Newsarchiv
2007 bis 2008


- 2008 -


Fokus Lasertechnik auf der MicroTechnology/HANNOVER MESSE 2009

16. Dezember 2008 – Vom 20. bis 24. April 2009 findet der Produktmarkt "Mikro, Nano, Materialien" auf der MicroTechnology/HANNOVER MESSE statt. Unter dem Dach des vom IVAM Fachverband für Mikrotechnik organisierten Gemeinschaftsstandes stellen Mikro- und Nanotechnikanbieter Anwendern aus verschiedenen Bereichen ihr Know-how zur Verfügung.

Nach der erfolgreichen Premiere der Sonderschau "Laser für Mikromaterialbearbeitung und Mikroproduktion" auf der HANNOVER MESSE 2008 ist die Lasertechnik auch 2009 wieder ein wichtiger Schwerpunkt.Vorteile des Mikroschweißens mit Faserlasern präsentiert das Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT. So sorgt die hohe Strahlqualität, kombiniert mit hohen Vorschubgeschwindigkeiten, für eine optimierte Energieeinbringung in das Werkstück. Sowohl die Größe des Schweißpunkts als auch die Einschweißtiefe lassen sich dabei genau einstellen.

Neben dem Fraunhofer ILT stehen zahlreiche weitere Lasertechnik-Experten als Ansprechpartner zur Verfügung. Firmen und Institute, die an der Laser-Sonderschau auf der HANNOVER MESSE 2009 teilnehmen möchten, können sich an Jana Gliesche (Tel.: 0231 9742 7081; E-Mail: jg@ivam.de) wenden.

Weitere Informationen unter www.ivam.de


Metallreinigungsanlage nach China geliefert

12. Dezember 2008 – Die Wehrle & Weber GmbH, Anbieter für industrielle Teilereinigung, konnte ihr internationales Geschäft in Form der Lieferung einer weiteren Sonderanlage zur Metallreinigung nach Shanghai (China) erweitern.

Bereits im Jahre 2004 hatte Wehrle & Weber für Sulzer Chemtech, eine der vier Kerndivisionen des Sulzer-Konzerns, eine erste spezielle Metallreinigungsanlage entwickelt und an den Standort Shanghai geliefert. Die Sonderanlage IL 9000 dient der Reinigung von strukturierten Metallpackungen und wurde in enger Zusammenarbeit mit Sulzer Chemtech entwickelt.

Die Anlage arbeitet mit dem Lösungsmittel Perchlorethylen, das in einem geschlossenen Kreislauf durch Destillations- und Filterverfahren immer wieder aufbereitet wird. Für die anspruchsvolle Reinigung der strukturierten Metallpackungen wurde individuell für diese Anlage ein Flüssigkeitsverteiler konstruiert, der das Lösungsmittel mit einer Leistung von 80.000 Litern pro Stunde fördert.

Weitere Informationen unter www.wehrleundweber.de


Ehemaliger Leiter des Instituts für Kunststoffverarbeitung ausgezeichnet

10. Dezember 2008 – Professor em. Georg Menges, der ehemalige Leiter des Instituts für Kunststoffverarbeitung (IKV), wurde kürzlich in Peking für sein Lebenswerk ausgezeichnet. Ihm wurde der "Life Achievement Award" der Society of Advanced Molding Technology (SAMT) verliehen.

Die Vereinigung SAMT wurde 2005 in Hongkong gegründet. Sie hat es sich nach eigenen Aussagen zum Ziel gesetzt, unter der Prämisse der Nachhaltigkeit, Fortschritt und Innovation in den Materialwissenschaften zu fördern und die Wirtschaftlichkeit der verarbeitenden Technologien zu erhöhen.

Stellvertretend für Professor Menges nahm Professor Ullrich Masberg, IKV, die Auszeichnung von Shia Chung Chen, dem Vorstandsvorsitzenden der SAMT, während des diesjährigen Symposiums "Advanced Molding Technology and Materials Processing" an der Beijing University of Chemical Technology entgegen.


Letzte Vorbereitungen zur Tekno Tube Arabia 2009

9. Dezember 2008 – Die Vorbereitungen für die Tekno Tube Arabia 2009, 9th International Trade Fair for Industrial Machines, Metalworking, Machine Tools, Tubes & Pipes, laufen auf Hochtouren. Vom 10. bis 13. Januar 2009 steht im Dubai World Trade Centre alles im Zeichen der Industrie- und Werkzeugmaschinen sowie der Metallbearbeitung und Rohrfertigung.

Seit ihrem Beginn 1996 wartet die Fachmesse mit ständig steigenden Ausstellerzahlen auf: Mit voraussichtlich 350 Ausstellern aus 19 Nationen wird die Messe auch diesmal stark und international frequentiert: Unternehmen aus den USA, Asien (China, Malaysia, Taiwan, Südkorea, Indien), Europa sowie den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sich angemeldet. 28 Anbieter aus Deutschland sind auf den insgesamt 669 Quadratmetern Ausstellungsfläche dabei. In den Länderpavillons aus Deutschland, Italien und China werden Innovationen gezeigt und Dienstleistungen vorgestellt. Zudem präsentieren sich branchenrelevante Verbände und Institutionen wie der weltweit größte Verband der Rohrindustrie ITA (International Tube Association), der Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) sowie der deutsche Fachverband des Maschinen- und Werkzeuggroßhandels FDM.

Dubai ist das größte und wichtigste Handelszentrum einer Region mit rund 544 Millionen Menschen, einem pro-Kopf-BIP von etwa 1000 US-Dollar und einem überdurchschnittlichen Bevölkerungswachstum. Anbieter dürfen hier nicht nur neue Geschäftskontakte, sondern auch ein gutes Nachmessegeschäft erwarten.

Weitere Informationen unter www.teknotubearabia.com


Dörken eröffnet Technologiezentrum

8. Dezember 2008 – Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG hat die Eröffnung ihres neuen Technologiezentrums in Herdecke gefeiert. Rund 1,5 Millionen Euro wurden investiert, um den technischen Support für die Kunden in der Automobil- und der Windkraftanlagenindustrie sowie in anderen Industriezweigen auszubauen und zugleich optimale Rahmenbedingungen für zukünftige Projekte zu schaffen.

Das neue Technikum gliedert sich in die Arbeitsbereiche Beschichtungsprozesse und Oberflächenanalytik. Dabei kann der gesamte Beschichtungsvorgang von der Vorbehandlung über die verschiedenen Applikationstechniken wie das Tauch-Schleudern, das Tauch-Ziehen oder das Spritzen bis hin zum versandfertigen Bauteil 1:1 nachgestellt werden. Im zweiten Schritt folgen die Prüfungen am beschichteten Teil. Dazu gehören zum Beispiel der Salzsprüh- und der VDA-Test und viele andere automobilspezifische Korrosionsschutzprüfungen. Hinzu kommen die Arbeitsbereiche Oberflächenanalyse, diverse mechanische Prüfungen und die nasschemische Analyse. Dabei kann der gesamte Prüfablauf fotografisch dokumentiert werden. Neben Prüfungen an Teilen aus etablierten Prozessen werden im Technikum interne Entwicklungstests sowie Musterbeschichtungen für zukünftige Spezifikationen in der Automobilindustrie durchgeführt. Dabei können herstellerspezifische Tests präzise nachgestellt werden.

Die Eröffnung des neuen Technologiezentrums ist ein Schritt im Rahmen eines weltweiten Investitionspaketes. So nimmt zum Beispiel auch der Ausbau der Fertigung am Standort Herdecke immer mehr Gestalt an. Im April 2009 soll hier bereits die Produktion anlaufen.

Weitere Informationen unter www.doerken-mks.de


Deutsche Nanotechnologie in Moskau

5. Dezember 2008 – Im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) präsentierte die VDI Technologiezentrum GmbH (VDI TZ) im Rahmen der Themenkampagne "Welcome to Nanotech Germany" die deutsche Nanotechnologie in Moskau. Dort fand erstmalig das Nanotechnology International Forum RusNanoTech 2008 statt.

Zur Eröffnung der RusNanoTech am 3. Dezember 2008 besuchten der stellvertretende Ministerpräsident Sergej Ivanov und der Generaldirektor der russischen Staatskooperation RosNanoTech, Anatoly Chubais, den deutschen Stand. Dort stellten im Rahmen der Kampagne "Welcome to Nanotech Germany" 15 deutsche Unternehmen nanotechnologische Produkte und Forschungsergebnisse aus. Auf dem Themengemeinschaftsstands, der fachlich durch das VDI TZ vorbereitet und betreut wurde, konnten zudem Besucher deutsche Nanotechnologie mit Bezug zur Automobiltechnik anhand eines gläsernen Autos erleben.

Die Messe RusNanoTech hat 2008 zum ersten Mal stattgefunden. Sie ist ein Strategiepfeiler der Staatskooperation RosNanoTech zur Stärkung der heimischen Nanotechnologie durch internationale wissenschaftliche und technische Kooperationen. Deutschland stellt hier einen der wichtigsten Partner für Russland dar. Die Staatskooperation wurde 2007 durch eine Initiative des damaligen Staatssekretärs und jetzigen Ministerpräsidenten Vladimir Putin gegründet.

Weitere Themenstände zur deutschen Nanotechnologie folgen 2009 zur NanoTech in Japan, im Rahmen der "World of Nanotechnology" in Halle 2 der Hannover Messe und zur NSTI in Houston.

Weitere Informationen unter www.nanoingermany.com


Neues Tauchverfahren zum Beschichten von Backofenglas

4. Dezember 2008 – Technische Gläser wie beispielsweise die in Ofentüren müssen die Wärmestrahlung im Innern möglichst gut reflektieren, damit außerhalb Verbrennungen vermieden werden. Möglich machen dies Infrarot-reflektierende Spezialbeschichtungen. Doch die werden bisher unter ökonomisch und ökologisch ungünstigen Bedingungen aufgesprüht.

Die Firma Glas-Plus (Mainz) will nun mit weiteren Kooperationspartnern ein Tauchverfahren etablieren, das weniger Energie benötigt, die bisher üblichen Sprühverluste vermeidet und nur soviel Material verbraucht, wie zur Schichtbildung auf der Glasoberfläche tatsächlich benötigt wird. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) unterstützt das Modellprojekt mit rund 480.000 Euro.

Bei der Übergabe des Bewilligungsschreibens an Glas-Plus-Geschäftsführer Paul Hinz betonte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde in Mainz, das Tauchverfahren solle zu einer technologischen Plattform für das Herstellen reflektierender, elektrisch leitfähiger, transparenter Schichten auf technischen Gläsern werden. Am Beispiel der bei einem Großhersteller in Backöfen eingesetzten Gläser solle die industrielle Reife des Verfahrens entwickelt und nachgewiesen werden. Herauskommen solle eine umweltfreundliche Alternative, die für die großtechnische Herstellung solcher Gläser geeignet ist. Bei den heute üblichen Sprühverfahren komme es nämlich zu hoher Rohstoffverschwendung durch die weit gestreuten Sprühnebel. Außerdem sei die Abluft mit Zinn und Salzsäure belastet und müsse behandelt werden. Mit dem neuen Verfahren werde der Glasrohling nicht mehr besprüht, sondern in ein Gel getaucht und gleichzeitig von beiden Seiten beschichtet. Brickwedde: "Zwei Schritte in einem, die sonst nacheinander durchgeführt wurden: Das spart Zeit, Energie und Abfälle. Und für die Mitarbeiter stellt das ebenfalls eine deutliche Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen dar."


Chromfreier Korrosionsschutz

3. Dezember 2008 – Eine Alternative zu Chrom(VI)-haltigen Beschichtungen auf Basis von Nanokompositen entwickeln Forscher an den Fraunhofer-Instituten für Silicatforschung ISC in Würzburg und für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU in Chemnitz sowie am Institut für Korrosionsschutz Dresden GmbH.

"Die neuen Nanomaterialien, die im Sol-Gel-Verfahren hergestellt werden, haften gut auf den meisten der untersuchten Verzinkungsvarianten", sagt Dr. Johanna Kron, Projektleiterin am ISC. Dazu tauchen die Forscher verzinkte Stahlbleche in ein Beschichtungssol und tragen eine Pulverbeschichtung auf.

Beschichtete Bleche unterzogen sie einem Salzsprühtest (360 Stunden, 35 Grad Celsius) und legten sie für 240 Stunden in eine Klimakammer mit 100 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit. "Die meisten verzinkten Materialien werden durch diese Schichten ähnlich gut geschützt wie durch eine kommerzielle Gelbchromatierung. Im Vergleich zu einem am Markt befindlichen chromfreien System sowie einer Chrom(III)-Passivierung sind die neuen Schichten oft sogar leistungsfähiger", sagt Kron. Auch bei der Weiterverarbeitung sieht sie keine Probleme: "Da die Schichten dünner als ein tausendstel Millimeter sind, kann man die chromfrei beschichteten Bleche genauso umformen wie gelbchromatierte Bleche." Im Labormaßstab können die Forscher den Korrosionsschutz bereits herstellen. In etwa fünf Jahren, so schätzt die Expertin, könnte das System auf den Markt kommen.


Alle Spritzverfahren in einem Labor

2. Dezember 2008 – Die Professur für Verbundwerkstoffe der TU Chemnitz hat ihr Beschichtungszentrum um ein neuartiges thermisches Spritzverfahren, das Kaltgasspritzen, erweitert.

"Mit dieser Ergänzung sind wir führend in Europa, da nun alle industrierelevanten Spritztechnologien in einem Labor verfügbar sind und für wissenschaftliche Arbeiten genutzt werden können", schätzt Prof. Dr. Bernhard Wielage, Inhaber der Professur, ein und ergänzt: "Es gibt deutschlandweit nur zwei weitere Institute, die über die Technologie des Kaltgasspritzens verfügen."

Das Kaltgasspritzen ist ein hochkinetisches Beschichtungsverfahren, bei dem mit Hilfe von inerten, also reaktionsträgen, Gasen und Drücken von etwa 35 bar Metallpartikel auf bis zu 1.200 Meter pro Sekunde beschleunigt werden. Beim Auftreffen auf die Bauteiloberflächen bilden diese sehr dichte, fest anhaftende Schichten mit einem geringen Oxidgehalt. Typischer Einsatzbereich des Kaltgasspitzens ist die Elektrotechnik, wo es zum Beispiel zur Lotaufbringung oder für Wärmeleitschichten auf Kühlkörpern verwendet wird. Im Rahmen eines Forschungsvorhabens der Professur Verbundwerkstoffe soll das Verfahren zur Herstellung von Leiterbahnen für die Leistungselektronik verwendet werden.


Ausschreibung Kaiser-Friedrich-Forschungspreis 2009

1. Dezember 2008 – Ab Dezember können sich Wissenschaftler und Entwickler wieder für den Kaiser-Friedrich-Forschungspreis bewerben. Der Preis für innovative, richtungsweisende Entwicklungen in den Optischen Technologien ist mit 15.000 Euro dotiert. Nach 2003 steht erneut die "Optische Sensorik" im Fokus der Ausschreibung.

Optische Sensoren sind beispielsweise in der Prozesskontrolle, der Qualitätsüberwachung und Arbeitssicherheit inzwischen unverzichtbar. Ebenso spielen die extrem sensiblen Messverfahren bei der Sicherung kritischer Infrastrukturen wie Flughäfen eine bedeutende Rolle. Und auch für die Medizin stellen sie wesentliche Instrumente in Chirurgie, Diagnostik und Therapie dar.

Im Vergleich zu konventionellen Analyse- und Diagnostikverfahren arbeiten optische Sensoren berührungslos und schnell, benötigen keine Probenaufbereitung und beeinflussen den zu untersuchenden Prozess nicht. Sie eignen sich daher hervorragend für eine in-situ Diagnostik unter Echtzeitbedingungen. Insbesondere neuartige Faser- und Nanotechnologien bieten bisher nicht gekannte Möglichkeiten der Miniaturisierung sowie eine Steigerung von Nachweisgenauigkeit und Selektivität.

Entsprechend zukunftsweisende Sensorkonzepte sind Ziel der aktuellen Ausschreibung. Eingereichte Arbeiten sollen neben wissenschaftlicher Exzellenz deutliche Ansätze zur industriellen Umsetzung erkennen lassen. Insbesondere Möglichkeiten zur Miniaturisierung und praxisbezogene Anwendungen optischer Sensoren in den Bereichen Präzisionsmesstechnik, Umwelt, Medizin, Biotechnologie, Sicherheitstechnik und Energieforschung sollen ausgezeichnet werden.

Weitere Informationen unter www.kaiser-friedrich-forschungspreis.de


Hochglänzende Freiformflächen auf Stahlwerkzeugen

26. November 2008 – Werkzeuge und Formen mit frei geformten Oberflächen müssen je nach späterem Anwendungsgebiet visuellen Ansprüchen genügen oder tribologische und optische Funktionen gewährleisten. Doch gerade besonders glatte oder sogar hochglänzende Oberflächen lassen sich auf Freiformflächen zurzeit nur von erfahrenen Mitarbeitern durch zeitintensives manuelles Schleifen und Polieren erzeugen. Das Ergebnis hängt dabei stark von der Erfahrung des Mitarbeiters ab und ist häufig nur schwer reproduzierbar.

Um unabhängig von den persönlichen Fähigkeiten der Mitarbeiter reproduzierbare Polierergebnisse zu erhalten, arbeitet das Fraunhofer IPT zusammen mit neun weiteren Partnern im Projekt "MoldFinish" an einer automatisierten Polierzelle, die möglichst viele verschiedene Geometrien schleifen und polieren kann. Auf der diesjährigen EuroMold zeigt das Fraunhofer IPT vom 3. bis 6. Dezember am Fraunhofer-Gemeinschaftsstand in Halle 8, Stand M122/L113 erste Ergebnisse des Verbundprojekts.

Die Basis für den automatisierten Polierprozess bildet ein Knickarmroboter, in den eine axial zustellbare Polierspindel integriert ist. Neue Polierwerkzeuge, deren Oberflächen durch eine Gummimembran eine konstante Druckverteilung auf das Werkstück ausüben, gewährleisten besonders konstante Bearbeitungsbedingungen. Dies schafft die Voraussetzungen für eine flexible und reproduzierbare Fertigung von Geometrien aller Art, beispielsweise Kanten oder Verrundungen. Um einen konstanten Materialabtrag zu gewährleisten und gleichbleibende Polierergebnisse zu erzielen, erarbeitet das Fraunhofer IPT zuverlässige Strategien für die Prozessführung. Der Polierprozess wird über ein CAD/CAM-Modul gesteuert. Dies bietet den Vorteil, dass die Bahnen und Parameter analog zum Fräsen auf freigeformten Flächen programmiert und eingestellt werden können.

Ziel im Projekt ist es, die einzelnen Prozessschritte, die für plane Geometrien bereits bekannt sind, auf frei geformte Oberflächen zu übertragen. Um schließlich eine defektfreie Hochglanzoberfläche zu erzeugen, arbeitet die Robotersteuerung mit einer Bahnführung, die der Polierbewegung des manuellen Bearbeiters ähnelt. Vorab erodierte oder gefräste Stahloberflächen erhalten auf diese Weise nach mehrfachem Wechsel von Werkzeugen und Pasten schrittweise eine einheitliche und defektfreie Qualität. Auf dem Messestand zeigt das Fraunhofer IPT als Beispiel eine bereits erprobte Prozessstrategie: Das gefräste Bauteil wird mit dem robotergestützten Fertigungssystem bis zum Finish mit Filz und 3-µm-Diamant endbearbeitet, so dass am Ende eine hochglänzende frei geformte Oberfläche entsteht.

Weitere Informationen unter www.ipt.fraunhofer.de


Studie: Dienen und mehr verdienen im Maschinenbau?!

25. November 2008 – Dienstleistungen spielen eine immer wichtigere Rolle in den Wertschöpfungsprozessen produzierender Unternehmen. Eine aktuelle Studie des Fraunhofer IAO untersucht die wirtschaftliche Bedeutung und das Potenzial von Dienstleistungen im deutschen Maschinen- und Anlagenbau. Die Branche gilt neben der Automobilindustrie als Speerspitze der industriellen Wertschöpfung in Deutschland. Nachdem die Branche ihre gute wirtschaftliche Position lange Zeit vor allem über einen gesteigerten Export sichern und ausbauen konnte, drohen nun im Zuge einer nachlassenden Wirtschaftsdynamik empfindliche Einbußen.

Eine Möglichkeit, dieser Krise zu begegnen und den Unternehmenserfolg langfristig zu sichern, ist eine stärkere Dienstleistungsorientierung. Die Vorteile einer Verzahnung von Produktion und Dienstleistung liegen auf der Hand: Dienstleistungen sind oftmals profitabler als das Produktgeschäft, sie ermöglichen eine bessere Preis- und Produktdifferenzierung und dienen darüber hinaus der Kundenbindung. Der enge Kontakt zum Kunden führt letztlich auch dazu, Kundenbedürfnisse frühzeitig zu erkennen und in Produktinnovationen umzusetzen.

Die aktuelle Studie "Dienen und mehr verdienen?! - Hybride Wertschöpfung im Maschinen- und Anlagenbau" widmet sich diesem Thema und untersucht das Potenzial dienstleistungsbezogener Wertschöpfungsformen. Dabei zeigt sich, dass die größten Potenziale bei Leistungen zur Steigerung der Kundenproduktivität und zur Sicherstellung der Verfügbarkeit gesehen werden. Darüber hinaus wird geprüft, ob Dienstleistungen tatsächlich zu einem gesteigerten wirtschaftlichen Erfolg beitragen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass vor allem solche Unternehmen erfolgreicher sind als der Wettbewerb, die ihre organisatorischen Rahmenbedingungen auf die Integration von Produktion und Dienstleistung abstimmen.

Die Studie entstand im Rahmen des vom BMBF geförderten Forschungsprojekts "Serv.biz" (Business Transformation für hybride Wertschöpfungsnetzwerke) und kann ab sofort im IAO-Shop unter http://shop.iao.fraunhofer.de für 19,00 € bestellt werden.


Einweihung Nanopartikel-Technikum

24. November 2008 – Am 26. November wird am Institut für Energie- und Umwelttechnik (IUTA) an der Universität Duisburg-Essen ein neues Technikum zur Herstellung von Nanopartikeln eingeweiht. Die neue Einrichtung, die mit 2,7 Mio. Euro von der EU, dem Land NRW und der Evonik AG gefördert wird, eröffnet Dr. Michael Stückradt, Staatssekretärs im NRW-Innovationsministerium, vor rund 80 geladenen Gästen aus Politik, Forschung und Wirtschaft.

Mit dem Technikum wird eine entscheidende Anwendungslücke geschlossen. Bislang haben Nanotechnologien in vielen Anwendungsbereichen keinen Eingang in die großtechnische Nutzung gefunden. Das Problem für die Unternehmen: Ihnen fehlen ausreichende Mengen spezifischer Nanomaterialien, um die nachfolgenden Verfahrensschritte für die Weiterverarbeitung zu entwickeln. Diese Lücke soll das neue Technikum am IUTA schließen – zunächst in den Bereichen Thermoelektrik, Photovoltaik, Katalyse, Adsorption und funktionale Filtermaterialien.

"Das neue Technikum ist in seiner Art europaweit einzigartig. Es ist eng verzahnt mit dem neuen NanoEnergieTechnikZentrum NETZ der Universität und dem neuen Zentrum für Filtrationsforschung und funktionale Oberflächen ZF3 am IUTA", sagt Dr. Hartmut Wiggers als einer der Projektleiter. Herzstück der ca. 100 m² großen Anlage sind drei Reaktoren: ein Flammen-, ein Plasma- und ein Heißwandreaktor. Wiggers dazu: "Eine Besonderheit ist, dass jede Prozessstufe durch ausgefeilte optische Messtechniken optimal und online vor Ort untersucht und überwacht werden kann."


Dörken eröffnet neues Technikum

19. November 2008 – Vor einer Woche eröffnete die Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG ihr neues Technologiezentrum im nordrhein-westfälischen Herdecke. Rund 1,5 Millionen Euro investierte das Unternehmen in die neue Einrichtung, in der es Beschichtungsabläufe komplett abbilden und umfangreiche Prüfroutinen durchführen wird. Unter den 160 Gästen aus dem In- und Ausland waren Vertreter der Automobil- und Zulieferindustrie, Anlagenbauer, Partner aus Beschichtungsunternehmen und Repräsentanten von Universitäten und Fachhochschulen.

Das neue Technikum soll in Zukunft für den gesamten europäischen Raum inklusive Osteuropa zuständig sein. Über ein CRM-System ist es zudem mit allen MKS-Mitarbeitern weltweit vernetzt. So können auch Prüfaufträge aus Japan oder Brasilien per Datenleitung nach Herdecke geschickt und dort bearbeitet werden. Nach dem neuen Technikum soll Anfang kommenden Jahres ein weiteres in den USA eröffnet werden - ein drittes Zentrum in Fernost wird derzeit geplant.


Öffentliche Forschungsförderung für Solarzellen zeigt Wirkung

18. November 2008 – Das Statusseminar Photovoltaik 2008 des Bundesumweltministeriums am 11. und 12. November in Berlin zeigte die wachsende Innovationskraft der deutschen Forschungsinstitute. Durch die öffentliche Förderung gelingt es, relevante Forschungsprozesse zu rationalisieren, die Herstellungskosten in der Industrie zu senken und damit die Spitzenstellung Deutschlands zu sichern.

Für die Kooperation von Forschung und Wirtschaft wurden viele erfolgreiche Beispiele vorgestellt: Die Umsetzung innovativer Herstellungsverfahren für kristalline Silizium-Solarzellen, die am Fraunhofer ISE und am Institut für Solarenergieforschung Hameln Emmerthal entwickelt wurden. Der Aufbau Europas erster Produktionslinie für amorphe und mikrokristalline Silizium-Tandem-Dünnschicht-Solarzellen und die hochautomatisierten Fertigungslinien bei Q Cells, SCHOTT Solar und SolarWorld. Die weltweit einzigartigen Fertigungslinien für effiziente Kupfer-Indium-Diselenid-Module bei Würth Solar und Sulfurcell entstanden in Kooperation mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung und dem Helmholtz-Zentrum Berlin. Die Module bei Sontor GmbH werden mit Anlagen von Applied Materials hergestellt. Sie setzen Prozesse ein, die am Forschungszentrum Jülich entwickelt wurden.

Mit diesen Erfolgen werde laut ForschungsVerbund Sonnenenergie der Solarstrom alle 7-10 Jahre um den Faktor 2 kostengünstiger und damit schrittweise wettbewerbsfähig - zunächst mit privatem Strompreis, dann aber auch künftig mit Stromgestehungskosten herkömmlicher fossiler oder nuklearer Großkraftwerke. Darüber hinaus baut Deutschland damit seinen in vielen Bereichen vorhandenen technologischen Vorsprung und seine international wettbewerbsfähige Industrie weiter aus.

An rund der Hälfte der Projektpräsentationen des Statusseminars waren Institute des ForschungsVerbunds Sonnenenergie beteiligt. In Zusammenarbeit mit Universitäten und Industrieunternehmen werden Themen der Grundlagenforschung wie photovoltaische Materialen und der Verbesserung des Wirkungsgrads von Silizium- und Dünnschichtsolarzellen bearbeitet und die Entwicklung neuer Produktionstechnologien und einer netzkompatiblen Systemtechnik für den Anwender vorangetrieben.

Weitere Informationen unter www.FV-Sonnenenergie.de


Mikrostrukturierung von Glas durch Elektronenstrahlverdampfung

17. November 2008 – Am 13. November wurden die sieben besten von über 140 viel versprechenden Erfindungen des diesjährigen Innovationspreises Berlin Brandenburg präsentiert, der am 5. Dezember verliehen wird. Ein Projekt hat es unter die Nominierten geschafft, das durch die strukturierte Abscheidung von Dünnglas im Mikro- bis Nanometerbereich die Produktion unzähliger Anwendungen in der Opto- und Mikroelektronik revolutionieren könnte.

Forscher der MSG Lithoglas AG haben zusammen mit Kollegen vom Fraunhofer IZM die "Additive Mikrostrukturierung" von Glas entwickelt, mit der die Produktion von Image- und Photosensoren, etwa für hochauflösende Kamerachips oder für Photodioden von BluRay-Laufwerken, extrem vereinfacht und kostengünstiger gestaltet werden kann. Darüberhinaus gilt die Entwicklung aufgrund ihrer Bioverträglichkeit als interessantes Verfahren für die Medizintechnik.

Um Glas mit mikrometerfeinen Strukturen zu versehen, verwendet man bislang Ätz- oder Sandstrahltechniken, mit denen winzige Schichten vom Glassubstrat abgetragen, also gewissermaßen substrahiert, werden. Verfahren, bei denen auf das vorhandene Glas feinste Strukturen aufgebaut werden, existieren zwar ebenso. Jedoch kommt es bei solchen additiven Methoden wie dem Siebdruck durch meist hohe Prozesstemperaturen zu Veränderungen der optischen Eigenschaften, und die Auswahl der Substratmaterialien ist sehr begrenzt. Organische Träger sind hier nicht möglich. Außerdem sind sie mit sehr hohen Kosten verbunden.

Die von den Berliner Forschern entwickelte Methode umgeht derlei Beschränkungen und erzielt überdies 50-mal genauere Strukturbreiten. Dabei setzen die Forscher auf ein Prinzip, das seit über 30 Jahren bekannt ist: Die Elektronenstrahlverdampfung. Bei diesem Vakuumprozess wird ein Feststoff (Borosilikatglas) verdampft und kondensiert anschließend in feinsten Formationen auf einer Glasoberfläche. Durch die Weiterentwicklung dieser "additive Mikrostrukturierung" genannten Technologie können so Glasmikrostrukturen mit einer Breite von weniger als 2 µm erzielt werden, was etwa dem Vierzigstel einer Haaresbreite entspricht. Weil sich die Temperaturen während der Strukturierungsprozesse auf maximal 120 Grad Celsius beschränken und etablierte Verfahren wie die Lithografie für mehrere Wafer parallel verwenden lassen, bleiben die hervorragenden optischen Glaseigenschaften bei gleichzeitig geringen Prozesskosten erhalten. Den Anwendungen für diese Technologie sind nahezu keine Grenzen gesetzt. Als Beispiel dort, wo optische Informationen in der Mikroelektronik verarbeitet werden, kann sie kostengünstig und in großen Stückzahlen zum Einsatz kommen: für Mikrospiegel in Scannern und Displays, in Beschleunigungs- und Drucksensoren, als Lichtquellen wie Halbleiterlasern oder LEDs.

Weitere Informationen unter www.innovationspreis-bb.de


Seminar zum Langzeit- und Alterungsverhalten von Kunststoffen

14. November 2008 – Wegen zahlreicher Vorteile ersetzen Kunststoffe in vielen Anwendungen Metalle und Keramiken, denn deren Verarbeitungstechniken gestatten es, geometrisch sehr komplexe Teile technisch perfekt und in wenigen Fertigungsschritten herzustellen. Dem gegenüber stehen die Nachteile der Kunststoffe: geringe Steifigkeit und Festigkeit, stark temperaturabhängiges Verhalten und teilweise geringe chemische und biologische Beständigkeit.

Im Regelfall treten solche Belastungen jedoch über lange Zeiträume und dann in so unterschiedlichem Ausmaß auf, dass eine langfristige Prognose ihres Verhaltens oftmals problematisch ist.

Wie kann also das Langzeitverhalten von Kunststoffen im Vorfeld der Anwendung charakterisiert und bewertet werden kann? Wie ist der Stand der Technik, um das Alterungsverhaltens von Kunststoffen zu bestimmen, wenn Strahlung, Wärme, Chemikalien und anderer Faktoren auf sie einwirken? Auf bewährte Methoden, dies vorherzusagen, wird im Seminar "Langzeit- und Alterungsverhalten von Kunststoffe" eingegangen, das am 15. und 16. Dezember 2008 an der Technischen Akademie Wuppertal stattfindet. Leiter ist Prof. Dr. Erich Kramer von der FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz.

Anmeldung unter:

Weitere Informationen unter www.taw.de


Algoscan GmbH übernimmt die Jenoptik Surface Inspection

13. November 2008 – Mit Wirkung zum 01. Oktober 2008 hat die Jenoptik Surface Inspection GmbH der Algoscan GmbH ihre gesamte bisherige Geschäftstätigkeit übertragen. Sitz beider Unternehmen ist München. Das neugegründete Unternehmen Algoscan führt das Surface Inspection Business fort und wird es weiter ausbauen.

Dabei werden neue Systeme zum Optical Inline Measurement für verschiedene Industrien entwickelt, mit Fokus auf Photovoltaik. Besonders im Bereich der Dünnschichtsolarzellen wird eine Inline-Qualitätsmessung nachgefragt. Wie das Unternehmen verlauten ließ, finden erste Gespräche mit namhaften Herstellern derzeit statt. Aber auch für die Stahlbranche dürfte Algoscan interessant sein, denn neue Systeme, die die Rauheit von Oberflächen messen, verschaffen den Stahlproduzenten durch eine besser gesicherte Qualität Wettbewerbsvorteile.

Die Anteilseigner der Algoscan GmbH zeichnen sich durch langjährige Erfahrung in der optischen Industrie aus. Überzeugt vom Erfolg des neuen Unternehmens hat sich der ehemalige Geschäftsführer der Jenoptik Surface Inspection, Dr. Wolfgang Ullrich, mit einer Beteiligung engagiert. Den Claim "Ensuring Quality" sieht er als persönliche Verpflichtung und ehrliches Versprechen an die bisherigen und künftigen Geschäftspartner.


Qualitative Absicherung industrieller Energiewandler

12. November 2008 – Der derzeitige Boom von Energy Harvesting-Systemen, also solchen, die ihre Energie aus ihrer unmittelbaren Umgebung beziehen, geht auch an der Industrie nicht spurenlos vorbei. Viele Hersteller drängen mit Energiewandler und Generatoren auf den Markt. Die Herausforderung liegt jedoch hier in der zuverlässigen Ausgestaltung dieser Systeme.

Sie müssen nicht nur schwankende Energien ausgleichen können, sondern zuverlässig funktionieren, auch wenn sich Umgebungsbedingungen vorübergehend ändern. Dazu entwickelt die "Chemnitzer Professur für Mess- und Sensortechnik" derzeit eine Testplattform, die als kleines Zertifizierungslabor agieren kann, um verschiedene Systemkomponenten eines Energiemanagementsystems unter verschiedenen Umweltbedingungen zu testen.

"Wir untersuchen und charakterisieren hier bereits bestehende, von der Industrie angekaufte, unterschiedliche Wandler. So testen wir unter anderem, wie viel Energie bei welcher Aktion erzeugt und gleichzeitig verbraucht wird", erklärt Prof. Dr. Olfa Kanoun und fügt hinzu: "Wir haben uns ja im Bereich des Energy Harvesting selbst den Auftrag gegeben, die Verfügbarkeit von verschiedenen Energieformen in diversen Anwendungen nachzuweisen und zu bemessen. So stehen wir vor allem für die Industrie und die Systemhersteller gern als kompetenter Ansprechpartner bereit."

Weitere Informationen rund um das Thema Energy Harvesting gibt Kanoun bei der 2. Fachveranstaltung "Energy Harvesting - Grundlagen und Praxis energieautarker Systeme" am 17. und 18. November 2008 im Haus der Technik in Essen. Eingeladen sind interessierte Zuhörer aus Industrie und Forschung. Nähere Informationen zu der Veranstaltung:

Weitere Informationen unter www.energieautarke-sensorik.de


Ausstellung über Edelstahl im Deutschen Museum eröffnet

11. November 2008 – Das Deutsche Museum eröffnete gestern in der Dauerausstellung Metalle den neu gestalteten, multimedial und interaktiv aufbereiteten Bereich Edelstahl rostfrei. Die Ausstellung bietet dem Besucher auf einer Fläche von 100 m² Einblicke in die Herstellung, Verarbeitung und Einsatzbereiche von Edelstahl.

Die Ausstellung ist in Zusammenarbeit und unter Förderung der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER) entstanden. ISER ist eine Gemeinschaftsorganisation der Unternehmen und Institutionen aus den Bereichen der Edelstahlherstellung und -weiterverarbeitung sowie dem Handel mit rostfreien Edelstahlprodukten.

Der nichtrostende Stahl wird in diesem neuen Ausstellungsbereich in seiner Funktion als eines der vielseitigsten Industriemetalle beschrieben. Im Rahmen der Dauerausstellung Metalle wird die alltägliche Anwendung dieses jungen Stoffes in der Industrie, im Haushalt oder auch in medizinischen Geräten erklärt und spielerisch verdeutlicht. Insgesamt sind heute über 120 Edelstahlsorten in fast allen Bereichen des menschlichen Lebens zu finden.

Der neue Ausstellungsabschnitt über Edelstahl bildet den Abschluss des Neuaufbaus und der Aktualisierung der Ausstellung über Metalle und modernes Gießen im Deutschen Museum. Bereits seit März 2007 ist der Abschnitt über Gießen mit der Vorführgießerei für Besucher offen. In täglichen Vorführungen können die Museumsbesucher hautnah den Gießprozess verschiedener Metalle erleben und sehen, wie Gießereitechnik heute traditionsreiches Handwerk mit moderner Hightech verbindet.


Antireflexionsschicht verbessert Solarzellen

10. November 2008 – Forscher am Rensselaer Polytechnic Institute (RPI) in Troy (US-Bundesstaat New York) haben eine nanostrukturierte Antireflexionsbeschichtung für Solarzellen entwickelt, die einen deutlichen Forschritt in der Solarenergiegewinnung verspricht. Denn mit beschichteten Solarpanels könnte ein größerer Teil des einfallenden Sonnenlichts genutzt werden – und das unabhängig vom Einfallswinkel. "Diese Entwicklung ist durchaus sinnvoll und interessant", kommentiert Thomas Mayer vom Fachgebiet Oberflächenforschung an der Technischen Universität Darmstadt.

"Um die beste Effizienz bei der Solarstromgewinnung zu erreichen, soll eine Solarzelle praktisch jedes einfallende Photon absorbieren und das unabhängig vom Stand der Sonne", erklärt RPI-Physikprofessor Shawn-Yu Lin den Hintergrund der Entwicklung. Eine unbehandelte Siliziumsolarzelle absorbiert nur rund 67 Prozent des einfallenden Sonnenlichts, während der Rest schon an der Oberfläche durch Spiegelung verloren geht. Mit der nanotechnologischen Beschichtung werden hingegen 96 Prozent des einfallenden Lichts absorbiert. So gewaltig, wie es zunächst klingt, ist der Gewinn zwar nicht. "Auch aktuelle kommerzielle Systeme nutzen bereits Beschichtungen", betont Mayer. Allerdings seien die Angaben der RPI-Forscher über ihre Entwicklung immer noch beeindruckend.

Ein Grund dafür ist, dass die Beschichtung eine hohe Absorption in einem breiten Wellenlängenbereich bietet. Besonders wichtig ist aber die Tatsache, dass die Entwicklung von Lins Team die hohe Lichtausbeute unabhängig vom Einfallswinkel verspricht. "Bisher nutzen wirklich effiziente Solarenergieanlagen Nachführsysteme", erklärt Mayer. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Licht möglichst exakt senkrecht auf die Solarzellen fällt, da dann die Reflexionsverluste am geringsten sind, so der Wissenschaftler. Eben solche Nachführsysteme könnten durch ihre Entwicklung überflüssig gemacht werden, glauben die Forscher am RPI. Damit würden auch entsprechende Kosten für Anschaffung, Betrieb und Wartung wegfallen.

Die neuartige Antireflexionsbeschichtung ist aus insgesamt sieben Lagen aufgebaut, die je 50 bis 100 Nanometer dick sind. Sie bestehen aus Nanoröhren aus Silizium- und Titandioxid, die schiefwinkelig angeordnet sind. Lin zufolge ist die Beschichtung für fast alle photovoltaischen Materialien geeignet, die in Solarzellen zum Einsatz kommen. Ein Beitrag über die Forschungsarbeit wurde in der aktuellen Ausgabe des Fachjournals Optics Letters veröffentlicht.

Weitere Informationen unter www.opticsinfobase.org/ol/abstract.cfm?URI=ol-33-21-2527


40. Fachtagung "Karosserieleichtbau leicht & sicher", 18. bis 20. November in Fellbach

7. November 2008 – In diesem Jahr blickt der Internationale Rohbau-Expertenkreis auf zwanzig Jahre Erfahrung im Bereich der Fachtagungsreihe "Prozesskette Karosserie" zurück. Die Durchführung dieser Veranstaltungen wurde laut Expertenkreis seit ihrem Bestehen von über 4.000 Karosseriebauexperten aus aller Welt als gelungen beurteilt. Weitere Themen der Tagung: Serienfertigung 2008 – Fertigungsprozess 2009, Fertigungstechniken, Prozesssteuerung, Produktionsanlagen.

Die Beiträge zu den Fachthemen werden von Führungskräften namhafter Hersteller vorgetragen und nach den Referaten an Infoständen im Ausstellungsraum erläutert. Präsentationen der Themeninhalte durch Fachreferenten und Experten an Karossen und Exponaten neuster Bauart. Am 3. Tagungstag (20. November): "Produktion Live" mit Workshop. Exkursion und Besichtigung der Produktion bei der Daimler AG Werk Rastatt, Bereich neue Generation der A- und B-Klasse.

Weitere Informationen unter www.rohbau-expertenkreis.de/deutsch/index.htm


NanoSolutions 2008 – Europäische Leitmesse für das Nano Business

6. November 2008 – Vom 11. bis 13. November findet wieder in Frankfurt die europäische Leitmesse "NanoSolutions" für das Nano Business statt. Im Mittelpunkt steht der umfassende Informationenaustausch über die neuesten Innovationen der Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts.
Auch die Beratergruppe "Zukünftige Technologien Consulting" der VDI Technologiezentrum GmbH, die fast 20 Jahre Erfahrung in der Früherkennung neuer Technologie und Strategieentwicklung aufweist, ist zum dritten Mal in Folge auf der NanoSolutions vertreten und präsentiert sein Produktportfolio.
Auch in diesem Jahr findet Europas größtes Nano-Event unter dem Dach der "nanotech+material week frankfurt" statt. Unter dem Motto "technologies - integration - products" treffen in der Messe Frankfurt Entscheider auf Entscheider. Erwartet werden bei der NanoSolutions 2008 rund 150 nationale und internationale Aussteller und 5.000 Besucher.

Weitere Informationen unter www.zukuenftigetechnologien.de


Weltweit erster industrieller Einsatz eines HTS-Induktionsheizers

5. November 2008 – Um Heizungsrohre aus Kupfer oder Fensterrahmen aus Aluminium in Form zu bringen, müssen die Metalle bei Temperaturen von bis zu 1.000 Grad weich gemacht werden. "Dieser Schritt in der Metallverarbeitung verbraucht enorm viel Energie", weiß Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU).

Dass sich davon in Zukunft mehr als die Hälfte einsparen lasse, zeige ein Induktionsheizer mit Hochtemperatursupraleitern (HTS). Von den mittelständischen Firmen Zenergy (Rheinbach) und Bültmann (Neuenrade) wurde die Anlage in den letzten drei Jahren entwickelt - unterstützt von der DBU mit knapp 600.000 Euro. Auf der Hannover Messe im April wurden beide Firmen dafür mit dem Hermes Award ausgezeichnet, dem weltweit größten Technologiepreis (100.000 Euro). Seit Juli ist der HTS-Induktionsheizer beim Mittelständler weseralu (Minden), einem Profilpresswerk für Metalle, im Einsatz, wo er "alle Erwartungen übertrifft", so Brickwedde, der das Werk heute besuchte.

Weitere Informationen unter www.idw-online.de/pages/de/news287004


Nahezu reibungslos drehen und gleiten

4. November 2008 – Schmierstoffe sorgen in Lagern und Getrieben dafür, dass nicht allzu viel Energie durch Reibung verloren geht. Dennoch braucht man einige Prozent der Energie, um Reibungsverluste auszugleichen. Schmiermittel aus Flüssigkristallen könnten die Reibung in wenigen Jahren auf nahezu null senken.

Doch was unterscheidet ein solches Schmiermittel von den Ölen, die bisher die Lager gefettet haben? "Bei diesem Schmierstoff handelt es sich um Flüssigkristalle, die man auch vom Flachbildschirm kennt", erklärt Dr. Andreas Kailer, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM in Freiburg. "Im Gegensatz zu üblichen Flüssigkeiten sind die Moleküle in Flüssigkristallen ausgerichtet - man kann sie mit Streichhölzern vergleichen, deren Köpfe alle in die gleiche Richtung zeigen." Die Forscher am IWM untersuchen gemeinsam mit ihren Kollegen vom Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Potsdam und der Mainzer Firma Nematel, welche Flüssigkristalle sich unter welchen Bedingungen am besten als Schmiermittel eignen. Dazu spannen sie einen Metallzylinder in eine Prüfmaschine, die diesen mit einer bestimmten Kraft auf die Unterlage drückt und hin und her bewegt. Bei welchem Schmiermittel braucht die Maschine am wenigsten Energie, um den Metallzylinder zu bewegen?

Während sich die Reibung bei herkömmlichem Öl kaum verändert, sinkt sie bei den Flüssigkristallen nach einiger Zeit auf nahezu null ab. Wie lange dies dauert, hängt vor allem vom Druck ab, mit dem der Zylinder bei seiner Bewegung auf die Unterlage gepresst wird. Vergleicht man dies mit einem Schlitten, entspräche dies dem Gewicht des Kindes, das auf ihm sitzt. "Für Kugellager eignen sich die Flüssigkristalle bisher nicht als Schmierstoff, hier ist der Kontaktdruck zu hoch - die Reibung sinkt hier nicht genügend ab. "Für Gleitlager hingegen sind die Flüssigkristalle optimal", sagt Kailer. Da Flüssigkristalle bislang vor allem für Bildschirme hergestellt werden, müssen sie hochrein sein - was sie sehr teuer macht. Die Forscher wollen die Herstellung nun vereinfachen, denn als Schmiermittel eignen sich auch weniger reine Stoffe. "Wir hoffen, in drei bis fünf Jahren einen Schmierstoff aus Flüssigkristallen auf den Markt bringen zu können", sagt Kailer.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Zulassung für Schutzplanken aus bandverzinktem Stahl erteilt

3. November 2008 – Das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung hat nach erfolgreichen Labor- und Feldversuchen den Einsatz von Stahlschutzplankenholmen aus bandverzinktem Stahl genehmigt. Damit können Schutzplanken noch umweltfreundlicher und wirtschaftlicher hergestellt werden.

Bislang werden Schutzplankenholme im Herstellungsablauf zunächst profiliert und erst in einem zweiten Schritt stückverzinkt. Beim Einsatz von bandverzinktem Material entfällt der zweite Prozessschritt, da der Stahl bereits verzinkt vom Werkstoffproduzenten angeliefert wird. Dies hat logistische Vorteile und sorgt zudem für einen sparsameren Umgang mit dem Beschichtungsstoff Zink.

Genehmigt wurden drei Systeme aus kontinuierlich schmelztauchveredeltem Stahlband mit Zinküberzug und mit Zink-Aluminium-Überzug (Z600, ZA600 und ZA300). Trotz des dünneren Überzugs bieten diese Systeme den gleichen Korrosionsschutz wie die bisher eingesetzten und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Ressourceneffizienz. Für die Verwendung von bandverzinktem Stahl setzen sich auch die Forschungsvereinigung Stahlanwendung e.V. (FOSTA) und das Stahl-Informations-Zentrum (S-I-Z) ein. Die Zulassung für die bandverzinkten Systeme ist abrufbar auf:

Weitere Informationen unter www.stahl-online.de/stahlforschung/bandverzinkung.pdf


Zentrum für Organische Materialien und Elektronische Bauelemente in Dresden eröffnet

31. Oktober – Die Fraunhofer-Gesellschaft eröffnete am 30. Oktober in Dresden ein Zentrum für Organische Materialien und Elektronische Bauelemente. Im "Center for Organic Materials and Electronic Devices Dresden" (COMEDD) arbeiten Fraunhofer-Forscher an der Entwicklung und Pilotfertigung organischer Leuchtdioden, die auf kleinen Molekülen basieren.

Insgesamt 25 Mio Euro investierten die Bundesregierung, der Freistaat Sachsen und die Europäische Union in das Zentrum. Aufgabe des Zentrums ist die Entwicklung kostengünstiger und produktionstauglicher Prozesse für organische Halbleiterbauelemente und organische Solarzellen. "Mit COMEDD etablieren wir ein europaweit führendes Zentrum für organische Halbleiter, das produktnahe Forschung und Entwicklung sowie die Umsetzung der Forschung in die Pilotfertigung ermöglicht", betont Prof. Karl Leo, Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Photonische Mikrosysteme IPMS.

Kernstück des Zentrums sind mehrere Vakuumbeschichtungsanlagen. Für die Fertigung von organischen Leuchtdioden (OLEDs) auf Glassubstraten wird eine neuartige Beschichtungslinie für Glas und Folien von Sunic System aus Südkorea in Kooperation mit der Aixtron AG Deutschland installiert. Diese Linie ermöglicht es, neue Prozesskonzepte zu evaluieren. Für die Entwicklung und Herstellung von OLED-Beleuchtungsmodulen auf flexiblen Substraten bietet COMEDD eine Rolle-zu-Rolle-Beschichtungsanlage der Dresdner Firma Von Ardenne Anlagentechnik GmbH. Die Anlage wird in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Elektronenstrahl- und Plasmatechnik FEP aufgebaut. Mit den neuen Anlagen lassen sich nicht nur organische Beleuchtungssysteme herstellen, sondern auch organischen Solarzellen – wie zum Beispiel Kunststoffsolarzellen im Rolle-zu-Rolle-Verfahren.

Weitere Informationen unter www.ipms.fraunhofer.de


Freiberger Patent verkürzt Messverfahren

30. Oktober 2008 – Der Freiberger Professor für mathematische Geologie und Geoinformatik, Helmut Schaeben, hat sich zusammen mit seinen Kollegen ein neuartiges Steuerungsverfahren von Messgeräten patentieren lassen. Sie suchten nach einer Methode, wie sich sehr ungleich verteilte Messwerte sinnvoll mit einer mathematischen Funktion beschreiben lassen.

Die Messungen mit Röntgentexturgoniometern zur Qualitätskontrolle waren bisher sehr zeitraubend, sie konnten bis zu mehrere Tage in Anspruch nehmen. Mithilfe seiner Forschungen gelang es Prof. Schaeben, die Daten während der Messungen so auszuwerten, dass das Raster der Messpunkte in mehreren Schritten lokal da verfeinert wird, wo der größte Informationsgewinn zu erwarten ist. Die vorläufige Auswertung wird also zur unmittelbaren Steuerung des weiteren Verlaufs der Messungen angewendet. Stellt sich bei den Auswertungen heraus, dass bestimmte Areale der Lagenkugel für die weitere Untersuchung nicht von Interesse sind, werden sie nicht weiter beprobt. In wichtigen Gebieten hingegen wird das Messraster weiter verfeinert und zusätzliche Messdaten erhoben. Durch die gegenseitige Beeinflussung von Messung und Berechnung lassen sich die Messzeiten erheblich verringern und effizienter Nutzen der Messzeit erzielen.

Für das Verfahren erhielten die Forscher im Jahr 2007 ein Patent zugesprochen. Nun hoffen die Wissenschaftler, dass sich Messgerätehersteller an die Neuerung heranwagen. Erstes Interesse hat die Industrie bereits bekundet.

Weitere Informationen unter www.tu-freiberg.de


BASF kauft Polyurethan-Spezialitätengeschäft

28. Oktober 2008 – BASF übernimmt heute das weltweite Geschäft mit Polyurethan(PU)-Systemen für den Scheibenumguss von Recticel. Dazu haben beide Unternehmen eine Vereinbarung unterzeichnet. Teil der Transaktion, die noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden steht, sind patentierte aliphatische Verbindungen, die unter dem Namen Colofast bekannt sind. Dabei handelt es sich um besonders lichtbeständige Polyurethane.

Die PU-Spezialtechnologie kommt vor allem beim Umguss von Autoscheiben zum Einsatz, der sich zu einem attraktiven Nischenmarkt entwickelt hat. Der Scheibenumguss sorgt für eine sichere und dichte Verbindung von Scheiben mit der Karosserie. Diese Technik kommt im Automobilbau weltweit bei sieben Prozent aller Scheiben zum Einsatz. Bei modernen Solaranlagen vereinfacht und beschleunigt der Scheibenumguss den Produktionsprozess der Solarkacheln.

"Mit der Akquisition bringt sich BASF in diesem attraktiven Spezialmarkt in eine hervorragende Position", sagt Jacques Delmoitiez, Leiter des Unternehmensbereichs Polyurethanes bei der BASF. "Darüber hinaus ergänzen wir unser bereits sehr umfassendes Portfolio an PU-Systemlösungen um eine weitere innovative Technologie. Damit eröffnen sich für uns auch große Chancen im wachsenden Markt für Solaranwendungen."

Weitere Informationen unter www.basf.com


Auf dem Weg zu neuen Speichermedien?

27. Oktober 2008 – Die Steigerung der Speicherkapazitäten ist eine ständige zentrale Herausforderung für Wissenschaft und Technik in unserem Informationszeitalter. Ein deutsch-italienisches Forscherteam verfolgt dabei das Konzept der "nanostrukturierten Speicherdomänen".

Wie die Wissenschaftler um Massimiliano Cavallini vom National Research Council (CNR) in Bologna (Italien) und Mario Ruben vom Forschungszentrum Karlsruhe in der Zeitschrift Angewandte Chemie berichten (2008, 120, 8724–8728), gelang es ihnen, verlässliche Nanomuster einer sogenannten Spinübergangsverbindung auf Siliciumoxid-Chips herzustellen. Dies ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zu einer neuen Generation molekularer Speichermedien, bei denen binäre Daten durch das "Umschalten" von Elektronenspins gespeichert werden.

Derzeitige Computerfestplatten speichern Daten, indem die Oberfläche einer rotierenden Scheibe magnetisiert wird. Jede "Speicherzelle" hat eine "Adresse", so dass direkt auf die gespeicherten Daten zugegriffen werden kann. Um die Speicherkapazität zu erhöhen, werden die einzelnen magnetisierbaren Bereiche immer kleiner gemacht. Allerdings ist das Limit bald erreicht. Durch thermische Anregung kippen gelegentlich einige der magnetischen Partikel in die andere Richtung. Bei sehr kleinen Domänen kann die ganze Zelle rasch ihre Magnetisierung verlieren.

Mit speziellen unkonventioneller mikro- und nanolithographischen Methoden gelang es dem Team, einen neutralen Eisen(II)-Komplex in Form feinster Linien auf eine Siliziumwafer zu "drucken". In einem Selbstorganisationsprozess richten sich die Nanokristalle dabei in einer bevorzugten Orientierung entlang der Linie aus. Außerdem gelang es ihnen, das Muster einer bespielten CD in einen Film der Eisenverbindung zu übertragen. Das beweist zum ersten Mal, dass es möglich ist, mit einer Spinübergangsverbindung lesbare logische Muster zu erzeugen. Um die Streifenstrukturen technologisch nutzbar zu machen, muss der Umschaltvorgang an Raumtemperaturbedingungen angepasst werden; die Arbeiten dazu sind bereits in einem fortgeschrittenen Stadium.

Weitere Informationen unter www3.interscience.wiley.com


Messe der Automobilzuliefererer vom 29. bis 31. Oktober in Wolfsburg

24. Oktober 2008 – Zum fünften Mal veranstaltet die Wolfsburg AG die Internationale Zuliefererbörse (IZB). Auf rund 33 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche im Wolfsburger Allerpark präsentieren sich Zulieferunternehmen aus dem In- und Ausland. Einer der Schwerpunkte der IZB 2008 ist das diesjährige Partnerland Indien mit über 40 Ausstellern.

Nach der positiven Bilanz der IZB 2006 – über 600 Aussteller aus 21 Nationen zogen rund 40 000 Fachbesucher aus aller Welt an – sieht sich die Messe weiter auf Wachstumskurs. „Entgegen dem allgemeinen Trend im Messegeschäft, das von rückläufigen Ausstellerzahlen geprägt ist, stehen die Zeichen bei der IZB 2008 auf Wachstum. Sowohl bei den Ausstellern als auch flächenmäßig verzeichnen wir Zuwächse“, sagt Prof. Dr.-Ing. Bernd Wilhelm, Vorstandssprecher der Wolfsburg AG.

Weitere Informationen unter www.izb-online.com


Industrie stellt Smart-Label-Systeme vor

23. Oktober 2008 – Ist das Obst im Container durchgängig gekühlt worden? Liegen noch genügend rote Röcke im Lager? Mit Hilfe von RFID - auch Smart-Label-Systeme genannt - können Unternehmen ihre Produkte schon bald auf ihrem Weg von der Verpackung bis zum Einzelhändler lückenlos verfolgen und ihre Qualität kontrollieren, sicherstellen, dass die Waren pünktlich und vollständig am Zielort ankommen und die Nachlieferung neuer Waren zeitnah auf den Absatz abstimmen.

Am 5. und 6. November präsentieren in Berlin neun Industriekonsortien ihre neuesten Entwicklungen in diesem Zukunftsfeld. In Deutschland hat sich bereits eine erhebliche Anzahl von RFID-Technologieanbietern etabliert und viele Unternehmen setzen Smart Label bereits ein. Trotzdem werden nach wie vor technische Lösungen gesucht, mit denen auf spezielle Probleme der Logistikbranche reagiert werden kann, und Kosten senkende Herstellungsmöglichkeiten erforscht.

Um die technologischen Voraussetzungen für die breite Nutzung von Smart Labels zu schaffen und die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Industrie in diesem Segment zu stärken, fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmenprogramm Mikrosysteme mit 15,5 Mio. Euro neun industrielle Verbundprojekte zum Thema "Smart Label in der Logistik". In den Projekten erproben Firmen praxisnah neuer Konzepte. Adressiert werden Fragestellungen wie Polymertechnik, Sensorik und Branchenspeziallösungen sowie die Kostensenkung bei der Transponder-Entwicklung. Am 5. und 6. November stellen die Projekte in der Tagungsstätte Harnack-Haus, Ihnestraße 16-20, 14195 Berlin ihre Ergebnisse vor.

Weitere Informationen unter www.mstonline.de


EuroBLECH 2008 eröffnet mit Ausstellerrekord

21. Oktober 2008 – Gestern hat in Hannover die 20. EuroBLECH, Weltleitmesse der blechbearbeitenden Industrie, ihre Tore geöffnet. Mit 1.520 Ausstellern aus 38 Ländern, die auf einer Nettofläche von 87.700 Quadratmetern ihre Maschinen, Werkzeuge und Dienstleistungen präsentieren, ist die Fachmesse im Vergleich zur vergangenen Veranstaltung 2006 nochmals kräftig gewachsen. Sie kann ein Plus von acht Prozent an Ausstellern und ein Flächenwachstum von 15 Prozent verzeichnen.

Hauptausstellerländer sind neben Deutschland, das 44,5% der Ausstellerfirmen stellt, Italien, die Schweiz und die Niederlande. Aber auch die USA, die Türkei sowie China und Taiwan sind unter den Top Ten der Ausstellerländer. Den Besucher erwartet auf der Technologiemesse eine Vielzahl an Neuheiten. Die gezeigten Innovationen drehen sich um die Themen Flexibilität in der Fertigung, Verbesserung der Qualität, Energie- und Kosteneinsparung sowie Umweltverträglichkeit. Praktische Vorführungen von Maschinen und Systemen stehen dabei im Mittelpunkt der EuroBLECH. Neben den Werkzeug- und Maschinenherstellern, den Serviceanbietern und Forschungseinrichtungen sind auch die Stahlunternehmen auf der Fachmesse vertreten.

Die EuroBLECH ist noch bis Samstag, den 25. Oktober 2008 geöffnet, täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr, am Samstag 9:00 bis 16:00.

Weitere Informationen unter www.euroblech.de


Exzellenzcluster SimTech gründet Verein mit der Industrie

21. Oktober 2008 – Vor wenigen Tagen wurde an der Universität Stuttgart der gemeinnützige Verein "Industrial Consortium SimTech e. V. " gegründet. Die Mehrzahl der Gründungsmitglieder sind Wissenschaftler der Universität Stuttgart sowie Firmen, die damit neue und bessere Wege von der Forschung bis zur praktischen Anwendung bahnen wollen.

Ein wesentlicher Bestandteil des Vereinslebens werden sogenannte "Working Committees" sein, die konkrete Gebiete innerhalb des weiten Feldes der Simulationstechnologie definieren, neue Themen aufgreifen und Ergebnisse aus der Grundlagenforschung einer praktischen Anwendung zuführen. Damit soll der Weg von der Denkfabrik bis zur Realisierung innovativer Produkte erheblich verkürzt werden. Ein erstes Working Committee "Fertigungstechnik" hat im Vorfeld bereits seine Arbeit aufgenommen und wurde als Pilotprojekt vorgestellt. In seinem Fokus steht die simulationsgestützte Optimierung von Fertigungsprozessen. Eine große Herausforderung ist dabei die Echtzeitsimulation und ihre Ankopplung an die reale Prozessregelung. Im Laufe der nächsten Wochen und Monate wollen die Vereinsmitglieder weitere Arbeitsgruppen ins Leben rufen, etwa zu den Themen Biomodellierung, Simulationsmethodik und Materialwissenschaft.

Das Besondere an dem neuen Verein ist die direkte Vernetzung von Akteuren der Grundlagenforschung und der Unternehmenspraxis. Die Mitglieder investieren Engagement und kreatives Querschnittsdenken in alle Bereiche der Zukunft, die von innovativen Simulationstechnologien profitieren können, vom Design neuer Materialien und Werkstoffe über Prozessoptimierungen (etwa in Produktionsbetrieben) bis zu Medizin und Umwelttechnik. Der Verein soll auch eine Keimzelle sein für bi- und multilaterale Verbundprojekte mit der Industrie, in dessen Rahmen dann vereinsunabhängig fortschrittliche Technologien umgesetzt werden können. Darüber hinaus bietet der Verein den beteiligten Firmen zahlreiche Vorzüge: Sie erhalten Zugang zu exzellenten Nachwuchskräften, die über den Verein zum Beispiel zu Firmenpraktika vermittelt werden. Außerdem werden die Mitgliedsfirmen zu wissenschaftlichen Veranstaltungen eingeladen, über die sie engen Kontakt mit der Forschungsbasis halten können. Alle Mitglieder haben die Möglichkeit, sich mit Seminarbeiträgen in der akademischen Welt zu präsentieren und gemeinsam mit den Wissenschaftlern Mehrwert aus gemeinsamen Diskussionen zu schöpfen.

Die Mitgliedschaft steht grundsätzlich allen Interessierten aus Unternehmen, Institutionen und Verbänden offen. Weitere Informationen über die Modalitäten, Mitgliedsbeiträge, Strukturen und Mitglieder bei SimTech-Geschäftsführer Dr. Dietmar Wechsler, Tel. 0711/685-60110, e-mail: wechsler@simtech.uni-stuttgart.de

Fördermittel für bayerischen Forschungsverbund FORLAYER

20. Oktober – Optimale Lösungen für den Verschleißschutz von Werkzeugen und Bauteilen, die außergewöhnlichen Belastungen ausgesetzt sind, suchen Forschergruppen an bayerischen Universitäten und Forschungsinstituten gemeinsam mit Partnern aus der Industrie im neuen Bayerischen Forschungsverbund FORLAYER. Die Bayerische Forschungsstiftung hat zur Förderung dieser Forschungsarbeiten knapp zwei Millionen Euro bewilligt, mehr als 800.000 davon für drei Teilprojekte, mit denen die Universität Erlangen-Nürnberg im Verbund vertreten ist.
Verschleiß an Werkzeugen und Bauteilen begrenzt deren Lebensdauer und stört die Prozesse in Produktionsabläufen, verkürzt die Serviceintervalle, mindert die Qualität der Produkte und verursacht in letzter Konsequenz hohe laufende Kosten für das produzierende Gewerbe. Der derzeit bestmögliche Verschleißschutz wird durch Beschichtungen aus superharten Diamanten, Keramiken oder hartstoffhaltigen Verbundwerkstoffen erzielt. Das reicht jedoch nicht aus, wenn Mechanismen wie hohe Temperaturen, aggressive Umgebungsbedingungen oder örtlich ansetzende bzw. in kurzen Zeitabständen stark wechselnde mechanische Belastungen und Reibungskräfte einwirken. Mit der Einführung und Weiterentwicklung von neuen, immer schwieriger zu verarbeitenden Werkstoffen sowie zunehmend leistungsfähigen Verfahren zu deren Verarbeitung steigen auch die Anforderungen an die Werkzeuge.
Im Verbund FORLAYER, der sechs Gruppen aus Universitäten und anderen Forschungseinrichtungen mit 21 Industriepartnern vernetzt, geht es vorwiegend darum, verschleißfeste Mehrlagen- und Mehrkomponentenschichten für hochbeanspruchte Werkzeuge zu entwickeln. Innerhalb von drei Jahren sollen anwendungsreife Technologien für eine Verschleißminderung vorliegen. Dies wird dazu beitragen, den Leistungs- und Kostendruck zu senken, dem Großindustrie und mittelständische Unternehmen in Bayern unterliegen.

Weitere Informationen unter www.bayfor.org/media/uploads/ktml/files/forlayer.pdf


Muster, Logos und Schriftzüge aus Licht

17. Oktober 2008 – Logos und Schriftzüge aus Licht lassen sich mit Freiformlinsen erzeugen. Doch wie muss die Oberfläche einer solchen Linse aussehen, um das Licht in Form eines speziellen Musters zu bündeln? Die Berechnung wurde von Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM beschleunigt.
Am Haupteingang eines Industrieunternehmens strahlt eine Lampe das Firmenlogo mit Schriftzug auf den Eingangsbereich. Erzeugt wird das Bild durch eine Freiformlinse: Ihre Oberfläche ist komplex geformt und bündelt das Licht gezielt zu dem gewünschten Bild. Weitere Anwendungsmöglichkeiten solcher Freiformlinsen: Ein Haus lässt sich mit ihnen so beleuchten, dass die Fenster ausgespart und die Bewohner nicht geblendet werden. Medizinische Bestrahlungen könnten exakt auf die benötigten Stellen ausgerichtet werden. Das Besondere: Die Linse selbst erzeugt bereits das Bild, eine Schablone oder ein Dia ist überflüssig – das spart Energie. Außerdem sind die Ränder der Abbildung schärfer.
Bislang müssen die Entwickler sich mühsam an die jeweilige Form herantasten: Sie stellen im Rechner eine bestimmte Linsenform ein, schauen sich das erzeugte Bild an und verändern die Linse so lange, bis sie das Licht zum gewünschten Bild bündelt. Dies kann mehrere Stunden dauern, geht jedoch künftig in einigen Sekunden. Die Forscher am ITWM haben eine Software entwickelt, die aus dem gewünschten Bild die benötigte Linsengeometrie errechnet – die erste Software dieser Art, die für Kunden auf dem Markt erhältlich ist. Fertigungsparameter wie Besonderheiten der Fräsmaschine oder das Material, das für die Linse verwendet werden soll, lassen sich einstellen. Da die Software die Oberflächengeometrie der Linse in nur wenigen Sekunden errechnet, lässt sich diese gut optimieren: Ist beispielsweise die Krümmung der Linse, die man für ein bestimmtes Bild bräuchte, zu hoch, kann ihre Herstellung aus technischen Gründen schwierig werden. Die Krümmung lässt sich in der Software begrenzen, die Linse mit ein paar Klicks schnell neu berechnen.
Eine Demoversion der Software gibt es bereits. Auf der Messe Vision vom 4. bis 6. November in Stuttgart stellen die Forscher sie live vor (Halle Halle 6, Stand 6D56).

Weitere Informationen unter www.itwm.fraunhofer.de


Lasergestütztes Verbinden von Kunststoff und Metall

16. Oktober 2008 – Durch den zunehmenden Einsatz von Kunststoff als Konstruktionswerkstoff stellt sich die Problematik der Verbindung artungleicher Werkstoffe. Das am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT entwickelte lasergestützte Fügeverfahren LIFTEC bietet eine effiziente Lösung für die Herstellung von Kunststoff-Metall-Hybridbauteilen.
Bei dem neu entwickelten und zum Patent angemeldeten Fügeverfahren LIFTEC wird ein Bauteil oder eine Teilkomponente durch den zu fügenden Kunststoffpartner hindurch mit Laserstrahlung erwärmt. Das Bauteil wird unter mechanischem Druck auf das Kunststoffteil gedrückt, erwärmt und durch weiteren mechanischen Druck in den Kunststoff gepresst. Bei Auswahl einer geeigneten Bauteilgeometrie wird nach der Abkühlung eine feste, formschlüssige Verbindung erzielt. Wesentliches Element des Verfahrens ist ein Bauteil mit einer im Vergleich zum Kunststoff-Fügepartner größeren Schmelztemperatur. Für das temperaturfestere Material können neben Metallen und Keramiken auch temperaturfeste Kunststoffe eingesetzt werden.
Anschließend werden die strukturierten Proben mit den transparenten Kunststoffproben im Kontur- oder Quasisimultanfügeprozess durch Diodenlaserstrahlung verbunden. Die Ergebnisse zeigen vielversprechende Resultate mit guten Festigkeitswerten.

Weitere Informationen unter www.www.ilt.fraunhofer.de


Werkstofftechnik im Fokus auf der Materialica

15. Oktober 2008 – Materialtechnologien in der Anwendung sind das Gesprächsthema auf der Materialica. Mit wechselnden Schwerpunkten präsentiert die Materialica alljährlich Unternehmen und Fachleute quer durch die Werkstofftechnik. Diesmal gibt es sieben begleitende Konferenzen.
Wechsel und Beständigkeit zugleich scheinen Kennzeichen der Werkstoffmesse Materialica sein, die vom 14. bis 16. Oktober in München stattfindet. Wie bisher rechnet Robert Metzger von der MunichExpo GmbH mit 300 bis 330 Ausstellern (inklusive Mitausstellern). Allerdings erneut mit leicht verschobenem Profil: Die Teilmesse "Composites" rückt von der Ausstellerzahl her von Platz 1 auf 2. Dafür legen die Materialica-Teilmessen "Surface", "Metal Light" und "Ceramics" zu. Die Ceramics als bisher kleinster Bereich hat sich klar verdoppelt.
Neue Aussteller sind Firmen wie H.C. Starck, Brökelmann, Linn High Term, Gero, Plansee, Sandvik, Miba und das Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen mit einem Gießereien-Gemeinschaftsstand. Ebenfalls zum ersten Mal präsent ist das 2007 gegründete Kompetenznetzwerk Carbon Composites e.V., das sich derzeit als süddeutsches Pendant zum CFK-Valley Stade etabliert. Rund 70 Prozent der Angemeldeten sind jedoch Kern-Aussteller.
Dazu passt der Zuschnitt der sieben Fachtagungen, auf denen die Vortragenden über industriereife neue Technologien referieren. In diesem Jahr zählt wieder eine Keramiktagung dazu, organisiert mit der Deutschen Keramischen Gesellschaft. Technologietransfer ist erneut Thema einer ESA-Tagung, diesmal allerdings mit Schwerpunkt "Security".
Rund 40 Teilnehmer haben sich um den neu ausgelobten "Materialica CO2 Efficiency Award" beworben. Wer ihn gewinnt, ist allerdings schon bekannt: die Etec GmbH in Lohmar, die auch als Aussteller vertreten ist. Sie entwickelte einen Kompaktkrümmer mit verschleißfester, keramischer Innenauskleidung, die dem Rohrquerschnitt auch in engen Radien folgt und somit Druckabfälle in Pneumatiksystemen vermeidet – und den Energiebedarf senkt.

Weitere Informationen unter www.materialica.de


Tagesshow präsentiert neuen Renault Mégane

14. Oktober 2008 – Mit der "Renault Mégane Tagesshow" verkürzt der französische Automobilhersteller die Wartezeit bis zum Marktstart der fünftürigen Schräghecklimousine am 28. November 2008.
Im Look moderner Nachrichtensendungen, aber deutlich amüsanter und frecher, werden Interessenten auf der Minisite www.megane.de ab sofort über die besonderen Eigenschaften des neuen Kompaktwagens informiert. Von Montag bis Freitag geht dazu täglich ein neuer Beitrag online. Registrierte Benutzer erhalten die jeweils aktuellste Ausgabe unkompliziert per Newsmail.
In insgesamt 37 Episoden schlüpft der Sprecher jeden Werktag in eine neue Rolle und präsentiert dabei sehr unterhaltsam den Mégane und unterschiedlichste Themen rund um das neue Modell. Dabei wechseln dynamisch und bildstark stets auch die Settings sowie die visuelle Anmutung der Geschichten. Im Look einer Nachrichtensendung werden im Hintergrund Filmsequenzen, Bilder und Grafiken eingespielt. Sämtliche bereits veröffentlichten Filme bleiben auf der Website verfügbar und können dort auch nachträglich angeschaut werden.

Weitere Informationen unter www.megane.de


TU Ilmenau mit Innovation auf Materialica

13. Oktober 2008 – Die Technische Universität Ilmenau wird bei der Fachmesse Materialica vom 14. bis 16. Oktober 2008 in München aus dem Fachgebiet "Anorganisch-nichtmetallische Werkstoffe" ein mikrofeines magnetisches Pulver vorstellen, das in der Lage ist, Mikrowellen zu absorbieren.
Das in Kooperation mit der JSJ Jodeit GmbH Jena-Maua in einem speziellen Syntheseverfahren entwickelte Material ist bereits als Patent angemeldet. Es ermöglicht breite Anwendungsmöglichkeiten in Industrie und Medizin. So können mit dem Pulver beschichtete bzw. versetzte Werkstoffe die Strahlung von Mikrowellen auf Menschen deutlich reduzieren oder die Störpegel von elektronischen Geräten verringern. Bei der Suche nach Materialfehlern ermöglicht die Entwicklung ganz neue, einfachere Verfahren. Das Material wird dabei über ein mit dem Pulver beschichtetes Spezialpapier gelegt und mit Mikrowellen bestrahlt. Die Stellen, an denen die Strahlung stärker durchdringen konnte, sind im Anschluss auf dem Papier erkennbar; sie lokalisieren die Fehlerstellen im untersuchten Material.
Zur Weiterverfolgung der Forschungsaktivitäten suchen die Wissenschaftler weitere Anwender. Dazu soll der Messeauftritt beitragen. Zu finden ist das Exponat am Gemeinschaftsstand "Forschungfür die Zukunft" der Hochschulen aus den neuen Bundesländern Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg in Halle C4 am Stand 610.

