Editorial
Der Zeigefinger
Eigentlich wollte ich den derzeitigen "Medien-Hype" um die Steuermodelle
gewisser, durchaus bekannter Leute nicht aufgreifen. Auch will ich nicht den
Zeigefinger heben und auf "Die da oben in den Vorstandsetagen..." zeigen.
Denn was hat das denn in einer Fachzeitschrift zu suchen? Rein fachlich
sicher nichts. Allerdings ist ein Editorial praktisch die einzige Möglichkeit,
in der ein Redakteur seine ganz persönliche Meinung, weitgehend ungestraft,
kund tun kann. Außerdem kommt es auch in unserer Branche immer
wieder mal zu Besuchen von der Staatsanwaltschaft oder Polizei. Mal ist es die Steuer, neulich war es das
Außenwirtschaftsgesetz, dann kommt mal die illegalen Beschäftigung vor, oder, auch schön, ein heißer
Abriss zwecks Versicherungsbetrug. Ist das aber das korrekte Bild unserer gesamten Wirtschaft? Ich glaube
nicht. Schließlich führt nicht Skrupellosigkeit regelhaft zum Erfolg sondern eher harte Arbeit. Daran will
ich auch gerne weiter glauben – und eben weiter arbeiten.
Ihr Steffen Pospischil