellen Werkstoffthemen wie Materialsimulation, nanostrukturierten Beschichtungen und Oberflächenbearbeitungsstrategien. Referenten sind unter anderem das Dortmunder OberflächenCentrum, das Bochumer Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS), die Technische Universität Dortmund und die Evonik Degussa GmbH. Angesprochen sind Unternehmen und Wissenschaftler, die Kontakt zu Entwicklern neuer Werkstoffe und Spezialisten für Oberflächentechnologien suchen.
Veranstaltungsort ist die PHOENIX Halle auf PHOENIX West, dem neuen Technologie- und Dienstleistungsstandort in Dortmund. Das ehemalige Stahlwerk ist seit über 150 Jahren Hightech-Standort für innovative Werkstoffe. Heute befinden sich dort die MST.factory dortmund und das Zentrum für Produktionstechnologie Dortmund (ZfP). Weitere Informationen zum Werkstoffdialog NRW unter www.ivam.de und www.mikrotechnik-dortmund.de.


Fahrzeuge umweltfreundlich lackieren

28. August 2008 - Im Oktober erscheint im Beuth Verlag eine neue Richtlinie, die Möglichkeiten zum Mindern von Emissionen organischer Lösemittel beim Lackieren und Reparaturlackieren von Pkw und Nutzfahrzeugen aufzeigt. Der Anwendungsbereich dieser Richtlinie VDI 3456 umfasst weitgehend alle Lackanwendungen an Fahrzeugen in stationären oder mobilen Anlagen, die nicht genehmigungspflichtig sind. Darunter fallen auch Lackanwendungen bei Klein- und Kleinstschäden (Spotlackierungen). Die Anforderungen dieser Richtlinie können aber auch bei immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Anlagen ergänzend herangezogen werden.
Experten der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN stellten den gesamten Prozess der Lackierung von der Vorreinigung über die Vorbehandlung bis zur Trocknung und der Reinigung der Arbeitsgeräte, deren Einflüsse auf die Umwelt insgesamt sowie entsprechende Minderungsmaßnahmen dar. Dabei legten sie einen Schwerpunkt auf primäre und produktbezogene Maßnahmen, die nach dem Stand der Technik ausreichen, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Auf neue Technologien im Bereich der Lack- und Trocknungstechnik (IR, UV) wird ebenfalls eingegangen. Den Möglichkeiten zum effizienteren Umgang mit Energie (Klimaschutz) und zum Arbeitsschutz sind darüber hinaus spezielle Abschnitte gewidmet.
Herausgeber der Richtlinie VDI 3456 (Entwurf) ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Die Richtlinie ist ab Oktober 2008 zum Preis von 83,60 € beim Beuth Verlag in Berlin (Tel. +49 (0)30 / 26 01 - 22 60) erhältlich. Weitere Informationen und Onlinebestellung unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de. Die Einspruchsfrist endet am 31.01.2009.


„Spritsparende“ Nockenwellen jetzt auch aus Salzgitter

27. August 2008 – Erstmalig wird innerhalb des Volkswagen Konzerns die „gebaute“ Nockenwelle für die Common Rail-Motoren nicht ausschließlich von Zulieferfirmen geliefert. Zukünftig werden rund 25 Prozent der gebauten Nockenwelle des Common Rail-Bedarfs für den Volkswagen Konzern in Salzgitter gefertigt. Der entscheidende Vorteil einer gebauten Nockenwelle gegenüber einer herkömmlichen, aus einem Stück gefertigten Nockenwelle, ist die Gewichtsreduzierung um 30 Prozent. Dies trägt zur weiteren Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und somit auch der CO2-Emission bei.
Bei der gebauten Nockenwelle handelt es sich um ein nicht, wie sonst üblich, aus einem Stück gegossenes oder geschmiedetes Bauteil. Die Besonderheit ist, dass auf einem gezogenen Stahlrohr gehärtete Nocken aufgesetzt werden. Der absolute Festsitz der Nocken wird durch eine exakte Rändelung auf dem Rohr und auf den Nocken sichergestellt. „Dies ist für uns der Einstieg in ein weiteres, neues Geschäftsfeld“ so der Leiter der Komponentenfertigung, Hans-Jürgen Selonke. „Gebaute Nockenwellen halten immer mehr Einzug in die Motorentechnik. Hier sehen wir ein riesiges Potential“.

Volkswagen in Salzgitter ist eines der größten Motorenwerke weltweit. Auf einer Fläche von 2.800.000 Quadratmetern werden täglich rund 7.000 Otto- und Dieselmotoren in über 370 Varianten gefertigt. Motoren vom 3- bis 16-Zylinder kommen in den verschiedenen Modellen und Marken des Volkswagen Konzerns wie zum Beispiel im Golf, Touran, Passat, Polo, Fox, bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, Seat und Skoda zum Einsatz. Hier werden auch die Motoren für die Spitzenmodelle Volkswagen Phaeton und Touareg, Audi A8 und den Bugatti Veyron produziert. Daneben fertigt das Werk Salzgitter auch Motorenteile für Produktionsstätten an anderen Standorten sowie Industriemotoren und Aggregate für Boote. 2007 wurden in Salzgitter 1.192.059 Motoren produziert. Die Zahl der Beschäftigten beträgt rund 6.400.

Weitere Informationen unter www.volkswagen.de


Lanxess: 80 Jahre Chromoxid-Pigmente

26. August 2008 - Jubiläum beim Spezialchemie-Konzern Lanxess AG: Die Business Unit Inorganic Pigments (IPG) feiert jetzt das 80-jährige Bestehen ihrer Chromoxid-Produktion am Standort Krefeld-Uerdingen. Im Sommer 1928 wurde im damaligen Chrombetrieb die reguläre Produktion aufgenommen und die ersten 110 Tonnen des grünen Chromoxids hergestellt. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 9.000 Tonnen, die durch die starke Nachfrage nach Chromprodukten in den vergangenen Jahren sehr gut ausgelastet ist, zählt Lanxess zu den führenden Herstellern von Chromoxiden.
Chromoxide werden als grünes Pigment universell in Anstrichstoffen und Beschichtungen eingesetzt. Das Spektrum reicht von Fassadenfarben über Bodenbeschichtungen, hoch beanspruchte Industrielacke bis zum Autodecklack. Mit seiner hohen Licht-, Wetter-, Hitze- und Chemikalienbeständigkeit eignet sich Chromoxid auch hervorragend zur Einfärbung von Kunststoffen, Baustoffen und Keramik. Hohes Lichtstreuvermögen für Infrarotlicht und hohes Absorptionsvermögen für UV-Strahlung tragen zu den günstigen optischen Eigenschaften bei.
Der hohe Schmelzpunkt von 2.435 °C und die chemische Beständigkeit gegenüber Säuren, Laugen und Lösemitteln ermöglichen Anwendungen für hochfeuerfeste Chromoxidsteine wie sie beispielsweise in Glasschmelzöfen eingesetzt werden.
Schon seit 1895 wurde im Uerdinger Chrombetrieb das benötigte Ausgangsmaterial Natriumdichromat aus Chromerz aufgeschlossen und seit 1918 Versuche zu Chromoxid durchgeführt. Seit 1938 gab es einen eigenständigen Chromoxidbetrieb, der zügig ausgebaut wurde. Mitte der 1950er Jahre kam eine zweite Produktionsstraße dazu, mit der eine Verdoppelung der Kapazität erreicht wurde. Anfang der 1960er Jahre wurde die dritte Produktionsstraße errichtet und Mitte der 1970er Jahre die Kapazität nochmals um eine vierte Straße erweitert.

Weitere Informationen unter www.lanxess.com


Boom bei Wärmebehandlungsanlagen von Eisenmann

25. August 2008 - Der Eisenmann-Fertigungsbereich Process and High Temperature Technology verzeichnet zurzeit einen stark gehäuften Bestelleingang aus der Aluminium verarbeitenden Industrie. Den Grund dafür sieht das Unternehmen nicht zuletzt in seinem speziell für diesen Abnehmerkreis entwickelten, inzwischen vielfach praxisbewährten Ofenkonzept. Dieses zeichnet sich außer durch sehr präzisen Prozessablauf auch durch höchst rationell gelösten Werkstücktransport aus. Insbesondere zahlreiche Hersteller von Pkw-Rädern aus Aluminiumguss nutzen diese vorteilhafte Konzeption. Die umfangreiche Referenzliste über Projekte in Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Südafrika, der Türkei und Übersee wird gerade durch vier weitere, Ende dieses bzw. Anfang nächsten Jahres auszuliefernde Anlagen mit den Prozessschritten Lösungsglühen, Abschrecken und Auslagern ergänzt. Gleichzeitig geht eine Wärmebehandlungsanlage für Zylinderköpfe – selbstverständlich mit werkstückangepasstem Prozessablauf und Transport – in Betrieb. Auch für Struktur- und Karosserieteile aus Aluminium sind Eisenmann-Wärmebehandlungsanlagen bewährt.

Weitere Informationen unter www.eisenamnn.de


Wirtschaft und Wägetechnik - Tag der offenen Tür

22. August 2008 - Am Tag der offenen Tür des BMWi in Berlin beteiligt sich die PTB mit sechs unterschiedlichen Waagen und ein paar hundert Kilogramm Lebendgewicht, um ein gewichtiges Thema zu präsentieren: die Wägetechnik. Jahr für Jahr werden in der deutschen Wirtschaft enorme Summen über die von Waagen ermittelten Messwerte abgerechnet. Exaktheit und Zuverlässigkeit der Messungen sind aus diesem Grund unentbehrliche Voraussetzungen für eine funktionierende Wirtschaft und einen fairen Handel – Voraussetzungen, die durch die Arbeit der PTB garantiert werden. Vorstellen werden sich am Tag der offenen Tür die PTB-Arbeitsgruppen zum Gebiet Wägetechnik des Fachbereichs Masse aus der Abteilung Mechanik und Akustik. Mehrere Exponate des Waagen-Herstellers Sartorius werden die Vielfältigkeit moderner Waagen demonstrieren: Die klassische Balkenwaage wurde schon lange von elektronischen Waagen abgelöst. Waagen nehmen heutzutage die verschiedensten Funktionen wahr, können beispielsweise die Dichte von Stoffen bestimmen, Körperfett messen oder sogar Sortierungen vornehmen. Feinwaagen können darüber hinaus auch kleinste Masseänderungen in der Größenordnung von Mikrogramm anzeigen.

Dass Waagen innerhalb eines längeren Zeitraumes korrekt messen, kann durch eine Vielzahl von Faktoren verhindert werden. Aus diesem Grund ist es nötig, dass Waagen regelmäßig geeicht werden. Diese Aufgabe wird von den Eichämtern übernommen, die jede einzelne Waage prüfen. Bevor das jedoch geschehen kann, müssen die Geräte zur Eichung zugelassen werden. Dies ist eine der Aufgaben der PTB: die Bauartprüfung von Messgeräten an einem vom Hersteller bereitgestellten Prototypen und die Vergabe von Bauartzulassungen. Solche Zulassungen erlauben dem Hersteller, das zugelassene Messgerät zu produzieren und auf den Markt zu bringen. Die Bauartprüfung stellt eine Simulation der Umwelteinflüsse dar, denen eine Waage im späteren Gebrauch ausgesetzt sein wird. PTB-Fachleute werden vor Ort darüber informieren, welche Tests Waagen in der PTB durchlaufen müssen, um eine Zulassung zu erhalten.

Veranstaltungsort und -termin: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 10115 Berlin, Scharnhorststr. 34-37, Eingang Invalidenstraße 48, Samstag, 23. und Sonntag, 24. August 2008 von 11:00 – 19:00 Uhr

Weitere Informationen unter www.bmwi.de


Emailtöpfe für alle Herdarten geeignet

21. August 2008 – Aus aktuellem Anlass weist der Deutsche Email Verband e.V. darauf hin, dass die emaillierten Qualitätsgeschirre seiner Mitgliedswerke für alle Herdarten geeignet sind. Dies gilt für Töpfe, Pfannen oder Bräter und für alle Herdausführungen (Elektro, Gas, Kohle, Induktion). Ursache für diese Verbraucherinformation ist eine irreführende Gebrauchsanweisung für Cerankochfelder eines deutsch/amerikanischen Herstellers von Haushaltgroßgeräten. Darin wurde vor der Verwendung von Metalltöpfen mit Emailboden gewarnt. Nach Auffassung des Emailverbandes kann sich diese Warnung nur auf Geschirroberflächen beziehen, die im englischen Sprachraum als „enamelled“ bezeichnet werden. Wird dieser Begriff fälschlicherweise dann nicht als „lackiert“ sondern als „emailliert“ übersetzt, kommt es zu den irreführenden und wettbewerbsverzerrenden Warnhinweisen, die der Hersteller auf Intervention des Deutschen Email Verbandes e.V. zukünftig unterlassen wird.

Weitere Informationen unter www.emailverband


Galvanik startet Umweltpfad

20. August 2008 - Nachhaltiger Umweltschutz hat für die IMO Oberflächentechnik GmbH aus Königsbach-Stein einen besonders hohen Stellenwert. Als erstes Unternehmen im Bereich der galvanischen Oberflächenbeschichtung wurde das Unternehmen hierfür im Jahr 2005 im Rahmen des Umweltpreises vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet. Als Markführer in der selektiven Beschichtung von elektronischen Kontakten sieht sich das Unternehmen auch als Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Bereits seit 2001 ist das betriebliche Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und EMAS zertifiziert. Gerade in der Oberflächentechnik spielt der Umweltschutz aufgrund der eingesetzten Stoffe eine wichtige Rolle. Er erstreckt sich über alle Mitarbeiter, Produktions- und Recyclingverfahren, die Abwasseraufbereitung, den Grundwasserschutz bis hin zur Abfallwirtschaft und garantiert somit ein nachhaltiges ökologisches und ökonomisches Wirtschaften. IMO verfügt heute über eine der modernsten, saubersten und umweltschonensten Galvaniken in Europa. Konsequent werden Wasser und Energie gespart, Rohstoffe und Abfälle verringert und Emissionen durch den Einsatz der besten verfügbaren Technologien minimiert. Dieses Engagement wurde nun auch durch einen im Juli 2008 eingeführten Umweltpfad im Unternehmen sichtbar gemacht. Gestartet wurde das Ganze als Projekt für die Auszubildenden aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Aufgabe war es, Besuchern und Kunden die Umwelttechnik des Hauses verständlich näher zu bringen. Das Ergebnis wurde auf Tafeln gedruckt, die nun entlang des Umweltpfades hängen. Neben einer großen Gesamtübersicht, auf welcher die Umwelttechnik erklärt und Kennzahlen erläutert werden, gibt es an jeder umweltrelevanten Station der Abteilung eine Tafel, auf welcher die einzelnen Prozessschritte erklärt werden. Beispielsweise werden durch die Abwärmenutzung 90% des Energiebedarfs im Unternehmen gedeckt, die Spülwässer werden bis zu 500 mal wieder verwendet und die Werte des Luftreinigungssystems liegen erheblich unter der gesetzlichen Nachweisgrenze. Der Umweltpfad wird in den kommenden Monaten sukzessive ausgebaut und soll am Ende durch alle Abteilungen des Betriebes führen, die eine Umweltrelevanz haben.

Weitere Informationen unter www.imo-gmbh.com


Geschwindigkeitsrekord für Magnetspeicher

19. August 2008 - In der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) konnte erstmals der physikalisch schnellstmögliche Schaltprozess einer magnetischen Speicherzelle realisiert werden. Mit Hilfe dieses ballistischen Schaltprozesses könnten nichtflüchtige Magnetspeicher genauso schnell arbeiten wie die schnellsten flüchtigen Speicherbauteile. Die Ergebnisse des Experiments werden in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Physical Review Letters (am 22. August 2008) veröffentlicht. Die heute üblichen schnellen Computerspeicherchips wie DRAM und SRAM haben einen entscheidenden Nachteil: Bei Unterbrechung der Stromversorgung gehen die darauf gespeicherten Informationen unwiderruflich verloren. Abhilfe könnte das MRAM schaffen - das Magnetic Random Access Memory. In einem MRAM wird die digitale Information nicht in Form elektrischer Ladung gespeichert sondern über die Richtung der Magnetisierung in magnetischen Speicherzellen. Die neueste Generation der MRAM basiert auf dem sogenannten Spin-Torque-Effekt. Er erlaubt die Richtung der Magnetisierung der Speicherzelle – und damit die Information „1“ oder „0“ – durch einen positiven oder negativen Strompuls durch die Zelle einzustellen und so den Speicher zu programmieren. Da Spin-Torque-MRAM auch eine sehr hohe Speicherdichte versprechen, wird weltweit intensiv an ihrer Entwicklung gearbeitet. Ein Strompuls durch eine Spin-Torque-Speicherzelle bewirkt eine Kreiselbewegung der Magnetisierung, die sogenannte Präzession. Zum zuverlässigen Umschalten der Magnetisierung – und damit zum Programmieren des magnetischen Bit – mussten bislang stets mehrere dieser Präzessionsumdrehungen durchlaufen werden. Entsprechend dauert die Programmierung eines magnetischen Bits in einem heutigen MRAM-Prototyp etwa 10 ns. In dem PTB-Experiment konnte nun gezeigt werden, dass die Magnetisierung der Speicherzelle schon durch eine einzige Präzessionsumdrehung zuverlässig umgekehrt werden kann. Somit konnte der physikalisch schnellstmögliche Spin-Torque-Schaltvorgang realisiert werden. Im Experiment wurde dieses sogenannte ballistische Schalten der Magnetisierung durch geschickte Wahl der Parameter des Strompulses in Kombination mit einem leichten statischen Magnetfeld erreicht. Durch ballistisches Schalten könnten zukünftige Spin-Torque-MRAM mit Strompulsen von deutlich unter einer Nanosekunde programmiert werden. Damit hätte man einen nichtflüchtigen Speicherchip mit hoher Speicherdichte zur Verfügung, der in der Taktrate mit den schnellsten flüchtigen Speicherbauteilen, den SRAM, konkurrieren könnte.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


KSB Konzern bleibt auf Wachstumskurs

18. August 2008 - Mit einem Plus von 10,1 Prozent auf 933,4 Mio € (Vorjahr: 847,5 Mio €) steuert der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB im laufenden Jahr auf einen neuen Rekordumsatz zu. Für die Steigerung im ersten Halbjahr war neben der Fakturierung mehrerer Großaufträge aus dem Energiesektor vor allem das erhöhte Umsatzvolumen in der Industrie- und Wassertechnik entscheidend. Auch das Geschäft mit Pumpen für die Feststoffförderung hat sich erfreulich entwickelt. Mehr als die Hälfte des Umsatzzuwachses erzielten die KSB-Gesellschaften in Europa, wobei sich die deutsche KSB AG mit einem Plus von 11,6 Prozent leicht überdurchschnittlich verbessert hat. Auf Basis dieser Umsatzsteigerung erreichte das Konzernergebnis vor Steuern zur Jahresmitte die Höhe von 85,3 Mio € (Vorjahr: 61,9 Mio €). Dies entspricht einem Zuwachs von 37,9 Prozent. Im ersten Halbjahr ist auch der Auftragseingang im KSB Konzern um 9,7 Prozent auf 1.161 Mio € (Vorjahr: 1.058 Mio €) gestiegen. Der Auftragsbestand hat sich nochmals erhöht, wesentlich bedingt durch Aufträge mit längeren Lieferzeiten. Diese betreffen vor allem Bestellungen von Pumpen und Armaturen für Kraftwerke, die erst 2009 oder in den folgenden Jahren errichtet werden. Um das höhere Auftragsvolumen zu bewältigen, investiert das Unternehmen an seinen deutschen Standorten rund 70 Mio € in neue Fertigungs- und Prüfeinrichtungen. Auch die Anzahl der Beschäftigten hat sich im ersten Halbjahr erhöht. Zur Jahresmitte waren konzernweit 14.114 Mitarbeiter bei KSB tätig, 363 Personen mehr als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt.

Weitere Informationen unter www.ksb.com


Erstes Fachgebiet für „Polytronische Mikrosysteme“ an der TU Berlin

15. August 2008 - Seit einigen Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler intensiv an einer Vision namens „Intelligentes Plastik“. Dabei versuchen sie, elektronische Systemfunktionen auf Kunststoffbasis zusammenzuführen. „Polytronik“ heißt das Zauberwort und bekräftigt den Anspruch einer vorwiegend polymeren Elektronik. Die TU Berlin und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) werden diesen Bereich nun weiter ausbauen und konnten jetzt über eine gemeinsame Berufung den weltweit renommierten Experten für polytronische Systeme, Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Bock, gewinnen. Neben seiner Professur an der TU Berlin leitet er gleichzeitig die Abteilung „Polytronische Systeme“ des Fraunhofer IZM. Der Aufbau der Arbeitsgruppe und eines „Labors für Polytronische Mikrosysteme“ erfolgt derzeit am Forschungsschwerpunkt für Mikroperipherik der TU Berlin. Ziel der Forschungsarbeiten sind die Entwicklung kostengünstiger industrierelevanter Bauelemente und Prozesse beispielsweise in (Bio-)Sensoren und Aktuatoren im polymeren Werkstoffverbund. Dabei machen sich die Forscherinnen und Forscher um Prof. Bock bislang weniger bekannte Kunststoffeigenschaften zunutze. Denn wurden Polymermaterialien in der Elektronik lange Zeit vor allem als Isolatoren verwendet, sind sie mittlerweile auch als elektrische Leiter mit ähnlichen Eigenschaften wie metallische Werkstoffe, als Leuchtmaterial (OLED und Solarzellen) mit elektrolumineszenten, elektrophorethischen und photovoltaischen Eigenschaften oder für Transistoren mit halbleitenden Eigenschaften einsetzbar. Neben diesen bereits in der Technologieentwicklung genutzten Eigenschaften können Kunststoffe darüber hinaus eine Vielzahl zusätzlicher Funktionen wie piezoelektrische, elektrochrome und ähnliche Eigenschaften erfüllen. Eine ganz besondere Eigenschaft ist aber die Möglichkeit, verschiedene dieser Funktionen in einem einzigen Bauelement zu kombinieren und somit multifunktionale Bauelemente für Mikrosysteme in vielen Bereichen des täglichen Lebens zu ermöglichen.

Weitere Informationen unter www.tu-berlin.de


Neue Technologien für Speicher- und Logikchipproduktion der nächsten Generation

14. August 2008 - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit dem Verbundprojekt "Critical Dimension und Registration für die 32nm Maskenlithographie" (CDuR32) in den kommenden zweieinhalb Jahren die High-Tech Entwicklung von Technologien und Messtechniken im Bereich höchstintegrierter Elektronik. Ziel ist es, der Region Dresden, dem führenden Elektronikstandort in Europa, einen Vorsprung im Bereich moderner Masken zu verschaffen. Partner im Verbundprojekt sind das Advanced Mask Technology Center (AMTC) in Dresden, das mittelständische Unternehmen Vistec Semiconductor Systems GmbH aus Weilburg und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig und Berlin (PTB). Das im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung geförderte Projekt CDuR32 ermöglicht den beteiligten Partnern eine frühzeitige Kooperation in einem strategischen Forschungsbereich und eröffnet somit Chancen, einen Wettbewerbsvorteil für die Region Dresden herauszuarbeiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Dresdner Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG (AMTC) als Lieferant der derzeit weltweit anspruchsvollsten Photomasken für die Halbleiterindustrie. Eine Photomaske ist der "Urchip", mit deren Hilfe die Strukturen in den Chipfabriken auf Mikrochips aufgebracht werden. Im Rahmen des Verbundprojektes werden Maskentechnologien für die 32nm-Speicherchip- (z. B. DRAM) und die 22nm-Logikchip-Generation (z. B. CPU) entwickelt. Diese Technologien sind nötig für die übernächste Chipgeneration, die ca. ab 2012 in Dresden produziert wird. Damit leistet dieses neue Spitzentechnologieprojekt einen wesentlichen Beitrag zur Festigung und zum Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland. In Übereinstimmung mit den Zielen der europäischen Förderplattform ENIAC soll CDuR32 helfen, die Position Europas in der Nanoelektronik weiter auszubauen. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass Arbeitsplätze, die eine hohe fachliche Qualifikation erfordern, erhalten bleiben und neue geschaffen werden können. Das Projekt mit einem Umfang von 16,7 Millionen Euro wird vom BMBF mit 7,9 Millionen Euro gefördert. Die Aufgaben der drei Partner im Projekt: Das AMTC untersucht und erarbeitet die Grundlagen für die Maskenfertigung der 32/22nm Technologie. Vistec Semiconductor Systems entwickelt eine neue Generation zukunftsorientierter Messgeräte (LMS IPRO5). Hierdurch werden die extrem hohen Anforderungen zur Qualifizierung der Strukturlagegenauigkeit auf diesen Masken erfüllt. Dieser Ansatz ermöglicht die Vermessung von Maskenstrukturen für den folgenden Technologieknoten und ist damit eine Voraussetzung für die Produktion zukünftiger Chipgenerationen. Die PTB bringt ihre einzigartigen messtechnischen Möglichkeiten sowie neuen mathematischen Auswertungsverfahren als Beitrag zu Lösungen bei der Qualitätssicherung der Masken ein. Hierfür werden die notwendigen Mess- und Prüfvorschriften definiert und charakterisiert.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Neues Spektrometer-Konzept von Endress+Hauser gewinnt R&D 100 Award

13. August 2008 - Angesehene Jury des amerikanischen R&D Magazines honoriert das Mittelinfrarot-Spektrometer mit dem Innovationspreis R&D 100 Award. Damit zählt das Spektrometer zu den 100 technologisch bedeutendsten Produkten des vergangenen Jahres. In-line MIR-Spektroskopie bestimmt kontinuierlich die Konzentrationen von Flüssigkeiten, die aus mehreren Komponenten bestehen und ermöglicht damit eine effizientere Prozesskontrolle. Mit dem MIR-Spektrometer von Endress+Hauser steht ein durchgängig einzigartiges Konzept zur Verfügung: als erstes prozesstaugliches MIR-Spektrometer ist es mittels Standard-Wechselarmaturen direkt an den Kundenprozess anschließbar und kann über die Wechselarmatur problemlos gereinigt werden. Das MIR-Spektrometer bestimmt Konzentrationen schnell und präzise. Es zeichnet sich durch seine einfache Bedienung aus und kann in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.endress.com


Dürr tritt International Federation of Robotics bei

12. August 2008 - Dürr, Hersteller von Lackierrobotern, wird Partner der 1987 gegründeten International Federation of Robotics, der Roboterorganisationen mit Mitgliedern und Partnern aus über 15 Ländern. Die International Federation of Robotics (IFR) wurde 1987 als gemeinnütziger Fachverband in Verbindung mit dem 17. International Symposium on Robotics (ISR) von Robotik Organisationen aus über 15 Ländern gegründet. Die Zielsetzung der IFR ist die Unterstützung von Forschung & Entwicklung, Anwendungen und Förderung internationaler Kooperationen auf dem gesamten Feld der Robotertechnik. Die IFR soll die Roboterindustrie weltweit fördern und stärken, ihre Geschäftsinteressen schützen, ein öffentliche Bewusstsein für die Robotertechnologie erzeugen und andere relevante Angelegenheiten wie die Erhebung und Erläuterung von Daten ihrer Mitglieder bewältigen. Die Mitgliederstruktur des IFR sieht pro Land einen Industrieverband, R&D – Institute, Universitäten, Forschungszentren und Partner – Hersteller, Integratoren, User vor. Das Sekretariat des IFR ist beim VDMA in Frankfurt angesiedelt

Weitere Informationen unter www.durr.com


Cooles Schwarz für heiße Tage

11. Augudt 2008 - Wer im Hochsommer mal keinen schattigen Parkplatz findet, kennt das Phänomen: Das schwarze Armaturenbrett, die Sitzbezüge oder das Lenkrad heizen sich in der prallen Sonne stark auf. Auch dunkle Oberflächen auf Dächern und Fassaden von Gebäuden wirken wie ein Hitzemagnet, helle Oberflächen dagegen bleiben deutlich kühler. Der Grund für diesen Unterschied: Dunkle Oberflächen absorbieren das auftreffende Sonnenlicht und wandeln es in Wärme um, während helle Oberflächen den Großteil der eingestrahlten Energie reflektieren. Auch wenn diese physikalischen Prinzipien zunächst unabänderlich scheinen, so ermöglichen doch innovative Pigmente der BASF, dass sich Oberflächen trotz dunkler Färbung in der Sonne weit weniger aufheizen: Paliogen Schwarz, Lumogen Schwarz und Sicopal Schwarz. Anders als Rußpigmente, die Standard-Schwarzpigmente, reflektieren sie einen Großteil der unsicht-baren Nahinfrarot-Strahlung (NIR), der immerhin über 50 Prozent der gesamten eingestrahlten Sonnenenergie ausmacht. „Da sie das sichtbare Licht wie jedes gewöhnliche Schwarzpigment komplett schlucken, bleibt der optische Eindruck Schwarz dabei erhalten“, erklärt Ruth Bauer, Marketingexpertin für Effektpigmente bei der BASF. Auf diese Weise reflektieren Paliogen Schwarz und Lumogen Schwarz bis zu 45 Prozent und Sicopal Schwarz bis zu 30 Prozent der gesamten einfallenden Strahlungsenergie der Sonne. Zum Vergleich: Dieser als „Totale Solare Reflexion“ (TSR) bezeichnete Wert liegt für Rußpigmente dagegen bei weniger als fünf Prozent. „In Praxistests führt die geringere NIR-Absorption im Gegensatz zu anderen Schwarzpigmenten zu einer Temperaturerniedrigung auf der Oberfläche von bis zu 20 Grad Celsius“, sagt Ruth Bauer. „Davon profitiert nicht nur der Mensch. Auch das Material wird durch die niedrigeren Temperaturen geschont.“

Weitere Informationen unter www.basf.com


Fortbildung in der Chemie

Dachbeschichtung mit Nanotechnologie

8. August 2008 - In der Woche vom 22. bis 26. September 2008 bietet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) für Naturwissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Laboranten zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten an. Hochschulprofessoren und andere namhafte Experten leiten ein- bis fünftägige Kurse über Toxikologie, gefährliche Güter, Gentechnik, Medizinische Chemie, Pigmente, Nanomaterialien, Management und Kommunikation in der Chemie und vor allem zur Analytischen Chemie. Gerade in der Umweltanalytik werden Dank immer komfortablerer und komplexerer Messapparaturen und wegen immer neuer Aufgabenstellungen riesig große Datenmengen produziert. Daher ist es erforderlich, Experimente und Messungen optimal zu planen, durchzuführen und auszuwerten, um auch möglichst viele problembezogene Informationen aus den Daten zu gewinnen. Dies gelingt, wenn man die Chemometrik beherrscht, die Professor Dr. Jürgen W. Einax in einem GDCh-Fortbildungskurs in Zusammenarbeit mit der Universität Jena vermittelt. Einax, Mitglied des Vorstands der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie und Vorsitzender des Arbeitskreises Chemometrik und Labordatenverarbeitung dieser Fachgruppe, setzt bei Chemikern und anderen Naturwissenschaftlern, die verlässliche und aussagekräftige Daten gewinnen und daher den Kurs besuchen möchten, Grundkenntnisse der Elementarstatistik und der instrumentellen Analytik voraus. Der Kurs wird vom 22. bis 24. September am Institut für Anorganische und Analytische Chemie an der Universität Jena angeboten.