Weitere Informationen unter www.tu-ilmenau.de


Keramikverstärkte Werkzeuge schneiden besser ab

10. Oktober 2008 – Die Eigenschaften von Scherschneidwerkzeugen können deutlich verbessert werden, wenn harte Keramikpartikeln in den Grundwerkstoff eingebracht werden. Dieses ist mit Lasertechnik möglich. Besonders in der Automobilindustrie gewinnt Leichtbau immer mehr an Bedeutung.
Vor dem Hintergrund teurer Ressourcen, steigender Umweltbelastung und der daraus resultierenden Energieeinsparung kommt es zum verstärkten Einsatz von Blechen aus Leichtbaumaterialien wie Aluminiumlegierungen und hochfesten Stahlwerkstoffen. Allerdings ist das Schneiden dieser Werkstoffe mit konventionellen Werkzeugen mit erhöhtem Werkzeugverschleiß und dadurch mit verminderter Standmenge bzw. -zeit verbunden. Neben den somit steigenden Kosten für Werkzeuge erhöht sich die Anzahl von Werkzeugwechseln mit den entsprechend verbundenen Produktionsausfallzeiten. Daher hatte ein Forschungsprojekt am Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) das Ziel, die Eigenschaften von Scherschneidwerkzeugen zu verbessern. Der Ansatz dieses Projektes war, harte Keramikpartikeln (ZrO2) durch das Laserstrahldispergieren in den Werkzeuggrundwerkstoff einzubringen. Beim Dispergieren mit einem Nd:YAG-Laser konnte die Hartstoffauflösung vermieden und eine homogene Verteilung der Keramikpartikel erreicht werden.
Die laserstrahldispergierten Schneidwerkzeuge übertreffen nach derzeitigem Entwicklungsstand die Verschleißeigenschaften und Standzeiten von konventionell hergestellten Werkzeugen. Weiterhin zeigen Ergebnisse der Verschleißuntersuchungen, dass durch die Erhöhung der Härte im Grundwerkstoff die Standfestigkeit der Schneidwerkzeuge weiter erhöht werden kann.

Weitere Informationen unter www.lzh.de


Innovationen in der Klebtechnik

9. Oktober 2008 – Das Fügeverfahren Kleben gewinnt weiterhin in vielen Zweigen der Wirtschaft an Bedeutung. In der Kombination mit anderen Fügeverfahren wie Nieten, Schweißen oder Clinchen ergeben sich für die Klebtechnik heute neue Anwendungsmöglichkeiten. Um feste und besonders dauerhafte Klebverbindungen erzielen zu können, sind für die meisten Materialien eine optimale Vorbehandlung der zu klebenden Fügeteile und eine geeignete Klebstoffauswahl entscheidend.
Am Institut für Oberflächen- und Fertigungstechnik der TU Dresden befassen sich die Mitarbeiter von Prof. Dr. Eckhard Beyer unter anderem mit schwer klebbaren Kunststoffen (z.B. Teflon , Polycarbonat und Polypropylen). Diese zählen zu den niederenergetischen Kunststoffen und müssen daher material-spezifisch vorbehandelt werden. Um das Fügen solcher Kunststoffe dauerhaft zu ermöglichen, sind die Experten der Arbeitsgruppe Kleben auf der Suche nach neuen Ansätzen. Bei der Oberflächenbehandlung setzen sie neben bewährten chemischen und mechanischen Verfahren auf den Einsatz von Plasma- und Lasertechniken. Vorteile dieser Methoden sind die berührungslose und partielle Behandlung der Fügeteile, die gute Integrierbarkeit in Produktionsprozesse sowie die ökologische Unbedenklichkeit. Neuartige Materialkombinationen für tragende Bauteile in der Architektur, so etwa aus Polycarbonat und Glas, haben das besondere Interesse der TU-Forscher geweckt. Mit weiteren Projektpartnern arbeiten sie in einem von der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto v. Guericke" geförderten Projekt daran, ein geklebtes Glas-Kunststoff-Hybridelement in Form eines Doppel-T-Trägers zu entwickeln.
In aktuellen Entwicklungsarbeiten auf dem Gebiet der Nanotechnologie befassen sich die TU-Experten mit der Integration von ein- und mehrwandigen Kohlenstoffnanoröhren (Carbon Nanotubes) in Klebstoffe, um deren Leitfähigkeit und innere Festigkeit zu erhöhen. Die 11. Internationale Fachmesse für Werkstoffanwendungen, Oberflächen und Product Engineering wollen die Fügetechniker der TU Dresden nutzen, ihre innovativen Entwicklungen mit dem fachkundigen Publikum zu diskutieren und Interessenten für künftige gemeinsame Projekte zu finden.

Weitere Informationen unter www.iof.mw.tu-dresden.de


Latentwärmespeicher in industriellen Anwendungen

8. Oktober 2008 – Leistungsstarke Wärmespeicher sind eine Schlüsselkomponente, um bislang noch nicht genutzte industrielle Abwärme weiterverwenden zu können. Das spart Energie und trägt dazu bei, Bedarfsschwankungen auszugleichen und damit Komponenten zu entlasten.
Ein Latentwärmespeicher mit Sandwichkonzept und auslegbar innerhalb eines Temperaturbereichs zwischen 120 und 250 Grad Celsius zeichnet sich durch eine dreifach höhere Speicherdichte gegenüber den bisher verwendeten Druckwasserspeichern aus. Dabei werden für bestimmte Temperaturbereiche maßgeschneiderte Salzmischungen als Speichermedien eingesetzt. Das neue BINE-Projektinfo "Latentwärmespeicher liefert Prozessdampf" (09/08) stellt den Speicher und einige der aktuellen Forschungs- und Entwicklungsprojekte vor.
Die Herstellung von Porenbeton ist sehr energieintensiv, da die Steine in sogenannten Autoklaven gehärtet werden und dafür über mehrere Stunden Sattdampf mit Drücken von 12 bis 15 bar benötigen. Bislang wurden Druckwasserspeicher eingesetzt, bei denen jeder Entladevorgang zum Absinken von Druck und Temperatur führt. Der für diesen Prozess angepasste Latentwärmespeicher mit Sandwich-Elementen aus Graphitplatten zeigt hier Vorteile. Er kann Industrieprozesse exakt mit Dampf im erforderlichen Temperaturniveau versorgen und durch die hohe Wärmeleitfähigkeit des Graphits werden schnelle Lade- und Entladezyklen ermöglicht. Der Speicher vermag, trotz diskontinuierlicher Beladung mit Abwärme, einen konstanten Wärmestrom bereitzustellen. Das Konzept hat sich als Prototyp im Labormaßstab bewährt. Die aktuellen Entwicklungsarbeiten zielen u. a. auf die Entwicklung weiterer Salzmischungen für unterschiedliche Temperaturbereiche und die Reihenschaltung mehrerer Speicher.
Derartige Latentwärmespeicher lassen sich in industriellen Wärmeprozessen und Kältemaschinen sowie zur Stromerzeugung und in solarthermischen Kraftwerken einsetzen. Das BINE-Projektinfo "Latentwärmespeicher liefert Prozessdampf" ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich - telefonisch unter 0228 - 92379-0 oder im Internet unter

www.bine.info


Präventionskampagne Haut

7. Oktober 2008 – Handschuhe schützen die Haut am besten vor Chemikalien. Optimaler Schutz ist dann gewährleistet, wenn der Handschuh auf die Tätigkeit und die Chemikalien am Arbeitsplatz speziell abgestimmt ist. Schutzhandschuhe sollten zudem häufiger gewechselt werden, als nach Herstellerangaben notwendig empfiehlt die Präventionskampagne Haut.
Im vergangenen Jahr erkrankten 10.305 Menschen an einer beruflich bedingten Hauterkrankung. Mit einem Anteil von 42 Prozent sind diese die häufigste bestätigte Berufskrankheit. Nicht selten werden Hauterkrankungen von Chemikalien ausgelöst, zum Beispiel von Konservierungs- und Desinfektionsmitteln, Kühlschmierstoffen, Reinigungs- oder Lösemitteln. "Schutz vor Chemikalien ist nicht nur ein Thema für das Chemielabor", sagt Dr. Peter Paszkiewicz, Experte am Institut für Arbeitsschutz (BGIA) in Sankt Augustin. "Chemikalien finden sich heute in nahezu allen Berufen wieder - vom Bausektor über das Metall- oder Druckgewerbe bis hin zum Gesundheitswesen. " Viele chemische Substanzen seien aggressiv und schädigten bei Hautkontakt die natürliche Schutzbarriere des Menschen. Krankheitserreger könnten so eindringen und schmerzhafte Entzündungen oder sogar Krebs verursachen.
Entscheidend ist, mit welchen Stoffen der Arbeitnehmer in Berührung kommt. Jede Chemikalie reagiert anders. Material und Beschaffenheit des Handschuhs müssen darauf abgestimmt sein. Bei der Wahl des richtigen Schutzhandschuhs helfe bereits ein Blick auf das Sicherheitsdatenblatt der Chemikalie oder Online-Datenbanken wie Wingis, Gisbau oder Gestis. Aber auch die Präventions-Experten der Berufsgenossenschaft oder der Unfallkasse stehen Arbeitgebern und Beschäftigten beratend zur Seite. Die Präventionskampagne Haut ist eine gemeinsame Aktion von 100 gesetzlichen Kranken- und Unfallversicherungen unter dem Motto "Deine Haut. Die wichtigsten 2m2 Deines Lebens. Das Ziel der Kampagne lautet: "Gesunde Haut, weniger Hauterkrankungen!"

Weitere Informationen unter www.2m2-haut.de


Strukturieren von Glasoberflächen mit Laserstrahlung

6. Oktober 2008 – Das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) nutzt Laserstrahlung, um Oberflächen von Glasscheiben zu strukturieren. Dabei können Teilbereiche mattiert beziehungsweise aufwändige Dekors direkt auf die Scheibe gebracht werden. Die Laserbearbeitung bietet im Vergleich zu chemischen Ätzverfahren oder Sandstrahlen Vorteile.
Großflächige Mattierungen auf Flachglas, wie unter anderem in der Architektur verlangt, werden derzeit entweder mit Flusssäure oder durch Bestrahlen mit geeigneten Granulaten hergestellt. Handling, Aufbereitung und Entsorgung der zum Teil umwelt- und gesundheitsschädigenden Stoffe binden erhebliche Ressourcen in der Produktion. Für das Mattieren lokal begrenzter Teilbereiche oder Dekors werden Einwegabdeckfolien eingesetzt, die für den jeweiligen Anwendungsfall speziell hergestellt werden müssen.
Das LZH setzt stattdessen Laserstrahlung ein. Der Laserstrahl wird über einen Scannerspiegel auf die Glasscheibe umgelenkt, wobei die Glasoberfläche lokal begrenzt verdampft. So entstehen Mikrostrukturen auf dem Glas. Je nach Strukturdichte erscheint die Glasoberfläche für das menschliche Auge von teiltransparent bis vollkommen opak. Mithilfe dieses Systems kann mit sehr hohen Geschwindigkeiten jedes beliebige Muster auf der Bauteiloberfläche abgebildet werden, ohne Chemikalien, ohne Granulate und ohne Abdeckfolien. Prinzipiell sind alle Glassorten, also auch ESG, für diesen Prozess geeignet. Gewünschte Dekorelemente können in Form von Bildern oder als Konstruktionszeichnungen von der Scannersoftware verarbeitet und ohne aufwendige Folien direkt auf der Glasoberfläche erzeugt werden.

Weitere Informationen unter www.lzh.de


Grundfüller "Perfectfiller grey" vereinfacht Lackierungen

2. Oktober 2008 – Wie groß oder klein ein Lackierauftrag ist, spielt keine große Rolle – wichtig für eine perfekte Lackierung ist die perfekte Vorbereitung. Und die Produktlinie Perfectfiller von R-M ist eine schnelle, effiziente und VOC-konforme Lösung für den Lackierbetrieb.
Lackierbetriebe entwickeln häufig eine Vorliebe für bestimmte Produkte, besonders für universell einsetzbare Grundfüller, die durch ihre vielseitige Verwendbarkeit zu Lieblingen der Lackierer werden können. Das Team für Forschung und Entwicklung bei R-M hat dies bei der Entwicklung von Perfectfiller bedacht und dafür Sorge getragen, dass dieser Grundfüller nicht nur zuverlässig, sondern auch leicht anzuwenden ist. Mit den neuesten Füllerhärtern von R-M, D70 (kurz) und D 80 (normal), wird er im Standard-Mischungsverhältnis ausgemischt.
Perfectfiller wurde in Mittelgrau formuliert, um für die beliebtesten Farbtöne der Decklacke eine optimale Deckkraft zu ermöglichen. Dank seiner hervorragenden Spritzfähigkeit brauchen nur zwei anstatt der bei normalen Schleiffüllern üblichen drei Spritzgänge, appliziert zu werden. Dadurch lässt sich sowohl Zeit als auch Material einsparen. Wenn zur Abdeckung größerer Schadstellen höhere Schichtdicken benötigt werden, kann das Produkt auch in drei Spritzgängen aufgetragen werden.
Eine weitere Zeiteinsparung wurde dadurch erzielt, dass es bei Durchschliffstellen bis zum blanken Blech nicht mehr nötig ist, vorher einen Wash Primer aufzutragen. Der neue Grundfüller kann direkt auf diese Stellen appliziert werden. Bereiche, die größer sind als diese Durchschliffstellen erfordern natürlich den Auftrag eines Wash Primers, wie etwa das R-M-Produkt Eurofill.
Der neue Füller wurde als Schleiffüller konzipiert und hat nach Angaben des Unternehmens ein sehr gutes Trockenschleifverhalten. Er ermöglicht schnelles und leichtes Schleifen und minimiert das Risiko von Schleifriefen. Dabei sorgt er für eine hervorragende Qualität der schnellen und effizienten Lackierung und verhilft so einem Lackierbetrieb höheren Durchsatz und der Wirtschaftlichkeit.
Unter der Marke R-M vertreibt die BASF ein umfassendes Sortiment an Lacksystemen für die Reparaturlackierung von Fahrzeugen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf ökoeffizienten Wasserbasis- und festkörperreichen High-Solid-Lacken. Mit diesen Systemen lassen sich weltweit alle gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf Lösemittelreduktion erfüllen, ohne auf die Qualitäten konventioneller Materialien, z.B. Erscheinungsbild und Beständigkeit, zu verzichten.

Weitere Informationen unter www.rmpaint.com


Bekaert feiert 15 Jahre diamantartige Beschichtungen

1. Oktober 2008 – Bekaert arbeitet seit 15 Jahren mit Sorevi S.A. zusammen und ermöglichte somit die Entwicklung von diamantartigen Beschichtungen für den Rennmarkt. Durch die Übernahme von Sorevi im Jahr 2001 und das vereinte Technologie-Know-how beider Unternehmen konnte Bekaert sein Produktangebot im Bereich der diamantartigen Beschichtungen erweitern. Jetzt, im Jahr 2008, ist Bekaert als Anbieter von DLC-Beschichtungen für die Renn- und Automobilindustrie aus einer Hand bekannt.
DLC-Beschichtungen wurden speziell für die hohen Anforderungen der Rennindustrie entwickelt. Durch den niedrigeren Reibungskoeffizienten und eine höhere Härte verlängern die Beschichtungen die Lebensdauer von Motorkomponenten. Die Beschichtungen werden mithilfe der plasmaunterstützten chemischen Gasphasenabscheidung (PACVD-Prozess) und der physikalischen Gasphasenabscheidung (PVD-Prozess) aufgetragen. Der vereinte Prozess (PVD/PACVD) wird in einem einzigen Zyklus durchgeführt, der eine hervorragende Haftung der aufgetragenen Folien gewährleistet.
Mithilfe dieser Technologie entwickelte Claude Lory (Sorevi S.A.) im Jahr 1993 die Bekaert Cavidur-Beschichtungen als die ersten diamantartigen Beschichtungen mit einer komplexen Mehrschichtarchitektur. Diese verhindert Risse und ein Ablösen der Beschichtung in Anwendungen, in denen die Oberfläche hohen Belastungen ausgesetzt ist. Diese Eigenschaften ermöglichten die Einführung von Bekaert Cavidur in die Welt der Rennfahrt, in der die Bekaert Cavidur N-Beschichtung die bevorzugte DLC-Beschichtung ist, die auch nach vielen Jahren von vielen Rennserien in aller Welt eingesetzt wird.

Weitere Informationen unter www.bekaert.com


TEM überzeugt mit Regelungssystemen für Laser

30. September 2008 – Die TEM Messtechnik GmbH entwickelte sich unter der Leitung von Thomas Müller-Wirts von einer kleinen 1-Mann-Garagenfirma zu einem florierenden Unternehmen für Messtechnik und Regelungssystemen. Der Laser und seine Anwendungen stehen dabei im Fokus.
Darüber hinaus gehören optoelektronische Mess- und Regelungssysteme sowie Messdatenerfassung und Automatisierung zu den Kernkompetenzen. Viele Kunden, insbesondere aus der Materialbearbeitung, überzeugte bereits das TEM-Prinzip der Laserstabilisierung. So verwendet die Manz Automation AG das System BeamLock bei der Laser-Strukturierung von Dünnschichtsolarzellen, Zeiss vermisst auf diese Weise Oberflächentopologien an Linsen mit Genauigkeiten von unter 0,1 nm und Industriepartner im Bereich der Mikromaterialbearbeitung nutzen das aktive Strahllage-Stabilisieren, um Ultrakurzpuls-Laser zwischen mehreren Strukturierungsanlagen mit höchster Präzision umschalten zu können. Neben dem Laserstrahllage-Stabilisieren gehören unter anderem durchstimmbare Single-Mode-Laser, automatische Glasfaser-Einkoppler und intelligente Scanner zur Synchronisation verschiedener Laserelemente zum Produktportfolio der TEM Messtechnik.
Seit Juli 2008 ist das Unternehmen Partner im PhotonicNet, dem niedersächsischen Kompetenznetz für Optische Technologien. Hier möchte man die vielfältigen Möglichkeiten – Foren, Arbeitskreise und Partnertreffen – nutzen, neue Kontakte zu knüpfen und vom Marketing des Netzwerks profitieren.

Weitere Informationen unter www.tem-messtechnik.de


Neue Serviceleistungen für die Mikroskopie

29. September 2008 – Olympus bietet Anwendern auch nach dem Kauf und der Erstinstallation eines Mikroskops ein umfangreiches Service-Paket. Das Unternehmen sieht sich verpflichtet, die Einsatzbereitschaft der Mikroskope auch langfristig zu gewährleisten.
Im gesamten Bundesgebiet sind daher erfahrene Techniker im Einsatz, die bei den Kunden vor Ort einen kompetenten Service gewährleisten. Das Spektrum reicht dabei von einem einmaligen Serviceeinsatz bis hin zum Full-Service-Wartungsvertrag. Der Anwender eines Mikroskops kann sich das individuell für seine Bedürfnisse zugeschnittene Servicepaket anfordern. Informationen zum gesamten Leistungsspektrum sind über die Olympus Deutschland GmbH, Mikroskopie, in Hamburg erhältlich.

Weitere Informationen unter www.olympus.de


Glasurit feiert Jubiläum

26. September 2008 – Die Marke Glasurit der BASF Coatings feiert Geburtstag: Vor genau 110 Jahren, im Jahre 1898, wurde der Markenname Glasurit eingetragen. Der Name steht für "glasurartig harter Überzug" und kommuniziert damit ein entscheidendes Qualitätsmerkmal der ursprünglich von Max Winkelmann produzierten Lacke.
Begonnen hat die Geschichte der Marke Glasurit eigentlich bereits vor 120 Jahren in Hamburg. Hier gründete der Kaufmann Max Winkelmann 1888 das „Handelsgeschäft mit Lacken und Farben Max Winkelmann“. Schnell begann er mit der Eigenfabrikation der damals völlig neuen Lackfarbe Kristallweiß sowie des Rostschutzmittels Eisenglasurit. Die großen Schnelldampfer und die kaiserliche Yacht wurden damit lackiert. Bereits zehn Jahre später waren die Produkte aus dem Hause Winkelmann so erfolgreich und so zahlreich, dass der Gründer entschied, sie unter einem Markennamen zusammenzuführen: die Geburtsstunde von Glasurit.
Ab 1930 war Glasurit mit 1.000 Beschäftigten die größte Lackfabrik des Kontinents. 1932 folgte der nächste Meilenstein: die Produktion von Kunstharzlacken und Lackemaillen. Die Produkte wurden unter „Glassomax“ vermarktet und die neu entstehenden Fabriken danach benannt. 1938 machte die über 4.000 Quadratmeter große Fabrik Glassomax I den Anfang. 1965 wurde die Max Winkelmann GmbH Tochtergesellschaft der BASF Aktiengesellschaft, Ludwigshafen. Den Namen BASF Coatings AG erhielt das Unternehmen im Jahre 1997.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Deutsch-polnisches Forschungszentrum gegründet

25. September 2008 – Gemeinsam die Zukunft zu gestalten ist das erklärte Ziel der deutschen und polnischen Ingenieure und Wissenschaftler, die künftig im Fraunhofer Project Center for Laser Integrated Manufacturing zusammen arbeiten. Am 24. September 2008 wurde das Forschungszentrum in Wroclaw (Breslau) eröffnet.
Prof. Eckhard Beyer, der Leiter des IWS, erklärt: "Die Fraunhofer-Ingenieure haben viel Erfahrung in der Laserentwicklung, die Wissenschaftler von der TU Wroclaw sind Spezialisten für Verfahrenstechnik und Produktion. Gemeinsam können sie in neue Technologiebereiche vordringen: Für die Entwicklung innovativer Prototyping-Techniken beispielsweise sind beide Kompetenzen notwendig."
Das Prinzip des Rapid-Prototyping ist einfach: Ein am Rechner erstellter Entwurf wird in eine dreidimensionale Form umgesetzt. Punkt für Punkt und Schicht für Schicht baut ein Laserstrahl diese Form auf. Seine Energie lässt Metallkörnchen verschmelzen, Kunststoffe aushärten oder Keramiken sintern. Am Ende kommt der fertige Prototyp aus Metall, Kunststoff oder Keramik aus der Maschine heraus. Die große Herausforderung beim Rapid Prototyping besteht darin, die gewünschten Formen noch schneller und in genau der Qualität und mit den physikalischen Eigenschaften herzustellen, die der Kunde wünscht", weiß Beyer.
In dem neuen Fraunhofer Project Center wollen die deutschen und die polnischen Forscher ihr Know-how bündeln, um Rapid-Prototyping-Technologien weiterzuentwickeln und zu perfektionieren. Eine ganze Reihe gemeinsamer Projekte sind bereits geplant. So soll beispielsweise Rapid Prototyping zum Rapid Manufacturing erweitert werden. Das Ziel ist die individuelle Einzelproduktion durch generierende Verfahren.

Weitere Informationen unter www.iws.fraunhofer.de


Dürr und EDAG gründen Vertriebs-Joint-Venture

24. September 2008 – Die Dürr Systems GmbH, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Dürr AG, und die EDAG GmbH & Co. KGaA haben den Gründungsvertrag für das Gemeinschaftsunternehmen Dürr EDAG Aircraft Systems GmbH unterzeichnet. Das Joint Venture, an dem Dürr und EDAG mit jeweils 50 Prozent beteiligt sind, soll die Vermarktung des gemeinsamen Produkt- und Leistungsangebots für die Flugzeugindustrie forcieren. Die kartellrechtliche Genehmigung wird beantragt.
Mit dem Gemeinschaftsunternehmen orientieren sich Dürr und EDAG an den Bedürfnissen ihrer Kunden aus der Flugzeugindustrie. Vor allem die großen Anbieter in der Branche suchen verstärkt die Zusammenarbeit mit leistungsfähigen Systempartnern, die in der Lage sind, auch größere Auftragspakete verlässlich abzuwickeln. Außerdem übernimmt die Flugzeugindustrie zunehmend Fertigungsmethoden aus der Automobilindustrie, dem Kerngeschäft von Dürr und EDAG.
Mit Blick auf diese strukturellen Veränderungen und das Marktwachstum in der Flugzeugproduktion wollen Dürr und EDAG ihr Aircraft-Geschäft weiter ausbauen. Im Zuge der Einführung neuer Flugzeugmodelle planen verschiedene Anbieter zurzeit umfangreiche Investitionen in Produktionstechnik. Zum Beispiel bereitet Airbus den Produktionsstart für das Großraumflugzeug A350 vor. Dabei erhielten Dürr und EDAG Anfang August von Airbus einen Auftrag für die Detailplanung der Rumpfmontagelinie.

Weitere Informationen unter www.durr.de


Spezialbeschichtungen für Schiffbau und Offshore-Anlagen

23. September – Mit vier Themenbereichen präsentiert sich Relius Coatings vom 23. bis 26. September auf der Shipbuilding, Machinery and Marine Technology (SMM) in den Messehallen Hamburg.
Für Schutz und Gestaltung von Oberflächen im Innenbereich bietet Relius ein Vollsortiment von umweltfreundlichen, wasserbasierten Produkten. Die zweikomponentige, schnell trocknende Spezialgrundierung 2K-EP-Hydrogrund auf Epoxidharzbasis verfügt über hervorragende Korrosionsschutzeigenschaften. Der abgestimmte Decklack 2K-PUR-Hydro-Decklack überzeugt mit seiner hoch glänzenden Oberfläche und einer exzellenten UV- und Wetterbeständigkeit.
Beide Produkte sind schwer entflammbar gemäß IMO-Resolution FTPC Teil 5 und von der U.S. Coastguard geprüft und zugelassen. Für den Außenbereich gibt es je nach Anwendung dünn- oder dickschichtige 2K-Spachtel sowie eigens entwickelte, extrem widerstandsfähige Spezialbeschichtungen für Helikopter-Landeplätze.

Weitere Informationen unter www.relius.de


Europäisches Email-Qualitätshandbuch

22. September 2008 – In dritter Auflage ist jetzt das Handbuch "Qualitätsanforderungen" mit vielen Änderungen und Ergänzungen erschienen. Darin werden auf über 130 Seiten sowohl Qualitätsanforderungen als auch Prüfvorschriften für emaillierte Gegenstände festgelegt und erläutert.
Es sind aktuell 27 Produktgruppen von Emailerzeugnissen erfasst. Die Palette reicht von den klassischen Emailanwendungen in Bad und Küche über Kreide- und Weißtafeln bis zu technischen Emaillierungen. Die insgesamt 49 definierten Prüfvorschriften beginnen bei der Herstellung von Proben und enden mit der Bestimmung der Beständigkeit gegen klimatische Angriffe wie Witterung und UV-Beständigkeit. Sofern in einem Bereich EN-, ISO- oder DIN-Vorschriften existieren, werden diese als Basis genommen. Anderenfalls oder zur Erläuterung einzelner Normen sind in einem abschließenden Kapitel Branchen-Spezifikationen aufgeführt.
Das Handbuch "Qualitätsanforderungen" ist eine Gemeinschaftsinitiative der Emailverbände aus Belgien, Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden und Österreich, die sich 2001 im EEA-European Enamel Authority e.V. zusammen gefunden haben, um den Qualitätsgedanken in der europäischen Emailindustrie zu unterstützen. Der Vertrieb des Handbuches "Qualitätsanforderungen" erfolgt exklusiv über das IBE-Informations- und Bildungszentrum Email e.V. Der Preis beträgt 120 € zzgl. MwSt. und Versandkosten). Ab sofort ist die neue Ausgabe in englischer Sprache verfügbar. Die deutsche Sprachversion erscheint zum Jahresanfang 2009. Sowohl die englische als auch die deutsche Fassung sind in einer gedruckten Form oder als CD-ROM erhältlich.

Informations- und Bildungszentrum Email e. V.
An dem Heerwege 10, 58093 Hagen
Telefon: 02331/788651, Fax: 02331/22662
E-Mail: ibe@emailverband.de
www.emailverband.de


Neue Materialien für Turbinenwerkstoffe der Zukunft

19. September 2008 – Turbinen für Kraftwerke und Flugtriebwerke werden für immer höhere Wirkungsgrade ausgelegt. Die Werkstoffe müssen auch unter extremen Hitzebeanspruchungen absolut sicher und zuverlässig sein. Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung forscht daran.
Die BAM untersucht Turbinenschaufelwerkstoffe aus Titanaluminid. Bisher wurden Turbinenschaufeln aus Nickellegierungen mit einem relativ hohen spezifischen Gewicht hergestellt. Triebwerke für Flugzeuge sollen leicht sein und bei hohen Temperaturen eine ausreichende Festigkeit behalten. Werkstoffe aus Titan und Aluminium (Titanaluminid) erfüllen diese Anforderung.
In dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Forschungsvorhaben prüft die BAM die Werkstoffeigenschaften von Turbinenschaufeln aus Titanaluminid. Die Werkstoffe werden einer Kombination von thermischer Beanspruchung mit mechanischen Dehnungen ausgesetzt. Das Werkstoffverhalten muss unter komplexen Belastungen charakterisiert werden, damit der Konstrukteur Bauteile rechnerisch auslegen kann. Ziel des Vorhabens ist es, Turbinenschaufeln aus Titanaluminid in der Praxis sicher und zuverlässig einsetzen zu können.
Gasturbinenkraftwerke werden mit hohen Gastemperaturen betrieben. Stark belasteteTurbinenschaufeln werden von innen gekühlt und sind von außen mit einem Wärmedämmschichtsystem versehen. Die BAM entwickelt und untersucht Aluminiumoxidschichten zum Schutz von Nickelbasislegierungen gegen Oxidation und Korrosion bei hohen Temperaturen. Die DFG fördert die Untersuchungen mit Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Ziel ist es, gute Beschichtungsprozesse zu realisieren und künftig die vorhandenen Systeme zu ergänzen und neue Anwendungen zu erschließen.

Weitere Informationen unter www.bam.de


Löhnberger Abwassertage 2008

18. September 2008 – Am 5. und 6. November 2008 finden im Hotel Lahnschleife in 35781 Weilburg an der Lahn die Löhnberger Abwassertage 2008, ein Fachsymposium mit Plakatausstellung für Wasser-, Abwasser-, Entsorgungs- und Umwelttechnik statt. Hochkarätige Referenten stellen in Vorträgen aktuelle technische Trends, moderne Verfahren und praxisnahe Lösungen im Bereich der Wasser- und Abwassertechnik vor.
Außerdem bieten die Aussteller für Fachbesucher Präsentationen im Rahmen eines Ausstellerforums an. Auf einer Fachbuch- und Fachzeitschriftenausstellung haben die Fachbesucher die Möglichkeit sich über Literatur und Software zu den Themen Wasser, Abwasser, Entsorgung und Umweltschutz zu informieren. Diese Schulungs- und Weiterbildungsveranstaltung für Abwasserbeauftragte, Mitarbeiter, Planer und Betreiber von Wasser- und Abwasseranlagen richtet sich sowohl an Industrie, Gewerbe und Handwerk als auch an kleinere und größere Betriebe sowie das interessierte Fachpublikum aus dem In- und Ausland.
Besucher und Unternehmen, die sich für die Plakatausstellung oder die Schulungs- und Weiterbildungsveranstaltung interessieren und weitere Informationen wünschen werden gebeten, sich mit der Arbeitsgemeinschaft Abwasserzentrum Löhnberg, Postfach 1101, 35790 Löhnberg, Tel./Fax +49 6477 911278 oder unter wernerhummloe@aol.com in Verbindung zu setzen.

Weitere Informationen unter www.loehnberger-abwassertage.de


Neues Verfahren für leichtere Karosserien

17. September 2008 – Seit der Klimawandel und steigende Spritpreise für heftige Diskussionen sorgen, setzt die Automobilindustrie stärker auf leichtere Autos. Die schonen zwar Geldbeutel und Klima gleichermaßen, sind aber leichter angekündigt als verwirklicht. Schließlich will der Käufer auf gewichtige Kleinigkeiten wie elektrische Fensterheber und Airbag kaum verzichten, und an schweren Teilen wie dem Motor lässt sich nur unwesentlich Gewicht sparen.
Bleibt die Karosserie, die bei einem durchschnittlichen Auto immerhin 30 Prozent des Gesamtgewichts ausmacht. Rund die Hälfte davon wiederum stammt von den tragenden Teilen, die mit den Magnesium-Bauteilen deutlich leichter konstruiert werden können. Walter Reimers vom Institut für Werkstoffwissenschaften und -technologien der TU Berlin forscht dazu.
Magnesium hat für Leichtbauweisen nahezu das Idealgewicht: Wiegt ein Stahlwürfel mit jeweils zehn Zentimeter Länge, Breite und Höhe noch 8,6 Kilogramm, bringt ein Aluminium-Würfel der gleichen Dimension 2,7 Kilogramm auf die Waage, während ein genauso großer Magnesiumblock nur noch 1,8 Kilogramm wiegt. Da jedes reduzierte Kilogramm Fahrzeuggewicht Sprit spart, sollten Auto-Hersteller eigentlich möglichst viel Stahl durch Aluminium oder noch besser durch Magnesium ersetzen.
Tatsächlich gibt es bereits seit 1993 Autos mit Aluminium-Karosserien. Von tragenden Teilen aus Magnesium im Auto ist jedoch bisher aus einem naheliegenden Grund kaum etwas bekannt: Korrosion setzt üblichen Legierungen aus 96 Prozent Magnesium, drei Prozent Aluminium und einem Prozent Zink sehr rasch zu. Obendrein gibt es für solche Legierungen keine in der Praxis erprobten Verfahren, mit denen einzelne Teile zu einer Karosserie zusammengeschweißt werden können.
Beide Probleme will Walter Reimers mit einer Art Schutzhülle für das Magnesium lösen. Um einen Block aus der Magnesium-Legierung legt er einfach eine Aluminium-Folie, die ein bis zwölf Millimeter dick ist. Dieses Material bringen die Wissenschaftler dann mit einer Strangpresse genannten Maschine in die Formen, die Automobilbauer für die tragenden Teile der Karosserie brauchen. An einem Ende der Maschine wird der zum Beispiel zehn Zentimeter dicke Magnesium-Block mit seiner Aluminiumhülle eingeführt und bei einer Temperatur von rund 330 Grad Celsius mit einigem Druck durch eine Matrize gepresst, die dem Material seine endgültige Form gibt. Am anderen Ende der Matrize kommt dann zum Beispiel ein ein Zentimeter oder auch nur zwei Millimeter dicker Strang im benötigten T-, runden oder eckigen Profil heraus.

Weitere Informationen unter www.tu-berlin.de


Oberflächenmessung in der Mikro-Medizintechnik

16. September 2008 – Stents und medizinische Katheterballons werden eingesetzt, um Herzkranzgefäße zu weiten und zu stabilisieren. Diese Instrumente bestehen aus kleinsten Bauteilen, über deren Qualität und korrekte Funktionsweise kein Zweifel existieren darf. Die Lösung für die besonderen Anforderungen der Medizintechnik bieten die 2D- und 3D-Oberflächenmessungen von Fries Research & Technology (FRT). Mit deren Multisensor-Geräten lassen sich präzise Aussagen über Rauheit, Kontur, Topographie und Schichtdicke der einzelnen Bauteile gewinnen. <
An die Implantate aus Metall oder Kunststoff werden unterschiedliche Messanforderungen gestellt – sowohl während der Entwicklung als auch der Produktion. Das Problem löst FRT mit metrologischen Multisensor-Oberflächenmessgeräten, die je nach Kundenanforderung unterschiedliche Messverfahren in einem Gerät vereinen. Zum Einsatz kommen unter anderem chromatische Weißlichtsensoren, interferometrische Verfahren mit Mikrometerauflösungen bis hin zur Rasterkraftmikroskopie mit Auflösungen im Nanometerbereich. Bedient wird die Technik über eine universelle Mess- und Auswertesoftware.
Für die speziellen Anforderungen der Medizintechnik hat FRT individuelle Lösungen, wie zum Beispiel einen besonderen Probenhalter für die Untersuchung von Stents entwickelt. Dabei werden die Stents ganz präzise und ohne die Gefahr eines Verrutschens um die eigene Längsachse gedreht und inspiziert. Messpositionen können so sehr einfach angefahren und wieder gefunden werden. Auch bei mit Medikamenten beschichteten Stents oder sich selbstauflösenden (bioresorbierbaren) Stents geben die MicroProf-Geräte Aufschluss über die Beschichtungsqualität oder mechanische Eigenschaften der Gitterstrukturen.
Die Messtechnik eignet sich je nach Ausstattung für die Messung von Stufenhöhen von Beschichtungen auf Blutzucker-Teststreifen oder Konturmessungen von Blutpumpen. Zu den Einsatzgebieten zählen unter anderem auch die Geometriemessung von Intraokularlinsen oder Rauheit von künstlichen Hüft- und Kniegelenken. Um ein bestmögliches Einwachsen der natürlichen Knochenzellen mit den Hüft- und Knieendoprothesen zu gewährleisten, müssen deren Keramikoberflächen mit Mikrostrukturen versehen werden, deren Breiten und Tiefen zwischen zehn und 300 Mikrometer liegen.

Weitere Informationen unter www.frt-gmbh.com


Farbtrend-Update der BASF Coatings: Vive l’évolution

15. September 2008 – Pünktlich zur Eröffnung ihres Color Design Studio Europe erneuern die BASF Coatings-Designer Eva Höfli, Mark Gutjahr und Katja Pauli ihre Farbtrendprognose für die europäische Automobilwelt. Noch immer erkennen sie das gestiegene Umweltbewusstsein in der Bevölkerung als den gesellschaftlichen Meta-Trend mit Einfluss auf die Farbtrends der Autos an. Gleichzeitig stellen sie jedoch klar: "In Europa wird sich der Wandel eher sanft vollziehen. Evolution statt Revolution ist das Gebot der Stunde."
Denn neben dem Streben nach ökologisch verantwortungsbewusstem Handeln sehen sie einen weiteren Trend: Während es für einen Teil der Bevölkerung gar nicht hochwertig und nachhaltig genug sein kann, bestimmen für einen anderen Teil allein materielle Zwänge das Leben. "Geiz ist nicht mehr das Gebot der Stunde, aber Wirtschaftlichkeit und Konsequenz im Handeln sind teilweise überlebenswichtig", bringt es Mark Gutjahr auf den Punkt.
Auch die Automobilindustrie greift beide Trends auf: Neben emissionsfreien, aber noch sehr kostspieligen Elektroautos drängen vor allem in Osteuropa und Asien preiswerte Autos für eine neue Käuferschicht mit Macht auf den Markt. Gemeinsamer Ansatz beider Entwicklungen ist, dass sie den Wandel im Bestehenden suchen. So verhält es sich auch mit der Farbgebung zukünftiger Automobillacke. "Die Zeiten, in denen nur das als modern und gut galt, was gänzlich neu entwickelt wurde, sind vorbei", beschreibt Eva Höfli das Ergebnis der Trendrecherche. Noch immer seien Silber und Schwarz die absoluten Spitzenreiter unter den Farbtönen bei PKW-Neuzulassungen in Europa – und daran werde sich auch in naher Zukunft nichts verändern. Blau, Rot und Weiß folgen mit einigem Abstand. Die Trendexperten erkennen bereits heute, dass sich beide Entwicklungen – Öko-Boom und Sparzwang – auf ihre spezielle Weise in der automobilen Farbwelt widerspiegeln werden.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Ausbildungsrekord im Hause Sturm

12. September 2008 – In sechs Ausbildungsberufen sind insgesamt zum 1. September 43 neue Ausbildungsstellen vergeben worden – das ist Rekord. Zehn Auszubildende sind im kaufmännischen Bereich als Bürokaufleute und Industriekaufleute neu eingestellt worden. 33 Jugendliche beginnen ihre Ausbildung in den Berufen Feinwerkmechaniker, Mechatroniker, Elektroniker und Technischer Zeichner.
Hierunter sind auch fünf Mädchen, die technische Berufe ergreifen. Von den vier neu eingestellten Azubis zum Technischen Zeichner sind auch zwei weibliche Auszubildende dabei. Seit dem 1. September 2008 steigt damit die Zahl der Auszubildenden auf 102 bei der Sturm-Gruppe. 77 junge Leute erlernen eine technischen Beruf und 25 einen kaufmännischen Beruf. Ausbildung und Qualifikation nimmt in der Sturm-Gruppe einen wichtigen Platz ein. Ziel ist auch jedem Auszubildenden nach erfolgreichem Abschluss einen Arbeitsplatz zu bieten.

Weitere Informationen unter www.sturm-gmbh.de


BASF Coatings-Standort in Russland zertifiziert

11. September 2008 - Der neue, wichtige Knotenpunkt im weltweiten Produktions-Netzwerk der BASF Coatings, der Standort in Pavlovskij Posad in Russland, hat seinen Qualitätsanspruch jetzt auch Schwarz auf Weiß bestätigt. Das Werk erfüllt in jeder Hinsicht die hohen Qualitätsanforderungen der Automobilindustrie an ihre Zulieferer bezüglich Produkte und Prozesse. Das stellten die neutralen Auditoren jetzt bei einer mehrtägigen intensiven Prüfung fest. Das Werk Pavlovskij Posad bestand damit das DQS Audit zur Konformitätsprüfung der Automobil-Norm TS 1694949. In diesem Verfahren wurde zudem die Zertifizierung nach ISO 9001:2000 erfolgreich abgeschlossen.
Die BASF Coatings ist das einzige international agierende Lackunternehmen mit eigener Produktion in Russland. Das Werk in Pavlovskij Posad kann die in Russland aktiven Automobilhersteller orts- und damit zeitnah mit bester Qualität, wie jetzt von den Auditoren bestätigt, optimal zu versorgen. "Dies ist ohne Frage ein weiterer wichtiger Schritt für die Qualifikation des Werks", sagt Dr. Andreas Kunze, Leiter des Qualitätsmanagements der BASF Coatings und ihres Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa.
Nach der Eröffnung des neuen Werks und der Lieferung der ersten Chargen Basislack an den Automobilhersteller AvtoVAZ, ist die Zertifizierung für die BASF Coatings ein weiterer Meilenstein bei der systematischen Bearbeitung des Wachstumsmarktes Russland.
Am neuen Standort in Pavlovskij Posad produziert die BASF Coatings jährlich rund 6.000 Tonnen Basis- und Klarlack. Im Zuge wachsender Nachfrage ist die Anlage zudem auf eine Produktionsmenge von über 20.000 Tonnen erweiterbar. Zugleich bietet er den Kunden ortsnah Unterstützung auch bei Anwendungstechnik und Laborleistungen. Die BASF Coatings ist nun der erste international tätige Lackhersteller, der mit einer eigenen Produktionsanlage in Russland die Kunden ortsnah beliefern kann. Bis zu 50 Mitarbeiter werden in Pavlovskij Posad in der Produktion, dem Qualitäts-Prüflabor, dem Lager, der Werkstatt und der Verwaltung arbeiten.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


rap.ID startet neue Microsite www.Particle-Explorer.de

10. September 2008 – rap.ID stellt die neue Microsite zu seinem modular aufgebauten System Particle Explorer ins World Wide Web. Die Seite des weltweit führenden Spezialisten in der zuverlässigen Isolierung und Identifizierung von Mikrometerpartikeln aus industriellen Prozessumgebungen und Produkten informiert multimedial über die einzelnen Schritte der Partikelanalyse.
Die Möglichkeiten der etablierten Technologie werden detailliert am praktischen Beispiel erläutert. Unter der Adresse www.particle-explorer.de werden Anwendern und Interessenten des Particle Explorer für unterschiedliche Anwendungen maßgeschneiderte Lösungen vorgestellt. Videos veranschaulichen die Handhabung des Geräts. Darüber hinaus werden Online-Seminare und Schulungen angeboten.
Im Mittelpunkt der Präsentation stehen die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten des Particle Explorer für die Analyse von Partikeln in verschiedenen Industriezweigen. Die Particle Explorer-Systeme erkennen zuverlässig Größe, Anzahl und Form sowie die chemische Zusammensetzung von Partikeln ab 500 nm. In mehreren Ausbaustufen und mittels vielfältiger Optionen lässt sich die voll automatisierte Identifikationsplattform individuell anpassen. So erhält der Nutzer auf die persönlichen Bedingungen abgestimmte Lösungen, etwa für die Kontaminationskontrolle bei der Bauteilsauberkeit, bei der Herstellung von Arzneimitteln (insbes. Parenteralia oder Respiratoria) oder bei Implantaten.

Weitere Informationen unter www.rap-ID.com


Rofin eröffnet neue Vertriebs- und Serviceniederlassung in der Schweiz

9. September – Die auf industrielle Lasertechnologie spezialisierte Rofin-Gruppe hat in der Schweiz eine neue Niederlassung eröffnet. Seit Juli dieses Jahres übernimmt die Rofin-Baasel Swiss AG am Standort Biel den Vertrieb und Service für Laserprodukte in der Schweiz sowie dem Fürstentum Liechtenstein.
Der Standort Biel, einem der Zentren der Präzisionsindustrie, Mikromechanik und Uhrenindustrie, ermöglicht eine hohe Kundennähe und eine schnelle Reaktion auf lokale Marktanforderungen. Mit René Pamer und Joachim Vogt stehen kompetente Ansprechpartner mit langjähriger Erfahrung im Bereich der industriellen Lasertechnologie den Kunden zur Verfügung.
Die Rofin-Gruppe entwickelt und produziert seit mehr als 30 Jahren Laser für die industrielle Materialbearbeitung und zählt in diesem Bereich zu den Technologie- und Marktführern. Mit einer Vielzahl an Laserstrahlquellen und –systemen aus den Unternehmensbereichen Macro, Micro und Marking stehen Lösungen für nahezu jede Anwendung zur Verfügung.
Im Bereich Laser Micro entwickelt ROFIN Systeme für die Bearbeitung von Klein- und Kleinstteilen bis in den Mikrometer-Bereich. Ob Schneiden, Schweißen, Bohren oder Abtragen - die Bearbeitung der Werkstücke erfolgt mit höchster Präzision und minimaler Wärmeeinwirkung auch bei härtesten Werkstoffen. In Einsatzbereichen, wo eine dauerhafte, fälschungssichere Information schnell und mit wechselndem Inhalt auf ein Bauteil oder einen Gegenstand übertragen werden muss, stehen den Kunden Laserbeschriftungslösungen aus dem Bereich Laser Marking zur Verfügung. Hochleistungslaser zum Schweißen, Schneiden oder für die Oberflächenbearbeitung von ROFIN Laser Macro komplettieren die Produktpalette.

Weitere Informationen unter www.rofin-baasel.ch


Enthone übernimmt Ormecon GmbH

8. September 2008 – Enthone Inc., ein Tochterunternehmen von Cookson Electronics, hat heute die Übernahme der Ormecon GmbH mit Sitz in Ammersbek, Deutschland, bekannt gegeben. Mit der Übernahme stärkt Enthone sein marktführendes Produktportfolio von Endschichten für Leiterplatten (PWB) und unterstützt den Plan des Unternehmens, neue Technologien zur Beschichtung von Oberflächen für die unterschiedlichsten elektronischen, funktionellen und dekorativen Metallanwendungen anzubieten.
Ormecon GmbH ist ein wachsendes Technologie-Unternehmen, das sich besonders auf Endschichten für Leiterplatten spezialisiert hat. Dank seinem Tauchverzinnungsbad ORMECON CSN, hat das Unternehmen seine Präsenz auf dem Markt zunehmend ausgeweitet. Durch die intensive Entwicklung von leitfähigen Polymeren und Nanodispersionen ist Ormecon in der Lage, Produkte für Photovoltaik/Solarzellen, OLEDs und Elektrolumineszenz- (EL) Anwendungen sowie leitfähige Polymere für die Automobilindustrie, EMI-Abschirmungen und Indiumzinnoxid- (ITO) Ersatzstoffe anzubieten. Darüber hinaus hat Ormecon wesentliche Fortschritte bei der Entwicklung neuer Stoffe für die Anwendung im Bereich Korrosionsschutz, Polymerelektronik, organische lichtemittierende Dioden sowie antistatische Beschichtungen erzielt.
Huub van Dun, Präsident von Enthone sagte: "Sowohl Enthone als auch Ormecon sind weltweit führende Anbieter im Bereich Endschichten für Leiterplatten. Die Übernahme ist deshalb ein strategisch ausgezeichneter Schritt. Die Verbindung von Ormecon und Enthone ermöglicht es Enthone, seine führende Marktposition als wichtigster Anbieter von PWB-Endschichten zu stärken und auszuweiten; gleichzeitig kann Enthone dadurch neue Technologien für bestehende, aber auch für neue Märkte entwickeln."

Weitere Informationen unter www.cooksonelectronics.com


Kunststoffe mit Bio-Feeling

5. September 2008 – Die Angaben schwanken; aber zwischen fünf und zehn Prozent des Produktionsvolumens der chemischen Industrie basieren bereits auf nachwachsenden Rohstoffen, und das Interesse ist groß, den Anteil signifikant zu erhöhen – wegen der endlichen Ölvorkommen und aus Gründen des Klimaschutzes. Welche Möglichkeiten sich hier für die Kunststoffproduktion bieten, will die Tagung "Bio&Polymers", die vom 28. bis 30. September 2008 in Aachen stattfindet, aufzeigen. Die von der Fachgruppe Makromolekulare Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) organisierte Tagung geht darüber hinaus auf von der Natur inspirierte oder biofunktionale Polymere ein und behandelt Polymere für die Biomedizin.
Weltweit werden jährlich etwa 240 Millionen Tonnen Kunststoffe aus Erdöl hergestellt. Was passiert, wenn die bislang bekannten Erdölvorkommen in 35 bis 40 Jahren erschöpft sind? Wie Dr. Stefan Marcinowski, Vorstandsmitglied der BASF SE, im ersten Plenarvortrag der Aachener Tagung erläutert, hält man in Ludwigshafen für bestimmte aus Biomasse gewonnene Polymere ein großes Wachstumspotenzial für wahrscheinlich. Ökobilanzen, die von der Pflanzung über die Düngung, Ernte und Umwandlung des biobasierten Rohstoffs in ein marktfähiges Produkt bis zu dessen Entsorgung alle Auswirkungen berücksichtigen, sollen bei der Entscheidung für gangbare Produktionswege helfen. Die Möglichkeiten reichen von einstufigen Synthesen von Polyestern in Bakterien (beispielsweise Polyhydroxy-Alkanoate) über die enzymatische Produktion von Monomeren (beispielsweise Milchsäure oder Bernsteinsäure) bis zur Umwandlung von pflanzlichen Ölen in Monomere (beispielsweise Sebacinsäure). Die daraus resultierenden Polymere (beispielsweise Polyester, Polyamide oder Polyurethane) stehen in Konkurrenz zu den bewährten Produkten. Von Fall zu Fall muss also sorgfältig erwogen werden, ob der biobasierte Kunststoff ökonomisch und ökologisch Sinn macht.

Weitere Informationen unter www.gdch.de


BASF Coatings eröffnet Design Studio

4. September – Die BASF Coatings eröffnet in unmittelbarer Nähe des Hauptquartiers und Standortes in Münster das erste Color Design Studio der Lackindustrie in Europa. Auf insgesamt rund 300 Quadratmetern der umgebauten ehemaligen "Villa Kaven", darunter 180 Quadratmeter Präsentationsfläche, finden die Designer der BASF Coatings ideale Arbeitsbedingungen vor. Kunden und Interessenten aus der weltweiten Automobilindustrie erhalten in repräsentativen Räumlichkeiten Informationen zu den aktuellen Farbtrends der Automobilindustrie und bekommen Lösungen für die Lackierung ihrer jeweiligen Fahrzeugmodelle.
Für Juan Ximénez Carrillo-Gerber, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa, steht fest: "Das neue Zentrum wird unsere gute Position im globalen Wettbewerb nachhaltig fördern. Wir bauen mit diesem Kompetenzzentrum unsere führende Position im Design weiter aus."
Bislang arbeitete das Design-Team der BASF Coatings, das jedes Jahr rund 20 neue Farben für die Automobilindustrie entwickelt und dessen jährliche Trendprognosen viel beachtet werden, in einem Design-Studio mitten im Werk. Das waren gute Arbeitsbedingungen, bei den viele Farben entstanden, die heute weltweit zu sehen sind — aber die Anforderungen von Designern und Kunden stiegen kontinuierlich. "Mit dem neuen Kompetenzzentrum, mitten im Grünen gelegen und doch nah am Puls des Werks Münster tragen wir dem Bedürfnis unserer Kunden nach professionellem Design Rechnung und können Ihnen zukünftig noch besser helfen", sagt Ximénez Carrillo-Gerber.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Neue Leitung der BAM-Abteilung Materialschutz und Oberflächentechnik

3. September – Mit Wirkung vom 1. April 2008 wurde Herrn Prof. Dr.–Ing. Guido Grundmeier die kommissarische Leitung der Abteilung VI Materialschutz und Oberflächentechnik übertragen. Es handelt sich um eine gemeinsame Berufung der Universität Paderborn und der BAM mit dem Ziel einer fachlichen Kooperation.
Prof. Dr.–Ing. Grundmeier studierte Chemie an der Universität Dortmund und ging dann zum Max–Planck–Institut für Eisenforschung in Düsseldorf. 1997 promovierte er an der Universität Erlangen. Nach einem Forschungsaufenthalt in den Bell Laboratories in Murray Hill (USA) baute er bei Thyssen Krupp Stahl AG eine Abteilung für Grenzflächen– und Elektrochemie auf. Am Max–Planck–Institut für Eisenforschung etablierte er in der Abteilung für Grenzflächenchemie und Oberflächentechnik eine Arbeitsgruppe für Adhäsion und dünne Schichten. Im Juli 2006 habilitierte Dr. Grundmeier auf dem Gebiet der Materialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum. Im Dezember 2006 erhielt er die Professur für Technische und Makromolekulare Chemie an der Universität Paderborn.
In der Abteilung VI Materialschutz und Oberflächentechnik wird an der Funktionssicherheit technischer Produkte und Anlagen gearbeitet. Eine Zielstellung ist z. B. die Sicherheit von Bauteilen und Anlagen durch Untersuchungen zur Schadensprävention und Schadensaufklärung.

Weitere Informationen unter www.bam.de


Innovative Nano-Ideen gesucht

2. September 2008 - Nanotechnologie ist eines der zukunftsweisenden Technologie- und Forschungsfelder des 21. Jahrhunderts. Die internationale Konferenz "Nanofair 2009" bringt am 26. und 27. Mai in Dresden zum 7. Mal Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zum interdisziplinären Austausch zusammen.
Vortragsvorschläge für die Konferenz, die unter dem Motto "New Ideas for Industry" steht, können bis zum 31. Oktober unter www.nanofair.com eingereicht werden. Thematisch sollen die Vorträge Innovationen in einem der fünf Kongress-Schwerpunkte vorstellen: Elektronik, Material und Oberflächen, Life Sciences, Energie oder Optik. Vorträge aus den Branchen Automobilbau, Chemie, Pharma, Elektronik, Textilien und Energie werden besonders gewünscht. Begeleitet wird die vom VDI Wissensforum veranstaltete Konferenz von einer Fachausstellung. Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die Konferenzsprache Englisch.
Partner der "Nanofair" sind das VDI-Kompetenzfeld Nanotechnik, das Amt für Wirtschaftsförderung Dresden, das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum "Ultradünne funktionale Schichten", Nanomat Karlsruhe, Fraunhofer IWS Dresden sowie das Forschungszentrum Karlsruhe. Anmeldung, Call for Papers und Programm unter www.nanofair.com


Innovative Nano-Ideen gesucht

2. September 2008 - Nanotechnologie ist eines der zukunftsweisenden Technologie- und Forschungsfelder des 21. Jahrhunderts. Die internationale Konferenz "Nanofair 2009" bringt am 26. und 27. Mai in Dresden zum 7. Mal Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft zum interdisziplinären Austausch zusammen.
Vortragsvorschläge für die Konferenz, die unter dem Motto "New Ideas for Industry" steht, können bis zum 31. Oktober unter www.nanofair.com eingereicht werden. Thematisch sollen die Vorträge Innovationen in einem der fünf Kongress-Schwerpunkte vorstellen: Elektronik, Material und Oberflächen, Life Sciences, Energie oder Optik. Vorträge aus den Branchen Automobilbau, Chemie, Pharma, Elektronik, Textilien und Energie werden besonders gewünscht. Begeleitet wird die vom VDI Wissensforum veranstaltete Konferenz von einer Fachausstellung. Aufgrund der internationalen Ausrichtung ist die Konferenzsprache Englisch.
Partner der "Nanofair" sind das VDI-Kompetenzfeld Nanotechnik, das Amt für Wirtschaftsförderung Dresden, das Nanotechnologie-Kompetenzzentrum "Ultradünne funktionale Schichten", Nanomat Karlsruhe, Fraunhofer IWS Dresden sowie das Forschungszentrum Karlsruhe. Anmeldung, Call for Papers und Programm unter www.nanofair.com


Rennstrecke für schnelle Elektronen in Halbleiterstrukturen

1. September 2008 - Um die elektrischen Einheiten, wie Spannung, Widerstand und Stromstärke, mit höchster Präzision zu „machen“, werden heutzutage Quanteneffekte in speziellen Nano-Schaltungen eingesetzt. Ein wichtiges Ausgangsmaterial dafür sind extrem reine Halbleiterschichten, in denen sich sehr mobile Elektronen nahezu unbehindert bewegen können, ohne mit Fremdatomen zusammenzustoßen. Um für zukünftige Entwicklungen im Bereich der elektrischen Quantenmetrologie gerüstet zu sein, hat die PTB eine neue Molekularstrahlepitaxie-Anlage in Betrieb genommen, die für die Herstellung von Halbleiterschichten optimiert ist, die noch reiner sind als die bisherigen.
Schon in den ersten Testschichten wurden extrem schnelle Elektronen beobachtet, mit einer Beweglichkeit, die mehr als fünfmal so hoch ist wie bisher. Die PTB baut damit ihre führende Stellung in der elektrischen Quantenmetrologie mit Halbleiterstrukturen aus.

Halbleiter sind der Rohstoff für Computer und Unterhaltungselektronik und finden sich heutzutage in jedem Haushalt. In der elektrischen Quantenmetrologie werden Halbleiterbauelemente in zwei Gebieten eingesetzt. Zum einen werden mit Hilfe des Quanten-Hall-Effekts elektrische Widerstandswerte reproduziert, die um weniger als ein Milliardstel schwanken. Zum anderen kann man gerade aus hochbeweglichen Elektronenschichten sog. Einzelelektronenpumpen herstellen, in denen - getaktet durch eine Wechselspannung - ein Elektron nach dem anderen in kontrollierter Weise durch die Schaltung transportiert wird. Einzelelektronenpumpen sind zur Zeit ein Top-Thema der metrologischen Forschung, da mit ihnen die elektrische Stromstärke als Produkt von Frequenz und Elementarladung definiert werden soll. Eine solche Definition würde die Einheit der Stromstärke, das Ampere, an eine räumlich und zeitlich unveränderliche Fundamentalkonstante der Physik, nämlich die Elementarladung, binden.

Für beide Anwendungen werden Schichtstrukturen aus den Halbleitern GaAs und AlGaAs eingesetzt. In diesen Kristallstrukturen bildet sich an der Grenzfläche zwischen den beiden Materialien eine nur wenige Nanometer dicke Elektronenschicht aus. Sie wird als zweidimensionales Elektronengas bezeichnet, weil die Elektronen sich nur in dieser Ebene bewegen können. Eine wichtige Kenngröße zweidimensionaler Elektronengase ist die Beweglichkeit der Elektronen, die beschreibt auf welche Geschwindigkeit sich die Elektronen durch eine elektrische Spannung beschleunigen lassen. Je seltener die Elektronen durch die „Kollision“ mit Fremdatomen gebremst werden, desto höher ist ihre Beweglichkeit. Die Elektronenbeweglichkeit ist daher ein direktes Maß für die Reinheit der Halbleiterschichten.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Oberflächentechnologien und Funktionsmaterialien

29. August 2008 - Oberflächentechnologien und Funktionsmaterialien stehen im Fokus des ersten Werkstoffdialogs NRW am 17. November 2008 in Dortmund, organisiert von der Wirtschaftsförderung Dortmund mit den Partnern MST.factory dortmund und IVAM Fachverband für Mikrotechnik.
Experten aus Industrie und Wissenschaft stehen Rede und Antwort zu aktuellen Werkstoffthemen wie Materialsimulation, nanostrukturierten Beschichtungen und Oberflächenbearbeitungsstrategien. Referenten sind unter anderem das Dortmunder OberflächenCentrum, das Bochumer Interdisciplinary Centre for Advanced Materials Simulation (ICAMS), die Technische Universität Dortmund und die Evonik Degussa GmbH. Angesprochen sind Unternehmen und Wissenschaftler, die Kontakt zu Entwicklern neuer Werkstoffe und Spezialisten für Oberflächentechnologien suchen.
Veranstaltungsort ist die PHOENIX Halle auf PHOENIX West, dem neuen Technologie- und Dienstleistungsstandort in Dortmund. Das ehemalige Stahlwerk ist seit über 150 Jahren Hightech-Standort für innovative Werkstoffe. Heute befinden sich dort die MST.factory dortmund und das Zentrum für Produktionstechnologie Dortmund (ZfP). Weitere Informationen zum Werkstoffdialog NRW unter www.ivam.de und www.mikrotechnik-dortmund.de.


Fahrzeuge umweltfreundlich lackieren

28. August 2008 - Im Oktober erscheint im Beuth Verlag eine neue Richtlinie, die Möglichkeiten zum Mindern von Emissionen organischer Lösemittel beim Lackieren und Reparaturlackieren von Pkw und Nutzfahrzeugen aufzeigt. Der Anwendungsbereich dieser Richtlinie VDI 3456 umfasst weitgehend alle Lackanwendungen an Fahrzeugen in stationären oder mobilen Anlagen, die nicht genehmigungspflichtig sind. Darunter fallen auch Lackanwendungen bei Klein- und Kleinstschäden (Spotlackierungen). Die Anforderungen dieser Richtlinie können aber auch bei immissionsschutzrechtlich genehmigungsbedürftigen Anlagen ergänzend herangezogen werden.
Experten der Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN stellten den gesamten Prozess der Lackierung von der Vorreinigung über die Vorbehandlung bis zur Trocknung und der Reinigung der Arbeitsgeräte, deren Einflüsse auf die Umwelt insgesamt sowie entsprechende Minderungsmaßnahmen dar. Dabei legten sie einen Schwerpunkt auf primäre und produktbezogene Maßnahmen, die nach dem Stand der Technik ausreichen, um die gesetzlichen Anforderungen zu erfüllen.
Auf neue Technologien im Bereich der Lack- und Trocknungstechnik (IR, UV) wird ebenfalls eingegangen. Den Möglichkeiten zum effizienteren Umgang mit Energie (Klimaschutz) und zum Arbeitsschutz sind darüber hinaus spezielle Abschnitte gewidmet.
Herausgeber der Richtlinie VDI 3456 (Entwurf) ist die Kommission Reinhaltung der Luft im VDI und DIN. Die Richtlinie ist ab Oktober 2008 zum Preis von 83,60 € beim Beuth Verlag in Berlin (Tel. +49 (0)30 / 26 01 - 22 60) erhältlich. Weitere Informationen und Onlinebestellung unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de. Die Einspruchsfrist endet am 31.01.2009.


„Spritsparende“ Nockenwellen jetzt auch aus Salzgitter

27. August 2008 – Erstmalig wird innerhalb des Volkswagen Konzerns die „gebaute“ Nockenwelle für die Common Rail-Motoren nicht ausschließlich von Zulieferfirmen geliefert. Zukünftig werden rund 25 Prozent der gebauten Nockenwelle des Common Rail-Bedarfs für den Volkswagen Konzern in Salzgitter gefertigt. Der entscheidende Vorteil einer gebauten Nockenwelle gegenüber einer herkömmlichen, aus einem Stück gefertigten Nockenwelle, ist die Gewichtsreduzierung um 30 Prozent. Dies trägt zur weiteren Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs und somit auch der CO2-Emission bei.
Bei der gebauten Nockenwelle handelt es sich um ein nicht, wie sonst üblich, aus einem Stück gegossenes oder geschmiedetes Bauteil. Die Besonderheit ist, dass auf einem gezogenen Stahlrohr gehärtete Nocken aufgesetzt werden. Der absolute Festsitz der Nocken wird durch eine exakte Rändelung auf dem Rohr und auf den Nocken sichergestellt. „Dies ist für uns der Einstieg in ein weiteres, neues Geschäftsfeld“ so der Leiter der Komponentenfertigung, Hans-Jürgen Selonke. „Gebaute Nockenwellen halten immer mehr Einzug in die Motorentechnik. Hier sehen wir ein riesiges Potential“.

Volkswagen in Salzgitter ist eines der größten Motorenwerke weltweit. Auf einer Fläche von 2.800.000 Quadratmetern werden täglich rund 7.000 Otto- und Dieselmotoren in über 370 Varianten gefertigt. Motoren vom 3- bis 16-Zylinder kommen in den verschiedenen Modellen und Marken des Volkswagen Konzerns wie zum Beispiel im Golf, Touran, Passat, Polo, Fox, bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, Seat und Skoda zum Einsatz. Hier werden auch die Motoren für die Spitzenmodelle Volkswagen Phaeton und Touareg, Audi A8 und den Bugatti Veyron produziert. Daneben fertigt das Werk Salzgitter auch Motorenteile für Produktionsstätten an anderen Standorten sowie Industriemotoren und Aggregate für Boote. 2007 wurden in Salzgitter 1.192.059 Motoren produziert. Die Zahl der Beschäftigten beträgt rund 6.400.

Weitere Informationen unter www.volkswagen.de


Lanxess: 80 Jahre Chromoxid-Pigmente

26. August 2008 - Jubiläum beim Spezialchemie-Konzern Lanxess AG: Die Business Unit Inorganic Pigments (IPG) feiert jetzt das 80-jährige Bestehen ihrer Chromoxid-Produktion am Standort Krefeld-Uerdingen. Im Sommer 1928 wurde im damaligen Chrombetrieb die reguläre Produktion aufgenommen und die ersten 110 Tonnen des grünen Chromoxids hergestellt. Mit einer jährlichen Produktionskapazität von 9.000 Tonnen, die durch die starke Nachfrage nach Chromprodukten in den vergangenen Jahren sehr gut ausgelastet ist, zählt Lanxess zu den führenden Herstellern von Chromoxiden.
Chromoxide werden als grünes Pigment universell in Anstrichstoffen und Beschichtungen eingesetzt. Das Spektrum reicht von Fassadenfarben über Bodenbeschichtungen, hoch beanspruchte Industrielacke bis zum Autodecklack. Mit seiner hohen Licht-, Wetter-, Hitze- und Chemikalienbeständigkeit eignet sich Chromoxid auch hervorragend zur Einfärbung von Kunststoffen, Baustoffen und Keramik. Hohes Lichtstreuvermögen für Infrarotlicht und hohes Absorptionsvermögen für UV-Strahlung tragen zu den günstigen optischen Eigenschaften bei.
Der hohe Schmelzpunkt von 2.435 °C und die chemische Beständigkeit gegenüber Säuren, Laugen und Lösemitteln ermöglichen Anwendungen für hochfeuerfeste Chromoxidsteine wie sie beispielsweise in Glasschmelzöfen eingesetzt werden.
Schon seit 1895 wurde im Uerdinger Chrombetrieb das benötigte Ausgangsmaterial Natriumdichromat aus Chromerz aufgeschlossen und seit 1918 Versuche zu Chromoxid durchgeführt. Seit 1938 gab es einen eigenständigen Chromoxidbetrieb, der zügig ausgebaut wurde. Mitte der 1950er Jahre kam eine zweite Produktionsstraße dazu, mit der eine Verdoppelung der Kapazität erreicht wurde. Anfang der 1960er Jahre wurde die dritte Produktionsstraße errichtet und Mitte der 1970er Jahre die Kapazität nochmals um eine vierte Straße erweitert.

Weitere Informationen unter www.lanxess.com


Boom bei Wärmebehandlungsanlagen von Eisenmann

25. August 2008 - Der Eisenmann-Fertigungsbereich Process and High Temperature Technology verzeichnet zurzeit einen stark gehäuften Bestelleingang aus der Aluminium verarbeitenden Industrie. Den Grund dafür sieht das Unternehmen nicht zuletzt in seinem speziell für diesen Abnehmerkreis entwickelten, inzwischen vielfach praxisbewährten Ofenkonzept. Dieses zeichnet sich außer durch sehr präzisen Prozessablauf auch durch höchst rationell gelösten Werkstücktransport aus. Insbesondere zahlreiche Hersteller von Pkw-Rädern aus Aluminiumguss nutzen diese vorteilhafte Konzeption. Die umfangreiche Referenzliste über Projekte in Deutschland, Italien, Frankreich, Polen, Südafrika, der Türkei und Übersee wird gerade durch vier weitere, Ende dieses bzw. Anfang nächsten Jahres auszuliefernde Anlagen mit den Prozessschritten Lösungsglühen, Abschrecken und Auslagern ergänzt. Gleichzeitig geht eine Wärmebehandlungsanlage für Zylinderköpfe – selbstverständlich mit werkstückangepasstem Prozessablauf und Transport – in Betrieb. Auch für Struktur- und Karosserieteile aus Aluminium sind Eisenmann-Wärmebehandlungsanlagen bewährt.

Weitere Informationen unter www.eisenamnn.de


Wirtschaft und Wägetechnik - Tag der offenen Tür

22. August 2008 - Am Tag der offenen Tür des BMWi in Berlin beteiligt sich die PTB mit sechs unterschiedlichen Waagen und ein paar hundert Kilogramm Lebendgewicht, um ein gewichtiges Thema zu präsentieren: die Wägetechnik. Jahr für Jahr werden in der deutschen Wirtschaft enorme Summen über die von Waagen ermittelten Messwerte abgerechnet. Exaktheit und Zuverlässigkeit der Messungen sind aus diesem Grund unentbehrliche Voraussetzungen für eine funktionierende Wirtschaft und einen fairen Handel – Voraussetzungen, die durch die Arbeit der PTB garantiert werden. Vorstellen werden sich am Tag der offenen Tür die PTB-Arbeitsgruppen zum Gebiet Wägetechnik des Fachbereichs Masse aus der Abteilung Mechanik und Akustik. Mehrere Exponate des Waagen-Herstellers Sartorius werden die Vielfältigkeit moderner Waagen demonstrieren: Die klassische Balkenwaage wurde schon lange von elektronischen Waagen abgelöst. Waagen nehmen heutzutage die verschiedensten Funktionen wahr, können beispielsweise die Dichte von Stoffen bestimmen, Körperfett messen oder sogar Sortierungen vornehmen. Feinwaagen können darüber hinaus auch kleinste Masseänderungen in der Größenordnung von Mikrogramm anzeigen.

Dass Waagen innerhalb eines längeren Zeitraumes korrekt messen, kann durch eine Vielzahl von Faktoren verhindert werden. Aus diesem Grund ist es nötig, dass Waagen regelmäßig geeicht werden. Diese Aufgabe wird von den Eichämtern übernommen, die jede einzelne Waage prüfen. Bevor das jedoch geschehen kann, müssen die Geräte zur Eichung zugelassen werden. Dies ist eine der Aufgaben der PTB: die Bauartprüfung von Messgeräten an einem vom Hersteller bereitgestellten Prototypen und die Vergabe von Bauartzulassungen. Solche Zulassungen erlauben dem Hersteller, das zugelassene Messgerät zu produzieren und auf den Markt zu bringen. Die Bauartprüfung stellt eine Simulation der Umwelteinflüsse dar, denen eine Waage im späteren Gebrauch ausgesetzt sein wird. PTB-Fachleute werden vor Ort darüber informieren, welche Tests Waagen in der PTB durchlaufen müssen, um eine Zulassung zu erhalten.

Veranstaltungsort und -termin: Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, 10115 Berlin, Scharnhorststr. 34-37, Eingang Invalidenstraße 48, Samstag, 23. und Sonntag, 24. August 2008 von 11:00 – 19:00 Uhr

Weitere Informationen unter www.bmwi.de


Emailtöpfe für alle Herdarten geeignet

21. August 2008 – Aus aktuellem Anlass weist der Deutsche Email Verband e.V. darauf hin, dass die emaillierten Qualitätsgeschirre seiner Mitgliedswerke für alle Herdarten geeignet sind. Dies gilt für Töpfe, Pfannen oder Bräter und für alle Herdausführungen (Elektro, Gas, Kohle, Induktion). Ursache für diese Verbraucherinformation ist eine irreführende Gebrauchsanweisung für Cerankochfelder eines deutsch/amerikanischen Herstellers von Haushaltgroßgeräten. Darin wurde vor der Verwendung von Metalltöpfen mit Emailboden gewarnt. Nach Auffassung des Emailverbandes kann sich diese Warnung nur auf Geschirroberflächen beziehen, die im englischen Sprachraum als „enamelled“ bezeichnet werden. Wird dieser Begriff fälschlicherweise dann nicht als „lackiert“ sondern als „emailliert“ übersetzt, kommt es zu den irreführenden und wettbewerbsverzerrenden Warnhinweisen, die der Hersteller auf Intervention des Deutschen Email Verbandes e.V. zukünftig unterlassen wird.

Weitere Informationen unter www.emailverband


Galvanik startet Umweltpfad

20. August 2008 - Nachhaltiger Umweltschutz hat für die IMO Oberflächentechnik GmbH aus Königsbach-Stein einen besonders hohen Stellenwert. Als erstes Unternehmen im Bereich der galvanischen Oberflächenbeschichtung wurde das Unternehmen hierfür im Jahr 2005 im Rahmen des Umweltpreises vom Land Baden-Württemberg ausgezeichnet. Als Markführer in der selektiven Beschichtung von elektronischen Kontakten sieht sich das Unternehmen auch als Vorreiter in Sachen Umweltschutz. Bereits seit 2001 ist das betriebliche Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 und EMAS zertifiziert. Gerade in der Oberflächentechnik spielt der Umweltschutz aufgrund der eingesetzten Stoffe eine wichtige Rolle. Er erstreckt sich über alle Mitarbeiter, Produktions- und Recyclingverfahren, die Abwasseraufbereitung, den Grundwasserschutz bis hin zur Abfallwirtschaft und garantiert somit ein nachhaltiges ökologisches und ökonomisches Wirtschaften. IMO verfügt heute über eine der modernsten, saubersten und umweltschonensten Galvaniken in Europa. Konsequent werden Wasser und Energie gespart, Rohstoffe und Abfälle verringert und Emissionen durch den Einsatz der besten verfügbaren Technologien minimiert. Dieses Engagement wurde nun auch durch einen im Juli 2008 eingeführten Umweltpfad im Unternehmen sichtbar gemacht. Gestartet wurde das Ganze als Projekt für die Auszubildenden aus den unterschiedlichen Unternehmensbereichen. Aufgabe war es, Besuchern und Kunden die Umwelttechnik des Hauses verständlich näher zu bringen. Das Ergebnis wurde auf Tafeln gedruckt, die nun entlang des Umweltpfades hängen. Neben einer großen Gesamtübersicht, auf welcher die Umwelttechnik erklärt und Kennzahlen erläutert werden, gibt es an jeder umweltrelevanten Station der Abteilung eine Tafel, auf welcher die einzelnen Prozessschritte erklärt werden. Beispielsweise werden durch die Abwärmenutzung 90% des Energiebedarfs im Unternehmen gedeckt, die Spülwässer werden bis zu 500 mal wieder verwendet und die Werte des Luftreinigungssystems liegen erheblich unter der gesetzlichen Nachweisgrenze. Der Umweltpfad wird in den kommenden Monaten sukzessive ausgebaut und soll am Ende durch alle Abteilungen des Betriebes führen, die eine Umweltrelevanz haben.

