Editorial

Gute Nachrichten!

Carsten BlumenstengelUm 2,2 Prozent ist das Bruttoinlandsprodukt im zweiten Quartal 2010 laut Angaben von Fachleuten gestiegen. Optimisten sehen im zweiten Halbjahr sogar schon eine Drei vor dem Komma. Dazu passt, dass viele europäische Autohersteller ihre Verkaufszahlen im ersten Halbjahr 2010 gegenüber dem Vorjahr weltweit zwischen 13 und fast 20 Prozent steigern konnten.

Zwar ist der deutsche Inlandsmarkt nach wie vor etwas träge, aber das gleichen die internationalen Märkte aus. China, Indien und andere Länder der sogenannten „Emerging Markets“ sind dabei der eigentliche Exportmotor. Manche OEMs berichten von teilweise atemberaubenden Absatzsteigerungen. In Lateinamerika konnte ein deutscher Hersteller unglaubliche 85 Prozent mehr absetzen als im Vorjahr. Zugegeben, es geht um einen relativ geringen Absolutbetrag, nämlich um eine Steigerung von rund 5.000 auf 10.000 Einheiten. Aber die Umsatzverdopplung zeigt: in Lateinamerika ist ein Markt angesprungen.

Vor diesem Hintergrund ist es wenig verwunderlich, dass viele Autobauer weltweit in neue Werke investieren, um die starken Wachstumsmärkte direkt vor Ort bedienen zu können. Auch einige große Anlagenhersteller in der Oberflächenbranche konnten in den vergangenen Monaten Großaufträge im Automobilbereich verbuchen.

Erfreulicherweise berichten auch die deutschen Verbände von volleren Auftragsbüchern, obwohl der Optimismus hier nach den katastrophalen Umsatzzahlen 2009 noch etwas gebremst ausfällt. Dennoch ist eine durchschnittliche Steigerung des Auftragsbestandes der Metallbauer laut einer Umfrage von zwei auf über neun Wochen ein untrügliches Zeichen, dass es aufwärts geht. Und natürlich wird das allgemeine Wachstum auch der Oberflächenindustrie zugute kommen.

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie erwartet 2010 ein Anstieg des Inlandsverbrauchs von Lacken, Farben und Druckfarben um 2,7 Prozent und eine Umsatzsteigerung von 5,1 Prozent. Hier stützen vor allem die Automobilindustrie, die Elektroindustrie und der Maschinenbau die Nachfrage. Mit einem Wort: es wird wieder mehr lackiert und beschichtet. Das lässt hoffen, dass die Oberflächenbranche schneller als erwartet aus der Krise kommt!

Ihr


cb
Carsten Blumenstengel

 

 
 
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