Weitere Informationen unter www.gdch.de


Dürr zur Jahresmitte im Plan

7. August 2008 - Der Dürr-Konzern hat im ersten Halbjahr 2008 starke Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Während die Erlöse im Vorjahresvergleich um 15,7% auf 752,7 Mio. € stiegen, wurde das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als verdoppelt und erreichte 24,6 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern war mit 10,8 Mio. € deutlich positiv, nachdem Dürr im ersten Halbjahr 2007 lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis ausgewiesen hatte. Der Auftragsbestand stieg gegenüber dem Jahresende 2007 um 8,4% auf knapp 1,2 Mrd. € und sichert eine anhaltend gute Auslastung bis Mitte 2009. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der Maschinen- und Anlagenbauer ein Umsatzplus von bis zu 10% und eine Verbesserung der EBIT-Marge von 3,8% im Vorjahr auf rund 5%. Der Auftragseingang lag nach den ersten sechs Monaten mit 876,1 Mio. € nur leicht unter dem hohen Vorjahreswert (912,4 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio – das Verhältnis zwischen Auftragseingang und Umsatz – erreichte mit 1,16 wiederum einen Wert von deutlich über 1.

Weitere Informationen unter www.durr.com


Dachbeschichtung mit Nanotechnologie

6. August 2008 - Relius Coatings stellt eine neue Dachbeschichtung vor, die dank modernster Nanotechnologie besonders gute Eigenschaften in Bezug auf Dauerhaftigkeit und Verschmutzungsresistenz aufweist. Dabei ist das innovative System wasserverdünnbar und genau so einfach zu verarbeiten wie konventionelle Produkte. Mit Roof Acryl NanoTech stellt Relius Coatings jetzt das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit in Zusammenarbeit mit BASF und der Technischen Universität München vor. Das innovative System bietet mit seiner weltweit zum Patent angemeldeten Zusammensetzung beeindruckende Vorteile. Die nanostrukturierte Fluorpolyurethan-Bindemittelkomponente ist außergewöhnlich UV-stabil, dauerflexibel, kälte- und hitzefest, beständig gegen saure Luftschadstoffe, alkalistabil und Frost-Tauwechsel-beständig. Das führt zu einer enormen Steigerung in der Haltbarkeit, auch unter extremen Witterungsbedingungen und ergibt einen besonders guten Antisoilingeffekt mit Antihaftwirkung gegenüber Schmutzablagerungen. Darüber hinaus sorgen nanoskalige, photoaktive Metalloxidpartikel zusätzlich für einen dauerhaften Selbstreinigungseffekt und optimale Resistenz gegen den unerwünschten Befall von Algen, Pilzen, Flechten und Moos. Auch farblich hat das neue System viel zu bieten. Absolut UV-lichtbeständige Mineralpigmente erfüllen alle Ansprüche an maximale Farbtonstabilität, Glanzhaltung und Kreidungsresistenz. Gleich zwanzig attraktive Farbtöne stehen zur Auswahl. Die Verarbeitung ist unkompliziert und unterscheidet sich nicht von der herkömmlicher Dachbeschichtungen. Roof Acryl NanoTech ist wasserverdünnbar und lässt sich im Spritz-, Streich- oder Rollverfahren aufbringen. Es eignet sich gut auf gereinigten, geneigten Dacheindeckungen aus Betondachsteinen, Tonziegeln, Kunstschiefer, asbestfreiem Faserzement und Metall, zur Renovierung oder Neubeschichtung sowie zum langzeitigen Schutz.

Weitere Informationen unter www.relius.de



2. Hannover Messe Herbstforum: Laser in der Produktion

5. August 2008 - Das Hannover Messe Laser-Herbstforum geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe zum Thema Laser in der Mikro- und Nanotechnik im Herbst letzten Jahres findet am 23. September 2008 das 2. Hannover Messe Herbstforum am Laser Zentrum Hannover statt. Der diesjährige Konferenztag steht unter dem Motto: Laser in der Produktion – Neue Möglichkeiten der Mikro- und Nanopräzisionsbearbeitung. Experten geben Einblicke in die Themenschwerpunkte Photovoltaik, Halbleiterindustrie und Mikroelektronik sowie Rapid Prototyping. Neueste Entwicklungen, Anwendungen und Erfolgsstories werden vorgestellt. Das Herbstforum wird von IVAM Fachverband für Mikrotechnik und der Deutschen Messe organisiert. Inhaltlich unterstützt wird die Veranstaltung vom Laser Zentrum Hannover e.V., dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT sowie der LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH. Für die Teilnahme am Forum wird im Anschluss ein Zertifikat ausgehändigt.

Weitere Informationen unter www.ivam.de


Branche der Oberflächentechnik unter verschärftem Kostendruck

4. August 2008 - Die im Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium e.V. (VOA), organisierten Unternehmen sehen sich in jüngster Zeit einer verschärften Kostensituation ausgesetzt, deren Ursachen in den eskalierenden Energie- und Rohstoffkosten begründet sind, erklärte der Vorsitzende des Verbandes, Norbert Mahler, am Rande eines Pressegesprächs. Inzwischen hat sich laut Mahler die Lage auf dem Beschaffungssektor bei den für die Fertigungsprozesse unverzichtbaren Chemikalien derart zugespitzt, dass die Betriebe nicht nur Preissteigerungen von bis zu 300% zu verkraften haben, sondern sich darüber hinaus bei einigen Produkten wie etwa Schwefelsäure und Natronlauge sogar mit Lieferengpässen konfrontiert sehen. Somit sei die Produktionssicherheit gefährdet, erklärte Mahler. Die Preisspirale bei den direkten Energiekosten von Strom, Heizöl, Gas oder Diesel drehe sich ebenso kontinuierlich weiter aufwärts , ohne dass ein Ende dieser Entwicklung abzusehen sei. Nach Einschätzung des Verbandsvorsitzenden zwingt diese dramatische Kostenlawine die Oberflächenveredlungsbetriebe zur Neubewertung ihrer Kalkulationsgrundlagen. Mahler: „Bei Verteuerung der Produktionskosten im zweistelligen Prozentbereich sind kräftige Preiserhöhungen nicht zu vermeiden, wenn die Unternehmen auch künftig den anerkannt hohen Qualitätsstandard gegenüber ihren Kunden aufrecht erhalten wollen.“

Weitere Informationen unter www.voa.de


Lackwerke Peters nimmt neues TRbF-Lager in Betrieb

1. August 2008 - Service ist für Lackwerke Peters selbstverständlich – im Hinblick auf Lieferperformance und Produktionssicherheit gehört dazu, sinnvolle Mengen an Rohstoffen und Fertigwaren vorzuhalten. Damit dies in Anbetracht der kontinuierlichen Geschäftsentwicklung auch zukünftig adäquat sichergestellt ist, wurden die Lagerflächen durch ein neues, 1.800 Quadratmeter großes TRbF-Lager erweitert. Mit einem Lagervolumen von rund 1.300 Kubikmetern wird es sowohl für Rohstoffe als auch für Fertigwaren genutzt. Es ist neben einem chemikalienbeständigen Boden und einer Gaswarnanlage für Lösemittelleckagen auch mit einer Löschwasserrückhaltung und einer automatischen Löschanlage ausgerüstet. Da gemäß der TRbF (Technische Richtlinie für brennbare Flüssigkeiten) neuerdings ab einer gewissen Lagermenge von leichtentzündlichen Stoffen auch höherer Viskosität ein Lagersystem mit automatischer Löschanlage notwendig wird, wurde die Löschwasseranlage so groß bemessen, dass gleichzeitig die bestehenden Rohstoff- und Fertigwarenlager der ELPEMER-Fertigung mit einer automatischen Sprinkleranlage nachgerüstet werden konnten.Mit dieser Erweiterung wurde im Sinne der Kunden sowohl die Kapazität als auch der ohnehin sehr hohe Sicherheitsstandard weiter ausgebaut.

Weitere Informationen unter www.peters.de


Nanogate beschichtet größten Stadttunnel Europas

31. Juli 2008 - Die Nanogate AG und ihr Kooperationspartner ALRON, ein schwedischer Hersteller für bauchemische Spezialprodukte, erhalten einen prestigeträchtigen Auftrag der Stadt Stockholm. Im Södra Länken-Tunnelsystem der Stadt mit einer Gesamtlänge von rund 16 km werden alle Sichtbetonelemente mit Nanogate-Technologie beschichtet. Durch NanoGuard StoneProtect wird die Schmutzanhaftung deutlich verringert und so die Reinigung signifikant vereinfacht. Dadurch vermindert der Betreiber die Reinigungskosten und den Einsatz von umweltbelastenden Reinigungsmitteln in einem erheblichen Umfang. Das Södra Länken-Tunnelsystem ist das größte Tunnelsystem Schwedens und der größte Stadttunnel Europas. Die konstante Belastung durch Abgase zwingt die Betreiber, den mit Sichtbeton verkleideten Tunnel an den Seiten und an der Decke regelmäßig aufwändig und kostenintensiv zu reinigen. Zusätzlich muss für die Dauer der Reinigung der gesamte Verkehr umgeleitet werden, verbunden mit erheblichen indirekten Kosten und einer großen Belastung für das gesamte Stockholmer Verkehrssystem, die Bewohner und nicht zuletzt für die Umwelt. Die Beschichtung reduziert die Schmutzanhaftung deutlich. Der Tunnel muss nicht mehr so oft gereinigt werden und auf aggressive Reinigungsmittel kann weitestgehend verzichtet werden. Eine einfache Behandlung mit Wasser reicht, um den Beton vom Schmutz zu befreien. Selbst hartnäckigere Verschmutzungen können einfacher entfernt werden. Die deutlich geringe Schmutzanhaftung erhöht die Verkehrssicherheit im Tunnel, da der Sichtbeton wieder als Reflektionsfläche wirken kann. Das Umsatzpotential für das Projekt liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Weitere Informationen unter www.nanogate.de


Neuer Standort der BASF Coatings in Russland eröffnet

30. Juli 2008 - Als erster international agierender Lackhersteller hat die BASF Coatings jetzt im Rahmen eines Festaktes ihren neuen Produktionsstandort in Russland in Betrieb genommen. In der neuen Anlage in Pavlovskij Posad, 60 Kilometer östlich von Moskau gelegen, können jährlich rund 6.000 Tonnen Lacke (Basislacke und Klarlacke) hergestellt werden. Der Ausstoß der Anlage kann jederzeit auf über 20.000 Tonnen erweitert werden. Die BASF Coatings als führender Produzent von Fahrzeugserienlacken in Europa kann nun mit der Anlage, die zu den modernsten Europas zählt, die Automobilindustrie im Wachstumsmarkt Russland orts- und damit zeitnah beliefern. Bis zu 50 Mitarbeiter werden in Pavlovskij Posad in der Produktion, dem Qualitäts-Prüflabor, dem Lager, der Werkstatt und der Verwaltung arbeiten. Neueste Zahlen belegen, dass der russische Markt boomt. So war Russland im ersten Halbjahr 2008 bezüglich der Neuzulassungen in Europa Spitzenreiter – vor Deutschland. Das Land gilt als einer der vier weltweit größten Wachstumsmärkte und wird sich in den nächsten Jahren zur zweitstärksten europäischen Wirtschaftnation hinter Deutschland entwickeln. „Diese Fakten, aber auch die Tatsache, dass alle bedeutenden Automobilhersteller inklusive der asiatischen OEM bereits jetzt oder in Kürze in Russland vertreten sein werden, haben uns zu dieser Investition veranlasst“, sagte Juan Ximénez-Carrillo Gerber, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa der BASF Coatings bei der Einweihung der neuen Anlage vor Mitarbeitern, Vertretern der Regierung und der Behörden. Mit Produkten und Prozessen des neuen Werks sei die Verbindung von Qualität, Umweltschutz und Ökologie gelungen. So seien die ersten Chargen mit den Farben „Milky Way“ und „Quarz“ an den Kunden AvtoVAZ, der im Werk Togliatti den Lada produziert und der erste im Werk abgefüllte Klarlack Beispiele für den hohen Qualitätsanspruch.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Abschirmung für ehrgeiziges Neutronenexperiment

29. Juli 2008 - Der Kostenfaktor Material ist für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung. Im produzierenden Gewerbe bilden Materialkosten mit rund 42 % noch vor Personalkosten (19 %) die höchsten Kosten.
Der Deutsche Materialeffizienzpreis wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie dieses Jahr zum fünften Mal vergeben. Bis zum 1. September 2008 können sich mittelständische Unternehmen bewerben, die ihre Materialeffizienz durch innovative Lösungen in Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Organisation gesteigert haben. Die fünf besten Konzepte werden mit jeweils 10.000 Euro prämiert. Die Preisverleihung findet am 16. Oktober 2008 im Rahmen der Konferenz “Effizient produzieren – gut gerüstet für den Wettbewerb“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin statt. Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ist mit der Durchführung dieses Wettbewerbes beauftragt. Ansprechpartner ist Herr Dr. Franz-Georg Simon, Mitglied im Beraterkreis der Deutschen Materialeffizienzagentur und Leiter der BAM-Fachgruppe IV.3 Abfallbehandlung und Altlastensanierung.

Weitere Informationen unter www.materialeffizienz.de


Max-Planck und Fraunhofer – gemeinsam forschen

28. Juli 2008 - Die Anforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam meistern. Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft arbeiten mit Fraunhofer-Forschern zusammen, um Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in praktische Produkte umzusetzen – beispielsweise einen leistungsstarken, ultrakurzwelligen Laser. Durch die Kooperationsprojekte tragen die Forscher bei zur Sicherung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Kooperation der beiden Einrichtungen wurde 2005 mit dem »Pakt für Forschung und Innovation« forciert. Damals vereinbarten beide Partner auch konkrete Kooperationsprojekte. Neun Projekte wurden seither begonnen, einige davon sind bereits weit fortgeschritten, weitere sind geplant: Die Forscher simulieren beispielsweise das Wachstum von Kristallen und Nanostrukturen. Oder sie schaffen Oberflächen, die sich mit ganz bestimmten biologischen Stoffen – Proteinen oder Zellen – verbinden. Unlängst begann ein interdisziplinäres Team vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München mit der Entwicklung eines ultrakurzwelligen Lasers zur Erzeugung und Analyse von Nanostrukturen. Der neue Laser soll Dinge sichtbar machen, die bisher unsichtbar waren. Strukturen mit Abmessungen im Nanometerbereich – das ist die Dimension von Molekülen – ließen sich bisher mit Laserlicht nicht direkt untersuchen oder manipulieren, weil sie kleiner sind als die Wellenlänge des verwendeten Lichts. »Die Wellenlänge des Lichts entscheidet über die Auflösung des optischen Geräts: Die gängigen Infrarot- oder UV-Lichtlaser sind geeignet zum Schweißen, Bohren und Schneiden von Karosserie- oder Motorteilen und für die Präzisionsstrukturierung in der Elektronikindustrie bis in den Mikrometerbereich«, erklärt Hans-Dieter Hoffmann, Leiter der Abteilung Laser und Laseroptik am ILT. »Doch mit dem Boom der Nano- und der Biotechnologie steigt der Bedarf an Geräten, die kürzere Wellenlängen emittieren.« Ein solches Gerät hat das Team um den Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch und Prof. Ferenc Krausz am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erarbeitet. Primär ging es den Physikern dabei nicht so sehr um industrielle Anwendungen, sondern vor allem darum, ein Messgerät für ihre Forschungen zu schaffen: Laser, die quasi-kontinuierlich Licht von zehn Nanometern Wellenlänge aussenden, eignen sich für die Untersuchung atomarer Strukturen. Erste Prototypen mit einer Wellenlänge um 60 Nanometer ermöglichen bereits wissenschaftliche Experimente in der Grundlagenforschung, sind aber noch sehr leistungsschwach. Gemeinsam mit den Ingenieuren und Physikern vom ILT wollen die Garchinger Wissenschaftler jetzt einen Laser bauen, der noch kürzere Wellenlängen erzeugt, und dabei so leistungsstark ist, dass er sich sowohl im industriellen Alltag als auch in der Spitzenforschung einsetzen lässt.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Abschirmung für ehrgeiziges Neutronenexperiment

25. Juli 2008 - In Science-Fiction-Geschichten ist sie wahlweise die unerschöpfliche Energiequelle der Zukunft oder eine Superwaffe galaktischen Ausmaßes: die Antimaterie. Tatsächlich ist Antimaterie weder auf der Erde noch im Weltraum zu finden, nur mit extremem Aufwand herzustellen und somit schwer zu untersuchen. Um dem Ursprung von Materie und Antimaterie im Universum dennoch auf die Spur zu kommen, misst eine europäische Forschergruppe die Stärke des elektrischen Dipolmoments von Neutronen, die ein Maß für die unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften von Materie und Antimaterie darstellt. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) liefert nun mit ihrem Know-how die Voraussetzung für weitere, noch präzisere Messungen. Sie ist mitverantwortlich für die Konstruktion, den Test und den Aufbau einer perfekten Isolierung gegenüber elektrischen und magnetischen Feldern aus der Umgebung.
Die PTB hat in Berlin-Charlottenburg mit der magnetisch bestgeschirmten begehbaren Kabine weltweit den magnetisch ruhigsten Ort der Erde geschaffen. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit fließen nun in die Entwicklung einer optimalen Abschirmung für das ehrgeizige Neutronenexperiment, das am Paul Scherrer Institut in der Schweiz aufgebaut wird. In der PTB vorhandene Messsysteme werden dabei zur Voruntersuchung der Anlagenteile genutzt. Von besonderer Bedeutung sind die Möglichkeiten an der PTB, auch noch geringste magnetische Verunreinigungen nachzuweisen. Die Abschirmung besteht aus mehreren Schichten sogenannten Mumetalls, einer Nickel-Eisen-Legierung mit hoher magnetischer Permeabilität, die vor allem zur Abschirmung niederfrequenter Magnetfelder dient. Besonders kritisch ist unter anderem die Entmagnetisierung der Mumetall-Schichten, um geringste statische Magnetfelder im Innern zu erhalten.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


1:0 für Polyurethan-Schaumstoffe

24. Juli 2008 – Einmal wie Podolski, Schweinsteiger und Ballack die Bälle ins gegnerische Tor kicken und Liebling der Nation sein – spätestens seit der Europameisterschaft ist dies der Traum vieler fußballbegeisterter Kinder und Jugendlicher. Das Sportereignis des Jahres hat zusammen mit der Weltmeisterschaft 2006 viele junge Fans in ihrem Wunsch bestärkt, selbst einmal als Profis auf dem Rasen zu agieren. Doch vor dem Preis steht bekanntlich der Fleiß. Mit dem Ziel, dem Kicker-Nachwuchs in ganz Deutschland optimale Rahmenbedingungen für das nötige Training zu verschaffen, investiert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zurzeit in den Bau von insgesamt 1.000 Mini-Spielfeldern und stellt dafür einen Betrag von rund 25 Millionen Euro zur Verfügung.
Zur Sicherheit der Kicker und zur Lärmminderung für die Nachbarn bestehen die Spielfeldbegrenzungen aus Metall-Verbundelementen auf Basis von Polyurethan(PU)-Schaumsystemen von Bayer MaterialScience. Mit seinem Volumen ist das Projekt eines der größten in der über 100jährigen Geschichte des Verbandes. Bis Ende dieses Jahres soll ein Großteil der Spielfelder fertig gestellt sein. Botschafter des Projekts ist der ehemalige Nationalspieler Andreas Brehme, der im Finale der Weltmeisterschaft 1990 den Siegtreffer für die deutsche Mannschaft schoss.

Entsprechend den Vorgaben des DFB umfasst jedes Feld ein Areal von ca. 13 mal 20 Metern zuzüglich Umgangs- und Erschließungsflächen. Die Spieler bewegen sich auf mit Gummigranulat gefülltem Kunstrasen der jüngsten Generation inklusive einer elastischen Tragschicht. Den äußeren Rahmen bilden Banden, die mit integrierten Toren ausgestattet sind. An diese seitlichen Begrenzungen des Spielfelds werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen Zusammenstöße mit den Spielern unbeschadet überstehen. Für nicht ganz so fußballbegeisterte Anwohner muss der Werkstoff außerdem Schall absorbierende Funktion haben. Metall-Sandwich-Elemente haben sich hier als Material der Wahl erwiesen. Sie bestehen aus Stahldeckschichten und einem Polyurethan Hartschaumkern und werden für diese Anwendung von der Fischer Profil GmbH in Netphen-Deuz produziert, einem führenden europäischen Hersteller von Bauelementen auf PU-Basis für Dächer und Wände von Gewerbebauten. Das Gesamtvolumen des Auftrags umfasst eine Fläche von 100.000 Quadratmetern. Die Systeme für den PU-Hartschaumkern werden von BaySystems geliefert, dem weltweiten Partner für Systemlösungen von Bayer MaterialScience.

Weitere Informationen unter www.bayermaterialscience.de und http://minispielfelder.dfb.de.


Steuerungen mit System: Simatic feiert 50. Jubiläum

23. Juli 2008 - Das weltweit erfolgreichste Automatisierungssystem wird 50. Mit der Steuerungsreihe Simatic ersetzte Siemens einst simple Schaltelemente wie Relais und Schalter gegen winzige Transistoren. Auf der Werkzeugmaschinenausstellung in Paris stellte Siemens 1958 seine erste Simatic-Steuerung vor – ein fertig verdrahtetes elektronisches System zum Steuern und Regeln von kleinen Teilaufgaben in Fertigungsstraßen.
In diesen Bausteinen waren logische Funktionen mit Ausgangsverstärken kombiniert, so dass sich damit Schütze, Magnetventile oder andere Steuerungselemente ansprechen ließen. Als Steuerungselemente griff das Unternehmen auf die kurz zuvor erfundenen Transistoren zurück. Diese waren klein und verschleißfrei und kamen deshalb vor allem dort zum Einsatz, wo besondere Zuverlässigkeit gefragt war: in Umspann- und Kraftwerken.
Anfang der 70er Jahre begann der grundlegende Wandel von der verbindungsprogrammierten zur speicherprogrammierten Steuerung. Die erste SPS, Simatic S3, war noch ein ganzer Schrank, voll mit Speicher und Elektronik. Doch die Mikroelektronik entwickelte sich rasant weiter, Speicher und Logik wurden immer kleiner. Vor knapp 30 Jahren gelang der Automatisierungstechnik von Siemens mit der Simatic-S5-Familie der endgültige Durchbruch auf dem Markt.
1996 folgte mit Simatic S7 der nächste Technologiesprung – der Schritt von der SPS zur Totally Integrated Automation, bei der nicht mehr die Eigenschaften einzelner Geräte im Vordergrund stehen, sondern durchgängige Lösungen. Gleichzeitig legte Siemens damit auch den Grundstein für die Integration der Prozessleittechnik in die Welt von Simatic mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7, das auf derselben Simatic-Technologie aufsetzt.
Heute arbeiten Unternehmen in vielen Branchen – allen voran in der Automobilindustrie – an der digitalen Fabrik, in der alle Abläufe nahtlos ineinander greifen. Nach der virtuellen Produktionsplanung in den neunziger Jahren ist jetzt die virtuelle Inbetriebnahme ganzer Produktionslinien ein aktueller Trend. Siemens arbeitet daher mit Hochdruck an der Integration der Software-Schmiede UGS, heute Siemens PLM Software, in das Leistungsspektrum der Industrieautomation.