Weitere Informationen unter www.imo-gmbh.com


Geschwindigkeitsrekord für Magnetspeicher

19. August 2008 - In der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) konnte erstmals der physikalisch schnellstmögliche Schaltprozess einer magnetischen Speicherzelle realisiert werden. Mit Hilfe dieses ballistischen Schaltprozesses könnten nichtflüchtige Magnetspeicher genauso schnell arbeiten wie die schnellsten flüchtigen Speicherbauteile. Die Ergebnisse des Experiments werden in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift Physical Review Letters (am 22. August 2008) veröffentlicht. Die heute üblichen schnellen Computerspeicherchips wie DRAM und SRAM haben einen entscheidenden Nachteil: Bei Unterbrechung der Stromversorgung gehen die darauf gespeicherten Informationen unwiderruflich verloren. Abhilfe könnte das MRAM schaffen - das Magnetic Random Access Memory. In einem MRAM wird die digitale Information nicht in Form elektrischer Ladung gespeichert sondern über die Richtung der Magnetisierung in magnetischen Speicherzellen. Die neueste Generation der MRAM basiert auf dem sogenannten Spin-Torque-Effekt. Er erlaubt die Richtung der Magnetisierung der Speicherzelle – und damit die Information „1“ oder „0“ – durch einen positiven oder negativen Strompuls durch die Zelle einzustellen und so den Speicher zu programmieren. Da Spin-Torque-MRAM auch eine sehr hohe Speicherdichte versprechen, wird weltweit intensiv an ihrer Entwicklung gearbeitet. Ein Strompuls durch eine Spin-Torque-Speicherzelle bewirkt eine Kreiselbewegung der Magnetisierung, die sogenannte Präzession. Zum zuverlässigen Umschalten der Magnetisierung – und damit zum Programmieren des magnetischen Bit – mussten bislang stets mehrere dieser Präzessionsumdrehungen durchlaufen werden. Entsprechend dauert die Programmierung eines magnetischen Bits in einem heutigen MRAM-Prototyp etwa 10 ns. In dem PTB-Experiment konnte nun gezeigt werden, dass die Magnetisierung der Speicherzelle schon durch eine einzige Präzessionsumdrehung zuverlässig umgekehrt werden kann. Somit konnte der physikalisch schnellstmögliche Spin-Torque-Schaltvorgang realisiert werden. Im Experiment wurde dieses sogenannte ballistische Schalten der Magnetisierung durch geschickte Wahl der Parameter des Strompulses in Kombination mit einem leichten statischen Magnetfeld erreicht. Durch ballistisches Schalten könnten zukünftige Spin-Torque-MRAM mit Strompulsen von deutlich unter einer Nanosekunde programmiert werden. Damit hätte man einen nichtflüchtigen Speicherchip mit hoher Speicherdichte zur Verfügung, der in der Taktrate mit den schnellsten flüchtigen Speicherbauteilen, den SRAM, konkurrieren könnte.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


KSB Konzern bleibt auf Wachstumskurs

18. August 2008 - Mit einem Plus von 10,1 Prozent auf 933,4 Mio € (Vorjahr: 847,5 Mio €) steuert der Pumpen- und Armaturenhersteller KSB im laufenden Jahr auf einen neuen Rekordumsatz zu. Für die Steigerung im ersten Halbjahr war neben der Fakturierung mehrerer Großaufträge aus dem Energiesektor vor allem das erhöhte Umsatzvolumen in der Industrie- und Wassertechnik entscheidend. Auch das Geschäft mit Pumpen für die Feststoffförderung hat sich erfreulich entwickelt. Mehr als die Hälfte des Umsatzzuwachses erzielten die KSB-Gesellschaften in Europa, wobei sich die deutsche KSB AG mit einem Plus von 11,6 Prozent leicht überdurchschnittlich verbessert hat. Auf Basis dieser Umsatzsteigerung erreichte das Konzernergebnis vor Steuern zur Jahresmitte die Höhe von 85,3 Mio € (Vorjahr: 61,9 Mio €). Dies entspricht einem Zuwachs von 37,9 Prozent. Im ersten Halbjahr ist auch der Auftragseingang im KSB Konzern um 9,7 Prozent auf 1.161 Mio € (Vorjahr: 1.058 Mio €) gestiegen. Der Auftragsbestand hat sich nochmals erhöht, wesentlich bedingt durch Aufträge mit längeren Lieferzeiten. Diese betreffen vor allem Bestellungen von Pumpen und Armaturen für Kraftwerke, die erst 2009 oder in den folgenden Jahren errichtet werden. Um das höhere Auftragsvolumen zu bewältigen, investiert das Unternehmen an seinen deutschen Standorten rund 70 Mio € in neue Fertigungs- und Prüfeinrichtungen. Auch die Anzahl der Beschäftigten hat sich im ersten Halbjahr erhöht. Zur Jahresmitte waren konzernweit 14.114 Mitarbeiter bei KSB tätig, 363 Personen mehr als zum gleichen Vorjahreszeitpunkt.

Weitere Informationen unter www.ksb.com


Erstes Fachgebiet für „Polytronische Mikrosysteme“ an der TU Berlin

15. August 2008 - Seit einigen Jahren forschen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler intensiv an einer Vision namens „Intelligentes Plastik“. Dabei versuchen sie, elektronische Systemfunktionen auf Kunststoffbasis zusammenzuführen. „Polytronik“ heißt das Zauberwort und bekräftigt den Anspruch einer vorwiegend polymeren Elektronik. Die TU Berlin und das Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM) werden diesen Bereich nun weiter ausbauen und konnten jetzt über eine gemeinsame Berufung den weltweit renommierten Experten für polytronische Systeme, Prof. Dr.-Ing. Karlheinz Bock, gewinnen. Neben seiner Professur an der TU Berlin leitet er gleichzeitig die Abteilung „Polytronische Systeme“ des Fraunhofer IZM. Der Aufbau der Arbeitsgruppe und eines „Labors für Polytronische Mikrosysteme“ erfolgt derzeit am Forschungsschwerpunkt für Mikroperipherik der TU Berlin. Ziel der Forschungsarbeiten sind die Entwicklung kostengünstiger industrierelevanter Bauelemente und Prozesse beispielsweise in (Bio-)Sensoren und Aktuatoren im polymeren Werkstoffverbund. Dabei machen sich die Forscherinnen und Forscher um Prof. Bock bislang weniger bekannte Kunststoffeigenschaften zunutze. Denn wurden Polymermaterialien in der Elektronik lange Zeit vor allem als Isolatoren verwendet, sind sie mittlerweile auch als elektrische Leiter mit ähnlichen Eigenschaften wie metallische Werkstoffe, als Leuchtmaterial (OLED und Solarzellen) mit elektrolumineszenten, elektrophorethischen und photovoltaischen Eigenschaften oder für Transistoren mit halbleitenden Eigenschaften einsetzbar. Neben diesen bereits in der Technologieentwicklung genutzten Eigenschaften können Kunststoffe darüber hinaus eine Vielzahl zusätzlicher Funktionen wie piezoelektrische, elektrochrome und ähnliche Eigenschaften erfüllen. Eine ganz besondere Eigenschaft ist aber die Möglichkeit, verschiedene dieser Funktionen in einem einzigen Bauelement zu kombinieren und somit multifunktionale Bauelemente für Mikrosysteme in vielen Bereichen des täglichen Lebens zu ermöglichen.

Weitere Informationen unter www.tu-berlin.de


Neue Technologien für Speicher- und Logikchipproduktion der nächsten Generation

14. August 2008 - Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert mit dem Verbundprojekt "Critical Dimension und Registration für die 32nm Maskenlithographie" (CDuR32) in den kommenden zweieinhalb Jahren die High-Tech Entwicklung von Technologien und Messtechniken im Bereich höchstintegrierter Elektronik. Ziel ist es, der Region Dresden, dem führenden Elektronikstandort in Europa, einen Vorsprung im Bereich moderner Masken zu verschaffen. Partner im Verbundprojekt sind das Advanced Mask Technology Center (AMTC) in Dresden, das mittelständische Unternehmen Vistec Semiconductor Systems GmbH aus Weilburg und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig und Berlin (PTB). Das im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung geförderte Projekt CDuR32 ermöglicht den beteiligten Partnern eine frühzeitige Kooperation in einem strategischen Forschungsbereich und eröffnet somit Chancen, einen Wettbewerbsvorteil für die Region Dresden herauszuarbeiten. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Dresdner Advanced Mask Technology Center GmbH & Co. KG (AMTC) als Lieferant der derzeit weltweit anspruchsvollsten Photomasken für die Halbleiterindustrie. Eine Photomaske ist der "Urchip", mit deren Hilfe die Strukturen in den Chipfabriken auf Mikrochips aufgebracht werden. Im Rahmen des Verbundprojektes werden Maskentechnologien für die 32nm-Speicherchip- (z. B. DRAM) und die 22nm-Logikchip-Generation (z. B. CPU) entwickelt. Diese Technologien sind nötig für die übernächste Chipgeneration, die ca. ab 2012 in Dresden produziert wird. Damit leistet dieses neue Spitzentechnologieprojekt einen wesentlichen Beitrag zur Festigung und zum Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland. In Übereinstimmung mit den Zielen der europäischen Förderplattform ENIAC soll CDuR32 helfen, die Position Europas in der Nanoelektronik weiter auszubauen. Gleichzeitig sorgt es dafür, dass Arbeitsplätze, die eine hohe fachliche Qualifikation erfordern, erhalten bleiben und neue geschaffen werden können. Das Projekt mit einem Umfang von 16,7 Millionen Euro wird vom BMBF mit 7,9 Millionen Euro gefördert. Die Aufgaben der drei Partner im Projekt: Das AMTC untersucht und erarbeitet die Grundlagen für die Maskenfertigung der 32/22nm Technologie. Vistec Semiconductor Systems entwickelt eine neue Generation zukunftsorientierter Messgeräte (LMS IPRO5). Hierdurch werden die extrem hohen Anforderungen zur Qualifizierung der Strukturlagegenauigkeit auf diesen Masken erfüllt. Dieser Ansatz ermöglicht die Vermessung von Maskenstrukturen für den folgenden Technologieknoten und ist damit eine Voraussetzung für die Produktion zukünftiger Chipgenerationen. Die PTB bringt ihre einzigartigen messtechnischen Möglichkeiten sowie neuen mathematischen Auswertungsverfahren als Beitrag zu Lösungen bei der Qualitätssicherung der Masken ein. Hierfür werden die notwendigen Mess- und Prüfvorschriften definiert und charakterisiert.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Neues Spektrometer-Konzept von Endress+Hauser gewinnt R&D 100 Award

13. August 2008 - Angesehene Jury des amerikanischen R&D Magazines honoriert das Mittelinfrarot-Spektrometer mit dem Innovationspreis R&D 100 Award. Damit zählt das Spektrometer zu den 100 technologisch bedeutendsten Produkten des vergangenen Jahres. In-line MIR-Spektroskopie bestimmt kontinuierlich die Konzentrationen von Flüssigkeiten, die aus mehreren Komponenten bestehen und ermöglicht damit eine effizientere Prozesskontrolle. Mit dem MIR-Spektrometer von Endress+Hauser steht ein durchgängig einzigartiges Konzept zur Verfügung: als erstes prozesstaugliches MIR-Spektrometer ist es mittels Standard-Wechselarmaturen direkt an den Kundenprozess anschließbar und kann über die Wechselarmatur problemlos gereinigt werden. Das MIR-Spektrometer bestimmt Konzentrationen schnell und präzise. Es zeichnet sich durch seine einfache Bedienung aus und kann in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.endress.com


Dürr tritt International Federation of Robotics bei

12. August 2008 - Dürr, Hersteller von Lackierrobotern, wird Partner der 1987 gegründeten International Federation of Robotics, der Roboterorganisationen mit Mitgliedern und Partnern aus über 15 Ländern. Die International Federation of Robotics (IFR) wurde 1987 als gemeinnütziger Fachverband in Verbindung mit dem 17. International Symposium on Robotics (ISR) von Robotik Organisationen aus über 15 Ländern gegründet. Die Zielsetzung der IFR ist die Unterstützung von Forschung & Entwicklung, Anwendungen und Förderung internationaler Kooperationen auf dem gesamten Feld der Robotertechnik. Die IFR soll die Roboterindustrie weltweit fördern und stärken, ihre Geschäftsinteressen schützen, ein öffentliche Bewusstsein für die Robotertechnologie erzeugen und andere relevante Angelegenheiten wie die Erhebung und Erläuterung von Daten ihrer Mitglieder bewältigen. Die Mitgliederstruktur des IFR sieht pro Land einen Industrieverband, R&D – Institute, Universitäten, Forschungszentren und Partner – Hersteller, Integratoren, User vor. Das Sekretariat des IFR ist beim VDMA in Frankfurt angesiedelt

Weitere Informationen unter www.durr.com


Cooles Schwarz für heiße Tage

11. Augudt 2008 - Wer im Hochsommer mal keinen schattigen Parkplatz findet, kennt das Phänomen: Das schwarze Armaturenbrett, die Sitzbezüge oder das Lenkrad heizen sich in der prallen Sonne stark auf. Auch dunkle Oberflächen auf Dächern und Fassaden von Gebäuden wirken wie ein Hitzemagnet, helle Oberflächen dagegen bleiben deutlich kühler. Der Grund für diesen Unterschied: Dunkle Oberflächen absorbieren das auftreffende Sonnenlicht und wandeln es in Wärme um, während helle Oberflächen den Großteil der eingestrahlten Energie reflektieren. Auch wenn diese physikalischen Prinzipien zunächst unabänderlich scheinen, so ermöglichen doch innovative Pigmente der BASF, dass sich Oberflächen trotz dunkler Färbung in der Sonne weit weniger aufheizen: Paliogen Schwarz, Lumogen Schwarz und Sicopal Schwarz. Anders als Rußpigmente, die Standard-Schwarzpigmente, reflektieren sie einen Großteil der unsicht-baren Nahinfrarot-Strahlung (NIR), der immerhin über 50 Prozent der gesamten eingestrahlten Sonnenenergie ausmacht. „Da sie das sichtbare Licht wie jedes gewöhnliche Schwarzpigment komplett schlucken, bleibt der optische Eindruck Schwarz dabei erhalten“, erklärt Ruth Bauer, Marketingexpertin für Effektpigmente bei der BASF. Auf diese Weise reflektieren Paliogen Schwarz und Lumogen Schwarz bis zu 45 Prozent und Sicopal Schwarz bis zu 30 Prozent der gesamten einfallenden Strahlungsenergie der Sonne. Zum Vergleich: Dieser als „Totale Solare Reflexion“ (TSR) bezeichnete Wert liegt für Rußpigmente dagegen bei weniger als fünf Prozent. „In Praxistests führt die geringere NIR-Absorption im Gegensatz zu anderen Schwarzpigmenten zu einer Temperaturerniedrigung auf der Oberfläche von bis zu 20 Grad Celsius“, sagt Ruth Bauer. „Davon profitiert nicht nur der Mensch. Auch das Material wird durch die niedrigeren Temperaturen geschont.“

Weitere Informationen unter www.basf.com


Fortbildung in der Chemie

Dachbeschichtung mit Nanotechnologie

8. August 2008 - In der Woche vom 22. bis 26. September 2008 bietet die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) für Naturwissenschaftler, Ingenieure, Techniker und Laboranten zahlreiche Fortbildungsmöglichkeiten an. Hochschulprofessoren und andere namhafte Experten leiten ein- bis fünftägige Kurse über Toxikologie, gefährliche Güter, Gentechnik, Medizinische Chemie, Pigmente, Nanomaterialien, Management und Kommunikation in der Chemie und vor allem zur Analytischen Chemie. Gerade in der Umweltanalytik werden Dank immer komfortablerer und komplexerer Messapparaturen und wegen immer neuer Aufgabenstellungen riesig große Datenmengen produziert. Daher ist es erforderlich, Experimente und Messungen optimal zu planen, durchzuführen und auszuwerten, um auch möglichst viele problembezogene Informationen aus den Daten zu gewinnen. Dies gelingt, wenn man die Chemometrik beherrscht, die Professor Dr. Jürgen W. Einax in einem GDCh-Fortbildungskurs in Zusammenarbeit mit der Universität Jena vermittelt. Einax, Mitglied des Vorstands der GDCh-Fachgruppe Analytische Chemie und Vorsitzender des Arbeitskreises Chemometrik und Labordatenverarbeitung dieser Fachgruppe, setzt bei Chemikern und anderen Naturwissenschaftlern, die verlässliche und aussagekräftige Daten gewinnen und daher den Kurs besuchen möchten, Grundkenntnisse der Elementarstatistik und der instrumentellen Analytik voraus. Der Kurs wird vom 22. bis 24. September am Institut für Anorganische und Analytische Chemie an der Universität Jena angeboten.

Weitere Informationen unter www.gdch.de


Dürr zur Jahresmitte im Plan

7. August 2008 - Der Dürr-Konzern hat im ersten Halbjahr 2008 starke Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis erzielt. Während die Erlöse im Vorjahresvergleich um 15,7% auf 752,7 Mio. € stiegen, wurde das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) mehr als verdoppelt und erreichte 24,6 Mio. €. Das Ergebnis nach Steuern war mit 10,8 Mio. € deutlich positiv, nachdem Dürr im ersten Halbjahr 2007 lediglich ein ausgeglichenes Ergebnis ausgewiesen hatte. Der Auftragsbestand stieg gegenüber dem Jahresende 2007 um 8,4% auf knapp 1,2 Mrd. € und sichert eine anhaltend gute Auslastung bis Mitte 2009. Für das Gesamtjahr 2008 erwartet der Maschinen- und Anlagenbauer ein Umsatzplus von bis zu 10% und eine Verbesserung der EBIT-Marge von 3,8% im Vorjahr auf rund 5%. Der Auftragseingang lag nach den ersten sechs Monaten mit 876,1 Mio. € nur leicht unter dem hohen Vorjahreswert (912,4 Mio. €). Die Book-to-Bill-Ratio – das Verhältnis zwischen Auftragseingang und Umsatz – erreichte mit 1,16 wiederum einen Wert von deutlich über 1.

Weitere Informationen unter www.durr.com


Dachbeschichtung mit Nanotechnologie

6. August 2008 - Relius Coatings stellt eine neue Dachbeschichtung vor, die dank modernster Nanotechnologie besonders gute Eigenschaften in Bezug auf Dauerhaftigkeit und Verschmutzungsresistenz aufweist. Dabei ist das innovative System wasserverdünnbar und genau so einfach zu verarbeiten wie konventionelle Produkte. Mit Roof Acryl NanoTech stellt Relius Coatings jetzt das Ergebnis jahrelanger Entwicklungsarbeit in Zusammenarbeit mit BASF und der Technischen Universität München vor. Das innovative System bietet mit seiner weltweit zum Patent angemeldeten Zusammensetzung beeindruckende Vorteile. Die nanostrukturierte Fluorpolyurethan-Bindemittelkomponente ist außergewöhnlich UV-stabil, dauerflexibel, kälte- und hitzefest, beständig gegen saure Luftschadstoffe, alkalistabil und Frost-Tauwechsel-beständig. Das führt zu einer enormen Steigerung in der Haltbarkeit, auch unter extremen Witterungsbedingungen und ergibt einen besonders guten Antisoilingeffekt mit Antihaftwirkung gegenüber Schmutzablagerungen. Darüber hinaus sorgen nanoskalige, photoaktive Metalloxidpartikel zusätzlich für einen dauerhaften Selbstreinigungseffekt und optimale Resistenz gegen den unerwünschten Befall von Algen, Pilzen, Flechten und Moos. Auch farblich hat das neue System viel zu bieten. Absolut UV-lichtbeständige Mineralpigmente erfüllen alle Ansprüche an maximale Farbtonstabilität, Glanzhaltung und Kreidungsresistenz. Gleich zwanzig attraktive Farbtöne stehen zur Auswahl. Die Verarbeitung ist unkompliziert und unterscheidet sich nicht von der herkömmlicher Dachbeschichtungen. Roof Acryl NanoTech ist wasserverdünnbar und lässt sich im Spritz-, Streich- oder Rollverfahren aufbringen. Es eignet sich gut auf gereinigten, geneigten Dacheindeckungen aus Betondachsteinen, Tonziegeln, Kunstschiefer, asbestfreiem Faserzement und Metall, zur Renovierung oder Neubeschichtung sowie zum langzeitigen Schutz.

Weitere Informationen unter www.relius.de



2. Hannover Messe Herbstforum: Laser in der Produktion

5. August 2008 - Das Hannover Messe Laser-Herbstforum geht in die zweite Runde. Nach dem erfolgreichen Start der Veranstaltungsreihe zum Thema Laser in der Mikro- und Nanotechnik im Herbst letzten Jahres findet am 23. September 2008 das 2. Hannover Messe Herbstforum am Laser Zentrum Hannover statt. Der diesjährige Konferenztag steht unter dem Motto: Laser in der Produktion – Neue Möglichkeiten der Mikro- und Nanopräzisionsbearbeitung. Experten geben Einblicke in die Themenschwerpunkte Photovoltaik, Halbleiterindustrie und Mikroelektronik sowie Rapid Prototyping. Neueste Entwicklungen, Anwendungen und Erfolgsstories werden vorgestellt. Das Herbstforum wird von IVAM Fachverband für Mikrotechnik und der Deutschen Messe organisiert. Inhaltlich unterstützt wird die Veranstaltung vom Laser Zentrum Hannover e.V., dem Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT sowie der LIMO Lissotschenko Mikrooptik GmbH. Für die Teilnahme am Forum wird im Anschluss ein Zertifikat ausgehändigt.

Weitere Informationen unter www.ivam.de


Branche der Oberflächentechnik unter verschärftem Kostendruck

4. August 2008 - Die im Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium e.V. (VOA), organisierten Unternehmen sehen sich in jüngster Zeit einer verschärften Kostensituation ausgesetzt, deren Ursachen in den eskalierenden Energie- und Rohstoffkosten begründet sind, erklärte der Vorsitzende des Verbandes, Norbert Mahler, am Rande eines Pressegesprächs. Inzwischen hat sich laut Mahler die Lage auf dem Beschaffungssektor bei den für die Fertigungsprozesse unverzichtbaren Chemikalien derart zugespitzt, dass die Betriebe nicht nur Preissteigerungen von bis zu 300% zu verkraften haben, sondern sich darüber hinaus bei einigen Produkten wie etwa Schwefelsäure und Natronlauge sogar mit Lieferengpässen konfrontiert sehen. Somit sei die Produktionssicherheit gefährdet, erklärte Mahler. Die Preisspirale bei den direkten Energiekosten von Strom, Heizöl, Gas oder Diesel drehe sich ebenso kontinuierlich weiter aufwärts , ohne dass ein Ende dieser Entwicklung abzusehen sei. Nach Einschätzung des Verbandsvorsitzenden zwingt diese dramatische Kostenlawine die Oberflächenveredlungsbetriebe zur Neubewertung ihrer Kalkulationsgrundlagen. Mahler: „Bei Verteuerung der Produktionskosten im zweistelligen Prozentbereich sind kräftige Preiserhöhungen nicht zu vermeiden, wenn die Unternehmen auch künftig den anerkannt hohen Qualitätsstandard gegenüber ihren Kunden aufrecht erhalten wollen.“

Weitere Informationen unter www.voa.de


Lackwerke Peters nimmt neues TRbF-Lager in Betrieb

1. August 2008 - Service ist für Lackwerke Peters selbstverständlich – im Hinblick auf Lieferperformance und Produktionssicherheit gehört dazu, sinnvolle Mengen an Rohstoffen und Fertigwaren vorzuhalten. Damit dies in Anbetracht der kontinuierlichen Geschäftsentwicklung auch zukünftig adäquat sichergestellt ist, wurden die Lagerflächen durch ein neues, 1.800 Quadratmeter großes TRbF-Lager erweitert. Mit einem Lagervolumen von rund 1.300 Kubikmetern wird es sowohl für Rohstoffe als auch für Fertigwaren genutzt. Es ist neben einem chemikalienbeständigen Boden und einer Gaswarnanlage für Lösemittelleckagen auch mit einer Löschwasserrückhaltung und einer automatischen Löschanlage ausgerüstet. Da gemäß der TRbF (Technische Richtlinie für brennbare Flüssigkeiten) neuerdings ab einer gewissen Lagermenge von leichtentzündlichen Stoffen auch höherer Viskosität ein Lagersystem mit automatischer Löschanlage notwendig wird, wurde die Löschwasseranlage so groß bemessen, dass gleichzeitig die bestehenden Rohstoff- und Fertigwarenlager der ELPEMER-Fertigung mit einer automatischen Sprinkleranlage nachgerüstet werden konnten.Mit dieser Erweiterung wurde im Sinne der Kunden sowohl die Kapazität als auch der ohnehin sehr hohe Sicherheitsstandard weiter ausgebaut.

Weitere Informationen unter www.peters.de


Nanogate beschichtet größten Stadttunnel Europas

31. Juli 2008 - Die Nanogate AG und ihr Kooperationspartner ALRON, ein schwedischer Hersteller für bauchemische Spezialprodukte, erhalten einen prestigeträchtigen Auftrag der Stadt Stockholm. Im Södra Länken-Tunnelsystem der Stadt mit einer Gesamtlänge von rund 16 km werden alle Sichtbetonelemente mit Nanogate-Technologie beschichtet. Durch NanoGuard StoneProtect wird die Schmutzanhaftung deutlich verringert und so die Reinigung signifikant vereinfacht. Dadurch vermindert der Betreiber die Reinigungskosten und den Einsatz von umweltbelastenden Reinigungsmitteln in einem erheblichen Umfang. Das Södra Länken-Tunnelsystem ist das größte Tunnelsystem Schwedens und der größte Stadttunnel Europas. Die konstante Belastung durch Abgase zwingt die Betreiber, den mit Sichtbeton verkleideten Tunnel an den Seiten und an der Decke regelmäßig aufwändig und kostenintensiv zu reinigen. Zusätzlich muss für die Dauer der Reinigung der gesamte Verkehr umgeleitet werden, verbunden mit erheblichen indirekten Kosten und einer großen Belastung für das gesamte Stockholmer Verkehrssystem, die Bewohner und nicht zuletzt für die Umwelt. Die Beschichtung reduziert die Schmutzanhaftung deutlich. Der Tunnel muss nicht mehr so oft gereinigt werden und auf aggressive Reinigungsmittel kann weitestgehend verzichtet werden. Eine einfache Behandlung mit Wasser reicht, um den Beton vom Schmutz zu befreien. Selbst hartnäckigere Verschmutzungen können einfacher entfernt werden. Die deutlich geringe Schmutzanhaftung erhöht die Verkehrssicherheit im Tunnel, da der Sichtbeton wieder als Reflektionsfläche wirken kann. Das Umsatzpotential für das Projekt liegt im niedrigen sechsstelligen Bereich.

Weitere Informationen unter www.nanogate.de


Neuer Standort der BASF Coatings in Russland eröffnet

30. Juli 2008 - Als erster international agierender Lackhersteller hat die BASF Coatings jetzt im Rahmen eines Festaktes ihren neuen Produktionsstandort in Russland in Betrieb genommen. In der neuen Anlage in Pavlovskij Posad, 60 Kilometer östlich von Moskau gelegen, können jährlich rund 6.000 Tonnen Lacke (Basislacke und Klarlacke) hergestellt werden. Der Ausstoß der Anlage kann jederzeit auf über 20.000 Tonnen erweitert werden. Die BASF Coatings als führender Produzent von Fahrzeugserienlacken in Europa kann nun mit der Anlage, die zu den modernsten Europas zählt, die Automobilindustrie im Wachstumsmarkt Russland orts- und damit zeitnah beliefern. Bis zu 50 Mitarbeiter werden in Pavlovskij Posad in der Produktion, dem Qualitäts-Prüflabor, dem Lager, der Werkstatt und der Verwaltung arbeiten. Neueste Zahlen belegen, dass der russische Markt boomt. So war Russland im ersten Halbjahr 2008 bezüglich der Neuzulassungen in Europa Spitzenreiter – vor Deutschland. Das Land gilt als einer der vier weltweit größten Wachstumsmärkte und wird sich in den nächsten Jahren zur zweitstärksten europäischen Wirtschaftnation hinter Deutschland entwickeln. „Diese Fakten, aber auch die Tatsache, dass alle bedeutenden Automobilhersteller inklusive der asiatischen OEM bereits jetzt oder in Kürze in Russland vertreten sein werden, haben uns zu dieser Investition veranlasst“, sagte Juan Ximénez-Carrillo Gerber, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa der BASF Coatings bei der Einweihung der neuen Anlage vor Mitarbeitern, Vertretern der Regierung und der Behörden. Mit Produkten und Prozessen des neuen Werks sei die Verbindung von Qualität, Umweltschutz und Ökologie gelungen. So seien die ersten Chargen mit den Farben „Milky Way“ und „Quarz“ an den Kunden AvtoVAZ, der im Werk Togliatti den Lada produziert und der erste im Werk abgefüllte Klarlack Beispiele für den hohen Qualitätsanspruch.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Abschirmung für ehrgeiziges Neutronenexperiment

29. Juli 2008 - Der Kostenfaktor Material ist für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft von wesentlicher Bedeutung. Im produzierenden Gewerbe bilden Materialkosten mit rund 42 % noch vor Personalkosten (19 %) die höchsten Kosten.
Der Deutsche Materialeffizienzpreis wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie dieses Jahr zum fünften Mal vergeben. Bis zum 1. September 2008 können sich mittelständische Unternehmen bewerben, die ihre Materialeffizienz durch innovative Lösungen in Entwicklung, Konstruktion, Produktion und Organisation gesteigert haben. Die fünf besten Konzepte werden mit jeweils 10.000 Euro prämiert. Die Preisverleihung findet am 16. Oktober 2008 im Rahmen der Konferenz “Effizient produzieren – gut gerüstet für den Wettbewerb“ im Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie in Berlin statt. Die BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung ist mit der Durchführung dieses Wettbewerbes beauftragt. Ansprechpartner ist Herr Dr. Franz-Georg Simon, Mitglied im Beraterkreis der Deutschen Materialeffizienzagentur und Leiter der BAM-Fachgruppe IV.3 Abfallbehandlung und Altlastensanierung.

Weitere Informationen unter www.materialeffizienz.de


Max-Planck und Fraunhofer – gemeinsam forschen

28. Juli 2008 - Die Anforderungen der Zukunft lassen sich nur gemeinsam meistern. Wissenschaftler der Max-Planck-Gesellschaft arbeiten mit Fraunhofer-Forschern zusammen, um Erkenntnisse aus der Grundlagenforschung in praktische Produkte umzusetzen – beispielsweise einen leistungsstarken, ultrakurzwelligen Laser. Durch die Kooperationsprojekte tragen die Forscher bei zur Sicherung des Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Kooperation der beiden Einrichtungen wurde 2005 mit dem »Pakt für Forschung und Innovation« forciert. Damals vereinbarten beide Partner auch konkrete Kooperationsprojekte. Neun Projekte wurden seither begonnen, einige davon sind bereits weit fortgeschritten, weitere sind geplant: Die Forscher simulieren beispielsweise das Wachstum von Kristallen und Nanostrukturen. Oder sie schaffen Oberflächen, die sich mit ganz bestimmten biologischen Stoffen – Proteinen oder Zellen – verbinden. Unlängst begann ein interdisziplinäres Team vom Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT in Aachen und vom Max-Planck-Institut für Quantenoptik in Garching bei München mit der Entwicklung eines ultrakurzwelligen Lasers zur Erzeugung und Analyse von Nanostrukturen. Der neue Laser soll Dinge sichtbar machen, die bisher unsichtbar waren. Strukturen mit Abmessungen im Nanometerbereich – das ist die Dimension von Molekülen – ließen sich bisher mit Laserlicht nicht direkt untersuchen oder manipulieren, weil sie kleiner sind als die Wellenlänge des verwendeten Lichts. »Die Wellenlänge des Lichts entscheidet über die Auflösung des optischen Geräts: Die gängigen Infrarot- oder UV-Lichtlaser sind geeignet zum Schweißen, Bohren und Schneiden von Karosserie- oder Motorteilen und für die Präzisionsstrukturierung in der Elektronikindustrie bis in den Mikrometerbereich«, erklärt Hans-Dieter Hoffmann, Leiter der Abteilung Laser und Laseroptik am ILT. »Doch mit dem Boom der Nano- und der Biotechnologie steigt der Bedarf an Geräten, die kürzere Wellenlängen emittieren.« Ein solches Gerät hat das Team um den Nobelpreisträger Theodor W. Hänsch und Prof. Ferenc Krausz am Max-Planck-Institut für Quantenoptik erarbeitet. Primär ging es den Physikern dabei nicht so sehr um industrielle Anwendungen, sondern vor allem darum, ein Messgerät für ihre Forschungen zu schaffen: Laser, die quasi-kontinuierlich Licht von zehn Nanometern Wellenlänge aussenden, eignen sich für die Untersuchung atomarer Strukturen. Erste Prototypen mit einer Wellenlänge um 60 Nanometer ermöglichen bereits wissenschaftliche Experimente in der Grundlagenforschung, sind aber noch sehr leistungsschwach. Gemeinsam mit den Ingenieuren und Physikern vom ILT wollen die Garchinger Wissenschaftler jetzt einen Laser bauen, der noch kürzere Wellenlängen erzeugt, und dabei so leistungsstark ist, dass er sich sowohl im industriellen Alltag als auch in der Spitzenforschung einsetzen lässt.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Abschirmung für ehrgeiziges Neutronenexperiment

25. Juli 2008 - In Science-Fiction-Geschichten ist sie wahlweise die unerschöpfliche Energiequelle der Zukunft oder eine Superwaffe galaktischen Ausmaßes: die Antimaterie. Tatsächlich ist Antimaterie weder auf der Erde noch im Weltraum zu finden, nur mit extremem Aufwand herzustellen und somit schwer zu untersuchen. Um dem Ursprung von Materie und Antimaterie im Universum dennoch auf die Spur zu kommen, misst eine europäische Forschergruppe die Stärke des elektrischen Dipolmoments von Neutronen, die ein Maß für die unterschiedlichen physikalischen Eigenschaften von Materie und Antimaterie darstellt. Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) liefert nun mit ihrem Know-how die Voraussetzung für weitere, noch präzisere Messungen. Sie ist mitverantwortlich für die Konstruktion, den Test und den Aufbau einer perfekten Isolierung gegenüber elektrischen und magnetischen Feldern aus der Umgebung.
Die PTB hat in Berlin-Charlottenburg mit der magnetisch bestgeschirmten begehbaren Kabine weltweit den magnetisch ruhigsten Ort der Erde geschaffen. Die Erfahrungen aus dieser Arbeit fließen nun in die Entwicklung einer optimalen Abschirmung für das ehrgeizige Neutronenexperiment, das am Paul Scherrer Institut in der Schweiz aufgebaut wird. In der PTB vorhandene Messsysteme werden dabei zur Voruntersuchung der Anlagenteile genutzt. Von besonderer Bedeutung sind die Möglichkeiten an der PTB, auch noch geringste magnetische Verunreinigungen nachzuweisen. Die Abschirmung besteht aus mehreren Schichten sogenannten Mumetalls, einer Nickel-Eisen-Legierung mit hoher magnetischer Permeabilität, die vor allem zur Abschirmung niederfrequenter Magnetfelder dient. Besonders kritisch ist unter anderem die Entmagnetisierung der Mumetall-Schichten, um geringste statische Magnetfelder im Innern zu erhalten.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


1:0 für Polyurethan-Schaumstoffe

24. Juli 2008 – Einmal wie Podolski, Schweinsteiger und Ballack die Bälle ins gegnerische Tor kicken und Liebling der Nation sein – spätestens seit der Europameisterschaft ist dies der Traum vieler fußballbegeisterter Kinder und Jugendlicher. Das Sportereignis des Jahres hat zusammen mit der Weltmeisterschaft 2006 viele junge Fans in ihrem Wunsch bestärkt, selbst einmal als Profis auf dem Rasen zu agieren. Doch vor dem Preis steht bekanntlich der Fleiß. Mit dem Ziel, dem Kicker-Nachwuchs in ganz Deutschland optimale Rahmenbedingungen für das nötige Training zu verschaffen, investiert der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zurzeit in den Bau von insgesamt 1.000 Mini-Spielfeldern und stellt dafür einen Betrag von rund 25 Millionen Euro zur Verfügung.
Zur Sicherheit der Kicker und zur Lärmminderung für die Nachbarn bestehen die Spielfeldbegrenzungen aus Metall-Verbundelementen auf Basis von Polyurethan(PU)-Schaumsystemen von Bayer MaterialScience. Mit seinem Volumen ist das Projekt eines der größten in der über 100jährigen Geschichte des Verbandes. Bis Ende dieses Jahres soll ein Großteil der Spielfelder fertig gestellt sein. Botschafter des Projekts ist der ehemalige Nationalspieler Andreas Brehme, der im Finale der Weltmeisterschaft 1990 den Siegtreffer für die deutsche Mannschaft schoss.

Entsprechend den Vorgaben des DFB umfasst jedes Feld ein Areal von ca. 13 mal 20 Metern zuzüglich Umgangs- und Erschließungsflächen. Die Spieler bewegen sich auf mit Gummigranulat gefülltem Kunstrasen der jüngsten Generation inklusive einer elastischen Tragschicht. Den äußeren Rahmen bilden Banden, die mit integrierten Toren ausgestattet sind. An diese seitlichen Begrenzungen des Spielfelds werden hohe Anforderungen gestellt. Sie müssen Zusammenstöße mit den Spielern unbeschadet überstehen. Für nicht ganz so fußballbegeisterte Anwohner muss der Werkstoff außerdem Schall absorbierende Funktion haben. Metall-Sandwich-Elemente haben sich hier als Material der Wahl erwiesen. Sie bestehen aus Stahldeckschichten und einem Polyurethan Hartschaumkern und werden für diese Anwendung von der Fischer Profil GmbH in Netphen-Deuz produziert, einem führenden europäischen Hersteller von Bauelementen auf PU-Basis für Dächer und Wände von Gewerbebauten. Das Gesamtvolumen des Auftrags umfasst eine Fläche von 100.000 Quadratmetern. Die Systeme für den PU-Hartschaumkern werden von BaySystems geliefert, dem weltweiten Partner für Systemlösungen von Bayer MaterialScience.

Weitere Informationen unter www.bayermaterialscience.de und http://minispielfelder.dfb.de.


Steuerungen mit System: Simatic feiert 50. Jubiläum

23. Juli 2008 - Das weltweit erfolgreichste Automatisierungssystem wird 50. Mit der Steuerungsreihe Simatic ersetzte Siemens einst simple Schaltelemente wie Relais und Schalter gegen winzige Transistoren. Auf der Werkzeugmaschinenausstellung in Paris stellte Siemens 1958 seine erste Simatic-Steuerung vor – ein fertig verdrahtetes elektronisches System zum Steuern und Regeln von kleinen Teilaufgaben in Fertigungsstraßen.
In diesen Bausteinen waren logische Funktionen mit Ausgangsverstärken kombiniert, so dass sich damit Schütze, Magnetventile oder andere Steuerungselemente ansprechen ließen. Als Steuerungselemente griff das Unternehmen auf die kurz zuvor erfundenen Transistoren zurück. Diese waren klein und verschleißfrei und kamen deshalb vor allem dort zum Einsatz, wo besondere Zuverlässigkeit gefragt war: in Umspann- und Kraftwerken.
Anfang der 70er Jahre begann der grundlegende Wandel von der verbindungsprogrammierten zur speicherprogrammierten Steuerung. Die erste SPS, Simatic S3, war noch ein ganzer Schrank, voll mit Speicher und Elektronik. Doch die Mikroelektronik entwickelte sich rasant weiter, Speicher und Logik wurden immer kleiner. Vor knapp 30 Jahren gelang der Automatisierungstechnik von Siemens mit der Simatic-S5-Familie der endgültige Durchbruch auf dem Markt.
1996 folgte mit Simatic S7 der nächste Technologiesprung – der Schritt von der SPS zur Totally Integrated Automation, bei der nicht mehr die Eigenschaften einzelner Geräte im Vordergrund stehen, sondern durchgängige Lösungen. Gleichzeitig legte Siemens damit auch den Grundstein für die Integration der Prozessleittechnik in die Welt von Simatic mit dem Prozessleitsystem Simatic PCS 7, das auf derselben Simatic-Technologie aufsetzt.
Heute arbeiten Unternehmen in vielen Branchen – allen voran in der Automobilindustrie – an der digitalen Fabrik, in der alle Abläufe nahtlos ineinander greifen. Nach der virtuellen Produktionsplanung in den neunziger Jahren ist jetzt die virtuelle Inbetriebnahme ganzer Produktionslinien ein aktueller Trend. Siemens arbeitet daher mit Hochdruck an der Integration der Software-Schmiede UGS, heute Siemens PLM Software, in das Leistungsspektrum der Industrieautomation.

Weitere Informationen unter www.siemens.com


Röntgenmikroskopie mit Superauflösung

22. Juli 2008 - Ein neuartiges Röntgenmikroskop mit Superauflösung, das von einem Forscherteam des Paul Scherrer Instituts (PSI) und der ETH Lausanne (EPFL) in der Schweiz entwickelt wurde, kombiniert die hohe Durchdringungsleistung von Röntgenstrahlen mit einer hohen bildlichen Auflösung und ermöglicht es somit erstmals, Licht auf die detaillierten inneren Strukturen von Halbleiterbauelementen oder Zellen zu werfen.
Die ersten Bilder in Superauflösung aus diesem neuartigen Mikroskop wurden am 18. Juli 2008 in der Fachzeitschrift Science veröffentlicht. Franz Pfeiffer, EPFL-Professor und Leiter des Forscherteams, erläutert: „Seit vielen Jahren arbeiten Forscher an Konzepten für ein Mikroskop mit Superauflösung mittels Elektronen und Röntgenstrahlen. Nur der Bau eines speziellen Instruments im Wert von mehreren Millionen Schweizer Franken an der Synchrotron Lichtquelle Schweiz des PSI ermöglichte uns die Stabilität zu erreichen, die für die Implementierung unserer neuen Methode in der Praxis erforderlich ist.“
Das neue Instrument setzt zudem den Megapixel-Detektor PILATUS ein, dessen grosser Bruder ebenfalls am PSI entwickelt wurde und in Kürze am Large Hadron Collider des CERN zum Einsatz kommen wird. PILATUS begeistert die Synchroton-Fachwelt durch seine Fähigkeit, Millionen einzelner Röntgenstrahlphotonen präzise zu zählen. Diese spezielle Eigenschaft ermöglicht die Aufzeichnung von detaillierten Beugungsbildern der Probe, während sie im Fokus des Strahls mit dem Rasterscan-Verfahren untersucht wird. Herkömmliche Transmissions-Rasterelektronenmikroskope messen im Gegensatz dazu nur die gesamte, von der Probe absorbierte Intensität.

Weitere Informationen unter www.psi.ch


Laser Institute of America zeichnet Professor Eckhard Beyer aus

21. Juli 2008 - Das Laser Institute of America (LIA) hat den höchsten Preis im Bereich der Lasertechnik, den Arthur L. Schawlow Award, in diesem Jahr Professor Eckhard Beyer, dem Leiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden und Direktor des Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden, zuerkannt. Mit dem Schawlow Award werden die Verdienste von Persönlichkeiten gewürdigt, die einen herausragenden Beitrag zur Anwendung von Lasern in Wissenschaft, Industrie oder Bildung geleistet haben. Namensgeber des Preises ist Professor Arthur L. Schawlow, der 1981 für seinen Beitrag zur Entwicklung der Laser-Spektroskopie den Nobelpreis für Physik erhielt.
Prof. Beyer arbeitete nach Physikstudium und Promotion an der TH Darmstadt zunächst 12 Jahre am Fraunhofer-Institut für Lasertechnik ILT Aachen. Dort entwickelte er zum Beispiel das Prinzip der rotierenden Hohlnadel, welches heute weltweit zur Bestimmung der Eigenschaften eines Laserstrahles eingesetzt wird. Zahlreiche bedeutende Patente ranken sich um unterschiedliche Möglichkeiten zur intelligenten Prozesskontrolle beim Laserstrahlschneiden und -schweißen. 1994 präsentierte Prof. Beyer den ersten Hybridschweißprozess zum Tiefschweißen. Heute gilt er als anerkannte Autorität auf diesem Gebiet.
Im Jahr 1997 wurde Prof. Beyer zum Institutsleiter des Fraunhofer-Instituts für Werkstoff- und Strahltechnik in Dresden gewählt. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Institut zu einem international bekannten und renommierten Forschungsstandort für Laser- und Oberflächentechnik. Hervorzuheben sind die zahlreichen in die industrielle Fertigung überführten Lasertechnologien und Komponenten, z.B. das Laserstrahlschweißen von PKW-Antriebskomponenten, das Remote-Schneiden von Airbagmaterial und Metallfolien sowie das Laserstrahlhärten und -auftragschweißen.
Seit 2003 ist Prof. Beyer zusätzlich zu seiner Tätigkeit für das Fraunhofer IWS Direktor des Institutes für Oberflächen- und Fertigungstechnik an der TU Dresden.

Weitere Informationen unter www.iws.fraunhofer.de


BMBF: "Ein Technikstudium lohnt sich"

18. Juli 2008 - Absolventen der Studiengänge der Mathematik, Informatik- Natur- und Technikwissenschaften (MINT-Fächer) sind beruflich besonders erfolgreich. Im Vergleich zu anderen Fächern sind fünf Jahre nach Studienabschluss 97 Prozent von ihnen erwerbstätig und beziehen attraktive Gehälter. Dies geht aus einer neuen Studie der Hochschul-Informations-System GmbH (HIS) hervor, die im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) erstellt wurde.
"Die Studie zeigt, welche Vorteile für die weitere Berufsperspektive ein Studium gerade in den MINT-Fächern mit sich bringt", sagte Bundesbildungsministerin Schavan am Dienstag in Berlin. "Die Absolventen der MINT-Studiengänge weisen nicht nur die höchste Erwerbstätigenquote auf, sie beziehen auch Spitzeneinkommen und bewerten ihre Studienentscheidung im Rückblick als richtig. Die Arbeitslosenquote ist äußerst gering. Damit gibt die Studie ein wichtiges Signal an die jungen Menschen, denn sie zeigt: Ein Technikstudium lohnt sich."
Die Studie der HIS untersucht den Berufsverlauf und die aktuelle Situation von Hochschulabsolventinnen und -absolventen des Prüfungsjahrgangs 2001 fünf Jahre nach dem Abschluss. Sie zeigt im Vergleich zu früheren Jahrgängen, dass viele Fachrichtungen aktuell eine bessere Chance auf eine Erwerbstätigkeit bieten. So liegt die Quote der regulär Erwerbstätigen derzeit bei 86 Prozent (85 Prozent bei Universitäts- und 90 Prozent bei Fachhochschulabsolventen. Die Arbeitslosenquote ist mit etwa drei Prozent bei Universitäts- und zwei Prozent bei Fachhochschulabsolventen ausgesprochen niedrig. Dabei sind die Absolventen der MINT-Studiengänge beruflich besonders erfolgreich: Mit 97 Prozent sind fast alle Fachhochschulabsolventen der Fächer Elektrotechnik, Maschinenbau und Wirtschaftsingenieurwesen regulär erwerbstätig. Erwerbstätigenquoten von über 90 Prozent gibt es bei den Fächern Bauingenieurwesen (FH), Informatik (Uni und FH) und Maschinenbau (Uni) auf. Auch die Einkommenssituation ist hier besonders gut. Im Vergleich zu anderen Fächern beziehen Wirtschaftsingenieure und Informatiker aus beiden Hochschularten sowie Maschinenbauingenieure, Elektrotechnikingenieure und Mathematiker, die ein Universitätsstudium abgeschlossen haben, sehr viel höhere Gehälter.
Schavan betonte, dass gerade junge Frauen diese Berufschancen nutzen sollen: "Mit dem im Juni gestarteten Nationalen Pakt für Frauen in MINT-Berufen wollen wir mehr junge Frauen für technische und naturwissenschaftliche Berufe gewinnen. Sie haben in diesen Berufen vielfältige Arbeitsmöglichkeiten und sehr gute Karrierechancen. Der Pakt ist Teil der Qualifizierungsinitiative der Bundesregierung.

Weitere Informationen unter www.his.de


Mit Farbmessung der Konkurrenz voraus

17. Juli 2008 - Mit der Einführung elektronischer Farbmessung haben produzierende Unternehmen die Möglichkeit, ihre Kosten aus Reklamationen und Fehlproduktionen drastisch zu senken und ihr Unternehmen fit für die Zukunft zu machen. Die Höhe der Einsparungen wird dabei bestimmt durch die Integration der Farbmessung in den Produktionsablauf, also Auswahl der Geräteart und des Installationsumfangs. Produktivität, Ablaufprozesse und Konkurrenzfähigkeit werden deutlich verbessert. Diese Vorteile lassen sich zudem für das Marketing hervorragend nutzen.
Anstatt abzuwarten, bis der Kunde die erste Charge wegen Farbdifferenzen zurückschickt, ist es besser den ersten Schritt zu gehen. Die Installation einer Farbqualitätskontrolle zeigt, dass das Unternehmen auf der Höhe der Zeit ist, aus Kunden werden überzeugte Kunden. Durch die zusätzliche Dokumentation der Messwerte mit Hilfe der Qualitätssicherungssoftware kann jedes einzelne Produkt einen "Farbpass" mit Angabe der dreidimensionalen Farbmesswerte erhalten. Diese Möglichkeit verschafft wichtige Wettbewerbsvorteile und erhöht das Ansehen des Unternehmens beim Kunden. Eine durchgehende Qualitätskontrolle stärkt so die Investition der Marketingabteilung in die Kundengewinnung.
In der Produktionsumgebung auf eine Farbqualitätskontrolle zu verzichten, kann dazu führen, den steigenden Ansprüchen der Kunden bald nicht mehr begegnen zu können. Aus dem durchschnittlichen Jahresumsatz des Kunden errechnet sich der statistische Umsatzverlust, der eintritt, wenn ein Kunde wegen ein- oder mehrmals aufgetretener Farbdifferenzen abspringt. Der Schaden kann unübersehbar werden, wenn sich diese Tatsache erst einmal herumspricht. Auch wenn bereits eine Qualitätskontrolle auf manueller Basis vorgenommen wird (z. B. visuelle Farbabmusterung unter Normlicht), ist das mögliche Einsparpotential durch die Installation einer elektronischen oder sogar automatischen Farbmessung überraschend hoch.
Ein Beispiel aus der Praxis verdeutlicht den Vorteil professioneller Farbmessung: Ein Produktionsbetrieb wird täglich von verschiedenen Zulieferern der Kunststoffindustrie beliefert. In der Wareneingangskontrolle wurden bis vor kurzem alle Teile ausgepackt und unter der Hallenbeleuchtung mit einem Musterteil visuell verglichen, die ausgemusterten Teile an die Lieferanten zurückgeschickt. Die Entscheidung über gut oder schlecht lag dabei im Ermessen des Personals und war nicht objektiv, denn das menschliche Farbsehvermögen unterliegt vielen variablen Einflüssen. Durch die Umstellung auf die Kontrolle mittels Handfarbmessgeräten ist nicht nur eine definierte, objektive Kontrolle möglich, es entfällt auch nahezu das Auspacken der Ware. Das Öffnen der Kartons reicht nun aus, was zu einem großen Zeitvorteil führt und Ressourcen für andere Tätigkeiten freimacht. Darüber hinaus kann der Betrieb heute die Abweichungen von den vereinbarten zulässigen Toleranzen gegenüber seinen Liefer anten nachweisen und den Zulieferern genaue Hinweise zur Verbesserung der Produkte liefern. Auf Dauer werden sich so die Fehllieferungen verringern.
Alternativ können mit einer kontaktlosen Messanlage Teile automatisch gemessen werden, zum Beispiel auf einem Förderband. Bei Abweichungen über die vereinbarte Toleranzgrenze hinaus werden die betroffenen Teile automatisch aussortiert. Diese komfortable Lösung bietet weiteres Einsparpotential und die komplette Produktion ist dokumentiert (ISO 9001). Dadurch werden Kunden-Reklamationen exakt nachprüfbar und die Qualität der Wareneingänge von Lieferanten transparent.

Weitere Informationen unter www.farbmess-technik.de


Nanogate AG erhält Auszeichnung der NASA

16. Juli 2008 - Die Dotfarm-Optics-Technologie der Nanogate AG, welche auf Basis von Nanostrukturen eine extrem effiziente Lichtlenkung erlaubt und so zum Beispiel die Leistungsstärke von LEDs deutlich steigern kann, ist mit dem internationalen Nano 50 Award der NASA in der Kategorie Technology ausgezeichnet worden. Das Saarbrücker Unternehmen ist damit das erste deutsche Unternehmen, das mit diesem renommierten Preis geehrt wird. Die Preisverleihung findet am 12. und 13. November während der NASA Tech Briefs National Nano Engineering Conference in Boston statt. Vergeben wird der Preis zum insgesamt vierten Mal.
In den drei Kategorien „Technologie“, „Produkte“ und „Innovator“ werden die insgesamt 50 weltweit einflussreichsten Unternehmen der Gegenwart und Zukunft ausgezeichnet. Die Sieger des Nano 50 Awards gelten als die Besten der Besten auf ihrem jeweiligen Gebiet der Nanotechnologie. Es wird erwartet, das diese in den kommenden Jahren nachhaltig die Entwicklung der Nanotechnologie und deren Einfluss auf Schlüsselmärkte bestimmen.
Die Nanogate AG ist das erste deutsche Unternehmen, dem diese amerikanische Auszeichnung in der Kategorie Technologie verliehen wird. „Wir sind stolz, dass die hochkarätige Jury unsere einzigartige Technologie positiv gewürdigt hat“, sagt Ralf Zastrau, Vorstandsvorsitzender der Nanogate AG. “Nach zahlreichen Auszeichnungen wie dem hochdotierten STEP-Award im vergangenen Jahr, ist dies eine weitere Würdigung unseres Unternehmens – diesmal auf internationaler Ebene.“ Nanogate sieht sich durch diese Auszeichnung auch in der Strategie auf dem US-Markt bestätigt und erwartet einen positiven Einfluss in der weiteren Marktbearbeitung.
Die Jury zeichnete mit dem Preis die große Innovationsleistung von Dotfarm-Optics aus. Neben dem Einsatz in Displays, bieten sich vor allem Chancen in zentralen Anwendungen von Beleuchtungssystemen mittels LEDs. Die Technologieplattform sorgt hier vor allem für eine deutlich effizientere Nutzung der eingesetzten Energie. „Wir sind überzeugt, dass nicht nur wirtschaftliches Potenzial, sondern auch die Lösung umweltrelevanter Themen und Ressourcenschonung für die Zukunft der Nanotechnologie von größter Bedeutung sind. Nanogate ist mit seiner Strategie und seinen bereits vorhandenen Produkten hierbei exzellent aufgestellt“, erklärt Ralf Zastrau.

Weitere Informationen unter www.nanogate.com


Neues Gesetz über die Einheiten im Messwesen

15. Juli 2008 - Kilogramm, Meter und Sekunde bekommen ein neues gesetzliches Dach. Das jetzt im Bundesgesetzblatt (Ausgabetag: 11. Juli 2008) veröffentlichte „Gesetz über die Einheiten im Messwesen und die Zeitbestimmung“ fasst zusammen, was inhaltlich zusammen gehört: Alle gesetzlich relevanten Aspekte zu den Einheiten sowie die Zuständigkeiten der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) sind in diesem Gesetz gebündelt. Bisher waren alle Einheitenfragen und die Rolle der PTB auf drei Gesetze verteilt: das Einheitengesetz, das Zeitgesetz sowie das Eichgesetz.
Das neue Einheiten- und Zeitgesetz ist somit der erste Schritt einer Novellierung, zu der auch eine grundlegende Änderung des Eichgesetzes – im Hinblick auf die Umsetzung der europäischen Richtlinie für Messgeräte – gehören wird.
Der Apfel auf der Supermarktwaage wird sein Gewicht nicht ändern. Die Halbleiterindustrie wird weiterhin mit dem selben Nanometer arbeiten können. Und auch der Wecker wird keinen Zeitsprung machen. Änderungen in den Messwerten sind also vom neuen Einheiten- und Zeitgesetz nicht zu erwarten, aber es wird – und das ist die eigentliche Leistung – die gesetzlichen Strukturen des Messwesens vernünftig zusammenfassen. Historische Zöpfe – wie die Ausgliederung der Zeitmessung in einem eigenen Gesetz – werden abgeschnitten. Oder die bisher unterschlagene Tatsache, dass die PTB die Einheiten nicht nur „macht“ (darstellt), sondern sie selbstverständlich auch der Welt mitteilt (Weitergabe der Einheiten) hat jetzt Eingang in den Gesetzestext gefunden.
Insgesamt ist mit dem neuen Gesetz eine allgemeinere und umfassendere Formulierung gefunden und die Rolle der PTB klarer umrissen worden. So bildet das Gesetz jetzt auch die Wirklichkeit der PTB als nationales Metrologieninstitut ab: Forschung und Entwicklung sind nun ebenso wie der Wissens- und Technologietransfer explizit als Teil des fachlichen Auftrags der PTB genannt. Zugleich sind jetzt erstmals die Zuständigkeiten in einem Ministerium, dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, gebündelt.

Einheiten- und Zeitgesetz / Die geänderten Gesetzespassagen im Internet:

www.bundesgesetzblatt.de  (Bundesgesetzblatt Jahrgang 2008, Teil I, Nr. 28, S. 1185 ff., 11.Juli 2008)


Mahr-Messplatz zum Designpreis nominiert

14. Juli 2008 - Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ist die höchste offizielle deutsche Designauszeichnung. Jetzt wurde der Messplatz „MarVision MS 660“ der Mahr Multisensor GmbH zum Designpreis 2009 nominiert. Der begehrte Preis wird vom Bundesminister für Wirtschaft und Technologie und vom Rat für Formgebung ausgelobt und vergeben.
Die Jury des Designpreises der Bundesrepublik Deutschland 2009 hat den Mahr-Messplatz „MarVision MS 660“ nominiert. Damit hebt sie ein Multisensormessgerät in den Blickpunkt, das der schnellen und hochpräzisen Vermessung von 2D- und 3D-Geometriemerkmalen an großflächigen Teilen wie Leiterplatten und Substraten für integrierte Schaltungen, Feinstanzteilen aus Metall, Druckplatten oder komplexen Kartonagen dient. „Gutes Industriedesign ist ein wichtiger Faktor in der Produktstrategie von Mahr“, erklärt Geschäftsführer Carl Mahr, „In der Qualitätssicherung prüfen Mahr Messmaschinen feinste Geometrien, die weit unterhalb des mit dem Auge Sichtbaren liegen. Klares Design vermittelt die vorhandene Präzision und schafft Zugang zum ‚Mikrokosmos’ der Fertigungsmesstechnik.“
Der Designpreis der Bundesrepublik Deutschland ist der „Preis der Preise“: Um ihn kann man sich nicht bewerben – vielmehr werden die Erzeugnisse entweder von den Wirtschaftsministern und -senatoren der Länder oder vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie nominiert. Zudem müssen die Erzeugnisse bereits mit einem nationalen oder internationalen Preis ausgezeichnet worden sein. Der Messplatz „MarVision MS 660“ hat bereits im November 2007 den „Saarländischen Staatspreis für Design 2007“ erhalten.
Mahr Multisensor ist ein führender Hersteller von innovativen 3D-Multisensor-Messgeräten für die Qualitätssicherung in der Fertigung. Die intelligente Kombination von Kamera, Laser und taktilen Sensoren erspart dabei die Anschaffung weiterer Messgeräte. Kunden in der Elektronik- und Halbleiterindustrie, der Automobil- und Luftfahrtindustrie, der Kunststoffindustrie inkl. des Formen- und Werkzeugbaus, sowie der Medizintechnik nutzen diese Vorteile.

Weitere Informationen unter www.mahr.de


Ruwel-Standort Grassau wird weiterbetrieben

11. Juni 2008 - Die in Europa gefertigten durchschnittlichen Stückzahlen pro Leiterplatte sind in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen und werden sich weiter reduzieren. Daher hatte die RUWEL GmbH mit heute 1.150 Mitarbeitern und einem Umsatz von 161 Mio. Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr als Deutschlands größter Hersteller von Leiterplatten auch kürzlich die Übernahme der Naavinya CAD Soft Ltd. (NCS) in Bangalore, Indien, bekannt gegeben.
Dadurch wurde die nötige Kapazität für das erheblich höhere Arbeitsaufkommen im Bereich der technischen Arbeitsvorbereitung geschaffen, um künftig verstärkt auch mittlere und kleinere Losgrößen aus den Wachstumsbranchen Industrieelektronik, Medizintechnik und Maschinenbau optimal bedienen zu können.
RUWEL ist der zweitgrößte europäische Leiterplattenhersteller und bietet seinen Kunden aus nahezu allen Elektronikbranchen mit vier hoch spezialisierten Produktionsstandorten ein breites Produktspektrum. Neben dem Werk Geldern am Unternehmenshauptsitz betreibt RUWEL ein weiteres Großserien-Werk in Grassau am Chiemsee, in dem neben Multilayern vorwiegend Dickkupferschaltungen gefertigt werden. RUWEL konzentriert die Herstellung von Multilayern in größeren Stückzahlen künftig im Werk Geldern. Das Werk Grassau spezialisiert sich ausschließlich auf Dickkupferschaltungen und wird künftig durch die Lamitec-Dielektra GmbH betrieben. Lamitec-Dielektra wird in Grassau den Geschäftsbereich mit Dickkupfer-Leiterplatten weiter ausbauen, wie sie in den Wachstumsmärkten der Automobilelektronik und in der Photovoltaik benötigt werden.
Durch die vertikale Integration von eigenen Produktionsbetrieben für Kupferfolie sowie Basismaterial wird Lamitec mit Grassau erhebliche Synergieeffekte realisieren können. Einerseits eröffnet sich ein neuer Absatzkanal für das gruppeneigene Kupfer, andererseits ist das Leiterplatten-Werk Grassau dadurch mit seinen Dickkupferschaltungen in einer vielversprechenden Wettbewerbssituation. Lamitec hatte bereits 2006 den Multilayermaterial-Hersteller Dielektra Technologie GmbH in Köln übernommen und damit sein Engagement im Leiterplattenmarkt ausgeweitet.

Weitere Informationen unter www.ruwel.com


Mit Synchrotronstrahlung Verschmutzungen auf Halbleitern entdecken

10. Juli 2008 - Kleiner, präziser, leistungsstärker und billiger - das ist die Erfolgsformel der Mikro- und Nanoelektronik. Miniaturisierung spielt heute eine entscheidende wirtschaftliche Rolle und trägt maßgeblich zu den Schlüsseltechnologien des 21. Jahrhunderts bei; doch je kleiner die Strukturen, desto anfälliger sind sie für minimale Verschmutzungen. Im Rahmen des europäischen Kooperationsprojekts ANNA arbeitet die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) in ihrem Laboratorium am Elektronenspeicherring BESSY II in Berlin erstmals gemeinsam mit externen Nutzern an ausgewählten Messplätzen für die Nutzung von Synchrotronstrahlung.
Die internationale Zusammenarbeit unter dem Dach von ANNA soll europaweite Forschungskompetenz bündeln. In diesem Fall geht es um Erkenntnisse über die physikalisch-chemischen Eigenschaften von Halbleiteroberflächen und Nanoschichten sowie die weitere Entwicklung von referenzprobenfreien Analysemethoden zur Bestimmung der Oberflächenkontamination und Schichteigenschaften.

Durch die fortschreitende Miniaturisierung mikroelektronischer Bauteile stößt die Halbleiterindustrie zunehmend an physikalische Grenzen. Neben der Erforschung neuer Materialien steht beim aktuellen Kooperationsvorhaben die Untersuchung von Halbleiteroberflächen im Vordergrund: Einerseits, weil deren Eigenschaften bei der Aufbringung von z.B. Nanoschichten eine große Rolle spielen und andererseits, weil kleinste Oberflächenkontaminationen Bauteile, wie z.B. Transistoren, unbrauchbar machen können.
Die Analytik von Oberflächenkontamination oder Schichteigenschaften beruht in der Regel auf der Verwendung von chemischen Vergleichsproben. Da allein aufgrund des monatlichen Aufkommens von 20 bis 30 neuen Nanoschichtsystemen zunehmend geeignete Referenzmaterialien für die Kalibrierung konventioneller, analytischer Verfahren fehlen, entwickeln PTB-Wissenschaftler ein physikalisches Analyseverfahren, das komplett auf Vergleichsproben verzichtet: die referenzprobenfreie Röntgenspektrometrie. Sie gewährleistet eine schnelle und zerstörungsfreie Prüfung mit hoher Zuverlässigkeit und Genauigkeit und ist sogar in der Lage, Mehrfachschichtsysteme vom Nanometerbereich bis zu einer Gesamtdicke von einigen Mikrometern zu analysieren. Die Grundlage für dieses Messverfahren ist die Nutzung absolut kalibrierter und wohl charakterisierter Instrumentierung wie z.B. der verwendeten Röntgendetektoren, bei deren Kalibrierung mit Synchrotronstrahlung die PTB auf eine mehr als 25 jährige Erfahrung bei BESSY I und II zurückblicken kann. Die gleiche Instrumentierung ermöglicht auch die Bestimmung von für die Halbleiteranalytik relevanten atomaren Fundamentalparametern mit kleinen Unsicherheiten.

Erste externe Nutzer dieses Forschungsprojekts sind Europas führendes Halbleiterforschungszentrum IMEC (Belgien) und die Forschungsgruppe für analytische Chemie um Professor Bernd Kolbesen an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt. Ausschlaggebend für die Kooperation mit der PTB ist ANNA (European Integrated Activity of Excellence and Networking for Nano and Micro-Electronics Analysis), eine Initiative im Rahmen des 6. Forschungsrahmenprogramms der Europäischen Union. ANNA bündelt die europaweite Forschungskompetenz. Beteiligt sind 12 Projektpartner aus 7 Ländern: Drei Halbleiterunternehmen und neun wissenschaftliche Einrichtungen mit halbleiteranalytischen sowie metrologischen Kernkompetenzen wollen durch gemeinsame Forschungsaktivitäten und eine engere Vernetzung den Herausforderungen der rasant fortschreitenden Halbleiterentwicklung begegnen. ANNA sieht vor, die auf diese Weise gewonnenen Erkenntnisse über die Bereitstellung akkredierter Messplätze auch an externe europäische Nutzer weiterzugeben und ihnen im Rahmen des „Transnational Access“-Programms Zugang zu entsprechend ausgerüsteten Laboren zu geben. Die PTB öffnete nun als erster ANNA-Partner ihre Türen für die gemeinsame Nutzung von Forschungsinfrastruktur und Know-how.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Technische Optik sehr gefragt

9. Juli 2008 - Seit 2002 bietet PhotonicNet jährlich das Weiterbildungsseminar Technische Optik in der Praxis (T.O.P.) an. In diesem Jahr konnte das Netzwerk einen Teilnehmerrekord verbuchen. Und einen Hitzerekord!
T.O.P.- Zeit ist Sommerzeit, Anfang Juli scheint in Göttingen zuverlässig die Sonne! So auch in der vergangenen Woche, als den rund 50 Seminarteilnehmern und 11 Rednern bei erbarmungslosen Außentemperaturen von bis zu 34 Grad besonders hohe Anforderungen in puncto Ausdauer und Konzentration abverlangt wurden.
Aus ganz Deutschland waren die überwiegend aus der Industrie entsandten Teilnehmer angereist, um Grundlagen der Technischen Optik und Anwendungsbezogene Vertiefungen für den Berufsalltag mitzunehmen. Alle nutzten am Nachmittag das Angebot, Einblicke in einige Bereiche der Forschung an der Fakultät Naturwissenschaft und Technik der gastgebenden HAWK zu erhalten. Der Rundgang führte durch vier Labore, darunter die Räumlichkeiten der Laser- und Plasmatechnologie, der Optikfertigung, der Bildgebenden Sensortechnik sowie der Technischen Optik. Ausklang fand dieser grundlagenorientierte erste Tag bei einem gemeinsamen Abendessen im historischen Ratskeller am bekannten Gänseliesel.
Am zweiten Tag standen aktuelle Aspekte aus den Themenfeldern Sensorik, Bildverarbeitung, Messtechnik und Mikroskopie im Mittelpunkt. In Ergänzung zu den theoretischen Grundlagen nahmen insgesamt 16 Teilnehmer die parallelen Workshop-Angebote zum Optikdesign mit WinLens und zur digitalen Bildverarbeitung auf Grundlage des Programms Matlab wahr. Aufgrund der hohen Nachfrage und guter Bewertungen durch die Teilnehmer plant die PhotonicNet GmbH auch im kommenden Jahr eine Fortsetzung des T.O.P-Seminars gemeinsam mit der Fakultät Naturwissenschaft und Technik an der HAWK FH Hildesheim/Holzminden/Göttingen.

Weitere Informationen unter www.photonicnet.de

Die Murmeltiere sind los

8. Juli 2008 - Augenzwinkernd und mit leichter Hand serviert – so kam im Jahr 2007 Tag für Tag eine neue Geschichte aus der Stadt der Wissenschaft zu den Zeitungslesern. Aber auch im Internet waren die täglichen Grüße aus der Ideenküche Braunschweig, freigelassen unter dem Projektmotto „Und täglich grüßt die Wissenschaft“, zu finden (mit vielen weiteren Informationen zum jeweiligen Thema und nicht zu vergessen dem zwinkerndem Murmeltier mit Kult-Charakter). Fans dieser ganz neuen Art, über Wissenschaft zu erzählen, aufgepasst: Alle 304 Glossen und viel Wissenswertes aus dem Forschungsalltag der Region Braunschweig sind jetzt in einem Buch vereint. „Das Murmeltier-Buch“ ist ab sofort in allen Buchhandlungen erhältlich.
Kühe mit Liebeskummer, sehnsuchtsvolle Physiker, rembrandtsche Holzwürmer, träumende Löwen – wer hat von so etwas je zuvor gehört? In Braunschweigs reicher Wissenschaftslandschaft sind auch solch skurrile Facetten zuhause – bestes Futter für die 15 permanenten Autoren (und einige kurzzeitige Gastautoren) des täglichen Glossen-Projektes. Sie haben in ihren Texten die unterhaltenden und die ernsthaften Seiten der Wissenschaft ganz neu vereint – und damit so manch neuen Blick auf die gar nicht so schwergängige Wissenschaft geboten.
In dem neuen Buch sind diese Glossen – gemeinsam mit ihren sachlichen Begleittexten - mit lockerer Hand in die drei großen Kapitel Leben, Technik und Kultur sortiert. Sie spannen einen großen Bogen quer durch alle Gebiete, auf denen sich die zahlreichen Forschungseinrichtungen der Region Braunschweig mit ihrer wissenschaftlichen Arbeit tummeln. Außerdem durfte natürlich das Murmeltier nicht fehlen – auf nahezu allen Seiten des Buches widmet es sich seiner eigenen wissenschaftlichen Tätigkeit.
Redaktionell betreut wurden alle Murmeltiere – jene in den Einzelveröffentlichungen des vergangenen Jahres und jene in diesem Buch – von der Pressestelle der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).

Sylvia Borchardt, Erika Schow, Jens Simon (Hrsg.)
Das Murmeltier-Buch – „Und täglich grüßt die Wissenschaft“
Glossen (und mehr) aus Leben, Technik, Kultur
352 Seiten, viele Abbildungen und ein Daumenkino
Joh. Heinr. Meyer Verlag
ISBN: 3-926701-74-9, Preis: 14,80 Euro


Vier Unternehmen aus der Metallbranche unter „Top 100“

7. Juli 2008 – Vier Unternehmen aus der Metallbranche haben für ihre herausragenden innovativen Leistungen das Gütesiegel „Top 100“ erhalten. Prof. Dr. Nikolaus Franke von der Wirtschaftsuniversität Wien untersuchte in der gleichnamigen bundesweiten Vergleichsstudie das Innovationsmanagement mittelständischer Unternehmen: Die 100 Besten wurden mit dem Gütsiegel prämiert.
Lothar Späth, ehemaliger Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, überreichte die renommierte Ehrung bei einem Festakt im Düsseldorfer Meilenwerk. Unter den Ausgezeichneten befanden sich auch vier Unternehmen aus der Metallbranche: Die Gutekunst Stahlverformung KG, die Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik GmbH, die SBS-Feintechnik GmbH & Co. KG sowie die Zeller + Gmelin GmbH & Co. KG.
Gutekunst Stahlverformung ist Spezialist für Federn im Automobil- und Maschinenbau und zählt bereits zum dritten Mal in Folge zu den „Top 100“. Ausgezeichnet wurde vor allem ein besonders gut umgesetztes Innovationsmanagement. Abteilungsübergreifende Innovationsteams und spezielle Innovationszirkel produzieren beispielsweise einen ständigen Fluss von Vorschlägen, die dann zu großen Teilen realisiert werden. Heinz Soyer Bolzenschweißtechnik hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Bolzen sehr schnell und auf besonders dünnen Blechen befestigt werden können. Insgesamt machen Innovationen bei Heinz Soyer einen Anteil von 20 Prozent am aktuellen Umsatz und 50 Prozent am Unternehmensgewinn aus.
Um Innovationen marktgerecht entwickeln zu können, bindet SBS-Feintechnik das Marketing schon sehr frühzeitig in den Neuerungsprozess ein. Mitarbeiter führen Befragungen durch, sondieren Testmärkte, präsentieren Projekte bei Kunden und sind in Feldtests vor Ort eingebunden. Zusätzlich geht die Geschäftsleitung in puncto Innovation mit gutem Beispiel voran: Einen Arbeitsmonat im Jahr nimmt sie sich Zeit für Aus- und Weiterbildungen.
Zeller + Gmelin hat sich auf die Entwicklung und Herstellung von Schmierstoffen, Druckfarben und chemischen Produkten für die Industrie spezialisiert. Da diese immer auf dem neuesten Stand der Wissenschaft und Technik sein müssen, stehen insbesondere Forschung und Entwicklung im Zentrum der Innovationsprozesse.
Prof. Franke untersuchte fünf zentrale Bereiche des Innovationsmanagements: den Markterfolg, das Innovationsklima, innovative Prozesse und Organisation, innovationsförderndes Top-Management sowie das Innovationsmarketing. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 342 Unternehmen bei Top 100 beworben. Die nächste Runde des Mittelstandspreises beginnt im September 2008.

Weitere Informationen unter www.compamedia.de


R-M stellt Effektlackserie auf der Automechanika in Dubai vor

4. Juli 2008 – R-M, Autoreparaturlackmarke der BASF Coatings, nutzte die Automechanika in Dubai, um den Kunden in der Region zum ersten Mal die umweltfreundliche, wasserbasierte Carizzma-Serie zu präsentieren. Die größte Auslands-Automechanika im Mittleren Osten ist die wichtigste Leitmesse für den regional stark wachsenden Markt von Ersatz- und Zusatzteilen im Automobilbereich.
„In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist die Individualisierung der Fahrzeuge sehr wichtig. Der Lack ist dabei von großer Bedeutung. Häufig bekommen wir Anfragen nach besonderen Pigmenten und Effektlackierungen“, erklärt R-M Landestrainer Lee Gough.
Erst im letzten Jahr hatte der exklusive R-M-Vertriebspartner Al Dahiya die Lacke der Reihe ONYX HD auf der Automechanika eingeführt. Ein Jahr brauchte es, bis dem breiten Publikum mit Carizzma jetzt auch lösemittelreduzierte und VOC-konforme Effektlacke vorgestellt werden konnten. Das steigende Interesse an automobilen Individuallösungen schlug sich insgesamt auf den Besucherstrom der Messe im bekannten World Trade Center Dubai nieder. Um mehr als 30 Prozent stiegen die Besucherzahlen im Vergleich zum Vorjahr. 18.500 Menschen aus der Region kamen innerhalb von drei Tagen, um sich über die Neuheiten und Trends von 950 Ausstellern aus 45 Ländern zu informieren. Damit zählt die Messe heute, nur fünf Jahre nach ihrer ersten Ausrichtung, bereits mehr als dreimal so viele Besucher wie noch 2003.
Unter der Marke R-M vertreibt die BASF ein umfassendes Sortiment an Lacksystemen für die Reparaturlackierung von Fahrzeugen. Ein Schwerpunkt liegt dabei auf Wasserbasis- und festkörperreichen High-Solid-Lacken. Mit diesen Systemen lassen sich weltweit alle gesetzlichen Vorgaben im Hinblick auf Lösemittelreduktion erfüllen, ohne auf die Qualitäten konventioneller Materialien, z.B. Erscheinungsbild und Beständigkeit, zu verzichten.

Weitere Informationen unter www.rmpaint.com


„Exzellenzzentrum Automobilproduktion“ gegründet

3. Juli 2008 - Die Volkswagen AG und die Fraunhofer-Gesellschaft haben einen Kooperationsvertrag zum Aufbau eines gemeinsamen „Exzellenzzentrums Automobilproduktion“ am Standort des Fraunhofer Institutes in Chemnitz (IWU) geschlossen. Ziel ist, Lösungen für eine flexible und Ressourcen sparende Produktion zu entwickeln.
„Wir arbeiten gemeinsam mit Volkswagen an Innovationen, die serientauglich sein werden. Dabei haben wir die gesamte Prozesskette im Blick und erforschen intelligente und effiziente Verfahren. Im produzierenden Gewerbe sind mittelfristig Energieeinsparungen von bis zu 30 Prozent möglich", sagte Prof. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. “Auch das Potenzial für Materialeinsparungen in der Fertigung ist enorm. Unser Motto lautet daher: maximale Wertschöpfung aus minimalen Ressourcen“, so Bullinger weiter.
Die Zusammenarbeit zur nachhaltigen Produktion ist eine langfristig angelegte strategische Partnerschaft mit dem Ziel, eine Vielzahl an innovativen Forschungsthemen zur ressourceneffizienten Produktion umzusetzen. So wird das geplante Forschungszentrum etwa die wesentlichen Fertigungseinheiten einer Karosserieproduktion abbilden. Dies bietet Experten die Möglichkeit, neue Herstellungsverfahren bis hin zur Serienreife in Produktionsstraßen zu testen und schrittweise vor dem Alltagseinsatz in der Fabrik zu verbessern. Gearbeitet wird in Themenbereichen wie der Minimierung von Materialverlust, Performance-Presswerken sowie Niedrigenergie-Umformmaschinen.
Ein wesentlicher Bestandteil des Kooperationsvertrages ist die Aus- und Weiterbildung qualifizierter Nachwuchswissenschaftler. In den nächsten fünf Jahren werden damit schrittweise Arbeitsplätze für 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler geschaffen. Zusätzlich erhalten Mitarbeiter von Volkswagen die Gelegenheit, in den Versuchsfeldern der gemeinsamen Forschungsfabrik neue Produktionsverfahren bis zur Serienreife zu erproben und sich selbst entsprechend zu qualifizieren.
Als Startfinanzierung für den Bau des „Exzellenzzentrums Automobilproduktion“ am IWU in Chemnitz investiert die Fraunhofer-Gesellschaft 20 Millionen Euro. Davon kommen 60 Prozent aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und 40 Prozent jeweils zur Hälfte von Bund und Land. Darüber hinaus beteiligt sich Volkswagen jährlich mit bis zu 2 Millionen Euro in Form von Personal- und Sachmitteln.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Neues Gütesiegel: GSB-Premium-Beschichter

2. Juli 2008 – Die GSB International, Qualitätsgemeinschaft für die Stückbeschichtung von Bauteilen aus Aluminium und Stahl, hat das neue Gütesiegel „GSB-Premium-Beschichter“ ins Leben gerufen. Architekten, Metallbauern und Bauherren werden damit objektive Kriterien an die Hand gegeben, mit denen sich ein erhöhter Qualitätsstandard nachweisen lässt.
Bereits im Jahr 2006 haben die Mitglieder mit der Verabschiedung der neuen Qualitätsrichtlinie GSB AL 631 den Grundstein für das neue Gütesiegel „GSB-Premium-Beschichter“ gelegt, mit dem gezielt auf die Bedürfnisse des Marktes reagiert wird. Ziel der GSB International ist es, die Qualität von Beschichtungen zu verbessern und konsequent zu sichern, nicht nur entsprechend dem aktuellen Stand der Technik, sondern darüber hinaus. Mit dem Gütesiegel wird die gesamte Prozesskette des Beschichtungsablaufs erfasst, die vom Premium-Beschichter sorgfältig überwacht, regelmäßig dokumentiert und nachgewiesen werden muss. Hierdurch wird dem Kunden eine hohe Prozesssicherheit geboten. Durch wiederkehrende Schulungen werden die Kenntnisse des Personals der GSB-Premium-Beschichter zur Einhaltung der Prüfkriterien erweitert.
Seit Mai 2007 haben mehr als 10 Beschichtungsbetriebe in Deutschland und Österreich in der Qualitätsgemeinschaft die hohen zusätzlichen Anforderungen erfüllt und das neue Gütesiegel verliehen bekommen.

Weitere Informationen unter www.gsb-international.de


Schlechte Rohstoffversorgung in der Reinigungsmittelindustrie

1. Juli 2008 – Anlässlich der Jahrestagung des IHO, Industrieverband Hygiene und Oberflächenschutz für industrielle und institutionelle Anwendung e.V., wurde über alle Sektoren hinweg vor allem ein Problem deutlich: Die Mitgliedsfirmen des IHO sehen sich mit einer prekären Situation bei der Rohstoffversorgung konfrontiert, die es in dieser Tragweite in der Bundesrepublik noch nicht gegeben hat.
„Vor allem bei Phosphorsäure und Phosphaten ist eine nie dagewesene Verknappung und Verteuerung festzustellen“, führte Klaus Wilbert, Verbandsvorsitzender, in einem Bericht aus. „Wir müssen letzte Mengen an den Spotmärkten zusammenkaufen“. Der Rohstoff hat sich im letzten Jahr von 45 bis 50 Euro pro Tonne auf rund 400 Euro pro Tonne verteuert. Laut statistischem Bundesamt haben sich demgegenüber Waschmittel um weniger als ein Prozent verteuert.Ursache sei die weltweit enorm steigende Nachfrage nach Düngemitteln, die dem Markt in großen Mengen den Rohstoff Phosphat entzieht. So haben die Entwicklung „Getreide zu Biosprit“ und der gleichzeitig steigende Nahrungsmittelbedarf ihre direkten negativen Auswirkungen auch auf die Reinigungsbranche, ergänzte Wilbert seine Ausführungen.
Neben dem Phosphatpreis sind bekanntlich auch die Preise für Rohöl exorbitant gestiegen, was einen direkten Einfluss auf den Preis vieler vom Rohöl abhängiger Reinigungsmittel - Rohstoffe hat. Kunststoffverpackungen, Energie und Transportleistungen sind gleichfalls betroffen. Darüber hinaus hat der Tarifabschluss in der chemischen Industrie die Personalkosten um fast fünf Prozent verteuert. Deshalb sind die Herstellerfirmen zu Notmaßnahmen gezwungen. Das führt selbst zu Entlassungen von Mitarbeitern - Medien berichteten bereits von geplanten Personalabbaumaßnahmen in mehreren Herstellerfirmen als Reaktion auf die akuten Kostensteigerungen.
Wenn das verfügbare Phosphat nicht mehr für alle Einsatzgebiete reicht, sind entsprechende Rezepturänderungen nötig. „Im Gegensatz zu Haushaltswaschmitteln kann Phosphat in zahlreichen professionellen Produkten nicht ausgetauscht werden. Potenzielle Substitute können die Eigenschaften von Phosphat nur partiell ersetzen“, erklärte Dr. Wolfgang Wagemann, stellvertretender Vorsitzender des IHO. Die Mitgliedsfirmen beklagen die politisch eingeschränkte Auswahl von Alternativstoffen. So ist die Verwendungsmöglichkeit von in Europa gängigen Alternativrohstoffen wie zum Beispiel EDTA (Ethylendiamintetraessigsäure) in Deutschland aufgrund nationaler beziehungsweise regionaler Rechtsvorschriften deutlich eingeschränkt.

Weitere Informationen unter www.iho.de


Volkswagen gewinnt Goldenen Öltropfen 2008

30. Juni 2008 – Volkswagen hat mit seiner Motorgetriebekombination – dem 90 kW starken TSI-Motor und dem neuen 7-Gang-DSG-Getriebe – den internationalen Wettbewerb „Goldener Öltropfen 2008“ gewonnen. Der Energie- und Umweltpreis des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz e.V. (KS) wird alljährlich vergeben.
Mit dem Preis prämiert der Verein technische Entwicklungen aus dem Automobilbereich, die einen bedeutenden Beitrag zur Kraftstoff-Einsparung und gleichzeitig zum Umweltschutz leisten. Die Juroren würdigten die beiden neuen technischen Entwicklungen von Volkswagen als intelligente Kombination, die in der Summe eine merkbare Einsparung an Kraftstoff und Emissionen bewirken. Hervorgehoben wurde auch, dass die Technik in zahlreichen Modellen - von der Kompaktklasse bis hin zu Fahrzeugen im Kleinwagensegment - zum Einsatz kommt.
Der Jury des Automobilclub Kraftfahrer-Schutz e.V. gehören unabhängige Experten unter anderem aus Wissenschaft, Technik, Journalismus und Politik an. Bereits zum fünften Mal konnte Volkswagen diesen Preis entgegen nehmen, in der Vergangenheit wurden unter anderem der Golf Ecomatic (1994) und der Drei-Liter-Lupo (1996) ausgezeichnet.
In der Kombination des 90 kW TSI und des neuen 7-Gang-DSG (Doppelkupplungsgetriebe) spielen beide Innovationen ihre besonderen Stärken aus: Der Verbrauch und die Emissionen werden deutlich reduziert. Beim Klassenprimus Golf liegt der Verbrauch bei nur 5,9 Litern pro 100 Kilometern – das entspricht einer CO2-Emission von 139 g/km. Gegenüber dem vergleichbaren Vorgänger-Motor mit Automatikgetriebe wird der Verbrauch um mehr als 20 Prozent reduziert (7,6 Liter/100 km bisher zu 5,9 Liter/100 km neu). Gleichzeitig konnte im mittleren Drehzahlbereich das Drehmoment um rund 60 Prozent erhöht werden.

Weitere Informationen unter www.volkswagen.de


Firmenkonsortium und Universität gründen Forschungszentrum

27. Juni 2008 – Boeing, EOS Electro Optical Systems, Evonik Industries und MCP HEK Tooling haben gemeinsam mit der Universität Paderborn das Forschungszentrum Direct Manufacturing Research Center (DMRC) gegründet. Vertreter der Unternehmen und der Universität unterzeichneten eine Vereinbarung mit dem Ziel, die Entwicklung von Direct Manufacturing-Prozessen und -Systemen, der automatischen, schichtweisen Herstellung von Bauteilen auf der Basis eines Computermodells, voranzutreiben.
Grundlage der Zusammenarbeit ist die Erfahrung der Industriepartner in der Luft- und Raumfahrt, der Materialherstellung und der Anlagenentwicklung sowie die Forschungskompetenz der Universität Paderborn. “Direct Manufacturing hat das Potenzial, Produktionskosten für Bauteile erheblich zu verringern, sowie Bauteile mit komplexen Geometrien und erweiterter Funktionalität herzustellen“, sagte Jeff DeGrange, Chairman des DMRC Konsortiums und Senior Manager für Direct Digital Manufacturing bei der Forschungs- und Entwicklungseinheit von Boeing, Phantom Works.
Das DMRC wird seinen Sitz an der Universität Paderborn haben und auf den Kompetenzen der Universität im Bereich Maschinenbau und Chemie bis hin zur Informatik aufbauen. “Wir freuen uns sehr, Teil dieses Konsortiums zu sein. Es eröffnet unseren Studierenden sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit, mehr über die neueste Generation der Direct Manufacturing Technologie zu lernen und unsere Kompetenzen in diesem Zukunftsfeld einbringen zu können“, sagte der Präsident der Universität Paderborn, Professor Dr. Nikolaus Risch.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Frästechniken, werden bei Direct Manufacturing-Technologien Bauteile auf Basis eines CAD-Datensatzes (Computer-Aided Design) automatisch, schichtweise, zum Beispiel mittels Laser aufgebaut. Die Technologien werden heute bereits in der Prototypenentwicklung eingesetzt und nur in wenigen Fällen in der Produktion kleiner, komplexer Bauteilserien. Voraussetzungen für eine breitere Anwendung in der Serienproduktion sind technische Lösungen im Hinblick auf Qualität und Kontinuität des Produktionsprozesses, Industriestandards, Automatisierung und Produktionsgeschwindigkeit.
Die vier Gründungsunternehmen werden über die Vertragslaufzeit von fünf Jahren insgesamt 2 Mio. Euro in das DMRC investieren. Die Universität Paderborn wird zudem 600.000 Euro beitragen. Das DMRC begrüßt ausdrücklich den Beitritt weiterer Industriepartner, um die Bandbreite der Forschung kontinuierlich zu erweitern. Die Partner gehen davon aus, dass das Gesamtbudget des DMRC innerhalb von 5 Jahren auf eine Summe von rund 11 Mio. Euro anwachsen wird. Das DMRC soll im Herbst 2008 eröffnet werden.

Weitere Informationen unter www.dmrc.de


Rohm and Haas eröffnet Niederlassung in Mexiko

26. Juni 2008 - Rohm and Haas hat in Querétaro (Mexiko) eine neue Firmenniederlassung eröffnet. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist, mit der 20 Millionen Dollar teuren Investition ihre Präsenz in Mexiko, den Anden-Ländern, Zentralamerika und der Karibik zu stärken.
Das Werk, das Emulsionspolymere und Polyacrylate herstellen wird, ist das erste in Lateinamerika, das unter den neuen Firmenrichtlinien, die Effizienz und Produktivität garantieren sollen, in Betrieb genommen wird. Mexiko ist einer der größten Märkte in Lateinamerika und von besonderer Priorität für Rohm and Haas. Das Unternehmen erwartet ein wirtschaftliches Wachstum von zehn bis 15 Prozent in der Region innerhalb der nächsten Jahre. Die Niederlassung in Querétaro wird 100 neue Arbeitsplätze schaffen. Die Produktion wird sich um die Bedürfnisse verschiedener Industriezweige, wie beispielsweise die des Baugewerbes oder der Metallindustrie, kümmmern.

Weitere Informationen unter www.rohmhaas.com


PFOS: Ausnahmeregelung für die Galvanotechnik

25. Juni 2008 - Gemäß der Richtlinie 2006/122/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 12. Dezember 2006 gilt ab dem 27. Juni 2008 ein europaweites Verbot von PFOS (Perfluoroctansulfonate). Davon ausgenommen ist unter anderem die Galvanotechnik.
PFOS gehört zu den perfluorierenden Tensiden und wird hauptsächlich verwendet, um Materialien fett-, öl- und wasserfest zu machen. Daneben findet es auch bei der Verchromung Anwendung. PFOS ist umweltpersistent und wird als giftig eingestuft. Es wurden bereits perfluorierte Verbindungen (PFC) im Trinkwasser, in Säugetieren sowie im menschlichen Blut nachgewiesen.
Dem ZVO zufolge kann der Stoff derzeit aus arbeitshygienischen, technischen und Umweltgründen in der Galvanotechnik noch nicht flächendeckend substituiert werden, wenngleich die Prozesschemikalienlieferanten an einer fluorfreien Alternative arbeiten. Als Maßnahme zur Verringerung der Emission ins Abwasser hat der ZVO laut eigener Aussage den Beschichtern die Optimierung der Spülwasserrückführung in den Aktivelektrolyten und die Dosierung des Netzmittels nach Ampere-Stunden bzw. nach Oberflächendurchsatz empfohlen. Dadurch soll von einer Reduktion des gesamten Eintrags in die Umwelt von circa 20 Prozent ausgegangen werden können.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


Messtechnikspezialist Mahr: 2007 bestes Jahr

24. Juni 2008 - Gute Perspektiven für die Mahr Gruppe: 2007 war das beste und umsatzstärkste Jahr seit Aufzeichnung. Messtechnik von Mahr ist weltweit gefragt, die Marktstellung als globale Nummer Drei der dimensionellen Fertigungsmesstechnik ist behauptet, und die Arbeitsplätze für 2008 bleiben sicher. Künftig sollen die Dienstleistungen um die Hightech-Produkte forciert und Branchen wie die Medizin- oder Biotechnik mit neuen Produkten strategisch weiter erschlossen werden.
2007 legte der Umsatz um 7,5% zu und erreichte 180 Mio. Euro, der Ertrag steigerte sich auf 5,3 Mio. Euro. „Hauptgründe für den Ertragssprung ist der Wegfall von Sonderbelastungen wie Um- und Ausbauinvestitionen in Göttingen oder der Erwerb von Helios in Dörzbach“, so Stephan Gais, geschäftsführender Gesellschafter von Mahr. Große Nachfrage erzielte das Kataloggeschäft (Handmessgeräte), das 25% zulegte. Den Hauptumsatz liefert die Systemmesstechnik, die 2007 gegenüber dem Vorjahr leicht anstieg. Auch das Geschäft mit Spinnpumpen wächst und erreicht 12,5 Mio. Euro. Die Quote für Forschung und Entwicklung lag bei über 6%. „Die erneut gestiegene Eigenkapitalquote ist mit 33,6% sehr solide“, so Gais.

Weitere Informationen unter www.mahr.de


HSO eröffnete Vertriebszentrum Süd

23. Juni 2008 - Im Mai dieses Jahres eröffnete die Herbert Schmidt Oberflächentechnik, Solingen, in Kempten/Allgäu eine neues Vertriebzentrum, um mit Produkten und Dienstleistungen der Galvano- und Oberflächentechnik näher bei den Kunden in Süddeutschland und Österreich zu sein.
Besondere Bedeutung hat dieser Schritt für die Abnehmer aus der Automobil- und Zuliefererindustrie. Als Leiter des HSO-Vertriebszentrums Süd konnte Wolfgang A. Haggenmüller, 45, gewonnen werden, der zuvor über 15 Jahre in der Zuliefererbranche für die Automobilindustrie tätig war, zuletzt als Business Development Manager bei CSM Worldwide.

Weitere Informationen unter www.hso-solingen.de


Neues Explosionsschutzkonzept verspricht riesige Energieeinsparungen

Mehr als 100 Millionen Euro Energiekosten könnten in deutschen Chemie- und Petrochemieunternehmen eingespart werden, wenn in Zukunft die Zulassungsprüfungen von explosionsgeschützten Motoren und der dazugehörigen Frequenzumrichter voneinander getrennt ablaufen könnten. Für das entsprechende Konzept, mit dem unnötige Prüfungen des gesamten Systems (Motor plus Umrichter) vermieden werden, erhält Christian Lehrmann, Ingenieur bei der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB), den Adolf-Martens-Preis 2008 für Sicherheitstechnik, Arbeitsschutz und verwandte Bereiche.
Frequenzumrichtergespeiste Antriebe erobern sich in der industriellen Antriebstechnik immer breitere Einsatzgebiete. Im Vergleich zu netzgespeisten Motoren lässt sich mit ihnen beim Antrieb von Strömungsmaschinen viel Energie einsparen. Außerdem kann man mit ihrer Hilfe Produktionsprozesse optimieren und so die Produktqualität steigern, die Lebensdauer von Produktionsanlagen verlängern und Netzrückwirkungen, die durch Spannungseinbrüche beim Hochlauf größerer Motoren entstehen können, verringern. Zudem ist es oftmals möglich, auf ein Getriebe zu verzichten – ein weiteres Einsparpotential.
Gerade in der Chemie und Petrochemie erfordern viele Anwendungen den Einsatz explosionsgeschützter Antriebe. Daher wollen Anlagenbetreiber frequenzumrichtergespeiste Antriebe möglichst flexibel und kostengünstig auch in explosionsgefährdeten Bereich einsetzen können – natürlich unter Einhaltung eines hohen Sicherheitsstandards. Das bisherige Explosionsschutzkonzept für umrichtergespeiste Antriebe der Zündschutzart "Erhöhte Sicherheit" war sehr unflexibel und aufwendig, da eine Prüfung des Umrichters immer zusammen mit der Maschine, mit der er später betrieben werden soll, erfolgen musste. Dies ist besonders bei Großmaschinen sehr zeit- und kostenintensiv. Als gravierender Nachteil wird dieses besonders unter dem Aspekt der unterschiedlichen Produktzyklen und Lebensdauern von Motor und Umrichter angesehen. Während ein Motor oftmals 20 Jahre oder gar noch länger im Einsatz betrieben wird, befinden sich Umrichter in einem kontinuierlichen technologischen Veränderungsprozess.
Der Gedanke, die Zertifizierung des Motors vom Umrichter zu trennen, war dann genauso folgerichtig wie entscheidend für den technischen und wirtschaftlichen Erfolg. Allein bei einem großen Chemieunternehmen liegt das Einsparungspotenzial an elektrischer Energie im oberen zweistelligen Euro-Millionenbereich, nicht gerechnet eingesparte Wartungsmaßnahmen und Exporterlöse deutscher Anlagenbauer. Weil sein „Explosionsschutzkonzept für umrichtergespeiste Antriebe der Zündschutzart Erhöhte Sicherheit“ den Weg frei gemacht hat für enorme wirtschaftliche Einsparungen insbesondere in der chemischen und verfahrenstechnischen Industrie, und zwar bei einem mindestens gleich hohen Sicherheitsstandard, erhält Christian Lehrmann den Adolf-Martens-Preises 2008 für "Sicherheitstechnik, Arbeitsschutz und verwandte Gebiete".
Der Explosionsschutz von Antrieben großer Leistung zielt vorrangig auf die Vermeidung (belastungsabhängiger, aber auch –unabhängiger) heißer Stellen im Motor, die als Zündquelle einer Explosion wirken können. Im Rahmen seiner Forschungsarbeiten führte Lehrmann umfangreiche experimentelle Arbeiten zur Maschinenerwärmung durch. Sein besonderes Interesse galt dabei den lastunabhängigen Oberschwingungsverlusten, die über induzierte Wirbelströme zu einer Erwärmung der Maschine führen. Dabei gelang es ihm, über die Messung der elektrischen Maschinenimpedanz die Dissipationsenergie zu berechnen.
Die zweite wichtige Säule war die sehr anspruchsvolle experimentelle Bestimmung und Modellierung der drehzahlabhängigen Kühlung bei eigenbelüfteten Maschinen, die Energieabführung. Beides zusammen erlaubt die Vorausberechnung der Erwärmung von Elektroantrieben sowie in Verbindung mit einer drehzahlabhängigen Strombegrenzung eine Begrenzung der Maschinenerwärmung für die Zündschutzart Erhöhte Sicherheit. Die notwendigen Steuerparameter können in einer Motorzulassung unabhängig vom Umrichter dargelegt werden.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


RUWEL übernimmt NCS in Indien

19. Juni 2008 - Die RUWEL GmbH, Deutschlands größter Hersteller von Leiterplatten für die Elektronikindustrie weltweit, gab jetzt die Übernahme von 80 % der Gesellschaftsanteile der Naavinya CAD Soft Ltd. (NCS) in Bangalore, Indien, bekannt. Eine Kaufoption über die restlichen 20 % des Unternehmens wurde ebenfalls vereinbart.
NCS beschäftigt ausnahmslos hoch qualifizierte Ingenieure im Bereich CAD / CAM, die Produktionsdaten für Leiterplatten von Kunden übernehmen, prüfen und produktionsgerecht aufbereiten. Seit vier Jahren bereits arbeitet RUWEL schon sehr erfolgreich mit NCS zusammen. Aufgrund allgemein kürzerer Produktlebenszyklen und steigender Typenvielfalt sind die durchschnittlichen Stückzahlen pro Leiterplatte in den vergangenen Jahren kontinuierlich gefallen und werden sich weiter reduzieren. Die Losgrößen nehmen ab, die Variantenvielfalt steigt. Dies bedeutet ein erheblich höheres Arbeitsaufkommen im Bereich der technischen Vorbereitung.
Qualifizierte Ingenieure sind in Deutschland derzeit Mangelware. Daher entschied RUWEL, den anwachsenden Mehrbedarf an Arbeitsvorbereitung künftig über den bekannten und bewährten Partner in Indien abzuwickeln. Alle Ingenieure dort haben mehr als zwei Jahre konkrete Erfahrung mit Leiterplattenlayout und -design. Die neuen indischen Kollegen werden für je drei Monate bei RUWEL auf die firmeneigenen Besonderheiten geschult.
Bangalore ist die Hauptstadt des Bundesstaats Karnataka, der 56 Millionen Menschen zählt, und ein bekanntes Hightech-Zentrum in Indien. Entwicklungslabors großer Konzerne wie Microsoft, Intel, IBM, Philips und SAP sind in Bangalore tätig. Die sechs Millionen Einwohner zählende Stadt ist eine der Globalisierungszentralen Indiens. Auch einheimische Software-Riesen wie Wipro und Infosys unterhalten dort Konzernzentralen. RUWEL plant, die Aktivitäten in Indien rasch auszubauen.

Weitere Informationen unter www.ruwel.de


Ausrufung des Helmholtz-Preises 2009

18. Juni 2008 - Wer ihn haben möchte, muss messtechnische Höchstleistungen vollbringen: Der mit 20 000 Euro dotierte Helmholtz-Preis ist die bedeutendste deutsche Auszeichnung in der Welt der Metrologie. Alle zwei Jahre ehrt der Helmholtz-Fonds und der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft mit ihm europäische Wissenschaftler für Präzisionsmessungen in Physik, Chemie und Medizin. Bewerbungsschluss ist der 31.12.2008.
Gesucht sind wissenschaftliche und technologische Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Messwesens. Bei der einzureichenden Arbeit muss es sich um ein aktuelles Forschungsergebnis aus Theorie oder Experiment handeln, das entweder einen Grundlagenbeitrag leistet oder auf konkrete Anwendungen zielt. Die Arbeit muss dabei im europäischen Raum oder in Kooperation mit Wissenschaftlern, die in Deutschland arbeiten, entstanden sein. Mit dem Helmholtz-Preis werden seit 1973 hervorragende wissenschaftliche und technologische Forschungsarbeiten auf dem Gebiet des Messwesens ausgezeichnet. Im Jahr 2007 erhielt der Mainzer Physiker Dr. Göstar Kling die angesehene Auszeichnung für die Entwicklung eines miniaturisierten Mößbauer-Spektrometers. Wissenschaftler können ihre Bewerbungen bis zum 31. Dezember 2008 einreichen bei:

Vorsitzer des Helmholtz-Fonds e.V.
Prof. Dr. Ernst O. Göbel
Präsident der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt
Bundesallee 100
D-38116 Braunschweig

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Kunststoffbeschichter gründen eigene Organisation

17. Juni 2008 - Ende April gründete sich der Fachverband Galvanisierte Kunststoffe e.V. (FGK). Nach der Gründungsversammlung schloß sich unmittelbar die erste Mitgliederversammlung an, in der Jörg Püttbach zum Vorsitzenden und Peter Fischer, Christian Falk und Reinhard Hoffmann zu Stv. Vorsitzenden gewählt wurden.
Die Aufnahme der Verbandsaktivitäten erfolgt zum 01. Januar 2009 nach endgültigen Abschluss der Gründungsformalitäten wie notarieller Vereinsregistereintragung und internem Organisationsaufbau - mit diesem wurde der Zentralverband Oberflächentechnik e.V. in Hilden beauftragt.
Der „Fachverband Galvanisierte Kunststoffe e. V.“ wird qualifizierte Industrieunternehmen der Oberflächentechnik mit dem Schwerpunkt dekorative und funktionelle galvanische Oberflächen auf Kunststoffen für die Automobil- und Zulieferindustrie repräsentieren. Zweck des Verbandes wird sein, durch eine gemeinsame strategische Ausrichtung die Interessen seiner künftigen Mitglieder wahrzunehmen, insbesondere durch Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen Institutionen, mit Verbänden und sonstigen Stellen und Einrichtungen auf dem Gebiet der galvanischen Kunststoffbeschichtung. Ferner wird der FGK die künftigen Mitglieder bei allen Themen von branchenweitem Interesse unterstützen. Unternehmen, die ein Interesse an einer Mitgliedschaft haben, können ihr Interesse bis zur Aufnahme der Verbandsaktivitäten dem Zentralverband Oberflächentechnik e.V., mail@zvo.org, mitteilen.

Weitere Informationen unter www.zvo.org


Wissenschaft hat viele Fans

16. Juni 2008 - 188.000 Besuche zählten die Teilnehmereinrichtungen der Langen Nacht der Wissenschaften 2008 in Berlin und Potsdam (2007: 157.000). Mehr als 4.000 Gäste kamen zudem in die „Schnellste Ringbahn“, um sich in die Geheimnisse des größten Teilchenbeschleunigers der Welt einweihen zu lassen. Somit kann die Lange Nacht der Wissenschaften in diesem Jahr einen weiteren Rekord verzeichnen – denn mit 66 wissenschaftlichen Einrichtungen und 1.800 Programmpunkten war die achte Lange Nacht der Wissenschaften so groß und vielfältig wie noch nie.
"Die Wissenschaft in der Region hat sich in der vergangenen Nacht von ihrer besten Seite gezeigt. Tausende Wissenschaftler, Mitarbeiter und Studierende haben ihre Projekte vorgestellt und unseren Gästen ein eindrucksvolles Bild vom Forschungspotenzial in Berlin und Brandenburg gezeichnet", hebt Prof. Dr. Günther Tränkle, Vorsitzender des Kuratoriums der Langen Nacht der Wissenschaften und Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik, das Engagement aller Beteiligten hervor.
"Eigene Erfahrungen mit Experimenten und persönliche Begegnungen mit Wissenschaftlern hinterlassen einen besonders nachhaltigen Eindruck, dafür ist eine Wissenschaftsnacht hervorragend geeignet. Für uns Wissenschaftler selbst sind diese Begegnungen Herausforderung und Vergnügen gleichermaßen. Wir freuen uns jedenfalls schon jetzt auf das kommende Jahr." Die Lange Nacht der Wissenschaften 2009 findet am Samstag, den 13. Juni 2009, statt.

Weitere Informationen unter www.langenachtderwissenschaften.de


Wechsel in der Geschäftsführung bei OFTECH

13. Juni 2008 - Die Oftech Oberflächentechnik GmbH & Co. KG bekommt einen neuen Geschäftsführer. Ab sofort übernimmt Dipl.-Ing. Ralf Becker-Mondré den Troisdorfer Betrieb mit seinen 25 Mitarbeitern. Der 45-Jährige tritt die Nachfolge von Paul Banischewski an, der die Firma fast zwanzig Jahre lang geleitet und zu einem führenden Unternehmen der Galvanotechnik ausgebaut hat – und sich nun in den wohlverdienten Ruhestand zurückzieht.
Der gebürtige Kölner und gelernte Versorgungsingenieur Becker-Mondré hatte bis Anfang dieses Jahres einen Betrieb zur Rohr-Innensanierung geführt. Der Vater von drei Töchtern übernimmt die OFTECH Oberflächentechnik kurz vor Fertigstellung einer Produktionserweiterung und der Abwasser-Kreislaufanlage. Noch in diesem Jahr soll das Pilotprojekt, das unter anderem vom Bundesumweltminister gefördert wird, abgeschlossen und die Anlage offiziell eröffnet werden.

Weitere Informationen unter www.oftech.de


Größte Brückenmessmaschine von Carl Zeiss für Lockheed Martin

12. Juni 2008 - Carl Zeiss hat die Brückenmessmaschine MMZ B Plus an Lockheed Martin übergeben. Es ist die größte Brückenmessmaschine, die das Unternehmen jemals gebaut hat.
Während der offiziellen Eröffnungsfeier bei der Lockheed Martin Aeronautics Company in Fort Worth, Texas (USA), haben Bob Fiorentini, Leiter des Bereichs Globale Produktion des Überschall-Kampfjets F-35, und Larry Pike, Leiter des Bereichs Qualität, Carl Zeiss und anderen Projektbeteiligten ihre Anerkennung ausgesprochen. „Diese Messmaschine ermöglicht uns die Überwachung des eigentlichen Produktionsprozesses und erlaubt den Übergang von individueller Teileprüfung zur Prozessvalidierung“, sagte Larry Pike. Für Lockheed Martin war es die Fertigstellung einer mit Lean Manufacturing für F35-Komponenten optimierten Messeinrichtung. Die F-35 Lightning II ist ein Überschall-Kampfjet, der weltweit eine ganze Reihe bestehender Flugzeuge ersetzen soll.
Carl Zeiss entwickelte für das Projekt die Brückenmessmaschine MMZ B Plus mit einem Messbereich von 5 x 16 x 2,5 m. Mit einer Länge von 16 Metern kann die MMZ B Plus die Tragflächen aufnehmen und ihre Außenhaut hochpräzise vermessen. Die Maschine wird auch zum Messen von aerodynamischen Werkzeugen, Windkanalmodellen, Modulen im Maßstab 1:1 und anderen Elementen der Flugzeugzelle eingesetzt.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de/imt


Countdown für die "Klügste Nacht des Jahre"

11. Juni 2008 - Einmal jährlich laden Berliner und Brandenburger Wissenschaftseinrichtungen zur "Klügsten Nacht des Jahres" ein. Immer mehr Häuser – in diesem Jahr sind es 66 teilnehmende Institutionen – öffnen ihre Labore und Hörsäle, ihre Archive und Bibliotheken. Das einzigartig umfangreiche und vielseitige Programm umfasst mehr als 1.800 einzelne Veranstaltungen, von denen mehr als 700 noch nie in einer Wissenschaftsnacht präsentiert wurden.&xnbsp;
"Die Lange Nacht der Wissenschaften ist das ideale Abendprogramm für alle, die Neues entdecken wollen oder Antworten auf konkrete Fragen suchen – unabhängig von Alter, Beruf und Ausbildung", betont Prof. Dr. Günther Tränkle, Direktor des Ferdinand-Braun-Instituts für Höchstfrequenztechnik und Vorsitzender des Kuratoriums der Langen Nacht der Wissenschaften. "Wir wünschen uns in diesem Jahr wieder sehr viele neugierige Besucher, die uns Wissenschaftlern ruhig auf den Zahn fühlen können. Die Lange Nacht der Wissenschaften ist eine hervorragende Gelegenheit für uns, den aktuellen Stand von Forschung und Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zu erläutern."
Um die Besucher zu den Veranstaltungsorten zu bringen, fahren am kommenden Samstag 49 Sonderbusse auf einem Streckennetz von insgesamt 140 km Länge. Mehr als 50 Guides werden unterwegs sein, um den Besuchern auf ihrem Weg in die nächtliche Wissenschaftsschau behilflich zu sein. Organisiert und finanziert wird die Lange Nacht der Wissenschaften, die in Berlin und Potsdam seit 2001 jährlich stattfindet, in großen Teilen von den beteiligten wissenschaftlichen Einrichtungen selbst. Unterstützt wird diese Veranstaltung von vielen regionalen Partnern, unter anderem und besonders von der Berlin Partner GmbH, der S-Bahn Berlin GmbH sowie der Wall AG.
Die Tickets für die Lange Nacht der Wissenschaften sind seit dem 22. Mai 2008 in allen Verkaufsstellen und Kundenzentren sowie an den Fahrscheinautomaten der S-Bahn Berlin GmbH erhältlich. Sie können außerdem unter www.LangeNachtDerWissenschaften.de bestellt sowie während der Veranstaltung an den Abendkassen erworben werden. Die Eintrittskarten gelten gleichzeitig als VBB-Fahrausweis Tarifbereich Berlin ABC (Kombi-Ticket).
Im Vorverkauf (bis 13. Juni 2008): Kombi-Ticket 10 € / erm. 6 € / Familie 20 € Am Veranstaltungstag (14. Juni 2008 ganztags): Kombi-Ticket 12 € / erm. 8 € / Familie 24€

Weitere Informationen unter www.LangeNachtDerWissenschaften.de


Jahrestagung des Deutschen Farbenzentrums - FARBINFO 2008

10. Juni 2008 - "Farbe verstehen" lautet das Motto der diesjährigen Tagung des Deutschen Farbenzentrums, die traditionell wieder im Oktober stattfindet. Vom 24. bis 26.10.2008 treffen sich Farbinteressierte unterschiedlichster Branchen im Deutschen Architekturzentrum in Berlin, um ihre Erfahrungen und Kenntnisse auszutauschen.
Fachleute aus dreizehn Wissensgebieten werden allgemeinverständlich und kompetent über den aktuellen Kenntnisstand in verschiedensten Bereichen der Farbe berichten. Farbtrends, Farbgestaltung, Kommunikation mit Farben, Farbpädagogik, aber genauso Farbmetrik und Farbtechnologie sind nur einige der Themengebiete, die auf der diesjährigen Tagung relevant sind. Wie auch in den Vorjahren werden am dritten Tag themenbezogene Exkursionen angeboten.
Im Ausstellungsbereich werden neue Produkte und Arbeitsmittel für die Farbgestaltung vorgestellt und ein umfassender Überblick über Fachliteratur zum Thema Farbe geboten. Die Tagung ist für jedermann zugänglich, für Mitglieder des Deutschen Farbenzentrums und Frühbucher gibt es ermäßigte Tagungsgebühren.

Weitere Informationen unter www.deutsches-farbenzentrum.de


Oerlikon Balzers – das erste Beschichtungsunternehmen im indonesischen Markt

9. Juni 2008 - Oerlikon Balzers und PT. Artoda Global haben einen Joint-Venture-Vertrag für ein neues Beschichtungszentrum am Standort Jakarta unterzeichnet. PT. Artoda Global ist ein indonesisches Unternehmen mit gut ausgebautem Netzwerk in Indonesien und insbesondere Japan. Die Tätigkeit der Artoda-Gruppe mit ihren über 50 Konzerngesellschaften erstreckt sich über sämtliche Bereiche des Automobilbaus.
Das Joint Venture wird den zunehmenden Bedarf der indonesischen Wirtschaft nach modernen Beschichtungen abdecken und vornehmlich die einheimischen Motorrad- und Automobilbranchen bedienen. Die indonesische Regierung hat zudem unlängst das erste Freihandelsabkommen unterzeichnet. Der Vertrag mit Japan tritt auf Anfang 2009 in Kraft und ermöglicht es japanischen Unternehmen, weitere Produktionsstätten in Indonesien zu eröffnen. In diesem Zusammenhang profitiert Oerlikon Balzers künftig stark von den langjährigen, sehr engen Beziehungen zwischen PT. Artoda Global und japanischen Firmen mit Niederlassungen in Indonesien.
Mit dem Zugang zum indonesischen Markt erweitert Oerlikon Balzers ihr globales Netzwerk für Beschichtungsdienstleistungen auf über 80 Produktionszentren in 31 Ländern.

Weitere Informationen unter www.oerlikon.com/balzer


Neue Fachmesse O&S für Oberflächen und Schichten erfüllt alle Erwartungen

6. Juni 2008 - Sowohl Aussteller als auch Besucher äußerten sich sehr zufrieden über den gesamten Verlauf der ersten O&S, Internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen, die am 5. Juni nach drei Messetagen in Stuttgart zu Ende gegangen ist. 317 Aussteller aus allen Bereichen der Oberflächentechnik und rund 5.000 Fachbesucher nutzten die Messe zum Präsentieren und Informieren über neue Entwicklungen und Verfahren unter anderem aus den Bereichen der Lackier- und Galvanotechnik, der Teilereinigung und Vorbehandlung sowie der industriellen Plasma- und Lasertechnik.
Ein Vorteil für die Besucher: Die Lage Stuttgarts im Herzen einer der wichtigsten Wirtschaftsregionen Europas und damit die Nähe zu den größten Anwenderbranchen Maschinen- und Fahrzeugbau, der Metallverarbeitung und der Elektrotechnik. 27 Prozent der Besucher stammten aus der Region im Umkreis von 300 Kilometern, 35 Prozent aus einer Entfernung über 300 Kilometern. Gleichzeitig wirkte sich die gute Anbindung des Messestandorts positiv auf die internationale Beteiligung aus. 16 Prozent der Besucher kamen aus dem Ausland, überwiegend aus der Schweiz, Österreich, Frankreich, Italien und Osteuropa. „Damit haben wir unser Ziel, in Kooperation mit der Messe Stuttgart eine internationale Fachmesse für die gesamte Oberflächenbranche in Süddeutschland zu bieten, erreicht. Die Zahl der Aussteller sowie die Qualität der Besucher hat unsere Erwartungen übertroffen“, so Wolfang Pech, Geschäftsbereichsleiter der Deutschen Messe, Hannover. Und Ulrich Kromer von Baerle, Geschäftsführer der Messe Stuttgart, erklärt: "Das ist ein sehr gutes Ergebnis für diese Erstveranstaltung und bestätigt die Entscheidung für den Messestandort Stuttgart."
Auch die Aussteller sind mit dem Messeverlauf der ersten O&S zufrieden, wie Christoph Matheis, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Oberflächentechnik e.V. (ZVO), stellvertretend für seine Verbandsunternehmen bestätigt: „Die Resonanz unserer Mitglieder ist überwiegend positiv. Besonders erfreulich ist, dass es gelungen ist, zahlreiche Besucher aus der Zulieferindustrie für die O&S zu gewinnen. Unsere Erwartungen wurden entsprechend erfüllt und wir werden auch bei der nächsten O&S gerne wiederkommen.“
Dr. Martin Riester, Leiter Fachabteilung Oberflächentechnik im VDMA ergänzt: „Die O&S hat einen ordentlichen Start hingelegt. Die zurückhaltenden Erwartungen unserer Aussteller sind übertroffen worden. Diesen positiven Schwung gilt es nun für die O&S 2010 mitzunehmen, so dass die aktuelle Wettbewerbssituation dann kein Thema mehr sein wird.“ Riester erwartet, dass sich die O&S langfristig als Querschnittsmesse für die Oberflächentechnik etabliert. „Dann werden auch die Bereiche Lackier- und Plasmatechnik auf Aussteller- und Besucherseite ein stärkeres Gewicht bekommen.“
Die Qualifizierung der Messebesucher bestätigt die Besucherumfrage. Mit 76 Prozent kommt der Hauptanteil aus der Industrie, wobei 90 Prozent der Befragten angaben, in Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen eingebunden zu sein. Drei Viertel davon plant innerhalb der nächsten Monate Investitionen, 22 Prozent von ihnen in einer Höhe von über 250.000 Euro.
Sowohl in der Galvano- als auch der Lackiertechnik standen besonders die Themen Energieeffizienz und Umweltfreundlichkeit im Fokus – auch vor dem Hintergrund steigender Energiekosten. Moderne Anwendungen der UV-Technologie, eine längere Haltbarkeit der Produkte und ein schonender Umgang mit Rohstoffen können hier zu einer Verringerung von CO2-Emissionen und Produktionskosten führen. Dass die moderne Oberflächentechnik heute in nahezu allen Bereichen der produzierenden Industrie zum Einsatz kommt und auch weiter an Bedeutung gewinnt, zeigt ein Blick auf die zahlreichen Branchen, aus denen die Besucher stammen. Neben dem Maschinen- und Anlagenbau, der Automobilindustrie und deren Zulieferer, sowie der Elektro- und Kommunikationstechnik waren darunter auch das Baugewerbe, die Kunststoffindustrie, die Medizintechnik, die optische Industrie und die Metallindustrie sowie designorientierte Branchen wie Schmuck und Hersteller von Armaturen und Beschlägen.
Auf reges Interesse gestoßen ist bei den Besuchern das O&S-Forum, das vom Stuttgarter Fraunhofer Institut für Produktionstechnik und Automatisierung (IPA) organisiert wurde und während der gesamten drei Messetage Fachvorträge und Anwenderberichte zu den verschiedenen Themenschwerpunkten präsentierte. Zahlreiche Besucher nutzten das Forum als Branchenplattform und zum gemeinsamen Austausch. 95 Prozent des Fachpublikums zeigten sich zufrieden mit dem Informationsangebot an den Ständen und 78 Prozent haben ihren Messebesuch als lohnenswert empfunden.
Die O&S ist eine optimale Ergänzung als Branchenplattform für die Oberflächentechnik in Süddeutschland im zweijährigen Wechsel mit der SurfaceTechnology in Hannover. 84 Prozent der Besucher empfehlen die O&S weiter und 53 Prozent der Besucher gaben an, dass die Bedeutung der O&S in den nächsten Jahren zunehmen wird. Die nächste Fachmesse O&S für Oberflächen und Schichten findet vom 8. bis 10. Juni 2010 wieder auf der Neuen Messe Stuttgart statt.

Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


Explosionen vermeiden, Prozesse sichern

6. Juni 2008 - Um das hohe Sicherheitsniveau in der Prozessindustrie aufrecht zu erhalten, muss aktuelles Wissen bestmöglich genutzt und stetig weiterentwickelt werden. Auf dem ersten „International Symposium for Process- and Explosion Protection“ kommen Experten und Praktiker aus Anlagensicherheit und Explosionsschutz zusammen, um neueste Erkenntnisse zu präsentieren und zu diskutieren. Themen sind dabei unter anderem aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Sicherheitskonzepte, Explosion Engineering, Normen und Gesetze, Angewandte Forschung sowie Elektrischer Explosionsschutz und Anlagensteuerung.
Parallel zu den Messen Powtech und TechnoPharm wird das erste internationale Symposium am 30. September und 1. Oktober 2008 vom VDI Wissensforum und DEKRA EXAM in Nürnberg veranstaltet. Am Vortag findet ein Pre-Workhop statt, der Hilfestellungen zu konkreten Fragestellungen und praxistaugliche Lösungsvorschläge zu den Anforderungen der Betriebssicherheitsverordnung gibt.
Insgesamt präsentieren Experten aus neun Ländern 22 Fachvorträge, die Konferenzsprache ist Englisch. Die Beitragsthemen reichen dabei von neuen Sicherheitskonzepten für die Verwendung von Wasserstoff und Biogasanlagen über Erfahrungen aus Unfallberichten, der Interpretation der Normung in der Praxis sowie praktischen Forschungsergebnissen bis hin zu nützlichen Beiträgen zur Druckentlastung. Zwischen den Vorträgen gibt es jeweils genug Raum für Fragen und Diskussionen. Zudem besteht an beiden Tagen die Möglichkeit, in einer Plenardiskussion Fragen zu eigenen Sicherheitsproblemen einzubringen. Teilnehmer haben so die Möglichkeit, von anerkannten Experten individuelle Empfehlungen zu erhalten.
Der Pre-Workhop „Betrieb und Prüfungen von Anlagen mit explosionsgefährdeten Bereichen nach Betriebssicherheitsverordnung" findet am Vortag des Symposiums statt. Zum Ziel hat der auf Deutsch stattfindende Workshop unter anderem, Antworten auf folgende Fragen herauszuarbeiten: Wie werden die rechtlichen Anforderungen zum Explosionsschutz in die Praxis umgesetzt? Wie können die geforderten Prüfungen regel- und gleichzeitig praxisgerecht umgesetzt werden? Was müssen befähigte Personen können und welche Verantwortung gehen sie ein? Wie weise ich den ordnungsgemäßen Betrieb mittels Dokumentation nach? Die einzelnen Blöcke werden durch Vorträge eingeleitet, der Schwerpunkt liegt allerdings in der Diskussion und dem Erfahrungsaustausch zwischen den Seminarleitern und den Teilnehmern.
Anmeldung und Programm unter

Weitere Informationen unter www.vdi.de/explosion


BASF Coatings erhält Ford World Excellence Award

5. Juni 2008 - Ökologische und soziale Verantwortung ist für die BASF Coatings ein strategischer Schlüssel zum nachhaltigen Erfolg. Jetzt hat das Unternehmen für seine Leistungen im Bereich Corporate Responsibility den "Ford World Excellence Recognition of Achievement Award" erhalten.
Damit zählt BASF Coatings zu den führenden internationalen Lieferanten des Automobilherstellers, die mit einer "Anerkennung für besondere Leistungen" ausgezeichnet wurden. "Diese Auszeichnung für herausragende Leistungen im Bereich Corporate Responsibility ist für uns eine große Ehre“, sagt Ed Guerrini, Global Account Manager Ford bei BASF, und weiter: „Ich habe selbst erlebt, wie ernsthaft sich die Mitarbeiter der BASF Corporation für Corporate Responsibility engagieren, und wir freuen uns sehr, dass dieses Engagement von unserem Kunden, der Ford Motor Company, anerkannt wird."
Ford hat die World Excellence Awards insgesamt zum zehnten Mal verliehen. Ausgezeichnet wurden die Lieferanten, die in den Bereichen "Neue verbraucherorientierte Technologie", "Ford-Garantiekostensenkungsprogramm", "Corporate Responsibility" sowie "Diversität und Einsatz zum Wohl der Allgemeinheit" wichtige Maßnahmen angestoßen haben. BASF ist seit vielen Jahren Lieferant der Ford Motor Company. Als weltweit größter Zulieferer chemischer Produkte für die Automobilindustrie liefert BASF Chemikalien, die die Fahrzeuge besser machen – von der Außenhaut bis zum Antriebsstrang, vom Innenraum bis zum Fahrwerk.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


O&S in Stuttgart gestartet

3. Juni 2008 - Mit mehr als 300 Ausstellern ist die O&S, die internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen, heute in Stuttgart gestartet. Auf insgesamt 13.000 Quadratmetern Brutto-Ausstellungsfläche präsentieren die Unternehmen einen Überblick über Fortschritte und Entwicklungen zu den Themen der Galvanisierungs- und Beschichtungsindustrie sowie der Lackiertechnik.
40 Unternehmen kommen aus dem Ausland. Den Schwerpunkt bilden hier die Länder Italien, die Niederlande und die Schweiz, gefolgt von Frankreich, Österreich, Russland, Polen, Tschechien, der Slowakei und Slowenien. Die Veranstalter erwarten rund 6.000 Besucher aus dem In- und Ausland. Die O&S wird somit zu dem zentralen Branchentreff in Süddeutschland und bildet im zweijährigen Turnus eine optimale Ergänzung zur SurfaceTechnology im Rahmen der HANNOVER MESSE.

Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


67. Emailtechnischer Kursus

2. Juni 2008 – Das Informations- und Bildungszentrum Email e.V. veranstaltet im Auftrag des Deutschen Email Verbandes e.V. erneut einen emailtechnischen Kursus. Die erfolgreiche Weiterbildungsmaßnahme wird als einzige überbetriebliche Intensivschulung nunmehr in 67. Auflage durchgeführt. Der diesjährige Schulungskurs findet vom 15. bis 19. September 2008 an der Fachhochschule Südwestfalen in Iserlohn als Kurs III statt.
Die gesamte Kurstrilogie ist so konzipiert, dass ein jederzeitiger Einstieg problemlos möglich ist. Vorkenntnisse aus den Kursen I und II sind für eine erfolgreiche Teilnahme nicht erforderlich. Mit rund 20 praxisrelevanten Vorträgen und einer Werksbesichtigung bei Miele in Gütersloh vermittelt das einwöchige Seminar fundierte Grundlagen der Emailtechnik. Die Teilnehmergebühren für den Schulungskurs betragen 800,-- € für Verbandsmitglieder und 1.150,-- € (jeweils zuzüglich MwSt.) für Nichtmitglieder. Zum Kursende wird ein Abschlusstest angeboten nach dessen Bestehen die Teilnehmer ein qualifiziertes Zertifikat erhalten, das nach drei erfolgreich absolvierten Kursen zum Verbandsexamen führt. Nähere Informationen gibt es beim:

Informations- und Bildungszentrum Email e. V.
An dem Heerwege 10, 58093 Hagen
Telefon: 02331/788651, Fax: 02331/22662
E-Mail: info@emailverband.de


Made in Germany: Die Porsche-Erfolgsgeschichte

30. Mai 2008 - Porsche feiert Jubiläum: Vor genau 60 Jahren wurde der Grundstein für das familiengeführte Industrie-Unternehmen gelegt, dessen Aufstieg aus bescheidenen Anfängen zum bedeutendsten Sportwagenhersteller der Welt damals sicher niemand vorherzusagen gewagt hätte.
Es war am 8. Juni 1948, als ein neues Kapitel Automobilgeschichte aufgeschlagen wurde. An diesem Tag erhielt der erste Porsche-Prototyp mit der Fahrgestellnummer 356-001 seine Straßenzulassung. „Am Anfang schaute ich mich um, konnte aber den Wagen, von dem ich träumte, nicht finden. Also beschloss ich, ihn mir selbst zu bauen“, sagte Ferry Porsche – und bis zum heutigen Tag prägt dieser besondere Tüftler- und Pioniergeist die Philosophie des Unternehmens.

Zwar hat Porsche in den vergangenen sechs Jahrzehnten nicht nur Höhen, sondern auch Tiefen erlebt. Doch dank effizienter Produktionsmethoden, einer klaren Markenführung und innovativer Modelle, wie dem 356 und dem 911, dem Boxster und dem Cayenne, hat sich der ehemals kleine Sportwagenspezialist in rasantem Tempo zu einem der erfolgreichsten und profitabelsten Automobilhersteller der Welt entwickelt.

Weitere Informationen unter www.porsche.de


Runter mit den Pfunden - Spezialler Maskenlack für Airbus

29. Mai 2008 - Mit einem ganz speziellen Maskenlack sorgen die Experten von Relius, die zum Unternehmensbereich Coatings der BASF-Gruppe gehören, für millimetergenau abgespeckte Airbus-Teile.
Hoch über den Wolken zählt jedes Pfund. Die großen und ohnehin schon dünnen Aluminium-Bauteile werden zum großen Teil chemisch reduziert. Damit ausschließlich die gewünschten Stellen abgetragen werden, haben Experten von RELIUS speziell für das Airbus-Werk im norddeutschen Nordenham einen lösemittelfreien und schnell härtenden zwei-komponentigen (2K)- Maskenlack entwickelt. Der schützt das Aluminium im ätzenden Natronlaugebad – nur die nicht lackierten Flächen werden gewichtsreduziert.
Der 2K-Maskenlack von Relius kommt vor dem chemischen Fräsen zum Einsatz: Mit einer speziellen Spritzanlage werden die Flugzeugbauteile vollständig mit Maskenlack überzogen. Nach 30 Minuten Trockenzeit schneidet ein computergesteuerter Laser nach vorgegebener Geometrie den getrockneten Lack ein. Der Schneidrückstand im Schnittgraben dient als Selbstversiegelung. Somit entfallen aufwendige Versiegelungsarbeiten. Die eingeschnittenen Stellen können ganz einfach per Hand abgezogen werden.
Dann geht das gesamte Bauteil in der Natronlauge baden. Die nicht lackierten Flächen werden von der Lauge angegriffen und millimetergenau ausgedünnt. So wird das Aluminium von sechs auf bis zu zwei Millimeter abgetragen. Alle anderen Bereiche sind zuverlässig durch den 2K-Maskenlack geschützt. Sie behalten ihre ursprüngliche Stärke. Nach dem chemischen Fräsen wird der 2K-Maskenlack wieder restlos vom Bauteil entfernt.
Das Verfahren, mit Hilfe von Maskenlack Aluminium chemisch abzutragen, wird seit mehr als 35 Jahren angewendet. Was macht also gerade 2K-Maskenlacke von Relius so einzigartig? "Das Besondere an unserem Maskenlack ist, dass er lösemittelfrei und schnell härtend ist", erläutert Dieter Hohnholz, Leiter Neue Technologien, der maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war. "Es gibt kein vergleichbares Produkt auf dem Markt." Der rückstandsfrei abzuziehende Lackfilm muss nicht als Sondermüll entsorgt werden. Zudem konnte das Airbus-Werk in Nordenham seine Lösemittel-Rückgewinnungsanlage komplett abstellen.
Der 2K-Maskenlack besteht aus zwei Komponenten: Stammlack und Härter. Sie werden getrennt geliefert und erst in einer speziellen Spritzanlage beim Auftragen gemischt. Mit dem neuen Relius-Lack ist nur noch ein Spritzgang notwendig – bei konventionellen Maskenlacken waren es zwei bis drei. Durch die kurze Verarbeitungszeit von 12 bis 13 Sekunden können auch senkrechte und runde Teile ohne Probleme beschichtet werden. Nach 30minütiger Gesamttrockenzeit kann der Lack weiterbearbeitet werden. Diese Innovation spart wertvolle Zeit – früher waren hierfür vier Stunden notwendig.
Die lange Entwicklungszeit von acht Jahren hat sich gelohnt: Das Airbus-Werk in Nordenham verwendet das innovative Produkt beim Rumpfschalenbau des größten Verkehrsflugzeugs der Welt, dem A380. Pro Woche liefert RELIUS zwei Container Maskenlack und Härter nach Nordenham.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Mahr Technologietage und 2. Symposium: "Trends in der automatisierten Messtechnik"

28. Mai 2008 - Die Qualitätssicherung in der Fertigung wird immer anspruchsvoller: Mehr Werkstücke müssen schneller, genauer und zugleich kostenoptimierter gemessen werden. Die Mahr-Technologietage 2008, die vom 10. bis 12. Juni in Göttingen statfinden, widmen sich dem Alltag in der Praxis. Die Schwerpunktthemen eröffnen konkrete Perspektiven für effiziente und hochgenaue Messungen im Fertigungsalltag.
Mehr Tempo bei den Messverfahren: Schneller, einfacher und eine größere Anzahl an Werkstücken zu vermessen. Das ist der Wunsch vieler Mitarbeiter in der Fertigung und in Messräumen bei der Qualitätssicherung. Doch der Wunsch wird Wirklichkeit: mit Messgeräten, die hochgenau messen, automatisiert arbeiten und zudem einfach zu bedienen sind. So lässt sich schnell das Tempo in der Qualitätssicherung steigern und dadurch wesentlich wirtschaftlicher arbeiten. Das diesjährige Symposium bei Mahr beleuchtet die aktuellen Trends bei der automatisierten Messtechnik von verschiedenen Seiten.

Weitere Informationen unter www.mahr.de


Interseroh übernimmt das Stahl- und Metallrecyclinggeschäft von Alba

27. Mai 2008 - Die zur Kölner Dienstleistungs- und Rohstoffhandelsgruppe Interseroh AG gehörende Interseroh Hansa Recycling GmbH, Dortmund, will über eine Tochtergesellschaft aufgrund einer Vereinbarung vom 26. Mai 2008 die Albametall GmbH, Berlin, im zweiten Halbjahr 2008 übernehmen. Diese bündelt die Stahl- und Metallrecyclingaktivitäten des in Berlin beheimateten Entsorgungsunternehmens ALBA AG.
Gegenstand der Akquisition sind mehrere Gesellschaften mit rund 35 Standorten, die zum Teil vollständig im Besitz der Albametall GmbH sind und zum Teil in Joint Ventures mit Dritten geführt werden. Die Unternehmen befinden sich vorrangig in Berlin, Brandenburg, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern sowie in Sachsen und Niedersachsen. Die Albametall-Gruppe hat 2007 rund eine Million Tonnen Stahl- und Metallschrotte vermarktet.
Die Interseroh-Gruppe mit Sitz in Köln, über 70 Standorten und rund 1.800 Mitarbeitern in Europa steht für qualitativ hochwertiges Recycling und moderne Kreislaufwirtschaft. Sammeln, Transportieren, Aufbereiten und Verwerten leerer Verpackungen, ausgedienter Produkte und von Altmetallen in mehreren europäischen Ländern sind ihre Aufgaben. Interseroh garantiert der Industrie für ihre Produktion so die Beschaffung wertvoller Sekundärrohstoffe, die weltweit gehandelt werden. Im Jahr 2007 waren dies über 5,8 Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe, die Gruppe erwirtschaftete einen Umsatz von rund 1,75 Milliarden Euro.

Weitere Informationen unter www.interseroh-news.de


Wagner VertiCube HiCoat Kabine – Das Konzept der schwebenden Wolke

26. Mai 2008 - Gleichmäßige Schichtstärkenverteilung und hohe Materialeinsparungen sind die beiden wichtigsten Vorteile des neuen Wagner-Kabinenkonzepts VertiCube. Aufgrund einer nahezu waagrechten Strömungsführung innerhalb der Kabine lässt sich eine zusätzliche Tiefenwirkung auch mit wenig Pulver und geringeren Luftmengen realisieren.
Die VertiCube von Wagner ist die erste Kabine auf dem Markt, die statt der sonst üblichen vertikalen Luftströmung einen waagrechten Luftstrom erzeugt. Explizit bei Werkstücken, die einen freuen Materialfluss um das Produkt herum erlauben (z. B. offene Teile), erzielt diese horizontale Strömung optimale Beschichtungsergebnisse. In der VertiCube-Kabine entsteht eine sehr weiche Pulverwolke, die quasi in der Kabine steht bzw. um das Werkstück herum schwebt. Diese „schwebende Pulverwolke“ ermöglicht eine optimale vertikale Schichtstärkenverteilung sowie die Minimierung des Pulververbrauches.
Bei der VertiCube befindet sich gegenüber den Pistolenschlitzen ein vertikaler Absaugkanal, der direkt in die Kabinenwand eingelassen ist. Das Prinzip der vertikalen Kanäle an sich ist kein neues Thema. Die maßgebliche Innovation ist dabei vielmehr die richtige Auslegung der Absauggeschwindigkeiten durch geeignete Öffnungen, mit deren Hilfe die Pulverwolke zum Schweben gebracht wird. Auch die Kombination von vertikalem Kanal mit horizontalem Kanal für die Bodenreinigung ist eine entscheidende Neuheit in Bezug auf optimierte Strömungsverhältnisse im Kabinenbereich.
VertiCube ist ein weiterer wichtiger Baustein innerhalb des HiCoat-ED-Konzepts bei Wagner und wird ausschließlich in Kombination mit HiCoat-C4-Pistolen betrieben.

Weitere Informationen unter www.wagner-group.com


Neuer Leitfaden verbessert Sicherheitsmanagement

22. Mai 2008 - Mit einem neuen Leitfaden Sicherheit, Gesundheit, Umweltschutz, kurz SGU, gibt das Land Rheinland-Pfalz kleinen und mittleren Unternehmen zukünftig Hilfestellung, das betriebliche Sicherheitsmanagement entscheidend zu verbessern. Unter www.sgu-leitfaden.de finden Betriebsinhaber Antworten auf Fragen, für deren Beantwortung sie bisher viel Zeit aufwenden mussten.
Nach wie vor geschehen zu viele Arbeitsunfälle. Ihre Zahl ist in klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) in Rheinland-Pfalz etwa doppelt so hoch wie bei Großunternehmen (2006: 48.000 Unfälle in insgesamt ca. 190.000 KMU; 99% aller Betriebe in RP gehören zu den KMU). Angesichts des Wettbewerbsdrucks und der Unmöglichkeit, in den jeweils kleinen Belegschaften vertiefte Kenntnisse im Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz aufzubauen, stößt die Einhaltung der oft komplexen Vorschriften auf große Probleme. Umweltministerin Margit Conrad erläutert: "Unser Ziel war es, den Unternehmen eine schnelle Hilfe zur praktischen Umsetzung der Vorschriften des Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutzes anzubieten."
Arbeitsministerin Malu Dreyer betont, dass mehr Sicherheit und Gesundheitsschutz ein Gewinn für alle, für die Beschäftigten und für die Unternehmen, und damit ein Standortvorteil für Rheinland-Pfalz ist. „Der neue SGU-Leitfaden erleichtert es den Unternehmerinnen und Unternehmern, den Arbeits- und Gesundheitsschutz nach ihren betrieblichen Verhältnissen umzusetzen“, so die Ministerin.
Hier setzt der neue SGU-Leitfaden an. Er enthält neben der Darstellung der allgemeingültigen Regeln auch fachspezifische Aussagen zu den Branchen Metall, Bau, Holz und Druck. Zum betrieblichen Handling besteht zum einen die Möglichkeit, online mit einer Internetversion zu arbeiten oder eine Client-Version herunterzuladen und offline damit zu arbeiten. Der Leitfaden führt den Nutzer über Checklisten und ermöglicht die Sicherheitsüberprüfung in der Hand des Unternehmens. Er kann bearbeitet werden, ohne dass der Betrieb Sorge haben muss, dass Dritte Zugang zu seinen Daten erhalten. Neben den einschlägigen rechtlichen Regelungen bietet der SGU-Leitfaden auch eine Reihe der notwendigsten Vordrucke und Anleitungen zum Download, von der Brandschutzbelehrung über das Anzeigeformular zum Mutterschutz bis hin zu Gefährdungsbeurteilungen mit Alarmplänen. Unter Ansprechpartner findet der Nutzer die Adressen, bei denen er sich bei speziellen Einzelfragen erkundigen kann.
Im neuen SGU-Leitfaden wurde besonderer Wert auf Übersichtlichkeit und Verständlichkeit gelegt, um insbesondere auch für Betriebsgründer eine Planungsgrundlage zu schaffen. Der Leitfaden ist das Ergebnis einer bisher beispiellosen Zusammenarbeit zwischen den Industrie- und Handelskammern, den Handwerkskammern, den Berufsgenossenschaften, dem Arbeits- und Sozialministerium, dem Umweltministerium, dem Landesamt für Umwelt, Wasserwirtschaft und Gesundheit sowie der Gewerbeaufsicht Rheinland-Pfalz.

Weitere Informationen unter www.sgu-leitfaden.de


Michael Middendorf verstorben - VOA trauert um langjährigen Geschäftsführer

21. Mai 2008 - Nach schwerer Krankheit ist Michael Middendorf, der Geschäftsführer des Verbandes für die Oberflächenveredelung von Aluminium (VOA), Anfang Mai 2008 in Fürth verstorben. Middendorf, der 54 Jahre alt wurde, hinterlässt Ehefrau und zwei erwachsene Söhne.
Seit nunmehr fast 16 Jahren hatte der gelernte Jurist den Branchenverband mit Sitz in Nürnberg federführend geleitet. „Seine Schaffenskraft und sein stetes Engagement für den Verband und dessen Mitglieder waren wesentlicher Beitrag für die erfolgreiche Entwicklung des VOA“, würdigte Dr. Thomas Becker, der stellvertretende Vorsitzende des Verbandes und Präsident der europäischen Dachorganisation ESTAL, den unermüdlichen Einsatz von Michael Middendorf. Höhepunkte seines Engagements sei die Verschmelzung der Gütegemeinschaft Anodisiertes Aluminium (GAA) und der Qualitätszeichen-Organisation QUALICOAT in den Branchenverband VOA im Jahre 2005 gewesen. Der gebürtige Sauerländer Michael Middendorf hatte nach Schulzeit und Bundeswehr zunächst die Juristenlaufbahn eingeschlagen. Er studierte Rechtswissenschaften an der Universität Nürnberg-Erlangen, sammelte als Referendar in verschiedenen Stationen praktische Erfahrungen und bestand schließlich im Jahre 1983 sein zweites Staatsexamen.
Als junger Rechtsanwalt widmete sich Michael Middendorf zunächst in der Fürther Kanzlei Dres Engel und Streng dem Zivil- und Arbeitsrecht. Drei Jahre später intensivierte sich der Kontakt zu Unternehmen in der Industrie, als er 1986 als Referent in den Verein der Bayerischen metallverarbeitenden Industrie (VBMI) eintrat.
Michael Middendorf leitete ab 1992 nicht nur die Geschicke des VOA, sondern war auch als Geschäftsführer des GAA tätig. Ferner war er Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Schwerer Korrosionsschutz von Armaturen und Formstücken durch Pulverbeschichtung e.V. (GSK). Außerdem engagierte sich Middendorf in der Geschäftsführung der Gütegemeinschaft für die Reinigung von Metallfassaden (GRM) und für das Internationale Qualitätszeichen für die industrielle Entlackung von Metallen und Kunststoffen (QUALISTRIP).
"Mit Michael Middendorf verliert unsere Branche einen kompetenten und zielgerichtet arbeitenden aktiven Organisator, der uns bei der künftigen Arbeit schmerzlich fehlen wird. Seine positive Lebenseinstellung und die selbst in der Zeit seiner Krankheit nie verloren gegangene Zuversicht wird uns stets in guter Erinnerung bleiben", betonte Norbert Mahler, der Vorsitzende des VOA.

Weitere Informationen unter www.voa.de


HighChem-Broschüre zu Farben und Lacken

20. Mai 2005 - Eine Welt ohne Farben und Lacke ist undenkbar. Fast alles, was der Mensch herstellt, wird heute lackiert oder angestrichen: Häuser, innen und außen, Möbel und Einrichtungsgegenstände, Fahrzeuge aller Art, Druckerzeugnisse, Kunststoffverpackungen und vieles mehr. Kaum einer hat zur Kenntnis genommen, dass die guten alten Anstrichstoffe von HighTech-Lacken - man sollte eher HighChem-Lacken sagen - verdrängt wurden. Eigentlich sollte jeder wissen, was das ist, das man im Do-it-yourself-Verfahren verstreicht oder was das Auto so richtig schick aussehen lässt. Jetzt ist es ganz einfach, sich in die Welt der Farben und Lacke einzulesen: mit "HighChem hautnah - Aktuelles zur Chemie der Farben und Lacke", erschienen bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) in Frankfurt, die diese Broschüre (ebenso wie das Deutsche Lackinstitut in Frankfurt) an Interessierte kostenloDie Broschüre basiert auf dem Internet-Auftritt www.aktuelle-wochenschau.de, mit dem die GDCh seit 2005, in jedem Jahr mit einem anderen thematischen Schwerpunkt, Oberstufenschüler, Lehrer, Studenten, Wissenschaftsjournalisten, Naturwissenschaftler, Ingenieure und Techniker - kurz: jeden Interessierten - über Aktuelles aus der Chemie informiert. 2007 hat die GDCh-Fachgruppe Lackchemie bei der Aktuellen Wochenschau Regie geführt und Woche für Woche auf die Fragen "Was ist drin im Lack?", "Wie kommt Farbe in den Lack?", Wie wird heute lackiert?", "Wie sehen moderne Lacksysteme aus?", "Was ist neu bei aktuellen Lack-Innovationen und wie wird in Zukunft lackiert?", "Was zeichnet Lacke für besondere Aufgaben aus?" und "Wie wird die Qualität der Lacke getestet?" verständliche Antworten gefunden.
Die im Mai 2008 daraus hervorgegangene Broschüre beinhaltet alle Wochen, sprich: Kapitel, der Wochenschau, jedoch in gekürzter und didaktisch aufbereiteter Form. Mühelos kann man sich auf 115 Seiten mit den Grundlagen der Chemie der Lacke und Farben vertraut machen und sich anhand typischer Anwendungen die große Spannbreite ihrer Einsatzgebiete vor Augen führen. Dabei wird auch auf Gesundheits- und Umweltschutzaspekte eingegangen. Wem die gedruckte Version zu kurz geraten ist, der kann auf einer der Broschüre beigefügten CD die Langfassungen der Kapitel mit deutlich mehr Abbildungen einsehen.
Professor Dr. Thomas Brock, der Vorsitzende der GDCh-Fachgruppe Lackchemie, empfiehlt die Broschüre insbesondere für Schule und Studium: "In Chemieunterricht und Studium werden Lacke und Farben oftmals nur am Rande oder überhaupt nicht erarbeitet. Die Beschäftigung mit diesem Themenkreis bietet aber die Möglichkeit, eine ganze Reihe gängiger chemischer Inhalte mit der Alltagswelt zu verknüpfen."
Die Broschüre ist kostenlos erhältlich bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker, Tel. 069/7917-330, E-Mail: pr@gdch.de.s abgibt.

Emailverband ehrt Prof. Dr. Peter Hellmold - Louis-Vielhaber-Gedenkmünze verliehen

19. Mai 2008 – Im Rahmen der Emailtagung, die vom 21. – 23.04.2008 in Weimar stattfand, verlieh der Deutsche Email Verband e.V. (DEV) die Louis-Vielhaber-Gedenkmünze an Prof. Dr. Peter Hellmold. Die Auszeichnung des wissenschaftlichen Leiters des Verbandes erfolgte "in Anerkennung und Würdigung seiner hervorragenden Verdienste um die Emailforschung und Emailtechnik, sowie auf dem Gebiet der Aus- und Weiterbildung."
Prof. Hellmold ist erst der siebte Empfänger der bereits 1961 in Würdigung der Verdienste Louis Vielhabers, dem ersten Geschäftsführer des Email Verbandes, geschaffenen Gedenkmünze. Zuvor erhielten u. a. Prof. Dr. Adolf Dietzel 1963 und Prof. Dr. Walter Hennicke 1992 für ihre Verdienste auf dem Gebiet der Emailforschung die Auszeichnung. Zuletzt wurde Dr. Werner Joseph 1995 für seine Verdienste auf dem Gebiet der Emailausbildung geehrt.

Weitere Informationen unter www.emailverband.de


DEV-Vorstand im Amt bestätigt - Klaus-Achim Wendel erneut Vorsitzender

16. Mai 2008 – Auf der Mitgliederversammlung des Deutschen Email Verbandes e.V. (DEV) am 20.04.2008 in Weimar wurde der amtierende Verbandsvorstand bei der nach drei Jahren turnusmäßig anstehenden Neuwahl mit großer Mehrheit bestätigt. DEV-Vorsitzender bleibt für eine weitere Periode Dipl.-Kfm. Klaus-Achim Wendel ebenso wie sein Stellvertreter Karl-Otto Heim.
Lediglich für den nach sechs Jahren auf eigenen Wunsch ausscheidenden Simon Kaastra wurde Hans Derksen (beide Ferro Techniek B.V., NL, Gaanderen) neu in das Vorstandsgremium gewählt. Dem insgesamt 11-köpfigen DEV-Vorstand gehören neben den bereits erwähnten folgende Personen an: Prof. Dr. Peter Hellmold als wissenschaftlicher Leiter sowie die Mitglieder Dr. Michael Brühl (Salzgitter Flachstahl GmbH), Dipl.-Ing. Helga Conradi (Dortmunder OberflächenCentrum GmbH), Ronald Ehrencron (Ferro Holland B.V.), Heinz Hettich (Allgeier-Email GmbH), Philipp Huber (Bergheimer Emaillierwerk GmbH & Co. KG), Dipl.-Ing. Andreas Huhn (Omeras GmbH) und Dipl.-Ing. Dieter Jacobs (Pemco Brugge BVBA).