Weitere Informationen unter www.siemens.com


Röntgenmikroskopie mit Superauflösung

22. Juli 2008 - Ein neuartiges Röntgenmikroskop mit Superauflösung, das von einem Forscherteam des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Lausanne (EPFL) in der Schweiz entwickelt wurde, kombiniert die hohe Durchdringungsleistung von Röntgenstrahlen mit einer hohen bildlichen Auflösung und ermöglicht es somit erstmals, Licht auf die detaillierten inneren Strukturen von Halbleiterbauelementen oder Zellen zu werfen.
Die ersten Bilder in Superauflösung aus diesem neuartigen Mikroskop wurden am 18. Juli 2008 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Franz Pfeiffer, EPFL-Professor und Leiter des Forscherteams, erläutert: „Seit vielen Jahren arbeiten Forscher an Konzepten für ein Mikroskop mit Superauflösung mittels Elektronen und Röntgenstrahlen. Nur der Bau eines speziellen Instruments im Wert von mehreren Millionen Schweizer Franken an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz des PSI ermöglichte uns die Stabilität zu erreichen, die für die Implementierung unserer neuen Methode in der Praxis erforderlich ist.“
Das neue Instrument setzt zudem den Megapixel-Detektor PILATUS ein, dessen grosser Bruder ebenfalls am PSI entwickelt wurde und in Kürze am Large Hadron Collider des CERN zum Einsatz kommen wird. PILATUS begeistert die Synchroton-Fachwelt durch seine Fähigkeit, Millionen einzelner Röntgenstrahlphotonen präzise zu zählen. Diese spezielle Eigenschaft ermöglicht die Aufzeichnung von detaillierten Beugungsbildern der Probe, während sie im Fokus des Strahls mit dem Rasterscan-Verfahren untersucht wird. Herkömmliche Transmissions-Rasterelektronenmikroskope messen im Gegensatz dazu nur die gesamte, von der Probe absorbierte Intensität.

Weitere Informationen unter www.psi.ch


Laser Institute of America zeichnet Professor Eckhard Beyer aus

21. Juli 2008 - Das Laser Institute of America (LIA) hat den höchsten Preis im Bereich der Lasertechnik, den Arthur L. Schawlow Award, in diesem Jahr Professor Eckhard Beyer, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden und Direktor des Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden, zuerkannt. Mit dem Schawlow Award werden die Verdienste von Persönlichkeiten gewürdigt, die einen herausragenden Beitrag zur Anwendung von Lasern in Wissenschaft, Industrie oder Bildung geleistet haben. Namensgeber des Preises ist Professor Arthur L. Schawlow, der 1981 für seinen Beitrag zur Entwicklung der Laser-Spektroskopie den Nobelpreis für Physik erhielt.
Prof. Beyer arbeitete nach Physikstudium und Promotion an der TH Darmstadt zunächst 12 Jahre am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen. Dort entwickelte er zum Beispiel das Prinzip der rotierenden Hohlnadel, welches heute weltweit zur Bestimmung der Eigenschaften eines Laserstrahles eingesetzt wird. Zahlreiche bedeutende Patente ranken sich um unterschiedliche Möglichkeiten zur intelligenten Prozesskontrolle beim Laserstrahlschneiden und -schweißen. 1994 präsentierte Prof. Beyer den ersten Hybridschweißprozess zum Tiefschweißen. Heute gilt er als anerkannte Autorität auf diesem Gebiet.
Im Jahr 1997 wurde Prof. Beyer zum Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden gewählt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Institut zu einem international bekannten und renommierten Forschungsstandort für Laser- und Oberflächentechnik. Hervorzuheben sind die zahlreichen in die industrielle Fertigung überführten Lasertechnologien und Komponenten, z.B. das Laserstrahlschweißen von PKW-Antriebskomponenten, das Remote-Schneiden von Airbagmaterial und Metallfolien sowie das Laserstrahlhärten und -auftragschweißen.
Seit 2003 ist Prof. Beyer zusätzlich zu seiner Tätigkeit für das Fraunhofer IWS Direktor des Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden.

Weitere Informationen unter www.iws.fraunhofer.de


BMBF: "Ein Technikstudium lohnt sich"

18. Juli 2008 - Absolventen der Studiengänge der Mathematik, Informatik- Natur- und Technikwissenschaften (MINT-Fächer) sind beruflich besonders erfolgreich. Im Vergleich zu anderen Fächern sind fünf Jahre nach Studienabschluss 97 Prozent von ihnen erwerbstätig und beziehen attraktive Gehälter. Dies geht aus einer neuen Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hervor, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt wurde.
"Die Studie zeigt, welche Vorteile für die weitere Berufsperspektive ein Studium gerade in den MINT-Fächern mit sich bringt", sagte Bundesbildungsministerin Schavan am Dienstag in Berlin. "Die Absolventen der MINT-Studiengänge weisen nicht nur die höchste Erwerbstätigenquote auf, sie beziehen auch Spitzeneinkommen und bewerten ihre Studienentscheidung im Rückblick als richtig. Die Arbeitslosenquote ist äußerst gering. Damit gibt die Studie ein wichtiges Signal an die jungen Menschen, denn sie zeigt: Ein Technikstudium lohnt sich."
Die Studie der HIS untersucht den Berufsverlauf und die aktuelle Situation von Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Prüfungsjahrgangs 2001 fünf Jahre nach dem Abschluss. Sie zeigt im Vergleich zu früheren Jahrgängen, dass viele Fachrichtungen aktuell eine bessere Chance auf eine Erwerbstätigkeit bieten. So liegt die Quote der regulär Erwerbstätigen derzeit bei 86 Prozent (85 Prozent bei Universitäts- und 90 Prozent bei Fachhochschulabsolventen. Die Arbeitslosenquote ist mit etwa drei Prozent bei Universitäts- und zwei Prozent bei Fachhochschulabsolventen ausgesprochen niedrig. Dabei sind die Absolventen der MINT-Studiengänge beruflich besonders erfolgreich: Mit 97 Prozent sind fast alle Fachhochschulabsolventen der Fächer Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen regulär erwerbstätig. Erwerbstätigenquoten von über 90 Prozent gibt es bei den Fächern Bauingenieurwesen (FH), Informatik (Uni und FH) und Maschinenbau (Uni) auf. Auch die Einkommenssituation ist hier besonders gut. Im Vergleich zu anderen Fächern beziehen Wirtschaftsingenieure und Informatiker aus beiden Hochschularten sowie Maschinenbauingenieure, Elektrotechnikingenieure und Mathematiker, die ein Universitätsstudium abgeschlossen haben, sehr viel höhere Gehälter.
Schavan betonte, dass gerade junge Frauen diese Berufschancen nutzen sollen: "Mit dem im Juni gestarteten Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen wollen wir mehr junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe gewinnen. Sie haben in diesen Berufen vielfältige Arbeitsmöglichkeiten und sehr gute Karrierechancen. Der Pakt ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung.

Weitere Informationen unter www.his.de


Mit Farbmessung der Konkurrenz voraus

17. Juli 2008 - Mit der Einführung elektronischer Farbmessung haben produzierende Unternehmen die Möglichkeit, ihre Kosten aus Reklamationen und Fehlproduktionen drastisch zu senken und ihr Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Die Höhe der Einsparungen wird dabei bestimmt durch die Integration der Farbmessung in den Produktionsablauf, also Auswahl der Geräteart und des Installationsumfangs. Produktivität, Ablaufprozesse und Konkurrenzfähigkeit werden deutlich verbessert. Diese Vorteile lassen sich zudem für das Marketing hervorragend nutzen.
Anstatt abzuwarten, bis der Kunde die erste Charge wegen Farbdifferenzen zurückschickt, ist es besser den ersten Schritt zu gehen. Die Installation einer Farbqualitätskontrolle zeigt, dass das Unternehmen auf der Höhe der Zeit ist, aus Kunden werden überzeugte Kunden. Durch die zusätzliche Dokumentation der Messwerte mit Hilfe der Qualitätssicherungssoftware kann jedes einzelne Produkt einen "Farbpass" mit Angabe der dreidimensionalen Farbmesswerte erhalten. Diese Möglichkeit verschafft wichtige Wettbewerbsvorteile und erhöht das Ansehen des Unternehmens beim Kunden. Eine durchgehende Qualitätskontrolle stärkt so die Investition der Marketingabteilung in die Kundengewinnung.
In der Produktionsumgebung auf eine Farbqualitätskontrolle zu verzichten, kann dazu führen, den steigenden Ansprüchen der Kunden bald nicht mehr begegnen zu können. Aus dem durchschnittlichen Jahresumsatz des Kunden errechnet sich der statistische Umsatzverlust, der eintritt, wenn ein Kunde wegen ein- oder mehrmals aufgetretener Farbdifferenzen abspringt. Der Schaden kann unübersehbar werden, wenn sich diese Tatsache erst einmal herumspricht. Auch wenn bereits eine Qualitätskontrolle auf manueller Basis vorgenommen wird (z. B. visuelle Farbabmusterung unter Normlicht), ist das mögliche Einsparpotential durch die Installation einer elektronischen oder sogar automatischen Farbmessung überraschend hoch.
Ein Beispiel aus der Praxis verdeutlicht den Vorteil professioneller Farbmessung: Ein Produktionsbetrieb wird täglich von verschiedenen Zulieferern der Kunststoffindustrie beliefert. In der Wareneingangskontrolle wurden bis vor kurzem alle Teile ausgepackt und unter der Hallenbeleuchtung mit einem Musterteil visuell verglichen, die ausgemusterten Teile an die Lieferanten zurückgeschickt. Die Entscheidung über gut oder schlecht lag dabei im Ermessen des Personals und war nicht objektiv, denn das menschliche Farbsehvermögen unterliegt vielen variablen Einflüssen. Durch die Umstellung auf die Kontrolle mittels Handfarbmessgeräten ist nicht nur eine definierte, objektive Kontrolle möglich, es entfällt auch nahezu das Auspacken der Ware. Das Öffnen der Kartons reicht nun aus, was zu einem großen Zeitvorteil führt und Ressourcen für andere Tätigkeiten freimacht. Darüber hinaus kann der Betrieb heute die Abweichungen von den vereinbarten zulässigen Toleranzen gegenüber seinen Liefer anten nachweisen und den Zulieferern genaue Hinweise zur Verbesserung der Produkte liefern. Auf Dauer werden sich so die Fehllieferungen verringern.
Alternativ können mit einer kontaktlosen Messanlage Teile automatisch gemessen werden, zum Beispiel auf einem Förderband. Bei Abweichungen über die vereinbarte Toleranzgrenze hinaus werden die betroffenen Teile automatisch aussortiert. Diese komfortable Lösung bietet weiteres Einsparpotential und die komplette Produktion ist dokumentiert (ISO 9001). Dadurch werden Kunden-Reklamationen exakt nachprüfbar und die Qualität der Wareneingänge von Lieferanten transparent.

Weitere Informationen unter www.farbmess-technik.de


Nanogate AG erhält Auszeichnung der NASA

16. Juli 2008 - Die Dotfarm-Optics-Technologie der Nanogate AG, welche auf Basis von Nanostrukturen eine extrem effiziente Lichtlenkung erlaubt und so zum Beispiel die Leistungsstärke von LEDs deutlich steigern kann, ist mit dem internationalen Nano 50 Award der NASA in der Kategorie Technology ausgezeichnet worden. Das Saarbrücker Unternehmen ist damit das erste deutsche Unternehmen, das mit diesem renommierten Preis geehrt wird. Die Preisverleihung findet am 12. und 13. November während der NASA Tech Briefs National Nano Engineering Conference in Boston statt. Vergeben wird der Preis zum insgesamt vierten Mal.
In den drei Kategorien „Technologie“, „Produkte“ und „Innovator“ werden die insgesamt 50 weltweit einflussreichsten Unternehmen der Gegenwart und Zukunft ausgezeichnet. Die Sieger des Nano 50 Awards gelten als die Besten der Besten auf ihrem jeweiligen Gebiet der Nanotechnologie. Es wird erwartet, das diese in den kommenden Jahren nachhaltig die Entwicklung der Nanotechnologie und deren Einfluss auf Schlüsselmärkte bestimmen.
Die Nanogate AG ist das erste deutsche Unternehmen, dem diese amerikanische Auszeichnung in der Kategorie Technologie verliehen wird. „Wir sind stolz, dass die hochkarätige Jury unsere einzigartige Technologie positiv gewürdigt hat“, sagt Ralf Zastrau, Vorstandsvorsitzender der Nanogate AG. “Nach zahlreichen Auszeichnungen wie dem hochdotierten STEP-Award im vergangenen Jahr, ist dies eine weitere Würdigung unseres Unternehmens – diesmal auf internationaler Ebene.“ Nanogate sieht sich durch diese Auszeichnung auch in der Strategie auf dem US-Markt bestätigt und erwartet einen positiven Einfluss in der weiteren Marktbearbeitung.
Die Jury zeichnete mit dem Preis die große Innovationsleistung von Dotfarm-Optics aus. Neben dem Einsatz in Displays, bieten sich vor allem Chancen in zentralen Anwendungen von Beleuchtungssystemen mittels LEDs. Die Technologieplattform sorgt hier vor allem für eine deutlich effizientere Nutzung der eingesetzten Energie. „Wir sind überzeugt, dass nicht nur wirtschaftliches Potenzial, sondern auch die Lösung umweltrelevanter Themen und Ressourcenschonung für die Zukunft der Nanotechnologie von größter Bedeutung sind. Nanogate ist mit seiner Strategie und seinen bereits vorhandenen Produkten hierbei exzellent aufgestellt“, erklärt Ralf Zastrau.

Weitere Informationen unter www.nanogate.com


Neues Gesetz über die Einheiten im Messwesen

15. Juli 2008 - Kilogramm, Meter und Sekunde bekommen ein neues gesetzliches Dach. Das jetzt im Bundesgesetzblatt (Ausgabetag: 11. Juli 2008) veröffentlichte „Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung“ fasst zusammen, was inhaltlich zusammen gehört: Alle gesetzlich relevanten Aspekte zu den Einheiten sowie die Zuständigkeiten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) sind in diesem Gesetz gebündelt. Bisher waren alle Einheitenfragen und die Rolle der PTB auf drei Gesetze verteilt: das Einheitengesetz, das Zeitgesetz sowie das Eichgesetz.
Das neue Einheiten- und Zeitgesetz ist somit der erste Schritt einer Novellierung, zu der auch eine grundlegende Änderung des Eichgesetzes – im Hinblick auf die Umsetzung der europäischen Richtlinie für Messgeräte – gehören wird.
Der Apfel auf der Supermarktwaage wird sein Gewicht nicht ändern. Die Halbleiterindustrie wird weiterhin mit dem selben Nanometer arbeiten können. Und auch der Wecker wird keinen Zeitsprung machen. Änderungen in den Messwerten sind also vom neuen Einheiten- und Zeitgesetz nicht zu erwarten, aber es wird – und das ist die eigentliche Leistung – die gesetzlichen Strukturen des Messwesens vernünftig zusammenfassen. Historische Zöpfe – wie die Ausgliederung der Zeitmessung in einem eigenen Gesetz – werden abgeschnitten. Oder die bisher unterschlagene Tatsache, dass die PTB die Einheiten nicht nur „macht“ (darstellt), sondern sie selbstverständlich auch der Welt mitteilt (Weitergabe der Einheiten) hat jetzt Eingang in den Gesetzestext gefunden.
Insgesamt ist mit dem neuen Gesetz eine allgemeinere und umfassendere Formulierung gefunden und die Rolle der PTB klarer umrissen worden. So bildet das Gesetz jetzt auch die Wirklichkeit der PTB als nationales Metrologieninstitut ab: Forschung und Entwicklung sind nun ebenso wie der Wissens- und Technologietransfer explizit als Teil des fachlichen Auftrags der PTB genannt. Zugleich sind jetzt erstmals die Zuständigkeiten in einem Ministerium, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, gebündelt.

Einheiten- und Zeitgesetz / Die geänderten Gesetzespassagen im Internet:

www.bundesgesetzblatt.de  (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008, Teil I, Nr. 28, S. 1185 ff., 11.Juli 2008)


Mahr-Messplatz zum Designpreis nominiert

14. Juli 2008 - Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste offizielle deutsche Designauszeichnung. Jetzt wurde der Messplatz „MarVision MS 660“ der Mahr Multisensor GmbH zum Designpreis 2009 nominiert. Der begehrte Preis wird vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und vom Rat für Formgebung ausgelobt und vergeben.
Die Jury des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland 2009 hat den Mahr-Messplatz „MarVision MS 660“ nominiert. Damit hebt sie ein Multisensormessgerät in den Blickpunkt, das der schnellen und hochpräzisen Vermessung von 2D- und 3D-Geometriemerkmalen an großflächigen Teilen wie Leiterplatten und Substraten für integrierte Schaltungen, Feinstanzteilen aus Metall, Druckplatten oder komplexen Kartonagen dient. „Gutes Industriedesign ist ein wichtiger Faktor in der Produktstrategie von Mahr“, erklärt Geschäftsführer Carl Mahr, „In der Qualitätssicherung prüfen Mahr Messmaschinen feinste Geometrien, die weit unterhalb des mit dem Auge Sichtbaren liegen. Klares Design vermittelt die vorhandene Präzision und schafft Zugang zum ‚Mikrokosmos’ der Fertigungsmesstechnik.“
Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ist der „Preis der Preise“: Um ihn kann man sich nicht bewerben – vielmehr werden die Erzeugnisse entweder von den Wirtschaftsministern und -senatoren der Länder oder vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nominiert. Zudem müssen die Erzeugnisse bereits mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet worden sein. Der Messplatz „MarVision MS 660“ hat bereits im November 2007 den „Saarländischen Staatspreis für Design 2007“ erhalten.
Mahr Multisensor ist ein führender Hersteller von innovativen 3D-Multisensor-Messgeräten für die Qualitätssicherung in der Fertigung. Die intelligente Kombination von Kamera, Laser und taktilen Sensoren erspart dabei die Anschaffung weiterer Messgeräte. Kunden in der Elektronik- und Halbleiterindustrie, der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Kunststoffindustrie inkl. des Formen- und Werkzeugbaus, sowie der Medizintechnik nutzen diese Vorteile.

Weitere Informationen unter www.mahr.de


Ruwel-Standort Grassau wird weiterbetrieben

11. Juni 2008 - Die in Europa gefertigten durchschnittlichen Stückzahlen pro Leiterplatte sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen und werden sich weiter reduzieren. Daher hatte die RUWEL GmbH mit heute 1.150 Mitarbeitern und einem Umsatz von 161 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr als Deutschlands größter Hersteller von Leiterplatten auch kürzlich die Übernahme der Naavinya CAD Soft Ltd. (NCS) in Bangalore, Indien, bekannt gegeben.
Dadurch wurde die nötige Kapazität für das erheblich höhere Arbeitsaufkommen im Bereich der technischen Arbeitsvorbereitung geschaffen, um künftig verstärkt auch mittlere und kleinere Losgrößen aus den Wachstumsbranchen Industrieelektronik, Medizintechnik und Maschinenbau optimal bedienen zu können.
RUWEL ist der zweitgrößte europäische Leiterplattenhersteller und bietet seinen Kunden aus nahezu allen Elektronikbranchen mit vier hoch spezialisierten Produktionsstandorten ein breites Produktspektrum. Neben dem Werk Geldern am Unternehmenshauptsitz betreibt RUWEL ein weiteres Großserien-Werk in Grassau am Chiemsee, in dem neben Multilayern vorwiegend Dickkupferschaltungen gefertigt werden. RUWEL konzentriert die Herstellung von Multilayern in größeren Stückzahlen künftig im Werk Geldern. Das Werk Grassau spezialisiert sich ausschließlich auf Dickkupferschaltungen und wird künftig durch die Lamitec-Dielektra GmbH betrieben. Lamitec-Dielektra wird in Grassau den Geschäftsbereich mit Dickkupfer-Leiterplatten weiter ausbauen, wie sie in den Wachstumsmärkten der Automobilelektronik und in der Photovoltaik benötigt werden.
Durch die vertikale Integration von eigenen Produktionsbetrieben für Kupferfolie sowie Basismaterial wird Lamitec mit Grassau erhebliche Synergieeffekte realisieren können. Einerseits eröffnet sich ein neuer Absatzkanal für das gruppeneigene Kupfer, andererseits ist das Leiterplatten-Werk Grassau dadurch mit seinen Dickkupferschaltungen in einer vielversprechenden Wettbewerbssituation. Lamitec hatte bereits 2006 den Multilayermaterial-Hersteller Dielektra Technologie GmbH in Köln übernommen und damit sein Engagement im Leiterplattenmarkt ausgeweitet.

Weitere Informationen unter www.ruwel.com


Mit Synchrotronstrahlung Verschmutzungen auf Halbleitern entdecken

10. Juli 2008 - Kleiner, präziser, leistungsstärker und billiger - das ist die Erfolgsformel der Mikro- und Nanoelektronik. Miniaturisierung spielt heute eine entscheidende wirtschaftliche Rolle und trägt maßgeblich zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts bei; doch je kleiner die Strukturen, desto anfälliger sind sie für minimale Verschmutzungen. Im Rahmen des europäischen Kooperationsprojekts ANNA arbeitet die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in ihrem Laboratorium am Elektronenspeicherring BESSY II in Berlin erstmals gemeinsam mit externen Nutzern an ausgewählten Messplätzen für die Nutzung von Synchrotronstrahlung.
Die internationale Zusammenarbeit unter dem Dach von ANNA soll europaweite Forschungskompetenz bündeln. In diesem Fall geht es um Erkenntnisse über die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Halbleiteroberflächen und Nanoschichten sowie die weitere Entwicklung von referenzprobenfreien Analysemethoden zur Bestimmung der Oberflächenkontamination und Schichteigenschaften.

Durch die fortschreitende Miniaturisierung mikroelektronischer Bauteile stößt die Halbleiterindustrie zunehmend an physikalische Grenzen. Neben der Erforschung neuer Materialien steht beim aktuellen Kooperationsvorhaben die Untersuchung von Halbleiteroberflächen im Vordergrund: Einerseits, weil deren Eigenschaften bei der Aufbringung von z.B. Nanoschichten eine große Rolle spielen und andererseits, weil kleinste Oberflächenkontaminationen Bauteile, wie z.B. Transistoren, unbrauchbar machen können.
Die Analytik von Oberflächenkontamination oder Schichteigenschaften beruht in der Regel auf der Verwendung von chemischen Vergleichsproben. Da allein aufgrund des monatlichen Aufkommens von 20 bis 30 neuen Nanoschichtsystemen zunehmend geeignete Referenzmaterialien für die Kalibrierung konventioneller, analytischer Verfahren fehlen, entwickeln PTB-Wissenschaftler ein physikalisches Analyseverfahren, das komplett auf Vergleichsproben verzichtet: die referenzprobenfreie Röntgenspektrometrie. Sie gewährleistet eine schnelle und zerstörungsfreie Prüfung mit hoher Zuverlässigkeit und Genauigkeit und ist sogar in der Lage, Mehrfachschichtsysteme vom Nanometerbereich bis zu einer Gesamtdicke von einigen Mikrometern zu analysieren. Die Grundlage für dieses Messverfahren ist die Nutzung absolut kalibrierter und wohl charakterisierter Instrumentierung wie z.B. der verwendeten Röntgendetektoren, bei deren Kalibrierung mit Synchrotronstrahlung die PTB auf eine mehr als 25 jährige Erfahrung bei BESSY I und II zurückblicken kann. Die gleiche Instrumentierung ermöglicht auch die Bestimmung von für die Halbleiteranalytik relevanten atomaren Fundamentalparametern mit kleinen Unsicherheiten.

Erste externe Nutzer dieses Forschungsprojekts sind Europas führendes Halbleiterforschungszentrum IMEC (Belgien) und die Forschungsgruppe für analytische Chemie um Professor Bernd Kolbesen an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Ausschlaggebend für die Kooperation mit der PTB ist ANNA (European Integrated Activity of Excellence and Networking for Nano and Micro-Electronics Analysis), eine Initiative im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union. ANNA bündelt die europaweite Forschungskompetenz. Beteiligt sind 12 Projektpartner aus 7 Ländern: Drei Halbleiterunternehmen und neun wissenschaftliche Einrichtungen mit halbleiteranalytischen sowie metrologischen Kernkompetenzen wollen durch gemeinsame Forschungsaktivitäten und eine engere Vernetzung den Herausforderungen der rasant fortschreitenden Halbleiterentwicklung begegnen. ANNA sieht vor, die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse über die Bereitstellung akkredierter Messplätze auch an externe europäische Nutzer weiterzugeben und ihnen im Rahmen des „Transnational Access“-Programms Zugang zu entsprechend ausgerüsteten Laboren zu geben. Die PTB öffnete nun als erster ANNA-Partner ihre Türen für die gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastruktur und Know-how.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Technische Optik sehr gefragt

9. Juli 2008 - Seit 2002 bietet PhotonicNet jährlich das Weiterbildungsseminar Technische Optik in der Praxis (T.O.P.) an. In diesem Jahr konnte das Netzwerk einen Teilnehmerrekord verbuchen. Und einen Hitzerekord!
T.O.P.- Zeit ist Sommerzeit, Anfang Juli scheint in Göttingen zuverlässig die Sonne! So auch in der vergangenen Woche, als den rund 50 Seminarteilnehmern und 11 Rednern bei erbarmungslosen Außentemperaturen von bis zu 34 Grad besonders hohe Anforderungen in puncto Ausdauer und Konzentration abverlangt wurden.
Aus ganz Deutschland waren die überwiegend aus der Industrie entsandten Teilnehmer angereist, um Grundlagen der Technischen Optik und Anwendungsbezogene Vertiefungen für den Berufsalltag mitzunehmen. Alle nutzten am Nachmittag das Angebot, Einblicke in einige Bereiche der Forschung an der Fakultät Naturwissenschaft und Technik der gastgebenden HAWK zu erhalten. Der Rundgang führte durch vier Labore, darunter die Räumlichkeiten der Laser- und Plasmatechnologie, der Optikfertigung, der Bildgebenden Sensortechnik sowie der Technischen Optik. Ausklang fand dieser grundlagenorientierte erste Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im historischen Ratskeller am bekannten Gänseliesel.
Am zweiten Tag standen aktuelle Aspekte aus den Themenfeldern Sensorik, Bildverarbeitung, Messtechnik und Mikroskopie im Mittelpunkt. In Ergänzung zu den theoretischen Grundlagen nahmen insgesamt 16 Teilnehmer die parallelen Workshop-Angebote zum Optikdesign mit WinLens und zur digitalen Bildverarbeitung auf Grundlage des Programms Matlab wahr. Aufgrund der hohen Nachfrage und guter Bewertungen durch die Teilnehmer plant die PhotonicNet GmbH auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung des T.O.P-Seminars gemeinsam mit der Fakultät Naturwissenschaft und Technik an der HAWK FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen.