Weitere Informationen unter www.emailverband.de


Forschungsförderung startet im Bereich Elektronik und Software

15. Mai 2008 - Die Europäischen Staaten haben mit der Gründung gemeinsamer Technologieinitiativen einen völlig neuen Weg der Forschungsförderung eingeschlagen: In öffentlich-privaten Partnerschaften bündeln die Europäische Kommission und die beteiligten Mitgliedstaaten ihre Mittel mit denen der Industrie. Am Donnerstag wurden die ersten Ausschreibungen für konkrete Förderprojekte in den Bereichen Nanoelektronik und eingebetteter Computer-Systeme veröffentlicht. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt sich daran mit einem Betrag von 21 Millionen Euro.
Die Umsetzung dieser neuen europäischen Initiativen ist Aufgabe der Gemeinsamen Unternehmungen ENIAC (European Nanoelectronics Initiative Advisory Council) und ARTEMIS (Advanced Research and Technology for Embedded Intelligence and Systems), die als öffentlich-private Partnerschaften organisiert sind. Im Rahmen dieser Programme stellen die Partner 3 Milliarden Euro (ENIAC) und 2,5 Milliarden Euro (ARTEMIS) über die nächsten zehn Jahre bereit. Etwa die Hälfte dieser Mittel stammt aus der Industrie. Die übrigen Gelder sind öffentliche Mittel, wobei zwei Drittel aus nationalen Programmen und ein Drittel von der Europäischen Union aufgebracht werden. Ziel der Förderung ist es, die Zusammenarbeit zwischen europäischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen in wichtigen Bereichen wie Gesundheit, Mobilität, Sicherheit, Energie und Umwelt zu unterstützen und strategisch auszurichten.

Weitere Informationen unter www.eniac.eu, www.artemis.eu


4. VDI-Fachtagung "Zylinderlaufbahn, Kolben, Pleuel"

14. Mai 2008 - "Der Markt fordert von der Fahrzeugindustrie eine herausragende Fahrleistung, geringen Kraftstoffverbrauch, Umweltfreundlichkeit und eine hohe Qualität zu akzeptablen Preisen", bringt Hermann-Josef Engler, Leiter Technische Entwicklung (3-und 4-Zylinder) bei Volkswagen, die Kundenbedürfnisse auf den Punkt. Dies erfordert ein kontinuierliches Optimieren der Antriebsaggregate. "Ein hoher Kostendruck führt bei den Konstruktionen zu Grenzbelastungen, insbesondere im Werkstoffbereich", beschreibt Engler, der die VDI-Tagung "Zylinderlaufbahn, Kolben, Pleuel" leitet, die schwierige Situation der Motorenbauer. Unter dem Motto "Innovative Systeme im Vergleich" veranstaltet das VDI Wissensforum die Fachtagung am 11. und 12. Juni 2008 in Baden-Baden.
Einstiegsthema ist die zukünftige Bedeutung des Verbrennungsmotors unter Berücksichtigung innovativer Antriebskonzepte. Thomas Conze und Jérome Munier von Porsche tragen zur Interaktion von Kolben und Zylinderlaufbahn beim Hochleistungs-Ottomotor unter dem Einsatz numerischer Simulationsmethoden vor. Ansätze zur Optimierung von Ölverbrauch, Reibleistung und Verschleiß per Simulation und dynamische Messverfahren gibt Marcus Grohl von Automobil-Prüftechnik Landau. Gerd Adler von Federal Mogul Wiesbaden präsentiert neue Gleitlagerlösungen für motorische Anwendungen. In drei weiteren Sektionen werden jeweils verschiedene Innovationen zu den Themen Zylinderlaufbahn, Kolben und Pleuel vorgestellt und diskutiert.
Mit der Tagung will der VDI den Dialog zwischen den Anwendern, Zulieferern, Konstrukteuren, Entwicklungsbüros und Forschungseinrichtungen fördern.

Weitere Informationen unter www.vdi.de


BASF Coatings nimmt Produktionsstätte für Lack in Russland in Betrieb

13. Mai 2008 - Die BASF Coatings hat ihren neuen Produktionsstandort für Lack in Russland in Betrieb genommen. In der neuen Anlage in Pavlovskij Posad, 60 Kilometer östlich von Moskau gelegen, können jährlich rund 6.000 Tonnen Lacke (Basislacke und Klarlacke) hergestellt werden. Der neue Standort wird Kunden im wachsenden russischen Automobilmarkt mit hochwertigen Lacken versorgen.
Zugleich bietet er den Kunden ortsnah Unterstützung auch bei Anwendungstechnik und Laborleistungen. Die BASF Coatings ist nun der erste international tätige Lackhersteller, der mit einer eigenen Produktionsanlage in Russland die Kunden ortsnah beliefern kann.
"Mit der lokalen Produktionskapazität verfügen wir über eine gute Basis, die dynamische Entwicklung des russischen Automobilmarktes mitzugestalten", erläutert Juan Ximénez-Carrillo, Leiter des Geschäftsbereichs Fahrzeugserienlacke Europa der BASF Coatings.
50 Mitarbeiter arbeiten in Pavlovskij Posad in der Produktion, dem Qualitäts-Prüflabor, dem Lager und der Werkstatt. Im Zuge wachsender Nachfrage ist die Anlage zudem auf eine Produktionsmenge von 25.000-30.000 Tonnen erweiterbar. Details zur Investitionssumme wurden nicht bekannt gegeben.
Für die einheimische Automobilindustrie, aber auch für die namhaften Hersteller aus allen Regionen hat sich Russland zu einem attraktiven Markt und Standort für die Automobilproduktion entwickelt. Russland gilt bereits heute als einer der vier weltweit größten Wachstumsmärkte und wird in den nächsten Jahren zur zweitstärksten europäischen Wirtschaftsnation hinter Deutschland heranwachsen. Alle bedeutenden Automobilhersteller inklusive der asiatischen OEM sind bereits jetzt oder werden in Kürze in Russland vertreten sein. Neben dem quantitativen Wachstum besteht in Russland auch eine steigende Nachfrage nach qualitativ hochwertigen Lacktechnologien. "Die BASF hat enge und langjährige Partnerschaften zu russischen und global tätigen Kunden, die wir mit Produkten und innovativen Lösungen für eine wirtschaftlich und ökologisch effiziente Lackierung unterstützen", unterstreicht Semen Belyakov, Leiter der BASF Coatings in Russland.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.com


BASF stärkt ihr Automobilgeschäft in Indien

9. Mai 2008 - Die BASF verstärkt ihr Angebot für die Automobilindustrie auf dem indischen Markt mit Investitionen in Produktion und Entwicklung. In Mangalore baut BASF seit Februar 2008 ein neues Farblabor für Autoreparaturlacksysteme auf und erweitert bis Ende 2008 ihre Anlage zur Produktion von Elektro-Tauchlacken.
In Chennai verdreifacht die BASF bis Anfang 2009 die Produktionskapazität ihrer Anlagen für Automobilkatalysatoren. Darüber hinaus wird die BASF an ihrem Produktionsstandort in Thane eine Anlage für die Herstellung von technischen Kunststoffen (Compoundieranlage) bauen. Diese soll im zweiten Halbjahr 2009 die Produktion aufnehmen. Technische Kunststoffe werden unter anderem im Automobilbau sowie für elektrische und elektronische Teile verwendet.
Laut Dr. Wolfgang Hapke, Leiter Geschäftsentwicklung der BASF-Region Asien-Pazifik, stellt der Automobilbereich die zweitgrößte Umsatzquelle des Unternehmens nach der Chemiebranche dar. Dabei spielt der asiatische Raum eine zunehmend wichtigere Rolle: "Die Produktionszahlen belegen, dass Asien die am schnellsten wachsende Region weltweit für die Automobilindustrie ist. Der Zuwachs der Fahrzeugproduktion beträgt dort durchschnittlich acht Prozent pro Jahr. Allein in Indien beträgt die Wachstumsrate seit einigen Jahren durchschnittlich 15 Prozent. Innovationen in der Automobilindustrie kommen zunehmend von asiatischen Unternehmen – ein Trend, den die BASF unterstützt", erklärt Prasad Chandran, Geschäftsführer der BASF India Limited.

Weitere Informationen unter www.basf.de


VDMA: Mehr als 70 Teilnehmer beim Praxistag

Der Praxistag "Oberflächentechnik für die Komponentenindustrie", den der VDMA am 6. Mai 2008 zum Thema "Oberflächen für die Komponentenindustrie" in Frankfurt/Main veranstaltete, war ein voller Erfolg. Mehr als 70 Entscheider aus dem deutschen Maschinenbau, darunter Geschäftsführer und Führungskräfte aus Forschung und Entwicklung, Fertigung, Arbeitsvorbereitung, Konstruktion und Vertrieb, informierten sich über die konkreten Anwendungsmöglichkeiten und Verbesserungspotentiale, die die Industrielle Plasma-Oberflächentechnik zu bieten hat.
Insgesamt acht Referenten namhafter VDMA-Mitgliedsunternehmen und Forschungseinrichtungen berichteten über Best-Practice-Projekte. Die Industrielle Plasma-Oberflächentechnik ist eine Schlüsseltechnologie, um den Verschleiß an hochbelasteten Maschinenkomponenten zu verringern, ihren Reibwiderstand zu mindern und den Korrosionsschutz zu verbessern. Hersteller von Komponenten nutzen diese Möglichkeiten bereits vielfach, um ihre Wettbewerbsposition mit neuen, leistungsfähigeren Produkte zu stärken. Allerdings gibt es innerhalb des Maschinenbaus noch viele Anwendungsbereiche, in denen die Potentiale der Industriellen Plasma-Oberflächentechnik nicht ausgeschöpft werden. Der wesentliche Grund dafür: die fehlende Kenntnis, wie sich die innovative Technologie in bestehende Produktionsprozesse einbinden lässt.
Es war der zweite Praxistag, den der VDMA unter dem Label "Intelligenter Produzieren (IP)" veranstaltete. Zwei weitere Praxistage werden in diesem Jahr folgen. "Mit den IP-Praxistagen greifen wir spezifische Themen für bestimmte Zielgruppen oder regionale Märkte auf", erklärt Hartmut Rauen, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA. "In Verbindung mit dem alle zwei Jahre stattfindenden Kongress wollen wir die Marke Intelligenter Produzieren zur wichtigsten produktionstechnologischen und –organisatorischen Veranstaltungsreihe machen."
"Intelligenter Produzieren (IP)" - Unter diesem Label thematisiert der VDMA die strategischen Ziele des deutschen Maschinenbaus: die Produktion in Deutschland zu steigern, die Wettbewerbsfähigkeit der Investitionsgüterindustrie zu erhöhen und die eigene Zukunftsfähigkeit zu sichern - durch Vernetzung mit der Forschung und einen exzellenten Nachwuchs. Zu diesem Zweck richtete der VDMA im Sommer 2007 den ersten IP-Kongress aus. Weitere Kongresse werden alle zwei Jahre folgen. In der Zwischenzeit wird der VDMA IP-Praxistage zu einzelnen Themenschwerpunkten veranstalten. Für 2008 sind noch folgende IP-Praxistage geplant.
1. Juli 2008: "Automatisierungstechnik für die Automobilindustrie" in Stuttgart
13. November 2008: "Condition Monitoring Systems" in Frankfurt/Main

Weitere Informationen unter www.vdam.org


Deutliches Plus bei Werkzeugmaschinenbestellungen

7. Mai 2008 – Der Höhenflug im deutschen Werkzeugmaschinenbau setzt sich 2008 nahtlos fort. Im ersten Quartal stiegen die Bestellungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 19 Prozent. Der inländische Auftragseingang zog um 16 Prozent an; die ausländischen Orders legten um 22 Prozent zu.
"In den ersten drei Monaten des Jahres sind die Bestellungen kontinuierlich angestiegen, zuletzt im März um 23 Prozent", erklärt Dr. Wilfried Schäfer, Geschäftsführer des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken). "Es gibt keine Verzerrung durch einen Basiseffekt. Deshalb ist das aktuelle Ergebnis besonders positiv zu werten." Die gute Lage bei den Bestellungen sorgt auch für einen weiteren Anstieg bei Kapazitätsauslastung und Auftragsbestand. Im April waren die Kapazitäten in der Branche zu 94,7 Prozent ausgelastet. Das lag noch über dem Schnitt des Rekordjahres 2007. Das Gleiche gilt für den Auftragsbestand. Er betrug im Februar 8,6 Monate im Vergleich zu 7,5 Monaten im Vorjahr.

Weitere Informationen unter www.vdw.de


Umweltfreundliche Lack- und Klebstoff-Rohstoffe

Mai 2008 – Die Business Unit Coatings, Adhesives, Specialties (CAS) der Bayer MaterialScience AG setzt verstärkt auf wässrige Dispersionen als Rohstoffe für Lacke und Klebstoffe. Bayer MaterialScience investiert mehr als 30 Millionen Euro in den Ausbau der Produktion wässriger Dispersionen und ist damit gut gerüstet, um der weltweit weiter steigenden Nachfrage nach diesen umweltfreundlichen Rohstoffen zu begegnen.
"Wir wollen mit innovativen, praxisgerechten und umweltverträglichen Technologien, mit einem Netz hoch effizienter Produktionsstätten in allen wichtigen Weltregionen, sowie mit unternehmerischem Weitblick und konsequenter Kundenorientierung unser Geschäft nachhaltig stärken", erläutert Dr. Joachim Wolff, Leiter der Business Unit CAS und Mitglied des Executive Committees von Bayer MaterialScience. Besondere strategische Bedeutung kommt der in der zweiten Jahreshälfte geplanten Inbetriebnahme einer neuen Produktionsanlage für Polyurethan-Dispersionen (PUD) mit einer Jahreskapazität von 20.000 Tonnen in Shanghai, China, zu. Danach wird Bayer MaterialScience über PUD-Produktionsstätten in allen wichtigen Industrieregionen verfügen. Der neue Betrieb ist vorrangig darauf ausgelegt, regionale Kunden langfristig und sicher zu versorgen und so das erwartete Marktwachstum zu begleiten. Bereits heute produziert die Business Unit CAS PUDs in Europa (Dormagen, Deutschland) sowie in Nordamerika (New Martinsville, USA). Acrylat-Dispersionen (PAC) werden künftig am Standort El Prat (Spanien) produziert. Dort ist eine deutliche Kapazitätserhöhung geplant, um das starke Wachstum bei wässrigen ein- und zweikomponentigen Anwendungen zu begleiten. Die Palette der PAC-Dispersionen umfasst sowohl klassische Emulsionspolymerisate als auch sogenannte Sekundärdispersionen, die in einem zweistufigen Prozess hergestellt und als High Performance-Harze für 2K-Wasserlacke eingesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.bayermaterialscience.de


Gebäude der Zukunft – neue Perspektiven aus der Forschung

5. Mai 2008 - Zum vierten Mal gestaltet FIZ Karlsruhes BINE Informationsdienst auf den Berliner Energietagen (5. bis 7. Mai 2008) ein Forum, bei dem sich Planerinnen und Planer, Projektentwickler und Firmen mit Forscherinnen und Forschern aus ganz Deutschland zu einem Meinungs- und Ideenaustausch treffen. Das diesjährige BINE-Forum "Gebäude der Zukunft - neue Perspektiven aus der Forschung" richtet den Blick auf Energiesparkonzepte und die Impulse hierfür aus der Forschung.
Die Referenten stellen Konzepte für Null- und Plusenergiegebäude, Systeme zur besseren Nutzung von Abwärme und natürlicher Wärme, Konzepte und Technologien für effizientere Wärmenetze und Wege zur energieeffizienten Stadt vor. Aufgeworfen und diskutiert werden Fragen wie: Kennen wir das energieeffiziente Gebäude der Zukunft heute schon? Sollen eher einzelne Gebäude oder besser komplette Siedlungen optimiert werden? Welchen Energieträgern gehört die Zukunft?
Ziel des BINE-Forums 2008 ist, Handlungsmöglichkeiten perspektivisch und im Kontext aktueller Forschungsaktivitäten aufzuzeigen, um damit neue Wege jenseits von branchen- und gewerkespezifischen Denkmustern zu eröffnen.

Weitere Informationen unter www.fiz-karlsruhe.de


Wagner weiter in der Erfolgsspur

2. Mai 2008 - Mit dem besten Ergebnis der Firmengeschichte konnte die J. Wagner GmbH, Spezialist für Oberflächenbeschichtung mit Sitz in Markdorf, das Geschäftsjahr 2007/08, das am 31.01.2008 endete, abschließen. Sie erwirtschaftete eine Umsatzsteigerung von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahr mit einer deutlichen Steigerung des Ergebnisses. Auch die WAGNER-Gruppe, zu der weltweit 19 operative Firmen gehören, schloss mit einer Verbesserung des vorjährigen Rekordergebnisses erneut ein erfolgreiches Jahr ab.
Der Umsatz der Wagner-Gruppe blieb im Geschäftsjahr 2007/08 trotz der schwierigen Entwicklungen auf dem US-amerikanischen Markt in Folge der Immobilienkrise währungsbereinigt stabil. Im Wesentlichen trugen dazu Umsatzzuwächse in Höhe von 10 Prozent in Europa bei, die die Umsatzrückgänge im US-Handwerker-Geschäft kompensierten. Im neuen Geschäftsjahr 2008/09 führt das Unternehmen wieder in allen Geschäftsbereichen innovative Produkte ein, die bereits auf den einschlägigen Messen im März und April sehr gut aufgenommen wurden. Eine ganz neue Gerätekategorie namens "ProjectPro" wurde eigens für Projekte entwickelt wie zum Beispiel den kompletten Innenausbau oder Hausrenovierungen des "professionellen Heimwerkers" in Eigenregie, aber auch für alle Handwerker, Facility Manager, Hausmeister und Servicedienste, bei denen Farbarbeiten nicht zu den Kernaufgaben gehören. Im Handwerk wird unter anderem die neue, ergonomische AirCoat-Pistole AC 4600 Professional für anspruchsvolle Lackierarbeiten eingeführt, für industrielle Anwendungen die neue Generation AirCoat-Pistolen GM 4100AC und GM 4600 AC sowie die Frischpulver- und Transferpumpe IP 5000 als Herzstück eines neuen Pulverförderungssystems über längere Distanzen.

Weitere Informationen unter www.wagner-group.de


Dürr setzt beim Campus auf zukunftsweisendes Energiekonzept

30. April 2008 – Im Beisein der badenwürttembergischen Umweltministerin Tanja Gönner hat Dürr-Vorstandsvorsitzender Ralf W. Dieter das nachhaltige Energiekonzept "Campus Energy" für den Dürr-Campus in Bietigheim-Bissingen vorgestellt. Beim ersten Spatenstich für den rund 26.000 Quadratmeter großen Bürokomplex erläuterte er den Einsatz regenerativer Energie und die energieeffiziente Bauweise des neuen Bürogebäudes.
Mit dem Umzug von Stuttgart nach Bietigheim-Bissingen Mitte 2009 konzentriert Dürr seine Lackier-, Montage- und Umwelttechnikaktivitäten. Dafür baut Dürr den bestehenden Standort aus und wird mit rund 1.500 Mitarbeitern zum größten Arbeitgeber in Bietigheim-Bissingen. Auf dem Campus setzt der Maschinen- und Anlagenbaukonzern auf ein zukunftsorientiertes Energiekonzept: die Ressourcen schonende Gewinnung von Energie und die Reduzierung des CO2-Ausstoßes. Dieser Ansatz knüpft an die Dürr-Produktphilosophie an, die auf die Schonung von Ressourcen setzt.
"Im Vergleich zu einem konventionellen Ansatz erzeugen wir mit ‚Campus Energy 21’ rund 2.100 Tonnen weniger CO2-Emissionen pro Jahr. Gleichzeitig reduzieren sich unsere Energiekosten gegenüber einem konventionellen Konzept um 40%", sagte Ralf W. Dieter. Dazu tragen zwei Elemente bei: erstens die energiesparende Bauweise des neuen Bürokomplexes, die sich durch sehr guten Wärmeschutz und intelligente Gebäudetechnik auszeichnet. Dadurch unterschreitet Dürr die Werte der staatlichen Energieeinsparverordnung (EnEV, Stand 2004) um 60%. Zweitens leistet eine Mischung aus fünf Energiequellen den zentralen Beitrag zur Schonung von Ressourcen: Blockheizkraftwerke, Geothermie, Erdwärmetauscher, Prozesswärmerückgewinnung und Fotovoltaik.
Campus steht für einen 70.700 Quadratmeter großen Standort der kurzen Wege zur Verbesserung der internen Arbeitsabläufe. So sind im Bürokomplex verwandte Abteilungen in räumlicher Nähe angeordnet und Meetingpoints für informelle Besprechungen geplant. Bereits im November wurde auf dem Campus mit dem Bau zweier Gebäude begonnen – einer modernen Logistikhalle sowie einem 2.500 Quadratmeter großen Hallenanbau für Testanlagen an das weltgrößte Technologiezentrum, in dem Dürr Produkte und Verfahren rund um die Lackiertechnik entwickelt sowie Kundentests durchführt. Weitere Bestandteile des Campus sind ein neues, mit hochwertiger Technik ausgestattetes Kundenzentrum, das noch mehr Raum für Schulungen – zum Beispiel an Lackierrobotern – bietet, sowie die bereits bestehende Produktionshalle. Insgesamt investiert Dürr rund 50 Mio. Euro.

Weitere Informationen unter www.durr.com


ThyssenKrupp von General Motors als Zulieferer des Jahres ausgezeichnet

29. April 2008 - General Motors hat ThyssenKrupp Steel als Zulieferer des Jahres 2007 ausgezeichnet. Deutschlands größter Stahlhersteller erhielt die Auszeichnung für seinen Beitrag zur Produkt- und Leistungsqualität des amerikanischen Automobilherstellers. Den in diesem Jahr zum sechzehnten Mal vergebenen Preis nahmen die Gewinner in Jacksonville im US-Staat Florida entgegen. Die Veranstaltung stand unter dem Motto "Best of the Best".
General Motors zeichnet seine Zulieferer seit 1992 mit dem "Supplier of the Year Award" aus. Die Gewinner werden von einem internationalen Expertenteam aus den Bereichen Einkauf, Konstruktion, Produktion und Logistik ermittelt. Für die Bewertung ausschlaggebend sind Produkt- und Servicequalität, Technologie und Preis. Für das Jahr 2007 hat General Motors 92 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen ausgezeichnet. Von ThyssenKrupp Steel wird General Motors mit elektrolytisch verzinktem und feuerbeschichtetem Feinblech sowie mit Kaltband versorgt. Höherfeste und moderne Mehrphasenstähle für den automobilen Leichtbau sind ebenfalls Teil des Lieferspektrums. Durch die Tochtergesellschaft ThyssenKrupp Tailored Blanks GmbH wird General Motors außerdem mit lasergeschweißten Platinen aus Stahl versorgt.

Weitere Informationen unter www.thyssenkrupp-steel.de


Termin für PaintExpo 2010 steht

28. April 2008 - Wie die FairFair GmbH, Veranstalterin der PaintExpo, jetzt auf ihrer Homepage mitgeteilt hat, wird die PaintExpo 2010 vom 13. bis 16. April in Karlsruhe stattfinden. Zur zweiten Veranstaltung, die vom 11. bis 14. März 2008 stattfand, kamen nach Angaben des Veranstalters 5.924 Fachbesucher aus 43 Ländern. Insgesamt zeigten 285 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen.

Weitere Informationen unter www.fairfair.de


Zulieferindustrie erwartet für 2008 nur leichtes Wachstum

25. April 2008 - Deutsche Zulieferer sind stark im internationalen Wettbewerb: In 2007 stieg der Gesamtumsatz um 8,6 Prozent. Zugleich wurden 30.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Doch die Erwartungen an die Konjunturlage trüben sich. Sorge bereiten brutale Sparprogramme der Fahrzeugindustrie bei gleichzeitig steigenden Rohstoff- und Energiekosten.
Die Unternehmen, die in der Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie (ArGeZ) zusammengeschlossen sind, haben im abgelaufenen Jahr einen Umsatz von 215 Mrd. Euro erwirtschaftet. Das ist ein Zuwachs von 8,6 Prozent im Vergleich zu 2006. Der direkte Auslandsanteil der Branchen stieg auf knapp 40 Prozent und zeigt die starke Position der deutschen Zulieferindustrie im internationalen Wettbewerb. 60 Prozent der gelieferten Waren verbleiben in der Eurozone. Derzeit ist nicht erkennbar, dass sich die bekannten Konjunkturrisiken bereits auf die Geschäftsentwicklung der Branche auswirken. Neben dem hohen Auftragsbestand spricht auch die Beschäftigtenentwicklung für ein weiteres Wachstum im laufenden Jahr. Die mittelständisch geprägten Unternehmen der ArGeZ haben im Jahr 2007 – ohne Berücksichtigung der ebenfalls gestiegenen Leiharbeit – 30.000 zusätzliche Mitarbeiter eingestellt. Damit zählt die Branche inzwischen rund eine Million Beschäftigte. Dieser Zuwachs von 3,5 Prozent übertrifft deutlich den industriellen Durchschnitt, der bei plus 1,5 Prozent liegt. Mit den Kapazitätserweiterungen der vergangenen Jahre haben die Unternehmen in Deutschland das Potenzial für weiteres Wachstum geschaffen. Angesichts der aktuellen Auftragslage ist im Jahr 2008 eine Umsatzsausweitung um nochmals 4 Prozent möglich.

Der Optimismus über die konjunkturellen Aussichten wird getrübt durch steigende Kosten bei Vormaterialien wie Stahl und Erdöl, Energie sowie Personal. Zusätzlich belastet der hohe Preisdruck seitens der Kunden die Ergebnisse der Unternehmen. Preis- und Kostendruck wirken mitunter erheblich und relativieren die positiven Wachstumskennzahlen. Das kommt auch im Geschäftsklimaindex der ArGeZ zum Ausdruck: Die Bewertung der aktuellen Lage fiel um 0,3 Punkte gedämpfter aus und die Zukunftserwartungen trübten sich noch stärker ein, sie verfehlten das Vormonatsniveau um 0,5 Punkte. Darin kommt die Sorge zum Ausdruck, die Belastungen auf der Rohstoff- und Energieseite nur ungenügend weitergeben zu können und dadurch in existenzielle Bedrängnis zu geraten.
Die ArGeZ appelliert daher mit Nachdruck an die Partner auf den verschiedenen Wertschöpfungsstufen, d.h. konkret an die Vormateriallieferanten wie an die Großindustrie, die Schraube nicht zu überdrehen und den Mittelstand nicht ungewollt zu zerdrücken [Sandwichposition].

Weitere Informationen unter www.wsm-net.de


Eine Million Farbeindrücke in designfabrik

23. April 2008 - Die passende Farbe, die Materialwahl und die Oberflächenstruktur spielen beim Design neuer Produkte eine entscheidende Rolle. In der designfabrik der BASF in Ludwigshafen lassen sich vor allem Industriedesigner bei der Gestaltung und Farbgebung ihrer Kunststoff-Produkte beraten. Hier bekommen Designer frühe Unterstützung bei ihren Fragen nach dem möglichen Werkstoff sowie nach Leistung und Verarbeitung dieses Materials.
Experten der BASF Coatings arbeiten eng mit ihren Design-Kollegen aus Kunstoff-, Leder- und Textilbereichen zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Lösungen für die Automobilindustrie - oder aber auch für Verpackungen, Elektro- und Haushalts-, Sport- und Spielgeräte. "Design wird zunehmend Bestandteil der Unternehmenspolitik unserer Kunden. Mit unserem Angebot helfen wir den Designern, ihre Ideen schneller in konkrete Produkte umzusetzen und unterstützen sie so bei ihrer Arbeit," erklärt Dr. Christian Bonten, Leiter der Designfabrik.
Mitten auf dem BASF-Werkgelände zwischen Fabriken und Abfüllanlagen liegt die Designfabrik. Wo in den 60er Jahren Kunststoffe eingefärbt wurden, erhalten nun interessierte Designer Beratung in der Auswahl des optimalen Herstellverfahrens, der kunststoffgerechten Gestaltgebung sowie bei der Vorauswahl des geeigneten Werkstoffs. In einem integrierten Einfärbetechnikum können Farbmuster noch am gleichen Tag erstellt werden. "Für die Farbwirkung ist die Oberflächenbeschaffenheit von großer Bedeutung. So wirkt eine Farbe bei glänzender Oberfläche anders als bei einer matten oder geriffelten", erklärt die Diplom-Designerin Sandra Hermanns. "Bis zu 50 verschiedene Oberflächentexturen lassen sich im Technikum herstellen. Bei 20.000 Musterplättchen (davon allein 957 Rot und 1.735 Weißtöne) sowie 50 verschiedenen Oberflächen, können wir somit bis zu einer Million unterschiedlicher Farbeindrücke erstellen," erläutert sie. Farbeindrücke gibt es sogar noch mehr, denn in Lichtkabinen wird gezeigt, wie Farbtöne bei verschiedenen Lichtarten aussehen.
Zum Servicepaket der Designfabrik gehören auch die Erstellung von Farbzertifikaten sowie die Garantie weltweit einheitlicher Farbstandards. Ein Service, für den die BASF bereits 2004 den Gillette Omnimark Award erhielt.

Weitere Informationen unter www.designfabrik.basf.de


4. Thüringer Grenz- und Oberflächentage

23. April 2008 – Die Veranstalter der 4. Thüringer Grenz- und Oberflächentagen und dem 1. Thüringer Kolloquium "Dünne Schichten in der Optik" erinnern an den Anmeldeschluss für die Einreichung von Kurzvorträgen. Termin ist der 30. April 2008. Die Vortragsdauer beträgt 15 Minuten plus 5 Minuten Diskussion.
Zum 4. Mal treffen sich Experten und Entscheidungsträger aus Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu den Thüringer Grenz- und Oberflächentagen 2008 im Rahmen einer dreitägigen Konferenz zur Thematik Oberflächentechnik für die Praxis und dünne Schichten in der Optik - diesmal in Jena - der Stadt des Lichtes und der Stadt der Wissenschaft 2008. Oberflächentechnologien generieren enorme Innovations- und Nachhaltigkeitspotentiale für die Entwicklung neuartiger Produkte. So bieten die Schwerpunkte Beschichtungstechnologien, Schadensfallanalytik sowie Neue Trends in der Oberflächentechnik ein breites Spektrum für die industriellen Anwender. Im Fokus stehen insbesondere Verfahren zur Veredlung mit dem Ziel der Einstellungen spezieller Funktionalitäten.
Das erstmals stattfindende Thüringer Kolloquium "Dünne Schichten in der Optik" widmet sich einer Schlüsseltechnologie in der optischen Industrie - dem komplexen Gebiet der Beschichtungstechnik von optischen Hochleistungs- und Präzisionsbaugruppen aus Glas oder Kunststoff. Neue Erkenntnisse bei der Erforschung und Gestaltung von optischen Nanoschichtkomponenten für Laseranwendungen - einschließlich der hard- und softwareseitigen Steuerungsprozesse im Fertigungsablauf stehen dabei im Blickpunkt des vom Fraunhofer IOF organisierten Kolloquiums.

Weitere Informationen unter www.ThGOT.de


Fachkräftemangel kostet 7 Milliarden Euro

22. April 2008 - Im vergangenen Jahr konnten insgesamt rund 70.000 Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Zum Auftakt der Hannover Messe teilte VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs die 45-prozentige Steigerung gegenüber 2006 mit.
"Der Fachkräftemangel kostet unsere Volkswirtschaft jährlich über sieben Milliarden Euro", stellte Fuchs die ökonomischen Auswirkungen dar. Mehr als 70 Prozent der in einer Umfrage vom Institut der deutschen Wirtschaft Köln befragten Unternehmen fordern mittlerweile die Stärkung des technisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts als wichtigste politische Maßnahme gegen den Fachkräftemangel. "Vor diesem Hintergrund sollten wir uns auch über öffentliche Förderungen von Stipendien für Ingenieurwissenschaften unterhalten", regte Fuchs an. Eine solche Investition würde innerhalb kurzer Zeit ein Vielfaches an Wertschöpfung zur Folge haben, betonte der VDI-Direktor. Lösungen seien dringlich, so Fuchs, da die Absolventenzahlen nicht mehr ausreichen, um die altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheidenden Ingenieure zu ersetzen.
In der Studie wurden 2.700 Unternehmen befragt. Erstmalig wurden dabei die tatsächlich offenen Stellen für Ingenieure ermittelt. Entgegen der bislang vorsichtig geschätzten Dunkelziffer der auf dem so genanten "Graumarkt" gesuchten Ingenieure ergab sich, dass faktisch etwa sieben Mal so viele offene Ingenieurstellen vorliegen, wie der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet werden. "Die von der BA angegebene 44-prozentige Meldequote trifft für gering und eventuell auch noch für mittel qualifizierte Tätigkeitsgruppen zu. Für das Segment der Ingenieure erweist sie sich jedoch als zu hoch. Hier liegt die entsprechende Quote bei knapp 13 Prozent. Das heißt, der BA wird nicht einmal jede siebte offene Ingenieurstelle gemeldet", erklärte Dr. Hans-Peter Klös, Geschäftsführer des IW Köln, die Ergebnisse. "Das bedeutet, dass aktuell etwa 95.000 Ingenieure in Deutschland von Unternehmen gesucht werden."
Um dem Mangel begegnen zu können, investieren zwei Drittel aller Unternehmen verstärkt in Weiterbildungsmaßnahmen. "Fort- und Weiterbildung wurde in der Vergangenheit oft nachrangig behandelt, besonders im Mittelstand. Anscheinend machen viele Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels aus der Not eine Tugend und fördern zunehmend ihre Mitarbeiter", analysierte Klös diese Entwicklung.
Auf die Nutzung flexibler Arbeitszeiten greifen über 60 Prozent der Befragten zurück. Zusätzlich entwickeln über die Hälfte der Unternehmen Maßnahmen zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. "Diese Entwicklung ist neu und wir begrüßen sie ausdrücklich. Nur über innovative Arbeitsplatzmodelle kann man mittelfristig vorhandene Mitarbeiter halten und neue hinzu gewinnen", lobte VDI-Direktor Fuchs diese von den Unternehmen gewählten Maßnahmen.

Weitere Informationen unter www.vdi.de


Carl Zeiss als "Top Arbeitgeber 2008" ausgezeichnet

21. April 2008 - Carl Zeiss ist Deutschlands "Top Arbeitergeber 2008". Diese Auszeichnung vergibt die Corporate Research Foundation (CRF) jährlich an den attraktivsten Arbeitgeber für Hochschulabsolventen in Deutschland. Insgesamt hatten sich 91 Unternehmen für die Studie qualifiziert. Bewertet wurden unter anderem die Unternehmenskultur, die Arbeitsbedingungen und Entwicklungsmöglichkeiten, die Vergütung sowie das Image des Unternehmens. Carl Zeiss erzielte in allen Kategorien Bestwerte und erreicht in der Gesamtwertung den ersten Platz.
Thorsten Jacoby, Geschäftsführer von CRF in Deutschland, überreichte den Preis an Dr. Dieter Kurz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, und Bernhard Just, den Leiter der Konzernfunktion Personal. "Die Ergebnisse unserer Studie zeigen deutlich, dass Hochschulabsolventen bei Carl Zeiss die besten Arbeitsbedingungen finden. Das Unternehmen hat 2008 in allen Kategorien die besten Werte erzielt", betonte Jacoby bei der Preisverleihung in Oberkochen, und er ergänzte: "Besonders überzeugend sind die attraktive Vergütung und die Beteiligung der Mitarbeiter am Erfolg".
"Die Auszeichnung ‚Top-Arbeitgeber’ freut uns natürlich. Unterstreicht dies doch, dass Carl Zeiss auch hier auf dem richtigen Weg ist. Die Fähigkeiten und Kenntnisse unserer Mitarbeiter sind die Basis des Erfolgs unseres Unternehmens", sagte Dr. Dieter Kurz. "Eines ist klar am umkämpften Arbeitsmarkt: Wer etwas kann und Leistung bringen will, schaut darauf, ob sein künftiger Arbeitgeber selbst Spitzenleistung erbringt. Unsere starke Marke, unsere Produkte, unsere innovationsgetriebene Unternehmenskultur, die internationale Aufstellung sowie interessante berufliche Entwicklungsmöglichkeiten machen Carl Zeiss zu einem attraktiven Arbeitgeber", so Kurz weiter.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de


PACE-Auszeichnung für BASF Coatings

19. April 2008 - Schöner Erfolg für die BASF Coatings. Bei der Verleihung des 14. PACE Awards (Premier Automotive Suppliers’ Contribution to Excellence) erhielt das Unternehmen mit dem "PACE honorable mention"-Preis eine hohe Auszeichnung in der Kategorie "Produkte".
Der PACE Award wird jährlich gemeinsam von Automotive News, Microsoft, SAP und Transportation Research Center Inc. als Anerkennung für überlegene Innovationen, technologischen Fortschritt und Wirtschaftsleistung an Zulieferer verliehen, die mit Produkten, Prozessen, Informationstechnologie, Werkstoffen oder Serviceleistungen unmittelbar zur Pkw- oder Lkw-Fertigung beitragen. Weltweit gilt dieser Preis in der Branche als das Innovationssymbol schlechthin.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Hako-Werke investieren in neues Anlagen- und Lackierkonzept

17. April 2008 - Bereits im Oktober 2007 nahm man bei Multicar, Zweigwerk der Hako-Werke GmbH in Waltershausen, eine neue umweltschonende Lackieranlage für den Decklack in Betrieb. Jetzt im April 2008 wurde der zweite Bauabschnitt, eine kathodische Tauchlackierung (KTL) fertiggestellt. Unter Beteiligung von Repräsentanten aus Politik und Wirtschaft, den beteiligten Partnerfirmen sowie Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen übergaben der Ministerpräsident des Landes Thüringen Dieter Althaus und Wirtschaftsminister Jürgen Reinholz im Rahmen eines Festaktes am 16.4.2008 die komplette Anlage Ihrer Bestimmung.
Das Unternehmen investiert insgesamt 3,6 Millionen Euro in das neue Anlagen- & Lackierkonzept. Die Investition unterteilt sich in 1,2 Millionen Euro für den Decklackbereich und in 2,4 Millionen Euro für den KTL- Bereich. Mit der Installation der neuen Farbgebungsanlage, die einen hohen Korrosionsschutz auf Automobilstandard bietet, setzen die Hako-Werke ein Zeichen, dass Industrielle Fertigung, Verbesserung der Beschichtungsqualität, Umwelt- und Arbeitsschutz kein Widerspruch sind.
Die gesamte Anlagentechnik befindet sich auf dem neusten Stand der Technik und ist für die verschiedenen Hauptlieferanten ein begehrtes Referenzobjekt. Und natürlich leistet die Anlage
einen erheblichen Beitrag zur Standortsicherung in Waltershausen.
Für die KTL-Anlage (Firma Antikorr KFT.) wurde eigens ein Anbau von 15 mal 45 Metern an die vorhandene Halle der Farbgebung angebaut. In diesem Anbau befinden sich die chemische Vorbehandlungsstrecke, das KTL-Bad, die Öfen und der gesamte Wartungstrakt für die voll automatische Anlagentechnik.
Durch den Einsatz von Wasserlacken, sowohl bei der Grundierung als auch beim Decklack, wird auf umwelt- und gesundheitsschädliche Lösemittel verzichtet. Ziel war es, den VOC-Ausstoss ("Verordnung zur Umsetzung der Richtlinie 1999/13/EG über die Begrenzung von Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen") von rund 15 Tonnen im Jahre 2006 auf weniger als 6 Tonnen pro Jahr zu minimieren. Durch das Insourcen der KTL konnte der CO2-Ausstoß, verursacht durch die täglichen LKW-Fahrten zu den bisherigen Lieferanten (rund 500 km), auf Null gebracht werden. Der externe Logistikaufwand belastet die Umwelt bisher jährlich mit rund 50 to CO2.

Weitere Informationen unter www.hako-srv01.com


Preiswert in bester Gesellschaft

16. April 2008 - Dominic Schindler Creations gewinnt "universal design award" in der Kategorie Maschinendesign für das New DMG Design der Gildemeister Aktiengesellschaft.
Der "universal design award 08" hat bereits bei seiner Premiere im März Standards gesetzt. Ambition des Preises ist es, Designer und Hersteller zu motivieren, sich bei der Gestaltung von Produkten mit der "neuen Einfachheit" auseinander zu setzen. Entsprechend wurden denn auch in erster Linie funktionale und ästhetische Produkte sowie Architektur und Dienstleistungen prämiert, die dem Endanwender einen besonderen Nutzwert bieten. Entscheidende Bewertungskriterien waren hier eine breite Nutzbarkeit, Flexibilität in der Nutzung, die einfache und intuitive Bedienung sowie Fehlertoleranz und Sicherheit und schließlich Marktfähigkeit, Marktpotenzial, Realisierbarkeit und Innovationsgrad. Insgesamt zeichnete die hochkaratig besetzte Fachjury im März dieses Jahres in Hannover 32 Beiträge in unterschiedlichen Kategorien mit dem "universal design award 08" aus. Etablierte Namen wie Apple, Siemens, Panasonic oder Fujitsu finden sich dabei ebenso in der Liste der Preisträger wie der eine oder andere Newcomer.
Zu den neuen Gesichtern im Kreis der Designgrößen zählt hier unbestritten die junge Agentur Dominic Schindler Creations aus dem österreichischen Lauterach, die in der Kategorie "Maschinendesign" mit dem New DMG Design der Gildemeister Aktiengesellschaft die Juroren zu beeindrucken wusste. In der Jury-Begründung heißt es zusammenfassend: "Das neue Design der Dreh- und Fräsmaschinen von DMG schafft Überblick und macht den Arbeitsprozess transparent. Die Screens, die in alle Richtungen dreh- und schwenkbar sind, lassen sich individuell auf den Bedarf des Bedieners einstellen."
"Nach der tollen Resonanz der Fachbesucher während der EMO im vergangenen Jahr, ist diese Auszeichnung aus der Designwelt für uns und unseren Kunden Gildemeister natürlich eine weitere Bestätigung, mit dem "New DMG Design" die optimale Symbiose aus Formensprache und Funktionalität gefunden zu haben," freut sich Dominic Schindler im Rahmen der Preisverleihung und er unterstreicht: "Wir haben gemeinsam mit Gildemeister gezeigt, was innovatives Investitionsgüterdesign heute bedeuten kann: auffällige Oberflächen, die auch edle Möbel zieren könnten, riesige Sichtscheiben, die Arbeitsprozesse wieder erlebbar machen, und ein Look, der das Image des Innovations- und Weltmarktführers auf den ersten Blick offensichtlich macht. So schafft Design einen doppelten Mehrwert in erster Linie für den Kunden aber auch für den Maschinenhersteller." Jedem Selbstzweck erklärt er damit eine kategorische Abfuhr: "Gutes Aussehen allein mag zwar Preise gewinnen, gewinnt aber nicht einen einzigen Kunden – erst recht nicht im leistungsorientierten Investitionsgüterbereich."
Zur EMO im vergangenen Jahr hatte Gildemeister bereits 14 seiner Maschinen im New DMG Design präsentiert. Inzwischen sind weitere Modelle aus allen Technologiebereichen hinzugekommen. Und schon zur METAV in Düsseldorf Anfang April werden weitere Highlights folgen. Vor dem Hintergrund der weiteren anstehenden Designumsetzungen sieht Dominic Schindler den "universal design award 08" als weiteren Beschleunigungsfaktor für alle Projektbeteiligten. "Denn nichts motiviert mehr als Erfolg!", so der ambitionierte Newcomer abschließend.

Weitere Informationen unter www.


Interseroh Metallaufbereitung Rostock ist TOP Ausbildungsbetrieb 2007

15. April 2008 - Für ihr herausragendes Engagement bei der Förderung von Auszubildenden hat die Interseroh MAB Rostock GmbH von der IHK zu Rostock den Ehrenpreis TOP Ausbildungsbetrieb 2007 erhalten. Im Rahmen einer Festveranstaltung ehrten Wirtschaftsminister Jürgen Seidel und IHK-Präsident Wolfgang Hering das Stahl- und Recycling-Unternehmen zusammen mit 64 weiteren Unternehmen aus dem IHK-Bezirk Rostock.
Ausgezeichnet wurden Unternehmen, die sich durch besondere Qualität, Maßnahmen und Ideen in der Ausbildung auszeichnen. Zu den wichtigsten Auswahlkriterien gehörten die individuelle Förderung von Auszubildenden, die Vermittlung von Zusatzqualifikationen und besondere Aktivitäten in der Ausbildung ebenso wie die Weiterbildung der Ausbilder und ehrenamtliches Engagement. Die sechsköpfige Jury bestand aus Vertretern der IHK zu Rostock, Unternehmen, Berufsschulen und einer Auszubildenden. Die Verleihung des Titels TOP Ausbildungsbetrieb fand zum ersten Mal statt und ist bisher bundesweit einmalig.
In Rostock-Marienehe befindet sich der Hauptsitz des 1947 gegründeten Unternehmens, das seit 1999 Bestandteil der Kölner Interseroh-Gruppe ist. Das Unternehmen ist eines der führenden Stahl- und Metallrecyclingunternehmen in der mittelständisch geprägten Branche und organisiert in zwölf Niederlassungen in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Schleswig-Holstein die flächendeckende Erfassung und Verarbeitung von rund 500.000 Tonnen Eisen- und Nichteisenmetallschrotten im Jahr.

Weitere Informationen unter www.interseroh-news.de


O&S auf der Pole-Position – 290 Aussteller angemeldet

14. April 2008 - Vom 3. bis 5. Juni findet auf dem neuen Messegelände direkt am Stuttgarter Flughafen die O&S Internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen statt. Bereits jetzt steht fest, dass sich die hohen Erwartungen der Branche bestätigen: Mit aktuell 290 Ausstellern liegt die neue Veranstaltung auf einem hervorragenden Startplatz. Das von den Veranstaltern selbst gesetzte Ziel von 250 Ausstellern wurde damit weit übertroffen. Und ein Ende ist immer noch nicht abzusehen, da täglich weitere Anmeldungen eingehen.
Der Erfolg zeichnete sich bereits im Herbst vergangenen Jahres ab, als die erste Halle frühzeitig ausgebucht war und eine zweite wegen der anhaltend starken Nachfrage hinzugeplant werden musste. Doch auch auf der hierfür innerhalb der Halle 6 vorgesehenen Fläche werden die Ausstellungsflächen inzwischen knapp – für kurzentschlossene Unternehmen, die sich noch für einen Stand interessieren, tickt die Uhr.
Dieser sich rund sieben Wochen vor dem eigentlichen Veranstaltungsbeginn klar abzeichnende Erfolg bestätigt die Entscheidung für den Standort Stuttgart. Die Veranstalter sind zuversichtlich, die vorausgegangene Wettbewerbsmesse nach der Ausstellerzahl nun auch bei Zahl und Qualität der Besucher übertreffen zu können. Die Rahmenbedingungen sind dafür optimal. Für die Messebesucher wird umfassend gesorgt: So können Gäste aus fünf Ländern Ost-Europas den neuen Service "Pauschalreiseangebote" nutzen und die An- und Rückreise sowie Übernachtung plus Eintrittskarte zur O&S Stuttgart als Gesamtpaket buchen! Ein Messespecial der Deutschen Bahn ermöglicht Besuchern aus dem Inland mit vergünstigten Konditionen ein bequeme Reise. Mit dem Angebot Flatrate 100 können Aussteller unbegrenzt und zu äußerst attraktiven Konditionen beliebig viele Kunden und Interessenten einladen. Hochkarätige Sonderveranstaltungen, Diskussionen und ein dreitägiges Forum ergänzen die Vielfalt der praktischen Ausstellungen und machen die O&S zum einzigartigen Event der Oberflächentechnik.

Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


BASF-Expertenseminar: Umfassende Beratung zu REACH

11. April 2008 - Wenige Wochen vor Beginn der Vorregistrierungsphase der europäischen Chemikalienverordnung REACH im Juni 2008 ist die Nachfrage nach umfassender Information und Beratung größer denn je: Aus diesem Grund veranstaltet die BASF SE am 28. Mai 2008 in Berlin erneut ein Expertenseminar zur Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien unter REACH.
Das Programm mit dem Titel "Gemeinsam fit für REACH" richtet sich an Hersteller, Anwender und Importeure chemischer Stoffe aus allen Industriebranchen. Die REACH-Experten der BASF informieren an diesem Tag über sämtliche Elemente der Verordnung, von der Produktanalyse über die Registrierung bis hin zu strategischen Konzepten zum Thema Produktsicherheit und Umweltverantwortung. "In den vergangenen Monaten haben wir viele positive Rückmeldungen zu unseren REACH-Dienstleistungen erhalten", sagt Dr. Andreas Kicherer, Leiter des Success-Teams der BASF. "Bei den Beratern unseres Teams gingen vor allem Anfragen zu Betroffenheitsanalysen und zur Unterstützung bei der Vorregistrierung ein. Mit dem Seminarangebot reagieren wir auf das große Interesse und die weiterhin steigende Nachfrage unserer Kunden nach detaillierten Informationen zu REACH", so Kicherer weiter.
Als das weltweit führende Chemieunternehmen - The Chemical Company - ist die BASF eines der am stärksten von REACH betroffenen Unternehmen und hat eine langjährige Erfahrung bei der Bewertung, Prüfung und Zulassung von Stoffen. Die REACH-Dienstleistungen der BASF sind im Nachhaltigkeits-Service Success zusammengefasst. Success bündelt das gesamte Nachhaltigkeits-Know-how der BASF in den Bereichen Energie, Produktverantwortung, Gesundheit, Sicherheit und Umwelt.

Detaillierte Informationen zum Programm, zur Anmeldung und zu den Teilnahmebedingungen finden sich unter www.basf.de/reach


Evonik eröffnet neues Laser-Applikationszentrum

10. April 2008 - Mit umfassender Beratung unter Einsatz modernster Technik und Qualitätsprüfung wird Evonik Industries, Essen, ihren Kunden zukünftig Hilfestellung beim Einsatz von Lasern mit Polymeren bieten. In dem neuen Laser-Applikationszentrum in Marl unterstützen Fachleute des Geschäftsbereichs Performance Polymers, die zuvor im Projekthaus Functional Polymers tätig waren, Kunden bei ihren Entwicklungen von der Materialauswahl über die geeigneten Prozesse bis zum Test des gelaserten Teils.
Nach Abschluss des Projekthauses Functional Polymers ist Evonik daran interessiert, gemeinsam mit seinen Kunden, Laserfirmen und –instituten Evonik-Kunststoffe für die Laserprozesse (weiter-)zuentwickeln. Im neuen Laser-Applikationszentrum sind alle infrage kommenden Laserprozesse bestens bekannt. Laseranwendungen wie Laserbeschriften (2D/3D), Laserschweißen, Lasersintern und Laserstrukturieren können dabei direkt getestet werden. Zur Überprüfung und Sicherung der hohen Qualitätsansprüche können in den Prüf- und analytischen Laboren von Evonik umfangreiche Tests und Untersuchungen an den gelaserten und ungelaserten Materialien durchgeführt werden.

Weitere Informationen unter www.evonik.de


SchauPlatz NANO präsentiert nanotechnologische Neuheiten

9. April 2008 - Der SchauPlatz NANO ist vom 21. - bis zum 25.04.2008 zum vierten Mal auf der HANNOVER MESSE 2008 vertreten. Im Rahmen der Leitmesse Microtechnology zeigen nationale und internationale Nanotech-Unternehmen auf dem SchauPlatz NANO, Halle 6, Stand A16, ihre neuesten Produkte und Dienstleistungen. Die Firma ENVIRONEERS Management GmbH etwa ist auf die praktische Umsetzung innovativer High-Tech-Anwendungen und Umwelttechniken spezialisiert. Sie wirkt durch ihre Dienstleistungen der stetig wachsenden Ressourcenknappheit entgegen. Die Firma CTC Nanotechnology ist führend im Bereich der nanobionischen Oberflächenveredelung und zeigt Oberflächenausrüstungen für Edelstahl mit neuartigen Eigenschaften. Außerdem führt sie auf dem SchauPlatz NANO verschiedene Oberflächenausrüstungen an ausgewählten Exponaten in einer dynamischen "Nano-Show" vor.
Der SchauPlatz NANO bietet Herstellern von Nanoprodukten und zugehörigen Dienstleistungen eine maßgeschneiderte Präsentationsplattform auf nationalen und internationalen Messen. Gleichzeitig dient der SchauPlatz NANO als renommierter Ort des interdisziplinären Gedankenaustausches, auf dem Anbieter, Anwender und Meinungsbildner aus Forschung, Wirtschaft und Politik aktuelle Themen der Nanotechnologie diskutieren. Besucher erhalten im Rahmen von Messen und Veranstaltungen die Möglichkeit, sich bei Nano-Experten aus erster Hand über die neuesten Entwicklungen und Trends aus dem Bereich der Nanotechnologie zu informieren. Sie sehen anhand konkreter Produktbeispiele, wie die praktische Umsetzung aussieht.

Weitere Informationen unter www.schau-platz.de


Neuartige Möglichkeiten im Explosionsschutz

8. April 2008 - Werden elektrische Geräte in explosionsgefährdeten Bereichen betrieben, dann gilt besondere Vorsicht. Schließlich kann schon ein kleiner Funke zur Katastrophe führen. Damit das nicht passiert müssen solche Geräte entweder aufwendig verkapselt werden oder man sorgt dafür, dass keine zündfähigen Funken entstehen.
Letzteres Schutzkonzept wird "Eigensicherheit" genannt. Bisher konnten eigensichere Geräte kaum mehr als 2 Watt Wirkleistung umsetzen. Mit Hilfe der neu entwickelten DART-Technologie lässt sich die Obergrenze des Wirkleistungsumsatzes auf bis zu 50 Watt anheben. Damit lassen sich nun gegenüber bisherigen Lösungen völlig neue eigensichere Anwendungsbereiche erschließen oder auch wesentlich mehr elektrische Geräte eigensicher betreiben. Das DART-Konzept ist das Ergebnis eines AiF-Forschungsvorhabens, das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit gefördert wird. Hierbei arbeitet die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) als leitende Forschungsstelle sehr eng mit sechs deutschen Industriefirmen - dem Projektbegleitenden Ausschuss - zusammen. Vom 21. - 25. April wird die Wirkungsweise von DART in Verbindung mit industriellen Applikationen auf der Hannover Messe - INTERKAMA präsentiert. (Halle 7, Stand E 14).
Ein eigensicheres elektrisches Gerät bietet viele Vorteile: Unter anderem lässt sich bei der Produktion Geld sparen, weil keine aufwendigen Verkapselungen oder ähnliche Schutzvorrichtungen nötig sind. Außerdem ist es auch im laufenden Betrieb möglich, Arbeiten wie Umrüstung, Erweiterung oder Wartung ohne Heißarbeitserlaubnis durchzuführen. Und auch die Anschluss- und Installationstechnik ist einfacher. Doch wegen der Obergrenze der erlaubten Wirkleistung kam diese Zündschutzart bisher hauptsächlich in der Mess- und Regeltechnik zum Einsatz - etwa bei der Energieversorgung von Sensoren oder Aktoren. Mit Hilfe der deutlich leistungsstärkeren DART-Technologie lassen sich die Vorteile der Eigensicherheit auf eine wesentlich größere Anwendungspalette übertragen. Damit können jetzt auch beispielsweise Industrie-PCs, LED-Beleuchtungssysteme, Sensoren mit hohem Leistungsbedarf, magnetische Stellglieder, Magnetventile oder Heizungen eigensicher konstruiert werden.
DART bedeutet Dynamic Arc Recognition and Termination. Es funktioniert wie ein Notschalter: Es erkennt einen sich bildenden Störfall (etwa der Öffnung des Stromkreises) über die damit verbundene Stromänderung und schaltet die Versorgung sofort ab. Dabei wird in wenigen Mikrosekunden die zündungsrelevante Energie wirksam begrenzt und damit ein zündfähiger Funke verhindert. Bei einem so schnell reagierenden System hat auch die Laufzeit in der Leitung einen Einfluss. Je nach Länge der Leitung sowie nach der Art der Anwendung (Feldbus- oder High-Power-Anwendung) kann die maximal erlaubte Wirkleistung für die Zündschutzart Eigensicherheit auf 8 Watt bis 50 Watt angehoben werden. Außerdem gibt die PTB auf der Messe einen Überblick über ihre Aufgaben bei der Zulassung explosionsgeschützter Antriebssysteme. Die PTB genießt auf diesem Gebiet international ein hohes Ansehen, nicht zuletzt weil sie gestützt auf eigene Grundlagenforschung aktiv in nationalen und internationalen Normungsinstitutionen mitarbeitet.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Oftech erneut für den "Großen Preis des Mittelstands" nominiert

7. April 2008 - Die Oftech Oberflächentechnik GmbH ist erneut für den "Großen Preis des Mittelstands" der Oskar-Patzelt-Stiftung, dem wichtigsten Mittelstands-Wettbewerb Deutschlands, nominiert worden. Es ist der einzige bundesweite Wettbewerb, der mittelständische Firmen in ihrer unternehmerischen und zugleich in ihrer gesellschaftlichen Stellung betrachtet. Bewertet werden fünf Kriterien: Gesamtentwicklung des Unternehmens, Schaffung und Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, Modernisierung und Innovation, Engagement in der Region sowie Service und Kundennähe. Nur jedes tausendste der über drei Millionen Unternehmen in Deutschland wurde nominiert.
Die Oftech Oberflächentechnik GmbH mit Sitz in Troisdorf bietet als Schwerpunkt Galvanisches Verzinken. Die Firma wurde 1985 gegründet und hat derzeit 23 Mitarbeiter, davon drei Auszubildende. Wegen ihres Engagements für soziale Belange und der Förderung schwer vermittelbarer Jugendlicher wurde sie bereits mehrfach ausgezeichnet sowie für Unternehmerpreise nominiert. Im vergangenen Jahr startete das Unternehmen ein Pilotprojekt für die gesamte Branche, bei dem mehrere technische Verfahren kombiniert werden. Ziel ist es die Nutzungsdauer der für die Oberflächenbehandlung benötigten Wirkstoffbäder zu verlängern sowie den Chemikalieneinsatz und den Wasserverbrauch zu reduzieren. Das Projekt wird mit Mitteln aus dem Innovationsprogramm des Bundesumweltministers gefördert.
Der "Große Preis des Mittelstands" wurde erstmals 1995 verliehen. Träger des Wettbewerbs sind unter anderem Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern, die Wirtschaftsjunioren Deutschland, der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft sowie Regierungspräsidien, Städte und Gemeinden.

Weitere Informationen unter www.oftech.de


Exakter Schliff für funkelnde Juwelen

4. April 2008 - Rubine, Smaragde, Turmaline brauchen den richtigen Schliff, um zu funkeln. Seit Anfang des Jahres übernimmt bei der Firma Paul Wild GmbH eine vollautomatische Anlage diese Schleifarbeit: Sie spart im Mittel 15 Prozent des teuren Materials und schleift die Steine exakter.
Erst mit dem richtigen Schliff zeigen Edelsteine, was in ihnen steckt. Und nur wenn die Facetten gleichmäßig und exakt sind, erzielen die teuren Schmucksteine den Höchstpreis. Beim Schleifen - bisher ausschließlich Handarbeit - bleibt von dem wertvollen Rohstein jedoch nur wenig übrig: 66 bis 70 Prozent rieseln als Staub herab, nur gut 30 Prozent funkeln später als Schmuckstück im Licht. Doch mit welchem der zahlreichen Schliffmuster holt man am meisten aus dem jeweiligen Rohedelstein heraus?
Geübte Fachleute haben dies im Gespür. Eine Schleifmaschine macht diesem Erfahrungswissen Konkurrenz: Sie nutzt im Mittel 15 Prozent mehr des Rohstein-Volumens. Seit drei Monaten ist die Anlage bei der Firma Paul Wild GmbH bei Idar-Oberstein im Einsatz, über hundert matte Gesteinsbrocken hat sie bereits in schillernde Edelsteine verwandelt. "Die Maschine - eine CNC-Fräsmaschine mit 17 Achsen - vermisst zunächst die Oberfläche des Rohsteins", erklärt Dr. Karl-Heinz Küfer, Abteilungsleiter am Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern, der die Software zur Steuerung der Anlage gemeinsam mit seinen Kollegen entwickelt hat. "Vollautomatisch werden dazu schmale Lichtstreifen auf den Rohstein projiziert, anhand ihrer Krümmung lässt sich seine Geometrie bestimmen. Der Rechner ermittelt in zehn Minuten das Bild des eingeschlossenen Schmucksteins, der geschliffen werden soll und sendet die entsprechenden Befehle an die Prozesssteuerung. Die 17 Achsen sorgen dafür, dass der Fräskopf sich auf jeder beliebigen Bahn bewegen kann und die Facetten auf zehn Mikrometer genau schleift - die Steine werden perfekt geometrisch."
Zum Vergleich: Per Hand erreicht man eine Genauigkeit von etwa 100 Mikrometern, also Haaresbreite. Handpolierte Steine wirken weniger exakt, die Facetten und Schleifkanten scheinen leicht rund zu sein. Bis ein Rohstein seine Facetten erhalten hat, braucht die vollautomatische Anlage durchschnittlich 20 Minuten. Die Maschine muss sehr vorsichtig arbeiten und lässt den edlen Staub daher etwas langsamer rieseln als ein Facharbeiter, der den Schleifdruck im Gefühl hat. Auf gar keinen Fall darf sich der Stein zu stark erhitzen, denn sonst könnte er zerspringen. Beim Polieren dagegen ist die Maschine schneller: Während der Facharbeiter den Stein immer wieder abwischen und anschauen muss, stellt die Anlage die Polierzeit automatisch ein - je nach Facettengröße, Steinart und -gewicht. "Bei Rohsteinen mittlerer Qualität amortisiert sich die Anlage nach etwa ein bis zwei Jahren", schätzt Küfer.

Dürr in Russland – präsenter denn je

3. April 2008 - Schon vor vierzig Jahren baute Dürr die ersten Lackieranlagen in Russland und begleitete seitdem in- und ausländische Kunden durch die wirtschaftlichen und politischen Veränderungen. Heute ist Dürr in einem der wichtigsten Automobilmärkte der Welt mit allen sechs Geschäftsbereichen präsenter denn je.
Gleich vier neue Automobilwerke entstehen zurzeit im Raum St. Petersburg - eine Verdichtung, die der Stadt längst den Beinamen "russisches Detroit" eingebracht hat. In dreien dieser Werke hat Dürr aktuell große Auftragsvolumina für sich verbuchen können: Für Ford wird die bestehende Endmontage mit 27 Modulen des Endmontagesystems FAStplant erweitert, für einen weiteren OEM entsteht eine neue Lackiererei und bei Nissan kann Dürr einen Doppelerfolg verbuchen, nämlich den parallelen Bau von Lackiererei und Endmontage. Ein solches Projekt hatte Dürr für KIA in der Slowakei 2006 erfolgreich abgeschlossen. Aber auch fernab des 'Automobil-Clusters' St. Petersburg oder des Firmensitzes von Dürr Systems in Moskau, erstrecken sich die intensiven Aktivitäten. Im zweiten Halbjahr 2008 beginnt bei SeverStal in Elabuga die Serienproduktion für die Lizenzfertigung des Fiat Ducato, ebenfalls basierend auf FAStplant®, das sich aufgrund seiner flexiblen Erweiter-barkeit für den dynamischen russischen Markt geradezu anbietet. Bei Volkswagen in Kaluga baut Dürr zurzeit eine neue Lackiererei, und TagAZ in Taganrog hat Dürr Korea gleich mit drei Lackiererei-Projekten beauftragt. Unterstützt durch das weltweite Netz von Dürr-Niederlassungen und -Produktionsstandorten versteht sich die Dürr Systems in Russland als Service- und Vertriebs-Gesellschaft: "Wir kombinieren die Kompetenz vor Ort mit einer sicheren Projektabwicklung von Deutschland oder anderen erfahrenen Standorten aus und verbinden so Kundennähe und Qualität", erläutert Michael Broese, Geschäftsführer von Dürr in Moskau. "Gleichzeitig bauen wir unsere Lieferantenbasis in Russland aus und bieten alle Service-Leistungen und Produkte in Rubel an. So reagieren wir auf die starke Dynamik und die spezifischen Bedürfnisse des russischen Marktes."

Weitere Informationen unter www.durr.com


Angeblich Korrosion an Boeing-Fahrwerken

2. April 2008 - Nach einem Bericht des Wall Street Journal teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA mit, das es an Fahrwerken einiger Boeing-Modell zu gefährlicher Korrosion komme. Betroffen seien Fahrgestelle des Zulieferers AAR, die vor allem für die Modelle Boeing 747, 767 und die kleinere 757 verwendet würden. Die FAA gehe rund 300 Fällen möglicherweise schadhafter Komponenten nach.
Die gelieferten Komponenten entsprechen laut der Zeitung nicht den aufgestellten Sicherheitsstandards. Zudem seien einige Teile mit einer Emaillefarbe lackiert, die es schwierig mache, Korrosion zu erkennen. Bislang sind dem Bericht zufolge allerdings noch keine Unfälle durch den Mangel verursacht worden. Allerdings hat US Airways bereits freiwillig mehrere der möglicherweise schadhaften Komponenten entfernt, nachdem es bei einer Boeing 757 zu Problemen bei der Landung gekommen war.
Die FAA forderte die betroffenen Fluggesellschaften auf, die Fahrwerke dringend auf mögliche Schäden zu prüfen. Sie setzte dafür allerdings keine Frist, wie es bei schweren Mängeln üblich ist. Sie wolle die abschließenden Untersuchungen abwarten, hieß es in dem Bericht weiter. AAR dementierte der Zeitung zufolge Probleme durch den Lack. Bei den von ihnen gelieferten Teilen bestünde kein Sicherheitsrisiko. Der Zulieferer forderte umgehend eine Klarstellung von der US-Luftfahrtbehörde.

Weitere Informationen unter www.faa.gov, www.wsj.com


Produkte unter der Lupe

1. April 2008 - Bei der Gestaltung des Auto-Cockpits setzen einige Hersteller mittlerweile auf neue umweltfreundliche Kunststoffe, die biologisch abbaubar sind. Vor ihrer Zulassung auf dem Markt werden diese Kunststoffgehäuse sowie andere Materialien genau unter die Lupe genommen. Hierfür hat beispielsweise das Prüflabor der Aucoteam Ingenieurgesellschaft einen Spezialschrank im Einsatz, in dem Automobilzulieferer die Materialeigenschaften ihrer Produkte, wie die Farbgebung oder mechanische Haltbarkeit testen lassen.
Diese spezielle Einrichtung für künstliche Bewitterung nach DIN EN ISO 4892-3 bestrahlt die Materialien über einen längeren Zeitraum mit einer genormten Bestrahlungsstärke und einer definierten Temperatur. Der Bewitterungsprüfschrank simuliert die Situation, wenn z.B. Sonnenlicht durch das Fenster im Auto auf Armaturen oder Komponenten wie Anzeigeeinheiten und Sensorelemente fällt. In festgelegten Intervallen werden die Materialien immer wieder auf ihre UV-Beständigkeit wie Elastizität und Haftfestigkeit geprüft.
Nach Abschluss der Testreihen werden die Veränderungen der Oberflächen noch einmal präzise unter die Lupe genommen, die Strukturen mit einem Stereomikroskop untersucht sowie während der Zugversuche das Elastizitäts-Modul bestimmt. Vom 6. bis 8. Mai 2008 präsentiert das akkreditierte Prüflabor der Aucoteam in Halle 8 auf Stand 8-223 sein komplettes Leistungsspektrum. Die verschiedenen Umweltsimulationsprüfungen wie Klima und Korrosion bis hin zum Schocken und Schwingen mit Temperatur sowie Sonderlösungen werden vorgestellt.

Weitere Informationen unter www.aucoteam.de


Mobile Kameras für Produktionsmaschinen

31. März 2008 - In Zeiten der globalen Produktpiraterie ist die Komplexität von Produkten ein wirksamer Kopierschutz. Die Kehrseite der Komplexität großer Maschinen ist Unübersichtlichkeit und somit die erschwerte Handhabung für den Bediener. Eine integrierbare Kamera soll jetzt bei Werkzeugmaschinen für mehr Durchblick sorgen.
Unter dem Titel "MobiKAM – Messen und Prüfen mit Mobilen Kameras im Arbeitsraum von Produktionsmaschinen" haben in einem Verbundprojekt vier Industriepartner und das Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK) die Arbeit an der "sehenden Maschine" aufgenommen. Ziel ist es, in den kommenden drei Jahren einen mobilen, energieautarken optischen Sensor zu entwickeln, der als zurüstbares Element wie ein Werkzeug in vorhandene Maschinen integriert werden kann.
Die Inbetriebnahme soll so einfach von statten gehen, dass kein Fachpersonal dafür benötigt wird. Das System muss gegen Erschütterungen, Verschmutzungen und elektromagnetische Störungen resistent sein. Dem Fraunhofer IPK fällt in dem Projekt die Aufgabe zu, eine Systemarchitektur für die softwaretechnische Integration von Bildverarbeitungsmodulen in offene Steuerungen zu erarbeiten.
Neben dem IPK beteiligen sich die Komponentenhersteller Phytec Messtechnik GmbH und Vision&Control GmbH sowie die Maschinenhersteller Holzma Plattenaufteiltechnik GmbH und Index-Werke GmbH & Co. KG Hahn & Tessky an der Entwicklung. Im Anschluss an das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Projekt werden die Komponentenhersteller das gewonnene Know-How nutzen, um anwendungsfertige Produkte für den Markt herzustellen. Auch in den Holzbearbeitungs- und Werkzeugmaschinen der Holzma und der Index-Werke soll die Kamera nach Bedarf integriert werden.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Härtetest auf engstem Raum

28. März 2008 - Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Zahnarzt müsste bei der jährlichen Routinekontrolle ihre Zähne herausnehmen, um sie unter einem Mikroskop genau auf Karies zu untersuchen. Unpraktisch, oder? Nach einem ähnlichen Prinzip funktioniert bisher die Härte- und Elastizitätsprüfung an extrem dünnen Materialschichten: Die sie tragenden Bauteile müssen in der Regel ausgebaut und mit einem tischgroßen Gerät auf ihre Eigenschaften untersucht werden. Die Physikalisch Technische Bundesanstalt (PTB) hat nun ein handliches, kleines MEMS-gestütztes Nanoindentationsgerät entwickelt, das direkt am Bauteil Messungen vornehmen kann, ohne dass dieses vorher entfernt werden muss. Zu sehen ist diese Neuheit vom 22. bis 25. April in Halle 1, Stand 1304, auf der CONTROL in Stuttgart.
Das von der PTB entwickelte und als MEMS ausgeführte Nanoindentationsgerät gehört zu einer neuen Gerätegeneration, denn es ist nicht nur außerordentlich klein, tragbar und sparsam im Energieverbrauch, sondern lässt sich auch mit hoher Genauigkeit herstellen und könnte in Serienfertigung mit niedrigen Kosten produziert werden. Vielerorts ist es eine praktische und preiswerte Alternative zu herkömmlichen Tischgeräten. Das Gerät ist in der Lage, die Härte, Elastizität und Verformbarkeit von Schichten zu messen, die dünner als ein Mikrometer sind, und somit Haftung, Haltbarkeit und Verschleißfestigkeit zu bestimmen. Derartige Schichten und Membrane werden beispielsweise zum Schutz elektronischer Bauteile verwendet, wie etwa bei der Festplatte eines Computers.
Sie können aber auch im medizinischen Bereich eine Rolle spielen, beispielsweise bei extrem dünnen Kathetern. Je nach Anwendungsgebiet müssen diese dünnen Schichten unterschiedliche Anforderungen erfüllen, dürfen bei Belastung nicht brechen oder abblättern. Bei der Entwicklung des Nanoindentationsgerätes wurde auf diesem Gebiet erstmals die MEMS-Technik eingesetzt. Als MEMS (mikro-elektro-mechanisches System) werden kleine Bauteile bezeichnet, die aus einer Kombination von mechanischen Elementen und elektronischen Schaltungen bestehen.
MEMS werden serienmäßig zum Beispiel als Beschleunigungssensoren in Airbags eingesetzt. Auf der CONTROL kann das MEMS-gestützte Nanoindentationsgerät extrem genau betrachtet werden - nämlich durch ein lateral-konfokales Mikroskop. Diese Neuheit wurde ebenfalls an der PTB entwickelt und dient der Qualitätssicherung von MEMS-Produkten. Herkömmliche optisch-konfokale Mikroskope stoßen bei Größen unterhalb eines halben Mikrometers an ihre Grenzen. Im Gegensatz dazu ist das lateral-konfokale Mikroskop viel empfindlicher und in der Lage, das Verhalten beweglicher Komponenten in MEMS mit nanometrischer Auflösung zu zeigen.
Auf beide Geräte sind Patente angemeldet. Derartige Schutzrechte betrachtet die PTB als wichtigen Teil des Technologietransfers in die Wirtschaft und zugleich als Kompetenznachweis. Unternehmen, die von den neusten Entwicklungen in der Messtechnik, Sensorik und Produktionstechnik profitieren wollen, bietet die PTB Kooperationen im Rahmen des Technologietransfers an. Diesen Kooperationspartnern und Lizenznehmern gewähren Patente die notwendige Investitionssicherheit.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Sensortechnik auf der Aerospace 08

27. März 2008 - Die Wartung von Flugzeugen verursacht periodisch beträchtliche Kosten. Einsparungen können erzielt werden, wenn Wartungsmaßnahmen zielgerichtet geplant und die Wartungsintervalle beanspruchungsabhängig optimiert werden können. Diese Zielsetzung erfordert neben der vorhandenen Prüftechnik auch strukturintegrierte Sensorik, die zuverlässig das Strukturverhalten über lange Zeiträume erfassen kann. Eine innovative Methodik ist die Einbettung von optischen Sensorfasern in stark beanspruchten Strukturteilen wie Rumpfabschnitte, Leitwerke oder Tragflächen.
Im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsprojekten wird die Integration von faseroptischen Dehnungssensoren vorangetrieben und schließlich werden diese für ihren zuverlässigen Einsatz validiert. So werden beispielsweise faseroptische Bragg-Gitter-Sensoren auf Oberflächen von Composite-Elementen und Aluminiumstrukturen des Flugzeugs appliziert. Zur Sicherstellung einer zuverlässigen Erfassung der Strukturveränderungen gehört die genaue Kenntnis der Dehnungsübertragungsfunktion der Sensoren nach Installation und betriebsmäßiger Beanspruchung (thermische Zyklen, Wechsellasten, …).
Hierzu werden in der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) gemeinsam mit EADS Innovation Works (IW) Applikationsmethoden entwickelt und untersucht. Es werden diejenigen Fragen geklärt, die Einfluss auf das Dehnungsübertragungsverhalten zwischen Bauteil und Sensor – und damit auf die Zuverlässigkeit der Messaussage – haben. Diese Erkenntnisse dienen nicht nur einer verbesserten Wartung, sondern ermöglichen zugleich im gesamten Luftfahrtbereich die Optimierung der Werkstoffe und des konstruktiven Designs mit Hilfe dieser neuartigen und innovativen Sensortechnologie.
Die BAM wird gemeinsam mit EADS diese Monitoring-Methode an einem Demonstrationsobjekt vorstellen.