Weitere Informationen unter www.photonicnet.de

Die Murmeltiere sind los

8. Juli 2008 - Augenzwinkernd und mit leichter Hand serviert – so kam im Jahr 2007 Tag für Tag eine neue Geschichte aus der Stadt der Wissenschaft zu den Zeitungslesern. Aber auch im Internet waren die täglichen Grüße aus der Ideenküche Braunschweig, freigelassen unter dem Projektmotto „Und täglich grüßt die Wissenschaft“, zu finden (mit vielen weiteren Informationen zum jeweiligen Thema und nicht zu vergessen dem zwinkerndem Murmeltier mit Kult-Charakter). Fans dieser ganz neuen Art, über Wissenschaft zu erzählen, aufgepasst: Alle 304 Glossen und viel Wissenswertes aus dem Forschungsalltag der Region Braunschweig sind jetzt in einem Buch vereint. „Das Murmeltier-Buch“ ist ab sofort in allen Buchhandlungen erhältlich.
Kühe mit Liebeskummer, sehnsuchtsvolle Physiker, rembrandtsche Holzwürmer, träumende Löwen – wer hat von so etwas je zuvor gehört? In Braunschweigs reicher Wissenschaftslandschaft sind auch solch skurrile Facetten zuhause – bestes Futter für die 15 permanenten Autoren (und einige kurzzeitige Gastautoren) des täglichen Glossen-Projektes. Sie haben in ihren Texten die unterhaltenden und die ernsthaften Seiten der Wissenschaft ganz neu vereint – und damit so manch neuen Blick auf die gar nicht so schwergängige Wissenschaft geboten.
In dem neuen Buch sind diese Glossen – gemeinsam mit ihren sachlichen Begleittexten - mit lockerer Hand in die drei großen Kapitel Leben, Technik und Kultur sortiert. Sie spannen einen großen Bogen quer durch alle Gebiete, auf denen sich die zahlreichen Forschungseinrichtungen der Region Braunschweig mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit tummeln. Außerdem durfte natürlich das Murmeltier nicht fehlen – auf nahezu allen Seiten des Buches widmet es sich seiner eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit.
Redaktionell betreut wurden alle Murmeltiere – jene in den Einzelveröffentlichungen des vergangenen Jahres und jene in diesem Buch – von der Pressestelle der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).

Sylvia Borchardt, Erika Schow, Jens Simon (Hrsg.)
Das Murmeltier-Buch – „Und täglich grüßt die Wissenschaft“
Glossen (und mehr) aus Leben, Technik, Kultur
352 Seiten, viele Abbildungen und ein Daumenkino
Joh. Heinr. Meyer Verlag
ISBN: 3-926701-74-9, Preis: 14,80 Euro


Vier Unternehmen aus der Metallbranche unter „Top 100“

7. Juli 2008 – Vier Unternehmen aus der Metallbranche haben für ihre herausragenden innovativen Leistungen das Gütesiegel „Top 100“ erhalten. Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien untersuchte in der gleichnamigen bundesweiten Vergleichsstudie das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen: Die 100 Besten wurden mit dem Gütsiegel prämiert.
Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, überreichte die renommierte Ehrung bei einem Festakt im Düsseldorfer Meilenwerk. Unter den Ausgezeichneten befanden sich auch vier Unternehmen aus der Metallbranche: Die Gutekunst Stahlverformung KG, die Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik GmbH, die SBS-Feintechnik GmbH & Co. KG sowie die Zeller + Gmelin GmbH & Co. KG.
Gutekunst Stahlverformung ist Spezialist für Federn im Automobil- und Maschinenbau und zählt bereits zum dritten Mal in Folge zu den „Top 100“. Ausgezeichnet wurde vor allem ein besonders gut umgesetztes Innovationsmanagement. Abteilungsübergreifende Innovationsteams und spezielle Innovationszirkel produzieren beispielsweise einen ständigen Fluss von Vorschlägen, die dann zu großen Teilen realisiert werden. Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Bolzen sehr schnell und auf besonders dünnen Blechen befestigt werden können. Insgesamt machen Innovationen bei Heinz Soyer einen Anteil von 20 Prozent am aktuellen Umsatz und 50 Prozent am Unternehmensgewinn aus.
Um Innovationen marktgerecht entwickeln zu können, bindet SBS-Feintechnik das Marketing schon sehr frühzeitig in den Neuerungsprozess ein. Mitarbeiter führen Befragungen durch, sondieren Testmärkte, präsentieren Projekte bei Kunden und sind in Feldtests vor Ort eingebunden. Zusätzlich geht die Geschäftsleitung in puncto Innovation mit gutem Beispiel voran: Einen Arbeitsmonat im Jahr nimmt sie sich Zeit für Aus- und Weiterbildungen.
Zeller + Gmelin hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Schmierstoffen, Druckfarben und chemischen Produkten für die Industrie spezialisiert. Da diese immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik sein müssen, stehen insbesondere Forschung und Entwicklung im Zentrum der Innovationsprozesse.
Prof. Franke untersuchte fünf zentrale Bereiche des Innovationsmanagements: den Markterfolg, das Innovationsklima, innovative Prozesse und Organisation, innovationsförderndes Top-Management sowie das Innovationsmarketing. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 342 Unternehmen bei Top 100 beworben. Die nächste Runde des Mittelstandspreises beginnt im September 2008.

Weitere Informationen unter www.compamedia.de


R-M stellt Effektlackserie auf der Automechanika in Dubai vor

4. Juli 2008 – R-M, Autoreparaturlackmarke der BASF Coatings, nutzte die Automechanika in Dubai, um den Kunden in der Region zum ersten Mal die umweltfreundliche, wasserbasierte Carizzma-Serie zu präsentieren. Die größte Auslands-Automechanika im Mittleren Osten ist die wichtigste Leitmesse für den regional stark wachsenden Markt von Ersatz- und Zusatzteilen im Automobilbereich.
„In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Individualisierung der Fahrzeuge sehr wichtig. Der Lack ist dabei von großer Bedeutung. Häufig bekommen wir Anfragen nach besonderen Pigmenten und Effektlackierungen“, erklärt R-M Landestrainer Lee Gough.
Erst im letzten Jahr hatte der exklusive R-M-Vertriebspartner Al Dahiya die Lacke der Reihe ONYX HD auf der Automechanika eingeführt. Ein Jahr brauchte es, bis dem breiten Publikum mit Carizzma jetzt auch lösemittelreduzierte und VOC-konforme Effektlacke vorgestellt werden konnten. Das steigende Interesse an automobilen Individuallösungen schlug sich insgesamt auf den Besucherstrom der Messe im bekannten World Trade Center Dubai nieder. Um mehr als 30 Prozent stiegen die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr. 18.500 Menschen aus der Region kamen innerhalb von drei Tagen, um sich über die Neuheiten und Trends von 950 Ausstellern aus 45 Ländern zu informieren. Damit zählt die Messe heute, nur fünf Jahre nach ihrer ersten Ausrichtung, bereits mehr als dreimal so viele Besucher wie noch 2003.
Unter der Marke R-M vertreibt die BASF ein umfassendes Sortiment an Lacksystemen für die Reparaturlackierung von Fahrzeugen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Wasserbasis- und festkörperreichen High-Solid-Lacken. Mit diesen Systemen lassen sich weltweit alle gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf Lösemittelreduktion erfüllen, ohne auf die Qualitäten konventioneller Materialien, z.B. Erscheinungsbild und Beständigkeit, zu verzichten.

Weitere Informationen unter www.rmpaint.com


„Exzellenzzentrum Automobilproduktion“ gegründet

3. Juli 2008 - Die Volkswagen AG und die Fraunhofer-Gesellschaft haben einen Kooperationsvertrag zum Aufbau eines gemeinsamen „Exzellenzzentrums Automobilproduktion“ am Standort des Fraunhofer Institutes in Chemnitz (IWU) geschlossen. Ziel ist, Lösungen für eine flexible und Ressourcen sparende Produktion zu entwickeln.
„Wir arbeiten gemeinsam mit Volkswagen an Innovationen, die serientauglich sein werden. Dabei haben wir die gesamte Prozesskette im Blick und erforschen intelligente und effiziente Verfahren. Im produzierenden Gewerbe sind mittelfristig Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich", sagte Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. “Auch das Potenzial für Materialeinsparungen in der Fertigung ist enorm. Unser Motto lautet daher: maximale Wertschöpfung aus minimalen Ressourcen“, so Bullinger weiter.
Die Zusammenarbeit zur nachhaltigen Produktion ist eine langfristig angelegte strategische Partnerschaft mit dem Ziel, eine Vielzahl an innovativen Forschungsthemen zur ressourceneffizienten Produktion umzusetzen. So wird das geplante Forschungszentrum etwa die wesentlichen Fertigungseinheiten einer Karosserieproduktion abbilden. Dies bietet Experten die Möglichkeit, neue Herstellungsverfahren bis hin zur Serienreife in Produktionsstraßen zu testen und schrittweise vor dem Alltagseinsatz in der Fabrik zu verbessern. Gearbeitet wird in Themenbereichen wie der Minimierung von Materialverlust, Performance-Presswerken sowie Niedrigenergie-Umformmaschinen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Kooperationsvertrages ist die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Nachwuchswissenschaftler. In den nächsten fünf Jahren werden damit schrittweise Arbeitsplätze für 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen. Zusätzlich erhalten Mitarbeiter von Volkswagen die Gelegenheit, in den Versuchsfeldern der gemeinsamen Forschungsfabrik neue Produktionsverfahren bis zur Serienreife zu erproben und sich selbst entsprechend zu qualifizieren.
Als Startfinanzierung für den Bau des „Exzellenzzentrums Automobilproduktion“ am IWU in Chemnitz investiert die Fraunhofer-Gesellschaft 20 Millionen Euro. Davon kommen 60 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 40 Prozent jeweils zur Hälfte von Bund und Land. Darüber hinaus beteiligt sich Volkswagen jährlich mit bis zu 2 Millionen Euro in Form von Personal- und Sachmitteln.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Neues Gütesiegel: GSB-Premium-Beschichter

2. Juli 2008 – Die GSB International, Qualitätsgemeinschaft für die Stückbeschichtung von Bauteilen aus Aluminium und Stahl, hat das neue Gütesiegel „GSB-Premium-Beschichter“ ins Leben gerufen. Architekten, Metallbauern und Bauherren werden damit objektive Kriterien an die Hand gegeben, mit denen sich ein erhöhter Qualitätsstandard nachweisen lässt.
Bereits im Jahr 2006 haben die Mitglieder mit der Verabschiedung der neuen Qualitätsrichtlinie GSB AL 631 den Grundstein für das neue Gütesiegel „GSB-Premium-Beschichter“ gelegt, mit dem gezielt auf die Bedürfnisse des Marktes reagiert wird. Ziel der GSB International ist es, die Qualität von Beschichtungen zu verbessern und konsequent zu sichern, nicht nur entsprechend dem aktuellen Stand der Technik, sondern darüber hinaus. Mit dem Gütesiegel wird die gesamte Prozesskette des Beschichtungsablaufs erfasst, die vom Premium-Beschichter sorgfältig überwacht, regelmäßig dokumentiert und nachgewiesen werden muss. Hierdurch wird dem Kunden eine hohe Prozesssicherheit geboten. Durch wiederkehrende Schulungen werden die Kenntnisse des Personals der GSB-Premium-Beschichter zur Einhaltung der Prüfkriterien erweitert.
Seit Mai 2007 haben mehr als 10 Beschichtungsbetriebe in Deutschland und Österreich in der Qualitätsgemeinschaft die hohen zusätzlichen Anforderungen erfüllt und das neue Gütesiegel verliehen bekommen.

Weitere Informationen unter www.gsb-international.de


Schlechte Rohstoffversorgung in der Reinigungsmittelindustrie

1. Juli 2008 – Anlässlich der Jahrestagung des IHO, Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz für industrielle und institutionelle Anwendung e.V., wurde über alle Sektoren hinweg vor allem ein Problem deutlich: Die Mitgliedsfirmen des IHO sehen sich mit einer prekären Situation bei der Rohstoffversorgung konfrontiert, die es in dieser Tragweite in der Bundesrepublik noch nicht gegeben hat.
„Vor allem bei Phosphorsäure und Phosphaten ist eine nie dagewesene Verknappung und Verteuerung festzustellen“, führte Klaus Wilbert, Verbandsvorsitzender, in einem Bericht aus. „Wir müssen letzte Mengen an den Spotmärkten zusammenkaufen“. Der Rohstoff hat sich im letzten Jahr von 45 bis 50 Euro pro Tonne auf rund 400 Euro pro Tonne verteuert. Laut statistischem Bundesamt haben sich demgegenüber Waschmittel um weniger als ein Prozent verteuert.Ursache sei die weltweit enorm steigende Nachfrage nach Düngemitteln, die dem Markt in großen Mengen den Rohstoff Phosphat entzieht. So haben die Entwicklung „Getreide zu Biosprit“ und der gleichzeitig steigende Nahrungsmittelbedarf ihre direkten negativen Auswirkungen auch auf die Reinigungsbranche, ergänzte Wilbert seine Ausführungen.
Neben dem Phosphatpreis sind bekanntlich auch die Preise für Rohöl exorbitant gestiegen, was einen direkten Einfluss auf den Preis vieler vom Rohöl abhängiger Reinigungsmittel - Rohstoffe hat. Kunststoffverpackungen, Energie und Transportleistungen sind gleichfalls betroffen. Darüber hinaus hat der Tarifabschluss in der chemischen Industrie die Personalkosten um fast fünf Prozent verteuert. Deshalb sind die Herstellerfirmen zu Notmaßnahmen gezwungen. Das führt selbst zu Entlassungen von Mitarbeitern - Medien berichteten bereits von geplanten Personalabbaumaßnahmen in mehreren Herstellerfirmen als Reaktion auf die akuten Kostensteigerungen.
Wenn das verfügbare Phosphat nicht mehr für alle Einsatzgebiete reicht, sind entsprechende Rezepturänderungen nötig. „Im Gegensatz zu Haushaltswaschmitteln kann Phosphat in zahlreichen professionellen Produkten nicht ausgetauscht werden. Potenzielle Substitute können die Eigenschaften von Phosphat nur partiell ersetzen“, erklärte Dr. Wolfgang Wagemann, stellvertretender Vorsitzender des IHO. Die Mitgliedsfirmen beklagen die politisch eingeschränkte Auswahl von Alternativstoffen. So ist die Verwendungsmöglichkeit von in Europa gängigen Alternativrohstoffen wie zum Beispiel EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) in Deutschland aufgrund nationaler beziehungsweise regionaler Rechtsvorschriften deutlich eingeschränkt.

Weitere Informationen unter www.iho.de


Volkswagen gewinnt Goldenen Öltropfen 2008

30. Juni 2008 – Volkswagen hat mit seiner Motorgetriebekombination – dem 90 kW starken TSI-Motor und dem neuen 7-Gang-DSG-Getriebe – den internationalen Wettbewerb „Goldener Öltropfen 2008“ gewonnen. Der Energie- und Umweltpreis des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz e.V. (KS) wird alljährlich vergeben.
Mit dem Preis prämiert der Verein technische Entwicklungen aus dem Automobilbereich, die einen bedeutenden Beitrag zur Kraftstoff-Einsparung und gleichzeitig zum Umweltschutz leisten. Die Juroren würdigten die beiden neuen technischen Entwicklungen von Volkswagen als intelligente Kombination, die in der Summe eine merkbare Einsparung an Kraftstoff und Emissionen bewirken. Hervorgehoben wurde auch, dass die Technik in zahlreichen Modellen - von der Kompaktklasse bis hin zu Fahrzeugen im Kleinwagensegment - zum Einsatz kommt.
Der Jury des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz e.V. gehören unabhängige Experten unter anderem aus Wissenschaft, Technik, Journalismus und Politik an. Bereits zum fünften Mal konnte Volkswagen diesen Preis entgegen nehmen, in der Vergangenheit wurden unter anderem der Golf Ecomatic (1994) und der Drei-Liter-Lupo (1996) ausgezeichnet.
In der Kombination des 90 kW TSI und des neuen 7-Gang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe) spielen beide Innovationen ihre besonderen Stärken aus: Der Verbrauch und die Emissionen werden deutlich reduziert. Beim Klassenprimus Golf liegt der Verbrauch bei nur 5,9 Litern pro 100 Kilometern – das entspricht einer CO2-Emission von 139 g/km. Gegenüber dem vergleichbaren Vorgänger-Motor mit Automatikgetriebe wird der Verbrauch um mehr als 20 Prozent reduziert (7,6 Liter/100 km bisher zu 5,9 Liter/100 km neu). Gleichzeitig konnte im mittleren Drehzahlbereich das Drehmoment um rund 60 Prozent erhöht werden.

Weitere Informationen unter www.volkswagen.de


Firmenkonsortium und Universität gründen Forschungszentrum

27. Juni 2008 – Boeing, EOS Electro Optical Systems, Evonik Industries und MCP HEK Tooling haben gemeinsam mit der Universität Paderborn das Forschungszentrum Direct Manufacturing Research Center (DMRC) gegründet. Vertreter der Unternehmen und der Universität unterzeichneten eine Vereinbarung mit dem Ziel, die Entwicklung von Direct Manufacturing-Prozessen und -Systemen, der automatischen, schichtweisen Herstellung von Bauteilen auf der Basis eines Computermodells, voranzutreiben.
Grundlage der Zusammenarbeit ist die Erfahrung der Industriepartner in der Luft- und Raumfahrt, der Materialherstellung und der Anlagenentwicklung sowie die Forschungskompetenz der Universität Paderborn. “Direct Manufacturing hat das Potenzial, Produktionskosten für Bauteile erheblich zu verringern, sowie Bauteile mit komplexen Geometrien und erweiterter Funktionalität herzustellen“, sagte Jeff DeGrange, Chairman des DMRC Konsortiums und Senior Manager für Direct Digital Manufacturing bei der Forschungs- und Entwicklungseinheit von Boeing, Phantom Works.
Das DMRC wird seinen Sitz an der Universität Paderborn haben und auf den Kompetenzen der Universität im Bereich Maschinenbau und Chemie bis hin zur Informatik aufbauen. “Wir freuen uns sehr, Teil dieses Konsortiums zu sein. Es eröffnet unseren Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, mehr über die neueste Generation der Direct Manufacturing Technologie zu lernen und unsere Kompetenzen in diesem Zukunftsfeld einbringen zu können“, sagte der Präsident der Universität Paderborn, Professor Dr. Nikolaus Risch.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Frästechniken, werden bei Direct Manufacturing-Technologien Bauteile auf Basis eines CAD-Datensatzes (Computer-Aided Design) automatisch, schichtweise, zum Beispiel mittels Laser aufgebaut. Die Technologien werden heute bereits in der Prototypenentwicklung eingesetzt und nur in wenigen Fällen in der Produktion kleiner, komplexer Bauteilserien. Voraussetzungen für eine breitere Anwendung in der Serienproduktion sind technische Lösungen im Hinblick auf Qualität und Kontinuität des Produktionsprozesses, Industriestandards, Automatisierung und Produktionsgeschwindigkeit.
Die vier Gründungsunternehmen werden über die Vertragslaufzeit von fünf Jahren insgesamt 2 Mio. Euro in das DMRC investieren. Die Universität Paderborn wird zudem 600.000 Euro beitragen. Das DMRC begrüßt ausdrücklich den Beitritt weiterer Industriepartner, um die Bandbreite der Forschung kontinuierlich zu erweitern. Die Partner gehen davon aus, dass das Gesamtbudget des DMRC innerhalb von 5 Jahren auf eine Summe von rund 11 Mio. Euro anwachsen wird. Das DMRC soll im Herbst 2008 eröffnet werden.

Weitere Informationen unter www.dmrc.de


Rohm and Haas eröffnet Niederlassung in Mexiko

26. Juni 2008 - Rohm and Haas hat in Querétaro (Mexiko) eine neue Firmenniederlassung eröffnet. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist, mit der 20 Millionen Dollar teuren Investition ihre Präsenz in Mexiko, den Anden-Ländern, Zentralamerika und der Karibik zu stärken.
Das Werk, das Emulsionspolymere und Polyacrylate herstellen wird, ist das erste in Lateinamerika, das unter den neuen Firmenrichtlinien, die Effizienz und Produktivität garantieren sollen, in Betrieb genommen wird. Mexiko ist einer der größten Märkte in Lateinamerika und von besonderer Priorität für Rohm and Haas. Das Unternehmen erwartet ein wirtschaftliches Wachstum von zehn bis 15 Prozent in der Region innerhalb der nächsten Jahre. Die Niederlassung in Querétaro wird 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Produktion wird sich um die Bedürfnisse verschiedener Industriezweige, wie beispielsweise die des Baugewerbes oder der Metallindustrie, kümmmern.

Weitere Informationen unter www.rohmhaas.com


PFOS: Ausnahmeregelung für die Galvanotechnik

25. Juni 2008 - Gemäß der Richtlinie 2006/122/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 gilt ab dem 27. Juni 2008 ein europaweites Verbot von PFOS (Perfluoroctansulfonate). Davon ausgenommen ist unter anderem die Galvanotechnik.
PFOS gehört zu den perfluorierenden Tensiden und wird hauptsächlich verwendet, um Materialien fett-, öl- und wasserfest zu machen. Daneben findet es auch bei der Verchromung Anwendung. PFOS ist umweltpersistent und wird als giftig eingestuft. Es wurden bereits perfluorierte Verbindungen (PFC) im Trinkwasser, in Säugetieren sowie im menschlichen Blut nachgewiesen.
Dem ZVO zufolge kann der Stoff derzeit aus arbeitshygienischen, technischen und Umweltgründen in der Galvanotechnik noch nicht flächendeckend substituiert werden, wenngleich die Prozesschemikalienlieferanten an einer fluorfreien Alternative arbeiten. Als Maßnahme zur Verringerung der Emission ins Abwasser hat der ZVO laut eigener Aussage den Beschichtern die Optimierung der Spülwasserrückführung in den Aktivelektrolyten und die Dosierung des Netzmittels nach Ampere-Stunden bzw. nach Oberflächendurchsatz empfohlen. Dadurch soll von einer Reduktion des gesamten Eintrags in die Umwelt von circa 20 Prozent ausgegangen werden können.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


Messtechnikspezialist Mahr: 2007 bestes Jahr

24. Juni 2008 - Gute Perspektiven für die Mahr Gruppe: 2007 war das beste und umsatzstärkste Jahr seit Aufzeichnung. Messtechnik von Mahr ist weltweit gefragt, die Marktstellung als globale Nummer Drei der dimensionellen Fertigungsmesstechnik ist behauptet, und die Arbeitsplätze für 2008 bleiben sicher. Künftig sollen die Dienstleistungen um die Hightech-Produkte forciert und Branchen wie die Medizin- oder Biotechnik mit neuen Produkten strategisch weiter erschlossen werden.
2007 legte der Umsatz um 7,5% zu und erreichte 180 Mio. Euro, der Ertrag steigerte sich auf 5,3 Mio. Euro. „Hauptgründe für den Ertragssprung ist der Wegfall von Sonderbelastungen wie Um- und Ausbauinvestitionen in Göttingen oder der Erwerb von Helios in Dörzbach“, so Stephan Gais, geschäftsführender Gesellschafter von Mahr. Große Nachfrage erzielte das Kataloggeschäft (Handmessgeräte), das 25% zulegte. Den Hauptumsatz liefert die Systemmesstechnik, die 2007 gegenüber dem Vorjahr leicht anstieg. Auch das Geschäft mit Spinnpumpen wächst und erreicht 12,5 Mio. Euro. Die Quote für Forschung und Entwicklung lag bei über 6%. „Die erneut gestiegene Eigenkapitalquote ist mit 33,6% sehr solide“, so Gais.

Weitere Informationen unter www.mahr.de


HSO eröffnete Vertriebszentrum Süd

23. Juni 2008 - Im Mai dieses Jahres eröffnete die Herbert Schmidt Oberflächentechnik, Solingen, in Kempten/Allgäu eine neues Vertriebzentrum, um mit Produkten und Dienstleistungen der Galvano- und Oberflächentechnik näher bei den Kunden in Süddeutschland und Österreich zu sein.
Besondere Bedeutung hat dieser Schritt für die Abnehmer aus der Automobil- und Zuliefererindustrie. Als Leiter des HSO-Vertriebszentrums Süd konnte Wolfgang A. Haggenmüller, 45, gewonnen werden, der zuvor über 15 Jahre in der Zuliefererbranche für die Automobilindustrie tätig war, zuletzt als Business Development Manager bei CSM Worldwide.

Weitere Informationen unter www.hso-solingen.de


Neues Explosionsschutzkonzept verspricht riesige Energieeinsparungen

Mehr als 100 Millionen Euro Energiekosten könnten in deutschen Chemie- und Petrochemieunternehmen eingespart werden, wenn in Zukunft die Zulassungsprüfungen von explosionsgeschützten Motoren und der dazugehörigen Frequenzumrichter voneinander getrennt ablaufen könnten. Für das entsprechende Konzept, mit dem unnötige Prüfungen des gesamten Systems (Motor plus Umrichter) vermieden werden, erhält Christian Lehrmann, Ingenieur bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), den Adolf-Martens-Preis 2008 für Sicherheitstechnik, Arbeitsschutz und verwandte Bereiche.
Frequenzumrichtergespeiste Antriebe erobern sich in der industriellen Antriebstechnik immer breitere Einsatzgebiete. Im Vergleich zu netzgespeisten Motoren lässt sich mit ihnen beim Antrieb von Strömungsmaschinen viel Energie einsparen. Außerdem kann man mit ihrer Hilfe Produktionsprozesse optimieren und so die Produktqualität steigern, die Lebensdauer von Produktionsanlagen verlängern und Netzrückwirkungen, die durch Spannungseinbrüche beim Hochlauf größerer Motoren entstehen können, verringern. Zudem ist es oftmals möglich, auf ein Getriebe zu verzichten – ein weiteres Einsparpotential.
Gerade in der Chemie und Petrochemie erfordern viele Anwendungen den Einsatz explosionsgeschützter Antriebe. Daher wollen Anlagenbetreiber frequenzumrichtergespeiste Antriebe möglichst flexibel und kostengünstig auch in explosionsgefährdeten Bereich einsetzen können – natürlich unter Einhaltung eines hohen Sicherheitsstandards. Das bisherige Explosionsschutzkonzept für umrichtergespeiste Antriebe der Zündschutzart "Erhöhte Sicherheit" war sehr unflexibel und aufwendig, da eine Prüfung des Umrichters immer zusammen mit der Maschine, mit der er später betrieben werden soll, erfolgen musste. Dies ist besonders bei Großmaschinen sehr zeit- und kostenintensiv. Als gravierender Nachteil wird dieses besonders unter dem Aspekt der unterschiedlichen Produktzyklen und Lebensdauern von Motor und Umrichter angesehen. Während ein Motor oftmals 20 Jahre oder gar noch länger im Einsatz betrieben wird, befinden sich Umrichter in einem kontinuierlichen technologischen Veränderungsprozess.
Der Gedanke, die Zertifizierung des Motors vom Umrichter zu trennen, war dann genauso folgerichtig wie entscheidend für den technischen und wirtschaftlichen Erfolg. Allein bei einem großen Chemieunternehmen liegt das Einsparungspotenzial an elektrischer Energie im oberen zweistelligen Euro-Millionenbereich, nicht gerechnet eingesparte Wartungsmaßnahmen und Exporterlöse deutscher Anlagenbauer. Weil sein „Explosionsschutzkonzept für umrichtergespeiste Antriebe der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit“ den Weg frei gemacht hat für enorme wirtschaftliche Einsparungen insbesondere in der chemischen und verfahrenstechnischen Industrie, und zwar bei einem mindestens gleich hohen Sicherheitsstandard, erhält Christian Lehrmann den Adolf-Martens-Preises 2008 für "Sicherheitstechnik, Arbeitsschutz und verwandte Gebiete".
Der Explosionsschutz von Antrieben großer Leistung zielt vorrangig auf die Vermeidung (belastungsabhängiger, aber auch –unabhängiger) heißer Stellen im Motor, die als Zündquelle einer Explosion wirken können. Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten führte Lehrmann umfangreiche experimentelle Arbeiten zur Maschinenerwärmung durch. Sein besonderes Interesse galt dabei den lastunabhängigen Oberschwingungsverlusten, die über induzierte Wirbelströme zu einer Erwärmung der Maschine führen. Dabei gelang es ihm, über die Messung der elektrischen Maschinenimpedanz die Dissipationsenergie zu berechnen.
Die zweite wichtige Säule war die sehr anspruchsvolle experimentelle Bestimmung und Modellierung der drehzahlabhängigen Kühlung bei eigenbelüfteten Maschinen, die Energieabführung. Beides zusammen erlaubt die Vorausberechnung der Erwärmung von Elektroantrieben sowie in Verbindung mit einer drehzahlabhängigen Strombegrenzung eine Begrenzung der Maschinenerwärmung für die Zündschutzart Erhöhte Sicherheit. Die notwendigen Steuerparameter können in einer Motorzulassung unabhängig vom Umrichter dargelegt werden.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


RUWEL übernimmt NCS in Indien

19. Juni 2008 - Die RUWEL GmbH, Deutschlands größter Hersteller von Leiterplatten für die Elektronikindustrie weltweit, gab jetzt die Übernahme von 80 % der Gesellschaftsanteile der Naavinya CAD Soft Ltd. (NCS) in Bangalore, Indien, bekannt. Eine Kaufoption über die restlichen 20 % des Unternehmens wurde ebenfalls vereinbart.
NCS beschäftigt ausnahmslos hoch qualifizierte Ingenieure im Bereich CAD / CAM, die Produktionsdaten für Leiterplatten von Kunden übernehmen, prüfen und produktionsgerecht aufbereiten. Seit vier Jahren bereits arbeitet RUWEL schon sehr erfolgreich mit NCS zusammen. Aufgrund allgemein kürzerer Produktlebenszyklen und steigender Typenvielfalt sind die durchschnittlichen Stückzahlen pro Leiterplatte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen und werden sich weiter reduzieren. Die Losgrößen nehmen ab, die Variantenvielfalt steigt. Dies bedeutet ein erheblich höheres Arbeitsaufkommen im Bereich der technischen Vorbereitung.
Qualifizierte Ingenieure sind in Deutschland derzeit Mangelware. Daher entschied RUWEL, den anwachsenden Mehrbedarf an Arbeitsvorbereitung künftig über den bekannten und bewährten Partner in Indien abzuwickeln. Alle Ingenieure dort haben mehr als zwei Jahre konkrete Erfahrung mit Leiterplattenlayout und -design. Die neuen indischen Kollegen werden für je drei Monate bei RUWEL auf die firmeneigenen Besonderheiten geschult.
Bangalore ist die Hauptstadt des Bundesstaats Karnataka, der 56 Millionen Menschen zählt, und ein bekanntes Hightech-Zentrum in Indien. Entwicklungslabors großer Konzerne wie Microsoft, Intel, IBM, Philips und SAP sind in Bangalore tätig. Die sechs Millionen Einwohner zählende Stadt ist eine der Globalisierungszentralen Indiens. Auch einheimische Software-Riesen wie Wipro und Infosys unterhalten dort Konzernzentralen. RUWEL plant, die Aktivitäten in Indien rasch auszubauen.