Weitere Informationen unter www.bam.de


Metall- und Elektro-Industrie mit 27.000 neuen Jobs

26. März 2007 - In der M+E-Industrie ist das Jahr 2008 mit überraschend starken Zuwächsen bei Beschäftigung, Produktion und Auftragseingang gestartet. Wie der Verband Gesamtmetall heute berichtet, schufen die Unternehmen der M+E-Industrie allein im Januar 27.000 neue Arbeitsplätze. Damit kletterten die Beschäftigungszahlen in der Branche auf insgesamt 3.576.000.
Das sind absolut 130.000 Beschäftigte oder 3,7 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Einen so starken Jobaufbau gab es in der deutschen M+E-Industrie zuletzt in der ersten Hälfte der 60er Jahre. Die Übernahme von Zeitarbeitnehmern in ein festes Arbeitsverhältnis in den Kundenunternehmen dürfte bei diesem Beschäftigungsboom eine nicht unerhebliche Rolle spielen.
Die Nachfrage nach M+E-Erzeugnissen war Anfang 2008 ungebrochen. Insgesamt verbuchten die M+E-Branchen ein Nachfrageplus von 12 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der starke Exporttrend verfestigte sich. So stieg die Auslandsnachfrage mit einem Plus von 16,2 Prozent mehr als doppelt so stark wie die Binnennachfrage (plus 7,2 Prozent). Dabei dürfte der starke Euro die Preisspielräume und Ertragsmargen im Dollar-Raum massiv verengt haben.
Die Produktion hat binnen Jahresfrist 10,5 Prozent zugelegt. Die Unternehmen gehen aufgrund der starken Dynamik offensichtlich davon aus, dass sie auch in den nächsten Monaten zusätzliche Mitarbeiter für die Produktion benötigen. Von einem mittelfristigen Optimismus zeugt die Ausbildungslage. So wurden in den M+E-Berufen 2007 mehr als 75.000 neue Ausbildungsplätze geschaffen – ein Zuwachs von 11,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr und zugleich Ausbildungsrekord seit der Wiedervereinigung.
Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall ist der Dachverband von 22 Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektro-Industrie. In den M+E-Verbänden sind insgesamt 6.100 Unternehmen mit mehr als 2 Millionen Beschäftigten Mitglied.

Weitere Informationen unter www.gesamtmetall.de


Symposium "Material Innovativ" in Nürnberg

    25. März 2008 - Am 10. April 2008 findet&xnbsp;im CCN West der NürnbergMesse das Sympossium "Material Innovativ" statt.
    Die drei vertiefenden Vortragsreihen befassen sich mit den Themen:
  • - Innovationen im Automobilbau - von Leichtbauwerkstoffen, höchstfesten Stählen über Faserverbundwerkstoffe bis zu innovativen Lösungen mit Kunststoffen.
  • - Innovationen im Maschinenbau - von Leichtbaukonzepten, der Sprühkompaktierung von Aluminium bis High-Tech-Keramiken und funktionalen Oberflächen.
  • - Technische Keramik - von Rapid Prototyping mit Keramik über keramische Werkzeuge bis zu neuen Möglichkeiten mit verstärkter Keramik.
  • Es haben sich bereits&xnbsp;über 150 Teilnehmer und 32 Aussteller aus einem weiten Spektrum der Wertschöpfung angemeldet, daztu gehören: AEG, BASF, BMW, Brose, Bühler Motor, CeramTec, DeguDent, ESK Ceramics, Heidelberger Druckmaschinen, Johnson Controls, KraussMaffei, KUKA Roboter, LEONI, Linn High Therm, Mazda Motor Europe, Netzsch Mohnopumpen, OTTO Spanner, Porsche, Schaeffler, Siemens, ThyssenKrupp, UVEX, Volkswagen. In der begleitende Fachausstellung sind noch wenige Standplätze verfügbar.

Die aktuelle Ausstellerliste findet sich im Internet&xnbsp;unter www.bayern-innovativ.de/material2008


Nano für die Oberfläche

18. März 2008 - Der SchauPlatz NANO ist auf der Hannover Messe vom 21. - bis zum 24. April 2008 mit namhaften Unternehmen aus der Nanotechnologie vertreten. Inhaltlicher Schwerpunkt der ausstellenden Unternehmen ist die industrielle Umsetzung nanotechnologischer Anwendungen.
Die Firma Engineered nanoProducts Germany AG (EPG) präsentiert mit farbigen Oberflächen für die Kunststoff und Metallbeschichtung einen technologischen Durchbruch. Mit Hilfe des neuen Produktionsverfahrens kann auf die in der Galvanotechnik übliche Beschichtung mit dem Schwermetall Chrom verzichtet werden, wodurch eine nachweisliche Steigerung der Ökoeffizienz erzielt wird. Die EPG setzt dieses Verfahren bei der Beschichtung von Bügeleisen bereits erfolgreich ein.
Eine weitere Neuheit der EPG sind die ersten aktiv keimtötenden Oberflächen und optischen Folien für energiesparende Displays von Laptops und Handys sowie für TV-Projektion bei Tageslicht. Der SchauPlatz NANO ist die von der Beiersdorff GmbH geschaffene B-2-B Plattform auf Messen für den interdisziplinären Austausch. Besucher können sich bei Fachleuten aus erster Hand über die neuesten Entwicklungen und Trends aus dem Bereich der Nanotechnologie informieren. Als Kommunikationsplattform dient der SchauPlatz NANO darüber hinaus auch als renommierter Ort des Wissenstransfers. Hier treffen sich Anbieter, Anwender und Spezialisten aus Forschung, Wirtschaft und Politik, um sich gegenseitig für neue Projekte zu inspirieren, potenzielle Märkte zu identifizieren und aktuelle Fragestellungen zu diskutieren.

Weitere Informationen unter www.schau-platz.de


Dürr erhält Lackiertechnik-Großauftrag in den USA

17. März 2008 - Der Dürr-Konzern hat von der BMW Group einen Großauftrag für das US-Werk in Spartanburg, South Carolina, erhalten. Der Auftragswert übersteigt 100 Mio. €. Die Produktionskapazitäten werden bis 2012 von 160.000 auf 240.000 Einheiten pro Jahr erweitert. Die dafür erforderliche Erweiterung der Lackiererei wird größtenteils von Dürr realisiert.
In den USA hat Dürr im abgelaufenen Jahr 2007 mehrere kleine und mittelgroße Lackiertechnik-Aufträge erhalten. "Der Großauftrag der BMW Group sichert uns nun auch langfristig eine sehr gute Auslastung in den USA. Außerdem unterstreicht er das Vertrauen in Dürr als leistungsfähigen Anbieter mit umfassender System- und Technologiekompetenz", sagte Ralf Dieter, Vorsitzender des Vorstands der Dürr AG.
Der Auftrag wird federführend von der US-Gesellschaft Dürr Systems Inc. abgewickelt. Die 1996 von Dürr fertig gestellte Lackiererei soll erweitert werden, damit dort neben dem BMW X5 zukünftig auch das Nachfolgemodell des X3 sowie der X6 produziert werden können. Die Lackiererei wird um 80 Prozent oder 28.000 Quadratmeter Fläche erweitert.
Dafür baut Dürr drei neue Bereiche: erstens ein Gundlackwerk mit Vorbehandlung, Tauchlackierung und Trocknern – dort wird das Rotationslackierverfahren RoDip zum Einsatz kommen –, zweitens je eine Füller- und Decklackstraße mit angeschlossenen Finish- und Wachslinien für Nacharbeit und Transportversiegelung sowie drittens eine Sealing-Linie für Schweißnahtabdichtung und Unterbodenschutz.
Während die Fertigung in den beiden ersten Bereichen ab Mitte 2009 starten soll, ist der Produktionsstart der Sealing-Linie für Mitte 2010 geplant. Durch die Erweiterung der Lackiererei soll die Kapazität von derzeit 27 auf 46 Einheiten pro Stunde steigen. Das Projekt in Spartanburg ist der dritte große Umbauauftrag der BMW Group für Dürr seit 2003. Zuletzt erweiterte und modernisierte Dürr die Lackiererei im britischen Werk Oxford, wo das Modell Mini gefertigt wird.
Bereits 2003 hatte Dürr für die BMW Group die Lackiererei im chinesischen Shenyang umgebaut. Bei allen drei Projekten übernahm Dürr nicht nur die Ausrüstung, sondern auch die vorgelagerte Planung von Lackiererei-Layout und -Prozessen.

Weitere Informationen unter www.durr.com


Zukunft gilt fertigungsbegleitenden Messsystemen

14. März 2008 - Mit rund 100 Teilnehmern führender Hightech-Unternehmen und Institutionen aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz war das Forum "Messtechnik in der Optikfertigung – Anforderungen und Verfahren" gleichermaßen gut wie hochkarätig besetzt. Das Fachseminar, das am 21. Februar 2008 von Mahr am Firmensitz Göttingen fachlich koordiniert und vom Kompetenznetzwerk PhotonicNet organisiert wurde, befasste sich mit aktuellen Entwicklungen in der Messtechnik. Die Zukunft, so ein Resümee, gilt neuen fertigungsbegleitenden Messsystemen.
Neun Referenten spannten in sechs Fachvorträgen den thematischen Bogen von Präzisionsoptiken aus Kunststoff bis zu neuen optischen Messtechniken durch Weißlichtsensorik. Dabei betonten die Referenten, dass sich die Fertigungstechnologien für optische Komponenten und Systeme zur Formung des Lichtes in den letzten Jahren rasant entwickelt haben. Es zeichnen sich drei Tendenzen ab.
Erstens: Ultrapräzise optische Oberflächen und Schichten mit "Nanometergenauigkeit" sowie nichtklassische Oberflächenformen, wie Asphären, nehmen zu.
Zweitens: Refraktive und diffraktive Mikrooptiken finden in photonischen Mikrosystemen ihren Einsatz, z.B. als kompakt integrierte Laser in industriellen Anlagen.
Drittens: Standardkomponenten werden in immer höheren Stückzahlen produziert.
Alle drei Entwicklungstrends weisen einen großen Bedarf an fertigungsbegleitenden Messsystemen auf, an deren Genauigkeit, Robustheit und Messgeschwindigkeit zum Teil extrem hohe Anforderungen gestellt werden. Als besondere Herausforderung stellten die Referenten heraus, dass Präzisionskomponenten oft in verschiedenen Stadien des Produktentstehungsprozesses zu prüfen sind. Typischerweise erfordert dies den Einsatz unterschiedlicher Messverfahren.
Das Forum "Messtechnik in der Optikfertigung" setzte daher mit entsprechenden Fachbeiträgen bei den messtechnischen Anforderungen der Glas- und Kunststoffbearbeitung an und vermittelte einen Überblick über das breite Spektrum an Messverfahren, die zur Formerfassung und Funktionsprüfung von optischen Komponenten eingesetzt werden. Die messtechnischen Fachvorträge gehen auf neueste Entwicklungen in den etablierten taktilen wie in den jüngeren optischen Messtechniken ein – beispielsweise Formerfassung durch Weißlichtinterferometrie. Beiträge zu den Verfahren der Streifenreflexion und der Wellenfrontsensorik nach dem Shack-Hartmann-Prinzip, das in der Laserstrahlcharakteristik angewendet wird, zeigen mit Blick auf eine robuste, fertigungsnahe Prüfung von Optikkomponenten neue Möglichkeiten auf.

Weitere Informationen unter www.photonicnet.de


Workshop "Kohlenstoffschichten – tribologische Eigenschaften und Verfahren zu ihrer Herstellung"

    13. März 2008 - Kohlenstoffschichten – ob amorph oder kristallin – haben hervorragende tribologische Eigenschaften: sie sind reibungs- und verschleißarm, daneben korrosionsbeständig und biokompatibel. Im Detail sind Struktur und Eigenschaften dieser Schichten bzw. Schichtsysteme in Abhängigkeit vom Herstellungsverfahren durchaus sehr unterschiedlich. Je nach Anwendungsfall (Tribosystem) ist das eine oder das andere Schichtsystem bzw. Herstellungsverfahren optimal und die Herstellungskosten spielen dabei eine wichtige Rolle.
    Eine Übersicht über die aktuelle Vielfalt der Kohlenstoffschichten und Hilfestellungen bei der Wahl des richtigen Schichtsystems für die konkrete Anwendung zu geben, sind Ziele dieses Workshops, der von der Europäischen Forschungsgesellschaft Dünne Schichten e.V. (EFDS), dem Fraunhofer-Institut für Schicht- und Oberflächentechnik Braunschweig und dem Fraunhofer-Institut Werkstoff- und Strahltechnik Dresden am 04. Juni 2008 im Dortmunder OberflächenCentrum veranstaltet wird. Diese Thematik wird im 2-jährigen Abstand bereits zum dritten Mal aufgegriffen.
    Eingeladen sind Ingenieure und Praktiker aus den Bereichen
  • - Technologieentwicklung
  • - Anlagenbau
  • - Lohnbeschichtung
  • sowie aus den Anwendungsbereichen
  • - Werkzeugtechnik
  • - Maschinenbau für die Lebensmitteltechnik
  • - Textilmaschinenbau
  • - Automobilbau
  • - Medizintechnik
  • - allgemeiner Maschinenbau
  • Die Europäische Forschungsgesellschaft Dünne Schichten ist als Mitglied der Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen "Otto von Guericke" e.V. Organisator wie auch Träger von Projekten des vom BMWA geförderten Programms "Industrielle Gemeinschaftsforschung". Die Veranstalter würden sich freuen, wenn die auf dem Workshop geknüpften Kontakte den Grundstein für künftige Kooperation und eventuelle gemeinsame Projekte legen würden.

Weitere Informationen unter www.efds.org


Mikro und Nano auf der Hannover Messe im Trend

12. März 2008 - Der IVAM-Produktmarkt "Mikro, Nano, Materialien" auf der Fachmesse MicroTechnology im Rahmen der Hannover Messe ist ausgebucht. Mit 74 Teilnehmern übertreffen die Zahlen den Vorjahresrekord von 60 Ausstellern deutlich. Vom 21. bis 25. April werden auf dem rund 1.000 Quadratmeter großen Gemeinschaftsstand des IVAM Fachverbandes für Mikrotechnik neue Trends für industrielle Anwendungen gezeigt.
Die MicroTechnology behauptet sich damit einmal mehr als einer der weltweit größten Marktplätze für Mikro- und Nanotechnik. Innerhalb des Produktmarktes zeigt erstmals die Sonderschau "Laser für Mikromaterialbearbeitung und Mikroproduktion" mit ROFIN, LUMERA LASER, LIMO, LZH und vielen anderen Ausstellern innovative Verfahren für die hochpräzise Produktion. Auch Japan, das Partnerland der diesjährigen Messe, findet sich mit dem Micromachine Center, das Unternehmen wie Olympus, Omron, Panasonic und Mitsubishi Electric vertritt, am IVAM-Stand wieder.
Auf dem Forum "Innovations for Industry" berichten 60 Experten der Mikro- und Nanobranche aus der Praxis. Themen sind unter anderem Lasertechnik für die Photovoltaik, Trinkwasser-Qualitätsanalyse mittels Kapillarelektrophorese und Herausforderungen im Bereich Carbon Nanotubes.

Weitere Informationen unter www.ivam.de


Neues Application Center der Koenen Group

11. März 2008 - Das Application Center der Koenen Group, dessen Fertigstellung Ende April geplant ist, ermöglicht zum einen die Erprobung der hergestellten Präzisionsschablonen und Präzisionssiebe im Haus unter reellen Produktionsbedingungen. Zum anderen steht Kunden und Partnern damit eine Plattform für Schulungen, Druckversuche und Forschungsaufgaben zur Verfügung.
Zur Grundausstattung des Application Center gehören neben Schablonendruckern der Hersteller EKRA (X5 STS), ERSA (Versaprint S1) und ESSEMTEC (SP 900) auch ein ZEVAC ONYX 24 Selektivlötgerät, eine Wagenbrett Wafer Balling Maschine sowie umfangreiches Mess- und Qualitätssicherungsequipment. Zur Sicherung und Überprüfung der Fertigungsqualität der Präzisionsschablonen und Präzisionssiebe wird in der KOENEN GROUP fortlaufend in einen hochwertigen Gerätepark auf neuestem technischen Stand investiert. Eine 3D-Koordinaten-Messmaschine mit der Präzisionsschablonen und -siebe vollautomatisch über eine aktive Messfläche von 700 x 700 mm2 mit einer Genauigkeit von ± 1 µm auf Positionierung und Padlage vermessen werden können, gehören genau wie zwei ScanCheck1+ Geräte zur Kontrolle von Padgröße und Padgeometrie und ein Messmikroskop mit 1.000-facher Vergrößerung zur produktionsrelevanten Standardausstattung.
Für eine aussagekräftige Bewertung der erzielten Druckergebnisse stehen jetzt auch ein berührungsloses Cyber Technologies CT 300 3D-Lasermessgerät mit einer Genauigkeit von 100nm und ein M205C Leica Stereomikroskop mit 100-facher Vergrößerung für 3D-Betrachtungen zur Verfügung. Damit schließt sich die Kette für die Fertigung, Kontrolle und Optimierung hochwertiger Präzisionsschablonen und Präzisionssiebe.
Ab Mai 2008 werden von der Koenen Group auch Prozessoptimierungen anhand von Kundenparametern und -materialien durchgeführt. Der Druckprozess am Anfang der Linie stellt durch seine Vielzahl an Variablen und Einflussgrößen das größte Verbesserungspotential der Linie dar. Schablone, Equipment, Druckparameter, Materialien, Bediener- und Umweltfaktoren entscheiden im Zusammenspiel über die Druckqualität. Durch eine gezielte Optimierung der kundenspezifischen Parameter kann eine deutliche Reduzierung der Fertigungstole-ranzen erzielt werden. Die Koenen Group übernimmt diese Forschungsaufgaben zur Prozessoptimierung für ihre Kunden. So können Kunden z.B. bei Problemen mit Baugruppen die Leiterplatten und die verwendete Lotpaste an die KOENEN GROUP schicken, wo anhand von unterschiedlichen Schablonenlayoutvarianten und Produktionsparametern Druckversuche durchgeführt werden.
Die ermittelten, optimalen Parameter werden gespeichert und fließen künftig in die individuell gefertigte Schablone dieses Kunden ein. Mit dieser optimalen Anpassung der Schablonenparameter wird die Basis für stabile und reproduzierbare Fertigungsprozesse geschaffen. Die Anpassung der Prozessparameter wird in Zukunft umso mehr erforderlich sein, da eine zunehmende Miniaturisierung den Druckprozess zunehmend in Grenzbereiche bringt. Ein weiterer Vorteil für den Kunden liegt in der Prozessoptimierung "außer Haus", es entfallen kostenintensive Test- und Leerlaufzeiten in der Linie. Somit verschaffen sich Fertigungen zusätzliche, wertvolle Produktionszeiten. Die Schulungs- und Prozessoptimierungsdienstleistungen werden auf Wunsch natürlich auch "vor Ort" durchgeführt.
Das Application Center steht unter der Leitung von Dipl.-Ing. (FH) Harald Grumm (Christian Koenen GmbH, Präzisionsschablonen) und Thomas Lucuta (Koenen GmbH, Präzisionssiebe), die auch für die prozesstechnische Beratung sowie Kunden- und Mitarbeiterschulung verantwortlich sind.

Weitere Informationen unter www.christian-koenen.de


Nanoanalytik zwischen Physik, Chemie und Biologies

10. März 2008 - Die Nanoanalytik bildet in diesem Jahr einen deutlichen Schwerpunkt der Analytica Conference, die im Rahmen der Analytica vom 1. bis 3. April als bedeutendste europäische Analytiker-Tagung stattfindet. Drei wissenschaftliche Gesellschaften, die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die Gesellschaft für Biochemie und Molekularbiologie (GBM) und die Deutsche Vereinte Gesellschaft für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin (DGKL), zeichnen für das Programm verantwortlich.
Einer der drei Plenarvortragenden, Professor Dr. Harald Fuchs von der Universität Münster, zeigt, wie man mit Hilfe der Nanoanalytik Materialuntersuchungen bis hin zur atomaren Ebene durchführen kann. Unter der Leitung von Dr. Tamara Appel, ThyssenKrupp Steel AG, Dortmund, wird in Beiträgen aus der Industrie der Stellenwert der Nanoanalytik in der Anwendung diskutiert. Hierbei soll insbesondere die Frage beantwortet werden, inwieweit die neuen Werkzeuge bereits eine ausreichende Hilfestellung bieten oder wo Nachbesserungsbedarf in der Entwicklung neuer Geräte oder der Ausbildung junger Akademiker besteht.
Die Nanowissenschaften dringen immer mehr auch in die Medizin vor. Einen aktuellen Überblick darüber gibt PD Dr. Patrick Hunziker vom Universitätsspital Basel in seinem Vortrag, dem sich weitere vier vertiefende Vorträge zur Nanomedizin anschließen. Hunziker selbst befasst sich im Rahmen des Schweizer Nationalen Schwerpunkts Nanowissenschaften mit winzigen Containern, die Medikamente zielgenau an ihren Wirkort bringen sollen. Bevor die Medikamentenfähre zum Einsatz kommt, müssen mögliche toxische Wirkungen und die "Entsorgung" der Nanocontainer geklärt sein.
Die Nanoanalytik in Biologie und Medizin untersucht Oberflächenwechselwirkungen, beispielsweise an Biomembranen oder einem Biosensor, der z.B. der Blutuntersuchung dient. Die Nanomechanik leitet aus den analytischen Messungen mögliche molekulare Mechanismen oder Adhäsionskräfte an den Oberflächen ab. Für Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes will man auf diese Weise neue Diagnoseverfahren und Therapiemöglichkeiten erarbeiten. In den Analysemethoden erzielt man durch Miniaturisierung eine höhere Sensivität. Für neue Nanobauteile in der medizinischen Analytik zeichnen die medizinischen Systemtechniker verantwortlich.Schließlich geht es unter dem Titel "Klein aber effektiv" um Kolloide und Nanopartikel in der Umwelt.
In dieser Sitzung, die von Professor Dr. Fritz H. Frimmel von der Universität Karlsruhe (TH) geleitet wird, kommen neben zwei Vortragenden aus Karlsruhe und München zwei Wissenschaftler aus Kanada sowie je einer aus den Niederlanden und aus Österreich zu Wort.

Weitere Informationen unter www.gdch.de


Neue Tagung Bauchemie - Lackchemie

7. März 2008 - Wegen der großen Schnittmenge an Grundlagen und Themen wird 2008 erstmals eine gemeinsame Tagung der Fachgruppen Bauchemie und Lackchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) stattfinden. Dafür laufen die Vorbereitungen bereits auf Hochtouren. Die Tagung Bauchemie - Lackchemie vom 22. bis 24. September 2008 findet unter dem Motto "Von einander lernen - Innovationen in Bauchemie und Lackchemie" in der Rhein-Mosel-Halle, Koblenz statt.
Das Funktionalisieren von Material- und Grenzflächen stellt die Formulierer und Anwender moderner Baustoffe, ihrer Beschichtungssysteme als auch moderner Lacke vor immer neue Aufgaben. Anforderungen an neue Werkstoffe und an die Attraktivität und Funktionalität von Oberflächen müssen von umweltfreundichen und effizienten Systemen beherrscht werden. Die Tagung soll Bau- und Lackchemiker, Werkstoffwissenschaftler sowie Bau- und Lackingenieure zusammenführen. Vorhandene Synergieeffekte sollen den Grundstein für zukünftige Kooperationen legen. Studierenden bietet die Tagung eine hervorragende Gelegenheit, die aktuellen Entwicklungen dieser Industriezweige kennen zu lernen.

Weidtere Informationen unter www.gdch.de/bauchemie und www.gdch.de/lackchemie


Hologramme mit Sprengkraft

6. März 2008 - Wer mit Sprengstoff hantiert, hat meist Grobes im Sinn – Fels lockern, alte Gemäuer zertrümmern oder Lawinen auslösen. Doch Explosivstoffe taugen auch für filigrane Aufgaben: Es lassen sich damit Hologramme in Stahl prägen.
Fast jeder trägt sie mit sich herum, auf Geldscheinen, EC-Karten oder Tickets für Popkonzerte: Hologramme. Die bunt schillernden Interferenzbilder schützen Banknoten und Dokumente vor Fälschungen. Sie lassen sich nur mit erheblichem Aufwand herstellen, und man kann sie kaum kopieren. Der Grund: Das Bild entsteht nicht durch das Zusammenspiel verschiedener Farben und Kontraste, sondern durch die Struktur der Oberfläche. Je nachdem, aus welcher Richtung das Licht einfällt, zeigt sich ein anderes Bild. Üblicherweise helfen Laserstrahlen bei der Herstellung eines Hologramms. Mit ihrer Hilfe wird zunächst ein Prototyp aus fotoempfindlichem Material, etwa Fotoresist, erzeugt. Diese Vorlage ist allerdings zu weich, um als Präge- oder Spritzgießwerkzeug für die Hologramme dienen zu können. Deshalb wird das filigrane Relief galvanisch auf ein härteres Material wie Nickel kopiert. Auf eine Walze aufgebracht überträgt dieses Nickel-Shim das Hologramm auf eine Kunststofffolie, die auf EC-Karten und Konzerttickets zu sehen ist.
Forscher des Fraunhofer-Instituts für Chemische Technologie ICT in Pfinztal haben sich nun einer rabiateren Methode angenommen. Die Wissenschaftler nutzen Sprengstoff zur Abprägung von Hologrammen in Stahl. Denn richtig dosiert, kann man damit eine Vorlage viel exakter abbilden als durch herkömmliche Verfahren. Die Auflösung, die man mit dem »Sprengprägen« erzielen kann, reicht bis in den zweistelligen Nanometerbereich. "Niemand hat geglaubt, dass so etwas möglich ist", schwärmt ICT-Projektleiter Günter Helferich. Fast jede Struktur lässt sich mit Hilfe einer Sprengfolie detailgenau auf Metall bannen, ob Holz, Leder, Textil oder Sand – schnell und präzise.
Gemeinsam mit Industriepartnern arbeiten die Wissenschaftler nun daran, Stahlwerkzeuge mit holografischen Strukturen herzustellen – als "Stempel" für Hologramme, die auf Kunststoffteile aufgebracht werden sollen. Eine große Herausforderung: Die Strukturen, die in den Stahl eingedrückt werden müssen, sind so winzig, dass man sie nicht einmal unter dem Lichtmikroskop erkennen kann. Mit zahlreichen Versuchsreihen haben die Experten das Verfahren bis zur gewünschten Abbildungsschärfe optimiert. Der Vorteil gegenüber der Galvanik: Man erhält kein weiches Nickelteil, das rasch verschleißt, sondern einen harten Stahlstempel. So behandelter Stahl ist auch in der Kunststoffindustrie gefragt: Viele Kunststoffteile sollen dekorativ und ansprechend aussehen, vor allem, wenn sie in edler Umgebung eingesetzt werden.

Weidtere Informationen unter www.fraunhofer.de


Pole Position bei der Beschichtung von Flachbildschirmen

5. März 2008 – Die Hüttinger Elektronik GmbH + Co. KG unterzeichnete Ende Februar einen Vertrag über Generatoren zur Plasmaanregung in Höhe von 28 Millionen Euro. Seit Jahren ist das Unternehmen weltweit die Nummer 1 bei Generatoren für die Großflächenbeschichtung. Diese Pole Position hält das Unternehmen nun auch auch bei Generatoren für essentielle Beschichtungsprozesse von Flachbildschirmen.
Kunde ist ein weltweit führender japanischer Anlagenbauer für die Flachbildschirmherstellung. Dessen Anlagen fragen große asiatische Flachbildschirmhersteller inzwischen wieder stark nach. Was nun auch wieder direkte Auswirkungen auf Hüttinger hat. Dank des inzwischen dritten zweistelligen Millionen-Euro-Auftrags in Folge sind die Leistungsexperten nun unangefochtener Weltmarktführer beim wichtigen Beschichtungsprozess für die Flachbildschirme. Das alles in nur zwei Jahren und in einem von Asiaten beherrschten Flachbildschirmmarkt.
Was wäre ein Flachbildschirm ohne seine gläserne Mattscheibe? Mit einfachem Glas ist es dabei nicht getan. Damit ein Bildschirm nicht spiegelt und seine Bildpunkte gestochen scharf erscheinen, bedarf es einiger präziser Vorarbeit. In Vakuumkammern entstehen dazu ultra-dünne Materialschichten durch Auf- und Abtragsprozesse. Notwendig hierzu: ein elektrisch geladenes Gasgemisch, das sogenannte Plasma. Damit dieses sich entzündet und glimmt, benötigen die Anlagenbauer Technik und Know-how von Hüttinger.

Weitere Informationen unter www.huettinger.com


Nanofair und Werkstoffausstellung in Dresden

4. März 2008 - Über 300 Wissenschaftler und Unternehmensvertreter aus Deutschland, Japan, Großbritannien, den USA und weiteren Ländern werden am 11./12. März zur Nanofair 2008 in Dresden erwartet. Der internationale Nanotechnologie-Kongress mit Fachausstellung wird dann bereits zum dritten Mal in der sächsischen Landeshauptstadt stattfinden.
Veranstalter sind die Städte Karlsruhe und Dresden, die Nanotechnologie-Kompetenzzentren dieser beiden Städte sowie der Verein Deutscher Ingenieure VDI. "Die Fachausstellung ist restlos ausgebucht und die bereits vorliegenden Anmeldungen internationaler Gäste sind beeindruckend", sagt Dr. Andreas Leson, Leiter des Wissenschaftsteams der Nanofair. Vor kurzem erst hat er gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH und der Landeshauptstadt auf der größten Fachkonferenz, der Nanotech in Tokyo, für den sächsischen Nanotechnologie-Standort geworben. "Von der Zusammenarbeit mit Japan können wir auch bei der Nanofair profitieren: 16 japanische Teilnehmer und Referenten, von Toppan Printing, über Hitachi bis zum Nano-Cluster Osaka haben bereits gebucht", so Leson. Auch mit Großbritannien konnte in den vergangenen zwei Jahren eine intensive Kooperation im Bereich Nanotechnologie aufgebaut werden: 19 Teilnehmer und Referenten aus Großbritannien sind bereits angemeldet.
Im Rahmenprogramm zum Kongress sind am 13. März 2008 drei Fraunhofer-Workshops zu den Themen Laser, Keramik und OLED (1) geplant. Außerdem wird am selben Tag gemeinsam mit einem australischen Unternehmen und der Universität Western Sydney ein Workshop im Dresdner BioinnovationsZentrum stattfinden. Die Bedeutung der Nanotechnologie für den Wirtschaftsstandort hebt Wirtschaftsbürgermeister Dirk Hilbert hervor: "Gerade für Dresden als wichtigsten europäischen Mikroelektronik-Standort sind Nanotechnologie, Nanoelektronik und neue Werkstoffe von zukunftsweisender Bedeutung. Hier können neue Anwendungen und neue Produkte entwickelt werden, die den Mikroelektronikstandort langfristig stärken."

Weitere Informationen unter www.expedition-materia.de


Porsche nimmt 911er Produktion wieder auf

3. März 2008 - Die Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, wird heute die Produktion der Baureihe 911 im Stammwerk in Zuffenhausen wieder aufnehmen. Diese war am vergangenen Montag gestoppt worden, nachdem es zu einer Verpuffung in der Lackiererei gekommen und dabei ein PVC-Gelierofen stark beschädigt worden war. Der Gesamtschaden beläuft sich auf eine Summe von mehreren Hunderttausend Euro und ist weitgehend über Versicherungen abgedeckt.
Die Ursachen des Unglücks sind inzwischen bekannt. Externe Gutachter haben festgestellt, dass der Austritt des Gases auf einen technischen Defekt zurückzuführen ist. Eine Überprüfung der anderen Öfen hat ergeben, dass diese einwandfrei arbeiten und voll funktionsfähig sind. Der im Laufe dieser Woche entstandene Produktionsrückstand von rund 800 Fahrzeugen kann durch Sondermaßnahmen noch während des laufenden Geschäftsjahres voll ausgeglichen werden.

Weitere Informationen unter www.porsche.de


Neue Online-Dienste bei Offer&Order

29. Februar 2008 - Seit Mitte Februar 2008 bietet Offer&Order Kunden über sein Online-Portal zusätzlich Öffentliche Ausschreibungen ausschließlich aus dem Bereich der Metallverarbeitung an.
Durch die Kooperation mit einem der größten deutschen Portale für öffentliche Ausschreibungen erhalten die Kunden bei Informationen zu öffentlichen Ausschreibungen für den gesamten deutschsprachigen Raum, Mittel- und Osteuropa sowie Großaufträgen aus allen EU-Mitgliedsstaaten in Landessprache. Tagesaktuell und klar strukturiert finden sie jetzt eine Zusammenfassung potentieller Aufträge aus einer Hand. Diese zusätzliche Dienstleistung ist frei wählbar und unabhängig von den bisherigen Service. Das Unter nehmen bietet seinen Kunden diese zusätzliche Nutzung des Zugangs zu den Öffentlichen Aufträgen für 50,00 Euro pro Monat (zzgl. der Gesetzlichen Mehrwertsteuer). Dabei spielt es keine Rolle, auf wie viele Ausschreibungen zugegriffen wird. Auch fallen keine weiteren Downloadkosten an.

Weitere Informationen unter www.offer-order.de


15 Jahre - SurTec feiert Geburtstag

28. Februar 2008 - SurTec, Spezialist für chemische Oberflächenbehandlung, begeht in diesem Jahr ihr 15-jähriges Firmenjubiläum. Mit 21 Niederlassungen weltweit, ISO Zertifizierungen und mehreren Auszeichnungen hat SurTec ihre Wettbewerbsfähigkeit kontinuierlich ausgebaut. Gefeiert wird der 15. Geburtstag am 23.05.2008 beim Tag der offenen Tür im hessischen Zwingenberg.
Was vor 15 Jahren mit 35 Mitarbeitern in Bammental und Trebur begann, ist heute eines der 100 innovativsten Unternehmen im deutschen Mittelstand, das hat 2007 der bundesweite Unternehmensvergleich "Top 100" ergeben. Mit über 400 Mitarbeitern, unter anderem in Frankreich, Tschechien, den Niederlanden und der Schweiz sowie in Brasilen, China, Südafrika, Mexiko, Skandinavien und vielen anderen Ländern, ist SurTec auf dem internationalen Markt präsent.
Mit dem Umzug im Jahr 2000 nach Zwingenberg in das erste Passivhaus-Fabrikgebäude Europas hat das Unternehmen die Aspekte der Unternehmens-Mission: Innovation, ökologisches Denken und Ökonomie produktiv zusammengeführt. "Wir wollen unseren Partnern, Kunden und den Menschen aus der Region zeigen, dass SurTec effektiven Umweltschutz praktiziert. Der Tag der offenen Tür ist ein lohnender Anlass, SurTec und den Menschen dahinter mal wieder zu begegnen und das 15-jährige Jubiläum gebührend zu feiern. Dazu laden wir herzlich ein", sagt Dipl.-Ing. Patricia Preikschat, Geschäftsführerin der SurTec Deutschland GmbH.
Der nach der international gültigen Umweltnorm ISO 14001 zertifizierte Betrieb arbeitet in allen Unternehmensbereichen mit geringst möglicher Umweltbelastung und wurde für sein innovatives Produkt SurTec 650 chromitAL mit dem „Innovationspreis 2007 Industrie“ der Initiative Mittelstand ausgezeichnet. Neben den recyclebaren Reinigern für alle Materialien, den funktionalen und dekorativen galvanischen Verfahren und den chromVI-freien Passivierungen bietet SurTec inzwischen auch eine breite Produktpalette an Phosphatierungen. Auf die prozesssicheren und anwendungsfreundlichen Eisen-, Zink-, Mangan- und Tri-Kationen-Phosphatierungen mit SurTec-Produkten in Tauch- und Spritzverfahren zählen insbesondere die Automobil- und Maschinenbau sowie die Stahl- und Bauindustrie.

Weitere Informationen unter www.surtec.com


Explosion in Porsche-Lackiererei

27. Februar 2008 - In der Lackiererei der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG, Stuttgart, im Stammwerk in Zuffenhausen hat am Montag eine Gasexplosion ereignet. Nach ersten Ermittlungen war an einem PVC-Gelierofen, mit dem Lacke getrocknet werden, Gas ausgetreten. Die Höhe des Sachschadens kann im Moment noch nicht beziffert werden.
Da die Sprinkleranlage ausgelöst wurde, standen neben der Lackiererei auch Teile der Produktion unter Wasser. Polizei und Feuerwehr sowie die Porsche-Werkssicherheit waren sofort am Unfallort. Zwei Mitarbeiter wurden mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert, konnten zwischenzeitlich aber bereits wieder entlassen werden. Porsche bildete umgehend einen Krisenstab, der von Produktionsvorstand Michael Macht sowie dem Betriebsratsvorsitzenden Uwe Hück geleitet wird. Beide verschafften sich kurze Zeit nach dem Unfall vor Ort einen ersten Eindruck von den Schäden. In einer umgehend einberufenen Betriebsversammlung informierte der Krisenstab die Mitarbeiter der Frühschicht über den Unfall. Auch der Vorstandsvorsitzende, Dr. Wendelin Wiedeking, war zu jeder Zeit über den Stand der Ermittlungen informiert. Nach vorläufigen Erkenntnissen wird die Fertigung der Baureihe 911 wahrscheinlich bis heute stillstehen. Die tägliche Produktionskapazität liegt aktuell bei 160 Einheiten. Da der Rohbau, die Sattlerei und das Motorenwerk im Werk Zuffenhausen nicht in Mitleidenschaft gezogen wurden, kann die Produktion des Cayenne im Werk Leipzig sowie der Modelle der Boxster-Baureihe beim finnischen Partner Valmet planmäßig fortgeführt werden.

Weitere Informationen unter www.porsche.com


Goldhäubchen für hochverzweigte Nanopartikel

26. Februar 2008 - Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ist es gelungen, ein stark verzweigtes Geflecht von Nanopartikeln mit Goldspitzen zu versehen und dem Geflecht dadurch einen elektrischen Kontakt aufzupfropfen. Die Verbindung des verästelten Nano-Knäuels mit einem metallischen Leiter kann für die Entwicklung von neuen elektronischen oder optischen Materialien von Bedeutung sein, insbesondere aber für die Herstellung effizienterer Solarzellen.
Die Forschungen am Institut für Physikalische Chemie wurden unter dem Titel "Growth of Gold Tips onto Hyperbranched CdTe Nanostructures" in der Fachzeitschrift Advanced Materials veröffentlicht und von Nature als "Research Highlight" herausgestellt. Dipl. Chem. Yuriy Khalavka, Matcor-Stipendiat aus der Ukraine, und Prof. Dr. Carsten Sönnichsen, Leiter einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Physikalische Chemie, haben zunächst Kristalle aus Cadmium-Tellurid (CdTe) gezüchtet, die sich in ein feines Geflecht stark verzweigen. Das Knäuel aus den nur 8 Nanometer dicken Filamenten - das ist nur so breit wie wenige Dutzend Atome - ist relativ stabil und weist eine große Oberfläche auf, sodass es mit anderen, organischen Substanzen eine Verbindung eingehen könnte.
"Die Idee, die dahinter steckt, ist, auf diesem Weg vielleicht einmal Solarzellen aus Kunststoffen herzustellen", erläutert Sönnichsen. "Es gibt viele organische Farbstoffe, die das Licht gut absorbieren und in das Knäuel eingebaut werden könnten. Die Energie müsste dann nur noch abtransportiert werden." Im Gegensatz zu herkömmlichen Solarzellen, die aus hochreinen Ausgangsmaterialien in aufwändigen Vakuum-Beschichtungsanlagen hergestellt werden, könnte man so eine organisch/anorganische Hybrid-Solarzelle wie eine Plastikfolie durch Gießen und Walzen herstellen.
Hier setzen die Forschungen der beiden Naturwissenschaftler ein: Um die gewonnene Energie weiterzugeben, müsste der Cadmium-Tellurid-Halbleiter mit einem Kontakt versehen werden. Khalavka und Sönnichsen haben dazu ein Goldsalz verwendet und versucht, es nur auf die Spitzen des CdTe-Knäuels aufzuwachsen. "Wir mussten dabei sehr vorsichtig vorgehen, damit wir einen schönen Goldkristall bekommen und nicht alles voller Gold ist. Dieser Optimierungsprozess ist uns jetzt gelungen", so Sönnichsen. Als wichtigster Parameter hat sich dabei die Wahl des geeigneten Lösungsmittels erwiesen.
Cadmium-Tellurid wird heute schon in Dünnschicht-Solarzellen eingesetzt und gilt wegen der vergleichsweise geringen Kosten als vielversprechende Alternative zum herkömmlichen Silizium. Sönnichsen hat mit Cadmium-Tellurid vor drei Jahren als Postdoc am Lawrence Berkeley National Laboratory in den USA einen Durchbruch erzielt, als es gelungen ist, hochverzweigte CdTe-Halbleiternanokristalle in einer kontrollierten Synthese zu züchten. Die Länge der Arme und das Ausmaß der Verzweigung konnten dabei unabhängig voneinander gesteuert werden. Sönnichsen ist seit Anfang 2005 Juniorprofessor am Institut für Physikalische Chemie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und Leiter einer Emmy Noether-Nachwuchsgruppe. Als Stipendiat der Graduiertenschule Matcor - Teil der im Bundesexzellenzwettbewerb erfolgreichen Graduiertenschule "Materials Science in Mainz (MAINZ)" - ist Khalavka seit Oktober 2006 Mitarbeiter in der Arbeitsgruppe von Sönnichsen.

Weitere Informationen unter www.uni-mainz.de


Darf es ein Elektron mehr sein?

25. Febriuar 2008 - Einzelelektronen-Bauelemente basieren auf Schaltkreisen mit ultrakleinen elektrischen Tunnelkontakten. Sie ermöglichen einen kontrollierten Transfer von einzelnen Ladungsquanten in elektrischen Schaltungen sowie deren Detektion. Dies erlaubt die Untersuchung fundamentaler Fragestellungen in der Quantenmetrologie. An der PTB ist es nun gelungen, mit einer Einzelelektronen-Pumpe kleine "Ladungspakete" aus einer genau bestimmten Anzahl weniger Elektronen gezielt und präzise zwischen metallischen Elektroden hin- und her zu transferieren.
Als Ladungsdetektor wurde ein Einzelelektronen-Transistor eingesetzt, der Ladungsänderungen von weniger als einem Elektron auflösen kann. Das erfolgreiche Experiment ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Aufbau eines neuen Kapazitätsnormals, bei dem ein Kondensator mit einer genau bekannten Anzahl von Elektronen geladen wird. Die entstehende Spannung kann mit Hilfe eines Josephson-Spannungsnormals gemessen werden. Die Rückführung der Kapazität auf einen Widerstand über den Quanten-Hall-Effekt erlaubt dann schließlich die Realisierung des so genannten "Quantenmetrologischen Dreiecks", welches die drei elektrischen Quanteneffekte verknüpft. Die angestrebte Präzision erfordert die hier demonstrierte Manipulation der Ladung auf der Skala eines einzelnen Elektrons.

Weitere Informationen unter www.ptb.de


Optische Funktionsschichten für höchste Qualitätsansprüche

24. Februar 2008 - Das Laser Zentrum Hannover hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Keimzelle hochinnovativer Spin-Offs entwickelt. Jüngste Firmenausgründung ist die Cutting Edge Coatings GmbH, die für die Vermarktung von Prozess-Innovationen in der so genannten Ionenstrahlzerstäubung (Ion Beam Sputtering, IBS) verantwortlich zeichnet.
IBS dient dem Aufbau dünner optischer Funktionsschichten für höchste Qualitätsanforderungen. Die Aktivitäten der im September 2007 gegründeten CEC GmbH sind darauf ausgerichtet, Firmen bei der Umsetzung eines verbesserten IBS-Prozesses über die Bereitstellung von Beschichtungsanlagen zu unterstützen. Das IBS-Verfahren entspricht den stetig wachsenden Erfordernissen an die optische und strukturelle Qualität von Schichtsystemen, insbesondere für Anwendungen in der Lasertechnologie. Im Gegensatz zu klassischen thermischen Verdampfungsprozessen, bei denen das Beschichtungsgut bei Energien im Bereich einiger Zehntel Elektronenvolt eher poröse Mikrostrukturen ausbildet, entstehen bei den hohen Energien im IBS-Prozess kompakte glasartige Strukturen mit hoher Qualität und Stabilität. Zudem bietet das Verfahren eine übersichtliche Prozessführung: Ionengenerierung, Zerstäubung und Schichtbildung sind im Prozessraum separiert, der Prozess ist sehr stabil, reproduzierbar und arm an Kontaminationen durch Fremdatome oder Partikel.
Lange blieb der Einsatz von IBS aufgrund relativ hoher Betriebskosten auf Nischenanwendungen beschränkt. Erst in jüngster Vergangenheit konnten am Laser Zentrum Hannover e.V. entscheidende Verbesserung in der Geschwindigkeit, der Stabilität und der Kontrolle des Beschichtungsprozesses erreicht werden, die es künftig ermöglichen werden, den IBS-Prozess für eine größere Zahl von Anwendern wirtschaftlich attraktiv werden zu lassen. So ist durch die in der Anlagensteuerung verankerte Kombination mit einer optisch breitbandigen in-situ Schichtdickenkontrolle eine Automatisierung des hochstabilen Herstellungsprozesses darstellbar.
Eine weitere grundlegende Verbesserung stellt die gleichzeitige Deposition von zwei Beschichtungsmaterialien dar, ohne dabei andere wichtige Schichteigenschaften zu verändern. Diese Prozessadaption ermöglicht es, weitgehend losgelöst von engen Brechwertgrenzen, neuartige Schichtsysteme bei gleichzeitig hoher optischer Güte herzustellen. Beispiel innovativer Dünnschichtdesigns sind die so genannten Rugate-Filter, die den Vorteil haben, dass damit breite Spektralbänder mit sehr geringen Variationen der Transmission bzw. Reflexion realisiert werden können. Bereits heute finden diese Filter weite Anwendungsbereiche z.B. bei Automotive-Displays, in der Fluoreszenzmikroskopie oder in der Astronomie.
Cutting Edge Coatings ist seit Januar 2008 Partner im niedersächsischen Kompetenznetz Optische Technologien PhotonicNet. Das Netzwerk hat den Gründungsprozess durch fachbezogene Unterstützung z.B. im Aufbau von Kontakten und bei der Ausarbeitung des Geschäftsplans unterstützt.

Weitere Informationen unter www.cutting-edge-coatings.com


30 Jahre Blauer Engel

23. Februar 2008 - Seit nunmehr 30 Jahren steht der Blaue Engel für anspruchsvollen Umweltschutz. Er ist ein wichtiges Instrument, um die Klima- und Ressourcenschutzziele der Bundesregierung zu erreichen. Der Blaue Engel ist Innovationstreiber für die effizientesten Lösungen am Markt, damit ist er für die ökologische Industriepolitik zur Förderung neuer Techniken und Produkte besonders wichtig. Er stärkt somit die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen.
Sein Erfolg und sein Wert liegen in seiner hohen Glaubwürdigkeit und Orientierungsfunktion für Verbraucherinnen und Verbraucher: 80 Prozent der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland kennen den Blauen Engel. Viele Verbraucherinnen und Verbraucher orientieren sich im täglichen Einkauf am Umweltzeichen. "Der Blaue Engel ist zu einer Marke geworden und steht für konkretes Engagement im Umweltschutz", sagte Prof. Dr. Andreas Troge, Präsident des Umweltbundesamtes, während der Pressekonferenz zum Auftakt des Jubiläumsjahres des Umweltzeichens am 19. Februar 2008 in Berlin. "Mit dem Blauen Engel können Unternehmen konkret ihre soziale Verantwortung für Mensch und Umwelt dokumentieren und für ihre Positionierung auf dem Markt nutzen. Produkte mit dem Blauen Engel schonen nicht nur die Gesundheit und die Umwelt, sie sind auch wirtschaftlich erfolgreich", so Troge.
Seit seiner Entstehung im Jahr 1978 zielt der Blaue Engel auf wegweisende Anforderungen an die Produkte im Sinne des Umwelt-, Verbraucher- und Gesundheitsschutzes. „Besonders erfolgreich ist der Blaue Engel dort, wo seine Anforderungen in das öffentliche Beschaffungswesen Eingang gefunden haben. Damit wurde der Marktstandard häufig in breiter Front angehoben und bereitete nicht selten den Weg für EU-weite gesetzliche Vorschriften“, so Prof. Dr. Edda Müller, die "Mutter" des Blauen Engel und stellvertretende Vorsitzende der Jury Umweltzeichen. Aktuell sind 10.000 Waren und Dienstleistungen von circa 950 Zeichenanwendern in 80 Produktgruppen mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.
Im Jubiläumsjahr starten die Jury Umweltzeichen, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) und das Umweltbundesamt (UBA) in Kooperation mit den Ländern, Städten und Gemeinden sowie Herstellern und Handel vielfältige Aktionen zum Blauen Engel. Die "Aktion Blaues Sofa" bindet eine Vielzahl Akteure ein, um den Blauen Engel in die breite Öffentlichkeit zu tragen. Schon heute sagten führende Handels- und Industrieunternehmen, Landesregierungen, Städte und Gemeinden ihr aktives Mitwirken an der Kampagne zu. Den Startschuss für die "Aktion Blaues Sofa" geben Edda Müller und die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad am 9. Mai 2008 in Mainz.

Weitere Informationen unter www.umweltbundesamt.de


Relox-Gruppe neu aufgestellt

    22. Februar 2008 - Der abgeschlossene Aufbau eines eigenen Fertigungsbetriebes in Bremerhaven und der kürzlich realisierte Technologieverkauf schaffen nun neue Perspektiven für die Entwicklung der Relox-Gruppe. Die dafür erarbeitete Struktur ist vor allem gekennzeichnet durch die Umwandlung der früheren Fertigungsstätte in eine eigenständige GmbH, der Firma Relox Anlagen GmbH.
    Angeboten werden weiterhin die folgenden Produkte:
  • - Regenus(regenerative Oxidationsanlagen)
  • - Kantos (Offsettrockner)
  • - RL-Container (integrierte Abluftreinigung für Druck und Lackieranlagen).
  • - AMEG (Aktivkohleanlagen)
  • sowie klassische TNV- und KNV-Anlagen und die zur schlüsselfertigen Installation dazugehörende industrielle Lufttechnik. Vertrieben werden diese Anlagen zukünftig von der Firma Relox Technik GmbH mit Sitz am bekannten Standort im Technologiepark der Universität Bremen, Vertriebsleiter hier bleibt Kristian Winkler. Frau Zhanna Estina hat im vergangenen Jahr die Verantwortung für Personal und Finanzen übernommen. Leiter des Kundendienstes bleibt Dieter Klissner und Fertigungsleiter bei Relox Anlagen GmbH ist nun Herr Klaus Künzle. Geschäftsführer der beiden operativen Firmen bleibt Siegfried Woitkowitz, Gründer und Eigentümer (100 Prozent) der Relox-Gruppe. 15 Jahre nach Firmengründung und der Auslieferung von über 120 Anlagen weltweit sind nun excellente Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Kundennähe und das hierfür erforderliche Wachstum gegeben.

Weitere Informationen unter www.relox.de


Universitäten arbeiten in der Nanotechnologie zusammen

21. Februar 2008 - In der Nanotechnologie, die unter anderem auf das Herstellen neuer Verbundmaterialien mit bislang nicht gekannten Eigenschaften abzielt, werden die Universitäten aus Braunschweig, Clausthal und Hannover in einem Virtuellen Institut zusammenarbeiten. Die Grundfinanzierung des Virtuellen Instituts erfolgt aus Mitteln der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren. Auch in Hinblick auf die Niedersächsische Technische Hochschule (NTH) ist das Virtuelle Institut von Interesse. Es liefert einen beispielhaften Vorgriff darauf, wie eine Kooperation der drei Universitäten in Zukunft aussehen kann.
Die Partner, zu denen als federführende Institution das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) gehört, wollen durch nanoskalige Partikel faserverstärkte Kunststoffe verbessern. Die neuen faserverstärkten Kunststoffe sollen insbesondere in Flugzeugen und Windkrafträdern der neuen Generation zum Einsatz kommen. Erste gemeinsame Untersuchungen zeigen vielversprechende Ergebnisse. "Wir erwarten eine Steigerung der Druckfestigkeit um 20 Prozent, eine Verbesserung der Schlagzähigkeit um 20 Prozent und eine Halbierung des Schrumpfens beim Aushärte", sagte Professor Ulrich Riedel vom DLR, Sprecher des Virtuellen Instituts für "Nanotechnologie in Polymerkompositwerkstoffen". Auch Leitfähigkeit und Brandschutz seien Themen des Forschungsprojektes. Die an einem Virtuellen Institut beteiligten Arbeitsgruppen sitzen zwar nicht in einem realen Gebäude, arbeiten aber dennoch ähnlich eng zusammen. Es gibt eine gemeinsame Leitung und das Institut tritt nach außen gemeinsam auf, um zum Beispiel Drittmittel zu akquirieren. Bisher sind von der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren 77 Virtuelle Institute gefördert worden, jetzt wurden zehn weitere ausgewählt.

Weitere Informationen unter www.uni.hannover.de


Leuchtende Folientastaturen aus OLEDs

20. Februar 2008 - Tasten an Automaten oder großen Industriemaschinen sind oft schwer zu erkennen, wenn sie nicht beleuchtet sind. Eine strukturierte flache Folientastatur, die auf organischen Leuchtdioden basiert, gibt den Anwendern über leuchtende Symbole Informationen.
Zeit für einen Kaffee: Bei großen Kaffeeautomaten ist jedoch nur bei Licht zu erkennen, welche Taste für Cappuccino oder Espresso betätigt werden muss. Und nach der Wahl verrät meist lediglich eine kleine Leuchtdiode, ob die entsprechende Taste am Automaten fest genug gedrückt wurde und das gewünschte Kaffeegetränk gleich in die Tasse sprudeln wird. Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP in Golm haben mit ihren Kollegen der Fachhochschule Potsdam, der Hochschule für Künste HfK in Bremen und dem Neuruppiner Unternehmen TES-Frontdesign GmbH nun eine Tastatur entwickelt, die auf organischen Leuchtdioden, kurz OLEDs, basiert. Der Clou: Das leuchtende Symbol kann sich verändern und ist dabei selbst der Schalter. Die Tasten brauchen also nicht bedruckt werden, die Funktion ist über die jeweilige Beleuchtung zu erkennen. Ist etwa bei einer Kaffeemaschine die Taste "Espresso" gewählt worden, zeigt die gewählte Taste eine Tasse, die zur Hälfte gefüllt ist statt einer leeren Tasse. Bei zweimaligem Drücken, also einem doppelten Espresso, leuchtet eine vollständig gefüllte Tasse auf. Eine zusätzliche Beleuchtung der Tasten ist überflüssig.
"Die neuartige OLED-Tastatur bringt daher viele Vorteile – auch für die Bedienfelder von großen Maschinen, die in der industriellen Fertigung eingesetzt werden", sagt Dr. Armin Wedel, Abteilungsleiter am IAP. "Der Anwender erhält über die Tasten selbst eine Information darüber, ob die Maschine eingeschaltet ist und welche Anwendung gerade läuft – und das auch in sehr dunklen Räumen."
Die Tastatur besteht aus zwei Schichten, dem flachen OLED-Display und der Folientastatur. Beide müssen sehr präzise übereinander liegen, sonst erfüllt die Taste, die der Benutzer sieht und betätigt, nicht die gewünschte Funktion. Eine weitere Herausforderung: Das OLED ist starr. Drückt der Anwender eine Taste, verteilt sich der Druck des Fingers zu gleichmäßig auf die darunterliegende Tastatur – das kann dazu führen, dass die Tastatur nicht reagiert. "Damit der Fingerdruck auf die entsprechende Taste mit Sicherheit die gewünschte Funktion auslöst, haben wir auf der Oberseite des Schaltelements eine Erhöhung angebracht, die den Druck auf die Taste fokussiert", sagt Wedel. Erste Prototypen der Folientastatur, die insgesamt nur zwei Millimeter dick sind, gibt es bereits: Die beschriebene Kaffeemaschine. Die Firma TES Frontdesign GmbH wird die Technologie vor allem für die Anwendung im Maschinenbau einsetzen. Gefördert wurde das Projekt durch die Investions- und Landesbank Brandenburg über die Zukunftsagentur Brandenburg Neuruppin.

Weitere Informationen unter www.fraunhofer.de


Neue Lanxess Vertriebsgesellschaft für Mittel- und Osteuropa

Der Spezialchemie-Konzern LANXESS AG hat eine neue Vertriebsgesellschaft für Mittel- und Osteuropa eröffnet. Mit Hauptsitz in der slowakischen Hauptstadt Bratislava steuert der Hersteller über die LANXESS Central Eastern Europe s.r.o seit dem 15. Februar seine gesamten Geschäftsaktivitäten in den Ländern Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn. Weitere Niederlassungen unterhält die Gesellschaft von nun an in Warschau/Polen und Budapest/Ungarn.
Ausschlaggebend für die Standortwahl war vor allem die zentrale Lage für den Markt in Mittel- und Osteuropa. Rund 40 neue Mitarbeiter hat Lanxess für die neue Vertriebsgesellschaft eingestellt, etwa die Hälfte von ihnen sind in der Zentrale in Bratislava tätig, die übrigen in den Niederlassungen und im Außendienst. Bisher hatte das Unternehmen sein Geschäft in dieser Region über externe Vertriebsagenturen organisiert. Lanxess ist mit allen 13 Geschäftsbereichen in den vier Ländern aktiv. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Geschäft mit Hochleistungskautschuken und Kautschukchemikalien. Eine weitere wichtige Säule ist das Geschäft mit Hightech-Kunststoffen. Rund die Hälfte dieser Produkte in den vier Ländern wird an Kunden aus der Automobilindustrie geliefert.
Auch anorganische Pigmente von Lanxess sind in Mittel- und Osteuropa stark gefragt. Beispielsweise finden Eixenoxid-Pigmente, die unter dem Markennamen Bayferrox vertrieben werden, auch dort vor allem in der Baustoffindustrie Einsatz, um Betonteile, Pflastersteine oder Dachziegel einzufärben. Ebenso werden sie zur Herstellung von Farben und Lacken verwendet.

Weitere Informationen unter www.lanxess.de


ESEF und Techni-Show laden Deutschland ein

18. Februar 2008 - Deutsche Zulieferer und externe Dienstleister stehen in diesem Jahr im Blickpunkt der beiden größten Messen für Zulieferer und industrielle Produktion für die Benelux-Länder. Die größte niederländische Fachmesse für industrielle Produktionstechnik, TechniShow, erwartet vom 11. bis 15. März 2008 in der Jaarbeurs Utrecht mehr als 400 Aussteller und rund 50.000 Besucher. Parallel findet auf dem Utrechter Messegelände vom 11. bis 14. März 2008 die wichtigste Messe des Benelux für Zulieferer und Engineering, ESEF 2008, statt. Dort werden 560 Aussteller und rund 35.000 Besucher erwartet.
Beide Messen wollen gezielt deutsche Zulieferer und Dienstleister ansprechen. "Deutschland ist für die Niederlande ein enorm wichtiger Handelspartner", betont Pieter Dirk Waltheer, Projektmanager des Messeveranstalters VNU. Allein in Nordrhein-Westfalen seien mehr als 150 größere niederländische Zulieferer mit beträchtlichem Erfolg tätig. „Unsere Aussteller werden für die ESEF 2008 in einer gemeinsamen Aktion ihre deutschen Geschäftspartner nach Utrecht einladen“, sagt Waltheer. Zusätzlich ermöglicht es die Messe Utrecht den deutschen Interessenten, Eintrittskarten per E-Mail zu bestellen. Eigens für den deutschen Markt wird außerdem ein Kongress unter dem Titel "Einkauf" stattfinden.
Zur Eröffnungsfeier der mittlerweile 25. TechniShow wird am Dienstag, 11. März 2008, die niederländische Wirtschaftsministerin Maria van der Hoeven anwesend sein. ESEF und TechniShow formen zusammen die größte Veranstaltung für die niederländische Produktionsindustrie. "Der gesamte Sektor befindet sich endlich wieder im Aufwind", sagt Pieter Dirk Waltheer. Die Auftragsbücher seien gut gefüllt – manchmal sogar ein wenig zu gut, wodurch Lieferengpässe aufträten. "Schon deshalb ist es gerade jetzt interessant, die Möglichkeiten der niederländischen Partner kennen zu lernen", erläutert der Messeexperte. Die Zulieferindustrie arbeite schon wegen der geringeren Größe des Landes enger zusammen. Es bestünden gute Kontakte zu externen Dienstleistern, so dass viele Leistungen als Komplettpaket – quasi "plug and play" – geliefert werden könnten.
Wie umfassend die ESEF und die TechniShow die betroffenen Branchen abdecken, zeigt bereits die Größe der beiden Messen. Die Aussteller belegen beinahe alle Hallen des Utrechter Jaarbeurskomplexes. Parellel finden zahlreiche weitere Aktivitäten statt, die sich vor allem um neue Materialien und Fragen des Designs drehen. "Um mehr Designer für die Messe zu gewinnen, organisieren wir ein spezielles Industry Driven Design Forum", erläutert Waltheer. Der Erfolg des niederländischen Zuliefermodells zeigt sich nach Meinung des Experten auch darin, dass Umsätze aus Niedriglohnländern vermehrt in die Niederlande zurückkehren. "Ich spreche mit vielen Unternehmern, die eine Besinnung auf Westeuropa verspüren", sagt Waltheer. Dies hänge mit einem erneuerten Denken zusammen. "Wer in den Niederlanden bestellt, hat keine Kommunikationsprobleme. Er weiß, was Qualitätskontrollen beinhalten. Und sieht sich nicht vor Überraschungen gestellt."

Weitere Informationen unter www.esef.de


O&S auf Erfolgskurs

15. Februar 2008 - Auf einer Pressekonferenz gestern in Stuttgart vermeldeten die Veranstalter der O&S, Internationale Fachmesse für Oberflächentechnik, erfreuliche Zahlen. Man gehe von der Teilnahme von 265 Ausstellern aus, so das Statement von Wolfgang Pech, Geschäftsbereichsleiter Deutsche Messe AG.
Die O&S findet vom 3. bis 5. Juni 2008 in Stuttgart statt. Mit rund 140.000 Unternehmen ist die Region einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Europas und gleichzeitig sind die Zukunftsbranchen Maschinen- und Fahrzeugbau, die Metallverarbeitung und Elektrotechnik – die Hauptanwender der Oberflächentechnik – traditionell in Baden-Württemberg überdurchschnittlich stark vertreten. Die neue Internationale Fachmesse für Oberflächentechnik O&S präsentiert in unmittelbarer Nähe der zahlreichen ansässigen Unternehmen das gesamte Spektrum der Wachstumsbranche und vereint alle Technologien der Oberflächenbehandlung, -veredelung und -beschichtung.
Die Themenschwerpunkte der O&S orientieren sich dabei an der gesamten Wertschöpfungskette der anwenderorientierten Oberflächentechnik. Angesprochen sind ebenso Produzenten von Maschinen für die Reinigung und Vorbehandlung von Oberflächen wie Hersteller von Galvanotechnik, Lackiertechnik, Emailliertechnik und Maschinen zur Kunststoffbeschichtung. Darüber hinaus sind die Industrielle Plasma- und Laser-Oberflächentechnik, Thermisches Spritzen und die Herstellung von Mikrostrukturen vertreten. Ebenso die Oberflächenbehandlung, Umweltschutztechnik und Versorgungstechnik und die dazu gehörende Analyse-, Mess- und Prüftechnik. Mit zusätzlichen Angeboten von Herstellern von Grundstoffen wie Lacke, Beschichtungsmaterialien, Lackrohstoffe und Lackproduktionstechnik sowie Anbietern von Dienstleistungen für die Oberflächentechnik, wie beispielsweise Lohnbeschichter, bildet die O&S die gesamte Produktionskette vom Grundstoff bis zum Fertigprodukt ab.

Weitere Informationen unter www.ounds-messe.de


Optische Messtechnik an Mikrotopografien

14. Februar 2008 - Präzise Aussagen über die Beschaffenheit technischer Oberflächen sind heute in der Industrie unverzichtbar. Zur Qualifizierung von Oberflächen werden dazu auch Interferenzmikroskope verwendet. Um vergleichbare und rückführbare Messergebnisse zu erhalten ist die Kalibrierung dieser Interferenzmikroskope zwingend erforderlich. Die Richtlinie VDI/VDE 2655 Blatt 1.1 beschreibt ein Verfahren zur rückführbaren Kalibrierung und Charakterisierung von Interferenzmikroskopen für die Rauheitsmessung.
Interferenzmikroskopische Verfahren sind ein wichtiger Bestandteil der Messtechnik zur Bestimmung der Mikro-Topographie von Oberflächen geworden. Verfahren, mittels der die physikalischen Grundprinzipien der Interferenz in zugehörige Oberflächen-Topographien umgesetzt werden, beschreibt die Richtlinie VDI/VDE 2655 Blatt 1.1. Gleichzeitig werden Methoden aufgezeigt, mit denen die Interferenzmikroskope in wesentlichen messtechnischen Eigenschaften charakterisiert werden können. Darin eingeschlossen sind die Rückführung und die Berechnung der Messunsicherheit von Geräteeigenschaften und Oberflächenkenngrößen. Die Richtlinie unterstützt den Anwender durch zahlreiche grafische Darstellungen und Tabellen, die Sachverhalte anschaulich darstellen.
Herausgeber der Richtlinie VDI/VDE 2655 Blatt 1.1 ist die VDI/VDE-Gesellschaft Mess- und Automatisierungstechnik. VDI/VDE 2655 Blatt 1.1 erscheint in deutsch/englischer Fassung und ist ab März 2008 zum Preis von 73,20 € beim Beuth Verlag in Berlin (Tel. +49 (0)30 / 26 01 - 22 60) erhältlich. Sie ersetzt den Entwurf vom April 2005.

Weitere Informationen unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de


Volkswagen und VDA mit neuer Generation von Korrosionsschutzsystemen

13. Februar 2008 - Im Zuge eines Verbotes der Chrom(VI)-haltigen Oberflächen durch die EU im Juli 2007 und der Verabschiedung neuer Prüfvorschriften für Alternativsysteme durch den VDA (Verband der Automobilindustrie) arbeitete Volkswagen an der Einführung neuer Korrosionsschutzsysteme.
Von der Umstellung waren eine Vielzahl von galvanisch abgeschiedenen Schichten auf Anbauteilen wie Bremsen, Verschraubungen, Leitungen und Bauteile aus Schließsystemen betroffen. Nachdem im Vorfeld zahlreiche Ergebnisse aus Ringversuchen gezeigt haben, dass grundsätzlich sehr gute und vergleichbare Korrosionsschutzeigenschaften mit den neuen Chrom(VI)-freien Systemen erreichbar sind, konnten bisherige Chrom(VI)-haltige Korrosionsschutzschichten im Fahrzeug sukzessive abgelöst werden. Bereits seit Juni 2000 begleiteten mehrere Arbeitskreise, in denen Experten von Volkswagen, Audi, Daimler, BMW, Porsche, Opel, aber auch Bosch, INA und ABC tätig waren, die Umstellung.
Durch enge Kommunikation mit der Beschichtungsbranche und bei Fachveranstaltungen wurde die Entwicklung neuer qualitativ hochwertiger Cr(VI)-freier Systeme forciert und unterstützt. Zwei Ringversuche mit ca. 2500 Korrosionsprüfungen und über 50 beteiligten Prüfstellen führten zu einer einheitlichen Definition der neuen Korrosionsschutzanforderungen an die geänderten Schichtsysteme. Die Kommunikation der Ergebnisse des VDA-Arbeitskreises führte zur Gründung des Fachverbands industrieller Beschichter, dessen Ziel die Weiterentwicklung der Prozesssicherheit bei der Herstellung Cr(VI)-freier Systeme ist. Galvanotechnik schont Rohstoffquellen, indem die beschichteten Gegenstände eine längere Gebrauchsdauer aufweisen. Dies vermindert den Anfall von Schrott und den Bedarf an Rohstoffen und Energie. Wichtigste Kundengruppe der Oberflächentechnik ist unverändert die Automobilindustrie, aber auch der Maschinenbau, die Bauindustrie, die Medizintechnik, die Luft – und Raumfahrtechnik sowie die Verpackungsindustrie (Konservendosen) nehmen die Leistungen der Oberflächentechnik in Anspruch.

Weitere Informationen unter www.volkswagen.de, www.vda.de


12. Februar 2008 - Farben und Lacke: Sie spielen in der Schifffahrt eine bedeutende Rolle. Ohne intelligente Lacksysteme werden aus mächtigen Fracht- und Marineschiffen lahme Enten und aus eleganten Yachten unansehnliche und nicht minder langsame Bötchen. Auch unfreiwillige Rutschpartien auf Decks von Passagierschiffen und Fähren würden nicht mit guten Haltungsnoten bewertet.
Mal ganz abgesehen vom Rost, der sich ohne Korrosionsschutz breit macht. Beschichtungen für den Schiffbau, -renovierung und -pflege gehören zu den Kompetenzen von Relius, Lackmarke der BASF Coatings. Mit Sitz im norddeutschen Oldenburg ist Relius mit seinen Angeboten im Bereich „Protective Coatings“ nah an regionalen Reeder- und Werftstandorten. Beschichtet mit RELIUS-Relius wird allerdings auch weltweit.
"Mit unseren Angeboten für die Schifffahrt sind wir sehr breit aufgestellt", sagt Dr. Harald Müller, Laborleiter im Bereich Industriebeschichtungen von Relius COATINGS. Die Lacke sorgen für den Korrosionsschutz von Stahlschiffen, werden bei der Ballasttank-Beschichtung verwendet und sorgen für rutschsichere Decks-Beläge. Ganz wichtig ist eine Funktion der Lacke, die das Ansiedeln von Algen, Muscheln, Seepocken und Mikro-Organismen am Rumpf verhindert.
Antifouling heißt das System, das Reedern große Vorteile bietet – vor allem, wenn Schiffe und Boote längere Liegezeiten haben oder in Seen und Gewässern unterwegs sind. Dr. Harald Müller: "In der Nord- und Ostsee ausgelegte Stahlplatten ohne einen entsprechenden Schutz waren nach einem Monat komplett bewachsen und bis zu vier Zentimeter stark befallen. Ein Phänomen, das besonders im Mai und Juni extrem ist.“ Die Folgen seien, so Müller, deutliche Gewichtszuwächse bei den Schiffen, langsamere Fahrten und ein um 15 bis 20 Prozent erhöhter Energieeinsatz. Im offenen Meer bei voller Fahrt siedeln sich die Beläge nicht an – wohl aber im Hafen.
"Wo fährt mein Schiff? Wie schnell? Wie oft ist es im Einsatz?" Das sind Fragen, die sich Reeder vor der Entscheidung für das Antifouling stellen müssen. Spätestens wenn es "TÜV-Zeit" für das Schiff ist, was nach dem Schiffs-TÜV, zum Beispiel dem "Germanischen Lloyd" je nach Typ, alle 36 oder 60 Monate ist, ist auch eine Erneuerung des Antifouling und bei Bedarf eine Auffrischung des gesamten Lacks angesagt. Das Logistik-Räderwerk von Relius läuft dann auf Hochtouren. Dr. Harald Müller: "Die Farben müssen pünktlich beim Kunden auf der Werft sein – egal, wo das Schiff für die Renovierung angelegt hat." Was nicht immer einfach ist: "Die moderne Fracht-Schifffahrt ist zum einen von großer Flexibilität und zum anderen von weltweit zu wenigen Dockplätzen gekennzeichnet." Die Lieferung der Beschichtungen „just-in-time“ ist also absolut notwendig, mehr noch. „Die Qualität muss absolut stimmen, denn für Nacharbeiten oder Korrekturen im Rahmen von Gewährleistungen bleibt in der Schifffahrt keine Zei"“, so Dr. Müller. Bei der Beschichtung selber werden zunächst mindestens zwei Schichten Korrosionsschutz und Farbe aufgetragen, dann kommt das Antifouling als letzte Schicht.
Sehr anspruchsvoll ist auch die Lackierung von Ballasttanks. "Hier gibt es andere Rahmenbedingungen im Lackierprozess als außen, wir haben extrem kleine und enge Gänge, die aber alle in kurzer Zeit beschichtet werden müssen", berichtet Dr. Harald Müller. Auch rutschfreie Deckbeläge gehören zu notwendigen Anforderungen, die ein Lackhersteller leisten muss. Das gilt für Personen- aber auch für Auto- und Hubschrauber-Decks.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Rohm&Haas präsentiert neue Straßenmarkierungsfarbe

11. Februar 2008 – Es ist Winter. Sie haben das Kühlwasser, die Scheibenwischer und Scheinwerfer überprüft, um sicher unterwegs zu sein. Haben Sie jemals darüber nachgedacht, wie die Straßen zu Ihrer Sicherheit beitragen? Rohm and Haas hat sich intensiv mit diesem Thema auseinandergesetzt.
In einer kürzlich von dem US-amerikanischen Institut PKS Research durchgeführten Studie sagten 99 Prozent der befragten Fahrer, bessere Straßenmarkierungen könnten die Sicherheit erhöhen. Fast genauso viele Fahrer meinten, dass leicht erkennbare Straßenmarkierungen bei den zuständigen Behörden zu deren Prioriät gehören sollten. Obwohl die meisten Behörden dieser Ansicht zustimmen dürften, wissen viele noch nicht, dass technische Verbesserungen bei Straßenmarkierungsfarben es nun möglich machen, die herkömmlichen Beschichtungen auf Lösemittelbasis durch qualitativ hochwertige Straßenmarkierungsfarben zu ersetzen, die besser sichtbar und länger haltbar sind und mehr Sicherheit bieten. Die Technik, die dies ermöglicht, wird durch Acrylatdispersionen verkörpert: Bindemittel für Straßenmarkierungsfarben, die im Rahmen der Fastrack-Produktfamilie von Rohm and Haas entwickelt wurden. Dank dieser fortschrittlichen Bindemittel auf Wasserbasis haben Straßenmarkierungsfarben nun Eigenschaften, die Fahrern, Straßenmarkierern und Behörden einige Sorgen abnehmen.
Eine gute Sicht, die stark vom Reflektionsvermögen der Straßenmarkierungen beeinflusst wird, ist für Fahrer äußerst wichtig. Durch die Licht-Reflektion von Glasperlen, die in die Farben eingearbeiet werden, erhöht sich die Sichtbarkeit vor allem bei Nacht und Nässe. In den Strassenmarkierungsfarben, die mit Fastrack-Bindemitteln hergestellt werden, haften die Glasperlen nun besser als in der Vergangenheit. Ein weiterer Vorteil nutzt nicht nur den Fahrern, sondern auch den Straßenmarkierern und den Behörden, die sie beschäftigen: Straßenmarkierungsfarben, die FASTRACK-Dispersionen enthalten, trocknen wesentlich schneller - sogar bei höherer Feuchtigkeit - als herkömmliche Produkte auf Wasserbasis. Es gibt noch einen zweiten Grund, wieso Straßenmarkierer und Behörden mit Fastrack mehr Straßenkilometer erledigen können. Anders als viele andere Straßenmarkierungsfarben auf Wasserbasis, die bei niedrigen Temperaturen nicht mehr aufgebracht werden können, lassen sich Farben, die Fastrack XSR enthalten, viel länger verwenden, so dass Straßenmarkierer auch an kühlen Tagen arbeiten können und so die Straßen im Winter sicherer machen.