Weitere Informationen unter www.ruwel.de


Ausrufung des Helmholtz-Preises 2009

18. Juni 2008 - Wer ihn haben möchte, muss messtechnische Höchstleistungen vollbringen: Der mit 20 000 Euro dotierte Helmholtz-Preis ist die bedeutendste deutsche Auszeichnung in der Welt der Metrologie. Alle zwei Jahre ehrt der Helmholtz-Fonds und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit ihm europäische Wissenschaftler für Präzisionsmessungen in Physik, Chemie und Medizin. Bewerbungsschluss ist der 31.12.2008.
Gesucht sind wissenschaftliche und technologische Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Messwesens. Bei der einzureichenden Arbeit muss es sich um ein aktuelles Forschungsergebnis aus Theorie oder Experiment handeln, das entweder einen Grundlagenbeitrag leistet oder auf konkrete Anwendungen zielt. Die Arbeit muss dabei im europäischen Raum oder in Kooperation mit Wissenschaftlern, die in Deutschland arbeiten, entstanden sein. Mit dem Helmholtz-Preis werden seit 1973 hervorragende wissenschaftliche und technologische Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Messwesens ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielt der Mainzer Physiker Dr. Göstar Kling die angesehene Auszeichnung für die Entwicklung eines miniaturisierten Mößbauer-Spektrometers. Wissenschaftler können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember 2008 einreichen bei:

Vorsitzer des Helmholtz-Fonds e.V.
Prof. Dr. Ernst O. Göbel
Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
Bundesallee 100
D-38116 Braunschweig

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Kunststoffbeschichter gründen eigene Organisation

17. Juni 2008 - Ende April gründete sich der Fachverband Galvanisierte Kunststoffe e.V. (FGK). Nach der Gründungsversammlung schloß sich unmittelbar die erste Mitgliederversammlung an, in der Jörg Püttbach zum Vorsitzenden und Peter Fischer, Christian Falk und Reinhard Hoffmann zu Stv. Vorsitzenden gewählt wurden.
Die Aufnahme der Verbandsaktivitäten erfolgt zum 01. Januar 2009 nach endgültigen Abschluss der Gründungsformalitäten wie notarieller Vereinsregistereintragung und internem Organisationsaufbau - mit diesem wurde der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. in Hilden beauftragt.
Der „Fachverband Galvanisierte Kunststoffe e. V.“ wird qualifizierte Industrieunternehmen der Oberflächentechnik mit dem Schwerpunkt dekorative und funktionelle galvanische Oberflächen auf Kunststoffen für die Automobil- und Zulieferindustrie repräsentieren. Zweck des Verbandes wird sein, durch eine gemeinsame strategische Ausrichtung die Interessen seiner künftigen Mitglieder wahrzunehmen, insbesondere durch Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen, mit Verbänden und sonstigen Stellen und Einrichtungen auf dem Gebiet der galvanischen Kunststoffbeschichtung. Ferner wird der FGK die künftigen Mitglieder bei allen Themen von branchenweitem Interesse unterstützen. Unternehmen, die ein Interesse an einer Mitgliedschaft haben, können ihr Interesse bis zur Aufnahme der Verbandsaktivitäten dem Zentralverband Oberflächentechnik e.V., mail@zvo.org, mitteilen.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


Wissenschaft hat viele Fans

16. Juni 2008 - 188.000 Besuche zählten die Teilnehmereinrichtungen der Langen Nacht der Wissenschaften 2008 in Berlin und Potsdam (2007: 157.000). Mehr als 4.000 Gäste kamen zudem in die „Schnellste Ringbahn“, um sich in die Geheimnisse des größten Teilchenbeschleunigers der Welt einweihen zu lassen. Somit kann die Lange Nacht der Wissenschaften in diesem Jahr einen weiteren Rekord verzeichnen – denn mit 66 wissenschaftlichen Einrichtungen und 1.800 Programmpunkten war die achte Lange Nacht der Wissenschaften so groß und vielfältig wie noch nie.
"Die Wissenschaft in der Region hat sich in der vergangenen Nacht von ihrer besten Seite gezeigt. Tausende Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studierende haben ihre Projekte vorgestellt und unseren Gästen ein eindrucksvolles Bild vom Forschungspotenzial in Berlin und Brandenburg gezeichnet", hebt Prof. Dr. Günther Tränkle, Vorsitzender des Kuratoriums der Langen Nacht der Wissenschaften und Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik, das Engagement aller Beteiligten hervor.
"Eigene Erfahrungen mit Experimenten und persönliche Begegnungen mit Wissenschaftlern hinterlassen einen besonders nachhaltigen Eindruck, dafür ist eine Wissenschaftsnacht hervorragend geeignet. Für uns Wissenschaftler selbst sind diese Begegnungen Herausforderung und Vergnügen gleichermaßen. Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf das kommende Jahr." Die Lange Nacht der Wissenschaften 2009 findet am Samstag, den 13. Juni 2009, statt.

Weitere Informationen unter www.langenachtderwissenschaften.de


Wechsel in der Geschäftsführung bei OFTECH

13. Juni 2008 - Die Oftech Oberflächentechnik GmbH & Co. KG bekommt einen neuen Geschäftsführer. Ab sofort übernimmt Dipl.-Ing. Ralf Becker-Mondré den Troisdorfer Betrieb mit seinen 25 Mitarbeitern. Der 45-Jährige tritt die Nachfolge von Paul Banischewski an, der die Firma fast zwanzig Jahre lang geleitet und zu einem führenden Unternehmen der Galvanotechnik ausgebaut hat – und sich nun in den wohlverdienten Ruhestand zurückzieht.
Der gebürtige Kölner und gelernte Versorgungsingenieur Becker-Mondré hatte bis Anfang dieses Jahres einen Betrieb zur Rohr-Innensanierung geführt. Der Vater von drei Töchtern übernimmt die OFTECH Oberflächentechnik kurz vor Fertigstellung einer Produktionserweiterung und der Abwasser-Kreislaufanlage. Noch in diesem Jahr soll das Pilotprojekt, das unter anderem vom Bundesumweltminister gefördert wird, abgeschlossen und die Anlage offiziell eröffnet werden.

Weitere Informationen unter www.oftech.de


Größte Brückenmessmaschine von Carl Zeiss für Lockheed Martin

12. Juni 2008 - Carl Zeiss hat die Brückenmessmaschine MMZ B Plus an Lockheed Martin übergeben. Es ist die größte Brückenmessmaschine, die das Unternehmen jemals gebaut hat.
Während der offiziellen Eröffnungsfeier bei der Lockheed Martin Aeronautics Company in Fort Worth, Texas (USA), haben Bob Fiorentini, Leiter des Bereichs Globale Produktion des Überschall-Kampfjets F-35, und Larry Pike, Leiter des Bereichs Qualität, Carl Zeiss und anderen Projektbeteiligten ihre Anerkennung ausgesprochen. „Diese Messmaschine ermöglicht uns die Überwachung des eigentlichen Produktionsprozesses und erlaubt den Übergang von individueller Teileprüfung zur Prozessvalidierung“, sagte Larry Pike. Für Lockheed Martin war es die Fertigstellung einer mit Lean Manufacturing für F35-Komponenten optimierten Messeinrichtung. Die F-35 Lightning II ist ein Überschall-Kampfjet, der weltweit eine ganze Reihe bestehender Flugzeuge ersetzen soll.
Carl Zeiss entwickelte für das Projekt die Brückenmessmaschine MMZ B Plus mit einem Messbereich von 5 x 16 x 2,5 m. Mit einer Länge von 16 Metern kann die MMZ B Plus die Tragflächen aufnehmen und ihre Außenhaut hochpräzise vermessen. Die Maschine wird auch zum Messen von aerodynamischen Werkzeugen, Windkanalmodellen, Modulen im Maßstab 1:1 und anderen Elementen der Flugzeugzelle eingesetzt.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de/imt


Countdown für die "Klügste Nacht des Jahre"

11. Juni 2008 - Einmal jährlich laden Berliner und Brandenburger Wissenschaftseinrichtungen zur "Klügsten Nacht des Jahres" ein. Immer mehr Häuser – in diesem Jahr sind es 66 teilnehmende Institutionen – öffnen ihre Labore und Hörsäle, ihre Archive und Bibliotheken. Das einzigartig umfangreiche und vielseitige Programm umfasst mehr als 1.800 einzelne Veranstaltungen, von denen mehr als 700 noch nie in einer Wissenschaftsnacht präsentiert wurden.&xnbsp;
"Die Lange Nacht der Wissenschaften ist das ideale Abendprogramm für alle, die Neues entdecken wollen oder Antworten auf konkrete Fragen suchen – unabhängig von Alter, Beruf und Ausbildung", betont Prof. Dr. Günther Tränkle, Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik und Vorsitzender des Kuratoriums der Langen Nacht der Wissenschaften. "Wir wünschen uns in diesem Jahr wieder sehr viele neugierige Besucher, die uns Wissenschaftlern ruhig auf den Zahn fühlen können. Die Lange Nacht der Wissenschaften ist eine hervorragende Gelegenheit für uns, den aktuellen Stand von Forschung und Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zu erläutern."
Um die Besucher zu den Veranstaltungsorten zu bringen, fahren am kommenden Samstag 49 Sonderbusse auf einem Streckennetz von insgesamt 140 km Länge. Mehr als 50 Guides werden unterwegs sein, um den Besuchern auf ihrem Weg in die nächtliche Wissenschaftsschau behilflich zu sein. Organisiert und finanziert wird die Lange Nacht der Wissenschaften, die in Berlin und Potsdam seit 2001 jährlich stattfindet, in großen Teilen von den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen selbst. Unterstützt wird diese Veranstaltung von vielen regionalen Partnern, unter anderem und besonders von der Berlin Partner GmbH, der S-Bahn Berlin GmbH sowie der Wall AG.
Die Tickets für die Lange Nacht der Wissenschaften sind seit dem 22. Mai 2008 in allen Verkaufsstellen und Kundenzentren sowie an den Fahrscheinautomaten der S-Bahn Berlin GmbH erhältlich. Sie können außerdem unter www.LangeNachtDerWissenschaften.de bestellt sowie während der Veranstaltung an den Abendkassen erworben werden. Die Eintrittskarten gelten gleichzeitig als VBB-Fahrausweis Tarifbereich Berlin ABC (Kombi-Ticket).
Im Vorverkauf (bis 13. Juni 2008): Kombi-Ticket 10 € / erm. 6 € / Familie 20 € Am Veranstaltungstag (14. Juni 2008 ganztags): Kombi-Ticket 12 € / erm. 8 € / Familie 24€

Weitere Informationen unter www.LangeNachtDerWissenschaften.de


Jahrestagung des Deutschen Farbenzentrums - FARBINFO 2008

10. Juni 2008 - "Farbe verstehen" lautet das Motto der diesjährigen Tagung des Deutschen Farbenzentrums, die traditionell wieder im Oktober stattfindet. Vom 24. bis 26.10.2008 treffen sich Farbinteressierte unterschiedlichster Branchen im Deutschen Architekturzentrum in Berlin, um ihre Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen.
Fachleute aus dreizehn Wissensgebieten werden allgemeinverständlich und kompetent über den aktuellen Kenntnisstand in verschiedensten Bereichen der Farbe berichten. Farbtrends, Farbgestaltung, Kommunikation mit Farben, Farbpädagogik, aber genauso Farbmetrik und Farbtechnologie sind nur einige der Themengebiete, die auf der diesjährigen Tagung relevant sind. Wie auch in den Vorjahren werden am dritten Tag themenbezogene Exkursionen angeboten.
Im Ausstellungsbereich werden neue Produkte und Arbeitsmittel für die Farbgestaltung vorgestellt und ein umfassender Überblick über Fachliteratur zum Thema Farbe geboten. Die Tagung ist für jedermann zugänglich, für Mitglieder des Deutschen Farbenzentrums und Frühbucher gibt es ermäßigte Tagungsgebühren.

Weitere Informationen unter www.deutsches-farbenzentrum.de


Oerlikon Balzers – das erste Beschichtungsunternehmen im indonesischen Markt

9. Juni 2008 - Oerlikon Balzers und PT. Artoda Global haben einen Joint-Venture-Vertrag für ein neues Beschichtungszentrum am Standort Jakarta unterzeichnet. PT. Artoda Global ist ein indonesisches Unternehmen mit gut ausgebautem Netzwerk in Indonesien und insbesondere Japan. Die Tätigkeit der Artoda-Gruppe mit ihren über 50 Konzerngesellschaften erstreckt sich über sämtliche Bereiche des Automobilbaus.
Das Joint Venture wird den zunehmenden Bedarf der indonesischen Wirtschaft nach modernen Beschichtungen abdecken und vornehmlich die einheimischen Motorrad- und Automobilbranchen bedienen. Die indonesische Regierung hat zudem unlängst das erste Freihandelsabkommen unterzeichnet. Der Vertrag mit Japan tritt auf Anfang 2009 in Kraft und ermöglicht es japanischen Unternehmen, weitere Produktionsstätten in Indonesien zu eröffnen. In diesem Zusammenhang profitiert Oerlikon Balzers künftig stark von den langjährigen, sehr engen Beziehungen zwischen PT. Artoda Global und japanischen Firmen mit Niederlassungen in Indonesien.
Mit dem Zugang zum indonesischen Markt erweitert Oerlikon Balzers ihr globales Netzwerk für Beschichtungsdienstleistungen auf über 80 Produktionszentren in 31 Ländern.

Weitere Informationen unter www.oerlikon.com/balzer


Neue Fachmesse O&S für Oberflächen und Schichten erfüllt alle Erwartungen

6. Juni 2008 - Sowohl Aussteller als auch Besucher äußerten sich sehr zufrieden über den gesamten Verlauf der ersten O&S, Internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen, die am 5. Juni nach drei Messetagen in Stuttgart zu Ende gegangen ist. 317 Aussteller aus allen Bereichen der Oberflächentechnik und rund 5.000 Fachbesucher nutzten die Messe zum Präsentieren und Informieren über neue Entwicklungen und Verfahren unter anderem aus den Bereichen der Lackier- und Galvanotechnik, der Teilereinigung und Vorbehandlung sowie der industriellen Plasma- und Lasertechnik.
Ein Vorteil für die Besucher: Die Lage Stuttgarts im Herzen einer der wichtigsten Wirtschaftsregionen Europas und damit die Nähe zu den größten Anwenderbranchen Maschinen- und Fahrzeugbau, der Metallverarbeitung und der Elektrotechnik. 27 Prozent der Besucher stammten aus der Region im Umkreis von 300 Kilometern, 35 Prozent aus einer Entfernung über 300 Kilometern. Gleichzeitig wirkte sich die gute Anbindung des Messestandorts positiv auf die internationale Beteiligung aus. 16 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland, überwiegend aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien und Osteuropa. „Damit haben wir unser Ziel, in Kooperation mit der Messe Stuttgart eine internationale Fachmesse für die gesamte Oberflächenbranche in Süddeutschland zu bieten, erreicht. Die Zahl der Aussteller sowie die Qualität der Besucher hat unsere Erwartungen übertroffen“, so Wolfang Pech, Geschäftsbereichsleiter der Deutschen Messe, Hannover. Und Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, erklärt: "Das ist ein sehr gutes Ergebnis für diese Erstveranstaltung und bestätigt die Entscheidung für den Messestandort Stuttgart."
Auch die Aussteller sind mit dem Messeverlauf der ersten O&S zufrieden, wie Christoph Matheis, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Oberflächentechnik e.V. (ZVO), stellvertretend für seine Verbandsunternehmen bestätigt: „Die Resonanz unserer Mitglieder ist überwiegend positiv. Besonders erfreulich ist, dass es gelungen ist, zahlreiche Besucher aus der Zulieferindustrie für die O&S zu gewinnen. Unsere Erwartungen wurden entsprechend erfüllt und wir werden auch bei der nächsten O&S gerne wiederkommen.“
Dr. Martin Riester, Leiter Fachabteilung Oberflächentechnik im VDMA ergänzt: „Die O&S hat einen ordentlichen Start hingelegt. Die zurückhaltenden Erwartungen unserer Aussteller sind übertroffen worden. Diesen positiven Schwung gilt es nun für die O&S 2010 mitzunehmen, so dass die aktuelle Wettbewerbssituation dann kein Thema mehr sein wird.“ Riester erwartet, dass sich die O&S langfristig als Querschnittsmesse für die Oberflächentechnik etabliert. „Dann werden auch die Bereiche Lackier- und Plasmatechnik auf Aussteller- und Besucherseite ein stärkeres Gewicht bekommen.“
Die Qualifizierung der Messebesucher bestätigt die Besucherumfrage. Mit 76 Prozent kommt der Hauptanteil aus der Industrie, wobei 90 Prozent der Befragten angaben, in Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen eingebunden zu sein. Drei Viertel davon plant innerhalb der nächsten Monate Investitionen, 22 Prozent von ihnen in einer Höhe von über 250.000 Euro.
Sowohl in der Galvano- als auch der Lackiertechnik standen besonders die Themen Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit im Fokus – auch vor dem Hintergrund steigender Energiekosten. Moderne Anwendungen der UV-Technologie, eine längere Haltbarkeit der Produkte und ein schonender Umgang mit Rohstoffen können hier zu einer Verringerung von CO2-Emissionen und Produktionskosten führen. Dass die moderne Oberflächentechnik heute in nahezu allen Bereichen der produzierenden Industrie zum Einsatz kommt und auch weiter an Bedeutung gewinnt, zeigt ein Blick auf die zahlreichen Branchen, aus denen die Besucher stammen. Neben dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie und deren Zulieferer, sowie der Elektro- und Kommunikationstechnik waren darunter auch das Baugewerbe, die Kunststoffindustrie, die Medizintechnik, die optische Industrie und die Metallindustrie sowie designorientierte Branchen wie Schmuck und Hersteller von Armaturen und Beschlägen.
Auf reges Interesse gestoßen ist bei den Besuchern das O&S-Forum, das vom Stuttgarter Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) organisiert wurde und während der gesamten drei Messetage Fachvorträge und Anwenderberichte zu den verschiedenen Themenschwerpunkten präsentierte. Zahlreiche Besucher nutzten das Forum als Branchenplattform und zum gemeinsamen Austausch. 95 Prozent des Fachpublikums zeigten sich zufrieden mit dem Informationsangebot an den Ständen und 78 Prozent haben ihren Messebesuch als lohnenswert empfunden.
Die O&S ist eine optimale Ergänzung als Branchenplattform für die Oberflächentechnik in Süddeutschland im zweijährigen Wechsel mit der SurfaceTechnology in Hannover. 84 Prozent der Besucher empfehlen die O&S weiter und 53 Prozent der Besucher gaben an, dass die Bedeutung der O&S in den nächsten Jahren zunehmen wird. Die nächste Fachmesse O&S für Oberflächen und Schichten findet vom 8. bis 10. Juni 2010 wieder auf der Neuen Messe Stuttgart statt.

Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


Explosionen vermeiden, Prozesse sichern

6. Juni 2008 - Um das hohe Sicherheitsniveau in der Prozessindustrie aufrecht zu erhalten, muss aktuelles Wissen bestmöglich genutzt und stetig weiterentwickelt werden. Auf dem ersten „International Symposium for Process- and Explosion Protection“ kommen Experten und Praktiker aus Anlagensicherheit und Explosionsschutz zusammen, um neueste Erkenntnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Themen sind dabei unter anderem aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Sicherheitskonzepte, Explosion Engineering, Normen und Gesetze, Angewandte Forschung sowie Elektrischer Explosionsschutz und Anlagensteuerung.
Parallel zu den Messen Powtech und TechnoPharm wird das erste internationale Symposium am 30. September und 1. Oktober 2008 vom VDI Wissensforum und DEKRA EXAM in Nürnberg veranstaltet. Am Vortag findet ein Pre-Workhop statt, der Hilfestellungen zu konkreten Fragestellungen und praxistaugliche Lösungsvorschläge zu den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung gibt.
Insgesamt präsentieren Experten aus neun Ländern 22 Fachvorträge, die Konferenzsprache ist Englisch. Die Beitragsthemen reichen dabei von neuen Sicherheitskonzepten für die Verwendung von Wasserstoff und Biogasanlagen über Erfahrungen aus Unfallberichten, der Interpretation der Normung in der Praxis sowie praktischen Forschungsergebnissen bis hin zu nützlichen Beiträgen zur Druckentlastung. Zwischen den Vorträgen gibt es jeweils genug Raum für Fragen und Diskussionen. Zudem besteht an beiden Tagen die Möglichkeit, in einer Plenardiskussion Fragen zu eigenen Sicherheitsproblemen einzubringen. Teilnehmer haben so die Möglichkeit, von anerkannten Experten individuelle Empfehlungen zu erhalten.
Der Pre-Workhop „Betrieb und Prüfungen von Anlagen mit explosionsgefährdeten Bereichen nach Betriebssicherheitsverordnung" findet am Vortag des Symposiums statt. Zum Ziel hat der auf Deutsch stattfindende Workshop unter anderem, Antworten auf folgende Fragen herauszuarbeiten: Wie werden die rechtlichen Anforderungen zum Explosionsschutz in die Praxis umgesetzt? Wie können die geforderten Prüfungen regel- und gleichzeitig praxisgerecht umgesetzt werden? Was müssen befähigte Personen können und welche Verantwortung gehen sie ein? Wie weise ich den ordnungsgemäßen Betrieb mittels Dokumentation nach? Die einzelnen Blöcke werden durch Vorträge eingeleitet, der Schwerpunkt liegt allerdings in der Diskussion und dem Erfahrungsaustausch zwischen den Seminarleitern und den Teilnehmern.
Anmeldung und Programm unter

Weitere Informationen unter www.vdi.de/explosion


BASF Coatings erhält Ford World Excellence Award

5. Juni 2008 - Ökologische und soziale Verantwortung ist für die BASF Coatings ein strategischer Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg. Jetzt hat das Unternehmen für seine Leistungen im Bereich Corporate Responsibility den "Ford World Excellence Recognition of Achievement Award" erhalten.
Damit zählt BASF Coatings zu den führenden internationalen Lieferanten des Automobilherstellers, die mit einer "Anerkennung für besondere Leistungen" ausgezeichnet wurden. "Diese Auszeichnung für herausragende Leistungen im Bereich Corporate Responsibility ist für uns eine große Ehre“, sagt Ed Guerrini, Global Account Manager Ford bei BASF, und weiter: „Ich habe selbst erlebt, wie ernsthaft sich die Mitarbeiter der BASF Corporation für Corporate Responsibility engagieren, und wir freuen uns sehr, dass dieses Engagement von unserem Kunden, der Ford Motor Company, anerkannt wird."
Ford hat die World Excellence Awards insgesamt zum zehnten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden die Lieferanten, die in den Bereichen "Neue verbraucherorientierte Technologie", "Ford-Garantiekostensenkungsprogramm", "Corporate Responsibility" sowie "Diversität und Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit" wichtige Maßnahmen angestoßen haben. BASF ist seit vielen Jahren Lieferant der Ford Motor Company. Als weltweit größter Zulieferer chemischer Produkte für die Automobilindustrie liefert BASF Chemikalien, die die Fahrzeuge besser machen – von der Außenhaut bis zum Antriebsstrang, vom Innenraum bis zum Fahrwerk.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


O&S in Stuttgart gestartet

3. Juni 2008 - Mit mehr als 300 Ausstellern ist die O&S, die internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen, heute in Stuttgart gestartet. Auf insgesamt 13.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche präsentieren die Unternehmen einen Überblick über Fortschritte und Entwicklungen zu den Themen der Galvanisierungs- und Beschichtungsindustrie sowie der Lackiertechnik.
40 Unternehmen kommen aus dem Ausland. Den Schwerpunkt bilden hier die Länder Italien, die Niederlande und die Schweiz, gefolgt von Frankreich, Österreich, Russland, Polen, Tschechien, der Slowakei und Slowenien. Die Veranstalter erwarten rund 6.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Die O&S wird somit zu dem zentralen Branchentreff in Süddeutschland und bildet im zweijährigen Turnus eine optimale Ergänzung zur SurfaceTechnology im Rahmen der HANNOVER MESSE.

Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


67. Emailtechnischer Kursus

2. Juni 2008 – Das Informations- und Bildungszentrum Email e.V. veranstaltet im Auftrag des Deutschen Email Verbandes e.V. erneut einen emailtechnischen Kursus. Die erfolgreiche Weiterbildungsmaßnahme wird als einzige überbetriebliche Intensivschulung nunmehr in 67. Auflage durchgeführt. Der diesjährige Schulungskurs findet vom 15. bis 19. September 2008 an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn als Kurs III statt.
Die gesamte Kurstrilogie ist so konzipiert, dass ein jederzeitiger Einstieg problemlos möglich ist. Vorkenntnisse aus den Kursen I und II sind für eine erfolgreiche Teilnahme nicht erforderlich. Mit rund 20 praxisrelevanten Vorträgen und einer Werksbesichtigung bei Miele in Gütersloh vermittelt das einwöchige Seminar fundierte Grundlagen der Emailtechnik. Die Teilnehmergebühren für den Schulungskurs betragen 800,-- € für Verbandsmitglieder und 1.150,-- € (jeweils zuzüglich MwSt.) für Nichtmitglieder. Zum Kursende wird ein Abschlusstest angeboten nach dessen Bestehen die Teilnehmer ein qualifiziertes Zertifikat erhalten, das nach drei erfolgreich absolvierten Kursen zum Verbandsexamen führt. Nähere Informationen gibt es beim:

Informations- und Bildungszentrum Email e. V.
An dem Heerwege 10, 58093 Hagen
Telefon: 02331/788651, Fax: 02331/22662
E-Mail: info@emailverband.de


Made in Germany: Die Porsche-Erfolgsgeschichte

30. Mai 2008 - Porsche feiert Jubiläum: Vor genau 60 Jahren wurde der Grundstein für das familiengeführte Industrie-Unternehmen gelegt, dessen Aufstieg aus bescheidenen Anfängen zum bedeutendsten Sportwagenhersteller der Welt damals sicher niemand vorherzusagen gewagt hätte.
Es war am 8. Juni 1948, als ein neues Kapitel Automobilgeschichte aufgeschlagen wurde. An diesem Tag erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356-001 seine Straßenzulassung. „Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen“, sagte Ferry Porsche – und bis zum heutigen Tag prägt dieser besondere Tüftler- und Pioniergeist die Philosophie des Unternehmens.

Zwar hat Porsche in den vergangenen sechs Jahrzehnten nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen erlebt. Doch dank effizienter Produktionsmethoden, einer klaren Markenführung und innovativer Modelle, wie dem 356 und dem 911, dem Boxster und dem Cayenne, hat sich der ehemals kleine Sportwagenspezialist in rasantem Tempo zu einem der erfolgreichsten und profitabelsten Automobilhersteller der Welt entwickelt.

Weitere Informationen unter www.porsche.de


Runter mit den Pfunden - Spezialler Maskenlack für Airbus

29. Mai 2008 - Mit einem ganz speziellen Maskenlack sorgen die Experten von Relius, die zum Unternehmensbereich Coatings der BASF-Gruppe gehören, für millimetergenau abgespeckte Airbus-Teile.
Hoch über den Wolken zählt jedes Pfund. Die großen und ohnehin schon dünnen Aluminium-Bauteile werden zum großen Teil chemisch reduziert. Damit ausschließlich die gewünschten Stellen abgetragen werden, haben Experten von RELIUS speziell für das Airbus-Werk im norddeutschen Nordenham einen lösemittelfreien und schnell härtenden zwei-komponentigen (2K)- Maskenlack entwickelt. Der schützt das Aluminium im ätzenden Natronlaugebad – nur die nicht lackierten Flächen werden gewichtsreduziert.
Der 2K-Maskenlack von Relius kommt vor dem chemischen Fräsen zum Einsatz: Mit einer speziellen Spritzanlage werden die Flugzeugbauteile vollständig mit Maskenlack überzogen. Nach 30 Minuten Trockenzeit schneidet ein computergesteuerter Laser nach vorgegebener Geometrie den getrockneten Lack ein. Der Schneidrückstand im Schnittgraben dient als Selbstversiegelung. Somit entfallen aufwendige Versiegelungsarbeiten. Die eingeschnittenen Stellen können ganz einfach per Hand abgezogen werden.
Dann geht das gesamte Bauteil in der Natronlauge baden. Die nicht lackierten Flächen werden von der Lauge angegriffen und millimetergenau ausgedünnt. So wird das Aluminium von sechs auf bis zu zwei Millimeter abgetragen. Alle anderen Bereiche sind zuverlässig durch den 2K-Maskenlack geschützt. Sie behalten ihre ursprüngliche Stärke. Nach dem chemischen Fräsen wird der 2K-Maskenlack wieder restlos vom Bauteil entfernt.
Das Verfahren, mit Hilfe von Maskenlack Aluminium chemisch abzutragen, wird seit mehr als 35 Jahren angewendet. Was macht also gerade 2K-Maskenlacke von Relius so einzigartig? "Das Besondere an unserem Maskenlack ist, dass er lösemittelfrei und schnell härtend ist", erläutert Dieter Hohnholz, Leiter Neue Technologien, der maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war. "Es gibt kein vergleichbares Produkt auf dem Markt." Der rückstandsfrei abzuziehende Lackfilm muss nicht als Sondermüll entsorgt werden. Zudem konnte das Airbus-Werk in Nordenham seine Lösemittel-Rückgewinnungsanlage komplett abstellen.
Der 2K-Maskenlack besteht aus zwei Komponenten: Stammlack und Härter. Sie werden getrennt geliefert und erst in einer speziellen Spritzanlage beim Auftragen gemischt. Mit dem neuen Relius-Lack ist nur noch ein Spritzgang notwendig – bei konventionellen Maskenlacken waren es zwei bis drei. Durch die kurze Verarbeitungszeit von 12 bis 13 Sekunden können auch senkrechte und runde Teile ohne Probleme beschichtet werden. Nach 30minütiger Gesamttrockenzeit kann der Lack weiterbearbeitet werden. Diese Innovation spart wertvolle Zeit – früher waren hierfür vier Stunden notwendig.
Die lange Entwicklungszeit von acht Jahren hat sich gelohnt: Das Airbus-Werk in Nordenham verwendet das innovative Produkt beim Rumpfschalenbau des größten Verkehrsflugzeugs der Welt, dem A380. Pro Woche liefert RELIUS zwei Container Maskenlack und Härter nach Nordenham.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Mahr Technologietage und 2. Symposium: "Trends in der automatisierten Messtechnik"

28. Mai 2008 - Die Qualitätssicherung in der Fertigung wird immer anspruchsvoller: Mehr Werkstücke müssen schneller, genauer und zugleich kostenoptimierter gemessen werden. Die Mahr-Technologietage 2008, die vom 10. bis 12. Juni in Göttingen statfinden, widmen sich dem Alltag in der Praxis. Die Schwerpunktthemen eröffnen konkrete Perspektiven für effiziente und hochgenaue Messungen im Fertigungsalltag.
Mehr Tempo bei den Messverfahren: Schneller, einfacher und eine größere Anzahl an Werkstücken zu vermessen. Das ist der Wunsch vieler Mitarbeiter in der Fertigung und in Messräumen bei der Qualitätssicherung. Doch der Wunsch wird Wirklichkeit: mit Messgeräten, die hochgenau messen, automatisiert arbeiten und zudem einfach zu bedienen sind. So lässt sich schnell das Tempo in der Qualitätssicherung steigern und dadurch wesentlich wirtschaftlicher arbeiten. Das diesjährige Symposium bei Mahr beleuchtet die aktuellen Trends bei der automatisierten Messtechnik von verschiedenen Seiten.

Weitere Informationen unter www.mahr.de


Interseroh übernimmt das Stahl- und Metallrecyclinggeschäft von Alba

27. Mai 2008 - Die zur Kölner Dienstleistungs- und Rohstoffhandelsgruppe Interseroh AG gehörende Interseroh Hansa Recycling GmbH, Dortmund, will über eine Tochtergesellschaft aufgrund einer Vereinbarung vom 26. Mai 2008 die Albametall GmbH, Berlin, im zweiten Halbjahr 2008 übernehmen. Diese bündelt die Stahl- und Metallrecyclingaktivitäten des in Berlin beheimateten Entsorgungsunternehmens ALBA AG.
Gegenstand der Akquisition sind mehrere Gesellschaften mit rund 35 Standorten, die zum Teil vollständig im Besitz der Albametall GmbH sind und zum Teil in Joint Ventures mit Dritten geführt werden. Die Unternehmen befinden sich vorrangig in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Sachsen und Niedersachsen. Die Albametall-Gruppe hat 2007 rund eine Million Tonnen Stahl- und Metallschrotte vermarktet.
Die Interseroh-Gruppe mit Sitz in Köln, über 70 Standorten und rund 1.800 Mitarbeitern in Europa steht für qualitativ hochwertiges Recycling und moderne Kreislaufwirtschaft. Sammeln, Transportieren, Aufbereiten und Verwerten leerer Verpackungen, ausgedienter Produkte und von Altmetallen in mehreren europäischen Ländern sind ihre Aufgaben. Interseroh garantiert der Industrie für ihre Produktion so die Beschaffung wertvoller Sekundärrohstoffe, die weltweit gehandelt werden. Im Jahr 2007 waren dies über 5,8 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe, die Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von rund 1,75 Milliarden Euro.

Weitere Informationen unter www.interseroh-news.de


Wagner VertiCube HiCoat Kabine – Das Konzept der schwebenden Wolke

26. Mai 2008 - Gleichmäßige Schichtstärkenverteilung und hohe Materialeinsparungen sind die beiden wichtigsten Vorteile des neuen Wagner-Kabinenkonzepts VertiCube. Aufgrund einer nahezu waagrechten Strömungsführung innerhalb der Kabine lässt sich eine zusätzliche Tiefenwirkung auch mit wenig Pulver und geringeren Luftmengen realisieren.
Die VertiCube von Wagner ist die erste Kabine auf dem Markt, die statt der sonst üblichen vertikalen Luftströmung einen waagrechten Luftstrom erzeugt. Explizit bei Werkstücken, die einen freuen Materialfluss um das Produkt herum erlauben (z. B. offene Teile), erzielt diese horizontale Strömung optimale Beschichtungsergebnisse. In der VertiCube-Kabine entsteht eine sehr weiche Pulverwolke, die quasi in der Kabine steht bzw. um das Werkstück herum schwebt. Diese „schwebende Pulverwolke“ ermöglicht eine optimale vertikale Schichtstärkenverteilung sowie die Minimierung des Pulververbrauches.
Bei der VertiCube befindet sich gegenüber den Pistolenschlitzen ein vertikaler Absaugkanal, der direkt in die Kabinenwand eingelassen ist. Das Prinzip der vertikalen Kanäle an sich ist kein neues Thema. Die maßgebliche Innovation ist dabei vielmehr die richtige Auslegung der Absauggeschwindigkeiten durch geeignete Öffnungen, mit deren Hilfe die Pulverwolke zum Schweben gebracht wird. Auch die Kombination von vertikalem Kanal mit horizontalem Kanal für die Bodenreinigung ist eine entscheidende Neuheit in Bezug auf optimierte Strömungsverhältnisse im Kabinenbereich.
VertiCube ist ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb des HiCoat-ED-Konzepts bei Wagner und wird ausschließlich in Kombination mit HiCoat-C4-Pistolen betrieben.

Weitere Informationen unter www.wagner-group.com


Neuer Leitfaden verbessert Sicherheitsmanagement

22. Mai 2008 - Mit einem neuen Leitfaden Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz, kurz SGU, gibt das Land Rheinland-Pfalz kleinen und mittleren Unternehmen zukünftig Hilfestellung, das betriebliche Sicherheitsmanagement entscheidend zu verbessern. Unter www.sgu-leitfaden.de finden Betriebsinhaber Antworten auf Fragen, für deren Beantwortung sie bisher viel Zeit aufwenden mussten.
Nach wie vor geschehen zu viele Arbeitsunfälle. Ihre Zahl ist in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Rheinland-Pfalz etwa doppelt so hoch wie bei Großunternehmen (2006: 48.000 Unfälle in insgesamt ca. 190.000 KMU; 99% aller Betriebe in RP gehören zu den KMU). Angesichts des Wettbewerbsdrucks und der Unmöglichkeit, in den jeweils kleinen Belegschaften vertiefte Kenntnisse im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz aufzubauen, stößt die Einhaltung der oft komplexen Vorschriften auf große Probleme. Umweltministerin Margit Conrad erläutert: "Unser Ziel war es, den Unternehmen eine schnelle Hilfe zur praktischen Umsetzung der Vorschriften des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes anzubieten."
Arbeitsministerin Malu Dreyer betont, dass mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz ein Gewinn für alle, für die Beschäftigten und für die Unternehmen, und damit ein Standortvorteil für Rheinland-Pfalz ist. „Der neue SGU-Leitfaden erleichtert es den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Arbeits- und Gesundheitsschutz nach ihren betrieblichen Verhältnissen umzusetzen“, so die Ministerin.
Hier setzt der neue SGU-Leitfaden an. Er enthält neben der Darstellung der allgemeingültigen Regeln auch fachspezifische Aussagen zu den Branchen Metall, Bau, Holz und Druck. Zum betrieblichen Handling besteht zum einen die Möglichkeit, online mit einer Internetversion zu arbeiten oder eine Client-Version herunterzuladen und offline damit zu arbeiten. Der Leitfaden führt den Nutzer über Checklisten und ermöglicht die Sicherheitsüberprüfung in der Hand des Unternehmens. Er kann bearbeitet werden, ohne dass der Betrieb Sorge haben muss, dass Dritte Zugang zu seinen Daten erhalten. Neben den einschlägigen rechtlichen Regelungen bietet der SGU-Leitfaden auch eine Reihe der notwendigsten Vordrucke und Anleitungen zum Download, von der Brandschutzbelehrung über das Anzeigeformular zum Mutterschutz bis hin zu Gefährdungsbeurteilungen mit Alarmplänen. Unter Ansprechpartner findet der Nutzer die Adressen, bei denen er sich bei speziellen Einzelfragen erkundigen kann.
Im neuen SGU-Leitfaden wurde besonderer Wert auf Übersichtlichkeit und Verständlichkeit gelegt, um insbesondere auch für Betriebsgründer eine Planungsgrundlage zu schaffen. Der Leitfaden ist das Ergebnis einer bisher beispiellosen Zusammenarbeit zwischen den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, den Berufsgenossenschaften, dem Arbeits- und Sozialministerium, dem Umweltministerium, dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gesundheit sowie der Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen unter www.sgu-leitfaden.de


Michael Middendorf verstorben - VOA trauert um langjährigen Geschäftsführer

21. Mai 2008 - Nach schwerer Krankheit ist Michael Middendorf, der Geschäftsführer des Verbandes für die Oberflächenveredelung von Aluminium (VOA), Anfang Mai 2008 in Fürth verstorben. Middendorf, der 54 Jahre alt wurde, hinterlässt Ehefrau und zwei erwachsene Söhne.
Seit nunmehr fast 16 Jahren hatte der gelernte Jurist den Branchenverband mit Sitz in Nürnberg federführend geleitet. „Seine Schaffenskraft und sein stetes Engagement für den Verband und dessen Mitglieder waren wesentlicher Beitrag für die erfolgreiche Entwicklung des VOA“, würdigte Dr. Thomas Becker, der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes und Präsident der europäischen Dachorganisation ESTAL, den unermüdlichen Einsatz von Michael Middendorf. Höhepunkte seines Engagements sei die Verschmelzung der Gütegemeinschaft Anodisiertes Aluminium (GAA) und der Qualitätszeichen-Organisation QUALICOAT in den Branchenverband VOA im Jahre 2005 gewesen. Der gebürtige Sauerländer Michael Middendorf hatte nach Schulzeit und Bundeswehr zunächst die Juristenlaufbahn eingeschlagen. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Nürnberg-Erlangen, sammelte als Referendar in verschiedenen Stationen praktische Erfahrungen und bestand schließlich im Jahre 1983 sein zweites Staatsexamen.
Als junger Rechtsanwalt widmete sich Michael Middendorf zunächst in der Fürther Kanzlei Dres Engel und Streng dem Zivil- und Arbeitsrecht. Drei Jahre später intensivierte sich der Kontakt zu Unternehmen in der Industrie, als er 1986 als Referent in den Verein der Bayerischen metallverarbeitenden Industrie (VBMI) eintrat.
Michael Middendorf leitete ab 1992 nicht nur die Geschicke des VOA, sondern war auch als Geschäftsführer des GAA tätig. Ferner war er Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Schwerer Korrosionsschutz von Armaturen und Formstücken durch Pulverbeschichtung e.V. (GSK). Außerdem engagierte sich Middendorf in der Geschäftsführung der Gütegemeinschaft für die Reinigung von Metallfassaden (GRM) und für das Internationale Qualitätszeichen für die industrielle Entlackung von Metallen und Kunststoffen (QUALISTRIP).
"Mit Michael Middendorf verliert unsere Branche einen kompetenten und zielgerichtet arbeitenden aktiven Organisator, der uns bei der künftigen Arbeit schmerzlich fehlen wird. Seine positive Lebenseinstellung und die selbst in der Zeit seiner Krankheit nie verloren gegangene Zuversicht wird uns stets in guter Erinnerung bleiben", betonte Norbert Mahler, der Vorsitzende des VOA.

Weitere Informationen unter www.voa.de


HighChem-Broschüre zu Farben und Lacken

20. Mai 2005 - Eine Welt ohne Farben und Lacke ist undenkbar. Fast alles, was der Mensch herstellt, wird heute lackiert oder angestrichen: Häuser, innen und außen, Möbel und Einrichtungsgegenstände, Fahrzeuge aller Art, Druckerzeugnisse, Kunststoffverpackungen und vieles mehr. Kaum einer hat zur Kenntnis genommen, dass die guten alten Anstrichstoffe von HighTech-Lacken - man sollte eher HighChem-Lacken sagen - verdrängt wurden. Eigentlich sollte jeder wissen, was das ist, das man im Do-it-yourself-Verfahren verstreicht oder was das Auto so richtig schick aussehen lässt. Jetzt ist es ganz einfach, sich in die Welt der Farben und Lacke einzulesen: mit "HighChem hautnah - Aktuelles zur Chemie der Farben und Lacke", erschienen bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in Frankfurt, die diese Broschüre (ebenso wie das Deutsche Lackinstitut in Frankfurt) an Interessierte kostenloDie Broschüre basiert auf dem Internet-Auftritt www.aktuelle-wochenschau.de, mit dem die GDCh seit 2005, in jedem Jahr mit einem anderen thematischen Schwerpunkt, Oberstufenschüler, Lehrer, Studenten, Wissenschaftsjournalisten, Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker - kurz: jeden Interessierten - über Aktuelles aus der Chemie informiert. 2007 hat die GDCh-Fachgruppe Lackchemie bei der Aktuellen Wochenschau Regie geführt und Woche für Woche auf die Fragen "Was ist drin im Lack?", "Wie kommt Farbe in den Lack?", Wie wird heute lackiert?", "Wie sehen moderne Lacksysteme aus?", "Was ist neu bei aktuellen Lack-Innovationen und wie wird in Zukunft lackiert?", "Was zeichnet Lacke für besondere Aufgaben aus?" und "Wie wird die Qualität der Lacke getestet?" verständliche Antworten gefunden.
Die im Mai 2008 daraus hervorgegangene Broschüre beinhaltet alle Wochen, sprich: Kapitel, der Wochenschau, jedoch in gekürzter und didaktisch aufbereiteter Form. Mühelos kann man sich auf 115 Seiten mit den Grundlagen der Chemie der Lacke und Farben vertraut machen und sich anhand typischer Anwendungen die große Spannbreite ihrer Einsatzgebiete vor Augen führen. Dabei wird auch auf Gesundheits- und Umweltschutzaspekte eingegangen. Wem die gedruckte Version zu kurz geraten ist, der kann auf einer der Broschüre beigefügten CD die Langfassungen der Kapitel mit deutlich mehr Abbildungen einsehen.
Professor Dr. Thomas Brock, der Vorsitzende der GDCh-Fachgruppe Lackchemie, empfiehlt die Broschüre insbesondere für Schule und Studium: "In Chemieunterricht und Studium werden Lacke und Farben oftmals nur am Rande oder überhaupt nicht erarbeitet. Die Beschäftigung mit diesem Themenkreis bietet aber die Möglichkeit, eine ganze Reihe gängiger chemischer Inhalte mit der Alltagswelt zu verknüpfen."
Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Tel. 069/7917-330, E-Mail: pr@gdch.de.s abgibt.

Emailverband ehrt Prof. Dr. Peter Hellmold - Louis-Vielhaber-Gedenkmünze verliehen

19. Mai 2008 – Im Rahmen der Emailtagung, die vom 21. – 23.04.2008 in Weimar stattfand, verlieh der Deutsche Email Verband e.V. (DEV) die Louis-Vielhaber-Gedenkmünze an Prof. Dr. Peter Hellmold. Die Auszeichnung des wissenschaftlichen Leiters des Verbandes erfolgte "in Anerkennung und Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um die Emailforschung und Emailtechnik, sowie auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung."
Prof. Hellmold ist erst der siebte Empfänger der bereits 1961 in Würdigung der Verdienste Louis Vielhabers, dem ersten Geschäftsführer des Email Verbandes, geschaffenen Gedenkmünze. Zuvor erhielten u. a. Prof. Dr. Adolf Dietzel 1963 und Prof. Dr. Walter Hennicke 1992 für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Emailforschung die Auszeichnung. Zuletzt wurde Dr. Werner Joseph 1995 für seine Verdienste auf dem Gebiet der Emailausbildung geehrt.

Weitere Informationen unter www.emailverband.de


DEV-Vorstand im Amt bestätigt - Klaus-Achim Wendel erneut Vorsitzender

16. Mai 2008 – Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Email Verbandes e.V. (DEV) am 20.04.2008 in Weimar wurde der amtierende Verbandsvorstand bei der nach drei Jahren turnusmäßig anstehenden Neuwahl mit großer Mehrheit bestätigt. DEV-Vorsitzender bleibt für eine weitere Periode Dipl.-Kfm. Klaus-Achim Wendel ebenso wie sein Stellvertreter Karl-Otto Heim.
Lediglich für den nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch ausscheidenden Simon Kaastra wurde Hans Derksen (beide Ferro Techniek B.V., NL, Gaanderen) neu in das Vorstandsgremium gewählt. Dem insgesamt 11-köpfigen DEV-Vorstand gehören neben den bereits erwähnten folgende Personen an: Prof. Dr. Peter Hellmold als wissenschaftlicher Leiter sowie die Mitglieder Dr. Michael Brühl (Salzgitter Flachstahl GmbH), Dipl.-Ing. Helga Conradi (Dortmunder OberflächenCentrum GmbH), Ronald Ehrencron (Ferro Holland B.V.), Heinz Hettich (Allgeier-Email GmbH), Philipp Huber (Bergheimer Emaillierwerk GmbH & Co. KG), Dipl.-Ing. Andreas Huhn (Omeras GmbH) und Dipl.-Ing. Dieter Jacobs (Pemco Brugge BVBA).

Weitere Informationen unter www.emailverband.de


Forschungsförderung startet im Bereich Elektronik und Software

15. Mai 2008 - Die Europäischen Staaten haben mit der Gründung gemeinsamer Technologieinitiativen einen völlig neuen Weg der Forschungsförderung eingeschlagen: In öffentlich-privaten Partnerschaften bündeln die Europäische Kommission und die beteiligten Mitgliedstaaten ihre Mittel mit denen der Industrie. Am Donnerstag wurden die ersten Ausschreibungen für konkrete Förderprojekte in den Bereichen Nanoelektronik und eingebetteter Computer-Systeme veröffentlicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt sich daran mit einem Betrag von 21 Millionen Euro.
Die Umsetzung dieser neuen europäischen Initiativen ist Aufgabe der Gemeinsamen Unternehmungen ENIAC (European Nanoelectronics Initiative Advisory Council) und ARTEMIS (Advanced Research and Technology for Embedded Intelligence and Systems), die als öffentlich-private Partnerschaften organisiert sind. Im Rahmen dieser Programme stellen die Partner 3 Milliarden Euro (ENIAC) und 2,5 Milliarden Euro (ARTEMIS) über die nächsten zehn Jahre bereit. Etwa die Hälfte dieser Mittel stammt aus der Industrie. Die übrigen Gelder sind öffentliche Mittel, wobei zwei Drittel aus nationalen Programmen und ein Drittel von der Europäischen Union aufgebracht werden. Ziel der Förderung ist es, die Zusammenarbeit zwischen europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in wichtigen Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Sicherheit, Energie und Umwelt zu unterstützen und strategisch auszurichten.

Weitere Informationen unter www.eniac.eu, www.artemis.eu


4. VDI-Fachtagung "Zylinderlaufbahn, Kolben, Pleuel"

14. Mai 2008 - "Der Markt fordert von der Fahrzeugindustrie eine herausragende Fahrleistung, geringen Kraftstoffverbrauch, Umweltfreundlichkeit und eine hohe Qualität zu akzeptablen Preisen", bringt Hermann-Josef Engler, Leiter Technische Entwicklung (3-und 4-Zylinder) bei Volkswagen, die Kundenbedürfnisse auf den Punkt. Dies erfordert ein kontinuierliches Optimieren der Antriebsaggregate. "Ein hoher Kostendruck führt bei den Konstruktionen zu Grenzbelastungen, insbesondere im Werkstoffbereich", beschreibt Engler, der die VDI-Tagung "Zylinderlaufbahn, Kolben, Pleuel" leitet, die schwierige Situation der Motorenbauer. Unter dem Motto "Innovative Systeme im Vergleich" veranstaltet das VDI Wissensforum die Fachtagung am 11. und 12. Juni 2008 in Baden-Baden.
Einstiegsthema ist die zukünftige Bedeutung des Verbrennungsmotors unter Berücksichtigung innovativer Antriebskonzepte. Thomas Conze und Jérome Munier von Porsche tragen zur Interaktion von Kolben und Zylinderlaufbahn beim Hochleistungs-Ottomotor unter dem Einsatz numerischer Simulationsmethoden vor. Ansätze zur Optimierung von Ölverbrauch, Reibleistung und Verschleiß per Simulation und dynamische Messverfahren gibt Marcus Grohl von Automobil-Prüftechnik Landau. Gerd Adler von Federal Mogul Wiesbaden präsentiert neue Gleitlagerlösungen für motorische Anwendungen. In drei weiteren Sektionen werden jeweils verschiedene Innovationen zu den Themen Zylinderlaufbahn, Kolben und Pleuel vorgestellt und diskutiert.
Mit der Tagung will der VDI den Dialog zwischen den Anwendern, Zulieferern, Konstrukteuren, Entwicklungsbüros und Forschungseinrichtungen fördern.