Weitere Informationen unter www.FastrackRoadMarkings.com


Wechsel im Aufsichtsrat der BASF Coatings AG

8. Februar 2008 - Dr. Stefan Marcinowski, Mitglied des Vorstands der BASF SE, ist seit dem 1. Januar 2008 neuer Vorsitzender des Aufsichtsrates der BASF Coatings AG. Er wurde vom Aufsichtsrat als Nachfolger des bisherigen Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Andreas Kreimeyer gewählt.
Dr. Stefan Marcinowski wurde 1953 in Stuttgart geboren. Er studierte Chemie an den Universitäten in Stuttgart und Freiburg. Nach seiner Promotion trat er 1979 in das Hauptlaboratorium der BASF ein. Dem Stab des Vorstandsvorsitzenden trat er 1986 bei. 1988 wurde er Leiter der Zentralabteilung Öffentlichkeitsarbeit. 1992 übernahm er Führungsaufgaben in Brasilien. Mit seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er 1995 Leiter des Unternehmensbereichs Schaumstoffe und Reaktionsharze, bevor er 1997 zum Vorstandsmitglied berufen wurde. Seit 2008 ist Marcinowski Aufsichtsratsvorsitzender der BASF Coatings AG.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Wagner verkauft 10.000stes Steuergerät

7. Februar 2008 - Im November verlies das 10.000ste Pistolensteuergerät EPG 2008 das Schweizer Lager der J. Wagner GmbH in Altstätten. Eine so hohe Verkaufszahl nach nur zwei Jahren ist ein großer Erfolg für das Unternehmen und belegt die Stellung der Steuerungssysteme auf dem Markt für Pulverbeschichtungen.
Das EPG 2008 ist eine wichtige Leistungskomponente der PrimaTech Steuersysteme und der Prima Handanlagen und steuert alle modernen Pulverpistolen von Wagner. Egal ob Corona oder Tribo, oder Hand- und Automatikpistolen, das EPG 2008 wählt automatisch die richtige Betriebsart. Mit seinem modularen Konzept für die maßgeschneiderte Steuerung von Pulver-Elektrostatik-Anlagen, trifft das Unternehmen nach eigenen Angaben genau die Anforderungen der Unternehmen. Die konsequente Modulbauweise ist nicht nur leicht zu installieren sondern auch einfach zu erweitern. Die Ausbaufähigkeit des Systems reicht von der einfachen Pistolensteuerung bis hin zur Hubgeräte- oder Lücken-/Höhensteuerung.

Weitere Informationen unter www.wagner-group.com


VOA stellt neues Merkblatt vor

6. Februar 2008 - In enger Kooperation mit dem Verband der Fenster- und Fassadenhersteller (VFF) hat der Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium (VOA) neue Merkblätter zur visuellen Beurteilung von Oberflächen auf Metall erarbeitet und herausgegeben. Die Broschüren AL.02, AL.03 und ST.02 wurden von den Experten intensiv überarbeitet und lösen somit die alten Merkblätter aus dem Jahre 1997 ab.
Der Branchenverband hat sich für eine Novellierung der Merkblätter stark gemacht, um den Anforderungen auf dem Markt gerecht zu werden. Die Blätter zur visuellen Beurteilung von Oberflächen auf Metall sind jetzt dem neuesten Stand der Technik angepasst. Tabellarisch aufgebaut, bieten die Broschüren neben der Einführung eine kompakte Übersicht und sind einfach zu handhaben. Außerdem wurden die Prüfbedingungen vereinheitlicht und die Qualitätskriterien ganz genau definiert.
"Durch die neuen Merkblätter haben wir ein Regelwerk an die Hand bekommen, das im Falle von Unstimmigkeiten bei der Abnahme für mehr Klarheit sorgt", betonte Michael Oswald, stellvertretender Vorsitzender des VOA. Hersteller wie Kunden könnten im Alltagsgeschäft davon nur profitieren, wenn die Kriterien festliegen.
Beurteilt werden organisch beschichtete (lackierte) Oberflächen auf Aluminium und Stahl sowie anodisch oxidierte (eloxierte) Oberflächen auf Aluminium. Außerdem behandelt das neue Merkblatt ST. 03 zusätzlich Oberflächen aus Edelstahl Rostfrei. Die visuelle Beurteilung von Oberflächen auf Metall sollte erst vorgenommen werden nach der Beseitigung von Gebrauchsspuren, seien es Verwitterungserscheinungen, Schmutzablagerungen oder reinigungsbedingte Spuren, so bescheinigen es die Merkblätter.
Michael Oswald lobte die fruchtbare und gute Zusammenarbeit mit den anderen Verbänden und Organisationen, die sich ganz intensiv mehrere Monate mit dem Thema auseinander gesetzt haben. An einem Tisch saßen neben Vertretern von VOA und VFF auch Vertreter des Institutes für Oberflächentechnik (IfO), der Gütegemeinschaft für die Stückbeschichtung von Bauteilen (GSB) International und der Informationsstelle Edelstahl Rostfrei (ISER). Die neuen Merkblätter sind gegen eine geringe Schutzgebühr in der Geschäftsstelle zu erhalten.

Weitere Informationen unter www.voa.de


Carl Zeiss und PTB kooperieren

5. Februar 2008 - Carl Zeiss und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB), Braunschweig, haben vereinbart, auf dem Gebiet der 3D-Koordinatenmesstechnik für Mikro-Bauteile wissenschaftlich zu kooperieren.
Die Zusammenarbeit dient der Förderung und Intensivierung der Forschung und Entwicklung auf dem Gebiet der 3D-Koordinatenmesstechnik für Mikro-Bauteile. Der Beitrag des Oberkochener Unternehmens ist ein 3D-Koordinatenmessgerät F25 für die Qualitätssicherung mikrosystemtechnisch hergestellter Bauteile, das bereits an die PTB übergeben wurde.
Carl Zeiss und die PTB wollen gemeinsam Verfahren und Normale (Prüfkörper) zur Prüfung von mikrosystemtechnisch einsetzbaren Messgeräten, zur Steigerung der Genauigkeit sowie zur Ermittlung und Verifikation der Messunsicherheit entwickeln. Erarbeitet werden sollen auch Verfahren, die es gestatten, das Anwendungsspektrum solch hoch spezialisierter Messsysteme zu erweitern. Der dritte Schwerpunkt ist die Entwicklung von Verfahren zur Handhabung und Reinigung von Mikro-Bauteilen.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de


Emailumsätze 2007

4. Februar 2008 - In der Veröffentlichung der aktuellen Umsatzzahlen der Emailfrittenhersteller in Deutschland spricht die Wirtschaftsvereinigung der Branche, der Deutsche Email Verband e.V. (DEV), von einer gegenläufigen Entwicklung 2007.
Während die Absatzzahlen sowohl bei den Stahl- als auch den Gussemailmengen zurück gingen, konnten beide Umsatzzahlen gesteigert werden. Konkret stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahr bei Stahlemails um 7,89% und 5,31% bei Gussemails. Die entsprechenden Absatzzahlen gingen um 6,49% bzw. um 7,54% zurück. Damit sank die Gesamtabsatzmenge 2007 um 6,53% auf jetzt 6.5t. Der Gesamtumsatz stieg um 7,7% und betrug damit 15,8 Mio Euro nach 14,6 Mio Euro im Vorjahr. Die gegenläufige Entwicklung von Absatz- und Umsatzzahlen 2007 verdeutlicht nach DEV-Auffassung die drastischen Preissteigerungen auf den Rohstoff- und Energiemärkten. Die Weitergabe der Erhöhungen habe speziell im zweiten Halbjahr 2007 zu einer deutlichen Kaufzurückhaltung geführt.

Weitere Informationen unter www.emailverband.de


Dürr mit starken Zuwächsen in Indien

1. Februar 2008 - Der Maschinen- und Anlagenbaukonzern Dürr profitiert von der starken Expansion der Automobilindustrie in Indien. 2007 stieg der Auftragseingang aus dem Indiengeschäft um 20% auf über 130 Mio. EUR, der Umsatz erhöhte sich um 50%. Unter anderem baut das Unternehmen zurzeit die Lackiererei für das viel beachtete Kleinstwagenmodell "Nano" von Tata.
Hierbei kommt das neue "LeanLine"-Lackierkonzept von Dürr zum Einsatz, bei dem trotz niedriger Investitionskosten eine gute Lackierqualität erzielt wird. Auch bei anderen Lackierereiprojekten in Indien liefert Dürr derzeit "LeanLine"-Anlagen, etwa im VW-Werk in Pune oder bei Tata in Lucknow. Im Januar 2008 erhielt Dürr bereits zwei Aufträge von Ford und dem indischen Mahindra-Konzern. Weitere interessante Projekte stehen im Jahresverlauf in Indien zur Vergabe an und werden zum weiteren Wachstum von Dürr in diesem Markt beitragen.
Im Zuge des Wachstums baut Dürr seine Kapazitäten in Indien stark aus. Im vergangenen Jahr erhöhte sich die Mitarbeiterzahl um 90% auf über 300. Am Standort Chennai ist die Einrichtung eines Engineering-Centers geplant, in dem rund 60 Ingenieure Lackierereien und Montagelinien kundennah planen.

Weitere Informationen unter www.durr.com


30. Januar 2008 - Durch die neue EU-Chemikalienverordnung REACH geht die Verantwortung für den sicheren Umgang mit chemischen Stoffen weitgehend auf Hersteller, Importeure und Anwender über. Diese müssen sich auf die 6-monatige Vorregistrierungsphase für Altstoffe vorbereiten, die am 1. Juni 2008 startet. TÜV SÜD unterstützt Unternehmen dabei, das komplexe Regelwerk rechtzeitig umzusetzen und die fortlaufende Produktion sicherzustellen.
"Zahlreiche Unternehmen sind durch REACH zum ersten Mal von den Regelungen des europäischen Chemikalienrechts betroffen", sagt Dr. Fritz Prechtl, REACH-Manager bei der TÜV SÜD Industrie Service GmbH. Das gilt vor allem für nachgeschaltete Anwender, die umfassende Informationspflichten erfüllen und in bestimmten Fällen die Stoffe sogar selbst registrieren müssen. Für die Vorbereitung bleibt den Unternehmen nur wenig Zeit, bereits am 1. Juni 2008 beginnt die 6-monatige Vorregistrierungsfrist für Altstoffe. "Die Vorregistrierung ist die Voraussetzung dafür, dass ein Stoff bis zur eigentlichen Registrierung im Rahmen von Übergangsfristen weiterhin verwendet werden kann", erklärt Dr. Prechtl. Die Übergangsfristen für die Weiterverwendung von Altstoffen sind nach Gefahrenpotenzial und Menge gestaffelt und gelten maximal bis zum Jahr 2018. "Nicht vorregistrierte Stoffe", so die Warnung des REACH-Managers, "dürfen ab 2009 in der Europäischen Union nicht mehr hergestellt und auch nicht mehr in den europäischen Binnenmarkt importiert werden." Die Experten von TÜV SÜD unterstützen Hersteller, Importeure und Anwender mit einem umfassenden Dienstleistungspaket bei der fristgerechten Umsetzung der REACH-Verordnung. Die Leistungen umfassen unter anderem die Beratung zu REACH, die Prüfung von möglichen Auswirkungen im Rahmen einer Betroffenheitsanalyse, die Entwicklung eines Handlungsplanes, die Erstellung von Stoffinventaren, die Abstimmung mit Lieferanten, Kunden und Behörden, die Erstellung und/oder Prüfung von Sicherheitsdatenblättern sowie die Erstellung von Registrierungsdossiers. "Wir stehen unseren Kunden als kompetente Partner bei der Umsetzung dieses komplexen neuen Regelwerks zur Seite", betont Dr. Fritz Prechtl. "Dabei dreht sich alles um die entscheidende Frage, wie die betroffenen Firmen ihre unternehmerischen Tätigkeiten ungestört und ununterbrochen fortsetzen können." Der Chemikalienexperte von TÜV SÜD Industrie Service ist zertfizierter "REACH-Multiplikator". Diesen Lehrgang haben die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft und die Wirtschaftskammer Österreich ins Leben gerufen, um besonders qualifizierte REACH-Experten auszubilden und damit die Basis für die sachgerechte Umsetzung des Regelwerks auf breiter Ebene zu schaffen.

Weitere Informationen unter www.tuev-sued.de/REACH


Zentrum für Oberflächentechnik (Z.O.G.) bietet interessante Fachseminare für 2008

29. Januar 2008 - Das neue Weiterbildungsangebot des Z.O.G. (Zentrum für Oberflächentechnik Schwäbisch Gmünd e.V.) bietet eine breite Palette der Aus-, Fort- und Weiterbildung auf dem Gebiet der Oberflächentechnik, Gold- und Silberschmiede, Gestaltungslehre, Arbeitspädagogik sowie der sprachlichen Weiterbildung.
Das vorliegende Jahresprogramm 2008 bietet erneut interessante und hoch aktuelle Weiterbildungsangebote. Die fachlich kompetenten Referenten aus Schulen, Industrie und Forschung vermitteln Wissen in Theorie und Praxis. Bei der Auswahl der Seminare ist die Umsetzung der theoretischen Information in die Praxis ein entscheidender Faktor. Dieser Praxisbezug wird besonders unterstützt durch den Aufbau der Seminare und die begrenzte Anzahl der Kursteilnehmer. In kleinen Gruppen ist der Lernerfolg der Einzelnen wesentlich höher und in Diskussionen kann auf die fachspezifischen Probleme besser eingegangen werden. Die Z.O.G-Seminare werden gerne als Plattform für Fachgespräche und zum Aufbau von Netzwerken genutzt.
Das fachliche Können auf den verschiedensten Gebieten hat in den zurückliegenden Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. Dies gilt gerade auch auf dem Gebiet der Oberflächentechnik. Neue Entwicklungen tragen wesentlich dazu bei, dass in vielen Bereichen Produkte auf den Markt gebracht werden können, die es vor wenigen Jahren noch nicht und ganz sicher nicht in der heute erforderlichen Qualität gab.
Das Veranstaltungsprogramm und weitere Informationen zu dem Seminarangebot sind erhältlich beim
Zentrum für Oberflächentechnik Schwäbisch Gmünd e.V.
Postfach 20 47
73510 Schwäbisch Gmünd
Telefon +49 7171 607-314
Fax: -264
E-Mail: info@zog.de

Weitere Informationen unter www.zog.de


Erweiterung in China

28. Januar 2008 - Heraeus Noblelight, Tochterfirma des Heraeus Konzerns in Hanau, erweiterte seine Produktion in Shenyang im Norden Chinas im Dezember 2007. Die Vertriebsniederlassung in Shanghai zog jetzt im Januar ebenfalls in neue Räumlichkeiten. Der Speziallichtquellenhersteller feierte dies mit der Übergabe einer Glasskulptur, die einen chinesischen Drachen zeigt und im firmeneigenen Glasapparatebau gefertigt wurde.
Heraeus Noblelight bezog am 10. Januar 2008 in Shanghai neue Büroräume und ein neues Anwendungszentrum. Nötig wurde dies, weil die vorher genutzten Räumlichkeiten allmählich zu klein geworden waren. In den vergangenen Jahren wurden die Aktivitäten des Unternehmens in China stetig verstärkt, ein weiterer Ausbau ist geplant. Auch das Anwendungszentrum in Shanghai ist ein wichtiger Faktor für erfolgreiche Geschäftsabschlüsse.
Zur Eröffnung überreichte Rolf Diehl, Leiter der Division Infrarot bei Heraeus Noblelight, eine Glasskulptur an Dr. Chuangmin Zou, dem Geschäftsführer von Heraeus Noblelight in China. Dieses kleine Kunstwerk zeigt einen chinesischen Drachen in einem gläsernen Tempel, es wurde teilweise vergoldet und als Bauelemente wurden Teile von Infrarot-Strahlern eingearbeitet. Gefertigt wurde die Skulptur von Auszubildenden im Glasapparatebau.
Anfang Dezember war bereits in Shenyang, im Norden Chinas, das neu gebaute Produktions- und Verwaltungsgebäude seiner Bestimmung übergeben worden. Rainer Küchler, Geschäftsführer von Heraeus Noblelight, ist sich sicher: "Das neue Gebäude gibt uns weitere Wachstumsmöglichkeiten. Es ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg, ein führender Hersteller von Speziallampen in China zu werden." In Shenyang werden Lampen für die Analytik, Infrarotstrahler für die industrielle Prozesstechnik und UV-Lampen zur Wasserentkeimung gefertigt, vorwiegend für den asiatischen Markt.
Bereits 1974 gründete Heraeus seine erste Niederlassung in Hong Kong, seit 1994 ist der Konzern auch in Shanghai vertreten. Heraeus Noblelight, der Spezialist für Lichtquellen von Ultraviolett bis Infrarot, ist seit 2002 mit der eigenen Tochtergesellschaft Heraeus Noblelight (Shenyang) Ltd. im Reich der Mitte tätig, in der verschiedene Vorgängeraktivitäten zusammengefasst wurden.

Weitere Informationen unter www.heraeus-noblelight.com


Erstes Nano-Siegel an Holmenkol verliehen

26. Januar 2008 – Heute wurde zum ersten Mal das Siegel "forumnano" verliehen. Das Produkt "SEALnGlide" der Holmenkol Sport-Technologies erhielt als erstes Produkt das Nano-Zertifikat der Unternehmerinitiative "forumnano". Ziel des Siegels ist es, Produkte zu kennzeichnen, die Nanotechnologie enthalten und dadurch neue Eigenschaften mit einem Mehrwert gegenüber herkömmlichen Produkten erzielen.
"Das Produkt erfüllt die erforderlichen Kriterien für das Zertifikat", bestätigte Prof. Dr. Uwe Hartmann von der Universität Saarbrücken, der die Zertifizierung durchführte. Der renommierte Wissenschaftler im Bereich Nano-Struktur-Physik leitet den wissenschaftlichen Beirat von forumnano. Zusätzlich hat sich Holmenkol zu einem verantwortungsvollen und nachhaltigen Umgang mit Nanotechnologie verpflichtet. Der Verhaltenskodex "Responsible Nano Code" legt weltweit gültige Richtlinien für den verantwortungsvollen Umgang mit Nanotechnologie fest. forumnano hat diese Leitlinien unter dem Dach der britischen Royal Society gemeinsam mit der Europäischen Kommission, dem Woodrow Wilson International Center, dem Asia Nano Forum und dem Australian Nano Business Forum erarbeitet. Die derzeitige Fassung des Kodex ist Grundlage für die Zertifikatsvergabe.
"Mit dem Siegel beginnen wir eine neue Ära in der Zertifizierung von Nano-Produkten", freut sich Christian Römlein, Geschäftsführer der schwäbischen HOLMENKOL Sport-Technologies GmbH & Co. KG. "Dadurch ist von unabhängiger Seite geprüft, dass wir mit SEALnGlide unser Versprechen einlösen: Mehr Performance durch echte Nanotechnologie."
Die Beschichtung, die vor allem im Leistungssport eingesetzt wird, verbessert durch ihre Nano-Strukturen mit einer Dicke von 2 bis 50 Nanometer die behandelten Segel: Die Oberfläche wirkt stark wasser- und schmutzabweisend, das Gewebe wird glatter und reißfester. Außerdem überdauert die Beschichtung mehrere Reinigungszyklen.
In den nächsten Wochen stellen sich weitere Produkte der forumnano-Mitgliedsunternehmen der unabhängigen Überprüfung mit dem Ziel der Zertifizierung. Details zu den Zertifikaten und weitere Informationen für Industrie und Endverbraucher werden in Kürze auf www.forumnano.org veröffentlicht.


Farbschrittmacher Ökologie

24. Januar 2007 - Die Debatte um Klimaschutz und das gestiegene Umweltbewusstsein der Menschen haben Einfluss auf die Farbtrends der Autos. "Die neuen Farbwelten spiegeln eine zukunftsfähige Symbiose von Natur und Technik wider", erklärten die Designer der BASF Coatings, Michaela Finkenzeller und Mark Gutjahr (Europa), Chiharu Matsuhara (Asien/Pazifik) und Sandra Mathia (Nordamerika) bei der Vorlage der Farbtrendprognose 2008 für die Automobilindustrie.
Die Bandbreite der von ökologischen Entwicklungen inspirierten Farbpalette reicht von neuen Schwarztönen, der Trendfarbe Weiß in ihren vielfältigen Spielarten, satten Blau- und Grüntönen bis hin zu pastelligen Farben. Auch Silber, viele Jahre weltweit dominierend, hat nichts mehr mit dem Silber von gestern zu tun. Es begeistert mit frostig-kühlen oder hoch-reflektierenden Oberflächen ("Liquid Metal") sowie in ätherisch getönten Nuancen.
"Die Ökologie hat sich zum Schrittmacher der Zukunft entwickelt und in vielen Bereichen für ein grundlegendes Umdenken gesorgt. Man konsumiert, forscht und fährt nachhaltig", begründen Michaela Finkenzeller und Mark Gutjahr die aktuellen Trends mit ihren gesellschaftlichen Beobachtungen. Das Spannungsdreieck von Individualisierung, Ökologie und technischem Fortschritt führe dabei zu neuen Farbwelten, die ihr Potential nuancenreich ausschöpfen.

Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


Neuer Internetauftritt

22. Januar 2008 - Die neue Internetseite der TSB Adlershof ist online. Sie ist als unabhängige Brancheninformationsplattform für Optische Technologien, Mikrosystemtechnik und Informations- und Kommunikationstechnologien konzipiert und wird 2008 Schritt für Schritt erweitert.
Die erste Ausgabe des neuen Insider-Report der TSB Adlershof ist ab sofort als Download verfügbar. Der Insider-Report wird in Zukunft mehrmals pro Jahr über wichtige regionale Themen zu Optischen Technologien und Mikrosystemtechnik berichten.

Weitere Informationen unter www.tsb-adlershof.de


Reinigen lohnt sich

21. Januar 2008 - Je besser das Reinigungsmanagement, desto weniger Ausschuss wird in der industriellen Teilefertigung produziert. 80 % der Befragten einer von der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik durchgeführten Marktstudie sind sich dessen bewusst, dass der optimale Einsatz von Reinigungstechnik Kosten einspart.
Die industrielle Teilereinigung beschäftigt rund 110.000 Mitarbeiter im deutschsprachigen Raum und hat einen jährlichen Umsatz von schätzungsweise 20 Milliarden Euro. Obwohl die Branche seit zehn Jahren kontinuierlich wächst, sind Informationen über ihre Struktur rar. Die Studie "Markt- und Trendanalyse in der industriellen Teilereinigung" der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik leistet Pionierarbeit, indem sie 6000 Unternehmen nach ihrem Aufbau, dem Stand der Technik und nach technologischen Trends der kommenden Jahre befragt.
Einer dieser Trends liegt klar darin, Teilereinigung als festen Faktor zu begreifen und frühzeitig in den Produktionsprozess zu integrieren. Die größten Herausforderungen der kommenden Jahre beschreiben die Befragten mit den Schlagwörtern Energieeinsparung und Umweltschutzmaßnahmen. Damit reagiert die Branche auf die sich verschärfenden Umweltvorschriften durch den Staat.
Die komplette Studie sowie weitere Informationen gibt es unter www.allianz-reinigungstechnik.de .

Dipl.-Ing. Mark Krieg
Fraunhofer-Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik IPK
Tel. +49 (0)30 / 39006-159
E-Mail: mark.krieg@ipk.fraunhofer.de


Telefonische Hilfe bei Lackfragen

17. Januar 2008 - Unter der Nummer 0180 50 90 080 erreicht man ab sofort kompetente Mitarbeiter des Glasurit Service-Centers, die bei allgemeinen und speziellen Anfragen bezüglich Lacken und technischen Problemen fachkundige Antworten parat haben. Drei Mitarbeiter stehen den Kunden am Telefon bei Fragen zu Mischformeln, Farbtönen, Produkten, Aufbau und Reklamationen Rede und Antwort , doch auch mit allgemeinen Anfragen zu Glasurit-Lacken können sich die Anrufer an das Service-Team wenden.
Die Mitarbeiter arbeiten eng mit anderen Abteilungen zusammen, recherchieren in Archiven und können mit jeder neuen Frage und jeder dazugehörigen Antwort ihren eigenen Informationspool erweitern, so Astrid Lüring von der Hotline. Lüring, die für Fragen zu Mischformeln, Mischformelreklamationen, Farbtonanfragen und allgemeine Anfragen zuständig ist, stellt ebenfalls klar, dass auch Produktentwickler genauso wie Anwendungstechniker an der Beantwortung aller Fragestellungen mitarbeiten und vor allem dadurch die Qualität der Hotline gewährleistet wird. Die Service-Hotline ist unter der Nummer 0180 50 90 080 montags bis freitags zwischen 7.00 und 16.00 Uhr erreichbar.

Weitere Informationen unter www.glasurit.com


Lackchemie statt Anstrichstoffe und Pigmente

Eine der traditionsreichsten Fachgruppen in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die 1947 gegründete Fachgruppe Anstrichstoffe und Pigmente, wurde zum 1. Januar 2008 umbenannt in Fachgruppe Lackchemie. Der GDCh-Vorstand beschloss in seiner Dezember-Sitzung, dem Antrag des Fachgruppenvorstands zuzustimmen. Lackchemie ist der moderne, umfassende Begriff, der mit der aktuellen Fachsprache im Einklang steht. Mit dem neuen Namen erhält die Fachgruppe auch erstmals ein Logo.
"Beschichtungsstoffe wäre zwar besonders korrekt", merkt der Vorsitzende der Fachgruppe, Professor Dr. Thomas Brock von der Hochschule Niederrhein, an "steht aber im Gegensatz zum Sprachgebrauch und würde nicht akzeptiert." "Lack" wird weitgehend synonym für Beschichtungsstoffe verwendet; es gibt Lacklaboranten, Lackingenieure oder die Lackindustrie. "Lackchemie" umfasst also auch Künstlerfarben, Druckfarben, Naturfarben oder Wandfarben für den Heimwerker. Sie beinhaltet Pigmente und Lösemittel, Polymere, Bindemittel, Additive, Formulierungen, die Chemie und Physik bei Applikation und Trocknung oder Härtung sowie ökologische Aspekte. Die Inhalte der alten "APi" haben sich also nicht geändert.
Wer sich einen Überblick über die moderne Lackchemie verschaffen möchte, kann das über die Aktuelle Wochenschau der GDCh tun. 2007 hat die Fachgruppe jede Woche einen Beitrag ins Internet gestellt (www.aktuelle-wochenschau.de). Es geht beispielsweise um Autolacke und -lackierungen, um Bionik in der Lackiertechnik, um Nanotechnologie in der Lackindustrie, um Antifouling-Schiffsbeschichtungen, um Holzbeschichtungen, um Pulverlacke, Elektroisolierlacke, Nagellacke, Lacksprays oder auch um Fragen des Korrosionsschutzes oder der Rheologie.

Weitere Informationen unter www.gdch.de


Plasmatreat erhält Innovationspreis

10.Januar 2008 - Die amerikanische Fachzeitschrift Finishing Today Magazine (FTM) hat das deutsche Unternehmen Plasmatreat GmbH, Steinhagen im Dezember mit dem FTM INNOVATION AWARD 2007 in der Kategorie "Processing Technology" ausgezeichnet.
Mit dem jährlich verliehenen Preis würdigt FTM die wichtigsten Errungenschaften und Technologien in den Kategorien Material-, Prozess-, Instrumenten-, Anlage- und Galvanotechnik. Das mit seiner atmosphärischen Plasmatechnik Openair in praktisch sämtlichen Industriebereichen tätige Unternehmen erhält die Auszeichnung für ein revolutionär umweltschützendes neues Verfahren bei der Oberflächenvorbehandlung von Aluminiumbandware.
Der korrosive Angriff von Oberflächen, Restkontaminationen von Walzölen und die aus dieser Situation heraus bis heute angewandten umweltbelastenden und energieintensiven nasschemischen Vorbehandlungsverfahren, stellen bei der Verarbeitung von Aluminium die häufigsten Probleme dar. Nun wurde erstmals ein Verfahren entwickelt, bei dessen Anwendung die benannten Probleme völlig eliminiert werden. Die Plasmatechnik Openair bewirkt die mikrofeine Reinigung von Aluminiumbandware vor dem Auftragen der Konversionsschicht und ersetzt vollständig die umweltbelastenden nass-chemischen Prozesse im Vorreinigungsprozess.

Weitere Informationen unter www.plasmatreat.de


Dacral-Produkte in China

Nach über 10 Jahren Erfahrung auf dem chinesischen Markt hat Nippon Dacro Shamrock Co. Ltd. (NDS), Kawasaki City, bereits am 01. Januar 2007 ihre Präsenz in China mit der Gründung von Shanghai Nippon Dacro Shamrock (SNDS) bestätigt. Der stellvertretende Generaldirektor von DACRAL S.A., Jean-Marie Poulet, wurde als einer der Geschäftsführer nominiert.
Die Firmen SNDS und DACRAL S.A. mit allen weiteren Firmen der japanischen NOF Corporation (Metal Coatings in USA, Metal Coatings in Brasilien, Nippon Dacro Shamrock in Japan und Korea Shamrock) bearbeiten die Anfragen der weltweiten Automobilhersteller in einer gemeinsamen Partnerschaft.
Kagehara wird das Büro mit insgesamt zehn Mitarbeitern leiten. Die chinesische Firma vertreibt vor Ort die Produkte DACROMET und GEOMET und hat die Erfahrung, das Know-how und die Innovation der weltweiten Firmengruppe. Die Mitarbeiter von SNDS bieten den 14 lizenzierten Beschichtern von DACROMET und GEOMET ihre Unterstützung vor Ort an. SNDS gewährleistet, wie die anderen Firmen der Gruppe, einen hohen Qualitätsstandard der mit DACROMET und GEOMET beschichteten Metallteile wie Schraubenverbindungen sowie Bremsscheiben. Die Kunden, insbesondere die westlichen, die japanischen und die koreanischen Automobilhersteller können somit den ansteigenden Markt an Automobilen mit den Produkten bedienen.

Weitere Informationen unter www.geomet.com.cn


Führungswechsel bei Atlas MTT

2. Januar 2008 – Atlas Material Testing Technology, spezialisiert im Bereich der Lichtechtheits- und Bewitterungstechnologie, hat bekannt gegeben, dass per 1. Januar 2008 der Posten des Präsidenten und CEO des Unternehmens durch Rick Weiler neu besetzt wird.
Weiler wechselt zu Atlas von PerkinElmer Optoelectronics, wo er als Vize Präsident und als Geschäftsführer für den Bereich "Specialty and Commercial Lighting" tätig war. Während seiner Anstellung bei PerkinElmer Optoelectronics war er zudem als Vize Präsident Sales & Marketing für die weltweiten Verkaufsaktivitäten des Unternehmens verantwortlich. Weiler startete seine Karriere bei United Technologies und Allied Signal im Bereich Engineering and Operations.

Weitere Informationen unter www.atlas-mts.com


- 2007 -


Hochfeste Bauteile mit exzellenten Oberflächen

19. Dezember 2007 – KraussMaffei bietet eine neue Verfahrensvariante, das Inmould Lackierverfahren, um LFI-Bauteile mit hochglänzenden Oberflächen auszustatten. Dabei wird die Lackschicht direkt auf die Werkzeugoberfläche aufgesprüht. Mit einem Sprühmischkopf wird anschließend ein so genannter Barrier-Coat auf die Lackschicht aufgebracht, danach kann die LFI-Schicht aufgetragen werden. Mit dem anschließenden Pressvorgang wird das faserverstärkte Bauteil mit hochglänzender Oberfläche fertig gestellt.
Das neue Lackierverfahren kommt bei Harita Seating Systems Limited, Hosur/ Indien, in der Serienfertigung von Motorhauben für Traktoren zum Einsatz. Harita produziert die Motorhauben im Auftrag eines renommierten Traktorenherstellers. Die Traktoren sind zunächst für den indischen Markt bestimmt und sollen in Zukunft auch nach Europa geliefert werden.
Anders als bei anderen PUR-Verarbeitungsmethoden werden beim LFI-Verfahren die Glasfasern, die das Bauteil verstärken, bereits im Mischkopf mit PUR benetzt. Dies hat den Vorteil, dass an Stelle von vorgeformten Glasfasermatten kostengünstigere Rovings eingesetzt werden. Um LFI-Bauteile mit hochwertigen Oberflächen auszustatten, kamen bisher vor allem tiefgezogene Folien zum Einsatz. Mit dem Barrier-Coat steht jetzt eine attraktive Alternative für Anwendungen mit relativ kleinen Stückzahlen oder vielen Farbvarianten zur Verfügung.
Für die Lackierung direkt im Werkzeug, wie sie bei Harita zum Einsatz kommt, muss die Werkzeugoberfläche sehr hohe Anforderungen erfüllen. Die Werkzeugbereiche, die mit den Sichtflächen des Bauteils in Berührung kommen, sind daher hochglanzpoliert. KraussMaffei stellt diese Werkzeuge im Kompetenz-Center für Tooling Technologies am Standort Viersen her.
Als Alternative zum Lackeintrag ins Werkzeug können die LFI-Bauteile auch ausschließlich mit Barrier-Coat beschichtet und nachträglich lackiert werden. Dies ist besonders für Verarbeiter attraktiv, die bereits über eine Lackierstraße verfügen. Darüber hinaus lässt sich die Produktion dieser lackierten bzw. lackierfähigen Bauteile auch mit der Wabentechnik kombinieren. Dabei wird eine Pappschicht mit wabenförmiger Struktur (Honeycomb) und geringem Flächengewicht auf der Ober- und Unterseite mit zwei dünnen Schichten aus glasfaserverstärktem PUR bedeckt. Der zusätzlich aufgetragene Barrier-Coat verhindert dabei, dass die Wabenstruktur an der Oberfläche des Bauteils sichtbar ist. Als Anwendungsgebiete für die lackierten faserverstärkten Bauteile kommen vor allem Nutzfahrzeuge und Maschinen für die Landwirtschaft sowie Busse und LKW in Frage.

Weitere Informationen unter www.kraussmaffei.com


ALUMINAL erhält Innovationspreis 2007

17. Dezember 2007 - Das auf Oberflächentechnik spezialisierte Unternehmen Aluminal erhält eine Auszeichnung für sein Verfahren zur Abscheidung von Reinstaluminium als Korrosionsschutzschicht. Der rheinland-pfälzische Minister für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, Hendrik Hering überreichte den Innovationspreis Rheinland-Pfalz 2007 in der Kategorie „Sonderpreis Industrie“ an Walter Bernardi, Geschäftsführer der Aluminal Oberflächentechnik GmbH & Co. KG.
Im festlichen Rahmen wurden am 6. Dezember 2007 im kurfürstlichen Schloss zu Mainz die Gewinner geehrt. Den Innovationspreis erhielt das Unternehmen für seine neues Verfahren zur Oberflächenbeschichtung mit hochreinem Aluminium. Das Unternehmen arbeitet mit einem neuen Galvanik-Verfahren, welches im Beschichtungsprozess auf wässrige Lösungen verzichtet. Die Aluminal-Oberfläche erzeugt einen Überzug aus reinem Aluminium auf metallischen Bauteilen. Sie bietet zusätzliche Sicherheit für hohe Ansprüche insbesondere dort, wo andere Überzüge ihre Grenzen erreicht haben. Die oberflächenveredelten Bauteile beweisen ihren großen Nutzen bei extremen Einsatzbedingungen: Maximaler Korrosionsschutz, hohe Temperaturbeständigkeit, Vermeidung von Kontaktkorrosion sowie die Verhinderung von Wasserstoffversprödung ohne Beeinflussung des Grundmaterials bei hochfesten Stählen sind nur einige Vorteile für den Kunden. Aluminal-veredelte Bauteile aus Normstahl sind darüber hinaus eine kostengünstige Alternative für teuren Edelstahl. Sie sind uneingeschränkt weiterverarbeitbar und lassen sich problemlos schweißen oder umformen. Zu den Kunden von Aluminal gehören unter anderem die Automobilindustrie, die Off-Shore-Technik, die Energiewirtschaft oder das Bauwesen.
Die Aluminal-Schutzüberzüge werden in Montabaur auf die Bauteile appliziert. Mit der Inbetriebnahme der Großanlage seit Anfang 2006 ist die serienmäßige Oberflächenveredelung von Trommel- und Gestellware in großindustriellem Maßstab realisiert worden. Auf einer Fläche von rund 45.000 m² wurde eine Produktionshalle mit zwei baugleichen Produktionslinien aufgebaut. Das Aluminal-Verfahren und die dazugehörige Anlagentechnik ist mit einer jährlichen Beschichtungskapazität von 2 Millionen Quadratmetern Oberfläche weltweit einmalig.

Weitere Informationen unter www.aluminal.de


Vereinbarkeit von Beruf und Familie – New Deals zu Besuch bei Metoba

14. Dezember 2007 - Als eines von elf Unternehmen der Region wurde Metoba in der ersten Jahreshälfte 2007 für sein Engagement in der Rubrik „Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ mit dem Dortmunder Personalmanagement Prädikat ausgezeichnet. Rund 30 Interessenten aus den prämierten Betrieben und des New Deals Büros konnten sich nun direkt vor Ort bei Metoba ein Bild darüber machen, wie die „Vereinbarkeit von Beruf und Familie“ in dem Familienunternehmen in der Praxis umgesetzt wird.
Nach einer Führung durch den Betrieb erfuhren die Gäste in Vorträgen, warum die Metoba-Geschäftsführung auf einen familienfreundlichen Betrieb und Personalmanagement mit Weitblick setzt. Ein Großteil der Fach- und Führungskräfte wird im Unternehmen selbst aus-gebildet. Durch eine enge Kooperation mit Schulen nutzt Metoba zudem die Möglichkeit, sich frühzeitig den Berufsnachwuchs von morgen zu sichern. Flexible Arbeitszeiten und individuelle Vereinbarungen erlauben es den Mitarbeitern Beruf und Familie bestens miteinander zu vereinbaren. Dies gilt auch für Führungskräfte und für Arrangements während der Elternzeit. Überdurchschnittlich hoch ist dem zur Folge auch der Frauenanteil bei Metoba, insbesondere im gewerblich-technischen Bereich. Auch dies gehört bei Metoba zur strategischen Personalpolitik und wird durch Nachwuchsförderung, Aus- und Weiterbildung wie auch familienfreundliche Arbeitszeiten gezielt gefördert. Mit Blick auf die älter werdenden Belegschaften hat Metoba gemeinsam mit der Hagener „agentur mark“ bereits im Jahr 2006 ein internes Demografie-Projekt zur vorausschauenden Personalentwicklung und Qualifizierung gestartet.

Weitere Informationen unter www.metoba.de


Antibakterielle Oberflächen -Neues Projekt in Vorbereitung

13. Dezember 2007 - Das Wachstum von Mikroorganismen auf Oberflächen ist in vieler Hinsicht ein unerwünschter Effekt. Viele Bakterien werden über die Hände übertragen und finden über die gemeinsam genutzten Kontaktflächen – dazu gehören Lichtschalter, WC-Brillen, Türklinken, Tastaturen, Telefongehäuse, Geräte in Krankenhäusern und Arztpraxen, Liegeflächen in Solarien, aber auch Luftbefeuchter, Staubsaugergehäuse, Schneidbretter, Hörgeräte oder Wasserbehälter von Kaffeemaschinen – eine schnelle Verbreitung.
Antibakterielle Oberflächen sollen hierbei Abhilfe schaffen. Es sind bereits antibakterielle Produkte auf dem Markt, die zwar das Keimwachstum hemmen, jedoch nicht immer eine keimtötende Wirkung aufweisen. Meist werden Silberionen eingesetzt. Diese können sich allerdings im Körper einlagern und nicht abgeführt werden. Vor diesem Hintergrund scheinen kupferbasierende Systeme interessant, da der menschliche Organismus Kupfer sogar als Spurenelement benötigt. Überschüssige Kupferverbindungen werden dabei über die Gallenflüssigkeit ausgeschieden.
Das Kunststoff-Institut Lüdenscheid plant zu dem Thema der antibakteriellen Oberflächen ein Verbundprojekt, das sich mit folgenden Punkten auseinander setzen wird:

  • Umfassende Marktrecherche zum Stand der Technik
  • Gegenüberstellung verschiedener Wirksysteme und deren Eigenschaften
  • Methodenentwicklung zur Erreichung antibakteriell wirksamer Artikeloberflächen (keimtötend) im Bereich des Lackierens und des Spritzgießens
  • Damit werden insbesondere Unternehmen angesprochen, die hierdurch eine nachhaltige Produktverbesserung erzielen wollen. Eine Informationsveranstaltung zu diesem Verbundprojekt findet am 27. Februar 2008 in Lüdenscheid statt.

    Weitere Informationen erhalten Sie bei Frau Kling unter der Telefonnummer 02351/1064-157 (kling@kunststoff-institut.de) oder bei Herrn Tesch unter der Telefonnummer 02351/1064-160 (tesch@kunststoff-institut.de).

    Weitere Informationen unter www.kunststoff-institut.de


    LEWA GmbH mit Strategiepreis ausgezeichnet

    12. Dezember 2007 – Mit dem Europäischen Frost & Sullivan Award 2007 im Bereich "Produktlinienstrategie für Pumpen in der Öl- und Gas-Industrie" wurde jetzt die LEWA GmbH aus Leonberg ausgezeichnet. Die weltweit tätige Unternehmensberatung Frost & Sullivan (F&S) begründete ihre Entscheidung mit der herausragenden Stellung von LEWA innerhalb ihres Marktsegments.
    So stelle das Unternehmen mit der Entwicklung von Pumpen für hohe Drücke (10.000 – 15.000 PSI) und hohe Temperaturen (bis 250º C) einzigartige Produkte zur Verfügung, die in dieser anwendungsorientierten Form von kaum einem anderen Marktteilnehmer angeboten würden. LEWA habe sehr viel in Forschung und Entwicklung investiert und man erwarte, dass dieses Engagement weiter anhält. Laut Frost & Sullivan erhöhe dieser Einsatz die Qualität der Produkte und käme der Nachfrage weiter Teile der Industrie entgegen, beispielsweise bei der Produktion in der Öl- und Gasindustrie, bei petrochemischen, chemischen oder pharmazeutischen Erzeugnissen. Ausdrücklich erwähnt wurde die hohe Innovationskraft des Unternehmens und der umfassende Kundenservice. LEWA biete auf die Anwendungen des Kunden spezifisch zugeschnittene Lösungen, bei denen die umfassende Beratung, das Systemdenken und der Prozess im Mittelpunkt stehen.

    Weitere Informationen unter www.lewa.com


    MacDermid baut Geschäftsbereich Metallurgy aus

    11. Dezember 2007 - Seit dem 1.11. hat Stefan Lenzer das Produktmanagement des Geschäftsbereiches Metallurgy bei der MacDermid GmbH in Forst übernommen. Aufbauend auf seiner langjährigen Erfahrung im technischen Vertrieb und in der Markterschließung von Produkten für die Metalloberflächenbehandlung wird er zukünftig hauptverantwortlich alle MacDermid Aktivitäten dieses Geschäftsbereiches in Deutschland, Österreich, Schweiz und in Osteuropa koordinieren.
    Neben einer Vielzahl von umweltfreundlichen Industriereinigern umfasst der Geschäftsbereich Metallurgy bei MacDermid Produkte zur Phosphatierung, zur Leichtmetallveredelung sowie zur Vor- und Nachbehandlung von feuerverzinkten Oberflächen. Als einer der wenigen Anbieter auf dem Markt bietet MacDermid Prozesschemikalien für alle Arten der Aluminiumveredelung an: zum Galvanisieren von Aluminium (z.B. die Zinkatbeizen Bondal), zur Vorbehandlung vor dem Beschichten und zum Blankkorrosionsschutz (z.B. Produkte der Iridite-Serie) sowie für den Eloxalprozess (Produktserie Oxidite).
    Mit der Übernahme des Produktmanagements durch Herrn Stefan Lenzer stehen nun auch dem deutschsprachigen Raum die vielfältige Produktpalette dieses Geschäftsbereiches von MacDermid sowie die entsprechend kompetente Beratung zur Verfügung. Unterstützt wird Herr Stefan Lenzer von Thomas Dyllus, der als European Business Manager die europäischen Aktivitäten im Bereich Metallurgy koordiniert. Beiden zur Seite steht das erfahrene Sales und Techniker Team von MacDermid.

    Weitere Informationen unter www.macdermid.com/industrial


    Energieeffizienz in Kälte-, Luft- und Fördertechnik

    10. Dezember 2007 - Die neuen Informationsblätter der Initiative EnergieEffizienz zur Luft-, Kälte- und Fördertechnik zeigen auf, wo Unternehmen bei Planung und Betrieb von Querschnittstechnologien ansetzen können, um die Energieeffizienz zu steigern. Denn gerade beim Einsatz dieser Systeme können Unternehmen Energie und Kosten einsparen. Bereits durch zum Teil leicht umzusetzende Maßnahmen sind Effizienzgewinne von bis zu 25 Prozent möglich.
    Die neuen Materialien wurden von der Deutschen Energie-Agentur GmbH (dena) im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz zusammengestellt. Der Schlüssel zur maximalen Energieeffizienz in allen drei Technologien ist die Analyse des Gesamtsystems. Dabei ist der tatsächliche Bedarf, beispielsweise an auszutauschender Luft, zu bestimmen, nach dem das Ausmaß der verschiedenen Systemkomponenten ausgerichtet wird. In vielen Fällen werden zum Beispiel Motoren nicht optimal – teilweise nur zu 60 Prozent – ausgelastet, weil die entsprechenden Kenntnisse zur Systemoptimierung fehlen. Allein durch eine verbesserte Auslegung des Motors lassen sich hier Einsparungen von 10 Prozent und mehr erzielen. Zusätzliche Potenziale können durch den Einsatz besonders energieeffizienter Motoren der Energieeffizienzklasse "eff 1" ausgeschöpft werden.
    Spezielle Ansatzpunkte zur Steigerung der Energieeffizienz finden sich in der Kältetechnik durch die Wärmerückgewinnung aus Kältemaschinen oder die Nutzung von Prozessabwärme zur Erzeugung von Kälte. In lufttechnischen Systemen gilt es, insbesondere die energieeffizienteste Regelungsart zu bestimmen. Im Bereich der Fördertechnik können technisch verbesserte Kugel- und Rollenlager den Energieverbrauch um knapp 30 Prozent senken. Aber egal ob Kälte-, Luft- oder Fördertechnik, in jedem Fall gilt: Wesentlich ist, stets die Optimierung des Gesamtsystems im Blick zu haben und so die Kosten in Bezug auf den Lebenszyklus der Anlage zu senken.
    Die Informationsblattserien stellen den Unternehmen anschaulich und verständlich aufbereitetes Expertenwissen zur Steigerung der Energieeffizienz ihrer betrieblichen Luft-, Kälte- und Fördersysteme zur Verfügung. Sie enthalten detaillierte Erläuterungen zur Auslegung, zum Betrieb sowie zur Wartung und Instandhaltung neuer und bestehender Anlagen. Die sogenannten Fact Sheets stehen ab sofort kostenlos unter www.industrie-energieeffizienz.de zur Verfügung. Das Angebot ist Bestandteil der Initiative EnergieEffizienz, einer Aktionsplattform für effiziente Stromnutzung in allen Verbrauchssektoren, die von der dena und den Unternehmen E.ON Energie AG, EnBW AG, RWE Energy AG und Vattenfall Europe AG getragen und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert wird.

    Weitere Informationen unter www.dena.de


    Hochleistungsmaterial für seewasserfeste Kabel

    8. Dezember 2007 - Die LANXESS Business Unit Technical Rubber Products (TRP) und der Kabelhersteller Leoni haben im Rahmen ihrer Entwicklungspartnerschaft ein neues Material für die Aderisolierung und Ummantelung von Spezialkabeln für Unterseeboote entwickelt.
    Der neue Werkstoff vereinigt in sich sieben wichtige Eigenschaften: Er ist halogenfrei, flammwidrig,ölbeständig, seewasserfest und äußerst flexibel. Darüber hinaus weist er im Brandfall eine sehr geringe Rauchgasdichte und niedrige Toxizität auf, was extrem wichtig für die Funktions- und Verteidigungsfähigkeit von U-Booten ist. Diesen Anforderungen müssen U-Boot-Außenbordkabel nach der Norm VG 95218-29 gerecht werden.
    Die enge Zusammenarbeit zwischen der Leoni-Werkstoffentwicklung und den Kabelexperten bei TRP hat diesen Erfolg ermöglicht. Das neue Compound auf Basis der Hochleistungskautschuke Levapren und Therban sowie weiterer Werkstoffe wurde jetzt vom VDE Prüf- und Zertifizierungsinstitut freigegeben. Damit konnte ein bedeutender Schritt in Richtung einer neuen Kabelgeneration für den Bereich Marine Technologies realisiert werden.LANXESS und Leoni betreiben eine weitere technische Kooperation im Bereich Offshore.

    Weitere Informationen unter www.lanxess.de


    Neue RAL-Definition für Email(le)

    4. Dezember 2007 - Im Juli 2007 wurde das Registrierungsverfahren für die vollständig aktualisierte dritte Ausgabe der "Begriffsbestimmungen und Bezeichnungsvorschriften für Email(le) und emaillierte Erzeugnisse, RAL-RG 529 A3" beim RAL Deutsches Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung e. V. abgeschlossen.
    Die modernisierte und heutige wissenschaftliche und technologische Erkenntnisse berücksichtigende Begriffsbestimmung lautet: "Als Email oder Emaille wird ein glasartiger Werkstoff bezeichnet, der durch vollständiges oder teilweises Schmelzen im Wesentlichen oxidischer Rohstoffe entsteht. Die so hergestellte anorganische Zubereitung wird mit Zusätzen in einer oder mehreren Schichten auf Werkstücke aus Metall oder Glas aufgetragen und bei Temperaturen über 480 °C aufgeschmolzen". Auch die Begriffe Emaillieren und Emaillierung wurden eindeutiger formuliert: "Emaillieren wird der Herstellungsprozess eines dann emaillierten Gegenstandes genannt. Emaillierung ist der aufgeschmolzene, mit dem Trägerwerkstoff verzahnte, glasartige anorganische Überzug". Die Bezeichnungsvorschriften für Email(le) und emaillierte Erzeugnisse wurden ebenfalls neu gefasst, da die vorherige Ausgabe aus dem Jahr 1960 stammte.
    Die vollständige Ausgabe der RAL-RG 529 A3 ist ausschließlich über den Beuth-Verlag als PDF-Datei zu beziehen (www.mybeuth.de).

    Weitere Informationen unter www.emailverband.de


    Komplettes UV-System von Glasurit

    3. Dezember 2007 - Glasurit, Lackmarke der BASF Coatings, wird im Frühjahr 2008 ein komplettes UV-System auf den Markt bringen. Dieses System beinhaltet UV-Spachtel, -Grundfüller, -Klarlack und -Blender. Zum UV-System gehört auch eine eigens entwickelte Lampe, die mit UV-A und Infrarotstrahlen arbeitet. Das kündigten der Glasurit-Vertriebsleiter Deutschland, Joachim Strassner und Ralf Robert, Technischer Leiter Glasurit, bei den Glasurit-Gesprächen vor Journalisten in Ludwigshafen an.
    Um ein perfektes Ergebnis zu erreichen, muss das komplette Lacksystem auf die Härtung mit UV-Strahlen abgestimmt sein. So kommen die Vorzüge der neuen Technologie wie besonders kratzfeste Lackierungen, ein noch geringerer Lösungsmittelanteil als bei den konventionellen VOC-konformen Lacken, kürzere Prozesszeiten und geringerer Energieverbrauch voll zur Geltung. Besonders interessant wird das Glasurit UV-System für Werkstätten mit hohem Durchsatz beziehungsweise Betriebe, die viele Spot-Repairs, also Reparaturen von Kleinstschäden, durchführen. Doch nur komplett ist das UV-System wirklich sinnvoll. Daher bietet Glasurit folgende Produkte an: 1K-UV-Spachtel, 1K-UV-Grundfüller, 1K-UV- Spezial-Blender, 2K-UV-Klarlack und 1K-UV-Blender.
    Der Vorteil der Kombination von UV-A und Infrarot: Lackierer können wie gewohnt arbeiten, ohne von schädlichen UV-B-Strahlen behelligt zu werden. Ein abgeschirmter Werkstattbereich oder eine spezielle Schutzausrüstung für die Haut sind nicht notwendig. Die Lampe selber ist cirka zwei Meter hoch und 1,50 Meter breit. Die bestrahlte Lackfeldgröße liegt bei 80 mal 80 Zentimeter. Die Lampe enthält ein automatisches Programm für jedes UV-Produkt, Temperatur- und Abstandssensoren und Lampenkassetten sind schwenkbar. Das System eignet sich für die Trocknung von vertikalen Flächen.
    Für Joachim Strassner ist die neue Technologie in der Tat eine Innovation mit viel Potential: "Wir reden hier von einem Technologiewechsel, der über mindestens zehn Jahre geht." Glasurit habe bewusst sehr viel Wert und Zeit auf die Forschung und Entwicklung des Systems gelegt – zum Wohle des Kunden. "Der Kunde muss von der neuen Technologie wirklich etwas haben, er darf nicht Versuchskaninchen sein. Wir bringen unser System heraus, wenn wir wissen, dass an diesem Zeitpunkt der optimale Nutzen für den Kunden erzielt werden kann. Und das ist 2008 der Fall."
    Zum zeitlichen Ablauf: Im Februar 2008 werden die neuen Produkte bei Pilotkunden eingesetzt. Im zweiten Quartal 2008 erfolgt dann der Verkauf an alle interessierten Betriebe.

    Weitere Informationen unter www.glasurit.com


    Enormes Interesse an erster O&S in Stuttgart

    30. November 2007 - Noch dauert es rund ein halbes Jahr bis in Stuttgart der Startschuss zur neuen Messe für die Oberflächenbranche O&S fällt, doch schon jetzt wird der Platz knapp. Gut 10.000 Bruttoquadratmeter - eine komplette Messehalle - sind für die internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen O&S, die vom 3. bis 5. Juni 2008 auf dem Gelände der Neuen Messe Stuttgart statt finden wird, bereits verkauft. Die Warteliste füllt sich. Inzwischen denken die Veranstalter - die Messe Stuttgart und die Deutsche Messe - über die Eröffnung einer weiteren Halle nach.
    Bereits im Oktober war der ZVO-Gemeinschaftsstand WELT DER OBERFLÄCHE ausgebucht. ZVO-Geschäftsführer Christoph Matheis: "Nach dem Erfolg der Vorgängerveranstaltung GALVANICA 2006 hatten wir mit einem weiteren Wachstum gerechnet, dass der Gemeinschaftstand so früh ausgebucht ist überrascht und freut uns natürlich zugleich. Inzwischen ist auch eine weitere Fläche, auf die wir eine Option angemeldet hatten, fast vollständig verkauft. Wir waren bereits bei der GALVANICA überzeugt, dass eine solche Messe in Stuttgart eine sinnvolle Ergänzung zur global aufgestellten SurfaceTechnology im Süden der Republik ist. Der Standort Stuttgart in einem wichtigen Zentrum der Automobilindustrie und ihrer Zulieferer, aber auch weiterer wichtiger Abnehmerindustrien unserer Oberflächen, hat uns letzt-endlich dazu bewogen, auch dieses Jahr wieder einen Gemeinschaftsstand anzubieten. Die Resonanz darauf gibt uns Recht."
    Mit seinen Angeboten, so Matheis, spricht der Gemeinschaftsstand WELT DER OBERFLÄCHE grundsätzlich alle Zielgruppen - ob Rohstofflieferant, Fachfirma oder Lohnbeschichter - an. Auf Seiten der Besucher erwartet der Veranstalter aufgrund der Lage "mitten im Markt" natürlich besonders viele Vertreter aus dem Bereich Automotive, aber auch aus dem Bereich Maschinenbau und Feinwerktechnik.

    Überall Oberfläche
    Die Oberflächentechnik kommt heute in praktisch allen Segmenten des Produzierenden Gewerbes zum Einsatz. Getreu dem Motto „Ohne Oberflächentechnik ist das schönste Auto nach vier Wochen im Regen nur noch Schrott“ verlässt heute kein Fahrzeug mehr das Band, bei dem nicht wesentliche Teile oberflächenveredelt sind. Medizintechnik, Bauwirtschaft und Sanitärindustrie, die Elektrotechnik und die Elektronikindustrie und auch die Herstellung von Modeschmuck kommt ohne Oberflächenveredelung nicht aus. Daher überrascht es kaum, dass die Oberflächentechnik in Deutschland zu den Branchen mit dem dynamischsten Wachstum gehört.
    Während die deutsche Wirtschaft im letzten Jahr eine Steigerung von 2,7 Prozent aufweist, legte die Galvanotechnik mit einem zweistelligen Wachstum überproportional zu. Die galvanischen Oberflächenveredler aus Industrie und Handwerk sind - bezogen auf die Anzahl der Unternehmen - der größte Bereich innerhalb der Galvanotechnik. 1.200 Industriegalvaniken und 480 Lohngalvaniken aus dem Handwerk zählen zur Branche, allesamt kleinmittelständische Unternehmen mit 5 bis 400 Beschäftigten. In 2006 stieg der Umsatz in den Industriegalvaniken um durchschnittlich 15 Prozent, in den Lohngalvaniken des Handwerks um 10 Prozent. Jedes vierte Unternehmen beider Segmente bezeichnet seine aktuelle wirtschaftliche Situation als sehr gut, jedes zweite als gut. Doch damit nicht genug: jedes sechste Unternehmen bezeichnet seine derzeitige wirtschaftliche Situation im Vergleich zum Vorjahr mit "wesentlich besser" und jedes zweite mit "besser". Zwar ist es zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch zu früh für exakte Aussagen über das laufende Geschäftsjahr, aber vieles deutet daraufhin, dass 2007 mindestens ebenso gut, voraussichtlich aber noch besser als das Geschäftsjahr 2006 werden wird. Die Wachstumsprognose der industriellen Beschichter beläuft sich auf 15 Prozent, die der Lohngalvaniken im Handwerk auf 10 Prozent.

    Teure Rohstoffe
    Getrübt wird der erfolgreiche Geschäftsverlauf durch die Kostenexplosion auf den Rohstoff- und Energiemärkten. Die Dramatik der Kostenexplosion wird am Beispiel von Zink, Nickel und Kupfer besonders deutlich: hier haben sich die Preise von Januar 2005 bis Ende 2006 nahezu verdreifacht, bei Kupfer sogar vervierfacht! Kein Wunder also, dass die Anbieter von Anlagentechnik und die Verfahrenslieferanten insbesondere auf einen effizienten Umgang mit Ressourcen achten. Somit wird klar, dass die Auswirkungen von Preisen, Verfügbarkeit und effizienter Nutzung von Materialien nicht nur für Betriebe aus dem Edelmetallbereich von Interesse sind, sondern für alle galvanotechnischen Betriebe. Für die Oberflächentechnik sind damit langfristig verbesserte Konstruktionsmethoden unter Zuhilfenahme neuer Werkstoffe verbunden. Hierdurch wird die Rohstoffeffizienz erhöht, das heißt mit abnehmenden Werkstoffmengen werden bestimmte technische Funktionen gleich gut oder vielfach sogar besser erzielt. Verbesserte Konstruktionsmethoden bedingen eine angepasste Prozesssteuerung und -kontrolle.

    Mitten im Markt
    Die Automobil- und Zuliefererindustrie gehört zu den wichtigsten Kundenbranchen der Oberflächentechnik. Beide waren stets Innovationstreiber der Branche wenn es um höchste Anforderungen an Qualität, Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit in Prozessen und bei den Produkten ging. Diese Branchen sind maßgeblich an neuen Entwicklungen in der Oberflächentechnik beteiligt. Aber auch der Maschinen- und Anlagenbau, die Metallindustrie, die Elektrotechnik, Elektronik und Kommunikationstechnik, die Kunststoffindustrie, das Baugewerbe, die Medizintechnik sowie die Luft- und Raumfahrtechnik zählen zu den Kundenbranchen. Die O&S wendet sich darüber hinaus zudem an das Handwerk, an Lohnbeschichter, die Möbelindustrie, an Hersteller von Schmuck und Dekors, an Unternehmen aus der optischen Industrie und an Bad- und Küchenhersteller. Der größte Teil dieser Zielbranchen hat seinen Sitz in Baden-Württemberg. Mit der Positionierung der O&S in Stuttgart wird die gesamte Bandbreite der Oberflächentechnik am richtigen Ort - im Zentrum der Anwenderindustrie - gezeigt.
    Die O&S ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Messe und der Messe Stuttgart. Sie deckt wie die SurfaceTechnology die horizontale Wertschöpfungskette aller Bearbeitungsstufen lückenlos ab. Dazu gehören die Teilereinigung, Vorbehandlung, Komponenten, Anlagen und Zubehör für Beschichtungstechnologien, Galvano-, Lackier- und Emailtechnik, Pulverbeschich-tung, Kunststoffbeschichtung, industrielle Plasma-Oberflächentechnik, und die Teiletrocknung. Ergänzend werden aber auch Mess- und Prüftechnik, Handhabungstechnik, Automationslösungen für Oberflächenbehandlung und –veredelung, Recycling, Entsorgung, Umweltschutz sowie Dienstleistungen gezeigt.

    Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


    Strategische Zusammenarbeit Programmerstellung für Lackierroboter

    29. November 2007 - Die REITER GmbH + Co. KG Oberflächentechnik und der dänische Anbieter von innovativen Roboter-Programmiersystemen Inropa AS haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart. Reiter ist damit in der Lage seinen Kunden die derzeit fortschrittlichste Plattform zur Roboterprogrammierung im Technikum zu demonstrieren und sein Schulungsprogramm zu erweitern.
    Das installierte RobTeach-System ermöglicht die einfache Off-Line-Programmerstellung durch erfahrene Lackierer ohne Programmierkenntnisse. Damit lassen sich bis zu 80 Prozent Kosteneinsparungen gegenüber herkömmlicher Off-Line-Programmierung erzielen. Die Stillstandszeiten der Linien für die Einführung neuer Teile können damit drastisch reduziert werden. Die Vereinbarung sichert Reiter den Zugriff auf den jeweils neuesten Entwicklungsstand. So wird als nächster Schritt eine derzeit gemeinsam realisierte Lösung, mit vollautomatischer Programmgenerierung für Fensterrahmen im Technikum implementiert werden.

    Weitere Informationen unter www.reiter-oft.de


    STI Hartchrom verdoppelt Kapazität in Steinach

    26. November 2007 - Mit dem Spatenstich für das «STI Westside Center» am 23. November in Steinach hat die Oberflächengruppe STI Hartchrom eine weitere Ausbauetappe eingeleitet. STI investiert 30 Millionen Schweizer Franken in den Bau von 10.000 Ouadratmeter zusätzlicher Produktionsfläche und verdoppelt damit die Kapazität der Hartchrom AG Steinach.
    Nur fünf Jahre nach dem Bau des Technologiezentrums bringt das hohe Wachstum einen erneuten massiven Ausbau der Produktionskapazität der Hartchrom AG Steinach mit sich. Das «STI Westside Center» schafft Platz für modernste Veredlungslinien, zusätzliche mechanische Verfahren und eine weitere Oberflächentechnologie, das Thermische Spritzverfahren. Der Neubau soll im Herbst 2008 in Betrieb genommen werden. STI Hartchrom setzt in ihrer Wachstumsstrategie auf den kontinuierlichen Ausbau einzigartiger Infrastrukturen, eine starke Internationalisierung und die stetige Erweiterung ihrer technologischen Bandbreite.

    Weitere Informationen unter www.hartchrom.com


    Bundesvereinigung Materialwissenschaft und Werkstofftechnik BV MatWerk gegründet

    23. November 2007 - Zur Bundesvereinigung Materialwissenschaft und Werkstofftechnik (BV MatWerk) haben sich am 22. Oktober 2007 25 wissenschaftliche Organisationen in Berlin zusammengeschlossen. Die BV MatWerk soll Kontakte zwischen Wissenschaft, Förderern, Politik, Wirtschaft und Verwaltung herstellen, die Öffentlichkeitsarbeit koordinieren und den Nachwuchs fördern.
    Sie versteht sich als Interessenvertretung der 25 an der Gründung beteiligten Organisationen und soll Initiativen in den Schlüsseltechnologien Werkstofftechnik und Materialwissenschaft bündeln. Mit einem sehr breitem Erfahrungshorizont und einer langjährigen Tradition, die in einigen Fällen bis ins 19. Jahrhundert zurück reicht, verfügen diese technisch-wissenschaftlichen Verbände über eine sehr hohe Kompetenz in allen Gebieten der Materialwissenschaft und der Werkstofftechnik.
    Die BV MatWerk hat sich als Aufgaben nicht nur gestellt, nationale und internationale Forschungs- und Marktpotenziale ebenso wie Innovationshemmnisse in ihrem Fachgebiet zu finden und zu bewerten. Sie will, um diese Potenziale auszunutzen, Projekte zur Wissenschafts- und Technologiefeldentwicklung koordinieren, die institutionelle und Projektförderung besser vernetzen und internationale Kooperationen unterstützen. Darüber hinaus strebt die BV MatWerk an, nationale und internationale Kompetenzkarten zu erstellen, damit die Leistungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Grenzen hinweg einschätzbar werden.
    Im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit hat sich die BV MatWerk vorgenommen, aufzuklären und gesellschaftliche Folgen von Forschung in ihrem Gebiet zu analysieren und zu bewerten. Dazu gehören neben einem regen Kontakt zu den Medien auch Ausstellungen und Informationsveranstaltungen, die die Öffentlichkeit und besonders die Jugend für Materialwissenschaften und Werkstofftechnik begeistern sollen. Der BV MatWerk sitzen Professor Günter Gottstein von der RWTH Aachen und Professor Ernst Schmachtenberg von der Universität Erlagen vor, unterstützt von Herrn Dr.-Ing. Pedro Dolabella Portella, Leiter der Abteilung "Werkstofftechnik" in der BAM.
    Eine weitere Maßnahme zur Bündelung der Kräfte im Bereich Materialwissenschaft und Werkstofftechnik ist die Gründung des "Studientags Materialwissenschaft und Werkstofftechnik". Dieser strebt an, den verschiedenen Fachdisziplinen der Materialwissenschaft und Werkstofftechnik in Deutschland in der Ausbildung eine Stimme zu geben und die Ausbildungsprofile dieser interdisziplinären Fachrichtung zusammen mit Universitäten und Fachhochschulen zu entwickeln. Sprecher des gewählten Vorstandes ist Herr Prof. Dr.-Ing. Horst Biermann, Technische Universität Bergakademie Freiberg.

    Weitere Informationen unter www.bam.de


    HERMES AWARD 2008: Internationaler Technologiepreis der HANNOVER MESSE

    22. November 2007 - Die Deutsche Messe Hannover schreibt mit dem HERMES AWARD 2008 bereits zum fünften Mal den international renommierten Technologiepreis aus. Der Preis zeichnet eine herausragende Innovation aus, die bereits industriell erprobt ist. Mit einem Preisgeld von 100 000 Euro ist der HERMES AWARD 2008 einer der höchstdotierten internationalen Industriepreise. Für die nominierten Unternehmen ist er der Impulsgeber für eine einmalige Öffentlichkeitswirkung.
    Ausgezeichnet werden Produkte, die erstmalig auf der HANNOVER MESSE 2008 gezeigt werden, bereits industriell erprobt und/oder in der industriellen Anwendung sind und im Hinblick auf ihre technische und ökonomische Umsetzung als besonders innovativ beurteilt werden. Alle Einreichungen zum HERMES AWARD 2008 werden vom 21. bis 25. April 2008 im Bereich Research & Technology in Halle 2 auf der HANNOVER MESSE präsentiert. Am Wettbewerb teilnehmen können Unternehmen und Institutionen, die ihre Produktinnovationen als Aussteller auf der HANNOVER MESSE 2008 präsentieren. Die Bewerbungsunterlagen müssen bis zum 15. Februar 2008 eingereicht werden. Weitere Informationen sowie die Teilnahmebedingungen stehen im Internet unter www.hermesaward.com zur Verfügung.
    Die Preisverleihung des HERMES AWARD 2008 erfolgt im Rahmen der offiziellen Eröffnungsfeier der HANNOVER MESSE am 20. April 2008. Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Dr. Annette Schavan, wird den Gewinner sowie die nominierten Unternehmen im Beisein der Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff auszeichnen. Eine unabhängige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Wolfgang Wahlster, Direktor und Vorsitzender der Geschäftsführung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI), wird den Preisträger ermitteln.
    Im vergangenen Jahr wurde die Bayer Technology Services GmbH aus Leverkusen zusammen mit der Ingenia Technology Ltd. mit dem HERMES AWARD 2007 für das innovative Produkt "ProteXXion" geehrt. Für das Unternehmen hat sich die durch den Preis gewonnene Publizität gelohnt, sagt Achim Noack, Geschäftsführer der Bayer Technology Services GmbH: "Der HERMES AWARD für die Identifikationstechnologie ProteXXion hat sehr viel Aufmerksamkeit erzeugt. Direkt auf der HANNOVER MESSE konnten wir zahlreiche interessante Gespräche mit Interessenten führen und noch Monate später wurden wir - unter anderem auch aufgrund der hohen Medienresonanz - auf die ausgezeichnete Technologie angesprochen. Darauf folgende Verhandlungen versprechen ein sehr großes Potenzial."

    Weitere Informationen unter www.hannovermesse.de


    Oberflächentage 2008: Call for Papers

    21. November 2007 - Oberflächentechniken stellen einen Schlüssel zur technisch-wissenschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Lösung aktueller Probleme zur Entwicklung innovativer Produkte dar. Die ZVO-Oberflächentage 2008 in Würzburg werden diesbezüglich wieder einen wichtigen Beitrag leisten. Auswahl und Qualität der techn.-wiss. Programminhalte werden durch die Kompetenz der Deutschen Gesellschaft für Galvano- und Oberflächentechnik e.V. sichergestellt.
    Mit etwa 500 Teilnehmern haben sich die Oberflächentage zu einem wichtigen Forum für Anwender, Forscher und Entwickler etabliert. Denn gegenseitige Information und gemeinsame Diskussion bilden die Basis für zukünftige Entwicklungen. Die Praxisorientierung der Tagung ist für all jene von Bedeutung, die sich mit Entwicklung, Konstruktion, Design und Fertigung befassen. Es ist deshalb vornehmliches Ziel der Oberflächentage 2008, verstärkt zur Vernetzung von Forschung und Praxis auf dem Gebiet der Oberflächentechnik beizutragen und der branchenübergreifenden Kommunikation mehr Aufmerksamkeit zu widmen.
    Dies nimmt auch aufgrund der immer wichtiger werdenden Erschließung neuer Anwendungsbereiche für galvanische Beschichtungen und den erhöhten Anforderungen an die Schichten selber an Bedeutung zu. Technik und Wissenschaft gestalten in Verbindung mit den politischen Interessenslagen Gegenwart und Zukunft. Im Hinblick auf ein zusammenwachsendes Europa kommt auch dem grenzüberschreitenden Gedankenaustausch eine besondere Rolle zu. National und international anerkannte Fachleute aus Forschung und Praxis werden in den Vorträgen einen Überblick über das jeweilige Fachgebiet geben. Außerdem erhalten traditionell unsere jungen Kollegen wieder Gelegenheit, ihre Diplom- bzw. Abschlussarbeiten einem breiten Publikum zu präsentieren.

    ZVO und DGO rufen deshalb auf, Vorträge und Poster zu folgenden Tagungsthemen anzumelden:
    Schwerpunktthema 2008: Ressourceneffizienz

    Effizienz und Wirkungsgrad von Prozessen
  • Verfügbarkeit und Preis von Materialien
  • Energieeffizienz für die Produktionstechnik
  • Recycling von Abfällen und Abwasser
  • Regelmäßig wiederkehrende Themen:
    Kathodischer Korrosionsschutz
  • Verschleißschutz
  • Funktionsschichten
  • Aktuelle High-End-Verfahren
  • Ergänzende Technologien zur Galvanotechnik
  • Aus der Anwendungstechnik
  • Fortschritte in der Anlagentechnik
  • Neue Anforderungen an die Galvanotechnik
  • Von der Prozessüberwachung zur Produktqualität
  • Anwendungsnahe Zukunftstechnologien
  • Industrielle Bauteilreinigung und Vorbehandlung
  • Die Anmeldung von Vorträgen – angesetzt werden 20 Minuten Vortragszeit, zehn Minuten Diskussion – oder Postern wird bis spätestens 31.01.2008 erbeten. Die Anmeldung sollte mit einer Kurzfassung des Beitrags von etwa 1/4 DIN A 4-Seite als Word-Dokument an folgende E-Mail-Adresse der ZVO-Geschäftsstelle erfolgen: barbara.herrmann@zvo.org


    ATEX: Ein explosives Thema für alle Lackierereien

    20. November 2007 - Längst nicht alle betroffenen Betriebe wissen es, manche haben es schlichtweg versäumt, vergessen oder wissen nicht, wie es geht, andere haben es aufgrund fehlender flächendeckender Kontrollen unterlassen. Seit dem 01. Januar 2006 muss jeder Betreiber von Anlagen mit explosionsgefährdeten Bereichen vom Gesetzgeber her ein Explosionsschutzdokument erstellen. Erforderlich ist dies unter anderem für Lackierbetriebe und -werkstätten.
    Wilfried Germann aus dem Bereich Anlagensicherheit der BASF Coatings stellte beim Glasurit-Pressegespräch vor Journalisten in Ludwigshafen das von der BASF Coatings entwickelte und auf den aktuellen europäischen Normen basierende Sicherheitskonzept vor. Es bietet allen Verwendern von Lacken Hilfestellung bei der Beurteilung der Explosionsgefährdung.
    ATEX ("atmosphère explosible") heißt der Sammelbegriff für die europäischen Bestimmungen zum Explosionsschutz. "Die Betreiber von Lackierereien müssen im Explosionsschutzdokument aktiv erklären, wie sicher der Betrieb ist, wissen aber oft nicht wie. Die Situation ist, als müsse man eine Steuererklärung machen, ohne den amtlichen Fragebogen zur Verfügung zu haben", wies Wilfried Germann in Ludwigshafen auf ein Informationsdefizit hin. Wenn erst die Behörden vor der Tür stünden oder gar etwas passiert sei, sei es zu spät.
    Germann leistet Aufklärungsarbeit. Drei Schritte sind es zum Explosionsschutzdokument. Zunächst muss die Möglichkeit der Entstehung einer explosionsfähigen Atmosphäre beurteilt werden. Für Lacke und Lösemittel gilt dabei: Eine explosionsfähige Atmosphäre liegt ab einer Lösemittelkonzentration von 40 Gramm Lösemittel je Kubikmeter Luft vor. Bei Flüssiglacken und Lösemitteln kann diese Konzentration nur erreicht werden, wenn bei vorhandenem Luftsauerstoff der Flammpunkt des Stoffes in der Nähe der Umgebungstemperatur liegt. Selbst bei der Verwendung von Wasserbasislacken kann eine explosionsfähige Atmosphäre entstehen – dann nämlich, wenn der Sprühnebel des Lackes brennbar ist – also bei der Verdüsung.
    Im zweiten Schritt muss beurteilt werden, wie häufig mit der Entstehung einer explosionsfähigen Atmosphäre gerechnet werden muss. Dabei ist zu unterscheiden, ob beispielsweise die Freisetzung von explosionsfähigen Stoffen nur im Leckagefall auftritt, wie es zum Beispiel in einem Lager der Fall sein kann, oder ob der Stoff wie beim Lackierprozess betriebsmäßig freigesetzt wird. Man unterscheidet drei Zonen: "Zone 0" (zum Beispiel innerhalb von Gefäßen), "Zone 1" (zum Beispiel der Nahbereich von Umfüllstellen) und "Zone 2" (zum Beispiel bei Leckagen in Bodennähe, in einem Lacklager oder Anmischraum oder bei Ausfall der Lüftung im Spritzstand). Zur Ermittlung der möglichen Gefährdung sind zwingend stoff- und anlagenspezifische Daten erforderlich.
    Im dritten Schritt müssen mögliche Zündquellen ermittelt und analysiert werden. Zu einer Explosion kann es nur kommen, wenn mit dem Vorliegen der explosionsfähigen Atmosphäre gleichzeitig eine Zündquelle auftritt. Dabei wird zwischen Zündquellen, die bereits im Normalbetrieb auftreten, anderen, die bei einfachen Störungen entstehen und solchen, die bei seltenen Störungen auftreten, unterschieden. Abhängig von der vorherrschenden Zone müssen die unterschiedlichen Zündquellen ausgeschlossen sein. Zündquellen im Lackierprozess können beispielsweise elektrostatische Entladungen, offene Flammen, heiße Oberflächen, Reibungswärme und chemische Reaktionen sein.
    Wilfried Germann empfiehlt allen Autoreparatur-Lackbetrieben dringend, ein Explosionsschutzdokument zu erstellen. Eine erste Hilfe gibt es im Internet unter www.basf-coatings.de/siko_applikation/ Hier stehen die erforderlichen Berchenungsprogramme zur Verfügung und es können Hintergründe und weitere Einzelheiten eingesehen werden. Speziell für die Autoreparaturbetriebe entwickelte Glasurit den Ratgeber "Explosionsschutz für Autoreparatur-Lackbetriebe. Ein Ratgeber zur Erstellung von Explosionsschutzdokumenten für Betreiber von Lackieranlagen." Er ist über alle Glasurit-Händler zu beziehen.