Weitere Informationen unter www.vdi.de


BASF Coatings nimmt Produktionsstätte für Lack in Russland in Betrieb

13. Mai 2008 - Die BASF Coatings hat ihren neuen Produktionsstandort für Lack in Russland in Betrieb genommen. In der neuen Anlage in Pavlovskij Posad, 60 Kilometer östlich von Moskau gelegen, können jährlich rund 6.000 Tonnen Lacke (Basislacke und Klarlacke) hergestellt werden. Der neue Standort wird Kunden im wachsenden russischen Automobilmarkt mit hochwertigen Lacken versorgen.
Zugleich bietet er den Kunden ortsnah Unterstützung auch bei Anwendungstechnik und Laborleistungen. Die BASF Coatings ist nun der erste international tätige Lackhersteller, der mit einer eigenen Produktionsanlage in Russland die Kunden ortsnah beliefern kann.
"Mit der lokalen Produktionskapazität verfügen wir über eine gute Basis, die dynamische Entwicklung des russischen Automobilmarktes mitzugestalten", erläutert Juan Ximénez-Carrillo, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa der BASF Coatings.
50 Mitarbeiter arbeiten in Pavlovskij Posad in der Produktion, dem Qualitäts-Prüflabor, dem Lager und der Werkstatt. Im Zuge wachsender Nachfrage ist die Anlage zudem auf eine Produktionsmenge von 25.000-30.000 Tonnen erweiterbar. Details zur Investitionssumme wurden nicht bekannt gegeben.
Für die einheimische Automobilindustrie, aber auch für die namhaften Hersteller aus allen Regionen hat sich Russland zu einem attraktiven Markt und Standort für die Automobilproduktion entwickelt. Russland gilt bereits heute als einer der vier weltweit größten Wachstumsmärkte und wird in den nächsten Jahren zur zweitstärksten europäischen Wirtschaftsnation hinter Deutschland heranwachsen. Alle bedeutenden Automobilhersteller inklusive der asiatischen OEM sind bereits jetzt oder werden in Kürze in Russland vertreten sein. Neben dem quantitativen Wachstum besteht in Russland auch eine steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lacktechnologien. "Die BASF hat enge und langjährige Partnerschaften zu russischen und global tätigen Kunden, die wir mit Produkten und innovativen Lösungen für eine wirtschaftlich und ökologisch effiziente Lackierung unterstützen", unterstreicht Semen Belyakov, Leiter der BASF Coatings in Russland.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.com


BASF stärkt ihr Automobilgeschäft in Indien

9. Mai 2008 - Die BASF verstärkt ihr Angebot für die Automobilindustrie auf dem indischen Markt mit Investitionen in Produktion und Entwicklung. In Mangalore baut BASF seit Februar 2008 ein neues Farblabor für Autoreparaturlacksysteme auf und erweitert bis Ende 2008 ihre Anlage zur Produktion von Elektro-Tauchlacken.
In Chennai verdreifacht die BASF bis Anfang 2009 die Produktionskapazität ihrer Anlagen für Automobilkatalysatoren. Darüber hinaus wird die BASF an ihrem Produktionsstandort in Thane eine Anlage für die Herstellung von technischen Kunststoffen (Compoundieranlage) bauen. Diese soll im zweiten Halbjahr 2009 die Produktion aufnehmen. Technische Kunststoffe werden unter anderem im Automobilbau sowie für elektrische und elektronische Teile verwendet.
Laut Dr. Wolfgang Hapke, Leiter Geschäftsentwicklung der BASF-Region Asien-Pazifik, stellt der Automobilbereich die zweitgrößte Umsatzquelle des Unternehmens nach der Chemiebranche dar. Dabei spielt der asiatische Raum eine zunehmend wichtigere Rolle: "Die Produktionszahlen belegen, dass Asien die am schnellsten wachsende Region weltweit für die Automobilindustrie ist. Der Zuwachs der Fahrzeugproduktion beträgt dort durchschnittlich acht Prozent pro Jahr. Allein in Indien beträgt die Wachstumsrate seit einigen Jahren durchschnittlich 15 Prozent. Innovationen in der Automobilindustrie kommen zunehmend von asiatischen Unternehmen – ein Trend, den die BASF unterstützt", erklärt Prasad Chandran, Geschäftsführer der BASF India Limited.

Weitere Informationen unter www.basf.de


VDMA: Mehr als 70 Teilnehmer beim Praxistag

Der Praxistag "Oberflächentechnik für die Komponentenindustrie", den der VDMA am 6. Mai 2008 zum Thema "Oberflächen für die Komponentenindustrie" in Frankfurt/Main veranstaltete, war ein voller Erfolg. Mehr als 70 Entscheider aus dem deutschen Maschinenbau, darunter Geschäftsführer und Führungskräfte aus Forschung und Entwicklung, Fertigung, Arbeitsvorbereitung, Konstruktion und Vertrieb, informierten sich über die konkreten Anwendungsmöglichkeiten und Verbesserungspotentiale, die die Industrielle Plasma-Oberflächentechnik zu bieten hat.
Insgesamt acht Referenten namhafter VDMA-Mitgliedsunternehmen und Forschungseinrichtungen berichteten über Best-Practice-Projekte. Die Industrielle Plasma-Oberflächentechnik ist eine Schlüsseltechnologie, um den Verschleiß an hochbelasteten Maschinenkomponenten zu verringern, ihren Reibwiderstand zu mindern und den Korrosionsschutz zu verbessern. Hersteller von Komponenten nutzen diese Möglichkeiten bereits vielfach, um ihre Wettbewerbsposition mit neuen, leistungsfähigeren Produkte zu stärken. Allerdings gibt es innerhalb des Maschinenbaus noch viele Anwendungsbereiche, in denen die Potentiale der Industriellen Plasma-Oberflächentechnik nicht ausgeschöpft werden. Der wesentliche Grund dafür: die fehlende Kenntnis, wie sich die innovative Technologie in bestehende Produktionsprozesse einbinden lässt.
Es war der zweite Praxistag, den der VDMA unter dem Label "Intelligenter Produzieren (IP)" veranstaltete. Zwei weitere Praxistage werden in diesem Jahr folgen. "Mit den IP-Praxistagen greifen wir spezifische Themen für bestimmte Zielgruppen oder regionale Märkte auf", erklärt Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA. "In Verbindung mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Kongress wollen wir die Marke Intelligenter Produzieren zur wichtigsten produktionstechnologischen und –organisatorischen Veranstaltungsreihe machen."
"Intelligenter Produzieren (IP)" - Unter diesem Label thematisiert der VDMA die strategischen Ziele des deutschen Maschinenbaus: die Produktion in Deutschland zu steigern, die Wettbewerbsfähigkeit der Investitionsgüterindustrie zu erhöhen und die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern - durch Vernetzung mit der Forschung und einen exzellenten Nachwuchs. Zu diesem Zweck richtete der VDMA im Sommer 2007 den ersten IP-Kongress aus. Weitere Kongresse werden alle zwei Jahre folgen. In der Zwischenzeit wird der VDMA IP-Praxistage zu einzelnen Themenschwerpunkten veranstalten. Für 2008 sind noch folgende IP-Praxistage geplant.
1. Juli 2008: "Automatisierungstechnik für die Automobilindustrie" in Stuttgart
13. November 2008: "Condition Monitoring Systems" in Frankfurt/Main

Weitere Informationen unter www.vdam.org


Deutliches Plus bei Werkzeugmaschinenbestellungen

7. Mai 2008 – Der Höhenflug im deutschen Werkzeugmaschinenbau setzt sich 2008 nahtlos fort. Im ersten Quartal stiegen die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent. Der inländische Auftragseingang zog um 16 Prozent an; die ausländischen Orders legten um 22 Prozent zu.
"In den ersten drei Monaten des Jahres sind die Bestellungen kontinuierlich angestiegen, zuletzt im März um 23 Prozent", erklärt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). "Es gibt keine Verzerrung durch einen Basiseffekt. Deshalb ist das aktuelle Ergebnis besonders positiv zu werten." Die gute Lage bei den Bestellungen sorgt auch für einen weiteren Anstieg bei Kapazitätsauslastung und Auftragsbestand. Im April waren die Kapazitäten in der Branche zu 94,7 Prozent ausgelastet. Das lag noch über dem Schnitt des Rekordjahres 2007. Das Gleiche gilt für den Auftragsbestand. Er betrug im Februar 8,6 Monate im Vergleich zu 7,5 Monaten im Vorjahr.

Weitere Informationen unter www.vdw.de


Umweltfreundliche Lack- und Klebstoff-Rohstoffe

Mai 2008 – Die Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) der Bayer MaterialScience AG setzt verstärkt auf wässrige Dispersionen als Rohstoffe für Lacke und Klebstoffe. Bayer MaterialScience investiert mehr als 30 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion wässriger Dispersionen und ist damit gut gerüstet, um der weltweit weiter steigenden Nachfrage nach diesen umweltfreundlichen Rohstoffen zu begegnen.
"Wir wollen mit innovativen, praxisgerechten und umweltverträglichen Technologien, mit einem Netz hoch effizienter Produktionsstätten in allen wichtigen Weltregionen, sowie mit unternehmerischem Weitblick und konsequenter Kundenorientierung unser Geschäft nachhaltig stärken", erläutert Dr. Joachim Wolff, Leiter der Business Unit CAS und Mitglied des Executive Committees von Bayer MaterialScience. Besondere strategische Bedeutung kommt der in der zweiten Jahreshälfte geplanten Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage für Polyurethan-Dispersionen (PUD) mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen in Shanghai, China, zu. Danach wird Bayer MaterialScience über PUD-Produktionsstätten in allen wichtigen Industrieregionen verfügen. Der neue Betrieb ist vorrangig darauf ausgelegt, regionale Kunden langfristig und sicher zu versorgen und so das erwartete Marktwachstum zu begleiten. Bereits heute produziert die Business Unit CAS PUDs in Europa (Dormagen, Deutschland) sowie in Nordamerika (New Martinsville, USA). Acrylat-Dispersionen (PAC) werden künftig am Standort El Prat (Spanien) produziert. Dort ist eine deutliche Kapazitätserhöhung geplant, um das starke Wachstum bei wässrigen ein- und zweikomponentigen Anwendungen zu begleiten. Die Palette der PAC-Dispersionen umfasst sowohl klassische Emulsionspolymerisate als auch sogenannte Sekundärdispersionen, die in einem zweistufigen Prozess hergestellt und als High Performance-Harze für 2K-Wasserlacke eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.bayermaterialscience.de


Gebäude der Zukunft – neue Perspektiven aus der Forschung

5. Mai 2008 - Zum vierten Mal gestaltet FIZ Karlsruhes BINE Informationsdienst auf den Berliner Energietagen (5. bis 7. Mai 2008) ein Forum, bei dem sich Planerinnen und Planer, Projektentwickler und Firmen mit Forscherinnen und Forschern aus ganz Deutschland zu einem Meinungs- und Ideenaustausch treffen. Das diesjährige BINE-Forum "Gebäude der Zukunft - neue Perspektiven aus der Forschung" richtet den Blick auf Energiesparkonzepte und die Impulse hierfür aus der Forschung.
Die Referenten stellen Konzepte für Null- und Plusenergiegebäude, Systeme zur besseren Nutzung von Abwärme und natürlicher Wärme, Konzepte und Technologien für effizientere Wärmenetze und Wege zur energieeffizienten Stadt vor. Aufgeworfen und diskutiert werden Fragen wie: Kennen wir das energieeffiziente Gebäude der Zukunft heute schon? Sollen eher einzelne Gebäude oder besser komplette Siedlungen optimiert werden? Welchen Energieträgern gehört die Zukunft?
Ziel des BINE-Forums 2008 ist, Handlungsmöglichkeiten perspektivisch und im Kontext aktueller Forschungsaktivitäten aufzuzeigen, um damit neue Wege jenseits von branchen- und gewerkespezifischen Denkmustern zu eröffnen.

Weitere Informationen unter www.fiz-karlsruhe.de


Wagner weiter in der Erfolgsspur

2. Mai 2008 - Mit dem besten Ergebnis der Firmengeschichte konnte die J. Wagner GmbH, Spezialist für Oberflächenbeschichtung mit Sitz in Markdorf, das Geschäftsjahr 2007/08, das am 31.01.2008 endete, abschließen. Sie erwirtschaftete eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses. Auch die WAGNER-Gruppe, zu der weltweit 19 operative Firmen gehören, schloss mit einer Verbesserung des vorjährigen Rekordergebnisses erneut ein erfolgreiches Jahr ab.
Der Umsatz der Wagner-Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2007/08 trotz der schwierigen Entwicklungen auf dem US-amerikanischen Markt in Folge der Immobilienkrise währungsbereinigt stabil. Im Wesentlichen trugen dazu Umsatzzuwächse in Höhe von 10 Prozent in Europa bei, die die Umsatzrückgänge im US-Handwerker-Geschäft kompensierten. Im neuen Geschäftsjahr 2008/09 führt das Unternehmen wieder in allen Geschäftsbereichen innovative Produkte ein, die bereits auf den einschlägigen Messen im März und April sehr gut aufgenommen wurden. Eine ganz neue Gerätekategorie namens "ProjectPro" wurde eigens für Projekte entwickelt wie zum Beispiel den kompletten Innenausbau oder Hausrenovierungen des "professionellen Heimwerkers" in Eigenregie, aber auch für alle Handwerker, Facility Manager, Hausmeister und Servicedienste, bei denen Farbarbeiten nicht zu den Kernaufgaben gehören. Im Handwerk wird unter anderem die neue, ergonomische AirCoat-Pistole AC 4600 Professional für anspruchsvolle Lackierarbeiten eingeführt, für industrielle Anwendungen die neue Generation AirCoat-Pistolen GM 4100AC und GM 4600 AC sowie die Frischpulver- und Transferpumpe IP 5000 als Herzstück eines neuen Pulverförderungssystems über längere Distanzen.

Weitere Informationen unter www.wagner-group.de


Dürr setzt beim Campus auf zukunftsweisendes Energiekonzept

30. April 2008 – Im Beisein der badenwürttembergischen Umweltministerin Tanja Gönner hat Dürr-Vorstandsvorsitzender Ralf W. Dieter das nachhaltige Energiekonzept "Campus Energy" für den Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen vorgestellt. Beim ersten Spatenstich für den rund 26.000 Quadratmeter großen Bürokomplex erläuterte er den Einsatz regenerativer Energie und die energieeffiziente Bauweise des neuen Bürogebäudes.
Mit dem Umzug von Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen Mitte 2009 konzentriert Dürr seine Lackier-, Montage- und Umwelttechnikaktivitäten. Dafür baut Dürr den bestehenden Standort aus und wird mit rund 1.500 Mitarbeitern zum größten Arbeitgeber in Bietigheim-Bissingen. Auf dem Campus setzt der Maschinen- und Anlagenbaukonzern auf ein zukunftsorientiertes Energiekonzept: die Ressourcen schonende Gewinnung von Energie und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Dieser Ansatz knüpft an die Dürr-Produktphilosophie an, die auf die Schonung von Ressourcen setzt.
"Im Vergleich zu einem konventionellen Ansatz erzeugen wir mit ‚Campus Energy 21’ rund 2.100 Tonnen weniger CO2-Emissionen pro Jahr. Gleichzeitig reduzieren sich unsere Energiekosten gegenüber einem konventionellen Konzept um 40%", sagte Ralf W. Dieter. Dazu tragen zwei Elemente bei: erstens die energiesparende Bauweise des neuen Bürokomplexes, die sich durch sehr guten Wärmeschutz und intelligente Gebäudetechnik auszeichnet. Dadurch unterschreitet Dürr die Werte der staatlichen Energieeinsparverordnung (EnEV, Stand 2004) um 60%. Zweitens leistet eine Mischung aus fünf Energiequellen den zentralen Beitrag zur Schonung von Ressourcen: Blockheizkraftwerke, Geothermie, Erdwärmetauscher, Prozesswärmerückgewinnung und Fotovoltaik.
Campus steht für einen 70.700 Quadratmeter großen Standort der kurzen Wege zur Verbesserung der internen Arbeitsabläufe. So sind im Bürokomplex verwandte Abteilungen in räumlicher Nähe angeordnet und Meetingpoints für informelle Besprechungen geplant. Bereits im November wurde auf dem Campus mit dem Bau zweier Gebäude begonnen – einer modernen Logistikhalle sowie einem 2.500 Quadratmeter großen Hallenanbau für Testanlagen an das weltgrößte Technologiezentrum, in dem Dürr Produkte und Verfahren rund um die Lackiertechnik entwickelt sowie Kundentests durchführt. Weitere Bestandteile des Campus sind ein neues, mit hochwertiger Technik ausgestattetes Kundenzentrum, das noch mehr Raum für Schulungen – zum Beispiel an Lackierrobotern – bietet, sowie die bereits bestehende Produktionshalle. Insgesamt investiert Dürr rund 50 Mio. Euro.

Weitere Informationen unter www.durr.com


ThyssenKrupp von General Motors als Zulieferer des Jahres ausgezeichnet

29. April 2008 - General Motors hat ThyssenKrupp Steel als Zulieferer des Jahres 2007 ausgezeichnet. Deutschlands größter Stahlhersteller erhielt die Auszeichnung für seinen Beitrag zur Produkt- und Leistungsqualität des amerikanischen Automobilherstellers. Den in diesem Jahr zum sechzehnten Mal vergebenen Preis nahmen die Gewinner in Jacksonville im US-Staat Florida entgegen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Best of the Best".
General Motors zeichnet seine Zulieferer seit 1992 mit dem "Supplier of the Year Award" aus. Die Gewinner werden von einem internationalen Expertenteam aus den Bereichen Einkauf, Konstruktion, Produktion und Logistik ermittelt. Für die Bewertung ausschlaggebend sind Produkt- und Servicequalität, Technologie und Preis. Für das Jahr 2007 hat General Motors 92 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen ausgezeichnet. Von ThyssenKrupp Steel wird General Motors mit elektrolytisch verzinktem und feuerbeschichtetem Feinblech sowie mit Kaltband versorgt. Höherfeste und moderne Mehrphasenstähle für den automobilen Leichtbau sind ebenfalls Teil des Lieferspektrums. Durch die Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH wird General Motors außerdem mit lasergeschweißten Platinen aus Stahl versorgt.

Weitere Informationen unter www.thyssenkrupp-steel.de


Termin für PaintExpo 2010 steht

28. April 2008 - Wie die FairFair GmbH, Veranstalterin der PaintExpo, jetzt auf ihrer Homepage mitgeteilt hat, wird die PaintExpo 2010 vom 13. bis 16. April in Karlsruhe stattfinden. Zur zweiten Veranstaltung, die vom 11. bis 14. März 2008 stattfand, kamen nach Angaben des Veranstalters 5.924 Fachbesucher aus 43 Ländern. Insgesamt zeigten 285 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

Weitere Informationen unter www.fairfair.de


Zulieferindustrie erwartet für 2008 nur leichtes Wachstum

25. April 2008 - Deutsche Zulieferer sind stark im internationalen Wettbewerb: In 2007 stieg der Gesamtumsatz um 8,6 Prozent. Zugleich wurden 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Doch die Erwartungen an die Konjunturlage trüben sich. Sorge bereiten brutale Sparprogramme der Fahrzeugindustrie bei gleichzeitig steigenden Rohstoff- und Energiekosten.
Die Unternehmen, die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) zusammengeschlossen sind, haben im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 215 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das ist ein Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zu 2006. Der direkte Auslandsanteil der Branchen stieg auf knapp 40 Prozent und zeigt die starke Position der deutschen Zulieferindustrie im internationalen Wettbewerb. 60 Prozent der gelieferten Waren verbleiben in der Eurozone. Derzeit ist nicht erkennbar, dass sich die bekannten Konjunkturrisiken bereits auf die Geschäftsentwicklung der Branche auswirken. Neben dem hohen Auftragsbestand spricht auch die Beschäftigtenentwicklung für ein weiteres Wachstum im laufenden Jahr. Die mittelständisch geprägten Unternehmen der ArGeZ haben im Jahr 2007 – ohne Berücksichtigung der ebenfalls gestiegenen Leiharbeit – 30.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Damit zählt die Branche inzwischen rund eine Million Beschäftigte. Dieser Zuwachs von 3,5 Prozent übertrifft deutlich den industriellen Durchschnitt, der bei plus 1,5 Prozent liegt. Mit den Kapazitätserweiterungen der vergangenen Jahre haben die Unternehmen in Deutschland das Potenzial für weiteres Wachstum geschaffen. Angesichts der aktuellen Auftragslage ist im Jahr 2008 eine Umsatzsausweitung um nochmals 4 Prozent möglich.

Der Optimismus über die konjunkturellen Aussichten wird getrübt durch steigende Kosten bei Vormaterialien wie Stahl und Erdöl, Energie sowie Personal. Zusätzlich belastet der hohe Preisdruck seitens der Kunden die Ergebnisse der Unternehmen. Preis- und Kostendruck wirken mitunter erheblich und relativieren die positiven Wachstumskennzahlen. Das kommt auch im Geschäftsklimaindex der ArGeZ zum Ausdruck: Die Bewertung der aktuellen Lage fiel um 0,3 Punkte gedämpfter aus und die Zukunftserwartungen trübten sich noch stärker ein, sie verfehlten das Vormonatsniveau um 0,5 Punkte. Darin kommt die Sorge zum Ausdruck, die Belastungen auf der Rohstoff- und Energieseite nur ungenügend weitergeben zu können und dadurch in existenzielle Bedrängnis zu geraten.
Die ArGeZ appelliert daher mit Nachdruck an die Partner auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen, d.h. konkret an die Vormateriallieferanten wie an die Großindustrie, die Schraube nicht zu überdrehen und den Mittelstand nicht ungewollt zu zerdrücken [Sandwichposition].

Weitere Informationen unter www.wsm-net.de


Eine Million Farbeindrücke in designfabrik

23. April 2008 - Die passende Farbe, die Materialwahl und die Oberflächenstruktur spielen beim Design neuer Produkte eine entscheidende Rolle. In der designfabrik der BASF in Ludwigshafen lassen sich vor allem Industriedesigner bei der Gestaltung und Farbgebung ihrer Kunststoff-Produkte beraten. Hier bekommen Designer frühe Unterstützung bei ihren Fragen nach dem möglichen Werkstoff sowie nach Leistung und Verarbeitung dieses Materials.
Experten der BASF Coatings arbeiten eng mit ihren Design-Kollegen aus Kunstoff-, Leder- und Textilbereichen zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen für die Automobilindustrie - oder aber auch für Verpackungen, Elektro- und Haushalts-, Sport- und Spielgeräte. "Design wird zunehmend Bestandteil der Unternehmenspolitik unserer Kunden. Mit unserem Angebot helfen wir den Designern, ihre Ideen schneller in konkrete Produkte umzusetzen und unterstützen sie so bei ihrer Arbeit," erklärt Dr. Christian Bonten, Leiter der Designfabrik.
Mitten auf dem BASF-Werkgelände zwischen Fabriken und Abfüllanlagen liegt die Designfabrik. Wo in den 60er Jahren Kunststoffe eingefärbt wurden, erhalten nun interessierte Designer Beratung in der Auswahl des optimalen Herstellverfahrens, der kunststoffgerechten Gestaltgebung sowie bei der Vorauswahl des geeigneten Werkstoffs. In einem integrierten Einfärbetechnikum können Farbmuster noch am gleichen Tag erstellt werden. "Für die Farbwirkung ist die Oberflächenbeschaffenheit von großer Bedeutung. So wirkt eine Farbe bei glänzender Oberfläche anders als bei einer matten oder geriffelten", erklärt die Diplom-Designerin Sandra Hermanns. "Bis zu 50 verschiedene Oberflächentexturen lassen sich im Technikum herstellen. Bei 20.000 Musterplättchen (davon allein 957 Rot und 1.735 Weißtöne) sowie 50 verschiedenen Oberflächen, können wir somit bis zu einer Million unterschiedlicher Farbeindrücke erstellen," erläutert sie. Farbeindrücke gibt es sogar noch mehr, denn in Lichtkabinen wird gezeigt, wie Farbtöne bei verschiedenen Lichtarten aussehen.
Zum Servicepaket der Designfabrik gehören auch die Erstellung von Farbzertifikaten sowie die Garantie weltweit einheitlicher Farbstandards. Ein Service, für den die BASF bereits 2004 den Gillette Omnimark Award erhielt.

Weitere Informationen unter www.designfabrik.basf.de


4. Thüringer Grenz- und Oberflächentage

23. April 2008 – Die Veranstalter der 4. Thüringer Grenz- und Oberflächentagen und dem 1. Thüringer Kolloquium "Dünne Schichten in der Optik" erinnern an den Anmeldeschluss für die Einreichung von Kurzvorträgen. Termin ist der 30. April 2008. Die Vortragsdauer beträgt 15 Minuten plus 5 Minuten Diskussion.
Zum 4. Mal treffen sich Experten und Entscheidungsträger aus Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu den Thüringer Grenz- und Oberflächentagen 2008 im Rahmen einer dreitägigen Konferenz zur Thematik Oberflächentechnik für die Praxis und dünne Schichten in der Optik - diesmal in Jena - der Stadt des Lichtes und der Stadt der Wissenschaft 2008. Oberflächentechnologien generieren enorme Innovations- und Nachhaltigkeitspotentiale für die Entwicklung neuartiger Produkte. So bieten die Schwerpunkte Beschichtungstechnologien, Schadensfallanalytik sowie Neue Trends in der Oberflächentechnik ein breites Spektrum für die industriellen Anwender. Im Fokus stehen insbesondere Verfahren zur Veredlung mit dem Ziel der Einstellungen spezieller Funktionalitäten.
Das erstmals stattfindende Thüringer Kolloquium "Dünne Schichten in der Optik" widmet sich einer Schlüsseltechnologie in der optischen Industrie - dem komplexen Gebiet der Beschichtungstechnik von optischen Hochleistungs- und Präzisionsbaugruppen aus Glas oder Kunststoff. Neue Erkenntnisse bei der Erforschung und Gestaltung von optischen Nanoschichtkomponenten für Laseranwendungen - einschließlich der hard- und softwareseitigen Steuerungsprozesse im Fertigungsablauf stehen dabei im Blickpunkt des vom Fraunhofer IOF organisierten Kolloquiums.

Weitere Informationen unter www.ThGOT.de


Fachkräftemangel kostet 7 Milliarden Euro

22. April 2008 - Im vergangenen Jahr konnten insgesamt rund 70.000 Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Zum Auftakt der Hannover Messe teilte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs die 45-prozentige Steigerung gegenüber 2006 mit.
"Der Fachkräftemangel kostet unsere Volkswirtschaft jährlich über sieben Milliarden Euro", stellte Fuchs die ökonomischen Auswirkungen dar. Mehr als 70 Prozent der in einer Umfrage vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln befragten Unternehmen fordern mittlerweile die Stärkung des technisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts als wichtigste politische Maßnahme gegen den Fachkräftemangel. "Vor diesem Hintergrund sollten wir uns auch über öffentliche Förderungen von Stipendien für Ingenieurwissenschaften unterhalten", regte Fuchs an. Eine solche Investition würde innerhalb kurzer Zeit ein Vielfaches an Wertschöpfung zur Folge haben, betonte der VDI-Direktor. Lösungen seien dringlich, so Fuchs, da die Absolventenzahlen nicht mehr ausreichen, um die altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Ingenieure zu ersetzen.
In der Studie wurden 2.700 Unternehmen befragt. Erstmalig wurden dabei die tatsächlich offenen Stellen für Ingenieure ermittelt. Entgegen der bislang vorsichtig geschätzten Dunkelziffer der auf dem so genanten "Graumarkt" gesuchten Ingenieure ergab sich, dass faktisch etwa sieben Mal so viele offene Ingenieurstellen vorliegen, wie der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet werden. "Die von der BA angegebene 44-prozentige Meldequote trifft für gering und eventuell auch noch für mittel qualifizierte Tätigkeitsgruppen zu. Für das Segment der Ingenieure erweist sie sich jedoch als zu hoch. Hier liegt die entsprechende Quote bei knapp 13 Prozent. Das heißt, der BA wird nicht einmal jede siebte offene Ingenieurstelle gemeldet", erklärte Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des IW Köln, die Ergebnisse. "Das bedeutet, dass aktuell etwa 95.000 Ingenieure in Deutschland von Unternehmen gesucht werden."
Um dem Mangel begegnen zu können, investieren zwei Drittel aller Unternehmen verstärkt in Weiterbildungsmaßnahmen. "Fort- und Weiterbildung wurde in der Vergangenheit oft nachrangig behandelt, besonders im Mittelstand. Anscheinend machen viele Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels aus der Not eine Tugend und fördern zunehmend ihre Mitarbeiter", analysierte Klös diese Entwicklung.
Auf die Nutzung flexibler Arbeitszeiten greifen über 60 Prozent der Befragten zurück. Zusätzlich entwickeln über die Hälfte der Unternehmen Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Diese Entwicklung ist neu und wir begrüßen sie ausdrücklich. Nur über innovative Arbeitsplatzmodelle kann man mittelfristig vorhandene Mitarbeiter halten und neue hinzu gewinnen", lobte VDI-Direktor Fuchs diese von den Unternehmen gewählten Maßnahmen.

Weitere Informationen unter www.vdi.de


Carl Zeiss als "Top Arbeitgeber 2008" ausgezeichnet

21. April 2008 - Carl Zeiss ist Deutschlands "Top Arbeitergeber 2008". Diese Auszeichnung vergibt die Corporate Research Foundation (CRF) jährlich an den attraktivsten Arbeitgeber für Hochschulabsolventen in Deutschland. Insgesamt hatten sich 91 Unternehmen für die Studie qualifiziert. Bewertet wurden unter anderem die Unternehmenskultur, die Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten, die Vergütung sowie das Image des Unternehmens. Carl Zeiss erzielte in allen Kategorien Bestwerte und erreicht in der Gesamtwertung den ersten Platz.
Thorsten Jacoby, Geschäftsführer von CRF in Deutschland, überreichte den Preis an Dr. Dieter Kurz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, und Bernhard Just, den Leiter der Konzernfunktion Personal. "Die Ergebnisse unserer Studie zeigen deutlich, dass Hochschulabsolventen bei Carl Zeiss die besten Arbeitsbedingungen finden. Das Unternehmen hat 2008 in allen Kategorien die besten Werte erzielt", betonte Jacoby bei der Preisverleihung in Oberkochen, und er ergänzte: "Besonders überzeugend sind die attraktive Vergütung und die Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg".
"Die Auszeichnung ‚Top-Arbeitgeber’ freut uns natürlich. Unterstreicht dies doch, dass Carl Zeiss auch hier auf dem richtigen Weg ist. Die Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Mitarbeiter sind die Basis des Erfolgs unseres Unternehmens", sagte Dr. Dieter Kurz. "Eines ist klar am umkämpften Arbeitsmarkt: Wer etwas kann und Leistung bringen will, schaut darauf, ob sein künftiger Arbeitgeber selbst Spitzenleistung erbringt. Unsere starke Marke, unsere Produkte, unsere innovationsgetriebene Unternehmenskultur, die internationale Aufstellung sowie interessante berufliche Entwicklungsmöglichkeiten machen Carl Zeiss zu einem attraktiven Arbeitgeber", so Kurz weiter.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de


PACE-Auszeichnung für BASF Coatings

19. April 2008 - Schöner Erfolg für die BASF Coatings. Bei der Verleihung des 14. PACE Awards (Premier Automotive Suppliers’ Contribution to Excellence) erhielt das Unternehmen mit dem "PACE honorable mention"-Preis eine hohe Auszeichnung in der Kategorie "Produkte".
Der PACE Award wird jährlich gemeinsam von Automotive News, Microsoft, SAP und Transportation Research Center Inc. als Anerkennung für überlegene Innovationen, technologischen Fortschritt und Wirtschaftsleistung an Zulieferer verliehen, die mit Produkten, Prozessen, Informationstechnologie, Werkstoffen oder Serviceleistungen unmittelbar zur Pkw- oder Lkw-Fertigung beitragen. Weltweit gilt dieser Preis in der Branche als das Innovationssymbol schlechthin.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Hako-Werke investieren in neues Anlagen- und Lackierkonzept

17. April 2008 - Bereits im Oktober 2007 nahm man bei Multicar, Zweigwerk der Hako-Werke GmbH in Waltershausen, eine neue umweltschonende Lackieranlage für den Decklack in Betrieb. Jetzt im April 2008 wurde der zweite Bauabschnitt, eine kathodische Tauchlackierung (KTL) fertiggestellt. Unter Beteiligung von Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, den beteiligten Partnerfirmen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen übergaben der Ministerpräsident des Landes Thüringen Dieter Althaus und Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz im Rahmen eines Festaktes am 16.4.2008 die komplette Anlage Ihrer Bestimmung.
Das Unternehmen investiert insgesamt 3,6 Millionen Euro in das neue Anlagen- & Lackierkonzept. Die Investition unterteilt sich in 1,2 Millionen Euro für den Decklackbereich und in 2,4 Millionen Euro für den KTL- Bereich. Mit der Installation der neuen Farbgebungsanlage, die einen hohen Korrosionsschutz auf Automobilstandard bietet, setzen die Hako-Werke ein Zeichen, dass Industrielle Fertigung, Verbesserung der Beschichtungsqualität, Umwelt- und Arbeitsschutz kein Widerspruch sind.
Die gesamte Anlagentechnik befindet sich auf dem neusten Stand der Technik und ist für die verschiedenen Hauptlieferanten ein begehrtes Referenzobjekt. Und natürlich leistet die Anlage
einen erheblichen Beitrag zur Standortsicherung in Waltershausen.
Für die KTL-Anlage (Firma Antikorr KFT.) wurde eigens ein Anbau von 15 mal 45 Metern an die vorhandene Halle der Farbgebung angebaut. In diesem Anbau befinden sich die chemische Vorbehandlungsstrecke, das KTL-Bad, die Öfen und der gesamte Wartungstrakt für die voll automatische Anlagentechnik.
Durch den Einsatz von Wasserlacken, sowohl bei der Grundierung als auch beim Decklack, wird auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösemittel verzichtet. Ziel war es, den VOC-Ausstoss ("Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 1999/13/EG über die Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen") von rund 15 Tonnen im Jahre 2006 auf weniger als 6 Tonnen pro Jahr zu minimieren. Durch das Insourcen der KTL konnte der CO2-Ausstoß, verursacht durch die täglichen LKW-Fahrten zu den bisherigen Lieferanten (rund 500 km), auf Null gebracht werden. Der externe Logistikaufwand belastet die Umwelt bisher jährlich mit rund 50 to CO2.

Weitere Informationen unter www.hako-srv01.com


Preiswert in bester Gesellschaft

16. April 2008 - Dominic Schindler Creations gewinnt "universal design award" in der Kategorie Maschinendesign für das New DMG Design der Gildemeister Aktiengesellschaft.
Der "universal design award 08" hat bereits bei seiner Premiere im März Standards gesetzt. Ambition des Preises ist es, Designer und Hersteller zu motivieren, sich bei der Gestaltung von Produkten mit der "neuen Einfachheit" auseinander zu setzen. Entsprechend wurden denn auch in erster Linie funktionale und ästhetische Produkte sowie Architektur und Dienstleistungen prämiert, die dem Endanwender einen besonderen Nutzwert bieten. Entscheidende Bewertungskriterien waren hier eine breite Nutzbarkeit, Flexibilität in der Nutzung, die einfache und intuitive Bedienung sowie Fehlertoleranz und Sicherheit und schließlich Marktfähigkeit, Marktpotenzial, Realisierbarkeit und Innovationsgrad. Insgesamt zeichnete die hochkaratig besetzte Fachjury im März dieses Jahres in Hannover 32 Beiträge in unterschiedlichen Kategorien mit dem "universal design award 08" aus. Etablierte Namen wie Apple, Siemens, Panasonic oder Fujitsu finden sich dabei ebenso in der Liste der Preisträger wie der eine oder andere Newcomer.
Zu den neuen Gesichtern im Kreis der Designgrößen zählt hier unbestritten die junge Agentur Dominic Schindler Creations aus dem österreichischen Lauterach, die in der Kategorie "Maschinendesign" mit dem New DMG Design der Gildemeister Aktiengesellschaft die Juroren zu beeindrucken wusste. In der Jury-Begründung heißt es zusammenfassend: "Das neue Design der Dreh- und Fräsmaschinen von DMG schafft Überblick und macht den Arbeitsprozess transparent. Die Screens, die in alle Richtungen dreh- und schwenkbar sind, lassen sich individuell auf den Bedarf des Bedieners einstellen."
"Nach der tollen Resonanz der Fachbesucher während der EMO im vergangenen Jahr, ist diese Auszeichnung aus der Designwelt für uns und unseren Kunden Gildemeister natürlich eine weitere Bestätigung, mit dem "New DMG Design" die optimale Symbiose aus Formensprache und Funktionalität gefunden zu haben," freut sich Dominic Schindler im Rahmen der Preisverleihung und er unterstreicht: "Wir haben gemeinsam mit Gildemeister gezeigt, was innovatives Investitionsgüterdesign heute bedeuten kann: auffällige Oberflächen, die auch edle Möbel zieren könnten, riesige Sichtscheiben, die Arbeitsprozesse wieder erlebbar machen, und ein Look, der das Image des Innovations- und Weltmarktführers auf den ersten Blick offensichtlich macht. So schafft Design einen doppelten Mehrwert in erster Linie für den Kunden aber auch für den Maschinenhersteller." Jedem Selbstzweck erklärt er damit eine kategorische Abfuhr: "Gutes Aussehen allein mag zwar Preise gewinnen, gewinnt aber nicht einen einzigen Kunden – erst recht nicht im leistungsorientierten Investitionsgüterbereich."
Zur EMO im vergangenen Jahr hatte Gildemeister bereits 14 seiner Maschinen im New DMG Design präsentiert. Inzwischen sind weitere Modelle aus allen Technologiebereichen hinzugekommen. Und schon zur METAV in Düsseldorf Anfang April werden weitere Highlights folgen. Vor dem Hintergrund der weiteren anstehenden Designumsetzungen sieht Dominic Schindler den "universal design award 08" als weiteren Beschleunigungsfaktor für alle Projektbeteiligten. "Denn nichts motiviert mehr als Erfolg!", so der ambitionierte Newcomer abschließend.

Weitere Informationen unter www.


Interseroh Metallaufbereitung Rostock ist TOP Ausbildungsbetrieb 2007

15. April 2008 - Für ihr herausragendes Engagement bei der Förderung von Auszubildenden hat die Interseroh MAB Rostock GmbH von der IHK zu Rostock den Ehrenpreis TOP Ausbildungsbetrieb 2007 erhalten. Im Rahmen einer Festveranstaltung ehrten Wirtschaftsminister Jürgen Seidel und IHK-Präsident Wolfgang Hering das Stahl- und Recycling-Unternehmen zusammen mit 64 weiteren Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Rostock.
Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die sich durch besondere Qualität, Maßnahmen und Ideen in der Ausbildung auszeichnen. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehörten die individuelle Förderung von Auszubildenden, die Vermittlung von Zusatzqualifikationen und besondere Aktivitäten in der Ausbildung ebenso wie die Weiterbildung der Ausbilder und ehrenamtliches Engagement. Die sechsköpfige Jury bestand aus Vertretern der IHK zu Rostock, Unternehmen, Berufsschulen und einer Auszubildenden. Die Verleihung des Titels TOP Ausbildungsbetrieb fand zum ersten Mal statt und ist bisher bundesweit einmalig.
In Rostock-Marienehe befindet sich der Hauptsitz des 1947 gegründeten Unternehmens, das seit 1999 Bestandteil der Kölner Interseroh-Gruppe ist. Das Unternehmen ist eines der führenden Stahl- und Metallrecyclingunternehmen in der mittelständisch geprägten Branche und organisiert in zwölf Niederlassungen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein die flächendeckende Erfassung und Verarbeitung von rund 500.000 Tonnen Eisen- und Nichteisenmetallschrotten im Jahr.

Weitere Informationen unter www.interseroh-news.de


O&S auf der Pole-Position – 290 Aussteller angemeldet

14. April 2008 - Vom 3. bis 5. Juni findet auf dem neuen Messegelände direkt am Stuttgarter Flughafen die O&S Internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen statt. Bereits jetzt steht fest, dass sich die hohen Erwartungen der Branche bestätigen: Mit aktuell 290 Ausstellern liegt die neue Veranstaltung auf einem hervorragenden Startplatz. Das von den Veranstaltern selbst gesetzte Ziel von 250 Ausstellern wurde damit weit übertroffen. Und ein Ende ist immer noch nicht abzusehen, da täglich weitere Anmeldungen eingehen.
Der Erfolg zeichnete sich bereits im Herbst vergangenen Jahres ab, als die erste Halle frühzeitig ausgebucht war und eine zweite wegen der anhaltend starken Nachfrage hinzugeplant werden musste. Doch auch auf der hierfür innerhalb der Halle 6 vorgesehenen Fläche werden die Ausstellungsflächen inzwischen knapp – für kurzentschlossene Unternehmen, die sich noch für einen Stand interessieren, tickt die Uhr.
Dieser sich rund sieben Wochen vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn klar abzeichnende Erfolg bestätigt die Entscheidung für den Standort Stuttgart. Die Veranstalter sind zuversichtlich, die vorausgegangene Wettbewerbsmesse nach der Ausstellerzahl nun auch bei Zahl und Qualität der Besucher übertreffen zu können. Die Rahmenbedingungen sind dafür optimal. Für die Messebesucher wird umfassend gesorgt: So können Gäste aus fünf Ländern Ost-Europas den neuen Service "Pauschalreiseangebote" nutzen und die An- und Rückreise sowie Übernachtung plus Eintrittskarte zur O&S Stuttgart als Gesamtpaket buchen! Ein Messespecial der Deutschen Bahn ermöglicht Besuchern aus dem Inland mit vergünstigten Konditionen ein bequeme Reise. Mit dem Angebot Flatrate 100 können Aussteller unbegrenzt und zu äußerst attraktiven Konditionen beliebig viele Kunden und Interessenten einladen. Hochkarätige Sonderveranstaltungen, Diskussionen und ein dreitägiges Forum ergänzen die Vielfalt der praktischen Ausstellungen und machen die O&S zum einzigartigen Event der Oberflächentechnik.

Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


BASF-Expertenseminar: Umfassende Beratung zu REACH

11. April 2008 - Wenige Wochen vor Beginn der Vorregistrierungsphase der europäischen Chemikalienverordnung REACH im Juni 2008 ist die Nachfrage nach umfassender Information und Beratung größer denn je: Aus diesem Grund veranstaltet die BASF SE am 28. Mai 2008 in Berlin erneut ein Expertenseminar zur Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien unter REACH.
Das Programm mit dem Titel "Gemeinsam fit für REACH" richtet sich an Hersteller, Anwender und Importeure chemischer Stoffe aus allen Industriebranchen. Die REACH-Experten der BASF informieren an diesem Tag über sämtliche Elemente der Verordnung, von der Produktanalyse über die Registrierung bis hin zu strategischen Konzepten zum Thema Produktsicherheit und Umweltverantwortung. "In den vergangenen Monaten haben wir viele positive Rückmeldungen zu unseren REACH-Dienstleistungen erhalten", sagt Dr. Andreas Kicherer, Leiter des Success-Teams der BASF. "Bei den Beratern unseres Teams gingen vor allem Anfragen zu Betroffenheitsanalysen und zur Unterstützung bei der Vorregistrierung ein. Mit dem Seminarangebot reagieren wir auf das große Interesse und die weiterhin steigende Nachfrage unserer Kunden nach detaillierten Informationen zu REACH", so Kicherer weiter.
Als das weltweit führende Chemieunternehmen - The Chemical Company - ist die BASF eines der am stärksten von REACH betroffenen Unternehmen und hat eine langjährige Erfahrung bei der Bewertung, Prüfung und Zulassung von Stoffen. Die REACH-Dienstleistungen der BASF sind im Nachhaltigkeits-Service Success zusammengefasst. Success bündelt das gesamte Nachhaltigkeits-Know-how der BASF in den Bereichen Energie, Produktverantwortung, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt.

Detaillierte Informationen zum Programm, zur Anmeldung und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.basf.de/reach


Evonik eröffnet neues Laser-Applikationszentrum

10. April 2008 - Mit umfassender Beratung unter Einsatz modernster Technik und Qualitätsprüfung wird Evonik Industries, Essen, ihren Kunden zukünftig Hilfestellung beim Einsatz von Lasern mit Polymeren bieten. In dem neuen Laser-Applikationszentrum in Marl unterstützen Fachleute des Geschäftsbereichs Performance Polymers, die zuvor im Projekthaus Functional Polymers tätig waren, Kunden bei ihren Entwicklungen von der Materialauswahl über die geeigneten Prozesse bis zum Test des gelaserten Teils.
Nach Abschluss des Projekthauses Functional Polymers ist Evonik daran interessiert, gemeinsam mit seinen Kunden, Laserfirmen und –instituten Evonik-Kunststoffe für die Laserprozesse (weiter-)zuentwickeln. Im neuen Laser-Applikationszentrum sind alle infrage kommenden Laserprozesse bestens bekannt. Laseranwendungen wie Laserbeschriften (2D/3D), Laserschweißen, Lasersintern und Laserstrukturieren können dabei direkt getestet werden. Zur Überprüfung und Sicherung der hohen Qualitätsansprüche können in den Prüf- und analytischen Laboren von Evonik umfangreiche Tests und Untersuchungen an den gelaserten und ungelaserten Materialien durchgeführt werden.

Weitere Informationen unter www.evonik.de


SchauPlatz NANO präsentiert nanotechnologische Neuheiten

9. April 2008 - Der SchauPlatz NANO ist vom 21. - bis zum 25.04.2008 zum vierten Mal auf der HANNOVER MESSE 2008 vertreten. Im Rahmen der Leitmesse Microtechnology zeigen nationale und internationale Nanotech-Unternehmen auf dem SchauPlatz NANO, Halle 6, Stand A16, ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Die Firma ENVIRONEERS Management GmbH etwa ist auf die praktische Umsetzung innovativer High-Tech-Anwendungen und Umwelttechniken spezialisiert. Sie wirkt durch ihre Dienstleistungen der stetig wachsenden Ressourcenknappheit entgegen. Die Firma CTC Nanotechnology ist führend im Bereich der nanobionischen Oberflächenveredelung und zeigt Oberflächenausrüstungen für Edelstahl mit neuartigen Eigenschaften. Außerdem führt sie auf dem SchauPlatz NANO verschiedene Oberflächenausrüstungen an ausgewählten Exponaten in einer dynamischen "Nano-Show" vor.
Der SchauPlatz NANO bietet Herstellern von Nanoprodukten und zugehörigen Dienstleistungen eine maßgeschneiderte Präsentationsplattform auf nationalen und internationalen Messen. Gleichzeitig dient der SchauPlatz NANO als renommierter Ort des interdisziplinären Gedankenaustausches, auf dem Anbieter, Anwender und Meinungsbildner aus Forschung, Wirtschaft und Politik aktuelle Themen der Nanotechnologie diskutieren. Besucher erhalten im Rahmen von Messen und Veranstaltungen die Möglichkeit, sich bei Nano-Experten aus erster Hand über die neuesten Entwicklungen und Trends aus dem Bereich der Nanotechnologie zu informieren. Sie sehen anhand konkreter Produktbeispiele, wie die praktische Umsetzung aussieht.

Weitere Informationen unter www.schau-platz.de


Neuartige Möglichkeiten im Explosionsschutz

8. April 2008 - Werden elektrische Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben, dann gilt besondere Vorsicht. Schließlich kann schon ein kleiner Funke zur Katastrophe führen. Damit das nicht passiert müssen solche Geräte entweder aufwendig verkapselt werden oder man sorgt dafür, dass keine zündfähigen Funken entstehen.
Letzteres Schutzkonzept wird "Eigensicherheit" genannt. Bisher konnten eigensichere Geräte kaum mehr als 2 Watt Wirkleistung umsetzen. Mit Hilfe der neu entwickelten DART-Technologie lässt sich die Obergrenze des Wirkleistungsumsatzes auf bis zu 50 Watt anheben. Damit lassen sich nun gegenüber bisherigen Lösungen völlig neue eigensichere Anwendungsbereiche erschließen oder auch wesentlich mehr elektrische Geräte eigensicher betreiben. Das DART-Konzept ist das Ergebnis eines AiF-Forschungsvorhabens, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert wird. Hierbei arbeitet die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) als leitende Forschungsstelle sehr eng mit sechs deutschen Industriefirmen - dem Projektbegleitenden Ausschuss - zusammen. Vom 21. - 25. April wird die Wirkungsweise von DART in Verbindung mit industriellen Applikationen auf der Hannover Messe - INTERKAMA präsentiert. (Halle 7, Stand E 14).
Ein eigensicheres elektrisches Gerät bietet viele Vorteile: Unter anderem lässt sich bei der Produktion Geld sparen, weil keine aufwendigen Verkapselungen oder ähnliche Schutzvorrichtungen nötig sind. Außerdem ist es auch im laufenden Betrieb möglich, Arbeiten wie Umrüstung, Erweiterung oder Wartung ohne Heißarbeitserlaubnis durchzuführen. Und auch die Anschluss- und Installationstechnik ist einfacher. Doch wegen der Obergrenze der erlaubten Wirkleistung kam diese Zündschutzart bisher hauptsächlich in der Mess- und Regeltechnik zum Einsatz - etwa bei der Energieversorgung von Sensoren oder Aktoren. Mit Hilfe der deutlich leistungsstärkeren DART-Technologie lassen sich die Vorteile der Eigensicherheit auf eine wesentlich größere Anwendungspalette übertragen. Damit können jetzt auch beispielsweise Industrie-PCs, LED-Beleuchtungssysteme, Sensoren mit hohem Leistungsbedarf, magnetische Stellglieder, Magnetventile oder Heizungen eigensicher konstruiert werden.
DART bedeutet Dynamic Arc Recognition and Termination. Es funktioniert wie ein Notschalter: Es erkennt einen sich bildenden Störfall (etwa der Öffnung des Stromkreises) über die damit verbundene Stromänderung und schaltet die Versorgung sofort ab. Dabei wird in wenigen Mikrosekunden die zündungsrelevante Energie wirksam begrenzt und damit ein zündfähiger Funke verhindert. Bei einem so schnell reagierenden System hat auch die Laufzeit in der Leitung einen Einfluss. Je nach Länge der Leitung sowie nach der Art der Anwendung (Feldbus- oder High-Power-Anwendung) kann die maximal erlaubte Wirkleistung für die Zündschutzart Eigensicherheit auf 8 Watt bis 50 Watt angehoben werden. Außerdem gibt die PTB auf der Messe einen Überblick über ihre Aufgaben bei der Zulassung explosionsgeschützter Antriebssysteme. Die PTB genießt auf diesem Gebiet international ein hohes Ansehen, nicht zuletzt weil sie gestützt auf eigene Grundlagenforschung aktiv in nationalen und internationalen Normungsinstitutionen mitarbeitet.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Oftech erneut für den "Großen Preis des Mittelstands" nominiert

7. April 2008 - Die Oftech Oberflächentechnik GmbH ist erneut für den "Großen Preis des Mittelstands" der Oskar-Patzelt-Stiftung, dem wichtigsten Mittelstands-Wettbewerb Deutschlands, nominiert worden. Es ist der einzige bundesweite Wettbewerb, der mittelständische Firmen in ihrer unternehmerischen und zugleich in ihrer gesellschaftlichen Stellung betrachtet. Bewertet werden fünf Kriterien: Gesamtentwicklung des Unternehmens, Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Modernisierung und Innovation, Engagement in der Region sowie Service und Kundennähe. Nur jedes tausendste der über drei Millionen Unternehmen in Deutschland wurde nominiert.
Die Oftech Oberflächentechnik GmbH mit Sitz in Troisdorf bietet als Schwerpunkt Galvanisches Verzinken. Die Firma wurde 1985 gegründet und hat derzeit 23 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende. Wegen ihres Engagements für soziale Belange und der Förderung schwer vermittelbarer Jugendlicher wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet sowie für Unternehmerpreise nominiert. Im vergangenen Jahr startete das Unternehmen ein Pilotprojekt für die gesamte Branche, bei dem mehrere technische Verfahren kombiniert werden. Ziel ist es die Nutzungsdauer der für die Oberflächenbehandlung benötigten Wirkstoffbäder zu verlängern sowie den Chemikalieneinsatz und den Wasserverbrauch zu reduzieren. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Innovationsprogramm des Bundesumweltministers gefördert.
Der "Große Preis des Mittelstands" wurde erstmals 1995 verliehen. Träger des Wettbewerbs sind unter anderem Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, die Wirtschaftsjunioren Deutschland, der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft sowie Regierungspräsidien, Städte und Gemeinden.

Weitere Informationen unter www.oftech.de


Exakter Schliff für funkelnde Juwelen

4. April 2008 - Rubine, Smaragde, Turmaline brauchen den richtigen Schliff, um zu funkeln. Seit Anfang des Jahres übernimmt bei der Firma Paul Wild GmbH eine vollautomatische Anlage diese Schleifarbeit: Sie spart im Mittel 15 Prozent des teuren Materials und schleift die Steine exakter.
Erst mit dem richtigen Schliff zeigen Edelsteine, was in ihnen steckt. Und nur wenn die Facetten gleichmäßig und exakt sind, erzielen die teuren Schmucksteine den Höchstpreis. Beim Schleifen - bisher ausschließlich Handarbeit - bleibt von dem wertvollen Rohstein jedoch nur wenig übrig: 66 bis 70 Prozent rieseln als Staub herab, nur gut 30 Prozent funkeln später als Schmuckstück im Licht. Doch mit welchem der zahlreichen Schliffmuster holt man am meisten aus dem jeweiligen Rohedelstein heraus?
Geübte Fachleute haben dies im Gespür. Eine Schleifmaschine macht diesem Erfahrungswissen Konkurrenz: Sie nutzt im Mittel 15 Prozent mehr des Rohstein-Volumens. Seit drei Monaten ist die Anlage bei der Firma Paul Wild GmbH bei Idar-Oberstein im Einsatz, über hundert matte Gesteinsbrocken hat sie bereits in schillernde Edelsteine verwandelt. "Die Maschine - eine CNC-Fräsmaschine mit 17 Achsen - vermisst zunächst die Oberfläche des Rohsteins", erklärt Dr. Karl-Heinz Küfer, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern, der die Software zur Steuerung der Anlage gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelt hat. "Vollautomatisch werden dazu schmale Lichtstreifen auf den Rohstein projiziert, anhand ihrer Krümmung lässt sich seine Geometrie bestimmen. Der Rechner ermittelt in zehn Minuten das Bild des eingeschlossenen Schmucksteins, der geschliffen werden soll und sendet die entsprechenden Befehle an die Prozesssteuerung. Die 17 Achsen sorgen dafür, dass der Fräskopf sich auf jeder beliebigen Bahn bewegen kann und die Facetten auf zehn Mikrometer genau schleift - die Steine werden perfekt geometrisch."
Zum Vergleich: Per Hand erreicht man eine Genauigkeit von etwa 100 Mikrometern, also Haaresbreite. Handpolierte Steine wirken weniger exakt, die Facetten und Schleifkanten scheinen leicht rund zu sein. Bis ein Rohstein seine Facetten erhalten hat, braucht die vollautomatische Anlage durchschnittlich 20 Minuten. Die Maschine muss sehr vorsichtig arbeiten und lässt den edlen Staub daher etwas langsamer rieseln als ein Facharbeiter, der den Schleifdruck im Gefühl hat. Auf gar keinen Fall darf sich der Stein zu stark erhitzen, denn sonst könnte er zerspringen. Beim Polieren dagegen ist die Maschine schneller: Während der Facharbeiter den Stein immer wieder abwischen und anschauen muss, stellt die Anlage die Pol