    Weitere Informationen unter www.glasurit.com


    Neue Elektrostatik-Handpistole

    19. November 2007 - Nach der erfolgreichen Einführung der Vector Niederdruckpistole bringt Ransburg nun mit der Vector AA90 eine Hochdruckvariante in der modernen AirCombi Technologie auf den Markt. Damit werden die Forderungen der Anwender nach einer leichten, robusten und einfach zu bedienenden Elektrostatik-Hochdruckpistole optimal umgesetzt. So wiegt zum Beispiel die Classic Variante nur wenig mehr als 700 Gramm.
    Auch der verlagerte Schwerpunkt, der schlanke, handliche Griff und die deutlich reduzierte Abzugskraft begeistern die Anwender. Dadurch Ermüdungserscheinungen deutlich verringert. Weiterer wichtige Vorteile: Durch die weiterentwickelten Düsen und Luftkappen wurde die Oberflächenqualität erneut entscheidend verbessert. Zusätzlich sorgt die Sprühstrahlverstellung direkt an der Pistole für optimale Sprühergebnisse und einen perfekten Umgriff. Bei der Cascaden Variante kann auch die Hochspannung direkt an der Pistole eingestellt werden.
    Der perfekte Umgriff der mit der Vector AA90 erreicht wird sorgt für einen erheblich verbesserten Auftragswirkungsgrad. Damit überzeugt sie auch im Bereich Wirtschaftlichkeit und Einhaltung der VOC-Richtlinie. Die Vector AA90 ist in der Classic Ausführung oder mit integrierter Cascade verfügbar. Sie ist für Lösemittel- und Wasserlacke gleichermaßen geeignet. Ob in der Metall- und Nutzfahrzeugindustrie oder bei der Beschichtung von Bau- und Landmaschinen, die Vector AA90 ist das ideale Werkzeug für alle elektrostatischen Anwendungen.

    Weitere Informationen unter www.itwifeuro.com


    Productronica 2007 zieht positive Bilanz

    16. November 2007 - Vom 13. bis 16. November 2007 war die Welt der Elektronikfertigung zu Gast in München: 1.484 Aussteller aus 35 Ländern, darunter Weltmarktführer wie ERSA, Fuji, Komax, Panasonic, Rohde & Schwarz, Rohwedder, Samsung, Siemens A&D und Tyco Electronics zeigten auf der Productronica 2007 Elektronikfertigung auf dem neuesten Stand der Technik und warteten mit zahlreichen Weltpremieren auf.
    45 % aller Besucher kamen aus dem Ausland (2005: 41%), damit konnte die Productronica 2007 den Anteil der internationalen Besucher erneut steigern. Gleiches gilt für die internationalen Aussteller, die mit 40 % aller Unternehmen die 38 % in 2005 deutlich übertrafen. Die Productronica ist damit weltweit die Messe für Elektronikfertigung mit der höchsten Internationalität und unterstreicht deutlich ihren Anspruch als Weltleitmesse. Der Weltmarkt hat sich auf der Productronica 2007 versammelt.
    Der leichte Rückgang bei den Inlandsbesuchern und damit auch der Gesamtzahl der Fachbesucher auf etwas über 40.000 (2005: 43.113) ist auf den aktuellen Streik der Lokomotivführer und den überraschend starken Wintereinbruch zurückzuführen. Ein Indiz dafür ist die gegenüber der Productronica 2005 um 15 % höhere Zahl der Vorregistrierungen, die im Vorfeld der Messe eingingen.
    Dass sich weite Teile der Elektronikfertigungs-Branche in guter Stimmungslage befinden, bestätigten nicht nur nahezu alle Aussteller und Besucher, sondern das belegen auch die im Messe-Vorfeld und während der Messe von den Branchenverbänden VDMA und ZVEI präsentierten Marktzahlen. So erwarten allein die deutschen Hersteller von Elektronik-Fertigungsequipment laut Fachverband Productronic im VDMA für das kommende Jahr ein zweistelliges Umsatzplus. Nach Einschätzung des ZVEI-Fachverbandes Electronic Components und Systems wird der Weltmarkt für elektronische Komponenten in 2008 um 6 % auf ein Volumen von über 410 Mrd. US Dollar wachsen, natürlich mit positiver Ausstrahlung auf die Hersteller von Anlagen und Systemen für die Elektronikfertigung.

    Die nächste Productronica findet vom 10. bis 13. November 2009 auf dem Gelände der Neuen Messe München statt. www.productronica.com


    Neue Economy-Messgeräteserie

    15. November 2007 - FRT (Fries Research & Technology GmbH), weltweiter Anbieter von Geräten und Anlagen zur zerstörungsfreien Analyse von Materialoberflächen, hat eine budgetfreundliche Economy Messgeräteserie geschaffen. Als erstes Gerät wird jetzt das Konfokalmikroskop MicroSpy Topo präsentiert.
    Die Economy-Serie zeichnet sich durch ihre Wirtschaftlichkeit in Anschaffung und Betrieb aus. So ist der MicroSpy Topo das optimale Einsteigersystem für Anwendungen in den Bereichen F&E und Produktion. Möglich wurde die attraktive Angebotsgestaltung, indem bei der Entwicklung auf high-end Ausstattungsmerkmale wie die Multisensor-Technologie, Automatisierung oder Roboterhandling verzichtet wurde. Herausgekommen ist ein vollwertiges und leistungsstarkes Konfokalmikroskop mit einem intuitiv zu bedienenden Softwarepaket zur Messung und Auswertung von 3D Topographie, Rauheit und Struktur. Dieser Ansatz wird bei zukünftigen Geräten der Serie Economy konsequent verfolgt – Konzentration auf ein ausgewähltes Messverfahren. Der MicroSpy Topo arbeitet schnell und präzise (rund 10 Sekunden pro Messung). Dank seines konfokalen Messprinzips besticht er je nach Ausstattung durch Höhenauflösungen von bis zu 1nm bei hervorragender Wiederholbarkeit der Messergebnisse. Damit ist das Gerät für eine Vielzahl von Anwendungen in Bereichen wie Optik, Elektronik, Plastik oder Papier geeignet. Das Mikroskop wird mit unterschiedlichen Objektiven angeboten und ist standardmäßig mit einem x,y-Verfahrtisch zur komfortablen Probenpositionierung ausgestattet.

    Weitere Informationen unter www.frt-gmbh.com


    9. November 2007 - Die Unternehmen Carl Zeiss SMT, AMD und Qimonda starten eine Kooperation im Rahmen des Verbundprojektes "Nanoanalytik", das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit 12 Millionen Euro gefördert wird.
    Die Partner arbeiten gemeinsam an neuen Analyse- und Charakterisierungsmethoden, die für die Entwicklung der nächsten Chipgenerationen erforderlich sind. Das stärkt die Kompetenz des Mikroelektronikstandortes Dresden insbesondere in den Bereichen Halbleiteranalytik und Metrologie. Wie Ministerialdirektor Dr. Wolf-Dieter Lukas, Leiter der BMBF-Abteilung "Schlüsseltechnologien – Forschung für Innovationen" heute mitteilte, ist der strategische Auf- und Ausbau von Kompetenzzentren der Mikroelektronik ein wichtiges Ziel des BMBF-Programms IKT2020. "Nur durch eine gezielte Schwerpunktsetzung in der Forschungsförderung wird es uns gelingen, Dresdens führende Rolle in dem Hightech-Bereich der Chipproduktion zu erhalten und durch innovative Ansätze, wie hier in der Nanoanalytik, weiter auszubauen."
    Das neu gegründete Carl Zeiss Innovation Center Dresden ist ein wichtiger Baustein innerhalb des Verbundprojektes „Nanoanalytik“. Dort werden höchstauflösende Partikelstrahlsysteme installiert, die anstelle von Licht Elektronen- und Ionenstrahlen verwenden. Diese Systeme ermöglichen die Abbildung, Analyse und Bearbeitung von Proben bis zur Ebene einzelner Atome. Somit tragen sie entscheidend dazu bei, dass dreidimensionale Halbleiterstrukturen charakterisiert sowie neue Materialien für die Chipherstellung entwickelt werden können.

    Weitere Informationen unter www.smt.zeiss.com/de


    8. November 2007 - Der neue „Störungsratgeber für Formteilfehler an thermoplastischen Spritzgussteilen“ ist eine umfangreiche Überarbeitung und Erweiterung des ersten „Störungsratgebers für Oberflächenfehler“, den das Kunststoff-Institut Lüdenscheid inzwischen in der 8. Auflage seit 1992 über 80.000 Mal in sechs verschiedenen Sprachen weltweit vertrieben hat.
    Auch die vorliegende Auflage wurde mit Blick auf den neuesten Stand der Technik gründlich überarbeitet und wesentlich erweitert. Den vorhandenen Fehlerthemen wurden hinzugefügt: „Mehrkomponententechnik, Fließanomalien, Tigerlines“ und „Lackieren von Kunststoffteilen sowie Maß- und Gewichtsschwankungen“. Darüber hinaus wurden die bestehenden Fehlerbeschreibungen überarbeitet und mit neuem Bildmaterial versehen. Dieser Ratgeber soll Ihnen die praktische Arbeit erleichtern und verständliche Lösungsvorschläge anbieten. Um dem Leser in gewohnter Art und Weise Praxisunterstützung bei auftretenden Problemen geben zu können, sind die Erkenntnisse aus vielfältigen Gemeinschaftsprojekten, Laboruntersuchungen und den Optimierungen vor Ort sowie das Erfahrungswissen vieler Experten aus der Praxis in den neuen Ratgeber eingeflossen. Er stellt mithin ein kompaktes Nachschlagewerk dar, das sowohl an der Maschine zur Fehlerbeseitigung als auch zur Unterstützung bei Neukonstruktionen von Artikeln eingesetzt werden kann. Mit Hilfe von zahlreichen Bildern aus den verschiedensten Branchen der Kunststofftechnik fällt es dem Betrachter leicht, seine Fehlerklassifizierung zu treffen und anschließend gezielte Abhilfemaßnahmen einzuleiten.

    Der Ratgeber kann ab sofort über das Kunststoff-Institut in Lüdenscheid bezogen werden:
    Kunststoff-Institut Lüdenscheid, Karolinenstr. 8, 58507 Lüdenscheid oder unter www.Kunststoff-institut.de


    Wagner Industrial Solutions erwartet erneut Rekordjahr

    7. November 2007 - Auch in diesem Geschäftsjahr, das Ende Januar 2008 enden wird, erwartet Wagner Industrial Solutions ein positives Umsatzwachstum mit zweistelliger Ergebnissteigerung.
    Nachdem die auf hochwertige Komponenten und Anlagen für industrielle Oberflächentechnik spezialisierte WAGNER-Division bereits im vergangenen Geschäftsjahr einen Rekordabschluss erzielt hatte, trägt die vor eineinhalb Jahren eingeführte, organisatorische Neuausrichtung weitere Früchte. „Die erneute Steigerung ist ein Ergebnis unserer konsequenten Ausrichtung auf die Anforderungen unserer Kunden an Qualität, Schnelligkeit, Zuverlässigkeit und Kundennähe. Sie zeigt, dass Wagner Industrial Solutions mit der Bündelung seiner Kompetenzen in der Beschichtung mit Nass- und Pulverlacken, Farben und weiteren flüssigen Medien den richtigen Weg eingeschlagen hat“, so Hubert Riek, Geschäftsführer des Unternehmens.

    Weitere Informationen unter www.wagner-group.com


    Mit viel Tiefe die Oberflächen ergründet

    2. November 2007 - In einem Festakt in der Frankfurter Paulskirche wird am 27. November 2007 Professor Dr. Dr. h.c. mult. Gerhard Ertl, früherer Direktor am Fritz-Haber-Institut (FHI) der Max-Planck-Gesellschaft, Berlin, mit dem Otto-Hahn-Preis ausgezeichnet.
    Der Otto-Hahn-Preis, gemeinsam getragen von der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), der Deutschen Physikalischen Gesellschaft (DPG) und der Stadt Frankfurt, ist mit 50.000 Euro einer der höchst dotierten Wissenschaftspreise Deutschlands. Ertl, ursprünglich Physiker, hat ein Kerngebiet der Chemie, die Katalyse, grundlegend fortentwickelt.

    Weitere Informationen unter www.gdch.de


    1. November 2007 - Die Rösler Oberflächentechnik GmbH investierte in den letzten sechs Monaten zehn Millionen Euro in neue Produktionshallen für die Strahltechnik und einen eigenen Stahlbau am Standort Deutschland. Damit vertieft der Oberflächentechnikspezialist seine Wertschöpfungskette, um unabhängiger von Lieferanten zu sein. Zukünftig werden in Untermerzbach alle Schweißkonstruktionen für Strahlsysteme im 2-Schicht-Betrieb selbst gefertigt. Das Unternehmen Rösler untermauert damit auch seine Haltung für den Wirtschaftsstandort Deutschland.
    Die Expansion erfolgt aber nicht nur räumlich, sondern auch marktstrategisch. Nachdem im Januar diesen Jahres mit der Baiker AG, Schweiz ein weiterer Strahlanlagenspezialist für Luftfahrt- und Automobilanwendungen in die Rösler-Gruppe integriert werden konnte, ist vor wenigen Tagen mit der Firma Reni Cirillo ein italienischer Gleitschliffanlagenproduzent übernommen worden, der die Produktpalette des Unternehmens vor allem auf dem italienischen Markt sehr gut ergänzt. Das Unternehmen mit Sitz in Mailand wird in die bereits dort ansässige Rösler-Niederlassung eingegliedert.
    Auch personell investiert Rösler in die Zukunft. So wurden alleine seit Anfang diesen Jahres 91 neue Arbeitsplätze geschaffen und im September begannen weitere 19 Auszubildende in fünf Berufen ihre Ausbildung. Derzeit beschäftigt Rösler ca. 1130 Mitarbeiter (davon 66 Auszubildende) an den beiden Standorten Hausen und Untermerzbach sowie den weltweit 13 Niederlassungen.

    Weitere Informationen unter www.rosler.com


    31. Oktober 2007 - Afotek baut als Generalunternehmer für die Schweizer Ammann Gruppe im tschechischen Nové Mesto nad Metuji eine Nasslackierstraße. Die neue Anlage ist auf ein Höchstmaß an Flexibilität getrimmt: Jeder Prozessabschnitt lässt sich individuell ansteuern, um die im Hinblick auf Gewicht, Dimension und Materialstärke breit variierenden Komponenten von Boden- und Asphaltverdichtungsmaschinen je nach spezieller Anforderung zu beschichten.
    Die Ammann Gruppe zählt zu den weltweit führenden Herstellern von Baumaschinen. In Nové Mesto nad Metuji hat das Schweizer Familienunternehmen die Fertigung seiner schweren Walzen-Baureihen konzentriert. Die dafür erforderlichen Einzelkomponenten und Baugruppen verlangen aufgrund ihrer großen Variantenvielfalt nach einer hochflexiblen Lackieranlage. So gibt es Werkstücke, die zusätzlich zu Reinigung und klassischer Vorbehandlung geschliffen und maskiert werden müssen, andere Werkstücke kommen ohne diese vorbereitenden Schritte aus. Wieder andere Werkstücke erhalten einen zweiten oder sogar dritten Farbauftrag. Deshalb durchlaufen sie einzelne Prozessabschnitte ein weiteres Mal. Wegen des stark variierenden Teilespektrums entschied sich der AFOTEK Kunde für eine manuelle Applikation. Dabei sorgt ein Farbsortierspeicher für möglichst geringe Farbwechsel.

    Weitere Informationen unter www.afotek.de


    Merkblatt „Sichere Handhabung von Pulverlackfeinstäuben“ erschienen

    30. Oktober 2007 – Der Verband der deutschen Lackindustrie (VdL) – Fachgruppe Pulverlacke – hat jetzt darauf hingewiesen, dass insbesondere bei der Handhabung von Pulverlackfeinstäuben aus Endfiltern besondere Achtsamkeit hinsichtlich möglicher Staubexplosionen erforderlich ist.
    Der Technische Arbeitskreis der Fachgruppe Pulverlacke (TAP) im VdL hat deshalb ein kurzes Merkblatt mit Sicherheitshinweisen entwickelt, wie solche Pulverlackfeinstäube zu behandeln sind. Dieses Merkblatt ist bei den Pulverlackherstellern erhältlich oder kann im Internet unter www.lackindustrie.de in der Rubrik „Publikationen – Technische Schriften des VDL“ heruntergeladen werden.


    Berliner U-Hauptbahnhof erhält Emailverkleidung

    27. Oktober 2007 - Der Berliner Glaspalast des Schienenverkehrs erfährt unter der Erde eine konsequente Fortsetzung. Die vom Hauptstadt-Hauptbahnhof startende neue U-Bahnlinie U 55 erhält einen mit glasglatten Emailpaneelen verkleideten U-Bahnhof.
    Die Farbgestaltung des robusten, graffitiprohibitiven Stahlemails wählten die Planer in eleganten, abgestuften Grautönen. Aufgelockert werden die langen Wandflächen durch gläserne Werbe-Wechselrahmen. Auch die wegweisende Beschilderung erfolgt mit großformatigen, abgehängten Emailtafeln (350 mal 2.400 Millimeter), die im Vierfarbsiebdruck mit Emailpasten vom sächsischen Emaillierwerk OMERAS bedruckt und dann dauerhaft eingebrannt sind. Insgesamt wurden bei der Wand- und Deckenverkleidung 8500 Stück Emailpaneele hergestellt und brandsicher verbaut. Die absolute Unbrennbarkeit von emaillierten Stahlpaneelen macht das Material besonders in U-Bahnhöfen und zur Tunnelauskleidung zu dem brandsicheren Werkstoff.

    Weitere Informationen unter www.emailverband.de


    Energy Efficiency Award 2008 ausgeschrieben

    15. Oktober 2007 - Zum zweiten Mal können sich Unternehmen aus Industrie und Gewerbe, die herausragende Projekte zur Steigerung der Endenergieeffizienz umgesetzt haben, um den internationalen "Energy Efficiency Award" bewerben. Den mit insgesamt 30.000 Euro dotierten Preis schreibt die Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) im Rahmen der Initiative EnergieEffizienz in Zusammenarbeit mit der KfW Förderbank und der Deutschen Messe aus.
    Die Preisträger werden am 22. April 2008 beim "WORLD ENERGY DIALOGUE" der HANNOVER MESSE 2008 feierlich ausgezeichnet. Die Initiative EnergieEffizienz wird neben der dena von E.ON, EnBW, RWE sowie Vattenfall Europe getragen und vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Der erste Preis des "Energy Efficiency Award 2008" ist mit 15.000, der zweite mit 10.000 und der dritte mit 5.000 Euro dotiert. Interessierte Unternehmen sind aufgerufen, sich bis zum 31. Januar 2008 mit ihrem Referenzprojekt um die Preisgelder zu bewerben. Der Wettbewerb ist weltweit ausgeschrieben und für Unternehmen jedweder Größe und Branche offen, die erfolgreich Energieeffizienzmaßnahmen durchgeführt haben. Bewerbungen aus kleinen und mittleren Unternehmen und dem produzierenden Gewerbe sind besonders willkommen.

    Teilnahmeunterlagen, ausführliche Informationen und Beschreibungen der Preisträger 2007 stehen im Internet unter: www.industrie-energieeffizienz.de


    Amerikanischer Veranstalter übernimmt Surfacts und Interpart

    12. Oktober 2007 - Die gemeinsam von der K & R Messe GmbH & Co. KG und der Karlsruher Messe- und Kongress- GmbH durchgeführten Fachmessen Surfacts und Interpart haben einen neuen Veranstalter. Am vergangenen Freitag wurde der Kaufvertrag mit der Canon Communications LLC unterzeichnet. Mit sofortiger Wirkung gehen die beiden Fachmessen in den Besitz des amerikanischen Unternehmens über. Canon Communications LLC will die Fachmessen international weiter ausbauen und hat eine langfristige Standortgarantie für beide Messen abgegeben. Die Karlsruher Messe- und Kongress-GmbH wird den Service vor Ort übernehmen.
    Canon Communications LLC ist internationales Medienunternehmen, das nach eigenen Angaben zahlreiche Fachzeitschriften in den Branchen Medizin, Verpackung, Kunststoffe, Konstruktion und Fertigung, Elektronik und Mikroelektronik heraus gibt. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz in Los Angeles und weitere Niederlassungen in den USA sowie in Großbritannien, Irland und Deutschland. Weltweit führt Canon Communications rund 30 Messen durch.
    Bereits 2008 will Canon Communications LLC die neue Messe Meditec, auf der über 100 Aussteller Präzisionsmetallkomponenten und Montageteile für die deutsche Medizintechnikindustrie präsentieren sollen, parallel zur Interpart und Surfacts durchführen.

    Weitere Informationen unter www.cancom.com


    parts2clean – mo Metalloberfläche ist dabei

    5. Oktober 2007 - Bei der 5. parts2clean, die vom 9. bis 11. Oktober 2007 in der neuen Messe Stuttgart stattfindet, erwartet die Besucher ein umfassendes Lösungsangebot für die Erfüllung der ständig steigenden Anforderungen an die Bauteilsauberkeit. Ergänzt werden die Ausstellerpräsentationen durch das integrierte Fachforum mit nahezu 30 Vorträgen. Auch die mo Metalloberfläche ist an Bord.
    Mehr als 200 Aussteller aus elf Ländern werden bei der diesjährigen parts2clean auf rund 5.000 Quadratmetern Nettoausstellungsfläche Lösungen für die wirtschaftliche und umweltgerechte Reinigung von Bauteilen und Komponenten präsentieren. Das Team der mo Metalloberfläche finden Sie in Halle 9, Stand F 639.
    Um die technische Sauberkeit geht es auch in der ersten Vortragsreihe des integrierten parts2clean Fachforums. Themen dabei sind beispielsweise „Analytische Bewertung des Reinigungserfolgs“, „Möglichkeiten und Grenzen mikroskopischer Verfahren in der Partikelanalyse“. Auf dem Programm stehen aber auch Vorträge, die sich mit „Sauberkeit in der Montage“ beschäftigen. Ein Thema, das in der täglichen Fertigungspraxis immer mehr an Bedeutung gewinnt. Denn selbst die qualitativ hochwertigste Reinigung nützt nichts, wenn die erzielte Reinheit durch Verschmutzungen bei der Lagerung, dem Transport oder in der Montage der Bauteile wieder beeinträchtigt wird. In der Vortragsreihe des zweiten Messetages geht es um produktionsintegrierte Reinigung und Qualitätssicherung. Themen dabei sind unter anderen „Anforderungen des Fertigungsablaufs an den Reinigungsprozess“, „Wirtschaftlich reinigen mit Lösemitteln“ und „Filtrationssysteme in der industriellen Teilereinigung“. Außerdem stellt die Fraunhofer Allianz die Ergebnisse einer Markt- und Trendanalyse zur industriellen Teilereinigung vor. Sonderverfahren, neue Reinigungsverfahren und Technologien stehen im Mittelpunkt der Vortragsreihe des dritten Tages. Auf dem Programm stehen hier Referate zu den Themen wie „Neue CO2-Werkzeuge und Verfahren zur Innenreinigung von Bauteilen und Bohrlöchern“, „Flüssiges und überkritisches Kohlendioxid für die GMP-konforme Reinigung in der Medizintechnik“, „Easy-to-clean-Oberflächen durch Plasmatechnik und Lackiertechnik“, „Optimierte Reinigungsprozesse durch Plasma-Oberflächenbehandlung“ und “Qualitätssicherung bei prozessintegrierter industrieller Laserstrahlreinigung“.
    Ergänzend zum Fachforum bietet die Sonderschau zur Prozesskette der industriellen Teilereinigung Besuchern die Möglichkeit, sich in Ruhe einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsschritte zu verschaffen und den eigenen Reinigungsprozess damit abzugleichen. Das Angebot der Aussteller deckt das gesamte Spektrum der industriellen Reinigungstechnik ab: Anlagen zur Reinigung und Trocknung von Teilen und Komponenten aus Metall, Kunststoff, Glas, Keramik und Verbundwerkstoffen bilden in diesem Jahr wieder einen Ausstellungsschwerpunkt. Auch in den Segmenten Herstellung, Aufbereitung beziehungsweise Entsorgung von Prozessmedien, Warenträgersysteme und Waschkörbe für eine reinigungsgerechte Logistik sowie Qualitätssicherungs- und Analysesysteme für die Prüfung der Oberflächenreinheit von Bauteilen und Funktionsbereichen sowie die Überwachung von Reinigungsbädern wartet die parts2clean 2007 mit zahlreichen Ausstellern auf. Bei Handling- und Automationssystemen, alternativen Reinigungsverfahren wie CO2-Schneestrahl- und Trockeneis-, Plasma-, Laser- und biologische Reinigung sowie Beratung, Dienstleistung und Forschung bietet die europaweit einzigartige Fachmesse ebenfalls ein attraktives Angebot.

    Weitere Informationen unter www.parts2clean.de


    Richtiges Abrichten verbessert Schleifprozesse

    4. Oktober 2007 - Die neue Richtlinie VDI 3392 Blatt 1 bis 3 „Abrichten von Schleifkörpern - Profilieren und Schärfen“ stellt der Abrichtverfahren für das Abrichten aller Schleifkörperspezifikationen dar. Sie gibt Entscheidungshilfen zur Zuordnung von Abrichtverfahren und Abrichtwerkzeugen zu Schleifkörpern.
    Die Richtlinie zeigt auf, wie über die Wahl der Stellgrößen und weiterer maßgeblicher Eingangsgrößen des Abrichtprozesses, das Arbeitsergebnis von Schleifprozessen gezielt gesteuert werden kann.
    Blatt 1 verschafft einen Überblick über die heute in der Praxis verwendeten Abrichtverfahren und eingesetzten Abrichtwerkzeuge, Abrichtvorrichtungen und Werkzeugaufnahmesysteme. Blatt 2 gibt spezielle Hinweise zum Abrichten konventioneller Schleifkörper. Blatt 3 betrachtet besonders Schleifkörper mit hochharten Schneidstoffen wie CBN und Diamant.
    Die Richtlinie wendet sich an Betriebsingenieure und Maschinenbediener, um sie bei der Auslegung von Abrichtprozessen in der Arbeitsplanung und -vorbereitung sowie bei der Fehleranalyse und Anpassung bzw. Optimierung bestehender Prozesse zu unterstützen. Herausgeber der Richtlinie VDI 3392 Blatt 1 bis 3 ist die VDI-Gesellschaft Produktionstechnik (ADB). Die Blätter sind in deutsch/englischer Fassung ab November 2007 beim Beuth Verlag in Berlin (Telefon +49(0) 30 26 01 - 22 60) zur einem Preis von Blatt 1 = 67,30 €, Blatt 2 = 59,50 € und Blatt 3 = 54,70 € erhältlich. Sie ersetzen die Entwürfe von 04/2004 und 07/2005 und die Richtlinie VDI 3399 vom März 1986.

    Online-Bestellungen sind unter www.vdi.de/richtlinien oder www.beuth.de möglich.


    Laser brennt Verschmutzungen weg

    2. Oktober 2007 - Bauteile müssen vor dem Schweißen oder Verkleben gereinigt werden, damit die Verbindungen zuverlässig halten. Das Laserstrahlreinigen bietet hier viele Vorteile: Es ist reproduzierbar, kann in bestehende Produktionsprozesse integriert werden und säubert gezielt die Stellen, die weiterbehandelt werden sollen. Forscher aus dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS Dresden zeigen dieses Verfahren live auf der Messe Parts2Clean, die vom 9. bis 11. Oktober in Stuttgart stattfindet (Halle 9, Stand B 220/C 317).
    Bauteile müssen oft die halbe Welt umschiffen, bevor sie weiterverarbeitet werden: So kommt es beispielsweise vor, dass Autotüren und Kotflügel in Deutschland hergestellt und in den USA montiert werden. Da die Bauteile auf dem Seeweg der aggressiven, salzigen Meerluft ausgesetzt sind, schützen die Hersteller sie mit Korrosionsmitteln. Beim Schweißen oder Kleben der Bauteile stören diese Beschichtungen jedoch, sie können Poren und Risse in der Schweißnaht hervorrufen. Ebenso ist es bei Prozesshilfsstoffen aus vorangegangenen Bearbeitungsschritten. Bisher entfetten die Monteure das komplette Bauteil in einer chemischen Waschlösung, in die sie es hineinlegen. Mit einem Laser geht das Entfetten dagegen einfacher und schneller: »Die Lichtenergie wird in Wärme umgewandelt und der Schmutz verdampft«, erklärt Dr. Jan Hauptmann, Projektleiter am Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS in Dresden.
    Die Vorteile des Laserreinigens: Es braucht nicht das ganze Bauteil behandelt werden, sondern nur die Schweiß- oder Klebstelle. Das ist beispielsweise bei Korrosionsschutz vorteilhaft, da dieser nicht komplett entfernt werden muss und so weiterhin das restliche Bauteil schützen kann. »Das Laserreinigen lässt sich gut in bestehende Produktionsprozesse integrieren. Zudem ist die Reinigungsleistung reproduzierbar – während sie bei Waschlösungen abnimmt. Das kennt man von Spülmitteln – bei der vierten Pfanne reinigt das Spülwasser nicht mehr so gut wie anfangs«, sagt Hauptmann. Auf der Messe Parts2Clean zeigen die Forscher vom IWS die Laserreinigung in Live-Vorführungen.
    Für das Laserschweißen haben die Experten das Laserreinigen bereits optimiert. »Wir verwenden den gleichen Laser wie für das Schweißen«, sagt Hauptmann. Die Herausforderung dabei: Beim Schweißen schmilzt der Laser die Bauteile an der Fügestelle kurzzeitig auf, um sie miteinander zu verbinden. Beim Reinigen will man dieses Aufschmelzen des Bauteils verhindern, um die exakten Formen der Teile zu erhalten – lediglich die Verunreinigungen sollen verdampfen. »Zum Reinigen lenken wir den Laser mit einem schwingenden Spiegel sehr schnell über das Material. So trifft der Laser die verschiedenen Stellen nur kurz – lang genug, um den Schmutz zu verdampfen, aber zu kurz, um das Bauteil anzuschmelzen«, sagt der Experte. Zusätzlich stellen sie die Parameter des Lasers für jede Bauteilgeometrie genau ein: An Bauteilkanten, wo die Wärmeleitfähigkeit des Materials recht klein ist, drosselt das System beispielsweise die Laserleistung.

    Weitere Informationen unter www.iws.fraunhofer.de


    Rohm and Haas Powder Coatings: Produktportfolio für Architektur- und Industrie-Märkte

    1. Oktober 2007 - Rohm and Haas Powder Coatings, ein Geschäftsbereich der Rohm and Haas Gruppe, hat die Einführung von Claymor, ihrem europäischen Pulverlack-Portfolio für die Bereiche Architektur und Industrie, bekannt gegeben.
    Die ersten drei Kollektionen des Claymore-Portfolio sind seit dem 15. September 2007 für die europaweite Auslieferung bereit. Bei diesen Kollektionen handelt es sich sowohl um die besten und kostengünstigsten Produkte, die sich bereits auf dem Markt bewährt haben, als auch um neue Farben und Oberflächen. Sie umfassen zwei Produktreihen mit Metallic- und Spezialeffekten: „The Architects' Collection“ für den Architektur-Markt und „Emotions Collection“ für dekorative Anwendungen im Innenbereich. Die dritte Produktreihe umfasst RAL-Polyester-Produkte mit glänzendem, seidenglänzenden und mattem Finish für den Architektur-Markt. Die meisten dieser Qualitäten werden unter dem Namen Realcoat vermarktet, dem neuen Markennamen, den das Unternehmen zur gleichen Zeit einführt. Zur Einführung dieses Portfolio wurden Broschüren und Farbmuster für den Kunden erstellt. Darüber hinaus wird eine europaweite Werbekampagne in Fachmagazinen die Markteinführung begleiten.

    Weitere Informationen unter www.rohmhaas.com


    Plating on Plastics

    29. September 2007 - Atotechs Prozesse zur Kunststoffbeschichtung - Futuron Ultra, Noviganth AK und Noviganth PA – erfüllen sämtliche Anforderungen der Industrie hinsichtlich Wirtschaftlichkeit, Umweltverträglichkeit und Zuverlässigkeit. Die Sicherheit der Prozesse ermöglicht Atotech Kunden, alle Vorteile der Kunststoff-Metall-Verbundwerkstoffe auszunutzen. Die Einsatzmöglichkeiten sind nahezu grenzenlos.
    Futuron Ultra - eine neue Generation der innovativen Direktmetallisierung von ABS und ABS/PC Kunststoffen – erlaubt das schnellere Beschichten mit einem höheren PC-Gehalt (65%). Durch Futuron ULTRA ist Atotech nun in der Lage, dem Anwender ein deutlich erweitertes Arbeitsfenster zu bieten. Das optimierte Zusammenspiel zwischen Aktivator und Cu-Link ermöglicht es, die Kupferadsorption signifikant zu steigern und damit eine stabile, hochqualitative, leitfähige Schicht zu erzeugen. Dadurch lassen sich ABS und ABS-PC mit höherem PC-Gehalt bis zu 65% beschichten, wie es z.B. bei Türinnenhebeln der Automobilindustrie erforderlich ist. Die höhere Leitfähigkeit der Schicht beschleunigt den nachfolgenden galvanischen Verkupferungsprozess deutlich. Gegebenenfalls kann sogar der Pd-Gehalt im Aktivator drastisch gesenkt werden, was die Wirtschaftlichkeit des Verfahrens zusätzlich positiv beeinflusst. Mit seinen Neuerungen bietet Futuron? ULTRA, noch mehr als zuvor Futuron, eine attraktive ressourcenschonende Alternative zur konventionellen Metallisierung von Kunststoffen. Zur konventionellen Kunststoffvorbehandlung bietet Atotech die besonders zuverlässigen Noviganth-Prozesse für vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bei nur sehr geringen Ausschussraten. Alle Schritte sind optimal aufeinander abgestimmt und in vorhandene Arbeitsabläufe integrierbar.
    Noviganth AK ist in der galvanischen Beschichtungsindustrie seit langem als zuverlässiger Atotech Prozess bekannt und zeichnet sich durch eine hohe Stabilität und gute Haftfestigkeit aus. Der sichere und robuste Prozess eignet sich für die meisten zu beschichtenden ABS und ABS-PC-Kunststoffe.
    Mit Noviganth PA - einem System zur Polyamid-Beschichtung – hat Atotech einen revolutionären Prozess für die Kunststoffbeschichtung auf den Markt gebracht. Noviganth PA ist eine spezielle Vorbehandlung für die Beschichtung mineralgefüllter Polyamide wie Durethan 240 (Lanxess), T-777-02 (Toyobo) oder Minlon 73 M 40 (DuPont) sowie anderer geprüfter PA 6 Werkstoffe. Der Einsatz eines sauren Quellers und eines Konditionierers sowie der Verzicht auf Chromschwefelsäure macht Noviganth PA zu einem sicheren und umweltverträglichen Prozess.
    Noviganth Prozesse sind kostenbewusst und zeichnen sich durch eine lange Lebensdauer sowie die einfache Handhabung aus.

    Weitere Informationen unter www.atotech.de


    Verband der Oberflächenveredler (VOA) wächst kontinuierlich

    27. September 2007 - Um sich national und international Gehör zu verschaffen, ist ein Mitglieder starker Zusammenschluss immer im Vorteil. Dafür wirbt auch der Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium (VOA) mit Sitz in Nürnberg seit langem. Und das mit Erfolg. Vor kurzem haben sich wieder drei mittelständische Unternehmen aus der Aluminiumbranche dem VOA angeschlossen.
    Zu den neuen Mitgliedern gehören die Köln-Color GmbH mit Werken in Oberpleis und Köln, die Pigmenttec GmbH & Co. KG mit Sitz in Aachen und das amerikanische Unternehmen MacDermid GmbH, das eine deutsche Niederlassung in Forst bei Bruchsal betreibt. Alle drei Firmen besitzen langjährige Erfahrungen in den vielfältigen Bereichen der Oberflächentechnik und haben sich auf dem deutschen wie internationalen Markt einen Namen gemacht.
    Als neues VOA-Fördermitglied möchte das Unternehmen MacDermid nun auch den deutschsprachigen Kunden sein breitgefächertes Produktspektrum anbieten. „Vor allem aber wollen wir die Interessen des Verbandes tatkräftig unterstützen“, versicherte Thomas Dyllus, Managing Director der deutschen Niederlassung in Forst. Mit mehr als 2500 Mitarbeitern, davon sind 46 in der deutschen Niederlassung in Forst beschäftigt, zählt das amerikanische Unternehmen zu einem der weltweit führenden Anbieter von Spezialchemikalien zur Vorbehandlung und Veredelung von metallischen Oberflächen und Kunststoffen. Ob Galvanisieren, Beschichten, Eloxieren oder Verfahren zum Blankkorrosionsschutz: Mit dem vollständigen Portfolio für Aluminium habe sich die Mitgliedschaft beim VOA geradezu zwangsläufig ergeben, meinte Thomas Dyllus.
    Die Firma Köln-Color GmbH hat sich auf Pulverbeschichtungen von Fassaden spezialisiert und sich auf dem Markt seit langem etabliert. Unter Federführung von Geschäftsführer Willi Müsgen produziert das Unternehmen mit seinen 38 Mitarbeitern viel für den Export. „Dass wir nun unseren Kunden hochwertige Produkte mit dem internationalen Qualitätssiegel QUALICOAT anbieten können, war sicherlich ein Grund, in den Verband einzutreten“, sagte Köln-Color-Geschäftsführer Willi Müsgen. Er schätze aber vor allem auch die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem VOA, der seinen Mitgliedern bei allen Fragen mit Rat und Tat zur Seite stehe.
    Das dichte Informationsnetz des Branchenverbandes und den direkten Kommunikationsaustausch über verschiedene Foren lobte Jürgen Fleuster. Der Geschäftsführer der Pigmenttec GmbH + Co. KG hat seine 20-jährige Erfahrung bei der Firma Dieter Fleuster Metallveredlung in den Aufbau einer neuen leistungsfähigen Pulverbeschichtungs- und Eloxalanlage einfließen lassen. Die leitrechnergesteuerte vollautomatische Eloxalstraße setzt im Bereich des Lohnveredelns neue Qualitätsmaßstäbe. Rationell, leistungsstark und flexibel beschäftigt das Aachener Unternehmen zurzeit 10 Mitarbeiter. Als Galvaniseurmeister bietet Fleuster den Kunden weiteres Know-How, auch im Hinblick auf andere Oberflächen (zum Bespiel Chemisch-Nickel, Hartchrom).
    Durch die Mitgliedschaft im VOA sieht das Unternehmen die qualitätsvolle Oberflächenverarbeitung gesichert. Es freut sich über den regen Informationsaustausch in Zukunft.

    Weitere Informationen unter www.voa.de


    25 Jahre: Die Verbindung wird gehalten

    21. September 2007 - Bei OTC Daihen Europe GmbH gab es dieser Tage Grund zu feiern: Seit 1982 liefert das japanische Unternehmen am Standort Mönchengladbach Roboter- und Schweißanlagen an Industriezweige im gesamten europäischen Raum. Füge- und Verbindungssysteme von OTC kommen sowohl im Bereich Automotive als auch in den Bereichen Schwerindustrie und Blech- und Formverarbeitung weltweit zum Einsatz.
    Der Mutterkonzern selbst – die japanische DAIHEN Corporation – blickt bereits auf eine nahezu hundertjährige Tradition zurück. Dank des entscheidenden Schrittes nach Europa fiel auch in zahlreichen mittelständischen Betrieben der Startschuss für eine unaufhaltsame Entwicklung automatisierter Fertigungsprozesse. Gemeinsam mit Vertriebs- und Geschäftspartnern sowie Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses wurden die Erfolge des 25-jährigen Bestehens im Rahmen eines offiziellen Empfangs im Düsseldorfer Nikko-Hotel mit 60 Teilnehmern gewürdigt. Der CEO des Mutterkonzerns, einer Organisation mit weltweit über 2.800 Mitarbeitern sowie der Geschäftsführer in Deutschland, Kazuo Okazaki, zollten in eindrucksvollen Reden den europaweiten Aktivitäten der OTC Anerkennung.
    Die Zeichen des Unternehmens am Standort stehen auf Wachstum. OTC sucht für seine Europazentrale bereits nach interessanten neuen Gewerbeflächen, da die Verwaltungs- und Fertigungskapazitäten derzeit räumlich an die Grenzen stoßen.

    Weitere Informationen unter www.otc-daihen.de


    Pulverlacke von Rohm and Haas

    25.Juli 2007 – Rohm and Haas Powder Coatings, ein Geschäftsbereich der Rohm and Haas Gruppe, gab heute bekannt, dass sie die Firma Cetelon als ihren neuen Händler für den Vertrieb von Pulverlacken in Deutschland eingesetzt hat. Die neue Partnerschaft ermöglicht Rohm and Haas Powder Coatings weiterhin den Direktvertrieb ihrer Produkte auf dem deutschen Markt.
    Zusätzlich zur Vertriebsmannschaft von Rohm and Haas werden sechs Vertriebsleute von Cetelon den Markt bearbeiten. Ein 400 Quadratmeter großes Lager wurde bereits bestückt um die Anforderungen des Marktes erfüllen zu können. Raimund Kowol, Verkaufsleiter für Deutschland, sagte dazu: "Wir arbeiten seit Jahren mit Cetelon zusammen und sie haben bereits einige unserer Produkte im Automobilbereich als Händler vertrieben. Jetzt vertiefen wir diese Partnerschaft noch mehr. Rohm and Haas Pulverlack hat einen sehr guten Ruf und über 45 Jahre Erfahrung in der Bereitstellung von hochqualitativen Produkten und Service für die Pulverlack Kunden in den Bau-, Automobil und industriellen Märkten. Cetelon ihrerseits hat reiche Erfahrung bei den Naßlacken, besitzt eine seriöse logistische Plattform und hat Labormöglichkeiten um lokale Pulverlackkunden schnell zu bedienen."

    Weitere Informationen unter www.rohmhaas.com


    VDMA Oberflächentechnik unterstützt O&S - UV-Technologie und Energieeffizienz im Fokus

    Die internationale Fachmesse für Oberflächenbeschichtungen O&S, wird vom 3. bis 5. Juni 2008 in den Hallen der Neuen Messe Stuttgart beim Flughafen veranstaltet. Sie ist eine Weiterentwicklung der Fachmesse für innovative Oberflächentechnologien, Veredelung und Galvanotechnik GALVANICA, die im Mai letzten Jahres sehr erfolgreich in Stuttgart an den Messestart ging.
    Zusätzlich zu den klassischen Galvanotechnik-Themen, fokussiert die Nachfolgeveranstaltung künftig aber auch die Lackiertechnik und hat dazu prominente Unterstützung erhalten. Die Fachabteilung Oberflächentechnik im VDMA Fachverband Allgemeine Lufttechnik ist ab sofort ideeller Träger der O&S und bringt ihr umfangreiches Know how zum Thema Lackiertechnik mit ein. Dazu Dr. Martin Riester, Ressortleiter der Fachabteilung Oberflächentechnik: „Wir möchten mit dazu beitragen, dass die O&S zu einer starken Fachmesse für Oberflächentechnik wird. Technologien für effiziente Oberflächentechnik, wie beispielsweise die UV-Technologie, aber auch die Energieeffizienz sind derzeit in der Branche heiß diskutiert und werden auch auf der O&S Thema sein.“ Die UV-Technologie ist in der Lackiertechnik für die Produktion von zweidimensionalen Werkstücken seit Jahren etabliert. Innovative Anwender sind daran interessiert, wie die herausragenden Potentiale dieser Technologie, etwa für Werkstücke mit komplexer Geometrie, genutzt werden können. „Dazu bündeln wir das spezifische KnowHow auf der O&S in Stuttgart und demonstrieren gemeinsam mit RadTech Europe, dem Europäischen Verband zur Förderung der UV- und Elektronenstrahltechnologie, und verschiedenen Unternehmen die moderne Anwendung der UV-Technologie in der Lackiertechnik.“
    Eines dieser Unternehmen ist LUTRO Luft- und Trockentechnik GmbH mit Sitz in Leinfelden-Echterdingen. Günter Buchmann, Geschäftsführer bei LUTRO und Mitglied des Vorstandes der Fachabteilung Oberflächentechnik im VDMA: „Im Handwerk werden bereits Finish-Lackierungen auf UV-Basis sehr erfolgreich eingesetzt, beispielsweise in der Pkw-Reparatur. Wir stellen die Lackieranlagen her, mit denen der Lack auf die Karosserieteile appliziert wird. Auf der O&S werden wir unsere Erfahrungen mit dieser Technologie vorstellen.“           Verstärkt in der Diskussion steht derzeit auch die Energieeffizienz. Sie ist ein Reizwort für viele Betreiber von Lackieranlagen, denn im Lackierprozess wird ein erheblicher Anteil des Gesamtenergiebedarfes verbraucht. Zusätzlich dazu kann die vielerorts geplante – oder auch bereits vollzogene Umstellung von Lösemittellacken auf Wasser-, Pulver- oder UV-härtende Lacke erheblichen Einfluss auf den Energiebedarf haben. Bei vorausschauender Planung rechnen sich Investitionsmaßnahmen in energiesparende Techniken innerhalb kurzer Zeit. Auf der O&S in Stuttgart erfährt der Betreiber, worauf bei Planung, Betrieb und Modernisierung von Lackieranlagen geachtet werden sollte, um Energieverbrauch und Energiekosten entscheidend zu reduzieren. Dazu Günter Buchmann: „Energieeffizienz spielt bei unseren Anlagen vor allem in der Lüftungstechnik eine große Rolle. Zum Applizieren des Lackes wird die Luft erwärmt und gereinigt. Rund 24.000 Kubikmeter angesaugte Frischluft müssen in einer Lackierkabine mit einer Grundfläche von 28 Quadratmetern pro Stunde auf circa 22 bis 24° C erwärmt werden. Sehr effizient lässt sich dafür ein Gasflächenbrenner einsetzen. Er spart im Vergleich zu herkömmlichen Systemen rund 20 Prozent an Energie ein. Mit Einsatz von Wärmerückgewinnungssystemen kann diese Ersparnis sogar bei über 75 bis 80 Prozent je nach Bauart liegen. Schließlich gibt es noch elektronische Möglichkeiten, durch Regelung der Luftmengen, etwa über Frequenzumrichter.“
    Neben der Lackiertechnik sind aber auch die dekorative und funktionale Galvanotechnik Schwerpunktthemen der O&S. Dazu zählen die Kunststoffgalvanisierung, die Verchromung von Stahlrohrmöbeln oder Motorrädern und die Vergoldung von Schmuck und Besteck. Am häufigsten eingesetzt wird die Galvanotechnik jedoch zum Korrosions- und Verschleißschutz, zur Verzinkung von Schrauben, der Beschichtung von Maschinenteilen oder der Vergoldung beziehungsweise Versilberung von elektrischen Kontakten. Das breite Anwendungsfeld der Galvanotechnik spiegelt sich auch auf der Sonderschau ‚Welt der Oberfläche’ wider, die der Zentralverband der Oberflächentechnik (ZVO) in Stuttgart zeigen wird.

    Weitere Informationen unter www.OundS-messe.de


    Die „Sonnenseite“ der Elektronikproduktion

    Die Stromkosten steigen, der Verbraucher sucht nach Alternativen: Allein 2005 wurden in Deutschland Solarstromanlagen mit einer Gesamtleistung von 912 Megawatt (MW) auf Dächern und Freiflächen installiert, im Vorjahr waren es noch 597 MW. Damit sind die Deutschen Weltmeister in Sachen „Ökostrom“, denn im Vergleich dazu wurden beispielsweise in Japan Anlagen für insgesamt 290 MW und in den USA für 100 MW installiert.
    Die Deutschen sind aber nicht nur Vorreiter im Einbau von Solarstromanlagen, 20 Prozent aller weltweit gefertigten Solarzellen kommen auch aus Deutschland *) und damit ist der Anteil an einem 6,5 Milliarden US Dollar schweren Photovoltaik-Weltmarkt ganz beachtlich. Zumal der weltweite Solartechnik-Umsatz nach Ansicht des Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan bis 2012 auf 16,4 Milliarden US Dollar wachsen wird. Für eine kurzzeitige Verzögerung im Wachstum bis voraussichtlich 2009 wird die Knappheit beim Solarsilizium sorgen. Erst die neuen Fertigungstechnologien in Form innovativer Dünnschicht-Technologien bringen frischen Schwung in die Branche – die entsprechenden Produktionssysteme für die Herstellung von Solarzellen, -modulen und Anlagen nach dem neuesten Stand der Technik zeigt die Productronica, Weltleitmesse der Elektronikfertigung, (13. bis 16. November 2007 in München) als neues Ausstellungshighlight innerhalb der erfolgreichen „MicroNanoWorld“.
    Die MicroNanoWorld ist seit 2005 fester Ausstellungsschwerpunkt für die Zukunftsthemen Mikroelektronik und Nanotechnologie der Weltleitmessen für Elektronik in München und sorgt für einen hochkarätigen fachlichen Wissenstransfer. Zur Productronica 2007 zeigt die anwendungsstarke MicroNanoWorld in Halle B5 unter anderem Materialien und Werkstoffe für die Mikroproduktion, Produktionsverfahren für Mikrosysteme, Micro Assembly sowie Mess- und Prüftechnik. Neues Thema neben der Photovoltaik sind in diesem Jahr Fertigungstechnologien für „Organic Electronics“. Die enge Verwandtschaft der Herstellungsweisen von Solarzellen und Halbleitern – wie auch von LCD- und Plasmabildschirmen – prädestinieren die Productronica als Präsentations- und Kommunikationsplattform für die Photovoltaikproduktion. So werden in der kristallinen Solartechnik 0,3 mm dicke Wafer oder Folien aus hochreinem Solar-Silizium verarbeitet. Ein großer Trend in der Photovoltaik ist die Suche nach Alternativen zum raren und teuren Grundbaustein Reinstsilizium. Die sogenannten Dünnschichtmodule sollen kostengünstiger, aber auch langlebig und vielfältig einsetzbar sein. Hier wird zum Beispiel ressourcensparend amorphes Silizium in ultra-dünnen Schichten auf Glas gedampft. Besonders hohe Wirkungsgrade werden auch mit „Triple-Junction Dünnschicht-Silizium-Solarzellen“ erzielt, die mit Hilfe von drei übereinander gelegten Halbleiterschichten rotes, grün/gelbes und blaues Licht absorbieren und damit einen besonders hohen Wirkungsgrad erzielen. Oder es wird in der Produktion ganz auf Silizium verzichtet, zum Beispiel mit Cadmium-Tellurid-Modulen (CdTe) oder durch die Herstellung nach der CIS-Technologie (Copper Indium Selen), bei der eine aktive, wenige Mikrometer dicke Kupfer-Indium-Selen(CuInSe2)-Schicht großflächig direkt auf Glas aufgebracht wird.
    Bei der Herstellung von Solaranlagen kommt die gesamte Bandbreite der Elektronikfertigung zum Tragen: Angefangen bei der Wafer- oder Folien-Produktion über die Zellfertigung und -verbindung zu Solarmodulen über das Handling in der Automation bis hin zur Mess- und Prüftechnik für die Module. Dementsprechend groß ist auch der Anbieterkreis von Produktionstechnik für die Photovoltaik-Herstellung auf der Productronica 2007: Mit dabei sind unter anderem Gebr. Schmid, Freudenstadt, ASYS Automatisierungssysteme GmbH, FAP GMBH Dresden, Hilpert electronics AG, Newport Spectra-Physics GmbH und Schlenk Metallfolien.

    Weitere Informationen unter www.productronica.com


    Werkstoffkunde Email - Einführung in die Technologie

    27. August 2007 – Die fundierte werkstoffkundliche Basisinformation wird vom Deutschen Email Verband seit Beginn der 90er Jahre herausgegeben. Soeben ist die „Einführung in die Technologie“ in vierter Auflage erschienen.
    Die umfangreich aktualisierte und ergänzte Neuauflage umfasst rund 100 Powerpointfolien und einen ausführlichen, erläuternden Begleittext für Dozenten und Lehrer. Die CD-ROM eignet sich für den Einsatz in Fachschulen oder als Grundlage für eine Einführungsvorlesung an Hochschulen und zur elementaren Wissensvermittlung in der Industrie. Die neue CD-ROM kostet 25,- €, zuzüglich Mehrwertsteuer und Versandkosten. Die Abgabe an Bildungseinrichtungen erfolgt kostenlos. Lediglich die Versandkosten (vorab 2,90 € in Briefmarken) sind zu entrichten. Bestelladresse:
    Informations- und Bildungszentrum Email e. V.
    An dem Heerwege 10
    58093 Hagen
    Telefon: +49 2331 788651
    Fax: +49 2331 22662
    E-Mail: ibe@emailverband.de

    Weitere Informationen unter www.emailverband.de


    Absolventenpreis der BASF

    20. August 2007 - „Rheologiesteuerung mittels harnstoffmodifizierter Harze“ – ein wahrlich schwieriges und vielschichtiges Thema für eine Diplomarbeit. Doch Juliane Stein, Absolventin des Studiengangs „Chemieingenieurwesen/Farbe-Lack-Umwelt“ an der Hochschule Esslingen, behielt den Durchblick. Von Ende Februar bis Ende Juni 2007 erforschte sie in der BASF Coatings die Rheologie von sogenannten SCA-Harzen und von ausgewählten Klarlacken. Für ihr Werk erhielt sie jetzt den Absolventenpreis der Hochschule Esslingen im Wert von 555 Euro, der von der BASF Coatings AG gestiftet wurde.
    Juliane Stein hat aber noch einen zweiten Grund zur Freude: Ihre Arbeit war das Sprungbrett für eine Karriere bei dem Unternehmen. Seit dem 1. Juli 2007 ist sie im Bereich Fahrzeuglacke der BASF Coatings AG beschäftigt. In ihrer Diplomarbeit synthetisierte Juliane Stein verschiedene Harze und erarbeitete Erkenntnisse zur Abhängigkeit der rheologischen Eigenschaften von SCA-Harzen, die aus unterschiedlichen Bindemitteln hergestellt wurden. Die Diplomandin habe die ihr gestellte Aufgabe „mit bemerkenswertem Tiefgang gelöst“, befindet der betreuende Professor Dr. Guido Wilke. Ihre in diesem Sommersemester 2007 angefertigte Abhandlung sei ein harmonisches und überaus spannendes Werk. „Es macht große Freude, diese Arbeit zu lesen“, so sein Urteil.
    Die Absolventin resümiert zufrieden: „Die Arbeit an meiner Diplomarbeit bei der BASF Coatings war sehr interessant. Ich wurde von meinen Kollegen zu jeder Zeit unterstützt.“ Sie freut sich, dass sie nach der Beendigung ihres Studiums ins Werk nach Münster-Hiltrup zurückkehren konnte. Ihre Diplomarbeit und die Recherchearbeiten bei dem Lackhersteller waren das ideale Sprungbrett, um im Unternehmen Fuß zu fassen. „Ich habe zwar während der Diplomarbeit bei der BASF Coatings in einem komplett anderen Bereich gearbeitet, aber gleichzeitig das Unternehmen und viele Kollegen kennen gelernt sowie interessante Erfahrungen gemacht“, sagt Juliane Stein.
    Die Diplomandin ist ein Paradebeispiel für die hervorragende Kooperation der BASF Coatings mit der Hochschule Esslingen. Die Hochschule in Baden-Württemberg ist eine von drei Ausbildungsstätten in Deutschland, die ein Studium zum Lackingenieur anbieten. „Sie ist deshalb eine unserer Zieleinrichtungen, wenn wir neue Lackingenieure suchen“, sagt Ralf Pander, Leiter HR-Management. Schon während des Studiums soll der erste Kontakt zwischen den Studierenden und dem größten industriellen Arbeitgeber der Region entstehen, zum Beispiel durch Praktika oder Diplomarbeiten. Alle zwei Jahre nimmt die BASF Coatings am Industrietag in Esslingen teil. Im Gegenzug besuchen Studierende der Hochschule regelmäßig das Werk in Münster-Hiltrup. „Während dieser Besuche wollen wir uns als attraktiver Arbeitgeber darstellen und Einstiegsmöglichkeiten bei uns aufzeigen“, betont Pander.

    Weitere Informationen unter www.basf-coatings.de


    Ausbau des wässrigen Produktportfolios

    6. August 2007 - Die Dörken MKS-Systeme GmbH & Co. KG, Herdecke, hat zum 1. Januar 2007 den Geschäftsbereich "Termosil Non-Chrome" der Tolkmit GmbH Industries, Balve, übernomen. Das Herdecker Unternehmen rundet damit sein Zinklamellen-Sortiment mit wässrigen Beschichtungsystemen ab.
    Durch diese Chrom(VI)-freien Technologien sollen in den nächsten zwei Jahren in Zusammenarbeit mit Tolkmit neue Anwendungsfelder erschlossen werden. Die neu zu entwickelnden Produkte werden in Zukunft unter dem Markennamen Delta-Prptekt durch die Dörken MKS-Systeme vertrieben.
    Tolkmit verfügt über eine rund 30-jährige Erfahrung auf dem Gebiet nicht-elektrolytischer Beschichtungsverfahren. Das Unternehmen ist Hersteller und Vertreiber von Prozesschemikalien und computergesteuerten Anlagen für die industrielle Serienbeschichtung mit Korrosionsschutzsystemen und zugleich auch als Lohnveredler tätig. Die Dörken MKS-Systeme entwickeln, fertigen und vertreiben seit über 25 Jahren Chrom(VI)-freie Mikroschicht-Korrosionsschutz-Systeme - vorwiegend für den Einsatz im Automobilbau - und sind heute weltweiter Markt- und Technologieführer in diesem Bereich.

    Weitere Informationen unter www.doerken-mks.de


    Feuerverzinktes Rechenzentrum in Münster

    2. August 2007 - Die denkmalgeschützte Speicherstadt Nord in Münster diente viele Jahre als Lagerkaserne und ist heute ein Ort der Interdisziplinarität. Kleine Consultingfirmen, Agenturen und Verlage, Informations- und Telekommunikationsdienstleister und auch öffentliche Institutionen haben sich auf dem Gelände angesiedelt.
    Im Haus "An den Speichern 9" ist der Landesbetrieb Gemeinsames Gebietsrechenzentrum Münster ansässig. Die hohen Anforderungen an die Sicherheit und technische Ausstattungen des Gebäudes erforderten ein ergänzendes Technikbauwerk in unmittelbarer Nähe zu entwickeln. Mit dem Entwurf wurden die Münsteraner Schoeps und Schlüter Architekten beauftragt. Das neue Gebäude nimmt sich zurück und gliedert sich in das bestehende denkmalgeschützte Gebäudeensemble ein. Gleichzeitig historisiert es nicht, sondern stellt eine zeitgemäße und nutzungsgerechte Interpretation der vorhandenen Bausubstanz dar. Die Kubatur des Gebäudes ergibt sich aus der geschichteten Funktion. Das Erdgeschoss enthält die geschlossenen Räume mit der Steuertechnik, dem Notstrom-Dieselaggregat des Rechenzentrums und die Kältezentrale. Das innen liegende Haus aus Wärme gedämmten Sandwichprofilen wird durch eine feuerverzinkte Gitterrostfassade vor Vandalismusangriffen geschützt. Das Dachgeschoss, ebenfalls aus feuerverzinkten Gitterrosten hergestellt, bietet den erforderlichen Angriffsschutz für die Außenkühleinheiten des Rechenzentrums und eine maximale Belüftung. Die schützende Gitterrostfassade fasst das Gebäude zu einem monolithisch wirkenden "Schmuckkästchen" moderner Technik zusammen. Die Gebäudehülle spielt je nach Blickwinkel mit dem Betrachter. Mal kommt das Technikgebäude wie ein monolithischer Block als massives, geradezu klassisches Haus daher, dann löst es sich vollständig auf und zeigt einen transparenten Baukörper.
    Die Konstruktion folgt der Funktion und hat eine verblüffend einfache Gestaltungslösung hervorgebracht. Das komplett feuerverzinkte Haupttragwerk wird durch HEB320 Stahlstützen mit IPE 360 Stahlbindern sowie den IPE 200 Sparren gebildet. Es steht auf einer stabilen Stahlbetonsohle mit Streifenfundamtenten. Die Hülle besteht aus feuerverzinkten Gitterrosten. Die gesamte Konstruktion wurde vorgefertigt und brauchte auf der Baustelle nur noch verschraubt werden. Die vom Bauherren für das Gebäude gewünschte Nutzungsdauer ohne Wartungszwang von circa 50 Jahren wird durch die Feuerverzinkung sichergestellt, da von einer Korrosionsbelastung der Korrosivitätskategorie C2 bis C3 (Land- mit angehender Stadtatmosphäre) auszugehen ist.

    Weitere Informationen unter www.feuerverzinken.com


    Neues Vorstandsmitglied im VOA

    28. Juli 2007 - Norbert William Sucke gehört von nun an zum Vorstand des Verbandes für die Oberflächenveredlung von Aluminium (VOA) mit Sitz in Nürnberg. Sucke nimmt im VOA-Vorstand den Sitz des GDA- Fachverbands Aluminiumhalbzeug ein. Anlässlich der jüngsten Vorstandssitzung im Juni dieses Jahres begrüßte der VOA-Vorsitzende Norbert H. Mahler den 43-jährigen Diplom-Physiker als neues Vorstandsmitglied im Verband.
    Der Duisburger Norbert W. Sucke arbeitet als Geschäftsführer mit dem Schwerpunkt Technik bei der Erbslöh Aluminium GmbH in Velbert. Die Erbslöh Aluminium GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der Erbslöh Aktiengesellschaft, ist Hersteller hochwertiger Aluminium-Strangpressprofile für dekorative Eloxalanwendungen. Für seine neue Aufgabe hat sich der 43-jährige zum Ziel gesetzt, die Stärken des VOA weiter auszubauen. „Der VOA soll seinen Mitgliedern eine wertvolle Unterstützung sein in Fragen der Marktentwicklung, der Qualität, aber auch der Betriebswirtschaft“, macht Norbert W. Sucke deutlich.
    Nach eigenen Angaben hat sich der Physiker bereits am Beginn seiner Laufbahn mit „dem Aluminium-Virus infiziert“. Die vielfältigen Tätigkeitsfelder, die Sucke bei der Erbslöh Aktiengesellschaft kennen lernte, unterstützten seine Leidenschaft für den Werkstoff. Vier Jahre lang forschte und entwickelte Norbert W. Sucke an der Schnittstelle zwischen Halbzeugherstellung und Oberflächenbearbeitung. Weitere fünf Jahre war der Familienvater für die Entwicklung und Produktion von dünnwandigen Wärmetauschprofilen federführend, in der Zeit erwarb er zahlreiche Patente. Es folgte die Produktionsleitung für Halbzeug. Und seit 2001 ist der heute 43-jährige neben Frank Busenbecker Geschäftsführer der Erbslöh Aluminium GmbH. Dort ist der Diplom-Physiker zuständig für die Bereiche Entwicklung, Produktion, Human Ressources und Controlling. Schwerpunkte seiner Arbeit waren die strategische Neuausrichtung der Halbzeugproduktion und der Aufbau eines Schmelzwerkes zur Erzeugung der hochwertigen Alminox-Werkstoffe für Eloxalanwendungen, beispielsweise für PKW-Zierleisten.
    Im VOA will sich Norbert W. Sucke künftig stärker für die Belange und Interessen der Aluminium-Unternehmen engagieren. „Durch meinen beruflichen Hintergrund kann ich sicher dazu beitragen, um im Urkonflikt zwischen Halbzeugherstellern und Oberflächenveredlern zu vermitteln“, zeigt sich das neue Vorstandsmitglied des VOA überzeugt.

    Weitere Informationen unter www.voa.de


    GE Plastics: Kunsstoffe für Pulverbeschichtiung

    24. Juli 2007 - Die leitenden Noryl GTX Kunststoffe von GE Plastics gehören jetzt offiziell zum wachsenden ecomagination Produktportfolio des Unternehmens. Diese neuen umweltfreundlichen Werkstoffe sind für Pulverbeschichtungen optimiert. Sie enthalten leitfähige Füllstoffe, die elektrostatische Grundierungen, welche schädliche Lösungsmittel und Nebenprodukte freisetzen können, überflüssig machen.
    In Pulverbeschichtungsanwendungen können Noryl GTX-Kunststoffe Metallsubstrate ersetzen, kostspielige und potentiell gefährliche chemische Vorbehandlungen eliminieren und mehr Designflexibilität bieten Die Qualität der Noryl-GTX-Typen ermöglicht außerdem eine Pulverbeschichtung von Metall und Kunststoff auf derselben Fertigungslinie, wodurch sich eine höhere Wirtschaftlichkeit und ein einheitliches optisches Erscheinungsbild ergeben.
    Die Zertifizierung der Noryl GTX-Kunststoffe als GE ecomagination- Produkte erfolgt nach einer scharfen Analyse unter Quantifizierung der Vorteile in den Bereichen Umwelt und Prozess für den Kunden. Diese Analyse wird von einer unabhängigen Stelle überprüft. Die Umweltinitiative ecomagination von GE ist eine bedeutende, weltweite Anstrengung zur besseren Erforschung und Entwicklung von Umwelttechnologien, Förderung neuer Möglichkeiten durch Unterstützung von Kunden bei der Lösung ihrer schwierigsten ökologischen Herausforderungen, Verminderung des Treibhausgas-Ausstoßes und Verbesserung der Energieausnutzung.

    Weitere Informationen unter www.geplastics.com


    Oberflächenveredler im Aufschwung

    23. Juli 2007 - Die Branche der Aluminium-Oberflächenveredlung blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2006 zurück. Bedingt durch den allgemeinen Aufschwung in Deutschland, registriert der Verband für die Oberflächenveredelung von Aluminium (VOA) mit Sitz in Nürnberg bei seinen Mitgliedsfirmen stetige Auftragseingänge, steigenden Umsatz, eine rege Investitionstätigkeit und damit eine verbesserte Positionierung auf nationaler und internationaler Ebene.
    Während einer Mitgliederversammlung, die im Juni 2007 in Wernigerode im Harz stattfand, stellte der VOA-Vorsitzende Norbert H. Mahler seinen Geschäftsbericht vor. Darin kommentierte Mahler die konjunkturelle Entwicklung sogar als „boomartige Erscheinungen im zweiten Halbjahr 2006“. Insbesondere im Eloxalbereich, so Mahler, sei es in den Betrieben zu personellen Engpässen gekommen, so dass zunehmend Aushilfskräfte benötigt wurden. Der Aufschwung habe sogar die Bauindustrie, eine für die Lohnveredelung wichtige Abnehmerbranche, aber auch ein Sorgenkind der vergangenen Jahre, voll erfasst. „Offensichtlich besteht auf diesem Sektor ein großer Nachholbedarf, so dass verstärkt Bauinvestitionen von Unternehmen sowie der öffentlichen Hand getätigt werden“, vermutete der VOA-Vorsitzende. Viele der Mitgliedsfirmen konnten am Jahresende ein Umsatzwachstum im zweistelligen Prozentbereich gegenüber 2005 aufweisen.
    Die aktuellen Daten machen laut Norbert H. Mahler Mut für die Zukunft. Auch für das laufende Jahr rechnet der VOA mit einem erfolgreichen Abschluss. „Auch wenn die Zuwachsraten etwas geringer ausfallen dürften“, so Mahler. Die gute Entwicklung sollten die Unternehmen für aufgeschobene Investitionsvorhaben nutzen.
    Dr. Thomas Becker, stellvertretender Vorsitzender und Präsident der europäischen Dachorganisation European Surface Treatment On Aluminium (ESTAL) mit Sitz in Zürich, betonte, dass sich ESTAL als Sachverwalter der Interessen aller Unternehmen der Aluminium- Oberflächenindustrie verstehe. Daher können sich in der Arbeit der Organisation auch diejenigen Unternehmen vertreten sehen, die unabhängig von der Mitgliedschaft im nationalen Verband in einer der Qualitätszeichen-Organisationen engagiert sind. Becker hob vor allem die gemeinsame europäische Zusammenarbeit in der Arbeitsgruppe der Integrated Pollution Prevention and Control (IPPC) zum integrierten Umweltschutz hervor. Deutschland nehme bei der Umsetzung der IPPC-Richtlinie einen Spitzenplatz ein, so Becker.
    Der ESTAL-Präsident prognostizierte, dass andere Länder diesem Beispiel schnell folgen werden, da jedes Unternehmen, das unter die Richtlinie fällt, verbindlich bis zum 31. Oktober 2007 eine Betriebsgenehmigung nach den IPPC-Kriterien besitzen muss. Becker empfiehlt allen Mitgliedsunternehmen, sich rechtzeitig mit dem Thema Genehmigung nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz (BlmSchG) zu beschäftigen und sich mit den zuständigen Behörden in Verbindung zu setzen. Außerdem machte Becker auf den von ESTAL geplanten Interimskongress vom 13. bis 15 September in Basel aufmerksam. Mehr Informationen zum ausführlichen Programm finden Interessenten auf der ESTAL-Homepage.
    Friedhelm U. Scholten, Vorsitzender der Technischen Kommission (TK) im VOA, betonte vor allem die Ausbildungsinitiative des VOA. „Wir bekommen so gut wie keine ausgebildeten Facharbeiter auf dem Arbeitsmarkt“, berichtet Scholten. Um aber in Zukunft steigende Qualität in der Oberflächenveredlung gewährleisten zu können, müsse man sich nun selbst um die Ausbildung der Mitarbeiter kümmern. Damit eine eigene Ausbildungsklasse zustande kommt, werde es notwendig sein, über einige Jahre mindestens 15 Auszubildende bundesweit pro Jahr in den Berufen „Verfahrensmechaniker für Beschichtungstechnik“ und „Oberflächenbeschichter – Fachrichtung Anodisationstechnik“ einzustellen.

    Weitere Informationen unter www.voa.com


    Sun EcoTour 2007 bei Surtec

    20. Juli 2007 - Strom sparen und der Einsatz innovativer Energietechnologien ist das Thema der Sun EcoTour 2007, einer Initiative von Sun Microsystems mit Unterstützung von AMD und SurTec. Am 9. August macht die Sun EcoTour 2007 Station bei der SurTec Deutschland GmbH in Zwingenberg. Grüne Technologie 'Made in Germany' bringt Deutschland wieder an die Weltspitze. Ein Beispiel dafür ist SurTec, Europas erstes Chemieunternehmen das in einem Passivhaus-Gebäude sitzt.
    „Ich freue mich, dass die Sun EcoTour 2007 bei uns Station macht“, erklärt Patricia Preikschat, Geschäftsführerin der SurTec Deutschland GmbH. „Seit geraumer Zeit engagieren wir uns sehr stark für den effizienteren Umgang mit unseren Ressourcen. Wir tauschen uns immer gerne mit anderen Unternehmen aus, die ihre Verantwortung für die Umwelt genauso ernst nehmen wie wir.“
    Die SurTec GmbH ließ als erstes Unternehmen in Europa ihr Firmengebäude als Passivhaus bauen. Der nahezu luftdicht isolierte Gebäudekomplex besteht aus drei Einheiten, die verschiedene Nutzungen beherbergen: Verwaltung, Forschung, Produktion und Lager. Das Gebäude wird ausschließlich über ein Lüftungssystem beheizt. Die speziellen Anforderungen eines Produktionsbetriebs der chemischen Industrie waren eine Herausforderung für die Planung des Lüftungskonzepts. Neben dem energetischen Aspekt, Wärmeverluste zu minimieren, mussten auch die gesetzlichen Anforderungen an die Luftqualität am Arbeitsplatz beachtet werden.
    Sun provozierte bereits im Jahr 2005 mit der These „Durchschnittlich verbraucht ein Rechenzentrum zwei Tonnen Kohle pro Stunde. Es ist Zeit das zu ändern!“ und stellte als Lösung den Sun Ultra SPARC T1 Prozessor vor, den weltweit einzigen Chip, der statt nur einer gleichzeitig 32 Aufgaben bearbeitet und dabei weniger als 70 Watt verbraucht. Wenn alle Webserver weltweit auf Basis des Sun UltraSPARC T1 ausgestattet wären, würde die Internetwirtschaft jährlich 14 Milliarden US-Dollar an Stromkosten sparen.
    Die Sun EcoTour 2007 ist eine Reise mit dem 'Sun Ecorider' durch Deutschland im Sommer 2007. Die Tour besucht und hebt deutsche Projekte hervor, die – wie Sun – vorbildlich beim sparsamen Einsatz von Strom und Energie sind. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der angesteuerten Eco-Etappenziele will Sun die Entscheider in der deutschen Industrie sensibilisieren.
    Der EcoRider, ein Hybrid-Liegerad, wird von Martin Müller, einem jungen Journalisten, gesteuert. Müller schreibt seine Eindrücke im Blog www.im-strom-der-zeit.de nieder. Die Sun EcoTour erstreckt sich über 85 Tage.

    Weitere Informationen unter www.voa.com


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